Diario Singapur – Malaysia 2018 2019

Flug mit Air France nach Singapur und mit KLM von Kuala Lumpur für 550 Euro

Selgie Hotel Singapur 80 Euro pro Nacht

The Swiss Garden Melaka 60

Bann Lhay Homestay Penang 20

Labi Labi Langkawi 60

Marina Bay Hotel Singapur 330

Telaga Terrace Hotel Langkawi 63

Wapi Ressort Koh Lipe 94

Hilton Kuala Lumpur Deluxe Lake View mit Frühtück 100

Fähre Penang – Langkawi 70 Ringit

Flug Penang – Langkawi 110 Ringit

Flug Langkawi – Kuala Lumpur 109 Ringit

Bus Singapur – Melaka 25 Ringit

Bus Melaka – Penang 50 Ringit

Boot Langkawi – Koh Lipe 50 Euro hin und retour

Tauchen Langkawi 270 Ringit für zwei Tauchgänge

Tauchen Koh Lipe 1500 Baht für einen Tauchgang

 

Mittwoch 5. Dezember 2018Wien, Paschepp Heim – Paris – Singapore

Um 10 Uhr stehen wir gmütlich auf, Kaffeetschi, Teetschi. Die Räder gehören in den Keller, die Katzen gehören gestreichelt. Gegen 14 Uhr dann entspannter Aufbruch zur Landstraße, S7, alles wiedermal perfekt organisiert vom Reiseleiter.

Am Flughafen dann voll self-service, einchecken selbst, Latella am Automaten stehen lassen, trotzdem kein Bombenalarm, Gepäckdings ausdrucken und selbst aufgeben, voll mühsam.

Dann hamma ja noch ewig Zeit dank großzügigster Planung. Da sie ja das tolle Flughafenpub bei den Klos da oben dicht gemacht haben kriegt Johanns Bierpub eine Chance, ein letzter Hauch von Wiener Freundlichkeit weil alle Touris ignoriert oder wieder raus geschickt werden. Dafür darf man rauchen. Gegenüber is ne Trafik, ich kauf Papers en masse und Lottoschein. Da hamma sogar was gewonnen aber dann den Schein irgendwo angebaut btw.

Dann schwindeln wir uns langsam durch die Kontrollen, gehen 10mal aufs Klo und hängen auf der Ledercouch beim Gate rum. Die Kellnerin sagt dass Schengen in Frankreich für uns ausgesetzt ist und wir brauchen unsre Pässe.

Nach 100 Minuten Landung beim Charles dem Gaul der uns mit der Trikolore am Dach begrüßt. Urviel los, chaotische Beschilderung doch wir finden ein Klo. Zum Glück gleich neben dem Gate wo man mit irgendeinem Bus hinfahren muss.

Unsre Tickets sind irgendwie hin und wir kriegen ein special treatment. Die Boeing 777 wird gestreichelt und ist gar nicht mal so voll. Es gibt Beef oder Chicken, Schampus und Bier und Kaffee ohne Milch. Der Bordfernseher zeigt mir Full Metal Jacket, Gravity, Mission ImpossibleTeil 17, Markt Felt.

Schlafen klappt nicht so ganz, Frühstück ist auch grauslich, irgendwas mit Erbsen. Langsam geht’s runter und ich weiß nicht ob Tom Cruise auch diesmal die Welt rettet.

Donnerstag 6. Dezember 2018Paris – Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Wir dürfen rein nach Singapur und schmuggeln ein Ottakringer mit, das is verboten. Genauso wie Zigaretten und Kaugummis und überhaupt alles.

Rein ins Taxi, der Typ ist etwas grummelig. Wir sehen Marina Bay und ne Formel 1 Strecke. Der Typ haut uns beim Hintereingang vom Hotel raus, gegenüber von dem Carlsberg Puff und will 28 Dollar.

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Singapore – im  Hintergrund der kotzende weiße Affe, das Wahrzeichen der Stadt

Einchecken klappt, das Zimmer ist winzig mit einem Fenster welches sich nicht öffnen lässt. Der Pool am Dach entschädigt.

Kleiner Spaziergang, es gibt ein Froschrestaurant mit einem froschigem Sonderangebot. Ein Packerl Tschick kostet 9 Singapur Dollar, Tabak entdecke ich dann bei so nem Iraner für 12.


Der Hunger treibt uns in ein Lokal, die freuen sich total dass wir kommen. Leider ist die Karte auf Chinesisch und wir bestellen irgendwas. Man bekommt da mal ne Suppe und geht dann rein zu den fetten Kühlschränken, nimmt sich da irgendwas raus (Gemüse, Huhn, Frosch) und haut das in die Suppe. Bisl mühsam und gar nicht mal so lecker und außerdem zahlen wir 58 Dollar weil wir soviel in die Suppe reingehaut haben. Im Lokal beim Klo heult ein Typ Rotz und Wasser, umgeben von ner Freundin und 20 Bierflaschen.

Zeit zu gehen und rein ins Nachbarlokal. Da gibt’s nen Biergarten und ich bestell Tourimässig einen Singapore Sling. Dann rüber ins EKZ, der 7 Eleven hat sogar Chang. Dann noch rauf zum Pool der aber sogleich zugesperrt wird.

Von halb 3 bis halb 5 lieg ich munter in unserer Kammer.

Freitag 7. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Um 10 wird aufgestanden, nichts wie raus aus dem Minizimmer, rein ins nächste EKZ auf so Wabbeleier und komischen Kaffee. Dann raus, das Ziel ist der Hafen. Ein Einkaufszentrum nach dem anderen, dann die Middle Road runter bis zur Beach Road und weiter auf die Nicole Road. Dann sind wir endlich bei ner Promenade und sehen mal ein bisl was anderes als Häuserschluchten. Ne Bühne gibt’s mit der neuen D & B Anlage und wir sehen den spuckenden Fisch, das Wahrzeichen von Singapore mit Ausnahme von dem Hotel das da auch rumsteht.

Wir machen eine Bootstour für 25 Dollar und tuckern das Hafenbecken entlang gemeinsam mit lauter Indern. Eh ganz schön eigentlich.

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Singapore – geils Shört, kurz drauf haben wir übrigens ne Metalband getroffen

Dann nächster Plan dieses Riesenrad für 36 Dollar was leider zu hat wegen dem schönen Wetter – keine Ahnung. Klos gibt’s überall, das ist mal gut. Um das Rad gibt’s nen schönen Garten mit so Bächen die fließen und Fischen drin. Draußen passiert grad ein Marathon.

Es beginnt voll zu schütten und wir flüchten ins Tablet Pub wos sauteures Bier mit Steuer obendrauf gibt und einen Mojito der nix kann. Auf dem Heimweg spazieren wir noch zu dem kubanischen Studentenlokal bei uns gegenüber welches auch nicht sehr aufregend sind. Deshalb gehen wir wieder zu diesen vereinigten Biergartenlokalen mit der neuen Anmachdame am Eingang und bestellen einen Kübel. 3 kleine Tiger für 24 Dollar.

Dann rüber ins EKZ aufs Klo. Das Froschrestaurant verkauft heut drei Frösche zum Preis von Zweien.

Kurzer Zwischenstopp daheim, dann geht’s nach Little India ums Eck. Im Tempel ist voll die riesen Zeremonie, wir sind die einzigen Touris und versuchen nicht aufzufallen. Eigentlich haben wir ja Hunger und finden dann zwischen den ganzen grimmigen Lokalen einen Inder wos köstliches Futter gibt – sauscharf und mit Dixie Klos ums Eck in der finsteren Seitengasse. Daneben wird grad voll abgebaut, ein Bollywood Typ der ein bisl wie der Alf ausschaut war da und hat was gesungen.

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Singapore – Indischer Tempel wo man weiße Punkte auf die Stirn gemalt bekommt

Auf dem Heimweg dann noch wo eingekehrt, Bier für 5 Dollar Fixpreis, sehr nett. Am Tisch daneben haben welche ein komisches Date. Dann ab nach Hause.

Samstag 8. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Aufwachen im Minizimmer, ne Runde im Pool schwimmen. Während ich meine Morgengymnastik nach Isle Puck mach klettert ein Italiener über meine Füße und hühüpft in den Pool. Er ist Eisverkäufer, hat drum grad frei, hat eine Freundin in Singapur und würd gern hier ne Pizzeria aufmachen. Sehr nett.

Dann retour ins Zimmer und fertig machen zur Mission MRT. Davor aber noch Frühstücken und zwar in dem Peace Zentrum, dort gibts nen total leckeren Foodcourt mit allem möglichen Zeugs. Suppe ises geworden, dazu Kaffee und so einen orangenen Thai Eistee der aber braun war.

 

Dann weiter, losmarschieren Richtung Promenade, in die erste Ubahnstation rein und zum Chinesen am Schalter, die Station hieß was mit dem coolen Ben. Der war sehr nett und hat uns wieder weggeschickt. Weiter zur nächsten, namens Bugis. Die Singapurianer haben zum Glück überall Wegweiser wo die nächste Ubahn ist. Auf dem Weg zum Bugis laufen wir durchs real chinatown, alles voll mit Chinesen und kleinen Shops, grindigen Einkaufszentren, einem Sexshop ab 23 Jahren, Klo für 20 Cent und nem dichtgedrängten Markt. In der Bugis Station 10 Dollar für das Touristentagesticket plus 10 Euro Pfand für die Karte. Dann in die erstbeste MRT eingestiegen und Richtung Buena Vista weils so schön klingt. War aber schiach. Drum wieder mit der roten Linie bis Endstation wo ein Wegweiser zum Cable Car war, natürlich von Doppelmayer. Die Mittelstation lag mitten in nem Hochhaus. Für 35 Euro pro Stück zwei Tickets erstanden und los gehts Richtung Santosa. Das war offenbar so die künstliche Vergnügungsinsel, mit Hard Rock Hotel, Universal Studios, Zip-line, Surferwelle, Bungee Jump und lauter so Zeugs. Ganz hübsch aber irgendwie Kulisse. Wir tranken ein Bier für 15 Singapur Dollar und als wir gehen wollten kam der Regen und wir verzogen uns unter die Bar und beobachteten die Animateure die das BBQ Feuer retten wollten.

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Singapore – Santos

Wir tranken einen Jug und als wir fertig waren war auch das Wetter wieder friedlich und wir fuhren retour zum Mount irgendwas. Dort hat grad wer Hochzeit gefeiert weswegen die Klos gesperrt waren. Im Giftshop haben wir uns noch unsere Überraschungsmagneten abgeholt. Dann gings mit der Ubahn nach Chinatown, was ebenfalls wie ein Tourikulisse wirkte.

Wir hatten Hunger und fuhren retour nach Little India, fanden den Ausgang nicht, marschierten durch einen komischen Foodcourt wo alle Inder mit den Finger aßen und es aussah wie Sau und weiter zu unsrem Peacecourt. Dort kemma uns aus. Die Standlerinnen waren tw sehr arbeitsunwillig und versteckten sich, nur die Tante mit den gebratetenen Gänsen war da aber das wollten wir dann doch nicht. Keine Ahnung mehr was wir gegessen haben. Dann wieder rüber in den Beercourt wo wir ins selbe vom Vortag gingen, dasselbe bestellten und sie uns dort schon kannten. Die Werbefrau von denen hatte ihren ersten Tag und war sehr hilflos. Retour zu uns, Zähne putzen, Licht aus.

Sonntag 9. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel + Marina Bay Hotel

Aufwachen, schwimmen gehen, Sachen packen. Flott zum Foodcourt auf ein Frühstückssüppchen. Dann Stress weil wir ja ganz vergessen haben weiterzubuchen. Schnell Bus nach Melaka checken und von wo der wegfährt wobei es Dutzende Optionen gibt. Endstation ist auch schwierig weil wir ja noch kein Hotel in Melakka wissen. Haben uns dann für das Swiss Garden entschieden. Endbuchung dann bereits in der Lobby aus Zeitmangel. Alle checken aus und kommen an, voller Betrieb. Wetter ist sonnig, drum losgehts zur Little India MRT Station, Karten checken, Automaten lahmlegen, das Liniennetz erst beim zweiten Anlauf kapieren, umsteigen in Promenade und dann simma gleich bei Bayfront und beim Marina.

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Singapore – Marina Bay Sands, net schlecht

Die Touriöffikarten vom Vortag wieder abgeben, uns durch die ganzen Nobelhobelshops kämpfen und dann stehen wir in Tower Zwo und marschieren zum Check-In wo wir gleich drankommen. Alles klappt, wir könnten ein besseres Zimmer kriegen für ein slightly-price-difference von 145 Dollar. Nö danke. Die gratuliert uns zum Honeymoon und gibt uns das Upgrade trotzdem, voll nett. Tower 3, Zimmer 1509.

Mit dem Lift rauf, Keycard rein, Türe auf und der Balkonvorhang öffnet sich und gibt uns den Blick auf den Hafen und den Garden by the sea frei. Voll schön, das Zimmer ist traumhaft.

Es läutet und ein Typ überreicht uns some complimentary chocolate. Die Minibar haben sie vorsorglich versperrt gelassen, immerhin zahlen wir auch keine Kaution wie die ganzen anderen Trotteln.

Nix wie rauf zum Pool, alle lächeln total freundlich. Das Becken ist wirklich wunderschön, voller Chinesen die alle mit dem Handy am Rand abhängen. Es gibt Handtücher und nix is frei. Auf der anderen Seite wieder runter, am Fitness vorbei, Zwischenstopp im Zimmer und dann wollten wir eigentlich nur raus und was zu essen suchen. Gar nicht so einfach, bei den 100 Ausgängen landen wir entweder im Casino oder in dem Garten da mit den riesigen LED Mutantenbäumen. Im Shopping Center gibts ne schicke und total stressige Foodcourt-Abteilung wo wir irgendein total leckeres Hähnchen und ein Tiger kriegen.

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Singapore – Marina Bay Sands Pool mit reichen Typen

Dann retour, soviel Menschen überall, wir brauchen Wasser. Der Mini 7 Eleven hat nur Miniflaschen, drum auf zum nächsten. Kurz verschnaufen draußen, Evian kaufen weils nur noch das gibt und retour aufs Zimmer, Badehose anziehen.

Am Pool hat sich die Lage noch immer nicht entspannt. Endlich finden wir zwei freie Liegen, hüpfen ins recht kalte Wasser, schauen da schnell über den Beckenrand und schnell wieder raus und in den brunzwarmen Whirlpool wo soviel Schaum drin war dass man halt Singapore damit waschen könnte.

Bisl abhängen, Drinks wären voll teuer und langsam wirds dunkel und es beginnt zu regnen. Im Zimmer hat inzwischen Xin Xin uns einen Brief geschrieben, Rosenblätter am Bett verloren und aus Handtüchern zwei Schwäne gebastelt. Bisl am Balkon abhängen, dann wies aufgehört hat wieder rauf zum Pool wegen dieser Show die aber total unaufregend war.

Casino steht noch am Programm inklusive Pass- und Visumskontrolle, strenger als an der Grenze, dafür ohne Taschenkontrolle. Man darf überall rauchen, es gibt gratis Wasser, Kaffee und Softdrinks und kaum menschliche Croupiers. Dafür so eine Art Kantine wo sie uns ein Steamboat aufschwatzen für 11 Dollar, so Art Schweinebratensuppe und ganz köstlich.

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Singapore – Kasino im Keller vom Hotel

Am Zimmer dann noch ne Runde am Balkon abhängen, die diversen Lichtschalter ausprobieren und dann wird geruht.

Montag 10. Dezember 2018Singapore, Marina Bay Hotel – Melaka, The Swiss Garden

Wecker auf 8.15, weiterschlafen bis halb und dann noch schnell ne Runde Fitness. Da gibts Technogymgeräte, Wasser und Äpfel. Im Zimmer schnell fertig packen, um Punkt 11 checkn wir mit dem quick check-out Dings aus und nehmen uns ein Taxi. Erklären ihm genau wo wir hinmüssen, er will uns ganz woanders raushaun.

Letztendlich richtig angekommen, 10 Dollar gezahlt und den Schalter gefunden wo ne unfreundliche Inderin saß, meinte wir seien zu früh und sollen später wiederkommen. Drum zu so einem komischen Lokal ins Einkaufszentrum auf ein Gado Gado was aussah wie Kotze und eine Art Gemüserestepfanne mit Bolognesesauce oben drüber war. Dazu gabs bunte Chips. Naja.

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Singapore – Autobahn mit so Blumen

Retour zum Schalter wo auch schon andere warteten, alle waren da bis auf die Inderin die dann antrabte, meinte der Bus fährt von woanders weg und wir sollen alle mit dem Taxi woanders hin. Diskussionen, hilft nix, zu viert ins Taxi und zu irgendeinem anderen EKZ. Rechnung geben lassen, Geld wieder einkassiert und den Bus entdeckt. Auf unserem reservierten Platz saß schon wer. Toll alles, Starlight Express oder so ähnlich hieß die Firma. Bus war auch eher grindig.

Dann gings endlich los, Richtung Grenze. Alle raus und in die Schlange zu diesen Lesegeräten die meinen natürlich nicht akzeptierten. Drum alles wieder retour und anstellen beim Menschenschalter während die anderen bereits im Bus saßen. Zum Glück hat der Busfahrer mit Nicole gewartet. Kurz um den Block und wir waren an der Malaiischen Grenze wos schon deutlich dreckiger war. Passkontrolle, ein Gepäckröntgengerät wo alles durch musste aber alles im Grunde eh wurscht war. Dann in einen neuen Bus rein mit Hilfe des Fahrers dessen Problemfälle des Tages wir offenbar darstellten. Gepäck rein, wieder retour aufs Klo, dann Gewittersturm mit Platzregen. Ist offenbar in Singapore verboten, das schiache Wetter.

Bus war jetzt deutlich komfortabler mit bunten Loungesitzen. Fad wars, ständig regen, nix zu tun, Verspätung. Eine Stunde vor Ankunft dann eine sinnlose Pinkelpause nach der anderen. Plötzlich wars stockdunkel und endlich waren wir in Melakas Busstation. Keiner kennt sich aus, angeblich bringt uns der ja zu irgendeinem Hotel in der Nähe bei unserem.

Nachdem er seine ganzen Sackerl abgeliefert hat gehts weiter und aus der Ferne leuchtet schon ein Turm aus der Skyline wo Swiss Garden draufsteht. Geil, ein Riesenteil. Blöd nur dass der Bustyp immer weiter fährt und auch nicht stehenbleiben mag. Dafür kriegen wir eine nächtliche Stadtrundfahrt durch die Altstadt und beim Krankenhaus dürfen wir dann raus, zusammen mit der einen Deutschen Laborantin. Schnell zum ATM und alle Kohle raus hohlen die der noch zu bieten hat, danach geht er schlafen.

Rüber zum Taxistand und warten bis endlich ein Typ stehenbleibt. Trotz umfangreicher mathematischer Kenntnis haben wir uns dann doch mit der Währungsumrechnung irgendwie verbummelt. Er will 20 zum Schweizer Garten, wir fragen ob er deppat ist und bieten 5, maximal 10. Geschäft kommt nicht zustande und wir laden wieder aus.

Denk denk, nöö, irgendwas stimmt da nicht. 20 malaiische Irgendwas sind offenbar doch keine 30 Euro sondern eher 3. Wieder retour, er bisi angepisst, wir versuchen mit unseren Konversationsfähigkeiten die Misere wett zu machen. War dann eh ganz nett, er wechselt für uns, macht bisi Sightseeing und bei den Schweizern hüpfen wir raus.

Irgendwie wirds hier immer total plötzlich dunkel, so wie Lichtschalter. Es ist schon stockfinster als wir einchecken, klappt alles, Zimmer kriegen wir von ner netten Schalterfrau, Security zeigt uns den Lift.

Zimmer ist total schön, wenn auch nicht der gewohnte Marina Bay Standard. Balkon gibts auch ohne irgendwelche Möbel und Diskussion wegen der vorherrschenden und unterschriebenen No Smoking Policy.

Der Hunger treibt uns wieder raus, am 7 Eleven und am indischen Foodcourt vorbei Richtung Altstadt die leider schon ihre dreckigen Gehsteige eingerollt hat. Von weiter erkennen wir einen goldenen Beer Garden der sich dann leider als chinesisches Schuhgeschäft namens Bee Bee entpuppt.

Wieder retour und nach links zum Foodcourt den der Taxler empfohlen hat. Gehsteige oder Zebrastreifingers gibts leider nicht.

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Melaka – Food Court wo uns alle voll mögen haben

Der Foodcourt ist wieder genial, ein Riesenplatz voller Plastiksessel und -stühle wo wer Nummern drauf geschmiert hat. Wir entdecken einen freien Tisch nahe der Bierausgabestation, ich bestell und wills gleich mitnehmen, der Big Rick hinter der Bar sagt ich soll mich gefälligst setzen. Dann kommt schon so ne Art Kellner, serviert, masturbiert beide Bierflaschenhälse wegen dem Aluminiumkleid der großen Tigers. Bisi grauslich. 26 für zwei 0,6er Bier.

Rund um den Plastikplatz sind lauter Essensstände, eine unüberschaubare Fülle an Speisen für praktisch kein Geld. Genial!

Nicole entscheidet sich für eine Nudelsuppe vom Thaityp gleich nebenan, ich hau mir eine Art Pad Thai für 8 rein, das wird alles geliefert.

Inzwischen zuckt ein Daddy aus wegen seiner unfolgsamen Tochter, unschön.

Noch ne Runde, wir brauchen nur noch zu winken. Fühlen uns sehr wohl, auch das Interesse der Mitfutteranten nimmt drastisch ab. Ein schwarzer Hund liegt rum, am Nebentisch macht einer einen Bauernschneuz und putzt sich die Pfoten im Eiskübel.

Zeit zu gehen. Beim Shop neben dem 7 Eleven erstehen wir aus Versehen einen 10Liter Kanister Wasser und einen Durian Eislutschker der ziemlich grauslich riecht, das ganze Zimmer verstinkt und letztendlich im Klo landet. Vom Balkon aus sieht man den Fluss der sich um den Hotelkomplex schlängelt und wo so Touriboote ihre Runden ziehen, In der Ferne zwei Berge die morgens stets im Nebel hängen. Alles total schön und wir beschließen für 50 Euro eine Nacht zu verlängern.

Im Lift entdecken wir den Knopf für die Skybar, also nix wie rauf. Die hat bis 1 offen und es is eh erst halb elf. Wir sind praktisch ganz allein oben, die Aussicht ist fantastisch und die Drinks kosten für so ne Hütte praktisch nix. 30 für einen Cockail, also circa 5 Euro. Wir probieren uns durch, irgendwie alles eh recht grauslich aber lustig. Um halb eines werden wir dann rausgehauen und wir marschieren schnurstracks ins Bett.

Dienstag 11. Dezember 2018Melaka, The Swiss Garden

Um halb elf wachen wir auf mit nem Kopf von den ganzen Drinks. Aua. Schlechte Stimmung. Ich geh ne Runde schwimmen in den lieblosen Poolbereich. Wasser ist recht kalt und ich klau ein rot-weiss-rot gestreiftes Österreich Handtuch.

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Der Autor – Foto is eigentlich aus Singapur aber da waren schon so viele Bilder im Text

Dann wird mit Essstäbchen geworfen und um halb 1 gehts dann endlich los zur Stadtbesichtigung. Davor wird der Rezeptionstante noch ein Sack Schmutzwäsche aufgehalst, sie weiß leider nicht wie langs dauert und wieviels kostet und überhaupt.

Dann gehts los Richtung Altstadt bzw. in die Richtung die der erste Taxler uns geschickt hat. Plötzlich stehen wir vor dem Discovery Cafe von dem unser Reiseführerbuch so geschwärmt hat, was für partylustige Backpacker steht da.

Leider ne Fehlinfo, irgendwie waren wir die einzigen und so wie das alles aussah hat da schon lange keiner genächtigt oder Party gemacht.

Der Chef ist sehr bemüht, sein Sohn checkt uns seinen eisgekühlten Cafe in einer schicken Schnapsflasche. Die Tochter kommt dann und kocht uns was. Und außerdem ist grad großer Oktoberfest Sale mit bayrischen Tischdecken und dem ganzen Kram.

Google weißt uns den Weg Richtung der Altstadt wo der Bus am Vortag durchgetuckert ist. Einfach den Fluss entlang, es gibt sogar so Touri-Wegweiser, ein Hard Rock Cafe, leider ohne Rock n Roll Memorabilities, und einen großen H & M im Sale. Alles gleich am Eingang zur Junker Street wo sich Touristen auf den schmalen Gehsteigen drängen. Wir sind praktisch die einzigen Westler.

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Melaka – Kirche in Rot, die haben da extra jeden Stein aus Holland rübergeschippert

Dann ist die Straße aus, wir drehen um und gehen in die nächste Straße und landen bei einem chinesischen Tempel mit Klo. Es riecht nach Räucherstäbchen.

Beim weißen Moscheeturm wieder nach rechts retour auf die Junker Street wo wir in ein kleines Künstlercafe einfallen. Im Haus gegenüber schnallt eine Oma ihren behinderten Sohn fest und drückt ihm eine komische Geige in die Hand.

Nach einem cold-brewed-coffee gehts weiter zum Fluss in ein schwarz-weißes Pub wo sich alle fünf Westler des Ortes zusammenrotten.

Wir sind recht erledigt, cancellen die Flussfahrt und beschließen doch morgen abzureisen was bisi blöd ist wegen der Wäsche die wir morgens aufgaben.

Im Hotel retour wissen sie leider nicht wo die ist, wird außerhalb gewaschen und Laundry Service ist grad nicht erreichbar.

Blöd. Wir gehen schwimmen, statten dem Gemeinschaftspool des Hotelkomplexes einen Besuch ab, entdecken einen halben Tenniscourt und einen abgefuckten Basketballplatz. Fitnesscenter gibts auch, thront auf einem Stahlgerüst über dem Pool.

Wäsche ist verschollen, kommt angeblich um 8 am Abend oder am nächsten Morgen. Blöd. Sie rufen uns an, entweder im Zimmer oder in der Skybar.

Also rauf auf einen Mojito und einen Swiss Garden Signature Cocktail. Pina Colada ist immer noch aus. Dann kam der Anruf dass die Wäsche um halb neun kommt. Juhuuu!

Retour ins Zimmer und buchen, zuerst den Bus für 50 pro Nase nach Penang, dann das Zimmer. Blöd nur dass beide Hotels unserer Wahl schon ausgebucht waren. Drum ein billiges Homestay by the beach für 20 Euro pro Nacht gebucht. Das gesparte Geld wird verfuttert.

Wäsche is echt schon da, kostet aber 100 Riel – bisl mehr als 20 Euro. Deppat? Um die Kohle hätts 10 neue Tshirts gegeben.

Mittlerweile ist es eh schon spät, der Hunger treibt uns raus zum Foodcourt von gestern. Big Rick winkt uns schon als er uns erspäht und schickt seinen Kellner mit zwei Tiger zu uns. Wir sitzen am selben Tisch, der Hund ist da und wir essen dasselbe von gestern.

Zwei Tische weiter saufen ein paar Typen eine Flasche Chivas Regal leer und beginnen sich zu prügeln. Große Aufregung. Die Kontrahenten werden raus auf die Blutwiese gebracht, alle springen auf und eilen zum Schauspiel.

Zeit zu gehen, es ist eh schon spät und wir müssen morgen früh raus.

Mittwoch 12. Dezember 2018Melaka, The Swiss Garden – Penang, Baan Thay Homestay

Nicoles Wecker klingelt um 6 in der Früh und ich hab noch bis 7 Zeit das Netzteil für den Router und den HDMI Adapter im Traum zu finden.

Dann packen, duschen, fertig machen. Um 7.45 wird ausgecheckt, wir zahlen die Zeche und lassen uns ein Taxi rufen.

Der Typ is relativ flott da, will 20 und tuckert uns hin. Wir sind recht früh da was gut ist weil wir uns null auskennen und nix finden, dafür gibts genug Klos mit Pinkelsteuer. Komisch dass der Gebetsraum immer neben den Klos liegt.

Dann endlich den Schalter entdeckt, Karten umgetauscht, 1 Riel für irgendwas gezahlt und dann heissts warten. Busse kommen und fahren, ein Verwirrter dirigiert alle in der Gegend rum. Einsteigen, es hat circa 8 Grad in dem Eiskastenbus. Nochmal raus und aus de Koffer alles Warme grapschen was greifbar ist, zum Glück hat uns die Air France eine Decke gespendet.

Dann gehts los. Irgendwelche Stops in absurden Ghettos. Nach Stunden dann auf einmal in Kuala Lumpur wo der Bus bumvoll wird. Es kübelt plötzlich und die ganzen Mopedtypen verstecken sich unter der Autobahnbrücke und rauchen wos extra Aufenthaltsbereiche gibt.

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Musikant

Alles dauert ewig, wir haben jetzt schon drei Stunden Verspätung und endlich weist ein Wegweiser nach Georgetown. Zu früh gefreut, nach links abbiegen nach Butterworth um dann wieder alle retour zu staunen. Immerhin umgehen wir so den Regen.

Busbahnhof, wir steigen aus, total fertig. Nächste Challenge ist ein Taxi oder so was ähnliches zu finden. Der Vermietertyp hat uns ein ellenlanges Mail geschrieben mit welchen Busen wir zu ihm tuckern sollen, inklusive mehrmaligem Umsteigen und einer zweistündigen Fahrzeit.

Irgendein Typ winkt, macht auf Rolling Rolling Rolling mit den Händen und wir verhandeln 40 Ringit für die 18km lange fahrt. Sein Taxi ist wie mein alter Toyota Corolla und am Beifahrersitz thront seine Frau und Managerin die auch das Geld verwaltet.

Immerhin ist er ehrlich, alles klappt und wir biegen in unsre kleine Nebenstraße ein. Koffer raus, Fahrer weg. Klingel geht nicht. Klopfen hilft nix. Schreiben bringt nix. Blöd.

Nachdem wir das massive Tor ordentlich malträtiert haben kommen zwei Chinesen und glotzen durch den Zaun, ich sag Agoda und die hauen wieder ab. Ähm….

Dann kommt ein Westler angedackelt, ein Schweizer. Er ist auch nur Gast, der Chef ist nicht da und er weiß von nix. Ruft ihn, alles passt, wir dürfen rein und kriegen ne Einweisung. Nicole findets furchtbar und ist den Tränen nah. Ich finde okay – Homestay halt. Wir sind halt jetzt 5 Sterne Hütten gewöhnt.

Koffer rein werfen und auf gehts zum Foodcourt der angeblich gar nicht weit weg is. Vorbei an der Busstation wo tags zuvor ein Baum drauf gekracht ist und das Teil unter sich begraben hat. Immerhin bleiben die Busse noch stehen als wär nix.

Um die Ecke taucht dann echt ein Foodcourt auf und wir sind versöhnt. Es gibt Tiger in dampfenden Eiskübeln, Sashimi für 10 Ringit, Pad Thai für 6 und gelben Knabberfisch für 14.

Kurze Expedition zum Tesco am nächsten Eck inklusive Einkaufszentrum und einem chinesischen Rittersport-Stand. Wir kaufen Chilis, Packerlsuppe, Milch, Kaffee. Die Bierabteilung ist ein Geschäft im Geschäft und sperrt um 9 zu. Und wenn man für 15 Ringit Kakao kauft kriegt man ne Gratislunchbox. Überhaupt gibts hier alles zu kaufen, sogar Möbel und Fernseher.

Am finsteren Heimweg gibts dann sogar ein Schild zu einer Strandbar – Bora Bora. Morgen dann.

Donnerstag 13. Dezember 2018Penang, Baan Thay Homestay

Wir haben fantastisch geschlafen, halbtot wie wir waren. Keine Blessuren am Körper – offenbar keine Bettwanzen, nur ein Sicherheitsbär. Wir beschließen heute nix zu machen.

Chillisuppe zum Frühstück, Banane, Instantkaffee. Ein Frühstück für Champignons. Dann ein kurzer Blick zum Ministrand der gleich ums Eck ist. Sauber, menschenleer, aber halt Mini. Ein paar Kalmen haben Nüsse verloren.

Wir sind voll erledigt, kurzer Tesco Ausflug, kurz Strand liegen und Schwimmsi, Nicole hält den ganzen Balkonen der zig Hotelburgen ihren nackten Hintern hin um sich vom Sand zu befreien.

Dann ein Ausflug zum Tesco und Schrott kaufen, dazu Tiger und Skol. Aus irgendeinem Grund gibts überall saubilliges Guinness Bier.

Ray, der Vermieter, steht dann plötzlich da, voll nett, entschuldigt sich 100mal dass er nicht da war am Vortag und gibt uns eine kleine selbstgezeichnete Karte mit allen „Sehenswürdigkeiten“ der Umgebung. Also Tesco, Foodcourt und ein Secret Garden. Erklärt uns die Grab App und ist hauptsächlich nett. Dann beginnt er Staub zu saugen.

Inzwischen ist es eh schon wieder finster und uns ziehts zu dem Fressplatz. Selber Tisch, selber Kellner, same same. Ganz hinten gibts nen Stand von zwei Syrern, voll lecker und die sind auch voll nett aber wirken etwas deplaziert. Obwohl, es gibt sogar einen italienischen Stand bei dem auch nie wer steht.

Dann gehts wieder nach Hause wo wir uns mittlerweile schon voll wohl fühlen. Ich schlaf nirgends so gut wie hier. Viecher gibts auch keine, bis auf diese kleinen Hüpfspinnen und die Klingelkatze im Garten.

Morgen fahren wir in die Stadt haben wir beschlossen. Und heut Nacht gings dann noch nach Petersla zu den Steel Buddies von Dmax die mich voll mögen und ihr ganzes Klumpert verkauft haben.

Freitag 14. Dezember 2018Penang, Baan Thay Homestay

Um halb sieben wird aufgewacht, um 9 stehen wir auf, um halb 12 sind wir mit dem Frühstück fertig. Heut gibts Dragonfruit, die Nuss vom Strand und Banane.

Die Chinesenbuben die jeden Abend mit ihren Carlsbergflaschen und Handies am Tisch abhängen sind tagsüber verschwunden, dafür kommen laufend Inder und muslimische Families und Chinesen. Und ein Spanier ist plötzlich da und futtert Cornflakes mit Kakao. Der hat wohl bei diesem Knüllerlunchboxangebot zugeschlagen.

Vom Haus gegenüber kommen periodisch so komische monstermässige Schnarchlaute, gefolgt von Hundegebell. Wir sind verwirrt. Der Garten ist leider klein dafür voll schön, mit Kois im Seerosenteich, lautstarken nachtaktiven Fröschen und einem Mini Walter Waran der schwimmen geht.

Wir müssen schauen wie wir weiterkommen und buchen für Montag 14 Uhr die Fähre nach Langkawi. Dann noch schnell über Agoda einen Strandbungalow für wohlfeile 30 Dollar. Dann ist das Internet weg und die Buchung nicht ganz durch oder schon und keine Ahnung. Agoda und das Quartier reagieren nicht prompt auf meine Nachfragen, drum spazieren wir zu der vernichteten Busstation und schon hupt der 101er hinter uns und wir kaufen für zwei Ringit je ein Ticket nach Komat – das Buszentrum von Georgetown.

Relativ viele Westler unterwegs, sogar im Bus. Keine Ahnung wo wir raus müssen. Der eine Westler steigt aus, wir folgen ihm unauffällig. Dann verabschiedet sich mein Flip, nur der Flop funktioniert noch. Drum bloß hapert ins nächste Schuhgeschäft und für 37 blaue Lotto-Schlapfen kaufen. Weiter in den Foodcourt von dem EKZ der recht grauslich ist. Dafür sind wieder alle nett und kümmern sich um uns.

Draußen is dann schon das nächste Einkaufszentrum mit H & M und riesigem Fälschershop. Wir sind genervt von den ganzen Städten. Wir finden nix hübsches und wegen Klowunsch gehts ins nächste Shopping Paradies, das einzige ohne gscheite Klos. Dafür mit Verkaufsmesse und ne Band probt Perfect von dem Sheeran Buam.

Es ist eins nach vier, die Beerfactory staubt ihre Tische ab und wir sitzen schon. Der Kellner, der Nadine voll gefallen würd, überredet mich zu dem Knüllerbierangebot von drei Pints für 55. Nicole trinkt Cola und ist genervt wegen meinem Plan. Der Kellner gibt Gutscheine aus, ich kann ja morgen oder wann wieder kommen und ich sag ich schau wie weit ich komm.

Wir haben tolle Aussicht auf die Straße und die Baustelle hinter uns. Im Weihnachtsdorf am Eingang steht neben Santas Haus zwei lebensgroße, geschweißte Transformer Figuren mit Weihnachtsmütze auf der Metalrübe. Gegenüber zwei Türme eines Tempels in deren Hintergrund ein Kirchturm rauslinst.

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Penang – ich mit dem Weihnachtsmann

Die Biere sind geschafft, der Kellner ist stolz, Nicole nicht so. Retour zum Busbahnhof, am Weg dorthin treffen wir die hübscheste Katze der Welt. Der Bus kommt auch sofort und ist bumvoll, kostet zwei Ringit pro Nase also quasi nix.

Wir steigen beim Tesco aus, gerade rechtzeitig vor dem täglichen Gewitter. Auf dem Heimweg versuchen wir nochmal unser Glück bei diesem Secret Garden. Durch dunkelste Seitengassen gehend ist man plötzlich am Wasser, zahlt einen Ringit und steht im LED Paradies voller Chinesen. Wirklich schön gemacht, es gibt ein Meer aus leuchtenden Rosen und einen UV Konfuzius.

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Penang – Secret Garden

Dann noch ein kurzer Stop im Foodcourt wo sich immer mehr Westler zusammenroten, vornehmlich verpeilte, tätowierte Ex-raver und ihre Eltern.

Wir futtern unser Menü, Sashimi Vorspeise, Mango vom Opa ganz hinten und Tintenfische in scharfer Soße.

Daheim angekommen sitzen wieder die halbnackten Chinesenboys bei ihrem Carlsberg. Agoda schreibt nix hat geklappt, wir sollens nochmal probieren. Geht wieder nicht. Und die Quartierauswahl schränkt sich immer mehr ein. Blöd auch dass wir wieder nicht wissen obs geklappt hat und wir müssen das buchen auf morgen verschieben. Sind genervt und gehen schlafen.

Samstag 15. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay

Schon wieder vorzüglich geschlafen. Halb acht aufgewacht und gleich Handy aufgedreht. Leider wieder nicht geklappt. Schaas. Dafür gibts was anders auf Langkawi, oben im Norden, abseits vom Schuss für 60 Dollar die Nacht, Labi Labi Homestay. Wird gebucht, alles klappt diesmal. Agoda entschuldigt sich und schenkt uns 30 Dollar und auch die andre Unterkunft schreibt plötzlich, wir sollen sie anrufen und sie erklären uns alles. Leider zu spät.

Frühstücken, mit dem Spanier plaudern. Der Himmel ist trügerisch blau. Wir spazieren zur Busstation die eigentlich total übersichtlich gestaltet sind sofern sie kein Baum zerlegt. Bus kommt sofort und für zwei Ringit gehts nach Banku Langhtit oder so, offenbar das touristische Zentrum mit Hardrockhotel, Holiday Inn und Flamingo Hotel. Und endlich ein Strand der diesen Namen auch verdient. Mit Jetskis, Bananenbooten, Fallschirmbooten, Indern, Muslimas und Chinesen. Und alles relativ sauber. Wir spazieren ihn einmal durch und als es am Himmel finsterer wird gehen wir in ein Sicherheitslokal von einem halb Afghanen halb Brasilianer. Leckerer giftgrüner Mojito und versalzener Mango Daiquiri. Dann fangts voll zum Tuschen an, wir verziehen uns unters Dach und der Barchef quatscht uns zu und erzählt uns dass er aus Langkawi einen Babyadler geklaut hat weil er liebt Adler und Uhu, die restlichen Viecher sind alle Scheiße.

Es klärt auf, wir spazieren retour zur Hauptstraße, gehen was futtern, schauen Young Boys gegen Juventus und blöderweise fährt uns der Bus vor der Nase davon und gegenüber ist so ein indischer Haarschneider. Für 35 krieg ich ne neue Frise und schau aus wie ein Babynazi. Bus kommt, bumvoll, der nächste gleich danach und praktisch leer mit einem Fahrer der circa 14 ist. Der Fahrer am Vortag hieß übrigens Joseph Parmesan.

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Penang – Frisör zur Busstation

Eine Vollverschleierte und ihr Wächter verarschen den Bustypen und prellen die Zeche. Wir sind schon Vollprofis und steigen voll richtig aus. Die Busse hier sind voll super und total Touritauglich.

Daheim das gewohnte Bild, die chinesischen Posterboys trinken Carlsberg, wir sitzen auf unsrem Tisch und trinken Tiger und Skol. Dann Aufbruch zum Foodcourt wo wir diesmal ne neue Kellnerin bekommen und wieder unsre Sashimi Vorspeise futtern und dann gibts Terriyaki Frosch. Eh wie Hühnchen, bisi mühsam zu Essen.

Am Nebentisch sitzen die zwei hübschesten Töchter der Welt und wir beschließen ins Kindermodelbusiness einzusteigen, also seriös.

Dann gehts nach Hause, noch bisi sitzen und lesen dann schlafen. In der Nacht dann große Eichhörnchen Invasion am Dach und Nicole zerlegt die Klospülung.

Sonntag 16. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay

Chillermorgen, es ist bald Mittag. Frühstückssüppchen mit Chiliüberdosis inklusive Heulkrampf. Trotzdem gut.

Es ist fast Mittag und es regnet immer noch nicht, drum gehts mit dem Bus zum National Park für 2,70 Ringit pro Nase. Es gibt ein neues Ticketcomputersystem und der mexikanische Fahrer ist drüber gscheit frustriert sodass er Vollgas gibt und alle durch die Gegend schunkeln. Nach dem Escape Abenteuerpark heut er alle raus, offenbar sind wir da. Hier gibts ein Tsunami Cafe und ein „End of the world Seafood“- Restaurant.

Bootstypen wollen uns zum Monkey Beach kutschieren, wir wollen lieber rumspazieren. Kriegen offizielle Nationalpark Erlaubnis, marschieren den Strand entlang, treffen die Alten vom Vortag, werden von Chinesen und Affen verfolgt und als es zu Regnen beginnt drehen wir um. Im Nationalpark darf man laut Hausordnung kein unnötiges Feuer machen oder unnötigen Lärm oder Müll verursachen. Der schöne Karabiner hat seinen ersten Einsatz als Affenschutz den er grandios erfüllt und drum gleich verloren geht.

Der Regen hat wieder aufgehört zu tropfen und wir gehen zum Chinesen wo man mit dem Auto quasi direkt bis zu seinem Tisch fahren kann – extreme drive in. Und der Bus bleibt direkt vorm Lokal stehen – super praktisch. Reis mit Scheiß und Gemüse gibts, alles sehr lecker.

Ich schaff zwei Chillischälchen und hab bisi Angst vor den Folgen. Dann kommt der Bus der kein Geld will und uns zum nächsten 102er führt der dann Geld will. Wir steigen beim Tesco aus und marschieren weiter zu den NobelEKZ ums Eck wo man sich auch schicke Appartments kaufen kann. Dort ist grad Biomarkt und ne Moslemmama fragt mich ob ich sie und ihr Kind gemeinsam mit dem anwesenden Weihnachtsmann plus Elfe fotografieren kann. Ich bin verwirrt. Nicole kauft ne Designerhandtasche um 200 statt 260 und ein Inder beschimpft die nette Klofrau weil erst nicht schafft am Behindiklo die Spülung zu betätigen. Beim koreanischen Supermarkt gibts voll leckeren Zimtsaft.

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Penang – Weihnachtstypen hinterm Tesco

Noch kurz Tesco, Geldwechseln, dann fängts zum Regnen an und das ordentlich. Alles nass und überflutet. Eigentlich war der Plan zum Jochen seiner Bar, rechts von der Unterkunft zu wandern. Bisi riskant. Außerdem wird beschlossen das Boot sausen zu lassen und dafür zu fliegen weils fast dasselbe kostet und ungleich gmiatlicher ist.

Blöd nur dass wiedermal genau zum richtigen Zeitpunkt das Internet sich aufhängt und die Visazahlung in der Schwebe hängt. Regen lichtet sich, schnell buchen, alles klappt. Juhu! Ray mailed und dass er alle Boarding Pässe ausdruckt.

Passt! Jochen hats leider nicht geschafft, es geht zu unsrem Foodcourt. Es ist schon 10 und es ist nix los und außerdem sperren alle grad zu. Sogar unser Salmon Sashimi ist aus und der Fischtyp im Sträflingsgewand hat keine frischen Muscheln mehr.

Es schifft ganz schön und mit dem geborgten Regenschirm von der Unterkunft gehts heimwärts. Eigentlich recht romantisch. Sogar Nicoles Flop denkt sich das und möchte länger bleiben, wird aber repariert und muss weitermarschieren.

Schad dass wir morgen fahren.

Montag 17. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay – Langkawi, Labu Labi Residence

Hab heut Nacht schon wieder vom Alf geträumt, dass ich ein schlechter Freund bin und ihn in seiner hilflosen Tageslichtfetten sitzen lass…

Gemütliches Frühstücken, packen. Der Flug geht erst um 4, Check-Out ist um 12, also haben wir entspannt Zeit. Der Plan mit dem 102er zum Flughafen zu fahren wurde verworfen, weil der ja nur alle 60 bis 80 Minuten daherkommt und da der Baum die Busstation weggeflext hat wärs blöd mit unsrem ganzen Klump da ne Stunde im Regen zu stehen. Grab bekommt seine Chance.

Ray kommt wegen unseren Boarding Pässen extra früher. Der ist echt voll nett, wir dürften sogar länger bleiben.

Wir futtern alles zam was geht, Nicole macht den Toaster hin, wir packen die restlichen Tiger und den Kaffee ein und dann kommt schon PGL 705 mit Mustafa und kutschiert uns für 30 Ringit zum Airport. Es ist halb eins, wir haben ewig Zeit. Alles austrinken was wir haben, grausliches Pad Thai stehen lassen, Koffer abgeben, 100mal aufs Klo gehen wos sogar ne schicke Dusche gäb.

Dann durch die Kontrollos und zum Gate B3 und weiterwarten. Wir beschließen dass Penang einer unserer Lieblingsairports ist. Raucherbereiche, Weelan, Klos ohne Ende. Komisch dass die Beträume immer genau neben den Klos sind und mit ähnlichen Symbolen beschriftet sind. Hinter uns quatscht ne deutsche Familie und wird mit dem ausgelesenen Stephen King zwangsbeglückt.

Wir dürfen endlich boarden, der Flieger kommt irgendwie erst 10Minuten vor Abflug mit Passagieren an und wir sitzen auf Gangsitzen ganz hinten. Neben mir der unguteste Araber der Welt mit seiner Burkafrau die extremst deppat zur lieben Stewardess ist. Der Flug dauert 35 Minuten, trotzdem gäbs Essen.

Schon wieder Landung in Langkawi. Gepäck da, der Hoteltyp ist da und rollt meinen Trolley zum Auto. Nicole darf ihren Rucksack natürlich selbst tragen.

Fahrt zur Unterkunft, Liz, die Chefin, ist heut auf Urlaub in die Türkei geflogen. Sehr schad. Ihr kleiner Bub checkt uns in 8D ein. Dreierzimmer. Und fünf Meter vom Wasser entfernt. Voll schön. Wir sind echt begeistert. Kurzer Spaziergang am Strand, schnelles Tiger beim Fish & Chips Restaurant nebenan. Dann Suche nach local food.

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Langkawi – der Strand vom Four Reasons nebenan

Der Bub schickt uns zum Kreisverkehr retour. Alle sind voll freundlich, winken und lachen. Sogar ne arme Mietze wird zum Winken vergattert.

Irgendwie bisi schwierig ne Futterhütte zu finden, beim Kreisverkehr leuchten ein paar bunte Lichter und wie Motten in das Licht sitzen hinter uns vier Deutsche.

Nasi Goreng mit Seafood gibts zweimal, dazu Wasser und Sojamilch. Am Heimweg noch kurz zum Grindsupermarkt. Daheim dann noch auf der Veranda chillen, dem Meer und der Weihnachtsmusik vom Fish & Chips Typ lauschen.

Übern Zaun bestell ich noch zwei Motschitos für je 20 Ringit. Dann wird geschlafen.

Heut Nacht war ich irgendwie auf Kreuzfahrt und doch im Waldviertel, wollt eigentlich nur zum Frühstücksbuffet und war voll spät dran. Auf dem Weg dorthin bin ich durch ne Schneelandschaft mit Angie und Nicole und da waren lauter halbeingeschneite Hirschen und ein Luchs den ich gestreichelt hab. Der Markus Meixner wollt das alles kaufen und als ich ihm das erzählen wollt war er voll deppat und hat mich unterbrochen worauf ich gsagt hab – passt, mir wurscht. Dann war er eh traurig. Am Buffet angekommen wird grad alles abgeräumt, es gibt aber noch Berge von aufgeschnittenen Kiwis und Fischgräten und einen Puzzlekuchen und sonst nur ungenießbares Zeug. Alles war beige – grün, die Teppiche waren voll dick.

Dienstag 18. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Das Bett war ure weich, alle haben geschnarcht und die Chinesen nebenan sind voll spät heimgekommen, ich glaub es war schon elf. Dann war großes Hundechaos. Viel los.

Wenn man den Vorhang vom großen Zimmerfenster beiseite schiebt sieht man schon das Meer. Bei den Bergen im Hintergrund ist große Wolkenshow, surreal schön, fast wie Airbrush.

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Langkawi – imagine waking up like this every morning!

Ich komm drauf dass ich mich ausgeperrt hab und muss die Schlafende Rausklopfen. Frühstücksapfel mit Kaffee, die Chilis vom Tesco gammeln schon vor sich hin. Außerdem wohnt eine Horde Kilokäfer unter unserem Balkontisch.

Bevors zum Strandspaziergang geht schauen wir noch kurz zur Rezeption wos voll das Überraschungsfrühstücksbuffet gibt. Wir sind begeistert.

Dann gehts Richtung rechts, den Strand entlang. Ein paar Hüttchen gibts und ein blaues Security Häuschen wo gleich wer raus springt und uns erklärt wir dürfen da keine Fotos machen und überhaupt nur am Wasser spazieren weil das is das Four Seasons. Nicole macht gleich mal ein Foto von dem Typen.

Wir spazieren bis ans Ende wo offenbar wer wohnt, schwimmen, schauen, voll schön alles. Wasser bisi huschi anfangs aber geht dann. Es ist voll sonnig, wir sind mit 50er eingeschmiert, trotzdem werden wir rot wie Engländer.

Stopp beim Fresh Fruit Juice, wo wir gar nicht so beliebt sind. Weiter nach Hause, lesen, entspannen.

Dann auf ein Bier zum FishnChips nebenan wo wir die Engländer vom Fruit Juice wiedertreffen. Es gibt auch heftig grauslichen Pina Colada der uns etwas dizzy macht. Der Inder will uns ein Bier zuviel verrechnen.

Es beginnt wieder zu regnen, als es sich lichtet marschieren wir zu dem Lokal in der Nebenstraße das voll groß, schön, leer und offenbar von Kindern geleitet wird. Im Fernsehen rennt ne amerikanische Autoschaubersendung.

Es gibt schoafen Chilifisch und Katzen zum Streicheln, dann kommens drauf dass Nicoles Bestellung nicht vorhanden ist. Die neuen kanadischen Nachbarn kommen mit ihren Kids, der Daddy rennt ernsthaft mit seiner Bierdose bis ins Lokal.

Essen abgeschlossen, wieder nach Hause, abhängen, lesen, schlafen gehen.

Heut Nacht hab ich zwei Schrottautos gekauft, einen tiefergelegten roten Toyota Sportwagen der eigentlich ganz cool aussah bis auf den einen beigen Farbklecks auf der Seite und einen schrottigen VW Polo in diesem Jugendstilblau der schon mal gar nicht ansprang. Man musste irgendwie vorn durch den Kühlergrill ne Kette hin und herbewegen, trotzdem nichts. Und ich hab mir gedacht hoffentlich passt das SQ6 mit Case überhaupt in den Toyota.

Mittwoch 19. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

7.45 wird aufgewacht, rumhängen, zum Frühstück rüberschauen. Die Würstel sind gar nicht mal so grauslich dafür gibts heut gar keine Chilis. Dann wirds Zeit für einen Strandspaziergang, diesmal nach links Richtung Zementfabrik. Gehatscht wird bis es nicht mehr geht, der Strand ist in der Richtung deutlich ungepflegter und wird von Sandsäcken beendet. Wir finden einen halben Herd und eine kleine Straße der wir folgen, vorbei an einer Hochzeitsgesellschaft und retour zur Hauptstraße Richtung Supermarkt. Der hat blöderweise noch zu, drum setzen wir ins gegenüber in so ein Grindlokal, trinken Kaffee und Orangeade. Deren Klo kommt unter die Top 5 der heftigsten Häusln der Welt. Und lustig dass alle Englisch können.

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Langkawi – Toilette, schick schick

Dann ises halb 1, der Supermarkt hat noch immer zu und sperrt auf einmal erst gegen eins auf. Gegenüber ist ein Bäcker der uns zum grünen Haus nach rechts schickt wo voll der große Verbrauchermarkt drin ist. Tourigerecht kaufen wir bloß Tschick und Bier. Irgendwie gibts nur Carlsberg und Heineken und Guinness und gar nix lokales.

Fußmarsch retour zum Früchtestand an der Straße wos ne Nuss gibt. Inzwischen hätt der Supermarkt sogar schon offen, zu spät. Die Sonne brennt voll runter, von der Hochzeitsparty plärrt der Partypfarrer bis auf die Straße und unser Vermieter radelt fröhlich auf nem Kinder BMX vorbei.

Daheim gleich mal auf die Outdoorcouch, im Holztisch ist irgendwie der Flughafen der Kilokäfer Airline, es herrscht ein stets Kommen und Gehen. Außerdem wird ausgebaut, ständig landen Holzspäne am Boden.

Wir sind irgendwie voll erledigt, ein kleines Nickerchen löst die Situation. Es waschelt wie aus Kübeln und ein frecher Vogel ärgert die Mietzen die in der Dachrinne wohnen. Sogar der Kilokäferflugbetrieb wird eingestellt.

Neben dem bsoffenen Kanadier wohnt Simon Schwartz mit family und daneben gibts nochmal Deutsche mit Kind. Beim FishnChips hängen auch lauter Piefke rum, einer hat sogar seine eigene Bierklingel mitgebracht und bimmelt in der Gegend rum.

Heut gibts Pizza Frutti di Marie die gar nicht mal so schlecht ist. Krabben rennen heut aufgeregt am Strand rum und freuen sich dass sie nicht auf der Pizza gelandet sind.

Wieder Lesestunde, voll fad, „Das Bild“ von Stefan König, ganz gut eigentlich. Am Strand noch eine Gutenacht-Zigarette, da setzt sich der Kanadier dazu mit nem Viertelliter Rum und hört nimma zum Reden auf. Eh ganz nett. Ob Österreich noch nen König hat. Sichalich – mich! Irgendwelche Viecha zerstechen unterdessen meinen Fuß.

Daheim krieg ich Schimpfa weil ich mit Fremden geredet hab, ich darf trotzdem noch etwas lesen und früh wird das Licht gelöscht.

Ich war irgendwie im alten Rom, es sind lauter hübsche Galeeren unterwegs und ich und die anderen Sklaven müssen uns verstecken. Ein Hund entdeckt mich, will mich auffuttern doch Fetz macht den Hund kaputt der jetzt total lieb und arm dreinschaut. Fetz entert ne Galeere und haut den Kanal entlang ab, ich ruf ihn, hüpft ins Wasser und geh ziemlich unter wegen dem ganzen Zeug was ich anhab. Wir landen dann irgendwo wos Drinks und Essen gibt, Strongbow und Heineken und ich geh weiter ins Haus um noch mehr Sachen zu finden. Dort sitzt aber der Mafiaboss im Anzug rum und erspäht mich, drum tu ich so als würd ich seinen Polster putzen.

Anschließend bin ich tauchen und der Regulator bläst total schnell ab weswegen ich auftauch und auf 6 Meter einen Sicherheitsstopp mach. Anschließend machen wir noch die Maskenwechselübung die aber total leicht geht weil irgendwer das ganze Wasser abgelassen hat. Die anderen sind irgendwie in einer Army Spezialeinheit und haben ihr ganzes Tauchzeug und den Rucksack in weiße Plastikplane gehüllt.

Außerdem ist am Ortsrand eine Polizeiübung mit Schildern und der Fertige kennt die drei Verhafteten die im Kofferraum des einen Polizeitypen festgeschnallt sind und will wissen wer jetzt die SMS verschickt hat.

Donnerstag 20. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Wieder früh aufwachen weil Nicole im Schlaf wimmert weil sie wiederum träumt dass sie den AMS Infotag wieder übernehmen muss.

Zum Frühstück gibts das Übliche, Chilis werden nachgereicht.

Heut ist es total sonnig angesagt drum sagen wir dem Chef wir wollen heut keine Mangroven sehen, dafür morgen oder übermorgen.

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Langkawi – Reisfeld, im Hintergrund ein Berg, weiss nicht wie der heißt

Es wird am Strand rumgelegen, gelesen, im Meer gepritschelt, sekkiert und Leute beobachtet. Diese blöden Deutschen denen wir am Flughafen das Buch geschenkt haben grüßen nicht mal obwohl man sich 100mal am Tag über den Weg läuft. Ansonsten gibts lauter nette Nachbarn, irgendwie sind alle aus Deutschland und Russen gibts gar keine.

Der kanadischen Nachbarin gehts gar nicht so gut und sie wird mit unserer Hausapotheke mediziniert. Dann Spaziergang zum Supermarkt, Simon Schwarzt rollert vorbei und nimmt mich mit. Nächster Stop beim Obststand.

War total schnell wieder retour. Als es dunkelt wieder zu dem Restaurant die Nebenstraße rein, diesmal Terriyaki Huhn, gar nicht mal so lecker. Fernseher rennt, Captain America gegen Hulk und den Rest der Welt. Alle glotzen.

Daheim dann bisi abhängen, die Nachbarsituation hat sich verändert, es herrscht reges Zimmerhopping..

Freitag 21. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Schon wieder sonnig! Gibts ja gar nicht. Unser Frühstücksgelage dauert immer länger.

Heute wieder Strandspaziergang, am Four Seasons vorbei, zur rechten Basisstation der Strandmüllleute. Schwimmen, Meer anschauen, Banane essen. Die Sonne heizt Vollgas. Beim Heimweg sammeln wir einen Sandsack voller Müll und der Four Seasons Typ fragt uns beim Verlassen seines Territoriums ob wir spazieren waren.

Dann wieder rumsitzen, es ist schon zwei, unsere Liegen am Strand gegen nette Franzosen verteidigen, Reis mit Scheiß beim blauen Inder nebenan, Buch auslesen, Wäsche abgeben, mit der Uho schwimmen gehen. Das Meer ist heut so unruhig.

Es folgt ein romantischer Sonnenuntergang über der Zementfabrik die dann stets in einem postapokalyptischem Glanz lodert.

Heut ist Nachtmarkt beim Kreisverkehr, drum auf ins Dort. Hoffentlich muss keiner aufs Klo. Alle sind da, riesen Verkehrschaos, wir treffen lauter Bekannte. Zum Kaufen gibts alles, Gwand, Futter, Plastikmaschinengewehre mit Laserzielfernrohr, Palatschinken. Hinter jedem Zelt tuckert ein stinkiges Dieselaggregat.

Zwischenstopp auf ein paar Plastikstühlen, ne Katze kommt und geht nicht mehr mit und bekommt etwas Hühnchen von meiner 7 Ringit Suppe die gar nicht mal so gut schmeckt. Anschließend nochmal durch alles durch und irgendeinen Süßkram kaufen und schweigend Richtung Heim wo uns ein Sack warmer Wäsche in die Hände gedrückt wird.

Noch bisi abhängen, die neuen verschleierten Nachbarn brauchen um zehn am Abend ganz dringend ein Bügeleisen. Dann Licht aus.

Daniel von WASP hat sich für ein Solokonzert im Arena Beisl angekündigt welches wie eine Schulklasse aussieht, auch vom Licht her, bis auf drei verstreute bunte Lampen vorne am Lehrerpodest die sie sich dann auch hätten sparen können. Außerdem hab ich mich dauernd gefragt obs bei WASP überhaupt einen Daniel gibt.

Samstag 22. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Vorletzte Nacht, war um halb vier zweimal am Klo und wurde trotz Wachheit angeschnauzt ich soll mich auf die Seite drehen.

Heut ist es schon kurz nach acht als wir aufstehen. Beim Frühstück ises voll laut wegen den neuen verschleierten Gästen die Sandy verscheuchen wollen die anschließend bei mir Zuflucht findet. Dann kommen die englisch sprechenden Inder und grüßen sie freundlich und wollen sie knuddeln. Armer Hund, kennt sich gar nimma aus.

Gestern haben wir die Überfahrt nach Koh Lipe gebucht, das Nachmittagsboot war schon ausgebucht. Wollten wir eigentlich mit dem Chef machen der aber den ganzen Tag nicht da war.

Wir hängen eigentlich nur ab, schwimmen in der Gegend rum, kehren bei den blauen FishnChips Indern nebenan ein. Der Cocktailkellner ist wieder da und wir bestellen zwei Motschitos die aber auch nicht gscheit schmecken.

Sonnenuntergang mit Sandy die sich keifend zwischen meinen Beinen versteckt als die Nachbarhunde Gassi geführt werden.

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Langkawi – Sonnenuntergang hinter der Zementfabrik

Im finsteren am Strand abhängen und das Meer genießen. Nachti Nachti.

Heut Nacht war ich auf ner Collegeparty mit den Leuten von BH 90210. Mrs. Teslie war auch da und der war ich anfangs etwas suspekt. War voll nett und nachher hab ich mich an Jessica Simpson im Auto angekuschelt die ein Deo gebraucht hätte. Ich hab ihr das Jessica Simpson Lied vorgesungen das sie noch gar nicht kannte.

Sonntag 23. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence – Langkawi, Telaga Terrace Hotel

Heute ganz früh aufgewacht. Der Vollmond bestrahlt die ruhige See. Ein Typ radelt vorbei. Die Nachbarn sind auch schon auf.

Dann zum Frühstück was uns schon etwas zum Hals raushängt. Langsam wird gepackt, nochmal ins Meer hüpfen und Muscheln sammeln. In Indonesien war ein Tsunami und die Leute von daheim, die nicht gecheckt haben wo wir hinfahren, melden sich sorgenvoll.

Gegen elf holen wir uns dann so ein Grab Taxi das sofort da ist und lassen uns für 24 Ringit ins neue Domizil kutschieren.

Voll die Checkerfrauen an der Rezeption, wir sind leider zu früh und sollen am Pool abhängen. Der ist etwas klein und stellt den Mittelpunkt des Hotels dar. Alles sehr schön und geschmackvoll, wenn auch etwas beengt alles.

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Langkawi – Telaga Terrace Pool mit Wassersportlerin drin

Kurzer Ausflug zum Supermarkt gegenüber, die von Besen über Petronas-Tower-Statuen und Waffenmodeschmuck so ziemlich alles verkaufen.

Retour am Pool spritzt ein schlimmer Bub aus England unser ganzes Zeug nass und wird vom Papa mächtig beschimpft.

Dann Hunger, im Restaurant gegenüber gibts nur ein verwirrendes Buffet, drum die Hauptstraße entlang Richtung Strand. Der ist voll Bibione mäßig, knallheiß, alles voller schiacher Liegen, Jetskis, Motorbooten, Fallschirmtypen, Bananenbooten, das ganze Touri Programm.

Wir werden fündig und zahlen 40 Ringit für zwei Fruchtshakes und ein grausliches Essen.

Gleich nebenan sind die Taucher, da ist aber keiner, nur so komische zahnlose Typen die mich für 350 zum Tauchen in den Marine Park schicken wollen, auf ein Boot mit 200 schnorchelnder Chinesen.

Wieder retour zum Hotel, Zimmer 109, Klimaanlage auf 16 Grad und Fernseher rennt auch schon.

Nebenan ist so ein komischer Markt der aber erst im Aufbau begriffen ist. Weiter die Hauptstraße entlang, Geldwechseln und dabei von Beton von oben beschossen werden. Urviel Engländer, alle saufen oder sind halbnackt, Einkaufszentren, ganz anders als beim Labu Labi.

Als es dunkelt kriegen wir Hunger und wir suchen was lokales was gar nicht mal so einfach ist. Gibt Mäci, KFC, Tourifallen aber nix gscheites. Ein Pizzatyp schickt uns ein bisl weiter zu so nem komischen, recht dreckig, sauheiß, billig und gar nicht mal so gut. Komische Squidsuppe, mit urvielen Chilis.

Heimweg über den Strand, schaut nachts schon viel schöner aus. Fast schon Autobahn da die ganzen Jetskitypen ihre Schi über Nacht mit selbstgebauten Anhängern evakuieren. Dann wirds heller und lauter und die Bararea beginnt.

Bei den Tauchern ist wieder keiner, und beim Thirsday klingts nach Karaoke, da gemma rein und dürfen vorn sitzen. War ne Band und gar nix Karaoke obwohls genauso klang. Ansonsten ist die Bar super professionell, alle sind auf Zack und tragen Rentiere und Weihnachtsmützen aufm Kopf. Nur Westler da. Ein nerviger Deutscher versucht mich zu verarschen. Nööö, is nich. Die Cocktails sind relativ grauslich doch das Preisniveau ist versöhnlich günstig für so nen Laden.

Übern Strand gehts heim, rechts ist so ein Privatstrand von nem Hotel aber keiner hält uns auf weswegen wir dann im Gelände gefangen sind und nicht mehr raus können. Übern Parkplatz brechen wir aus und marschieren heim.

Der Markt neben dem Hotel hat offen, wir drehen ne Runde und ich ess so nen komischen Spieß und patz mich voll an. Ne Katze wird getragen und dann sind wir schon wieder daheim.

Ich war in Bangkok auf der Autobahn unterwegs die teilweise normal überflutet war und so Art Pool war. Dann komm ich zu einem Unfall und die Straße ist wieder leer. Ne Katze und ne alte Frau deren eines Auge schon voll trüb ist liegen in einer Lacke aus Gehirn. Ich rette die Katzen die voll flauschig golden sind. Dann versuch ich herauszufinden wer die Frau war damit die Verwandten die Katzen holen können aber keiner will mir helfen. Am Ende finde ich raus dass die Frau eh nicht tot war.

Montag 24. Dezember 2018 Langkawi, Telaga Terrace

you better watch out, you better think twice

Weihnachten is und es gibt einen erheblichen Mangel an schicken Christbäumen.

Heute ist Strandtag, wir spazieren die 10 Minuten die Hauptstraße runter, die Baumallee frisst sich behutsam durch die Fliesen. Am Boden sind rote Markierungen für Klos, Wasser und Essensständen. Die Kokosnüsse kosten hier 7 Ringit.

Wir spazieren den Weg entlang, bei den Tauchern ist schon wieder keiner daheim. Die Liegen am Strand sind alle nicht so gemütlich und haben außerdem keine Strohschirme – ein absolutes No Go. Ganz am Ende nehmen wir uns dann doch zwei Liegen und nen Schirm von einer geschwätzigen geschäftstüchtigen Dame die uns lobt dass wir so weit spaziert sind. Dafür kriegen wir ein Gratiswasser.

Ein kleiner Teil des Meeres ist für Schwimmer abgetrennt, das Wasser ist eher grau und trüb. Die Jetskis und die ganzen anderen Boote brausen dahin und alle paar Minuten gondelt ein Fallschirm gefährlich tief über die Schirme. Egal. Gelesen wird und als Frau Wuddl eingeschlafen ist schleiche ich mich ins Yellow Cafe auf ein Tiger und werde natürlich dabei erwischt.

Weiter wird gelesen, am roten Buch dass uns netterweise Michi Häupls Nachfolger geschenkt hat. Das Buch ist Scheiße und sehr deprimierend. Am Himmel braut sich was zusammen und wir beziehen ein zweites Hauptquartier im Yellow. Genau rechtzeitig, Platzregen, alle flüchten und beneiden uns um unsren tollen Tisch an dem der Ventilator über uns als Wassersprinkler fungiert. Ein Thunfischbaguettes gibts und wir werden von der Chefin höchstpersönlich bedient. Der Taucherchef schreibt mir ein Mail dass seine Kollegen zwischen halb 5 und halb 6 auf mich warten. Bis dahin ist noch urviel Zeit, drum gehts wieder heimwärts auf ein Entspannungsschwimmsi im Pool.

Es ist schon halb 5 und als wir uns wieder auf den Weg machen wollten öffnet der Wettergott seine Schleusen und während alle heimwärts flüchten oder sich in den Strandbars verstecken marschieren wir todesmutig zu den Tauchern.

Der einzig freie Platz ist eh morgen, ich zahl 150 Ringit an, vergess das heutige Datum und das Jahr und werde mehrmals ermahnt um 8.30 am nächsten Morgen vor Ort zu sein.

Erledigt, juhu! Wir stolpern in die Holzbar namens Ah Chong nebenan wo sie für mich und mein Leibal extra ein Guns n Roses Best Off spielen. Alles wirkt etwas Thaimässi, hier hängen lauter so Penner wie wir rum, zwei englische Lesben, der nervige Typ der mich am Vortag verarschen wollte sekiert alle abwechselnd. Wir riskieren zwei Motschitos und siehe da – der erste Cocktail der seinen Namen auch verdient! Köstlich, sogar Mondinita habens. Die leeren Bierdosen werden als großes Happening stets in den Mistkübel außerhalb gepfeffert, der Kellner und Kassier schaut stets grimmig aber wir fühlen uns voll wohl. 20 Ringit pro Cocktail ist auch super.

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Langkawi – Autobahnstrand

Weiter gehts zum Thirstday nebenan die mit ihren Chinesen Macs eine große Leuchtturmshow veranstalten. Es spielt ne ziemlich gute Coverband mit Flöte und dazwischen ein Saxofontyp der sehr entspannt vor sich hin trötet und bei English Man in New York bei den anderen mitimprovisiert. Die Cocktails hier sind bei weitem nicht so gschmackig obwohl der Barman wild herum mixt, dafür gibts Tiger Jugs. Wir ham nen schönen lustigen Abend und beobachten das Reh im roten Kleid dass den Abend einer Family stört, die Mama ist sauer weil die Buben mit dem Reh spielen wollen.

Dann gehts heimwärts, ist ja schon spät, kurzer Stopp bei dem komischen Markt nebenan auf ein Stäbchen und dann Heia.

Dienstag 25. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Der Muezzin weckt mich auf und um 7.30 sitz ich brav beim Frühstück. Die Engländer sind auch schon wach, er brabbelt mit einem geöffneten Auge das Personal voll während seine besser Hälfte mit einem dubiosen Schulmädchen-aus-der-Hölle Outfit quer über den ganzen Platz ins Telefon brüllt.

Abmarsch zu den Tauchern die schon warten. 120 Ringit sind noch offen und ich bekomm so grausliche geschlossene Flossen die nicht recht passen. Oje.

Wir sind zu sechst, ein schwedischer Papa mit seinen zwei Töchtern die es knapp nicht in unsre Modelagency schaffen würden, dann ein netter Chines mit Tochter die in Singapur wohnen und sie irgendwie sauer auf ihn ist und stets äußerst schnippisch antwortet. Und dann noch drei Guides. Wir fahren mehrere Spots ab, immer hüpft wer ins Wasser und schaut wegen Visibility und Strömung. Nix passt. Wir fahren nochmal 15 Minuten zu ner Insel wo sich die Strömung teilt und warten bis sich die Lage verändert. Dazu werden Weihnachtsgeschichten erzählt. Eh ganz nett. Die machen Witze über meine Tauchguidefrau die, so der Kommentar, graziös wie ein Seelöwe sich wieder ins Boot wuchtet.

Dann rein ins Wasser, wir werden angeleint, ich mit dem schwedischen Papa der grad seinen OWD Kurs macht. Die Sicht ist echt mies, Strömung ist stark und er ist leicht in Panik und rudert wild herum. Die kurze Buddyleine machts auch nicht besser, außerdem bin ich zu leicht und hab stets Auftrieb. Alles nicht so entspannt. Er hat flott seinen Tank weggeatmet, wir tauchen auf und lassen ihn aufs Boot und gehen wieder runter. Ich hab ein Kilo mehr bekommen, die Sicht ist besser und alles ist plötzlich entspannt und angenehm. Wir sehen eine ganze Reihe von Fischen, Grouper, Skorpionfisch, Clownfische, Krabben, einen toten Fisch an einer Angelleine.

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Langkawi – gelbes Tauchboot, man sieht zwar nix aber der Pausenstrand ist nett

 

Retour aufs Boot, kurze Überfahrt zu nem einsamen Strand für Kaffee, Tee und so leckeren einheimischen Snacks. Meine Füße bluten schon ganz bös wegen dem blöden Flossen, das Pflaster fliegt nach 30 Sekunden wieder runter. Bisi plaudern mit dem Papa, dann gehts wieder aufs Boot und auf die andre Seite der Insel.

Wieder orge Strömung und miese Sicht, diesmal mit der Schwedentochter doch nach ein paar Minuten klärt sichs auf und ich entledige mich meiner Hundeleine. Ein paar von so weißen quadratischen Kofferfischen fressen in der Gegend rum, einer futtert grad ne ganze Krabbe die halb aus seinem Maul raushängt. Wir wechseln mehrmals die Richtung, die Sicht verändert sich von 10 Meter auf 1 Meter, am Ende sieht man fast gar nix mehr.

Wieder rauf, Flossen weg und mit Vollgas gehts wieder heim. Am Strand wartet schon Frau Wuddel auf dem geborgten blau-weißem Hotelhandtuch. Alles abgeben, Schlauchdusche, Taucherlog ausfüllen und Baba sagen.

Wir haben Hunger, spazieren auf die Hauptstraße, essen Curry und Reis mit Irgendwas in einem halb grindigen Hauptstraßenlokal. Im Einkaufszentrum buchen wir den ominösen Mangrovenausflug für 90 Ringit pro Nase für den Folgetag. Die verschleierte Verkäuferin ist ein getarnter Werwolf. Danach macht die Eine eine Massage, der Andre geht in die Strandbar warten. Wieder die selbe Holzbar wo dieselben Leute abhängen. Sehr familiäre Stimmung. Es gibt ein 90er Jahre Crossover Best Off, sehr schön. Massage fertig, wir bleiben noch auf eins. Am Nebentisch hat sich eine chinesische Familie verirrt, der  Chinesenpapa, der unerkannt bleiben wollte, wird genötigt, seine Bierdose in den Bierdosenkorb zu werfen und als er es schafft applaudiert und johlt das ganze Lokal, inklusive seiner Frau. Sehr lustig.

Leute beobachten ist schon sehr spaßig, zwischen den halb nackten Engländern, den ganzen Indern und Chinesen wird ein weißer Iman mit seinen drei komplett in schwarz gehüllten Burkaschwestern im Rollstuhl über den Strand gerodelt, total absurd. Irgendwer beginnt Löcher in den Sand zu schaufeln.

Wir siedeln ins Thirstday auf ne Pizza und ich bestell aus Versehen ne ganze Maß Bier was eher peinlich ist. Außerdem kommt das Glas einfach so und nicht in diesen schicken Eiskübeln. Wir dürfen wieder vorn sitzen, bestaunen die Leut und den Sonnenuntergang und die Jetskieinholung.

Als es finster ist gehen wir wieder heim und hauen uns in den Pool und ich werd mit Chips befüttert. Dann Heia.

Ich hab im Orpheum gearbeitet, diesmal hab ich sogar dran gedacht die Musiker zu beleuchten. Produktionsleiter ist Ernst Konarek der wieder so Art Zuhälter mimt und bestimmt einfach dass ich am nächsten Tag auch bei so ner komischen Veranstaltung von ihm arbeite. Ich verweigere. Er hat ne Chamsys mit, kennt sich aber damit Nüsse aus und das Licht ist ultrapeinlich, auch die Videoshow die an Windows 95 erinnert.

Mittwoch 26. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Schon wieder früh aufwachen, blöder Muezzin, und um 7.35 sitzen wir beim Frühstück. Es gibt genau vier so grüne Minipalatschinkos die gleich einkassiert werden. Dazu gibts rohes Spiegelei.

Pünktlich um 9.15 sitzen wir vor der Tür, unser Shuttle kommt nicht daher und wir lassen die Tourchefin anrufen. Dann steht eh schon das abgefuckte Großraumtaxi da und wir fahren ne Stunde rum Leute abholen die teilweise gar nicht da sind. Dafür sehen wir den Flughafen von außen. Ne indische Familie wird abgeholt die offensichtlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, dann gehts zum Geopark Langkawi im Norden.

Unser Guide wartet schon, wir müssen unsre Baron Pickerl aufpicken, werden auf Boote verteilt und tuckern mit zig anderen Booten und unserer riesigen Gruppe zur stinkigen Fledermaushölle wo wir nix reden dürfen. Angreifen auch nix weil alles voller Fledermauskacke ist. Affen hüpfen rum, der Guide macht seine Witze und erklärt was über die Bäume. Regel Nummer 1: Follow the monkies, do not eat the monkies. Im Gatsch zeigt er uns Babykrabben.

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Langkawi – Mangrovenparty

Wieder ins Boot, Riesenchaos am Steg wo sich noch lauter andre Gruppen tummeln, wir rasen den Fluss entlang, Affen werden sekkiert und mit Erdnüssen gefüttert. Einer kackt zum Dank ins Boot. Kopf einziehen bei der Crocodile Cave, weiter zur Fischfarm wo sie nen schlafenden Hai haben, grimmige Grouper und man kann seine Hand ins Maul eines Mantas stecken.

Dann gibts ein dezentes Essen, wir plaudern mit einem Honeymoonpaärchen aus Indien, machen einen kurzen Schwimmstop und düsen an unsrem alten Traumstrand bei der Zementfabrik entlang zu den Inseln wo wir eigentlich mal hinkayaken wollten und füttern Fische mit Toastbrot. Langsam gehts wieder retour, wir beobachten noch Adler und dann sind wir wieder am Pier und unser Taxi kommt auch grad.

Alle werden daheim rausgehaun, wir sind um halb 3 wieder daheim. Entspannunsschwimmsi am Pool, Tschick einkaufen gegenüber mit Wäschereibesichtigung und im Anschluss den schärfsten non-spicy Mango Salad in einem zweifelhaften Futterlokal bei uns ums Eck.

Dann gehts in die Stadt, wir entdecken eine nette leckere Cocktailbar wos einen Zimtcocktail und eine Katze gibt. Nirgends verkaufen sie Tabak ohne Geschmack. Retour zum Strand in die Holzbar wo lauter normale Leute bei normaler Musik sitzen. Ich krieg wieder meinen Mai Tai in diesem schicken Tikibecher. Die haben eine überraschend saubere Toilette.

Weiter ins Thirsday wo wieder die Reggae Band spielt. Es hängt ne kleine Nexo PA, dazu ein kleines Soundcraftpult und eine Chamsys. Am Nebentisch drei US College Mädels und die eine mit dem Slash Tshirt ist auch da, diesmal inkognito und voll gesackelt. Nach einem Drink gehen wir heim, Lesestunde wird vertagt und wir gehen schlafen.

Ich war irgendwo in Malaysia in der Stadt und die Orpheum Heide war auch da. Irgendwer hat uns nach den Buspreisen gefragt. Dann wieder Wien, ich war wieder in der Dofburg tätig hatte aber noch keinen Ausweis und da ne Demo oder sowas war hab ich mich gefragt wie ich wieder reinkomm. Beim Thomas Rabitsch waren wir auch, sein Büroschreibtisch war ein rotes Ledergebilde, geformt aus einem alten Rhodes. Er hat sich auf Firmenkosten neue Gummistiefel gekauft weil er mitten in dem Tsunami Chaos auf Java war. Er war relativ ungut.

Donnerstag 27. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Irgendwann in der Früh begann voll der orge Regen der stundenlang und lautstark aufs Dach prasselte. Zum Frühstück wars dann wieder friedlich.

Our daily-routine: bisl am Pool abhängen, dann gegen halb 12 Aufbruch in die Stadt die urevollheiß ist. Wir entscheiden uns für den Inder im Stock, ganz lecker, bisi teuer, kein Klo leider. Dann weiter Richtung Einkaufszentrum zur Bank wegen Geldabheben wozu die blöden Bankomaten gemeinerweise die Bankomatkarte verlangen die natürlich daheim liegt. Plan gescheitert, Hitzeschlag außerdem. Drum gibts ein Beruhigungseis. Diese blöde Tasche für die Angie kostet voll viel, passt ihr dann eh nicht und fliegt außerdem schon beim Hinschauen auseinander.

Im Hotel gehts wieder an den Pool der echt die perfekte Temperatur hat. Und die Musik ist auch dezent und mit der perfekten Lautstärke.

Wäsche wird gegenüber aufgegeben, 3,3 Kilo für 14,80 Ringit. Tabak gibts überall nur mit Geschmack nur im Dutyfreeshop gibts einen für 14 der okay ist und nicht verzollt. Wir spazieren voll weit, bis zum Aquarium und so anderen Freihandelszentren.

Wieder daheim schickt uns der Rezeptionstyp beim Abendspaziergang zum Nachtmarkt wo genau nix los ist. Drum die übliche Lokalrunde, mit Cocktailbar und Thirsday mit der Reggae Band. Total krasse neue Entwicklung: Wir trinken noch ein Tiger in der verkifften Reggae Bar wo grad ne komische Band soundchecked. Nachdem alle einzeln fertig sind stellen sie nen fetten Subwoofer hinter den armen Drummer. Und dann legt wer Jamie T auf.

Dann Heia.

Freitag 28. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Heut sind beim Frühstück lauter neue Leute. Kenn keinen. Nur der eine Typ mit der Kappe und Family vom Labu Labi ist plötzlich da, freut sich und erkennt mich als Kollegen der Hollywood Filmbranche.

Heut ist Shopping Tag… nach einer Poolrunde gehts dann wieder in die blöde Stadt rein die schon wieder sauheiß ist sodass sogar die Bauarbeiter bei der Wechselstube frei haben. Im Internet schreibt ein Russe über den Geldwechsler: Sehr schlecht, der Rubel ändert sich nicht!

Erstmal zweites Frühstück beim Live Seafood Chinesen mit gebratenem Reis, Ananashuhn und Zwetschkensaft. Dann weiter zum 100. mal an den ganzen Fetzengeschäften vorbei. In einem scheint gar keiner drin zu sein bis plötzlich ein schwarzer Gwandhaufen Hallo sagt. Ne Burkafrau, eigentlich die perfekte Tarnung für Ladendetektive.

Dann gehts weiter in das blöde Shopping Center, Nicole weiß immer noch nicht wo das Klo dort ist. Für ne Stange Tschick muss man seinen Pass herzeigen. Same Same, im Armyshop gibts zwei Messer zum Preis von einen. Das Buchgeschäft verdient 18 Ringit. Kurzer Trinkstop im Cinnamon Gschäft, dann gehts wieder nach Hause. Voll anstrengend alles.

Als es dunkler wird gehen wir wieder los, wieder Hauptstraße und dann so nen Schleichweg in unsre Cocktailbar (Ah Chong oder so hieß die). Setzen uns zu wem dazu, reden nur Schaas, fragen den Kellner wo er diese schicken Tikibecher her hat die bei Amazon 25 Euro kosten und dann fängt der Typ am Tisch auf Deutsch zu reden an. Schweizer, macht grad ne Kapitänsausbildung, mit ner Schwedin verheiratet die ihn verlassen hat und jetzt gondelt er in der Gegend rum. Ne Schwedin kommt vorbei und busselt ihn ab, die sitzt auf diesem riesigen Schiff fest was diesem Singapur Typen gehört der per Interpol gesucht wird wegen dieser Stanley Morgan Sache. Las ich im Standard nen Tag zuvor.

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Langkawi – Fototapete

Dann weiter ins Thirsday wo heute irgendwie nix so klappt. Tonprobleme, keiner weist uns nen Tisch zu, keiner kommt wegen Bestellung und der Cocktail dort is immer noch grauslich.

Dann gehts nach Hause, bisl packen und Licht aus.

Samstag 29. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace – Koh Lipe, Wapi Ressort

Um 6 geht der Wecker, ich hab ganz schlecht geschlafen. Bei der Einreise hat nix funktioniert und ich musste mich mit nem gelben Regenmantel als thailändischer Bauarbeiter tarnen und hab dabei meine schwarze Tasche stehen lassen.

Das Bad wird 27 Minuten lang blockiert, dann darf ich auch mal aufs Klo. Alles in den Koffer schmeißen, Zimmercontrol – more control. Um sieben simma fertig und ich bestell so nen Grab Typen der irgendwie schon vor dem Hotel auf uns gewartet haben muss, 10 Sekunden nach Bestellung war der jedenfalls schon da. Schwarzer Nissan, getönte Scheiben.

Flott auschecken, das Nachtkastl noch schnell ruinieren, die TikTak-Uhr wieder montieren, 60 Ringit Touristeuer bezahlen und in den Sonnenaufgang Richtung Telaga Harbour.

Dort wartet schon ein Deutscher mit seiner Freundin, will erstens unser Grab und zweitens dass wir ihm Baht in Ringit wechseln. Daneben steht der arme Fahrer der auch nicht wechseln kann und drum mit 14 Ringit anstatt 15 wieder losfährt. Wir kriegen 1000Baht für 100 Ringit, freuen uns, bis wir drauf kommen dass das eh voll der normale Kurs ist.

Wir sind die ersten, juhu, noch nix hat offen, und der Security, noch in Zivil, drückt uns die Thai Einreisepapiere in die Hand. Klo gibts auch, langsam trudeln andere Bootstypen und die Reedereidamen ein. Wir checken mal die Boarding Tickets, hängen rum, Tankstelle von Petronas ist daneben in einem voll schönen historischen Bauwerk. Dann simma voll schlau und stellen uns mal vorn an für die Passkontrolle während die anderen Trotteln unten abhängen, ein Bub flötet die ganze Zeit voll nervig in der Gegend rum. Hinter uns warten Österreicher schon mit ihrem Gepäck, voll doof, wir sollen die ganzen Koffer doch da oben stehen lassen und das Personal trägts ins Boot.

Schnell Passkontrolle, vorm Einstieg wollens noch alle Pässe einkassieren und wir kommen drauf dass wir das Gepäck doch selbst mitschleppen hätten sollen. Was jetzt voll das Problem ist weil wir ja schon offiziell ausgereist sind und nicht mehr einfach die 10 Meter retour zum Gepäck dürfen. Nach uns kommt die Flötenmami die offenbar das gleiche Problem hat.

Ich werd dann doch unter Aufsicht rausgelassen, hol unser Zeug, haus ins Boot rein und nehm meinen Platz neben meiner Frau ein die den schon brav gegen diverse Russen verteidigt hat. Alles geklappt mal. Im Fernsehen rennt Real Steel, so ein Roboterkampfschaasfilm. Die stehen sichs da offenbar auf Roboter.

Eine halbe Stunde später als geplant gehts gemächlich los, die See ist ruhig, keiner muss kotzen, das Klo schaut aus wie der Muscheltyp von Piraten der Karibik.

Film geht gut aus und wird, weil ich ja den Anfang verpasst hab, netterweise gleich wiederholt. Blöderweise sind wir dann schon da.

Voll schön hier, das Wasser extremst klar und himmelblau. Es gibt aber keinen Pier, drum legen Longtailboote an und wir werden an Land gebracht wo schon die ganzen anderen Typen genervt warten die nach Langkawi wollen. Personal trägt unser Gepäck an Land.

Es folgt die große Einreiseformalitätenshow. Zuerst mal ewig warten auf was auch immer, dann kommt wer mit den ganzen Pässen, macht lauter Witze, schickt alle von A nach B und hat voll die Gaudi. Zuerst die Tagesausflügler die genau drei Stunden Zeit haben bevor sie wieder retour einchecken müssen.

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Koh Lipe – The Great Immigration Office Show

Die Retourtickets werden abgestempelt. Dann wird jeder Passinhaber einzeln aufgerufen, inklusive Witze über die jeweiligen Namen. Im Anschluss darf man sich bei der Passkontrolle anstellen, bekommt nen Stempel, dann bei den Parkrangers 200 Baht Nationalparkgebühr für 5 Tage zahlen. Weiter zum Gepäck wo Grenzbeamten fast jeden Koffer durchsuchen. Unser Zeug wird nur unsittlich betatscht.

Wir sind fertig, voll fertig, und fallen ins nächste Lokal auf ne Kokosnuss und einen Kaffee. Laut Karte ist es zur Walking Street die uns zu unserem Ressort am Sunrise Beach bringt nur ein kurzes Stück über den total feinen Sandstrand. Trolley ist leider schlecht geländegängig. Dann Walking Street erreicht, voll nett, 1000 Shops und Bars und Tauchschulen und Bankomaten die leider alle leer sind. Also echt alle.

Wir erreichen Sunrise Beach, machen einen Stopp im Restaurant auf ein Leo und kommen drauf dass unser Ressort gleich nebenan liegt.

Einchecken beim Herrn Wappi der Franzose ist, bekommen Bungalow G8, leider ganz hinten.

Der Strand ist traumhaft, was leider nicht nur wir sondern circa eine Million anderer Typen finden sowie drei Dutzend Bootsmenschen. Gleich nebenan ist eine Tauchschule, ich quatsch mal ein bisl mit der Luisa, 1500 Baht pro Tauchgang, ab dem 4. wirds billiger.

Bisl abhängen, schwimmen gehen, dann doch Tauchgang gleich für morgen buchen. Auch in der Tauchschule ist urviel los, ich muss ewig warten bis wer kommt, außerdem ist voll viel ausgebucht und ich darf am Folgetag um 13 Uhr gehen.

Bankomaten sind immer noch alle kaputt, drum heb ich beim Herrn Wappi mal 2000 Baht ab.

Rumliegen, den schlechten Dan Brown lesen, Strandspaziergang nach links wos um die Ecke deutlich breiter und welliger wird. Zwischenstopp bei so italienischen Kiffertauchern mit Lümmelecken.

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Koh Lipe – Sunrise Beach Bootparkplatz

Dann Heim, Körperpflege. Meine Blase von den gelben Flossen sieht immer ärger aus. Im Wapi Restaurant hat schon alles dicht gemacht, deshalb gehts Richtung Walking Street ins Erstbeste. Gebratener Reis mit Shrimps. Ne Katze fängt sich nen Gecko von der Wand und futtert den auf. Die Katze hat ein ganz komisches Fell, so wie mit Haargel gefestigt. Ist aber eine sehr hübsche Mietz.

In der Walking Street ist abends Gott sei Dank Mopedverbot, dafür gibts Massen an Menschen die sich durch die Gegend schieben. Wir fallen in die Mädchencornerbar ein, trinken Mojitos. Die haben voll das schicke Klo. Weiter die Straße Richtung Anlegestelle. Und in einem Cafe spielt doch glatt der italienische Buchhändler von Otres 2 in Kambodscha. Wir sagen Hallo und plaudern, er ist hocherfreut und erzählt das die ganzen Chinesen dort alles aufgekauft haben und es gab tagelang kein Wasser und Strom.

Am Strand wirds dann ruhiger, wir hatschen bis zum Ende und drehen wieder um. Es gibt so ein Lokal im ersten Stock wo wir Stellung beziehen um Leute zu beobachten. Dann noch ein Stop beim 7 Eleven der auch bumvoll ist und dann noch in die Hängematte am Strand. Endlich ist es ruhig! Koh Lipe ist wunderschön aber es sind eindeutig zu viele Menschen hier.

Heut Nacht war Drogenrazzia im Weberknecht. Sie haben nix gefunden.

Sonntag 30. Dezember 2018 Koh Lipe, Wapi Ressort

Um 7 aufwachen, Klo, Bankomatkontrolle. Immer noch alles leer. Abmarsch zum Buffettfrühstück wos Spaghetti gibt und Omelettes und Joghurt und Säfte. Alles sehr lecker aber unglaublich laut. Irgendwelche blonden Herrenmenschen aus Schweden machen voll Stress, bestellen urlaut Chicken Nuggets für Take-Away und Strandhandtücher, aber Jennifer. Dazwischen brüllen Kinder deren Schwestern ihnen die Schuhe ausziehen und auch die Vögel zwitschern unglaublich laut.

Setz mich woanders hin, bringt nix. Die Blonden und die Familien folgen mir.

Retour ins Zimmer, Tauchzeug herrichten, Strandliege besetzen und dann kurz vor 1 Abmarsch nach nebenan. Hier auch urviel los, gibts ja gar nicht. Ich krieg ne süße thailändische Tauchlehrerin namens Juli oder Gil, bekomme mein Zeug in die Flossen gedrückt, passt alles. In meiner Gruppe noch zwei Schweden und so ein Chines. Rein ins Wasser, voll schön, tauchi tauchi. Wir sehen Skorpionfische, diese Lionfische und so ne schwarz weiße Seeschlange die angeblich voll giftig ist. Ich hab schon wieder troubles mit Luft rauslassen und krieg von Juli oder Gils Gürtel noch ein Kilo auf die Flasche verpasst. Dann sauf ich voll ab, aber es geht trotzdem besser.

Wieder rauf aufs Speedboot, hat Spaß gemacht. Flott wieder retour, beim Aussteigen fliegt der Chines voll ins Wasser, debriefing is auch stressig weil die gleich wieder raus müssen.

Wieder retour, Überlebensleogönnung. Rumliegen, Dan Brown lesen, die Schweden brüllen rum egal wo sie sind. Ich komm drauf dass ich morgen nochmal tauchen mag, geh wieder rüber und krieg noch nen Platz in dem Stonehengeboot für 10.30.

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Koh Lipe – das offizielle Liederbuch

Langsam wird es finster und uns hungert es. Retour zur Walking Street, links weiter beim Souvenirshop. Heut darf ich das Restaurant aussuchen…. 

Zu spät entdeckt Frau Wuddl den Holzboden und wir dürfen sitzen bleiben. Der Grillchef am Eingang freut sich total, wir kriegen Red Snapper für 550 und Leo für je 50. Das Klo ist ein tolles Abenteuer. Fisch mundet aber köstlich.

Dann zum Postkartengeschäft, den einen Tauchwitztyp getroffen, walking street zum Patayya Strand und ne Reaggaebar suchen. Ein Typ spielt urgut Gitarre, also halbwegs, gibt aber keinen Platz, nichtmal im Stock oben mit toller Aussicht. Wieder retour, in die Sansibar Bar oder so ähnlich. Dort kommt aber keiner. Also in die Poohbar mit dem geklauten Gitarrenhalsstatuenlogo am Eingang, in den Stock rauf damits der Kellner etwas sportlicher hat. Tolle Beobachtungsstation. Der Fisch gegenüber kostet nur noch 300 Baht pro Kilogramm, alles sperrt doch relativ früh zu. Der Verleihnix zieht sein Leibal aus und putzt seinen Fischtrog.

Wir winken noch dem Pooh Gitarristen der seine Zuspieler vom Handy und Tablet gleichzeitig abfeuert und gehen heim.

Montag 31. Dezember 2018 Koh Lipe, Wapi Ressort

Silvester, juhu, voll wurscht. Ich wach um halb sechs auf, google sagt Sonnenaufgang ist aber erst in einer Stunde angesetzt. Drum nur rumhängen und Wirbel machen, ein Grinch schlürft vorgebeugt aufs Klo. Die Spülung hat was und rauscht ständig vor sich hin.

Um 7.30 dann Frühstücksbeginn, die Schweden sind auch schon da, putzmunter und supergut aufgelegt. Heut gibts Würstel, Schinken, Omelette mit Speck, Joghurt, Kaffee, Wasser, Fruchtsaft, Salat, Frenchtoast mit Puderzucker und Fruchtsalat. Sehr spärlich.

Dann wird Frau Wuddl munter, torkelt zum Frühstück, ich krieg noch nen Kaffee. Es is eh gleich 10 und ich geh wieder nach nebenan. Wieder full chaos, ich bin heut leider nimma bei Juli oder Gil sondern bei nem Typen ohne Tauchausbildung. Mit mir schon wieder der Chines, ein eingebildeter Divemaster aus England mit rosa Hose der am Boot irgendwie vor sich hinbetet und ein Schwede. Das Boot ist bumvoll, ich hüpf als erster rein. Immer total befreiend da rumzutreiben. Die Leine runter gehts, heut mit 5kg. So ein Typ am Boot der ne riesige Tasche mitgeschleppt hat wollt 14kg die er nicht gekriegt hat.

Tauchgang voll schön, Fischschwärme, so ein Stein hat sich plötzlich in nen Fisch verwandelt, Lionfish, Muräne, alles dabei. Hat voll Spaß gemacht. Ganz vorn am Boot gehts wieder retour, der rosa Engländer hat auf den Gilis bei Blue Marlin seinen Divemaster gemacht und meint dass sind voll die Arschlöcher und der Chef ist voll reich.

Alles reinschleppen, abduschen, umziehen. Meine Blase am linken Fuß schaut immer noch voll mutantenmässig aus. Ich such wem dem ich meine 1500 Baht in die Hand drücken darf und geh wieder rüber.

Leobelohnung, lesen, Frau Wuddl geht schlafen damit sie für die große Silvestersause abends fit ist. Dem Herrn Wappi ist das aber voll wurscht, der sperrt beinhart um 6 sein Resti zu.

Wir spazieren diesmal den Strand entlang nach rechts bis es nimma geht, klauen ein Buch und legen uns hin für die große Waschmaschinenentladungsshow. Bei der Cocobar gibts ein Süppchen und Pina Colada in Kokosnuss und ThaiIceTee, der orangene. Außerdem is hier ein Portal. Die Angie ist grad beim Bipa Waschpulver kaufen.

Zwischenstopp bei so nem Hippiegoaressort, alles voll eco friendly drum recht grindig. Sie spielen einen Bilderbuch Remix von Plansch. Cocktails sind lecker und dann kommt so ne Botox Russin ohne BH die ne große Busenselfieshow vorführt. Is jedem wurscht. Das Klo ist hinten bei den Kokosnüssen und mit ökologischen Sägespänen ausgelegt. Die Sonne geht unter, voll schön, nur wir sind schon hundemüde.

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Koh Lipe – Sea View Eco Super Friendly

Schnell zurück ins Zimmer, kurz duschen und Deo drauf was nicht geduscht wurde. Alles mit dem Nobitegift einsprühen dass sogar Plastik auflöst. Dann Richtung walking street und nach rechts, zu so nem kleinen Lokal wo wir zwei Fische zu je 150 Baht und einen Fisch der Tinte für 120 verputzen. Nicole verhandelt zwei gratis Kartoffeln raus. Am Nebentisch sitzen zwei Österreicher wie beim Geschäft mit der Liebe und die Nachspeise schmeckt nach Papas flambierten Bananen.

Dann walking street wo überraschend wenig los ist. Auch haben viele Hütten zu. Am Pattaya Beach sind dann alle, schießen Raketen quer über Wasser, trotzdem alles relativ ruhig. Unser Plan war eigentlich wieder retour in unsre Goabar zu gehen. Als wir um 10 einen Zwischenstopp daheim machen bleiben wir dann gleich, lesen noch wie Opas unsre Bücher und gehen um 10 schlafen. Um Mitternacht dann großes Raketenaufgewecke aber sonst der erste Schnarchsilvester ever.

Dienstag 1. Jänner 2019 Koh Lipe, Wapi Ressort

Schon wieder halb sechs aufwachen. Raus aus den Federn, ab zum Strand. Bei den Tauchern ist immer noch Party, ansonsten rennen nur ein paar Chinesen rum und rennen pflichtgetreu ins Bild. Keine Alkleichen, alles sauber. Komisch.

 

Sonnenaufgang anfangs nett dann verhalten. Um 7.30 zum Frühstück. Die Schweden sind putzmunter und voller lauter Energie. Aber sie checken aus. Obwohl es heute sogar zaghafte Annäherungsversuche gab. Zu spät.

Heut gibts Reis als Novum, ich krieg meine Chilis dazu. Vorm Bungalow sitzt meine Frau und verkündet dass wir heut die Insel erkunden müssen. Aber erst nach dem Frühstück. Der Chef bietet uns am morgen mim Moped ins neue Ressort zu bringen, sehr nett. Wenn er was ausm Internet bestellt muss er das an eine Agentur am Festland schicken lassen und die organisieren dann für ein Heidengeld den Transport.

Um 10 ist dann tatsächlich Abmarsch. Grad raus, vis a vis grad weiter, Berg rauf, Hügel runter, nach rechts und dann am Tempel und der Solaranlage vorbei immer weiter bei so private beach ressort Ungusteln. Ins Decho Ressort marschieren wir dann einfach rein, bestellen ein Leo und Iced Coffee und Iced Green Tea. Das Eis kommt offenbar aus der walking street wie uns die Kellnerin aus Bangkok erklärt und das kann dauern. Wir sollen doch lieber schwimmen gehen. Am Nebentisch lärmen schon wieder so junge Schweden die Klone von unseren hätten sein können.

Trotzdem ises voll schön, das Meer azurblau und leicht abfallend. Ein privater Ministrand mit Glasscherbendeko.

Dann ist auch der Eismann da, wir kriegen unsre Drinks, gehen zweimal aufs Klo und marschieren dann Richtung Pattaya Beach. Wuddl ist orientierungsmässig nicht so gut drauf heut und voll verwirrt wo wir jetzt sind. Alles recht sauber und ruhig eigentlich, Silvester war offenbar relativ harmlos. Passion Fruit Shake gibts für 60 Baht, die Sportbar hat noch zu und die Straße bei dem Gelsensee hinter unserem Ressort war überhaupt nicht ne Straße sondern voll der Riesenschwindel.

Die Putzkollone war auch noch gar nicht da obwohls schon voll spät ist. Wir siedeln wieder auf den Strand, lesen Illuminati und das geklaute Buch aus dem Ressort am Ende und dann wirds eh langsam dunkel und wir marschieren los Richtung Fisch.

Diesmal da links von der walking street weiter bis es nimma geht, zu einer Reggae Bar die nicht so ganz vertrauenerweckend aussieht. Wieder retour zu unserem Ex-Restaurant wo uns aber keiner grüßt. Drum zu den Ladies vom Vortag. Red Snapper und so einen Filetfisch der wie Steak schmeckt, dazu Kartoffeln mit Mayo. Diesmal wird Nicole sogar nur ein bisl mit Fischblut vollgespritzt.

Dann wieder walking street in die Pooh Bar auf eins. Wir sind müd, gehen noch kurz in den Supermarkt, machen halt bei dem „Donut !– 10 Baht! – Coconut!“ Opa, treffen die Mopedbullen die am Vortag irgendein ominöses Buch aus unsrem Ressort geholt haben. Im Bücherschrank bei uns gibts leider nur ein OWD Buch in Chinesisch und Spanisch.

Heim zu uns, am Strand noch bisi sitzen und den Wellen lauschen. Hier gibts entweder Wind oder Gelsen. Noch bisi lesen und Nachti Nachti.

Mittwoch 2. Jänner 2019 Koh Lipe, Wapi Ressort, The Breeze

Um 6 werd ich munter, draußen erklimmen die ersten Sonnenstrahlen die azurblauen Hügeln der zarten, frühmorgendlichen Hügeln des Meeres.

Frau Wuddi hüpft aufgrund dessen wie ein munteres Rehkitz aus den Federn, wir gehen zum Strand und ich krieg Schimpfa weil ich nicht auf den gewohnten Liegen lieg sondern auf denen daneben. Die ersten Drohnen ziehen ihre surrenden Kreise, der Bootsmann watet zu seinem Longtailboot und die Wolken verhindern einen pornomässigen Sonnenaufgang.

Wieder retour, bisl lesen, an Schlaf ist nicht zu denken, um 7.45 dann Frühstück. Neue Leute. Das hübsche alte Pärchen aus Italien is auch nimma da. Heut gibts Reis und dazu Pad Thai und ein Chilisammelsurium. Dazu das übliche. Der Kaffee schmeckt wie alte Socken erklärt meine allwissende Lieblingsbarista. Das erste Taucherspeedboot verlässt den Hafen, fast leer.

Dann nach G8 retour, packen, allerhand Klump suchen, Safe ausräumen, Gepäck vorschleppen. 14 Uhr haben wir als Abfahrtszeit gewählt und der Herr Wapi will 1720 Baht für die ganze Fresserei von uns in den letzten Tagen. Wir wollen nix zahlen sondern weiterfuttern, deshalb dürfen wir später zahlen, weiter abhängen und Liegen besetzen.

Ich buch noch einen Tauchgang für morgen 10.30. Beim vierten wirds dann billiger. Rumliegen, Buch lesen, Reis futtern, Massage inklusive Locken. Der Farang sagt einen Wirbelsturm für die kommenden Tage voraus.

Um zwei setzen wir uns dann aufs Mopedbeiwagerl mit unsrem ganzen Zeug und werden, an der Müllhalde neben dem Tempel vorbei, zum Breeze gebracht.

Hallo Hallo, es gibt Kinderorangade zur Begrüßung und wir beziehen Zimmer 107. Eh ganz nett, Balkon, aber Bad doch recht grindig, nichtmal Heimstandard. Wir sind etwas enttäuscht.

Wir marschieren zum Pattaya Beach. Es ist sauheiß und die Sonne knallt schon recht tief rein. Einkehr neben der Monkey Bar mit blauer LED, dann weiter zum Schweizer. Der lebt da seit 18 Jahren, sein Papa ist aus Iran und er hat das Land schenken kriegt. Ich ess Gemüsereis mit Chili. Wenn man zwei Bücher abgibt darf man ein anderes mitnehmen, dafür ist das Müllsammeln jeden Montag gratis.

Dann wieder heim, Bauch- und Rückenweh kurieren und Cast Away mit Tom Hanks schauen. Aufbruch zum großen Fisch essen, davor Cocktailstunde bei der Spanierin mit dem Aussichtslokal gegenüber dem Slushi Stand der hauptsächlich alles herschenkt. Wir kriegen ein Salami-Gratis-Tappa.

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Danach landen wir bei so Thai Gangstern gegenüber der Poohbar und essen Squid und so nen Minituna. Sie sperren zu, ein Opa bietet dem TG 10.000 Baht Finderlohn für irgendwas, im Supermarkt sind lauter Russen und wir gehen wieder Heim. Unterwegs wird noch der Gitarrist von Otres 2 gesichtet.

Mittwoch 2. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Früh aufwachen, wie immer. Lesen im Green Mile Buch was wir vom Bücherschrank des Nachbarressorts als Dauerleihgabe uns geborgt haben.

Gibt ne Karte mit Frühstückssets. Ich entscheid mich für American, komm drauf dass die Karte auch ne zweite Seite hat und entscheide mich um auf gebruzelten Reis. Kriegen tu ich beides und bin kulinarisch überfordert.

Um 9.30 dann Abmarsch zu den Tauchern, bin viel zu früh dran und außerdem hab ich mich überhaupt um ne halbe Stunde vertan weil Treffpunkt erst 10.30 gwesen wär. Doof. Es gibt WLAN, das Passwort lautet seahorse. Langsam gehts los, Speedboot, brum brum. Heute mit Marco als Guide, dem Franzosen der eigentlich Italiener ist. Dazu ein englisches Päarchen, sie ist Divemaster. Und eine wild herumfuchtelnde junge Französin die mich nervös macht. Heut ist es spürbar kälter im Wasser obwohl das Thermometer was anderes sagt. Der Italiener sieht eine Muräne die grad nen Grouper fressen möchte, ich seh nix, nur nen bärtigen Skoprionfisch. Nach 50 Minuten gehts wieder rauf, ich hau mich wieder nach vor im Boot und wir fahren heim. Wuddl wartet im Nachbarlokal und weigert sich das BCD in ihrer Emanzotasche zu verstecken.

Dann wieder ewig warten wegen Unterschrift, ich buch für morgen Pattaya Spot, wieder volles Chaos wegen bezahlen. Money – yes, no? Sie folgt meinem Vorschlag von vor einer Stunde und wir machen alles morgen.

Ab ins Restaurant auf ein Leo, es nieselt leicht. Weiter zur Sea La View Goa Bar wo wir eine dritte Kandidatin für unser Kindermodelbusiness scouten. Dort hams zu Silvester auch Bilderbuch gespielt.

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Koh Lipe – Ich liebe Bier!

Retour zur Straße und Richtung Hause, bisi rasten und Schläfchen machen. Gegen 6, halb 7 gehen wir wieder los auf der Suche nach dem Fisch und landen in der kleinen Bude wo wir White Snapper und Little Fish für 350 und 150 Baht verspeisen. Ich probier diesen Spezialitätenschnaps, Samsong oder so für 60 Baht. Riecht nach Ethanol, schmeckt irgendwie wie ein Whiskey-Rum Bastard.

Fisch ist heute auch etwas trocken, egal. Walking Street und in dieses Pura Vida Taucher Lokal mit so spacigem Dekozeugs und heut ist auch die Musik entspannter. Die haben das königlichste Klo der Welt mit rotem Teppich der einen zum Throm leitet. Gegenüber ist ein all-you-can-eat Fischlokal für 490 Baht.

Wir sind müd und gehen heim. Der Sturm kommt offenbar tatsächlich, die Inseln auf der Innenseite werden alle geräumt.

Freitag 4. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Früh aufwachen, heute Nacht war ich in irgendeinem Hotel und hab das Schwimmbad gesucht.

Ich geh allein zum Frühstück, die vergessen auf mein Obst. Heute ist ja auch mit zwei besetzten Tischen einiges los. Ich bestell dafür heut auch nur ein Frühstück.

Der Himmel ist wieder grau und es fängt sogar voll zu regnen an. Die Leute melden sich von daheim wie das jetzt mit diesem Sturm ist. Wuddl sperrt aus Angst die Badezimmertür von außen zu, ein Hotelboy knackt sie mit einem Löffel.

Wir spazieren zur Anlegestelle, das Chaos hält sich in Grenzen. Ein paar Leute sitzen rum und warten auf das 10.30 Boot, es is jetzt schon ne Stunde zu spät. Der Oberchecker erklärt uns dass sie heut eventuell noch fahren, morgen fix nicht wegen big waves. Außerdem hat das Bootsministerium ne Weisung rausgegeben dass jeder der jetzt raus fährt selbst schuld ist und sich selbst retten muss.

Na gut wir gehen auf nen Kaffee in die Monkeybar und schauen dem Chaos zu. Die Fähre wär eigentlich eh da und treibt von links nach rechts. Wir spazieren zu den Tauchern, keiner da, Marco futtert Reis mit Scheiß. Nix hergerichtet. Dann nach ner Viertelstunde frag ich was los ist. Alles abgesagt und ich hätt eh ein Mail bekommen auf gmx.de. Vielleicht morgen.

Also frei! Zum Glück ist Frau Wuddl mitgekommen. Zum Wirten daneben der ne Drohne hat und sie vom Tisch aus Runden drehen lässt. Reis mit Ananas – same same. Weiter zur Sea La Vie Bar wo grad Schilder gemalt werden und sonst auch allerhand Hippie Scheiß passiert. Green Curry mit Reis gibts für 190 Baht. Es war sooo ruhig weil die ganzen Longtails ankern mussten, Leute waren auch schon deutlich weniger.

Dann über die Hauptstraße retour, die ersten Fischtypen bauen schon auf. Kurzer Zwischenstopp daheim, gleich wieder los. In der Tappas Bar spielt wieder der italienische Buchhändler seine traurigen Weisen. Der Thai-Tauchtyp ist auch da mit ner Blonden am Shakern. Der Italiener kriegt ein Plektrum und bedankt sich artig, wir kriegen dafür Reistappas von der Chefin.

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Koh Lipe – die spanische Bar mit dem Italiener aus Kambodscha

Dann wieder die Suche nach dem Fisch. Finos Bar kriegt ne Chance, gar nicht mal so lecker, Hauptsache billig. Die Katze ist auch da und wir spielen Ich stups Dich – Ich hau Dich. Unentschieden gehts aus. Abmarsch nach Hause. Die Taucher haben geschrieben dass sie morgen gehen wollen, das Wetter sagt Katastrophe voraus. Heut Nacht knallt angeblich der Parduk Sturm voll dagegen.

Ich war ich glaub in Italien oder wo und irgendwer hat vorgeschlagen wir sollen doch zu der Insel da gegenüber schwimmen von unserem schönen Aussichtsrestaurant aus was natürlich voll die Schaas Idee war weil die Insel ein Flugplatz war. Es gab irgendwie Buffet und dann war da Elton John mit seiner roten Jacke und seinen dünnen Haaren. Wir haben voll nett und lang geplaudert, hauptsächlich über Bernie Taupin und dass der Axl Rose beim Freddie Mercury Tribute in Wembley damals so ein Arsch war. Er gab mir recht.

Samstag 5. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Die Taucher gehen wirklich tauchen! Davor noch das übliche Frühstücksprozedere. Irgendwie gibts auf der der Insel lauter Hitlerkatzen, die bei uns versuchte einen Einmarsch in die Küche der kläglich misslang.

Kurzer Besuch beim Strandterminal wo ein paar Touris verhandelten. Der grinsende Bootstyp meinte zu 80 Prozent fahren sie heut wieder, blöd nur dass das Boot einen gscheiten Knick davongetragen hat als sie am Vortag herfahren. Irgendwie mussten wir dann beide lachen.

Dann zu den Tauchis wo heut Hochbetrieb war. Wieder mit Marco und drei anderen Deutschen wobei einer voll stressig war und alles selbst mit hatte und am meisten Luft verbrauchte. Pattaya Beach stand am Programm, mit den Longtailboot diesmal was total wacklig war zum Reingehen. Die anderen durften mit dem Speedboot fahren. Genau heute hab ich natürlich mein Babyshampoo für die Maskenreinigung rausgegeben. Egal, Spucksi und rein ins Wasser.

Tauchgang war irgendwie stressig, die anderen Gruppen kamen von überall, wir kehrten teilweise um mit denen und wieder retour und keiner kannte sich mehr aus. Muränen entdeckt, es gab so Felsblöcke wo sich in dem schmalen Spalt dazwischen urviel tat. Beim Safetystop noch einen Squid entdeckt der sich nicht recht auskannte.

Dann wieder retour, die Hirschen hatten mich ursprünglich für zwei Tauchgänge eingetragen, warum auch immer. Zahlen, die letzten beiden für 2600 Baht, also jetzt 1400 pro Tauchgang was ganz okay ist. Ich hab die ganze Zeit schon unter Wasser husten müssen und hab gehofft dass war wegen der Pressluft, leider legte es sich nicht als wir wieder draußen bei unserem Wirten nebenan waren auf den Ananasreis. Die anderen kamen inzwischen vom zweiten Tauchgang retour und grüßten neidisch.

Nächste Station beim Herrn Wappi am Strand. Ich wollte nen Riesenjoke machen, schnappte mir ein Bier ausm Kühlschrank, ging zum Herrn Wappi und sagte nur „G8 please“ und der hätt es beinhart wieder auf unseren alten Bungalow gebucht. Komische Situation. Rumliegen, man konnte voll weit ins Wasser reingehen. Beim Wappi verabschiedet der dann auch noch ein paar G8 Witze machte. Stopp daheim, der Donut Mann 10 Baht Coconut war auch schon da und ein Bub hat Schimpfa gekriegt vom Ortskiebara weil er mit seiner Mopeten in die Walking Street reinfahren wollt die ja abends für Individualverkehr gesperrt ist.

Kurzer Duschstopp daheim, dann ein letztes Abendessen auf Lipe. Plan war eigentlich zu den Ladies zu gehen, aber irgendwer verbrannte in der Straße Reifen und die Lichtkegel der Mopeds bahnten sich ihren schmalen hellen Weg durch den stinkigen Rauch. Also wieder Walking Street, niemand verkauft Thailand Flaggen, und wieder zum Fino. Red Snapper für 300 und diesen Pseudo Thunfisch für 180. Wieder beides nicht so lecker, keiner konnte uns sagen welcher Fisch welcher war und beim Thunfisch war irgendwas grausliches dabei, so Innereien oder so.

Am Klo wartete schon der Semmelkater auf mich wegen unserem Stupsi-Haui Spiel. Morning Glory gabs auch und dann als alles verputzt war spazierten wir ein letztes mal über die Walking Street nach Hause ins Breeze.

Sonntag 6. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze – Langkawi, Labu Labi

Schon wieder voll mies geschlafen, ich hab mir echt ne Erkältung aufgerissen. Ärgerlich. Um 6 klingelt der Wecker, es war voll heiß in der Nacht und ich hab sogar überlegt auf den Steinboden zu übersiedeln. Sogar Bärli war ein Heizi. Um 7.40 dann Frühstück, meine 500 Baht für den Tresorschlüssel zurückverlangen und dann gabs noch Stress weil ich angeblich noch nicht gezahlt hätte oder was weiß ich.

Frühstück nur halbfertig essen können, dann wurde unser Klump auf ein Beiwagerlmoped verfrachtet und wir wurden zur Anlegestelle gebracht.

Dort schon halbwegs Chaos, fünf Minuten später und die Schlange wäre endlos gewesen. Ewig anstehen, irgendwie waren alle da die das Boot am Freitag nicht nehmen konnten weil ja angeblich am Samstag ja auch keines gefahren wäre. Egal, wir haben unsere Tickets bekommen, durften unseren Pass abstempeln lassen und dann auf eine letzte Nuss in die Monkeybar um das Chaos zu beobachten.

Das Boot nach Koh Lanta war auch bumvoll und dann gings langsam los mit unserem. Alle wurden per verteilter Nummer aufgerufen, alles klappt, wir sind relativ zeitig am Boot und sitzen unten, beim Fernseher in der Hoffnung einen weiteren Roboterfilm genießen zu dürfen.

Los gings, deutlich rauer als beim letzten mal aber auszuhalten. Sepultura im Ohr und dann gabs die große Passverteilshow. Man sagt seine Nationalität, bekommt 10 Pässe in die Hände gedrückt und darf sich einen aussuchen. Als Bonus gabs drei Schwedenpässe die keiner wollte und irgendein Italiener hat vergessen wie er heißt und den falschen Pass behalten.

Nach 40 Minuten Verspätung dann endlich docken in Langkawi bei Kaiserwetter. Meine Badehose stinkt irgendwie Vollgas, sehr unangenehm. Gepäck ist auch da, anstellen für den Malaysia Stempel. Unser Fahrer wartet schon auf uns, Klopause muss sein, dann gehts im gewohnten Autoduft nach Labu Labi. Zementfabrik, Kreisverkehr, wir kennen uns voll aus.

Dann kommt der Chef raus, der Fahrer will seinen 45 Ringit, wir kriegen wieder unser 8D. Liza ist auch ausm Türkeiurlaub retour, meinte es war voll kalt und sie ist froh wieder da zu sein. Außerdem gibts lauter negative Neuerungen. Das Frühstück kostet auf einmal 10 Ringit, Gratiskaffee und -tee wurde gestrichen, das Bücherregal hat der Wind verweht und bei den Fish n Chips Typen nebenan ist so wie in ganz Malaysien plötzlich Rauchverbot. Außerdem hat die Kellnercrew gewechselt und die neue ist deutlich langsamer drauf.

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Langkawi – hinterm Wedel ist die schöne Zementfabrik

Ich hab voll Halsweh und statt meiner Jack Daniels Medizin krieg ich Whisky Cola was eigentlich gar nicht auf der Karte steht. Sandy ist wieder da und streitet unter meiner Obhut. Und ich versuch mit einer Krabbe Freundschaft zu schließen.

Abendessen wieder bei den Komischen in der Nebengasse. Seafoodsalad der irgendwie ungenießbar war und meine komische saure Fischsuppe auf die ich schon einmal reingefallen bin.

Sonnenuntergang war heute auch gar nicht so top aber das Zementwerk strahlt schon eine fabulöse Endzeitstimmung aus im letzten Glanz der Sonne.

Es folgt noch eine kurze Lesestunde gefolgt von einer Hundegebellshow gegen 10pm und dann Licht aus.

Montag 7. Jänner 2019 Langkawi, Labu Labi – Kuala Lumpur, Hilton

Schon wieder ganz schlecht geschlafen. Heut habe ich gemeinsam mit dem Ostrowski und dem Palfrader und noch wem an einem Kabarettprogramm gearbeitet aber ich kam irgendwie gar nicht zu Wort. Dann hantelte ich mich bei so unfertigen Betonbalkonen von Stock zu Stock und hatte dann oben Panik ob ich je wieder runterkomm und dass Wuddl ja voll schimpfen wird. Und wir waren auf einer Dachterrasse die aber in der Mitte vom Haus angebracht war und haben uns mit denen Gegenüber mit so Pistazien beschossen.

Wecker um sieben, ich war eh schon vorher munter. Ohren und Halsweh immer noch da, alles weh. Schnell packen und duschen und ein letzter Strandspaziergang. In der Nacht noch voll Stress gekriegt weil ich gar nicht nachgeschaut hab ob die Uhr sich automatisch auf Langkawi Zeit umgeschaltet hat, das wär blöd sonst. Hat sie natürlich, eh kloa. Samsung macht keine Fehler. Um acht marschieren wir nach vor, lassen die DC Jacke im Schrank hängen und die Air France Decke bekommt hoffentlich auch ein schönes neues zuhause.

Die Dame von Grab kommt nicht daher, deshalb nen neuen Typen rufen der voll lieb und freundlich war. Für 19 Ringit sind wir am Flughafen, haben noch Zeit, geben das Gepäck ab. Alles voll teuer hier. Und überall Rauchverbot. Und Steuer kommt obendrein noch drauf. Ums Eck entdecken wir die Personalkantine und kaufen ein deftiges Frühstück für lau. Nebenan sitzt der Flughafengeneral mit seinen Orden. Ich bin immer noch voll verkühlt, geht mir gar nicht gut.

Gepäck is schnell abgegeben und dann verfliegt die Zeit, zum Glück ist alles sehr übersichtlich hier. Gate 5. Zu Fuß übers Rollfeld. Flugzeug wird noch gestreichelt und wir dürfen beim Notausgang Platz nehmen und kriegen ne extra Sicherheitskarte, zusammen mit Orangade und so Erdnüssen. Kalt ises und ich erfrier halb und meine Krankenschwester weigert sich mir meine Antierfrierungsjacke zu holen.

65 Minuten dann Landung in Kuala Lumpur. Letzte Station. Schaasig. Wir haben null Stress, außerdem gibts WLAN. Gepäck ist auch da. Auf gehts zum KLExpress, 100 Ringit für hin und retour. Voll die Abzocke, wie der CAT. Hier sitzen auch nur Touristen drin. Die Fahrt dauert 28 Minuten und wir steigen bei der Endstation KL Sentral aus. Dort stehen schon die Hilton Wegweiser und wir schlurfen in die Lobby. 100 Pagen wollen uns helfen und grinsen fröhlich. Omar Sharif checkt uns ein, der Honeymoongag scheitert kläglich.

Zimmer 1626, voll pfiffiges Zimmer mit lauter Schiebewänden, offenem Bad und rechteckiges Riesenfenster Richtung Autobahn und See. Überall Autobahn übrigens, egal welche Richtung. Poolinspektion im achten Stock, der is auch voll nett mit Steingang und Wasserfall und Rutsche, gemeinsam mit dem Le Meridien, unsre Nachbarn.

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Kuala Lumpur – das Hiltinger beim Bahnhof

Ich bin voll fertig, wir stapfen ins Einkaufszentrum gleich in der Ubahnstation. Alles voll nobel und kalt und teuer, sogar der H und M. Hätt auf ne billige Winterjacke gehofft. Hab voll Lust auf ein eiskaltes Tiger aber es gibt weder eine Trinkhalle noch einen Supermarkt der Bier verkauft. Ein Kiosk im hintersten Eck hat dann welches, ganz versteckt im letzten Kühlschrank. Hinter mir ein Opa. „Is this beer?“

Raus eine Rauchen, Ameisen und der malaiische John Grisham gesellt sich zu uns und tauscht Nummern aus und freut sich voll. Beim Inder gegenüber gibts dann was, voll teuer alles. Mir gehts nicht gut, bin echt fertig. Im Foodcourt noch ein Süppchen, ich hau mir Unmengen Chilis rein und schmeck nix.

Dann retour ins Hiltinger, bisl schwimmen, bisl abhängen und The Green Mile auslesen, mein letztes Buch, gefladert aus nem Bücherschrank in Koh Lipinger.

22.15 Licht aus, das Fenster ist voll toll, man spürt förmlich die Stadt. Und ich brauch 10 Minuten bis ich den letzten Lichtschalter gefunden hab.

Dienstag 8. Jänner 2019 Kuala Lumpur, Hilton

Voll Husten und Geschnarche in der Nacht sodass ich sogar selbst davon munter wurde. Mir gehts furchtbar, Männergrippe, tödlich.

Diverse Klogänge, dann die Krankenschwester wachstarren und von dem persönlichen Leid berichten. Anschließend Abmarsch zum Frühstück. Das war org. Zuerst leitet einen die Chefin einem zum vorgegebenen Platz. Ich in meiner besseren Pyamahose und dem ärmellosen Guns n fucking Roses Shirt. Es gibt Burkafrauen, Businesstypen, Sportler und der Chines neben mir schlürft sein Frühstücksei direkt vom Teller runter. Zum Essen gibts irgendwie alles. Indisch, Chinesisch, Englisch, Malaiisch, Westlich, ne Obstbar, ne Saftlady, ein Omelettechefkoch, alle möglichen Eier inklusive halb ausgebrüteter und 100 Typen die um einen herumwinseln und die Milch verstecken.

Dann kommt die Chefin, bekommt alles außer ein Häferl und entscheidet sich dann aufgrund der enormen Auswahl für ein Stück Obst.

Im Zimmer noch kurz chillen, dann Touriplan für heut. Zuerst so ein Grab checken und zu diesen bescheuerten Twin Towers fahren die einem Erdölkonzern gehören. Total unspannend, außerdem wollen einem die ganze Zeit Leute so ne deppate Weitwinkellinse fürs Handy andrehen. Kurzer Niesanfall der allgemeine Heiterkeit auslöst. In den Türmen ist schon wieder so ein Shopping Zentrum und am anderen Ende ein Park wo man nicht schaukeln darf. Straßen oder so gibts ja in Kuala auch nicht wirklich, wir finden endlich was was keiner Autobahn ähnelt und brauchen WLAN damit wir wieder so ein Grab Taxi zu dem Central Chinesen Market kriegen. Klappt nicht auf Anhieb, der Typ dreht mehrere Runden, dann gehts los. Stau.

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Kuala Lumpur – Petrons Twin Towers

Central Market gar nicht so spannender riesiger überteuerter Souvenir Stand. So Schalalan dies beim Sewa für 5 Euro gibt kosten hier das doppelte. Die Inder denen wir das erklären sind alle sauer. Weiter zu dem Street Market der aber auch nur Blödsinn anbietet. Stopp bei nem Chinesenlokal und wir kaufen ein paar Kühlschrankmagneten bei nem Deutschen der seit 13 Jahren da wohnt. Wuddl will ihm einen Traumfänger von 15 auf 20 Ringit raufhandeln.

Dann noch in die Reggae Bar die mir Google dauernd empfiehlt wo wir nen Kanadier treffen der seit 2,5 Jahren auf Weltreise ist. Sehr nett alles. Man muss echt nur auf irgendeine Hütte Reggae Bar drauf schreiben und hat das Lokal voll mit vergnügungssüchtigen Westlern. Geschirr wird gekauft, wegen WLAN Mangel wird die Monorail gesucht und die bringt uns für 1,20 Ringit pro Nase wieder zum Hilton.

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Kuala Lumpur – Chinatown mit Auto vom Mafiaboss

Kurz Verschnaufen, dann wieder Grab das ewig nicht daher kommt weil er vorher auf der Autobahn Runden dreht und weiter zu der Heli Lounge Bar die der Kanadier empfohlen hat. Ein Hubschrauberlandeplatz der abends zu ner angesagten Bar umfunktioniert wird. Gar nicht mal so toll, Mojito am Dach zusammen mit lauter Touris. Der Sonne taugts auch nicht, die verzieht sich hinter einem dichten Wolkenkleid.

Dann wieder öffentlich retour, Sitzplätze erobern, im Einkaufszentrum noch einen Kanister Kakao kaufen und dann retour ins Hotel zum Pool.

Eine Horde Chinesen kommen, fragen erst freundlich ob sie sich da hinsetzen dürfen und futtern dann alle aus Plastiksackerl und dazu gibts Bier. Irgendwann kommt so ein Hilton Typ und schimpft sie. Unser Stichwort, ab ins Bett.

Mittwoch 9. Jänner 2019 Kuala Lumpur, Hilton – Amsterdam – Wien

Die Nacht war ziemlich mühsam, man filmt ich gegenseitig beim Schnarchen um Beweise zu sichern. Teilweise versuch eine neue Liegestatt am Boden zu eröffnen scheitert. Drum lieber allein zum Frühstück, wieder urviel los. Heut gibts für mich ein Curry und so einen Kuchen der aussieht wie gebackene Ameisenmünzen. Dazu Brokkoli und gefährlich aussehende Pilze und natürlich Käse mit Läuselachs.

Ich bleib ganz allein und geh wieder rauf, inzwischen ist die verschnupfte Frau Wuddl wach und muss allein frühstücken gehen. Inzwischen gibts auf FOX eine tolle Motorradgangsendung Mayans M.C. und danach SMILF, auch sehr lustig. Anschließend wird langsam alles eingepackt, eine Überraschungstasche gibts für die Putzfrau mit dem Stephen King drin und Kaugummis.

Zwei Minuten vor Zwölf marschieren wir dann zur Rezeption, müssen mit dem Pagen streiten der sich unser ganzes Gepäck schnappen will. Wir dürfen alles da lassen, 6 Taschen die sie irgendwie zusammenschnüren. Dann auschecken und 20 Ringit Touri Taxe bezahlen und dazu gibts einen Biergutschein. Als alles fertig war wieder neue Karte lösen weil Sonnenbrille vergessen. Wir hätten ja auch unsre all-access Karte verwenden können die die Putze hat stecken lassen.

Wir haben für heut den tollen Plan zu den Batu Caves zu fahren, etwas außerhalb und neben den bescheuerten Türmen so ziemlich die einzige Sehenswürdigkeit. Blöd nur dass wir den Zug grad verpasst haben und der nächste erst in zwei Stunden geht was unseren ganzen Poolplan durcheinanderwirbelt.

Deshalb doch Shopping Wahnsinn. Zuerst Ticket kaufen zu Air Asia Bintang Station. Ein Security freut sich total, erklärt uns den Automaten, zeigt dann wie man diese Ticketmünze bekommt und knapp vor dem Ziel löscht er alles damit wirs selber machen können, wegen dem Lerneffekt.

Also mit der Monorail dorthin, Einkaufszentrum halb leer aber mit recht viel Schrott. Dazu entdecken wir ne versteckte Foodmall ganz oben wo sich sonst kein Touri hin verirrt, blöd dass wir grad gefrühstückt haben. Ich mag so eine gefälschte Luis Vuitton Tasche, aber für 90 Rinigt… Eine muslimische Mama hat einen Metalshop und verkauft Aufnäher und Shörts von Ozzy Osbourne über Deicide bis hin zu Behemoth. Hab sie gefragt ob sie das überhaupt kennt was sie da verkauft, is ja voll haram. Sie sagt sie kennt die Namen.

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Kuala Lumpur – Fischkopp

Dann wieder raus, ein Wachmann will uns in die falsche Richtung schicken, wir entdecken mal so ein wenig Stadt mit Menschen und Gehsteigen und dem ganzen Stadtding halt. H und M gibts, wir fahren eine Station retour zu Times Square Einkaufszentrum bei Imbi. Same same, im foodcourt gibts Green Curry, Shrimpssuppe, Reis für 9. Das geht.

Raus auf die Straße, rein in die Monorail, rüber in den Supermarkt, dann zu der Trafik und dem Bierkiosk und dann ab ins Hiltinger unsre Pooltaschen auslösen. Am Pool alles voll, legen uns zur Meridien Konkurrenz, gehen Whirlpool und schwimmen und sind traurig. Langsam wird Zeit, Duschen noch schnell und dann das restliche Zeug von unten holen und ab zum KLExpress. Warten, mit dem Siemens Zug fahren, Fahrstuhlmusik, ankommen, umziehen, Zähne putzen, Gepäck abgeben, control – more control und schon sitzen wir im KLM Flieger. Bummvoll, neben uns ein armer Typ den ich alle fünf Minuten aufscheuch weil ich aufs Klo muss. Schnarchi schnarchi, Crazy Heart, I walk the line und so nen blöden Film mit Mark Wahlberg schauen. Zum Essen gibts zuerst scharfes Würstchen und zum Frühstück Kartoffeln. Die Stewardessen sind alle sehr hübsch.

Landung um fünf in der Früh in Amdersdam, in der Heineken Raucherlounge ist voll Party, alles rennen mit Wein- und Whiskeygläsern rum, dazu legens Milky Chance auf. 4 Stunden warten auf unsren Anschlussflug aber der Flughafen ist sehr nett mit Leseecke

 

Dann Abmarsch Richtung Gate wo schon die ganzen Österreicher rumhängen und ne völlig idiotische Schlange vor der Gatefrau bilden damit sie schneller ins Flugzeug können oder keine Ahnung. Zu Essen gabs praktisch nix, was ja wurscht war weil wir waren eh schon angefressen

Dann Landung in Schwechat, übers saukalte Rollfeld und ne Betontreppe gehts in den Terminal. Der Niklas landet 12 Stunden später, wir haben aber trotzdem nicht gewartet sondern unser Gepäck geholt und sind dann auf zum Ströck auf ein paar Weckerl.

 

Idee: Flugzeugträgerlandebahn für Miniinseln ohne Flugplatz

 

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Viva Las Vegas

Gebucht über Urlaubshamster, Flüge ab München + Signature 845 Euro

 

Sonntag 24. Juni 2018

Aller Anfang ist schwer, vor allem das Aufstehen. Wir hatten die schlaue Idee doch den Flixbus um 7 in der Früh nach München zu nehmen damit wir noch was vom Tag haben. Problem war aber dass am Vorabend Donauinselfest war und die netten Rocker von der FM4 Bühne mir meine 15 Antialk-Bons mit den Worten „sauf di an!“ in Biermarkerl gewechselt haben.

Drum Wecker um 5.15 und wir waren dann ganz pünktlich da, leider war anscheinend der Fahrer auch am Vortag auf der Insel und kam zu spät. Das Anstellen wegen dem Einchecken drinnen in dem schiachsten Busbahnhof der Welt war auch völlig umsonst…

Jedenfalls hat alles geklappt, wir hatten nen Fensterplatz den ich mir fast hätte aussuchen dürfen. Bus war auch nicht voll, USB Steckdose funktioniert auch, passt. Der Flixi kurvte sogar ne Extrarunde durch Braunau aber leider haben Evas Eltern die dort wohnen nicht geschafft uns nen Kuchen reinzuschupfen. Auf der Raststation war ein Trachtentreffen.

So gegen drei waren wir dann da und nahmen die Panoramaroute durch den Garten und all den bayrischen Prachtbauten vorbei – sehr schön.

Schnell raus aus dem Bus und rein ins Augustinerbräu was gleich beim Omnibusbahnhof ums Eck ist. Biergarten, Münchner mit Bierbesprechungen, alles sehr lustig. Essen war extrem deftig aber is halt München.

Der Kellner hat voll den Kaiser-Franz-Josef-Bart gehabt

Mit der S8 gings dann Richtung Flughafenhotel beim Besucherpark, kurze Wanderung durch diese schwedisch anmutende Steppe und rein ins Novotel.

Kurze Pause und wieder retour in die Schnellbahn – Sightseeing Tour. Durch Zufall das Rathaus entdeckt wo alle auf dieses Puppentheater im Turm starrten. Wir wollen ins Hofbräuhaus weil die unsre Nachbarin dort gearbeitet hat. Dort war irgendwie volles Chaos, alles dauert ewig, der Kellner war aus England und die Brezeldamen drehten gelangweilt ihre Runden. Lustige Tourifalle. Sogar Blasmusik gabs zum Abschied. Dann noch flott zum Supermarkt am Bahnhof.

Im nächsten Gastgarten gabs noch ein Tegernseeer und dann gings wieder retour, leider erst in die falsche Richtung. Um 10 war Licht aus befohlen von der Chefin.

 

Montag 25. Juni 2018

Schon wieder früh aufstehen, dabei ist doch Urlaub! Schnell alles in den Koffer werfen, das Bier bleibt hier. Bei der netten Empfangsdame auschecken und zum Bus joggen der schon auf uns wartet. Mit uns reisen zwei grimmige Securties zu unserem Schutz die dann verwirrt mit uns aussteigen und sich nicht auskennen. Bayern München Mannschaftsbus ist auch da und holt Stewardessen ab.

Dank tollem Zeitmanagement sind wir überpünktlich, checken ein, dauert ewig wegen diesem Ami Esta Zeugs. Die Dame da hat das wohl auch zum ersten mal gesehen, außerdem wolle alle in Pause gehen. Dann Bodyscanner, die fescheste Polizistin Deutschlands steht rum und so ein SEK Typ tritt mit einem Amon Amarth Leibal seinen Dienst an. Automatenpasskontrolle, alles High Tech hier im Brezelland. Ein warmes Panini gibt’s noch beim Bäcker, vor uns wartet ein Flughafenmitarbeiter dass er sein Frühstücksbier bezahlen darf.

Wir dachten wir hättens geschafft aber die Amis haben noch einen Extra-Befragungs-Terminal eingerichtet wo man verhört wird bevor man zum Gate darf. Wir schauen offenbar seriöser als alle anderen aus und dürfen hin, leider kein Klo dort, drum gleich wieder raus und wieder rein.

Dann geht’s per Omnibus zum Flugzeug. Es gibt wirklich nix zu essen. Nicole zuckt aus und bestellt ein Omelette für 10 Euro welches es auch nur bei einer der Kellnerinnen gibt. Sonst gibt’s nur Wasser und dann kurz vor Landung eine Snackbox durch Versehen. Warsteiner für 3 Euro und Gin Tonic für 6 im Sparangebot.

Die Reihe 27 erhält einen Liebesroman weil der Titel auch so ähnlich heißt und zum Glück kann die vor mir in Reihe 27 kein Deutsch und ich krieg das Buch! Das Fernsehprogramm hätt auch 10 Euro gekostet – die spinnen ja. Blöd dass der Laptop nach einem halben Rambo Film auch nicht mehr wollte.

Dann wird endlich immer wüstiger und nach 12einhalb Stunden erkennt man den Grand Canyon und dann endlich Vegas! Geschafft! Es folgen noch ein paar launige Durchsagen (bitte nehmen sie all ihr Zeug mit, falls nicht können sie es ab morgen kostengünstig auf ebay ersteigern. Bruhahaha).

Die Vegas Bodencrew schläft auch noch drum dauerts ewig bis wir in Parkposition sind. Dann dauerts nochmal ewig bei der Passkontrolle wo ein paar Opas, die nicht in Pension gehen dürfen, die Schlangeneinteilung vornehmen.

Unser Officer ist mehr so Teddybär, unser Kilo Kaffee darf mit und wir auch. Gepäck ist auch schon da, nochmal ein Check beim Rausgehen und dann stehen wir da in er Halle. Keiner holt uns ab. Es ist voll heiß. Wir gehen vor die Halle eine Rauchen, gemeinsam mit dem Typen der nen kompletten Werkzeugkasten im Kopf hat und wohl zur Poker WM fährt.

Der ganze Flughafen schaut aus wie in Breaking Bad, karge Vegetation, komische Architektur, eine Schlagen von Polizeiautos mit so nem Rammschutz vorn dran. Wir fragen gleich mal einen von denen wo der nächste Bankomat ist und kommen an den ersten Spielautomaten vorbei und am ersten Starbucks. Der erste von 100.000 in Vegas.

Dann geht’s zu Bell Transportation in so nen Gefängnisbus wo auch ständig der Funk auf voller Lautstärke rattert und nur die Sparefrohs drinsitzen. Beim dritten Stop werden wir vor drei goldenen Hoteltürmen rausgeworfen. Wir haben leider nur einen 20 Dollar Schein und bleiben das Trinkgeld schuldig.

Wir checken ein, kommen in Tower 1 in den 12. Stock und haben einen Balkon mit Strip View. Orger Ausblick. Mitten in der Wüste, wie die verrückteste Oase der Welt. Wir sind total müd aber müssen raus auf den Strip. Dazu muss man mal einen 20 minütigen Fußmarsch durchs MGM Grand Casino machen bis wir mal überhaupt einen Ausgang finden. Direkt gegenüber vom Hooters, geil. Dann weiter. Es ist unglaublich heiß. Ganz viel Obdachlose hängen rum und suchen im Müll nach Essen. Dazwischen Touris mit absurden alkoholischen Getränken. Alle rauchen. Man wird ständig an gequatscht wegen Shows, CDs und allem möglichem. Sehr überfordernd. Wir kommen an der Freiheitsstatue und der M & M World vorbei – ein 4 stöckiges Zuckerlgeschäft.

Towero Numero Uno

Hunger – drum zum Fatburger. Erstes Ami Bier: PBR. Gar nicht mal so schlecht, dafür kostets 8 Dollar plus Steuern. Der Fatburger war auch fett. Wir werden von so Sprühdüsen vom Dach benebelt. Irgendwie ist alles sehr stressig und laut.

Wir spazieren den Strip rauf Richtung Norden. Tittensportbar, ein urnerviges Dschungelrestaurant, Buba Shrimp Company, VR Eier und ein Supermarkt wos zwar alle Getränke der Welt gibt – dafür weder Obst noch Gemüse. Äpfel vom space und Bananen gibt’s.

Flamingo

Am Heimweg sind wir noch bei Rock n Reilly eingekehrt, zum Leute schauen. Außerdem war die Musik top – lauter alte Rockklassiker. Ne adrette Kellnerin berät beim Bier, wird wieder ein PBR. Die Straße ist die reinste Freakshow. Nach zwei Bier spazieren wir heim, finden einen Seiteneingang und finden sogar den Weg retour durch das Casinogewirr in unseren Hotelgang.

Ein Bier am Balkon mit dem fantastischen Blick über den wirr blinkenden Strip. Dann wird geschlafen.

 

Dienstag 26. Juni 2018

Um 6 wird aufgestanden, zumindest der Bräutigam erhebt sich. Beschließt Ausflug zum 7 Eleven abseits vom Strip in der Hoffnung dort gschmackiges Obst und attraktivere Preise zu finden. Raus beim Portier, über die Hauptstraße nach links. 20 Meter weit weg vom Strip und man ist in einer anderen, staubigen Welt. In jeder Busstation schläft ein Penner. Die Häuser fallen halb auseinander und die verlassenen Baugruben trotzen den Prachtbauten in Sichtweite.

Langsam kommt der 7 Eleven in Sicht. Leider same same, selber Preis, gleicher Scheiß. Ich kauf fünf Nudelsuppen und spazier wieder retour. Keine Kontrolle beim Pförtner.

Dann erwacht auch die Braut aus ihrem Schönheitsschlaf, Kaffee wird gekocht und teure Sandwichs gefuttert.

Bevors richtig heiß wird wird losmarschiert, eine Runde am Strip mit dem Ziel in der Wedding Chappel Hallo zu sagen.

Es ist trotzdem schon sauheiß und die eine Ukulelentante verpasst uns einen Donald Trump Ohrwurm („Iiiiiiii hate Donald Trump!“). Schnell noch in den Supermarkt Wasser kaufen, die philippinische Kassendame freut sich voll und eine Asthma Patientin will uns Grand Canyon Tour für 135 Dollar anbieten (statt 250 und dann legt sie nochmal 10 Euro drauf weil wir so nett sind….). Kurz in den voll sinnlosen M & M Shop reingeschaut der sich auf vier sinnlose Etagen erstreckt. Gibt nur Schrott und am Ende landen wir in ner Parkgarage.

What the french?!

Wir kommen am Bellagio vorbei und gegenüber steht der Eiffelturm. Rollator Elvis rodelt vorbei – der schaut nicht so gsund aus. Alle Hotels werden durchwandert, am Mirage gibt’s einen Tiergarten mit den weißen Katzen vom Sigi. 25 Dollar Eintritt. Gegenüber ist so eine kleine Seitengasse und dort versteckt sich der In and Out Burger. Wie beim Big Lebowski! Rein auf einen Double Double Double, gar nicht mal so schlecht. Daneben wird ein Bier im Schatten geschlürft und dann gehen wir eine Runde Riesenrad fahren für 15 Dollar. Man kann vorher noch an der Bar tanken und eine stressige Mädelspartie kommt nicht gemeinsam in die Gondel. Die Fahrt dauert 25 Minuten, schöner Ausblick, sonst relativ unspektakulär.

High Roller für 25 Bucks

Es wird voll heiß und immer voller. Deshalb marschieren wir zurück, passieren die CD Hustler unbeschadet und trinken noch schnell beim Rock n Reilly ein Bier weil der Herr Reilly hat mir ein Mail geschrieben dass ich ein Bier gratis krieg weil er sich so gefreut hat dass ich mich in sein WLAN reingehackt hab.

Mail wird herumgereicht, keiner kennt sich aus, ich bekomme zwei PBR, Nicole zwei Cola und zahlen tun wir genau eine Cola. Das isn Deal!

Nach dem ganzen Stress brauchen wir maximal Relaxation – drum ab zu der Poollandschaft vom MGM wo wir Handtücher bekommen und sogar Drinks mitbringen dürfen. Alle zwei Meter ein Badewaschel. Zielstrebig geht’s zum Lazy River – quasi wie die Traisen während dem Frequency. Man sitzt einfach am Rand von dem River und alle paar Sekunden treiben irgendwelche besoffenen Freaks vorbei. Für 28 Dollar bekommt man einen Schwimmreifen und für nochmals soviel einen Automaten Cocktail in gebrandedem Plastik. Wir lassen uns treiben, hängen am Wasserfall ab, jeder rempelt jeden, alles wurscht. Man darf zwar voll besoffen und rauchend umadum planschen doch sein Kind mit Schwimmflügerl auf die Schulter nehmen ist strengstens verboten. Wir beobachten Anbandelungsspiel von Unsympatler mit BudLight Kübel und einer Trulla mit gefärbtem Haar. Leider sperrt der Pool um acht schon zu und wir wissen nicht ob die Sache ein Happy Ending hatte.

Angeduselt geht’s ins Casino – wir versenken drei Dollar am Automaten und kennen uns nicht aus. Am Roulette Tisch machen wir davon wieder etwas wett nachdem mein Führerschein, mein Kletterausweis und meine SVA Karte kontrolliert wurde.

Rauf aufs Zimmer, Aussicht genießen, noch eine 1 Dollar Nudelsuppe schlürfen und dann Schnarchen. Morgen Hochzeit

 

Mittwoch 27. Juni 2018

Wir sind nervös, wachen um drei auf und können nicht mehr schlafen. Eine Runde durchs blinkende Casino ist sicher dem Schlaf förderlich. Die Loser Bar hat schon zu, ein paar Besoffene torkeln in der Gegend rum. Beim Cirque de Solei Eingang treffen wir Theos Papi den wir wohl irgendwie aufgeweckt haben denn er brüllt uns an als wir Theos Namen erwähnen. Auf den Schreck flüchten wir wieder retour in unsre Suite wo sich langsam die Sonne durch den Vorhang zwängt. Die Suite ist übrigens ziemlich geil, Whirlpool, fetter TV, Küche, Kühlschrank, Telefonklo.

Irgendwann werden wir wieder munter, gehen eine Runde auf den Strip, kaufen Gin und Tonic und sind ganz schön nervös. Die Debbie – die ja in Echt gar nicht so heißt – kommt ja bald. Die kommt natürlich zu spät, ist eigentlich ne Russin aus Sotschi und hat ne aufgetakelte Freundin mit die mich voll ignorieren und das Kommando übernehmen. „You like dramatic?“ – trotz energischer Verneinung hat Nicole nen Kübel Farbe im Gesicht und den Lockenstab im Haar.

Ich verzieh mich auf die Couch, schau E.T. und trink meinen Gin Tonic. In jedem Stock gibt’s übrigens ne Eiswürfelmaschine – voll geil! Ein Typ füllt grad einen ganzen Trog voller Corona mit Eis. Am Gang liegen lauter kleine goldene Penise aus Papier.

Nach 45 Minuten sind die Ladys fertig und wir haben unser Zimmer wieder. Das Bad sieht aus wie ein Schlachtfeld und Nicole sieht sehr verändert aus.

Dann haben wir noch etwas Zeit, ich mach mich schick und werf mich in mein Angus Young Outfit. Unten warten wir auf die Limo die gleich da ist, ne ziemliche Ghetto Kutsche. Einfach ne weitere Sitzreihe reingeschweisst. Der Fahrer ist aus Hawaii, macht ein paar Witze, die Karre gehört nämlich Elvis. Wir fahren den ganzen Strip rauf nach Downtown, die Gegend wird immer grindiger.

Wir halten in einer Seitenstraße, gegenüber liefert der Krankenwagen grad den Nachbar ab der sich auf seine Veranda verzieht und Bier trinkt.

Die Tante von der Elvis Chapel taucht dann endlich in einem gepunkteten Kleid auf, geht alles durch, sagt sie macht vorher noch ein paar Poserfotos mit uns die wir aber nur kaufen müssen wenn wir wollen und sie weiß noch nicht wieviels kostet.

Dann geht’s gleich los, Elvis sagt Hallo. Alles irgendwie sehr schräg, wie im Kino. Plastiksäulen, rosa LED überall, das Mikro geht nicht, abgehängte Decke wie am Schulklo. Aber is lustig! Dem Elvis taugts auch, macht ein paar schlechte Witze und ich steig ihm auf die Schuh.

Hunka Hunka Bernhard Love

Dann ist alles gleich vorbei und nach einer ungeprobten Tanzeinlage dürfen wir gehen. Elvis has left the building, nicht ohne sein 40 Dollar Trinkgeld Kuvert.

Die inkludierten Fotos von der Zeremonie schauen alle voll Kacke aus, die geposten sind nice. Kosten aber 275 Dollar. Oida… Die Visa glüht!

Wir sind erlöst und unsre Limo wartet schon und führt uns retour ins Hotel. Um 18.30 daheim,wir sind irgendwie total platt und starten eine Runde durchs Casino. Jedem ises wurscht dass wir da in der Brautuniform rumrennen, sogar den Lions. Ich brüll „we just got married!“ – jedem wurscht. Auf ein Bier in die Loser Bar, etwas Roulette zum Drüberstreuen. Die Automaten haben wir nicht kapiert. Dollar rein, Knopf drücken, irgendwelche Symbole kommen, Geld ist weg. Das ist doch Beschiss und nicht mal spaßig.

Das einzige was wir uns noch leisten können ist der Inder im Food Court, gleich neben dem Fatburger. Gibt Thaliplatte und scharfes Chicken irgendwas. Um mich nicht anzupatzen zieh ich mir mein Hemd aus. Hier ist echt alles wurscht.

Kurzer Verdauungsspaziergang retour, wir sind irgendwie fertig. Drum frühe Heia und Schnarchnasen-Hochzeitsnacht.

 

Donnerstag 28. Juni 2018

Monorail Tag! Juhuuu, endlich! Vorher Kaffee kochen, am Balkon schlürfen und den morgendlichen Strip beobachten. Gegenüber ist ein riesiges Parkhaus. Überall sind Parkhäuser.

Wir checken uns zwei Tagestickets für je 13 Dollar und fahren die erste Runde, bis zur Endstation beim Stratosphere. Die Station liegt praktisch direkt in einem Casino – schon wieder. Wir finden den Ausgang, gehen noch schnell aufs Casinoklo und nach 10 Metern außerhalb ist man irgendwie im Ghetto. Downtown Las Vegas. Komischere Leut, alles abgefuckt, hiniche Scheiben. Ein paar Chapels stehen rum, eine Stretchlimo biegt ein und auch so ein Brautpaar steigt grinsend aus und marschiert in die Kapelle.

Downtown

Im Stratosphere ist ein Casino. Überraschend. An der Turmspitze gibt’s eine Hochschaubahn und so ein in die Höhe Hau Gerät. Leider hat Nicole bisi Angsti und ich darf nicht allein. Drum gegenüber ins 5$ Thai-Mexian-Breakfast Lokal. Voll grindig aber immerhin authentisch. Phili Cheese Steak wird’s obwohl ich eigentlich gar nix essen wollt. Das Essen is grauslich, der Kaffee eigentlich nur lauwarmes braunes Wasser. PBR Bier würd nur 2 $ kosten. Sogar in dem Grindschuppen da gibt’s Casino…

Draußen bekommt ein Penner einen Dollar und freut sich gar nicht, genau wie der Typ dem ich beim Walgreen mein Kleingeld gegeben hab oder der beim Venetian dem Nicole ein Sandwich schenken wollt.

Wir krachen noch in den größten Souvenirshop in Vegas, wie der Sewa. Nur Schrott. Der Sightseeing Bus macht am Parkplatz Station. Wir kaufen Kühlschrankmagneten für die Hanni. Dann wieder Monorail und wir steigen beim High Roller Riesenrad aus. Irgendwer hat gesagt dass die Beth Edges grad in Vegas poltern und nach eingehender Recherche komm ich drauf dass das völliger Blödsinn ist und die erst im Februar hier feiern.

Venetian Hotel ist gleich da, wir machen eine Runde und Fotos und bewundern die Schönheit vom Canale Grande. Im Casino dass wir auf dem Weg zur Monorail durchwandern gewinnt Eine grad 1.950 Dollar und freut sich voll!

Canale Grande… kind of

Retourfahrt zum MGM und eine Runde Cocktailtrinken am Pool. Anschließend ein Nickerchen am Zimmer.

Es dunkelt bereits als ich munter werde und ich muss mich fit machen. Gleich kommt die Limo für die Hubschrauber Runde. Über GC Tours gebucht bei Sundance Helicopters für 100 Dollar glaub ich inkl. Pick-Up und Schampus im Plastikcup.

Schon wieder auf die Limo warten, diesmal eine gscheite wo man so schräg sitzt, mit Bar in der Mitte und schlechter Musik von oben.

Wir sind die letzten, die Karre ist schon recht voll und wir sind fünf Minuten später beim Flughafen. Gewichtskontrolle, Passkontrolle, more control.

Unser Pilot ist Deutscher und plaudert ganz nett, ihm taugts hier. Der Hubi ist von Airbus und wir dürfen, wies GC Tours versprochen hat, ganz vorne sitzen.

Sehr aufregend alles, eine Hubschrauberkolonne setzt sich in Bewegung, den Strip entlang. Toller Soundtrack im Flieger, zuerst Top Gun und dann Learing to fly. Wir plaudern etwas, es ist voll laut und meine blöde GoPro streikt wie ich erst später draufkomm. Beim Stratosphere drehen wir um, die Nase senkt sich und gefühlte fünf Minuten später landen wir bereits wieder. 75.000 Dollar hat die Pilotenausbildung gekostet, erzählt unser Pilot. Wir bedanken uns, werden in die Limo verfrachtet und retour gebracht. Kurz ausruhen, dann geht’s zum Supermarkt, Futter kaufen. Es ist eh schon spät.

Das Foto hab ich eigentlich vom Balkon gemacht, war gar nicht vom Hubschrauber aus, aber der Balkon war ja auch urhoch.

Auf dem Heimweg mit unseren 100 Sackerln kommen wir an der Loser Bar vorbei wo grad eine Band spielt. Ein Bier, okay. Is voll nett da, auch wenn alles Fake ist fühlt man sich wie in ner Country Bar am Land. Die Kellnerin hat sich ein bisi in mich verliebt, aber offenbar war das Trinkgeld zu wenig. PBR und dann riskieren wir so einen Jello Shot. Voll grauslich, wie Orangensirup mit Wodka was man zwei Tage am Balkon in der Sonne vergessen hat. Man braucht eigentlich einen Löffel. Der Tisch hinter uns wird immer besoffener, voll lustig zum Zuschauen. Der eine Typ tanzt nur noch allein und ist dann einfach weg. So wie unser Geld, die neue Kellnerin verschwindet mit meiner Karte und hat vergessen das Trinkgeld abzubuchen.

Es ist bereist zwei Uhr früh und wir wandern bepackt zu unsrem Zimmer. Nachti Nachti.

 

Freitag 29. Juni 2018

Wir sind verkatert, wir alten Loser. Im Aufzug stehen zwei mexikanische OGs mit ihren Kindern und grüßen freundlich. Ich spazier allein rüber zur Freiheitsstatue vorm New York New York. Sogar eine Brooklyn Bridge gibt’s, um die Ecke vom Toshiba Square und der riesigen T-Mobile Halle. Die Hochschaubahn fährt über alles rüber.

Dann wieder retour, im Casino quatscht mich ein Typ schief von der Seite an ob ich Party machen mag und er hat alles und überhaupt.

Retour im Zimmer wird Zähne geputzt und dann geht’s zum Casino Wandertag. Zuerst mal retour ins NY NY, die Hochschaubahn kostet 15 Dollar und ich darf nicht. Über eine Brücke kommt man links in die Exkalibur Ritterburg. Ein junger Typ düst auf einem Rollator vorbei während er Corona schlürft.

Original Freiheitsstatue

Ritterburg is voll geschmacklos und voller Automaten, ein kurzes Foto beim Dick Lokal und weiter ins Luxor. Pyramidenzimmer und eine Plastiksphynx mit LED. Außerdem ist grad die Bodies Ausstellung, gleich neben der Titanic Show.

Weiter zum Mandalay Bay wo der eine Typ aus dem Fenster auf die Konzertgeher geballert hat.

Und überall nur Casinos. Schon fad. Der Chriss Angel hat dort auch ein Theater, im Luxor, er war aber leider gerade nicht da.

Über den brütend heißen Strip geht’s retour zum Strip. Zwischenstopp beim Mexikaner im Food Court. Gar nicht mal schlecht, dafür voll fettig.

Im Zimmer nebenan sind offenbar Bauarbeiter eingezogen, es ist voll laut was uns prinzipiell wurscht ist weil wir eh zum Pool wollen. Trotzdem wird sich gleich mal beschwert, is ja schließlich Honeymoon.

Die Frau sagt wir sollen packen und sie reserviert uns irgendwas anderes. 10Minuten lang werfen wir alles in den Koffer, schad, wir hatten schon so ein schönes Chaos. Alles runter, Nicole wartet, ich will umbuchen, neue Schalterfrau die sich nicht auskennt und dann noch einen Ausweis will. Also retour, Ausweis holen, neu diskutieren, traurig dreinschauen. Und: Success! Penthouse, 36. Stockwerk, fast ganz oben. Im Zimmer ist alles spiegelverkehrt aber der Blick ist atemberaubend.

Also retour zum Pool, diesmal Signature Pool. Ein paar bsoffene Mädels turteln rum, an der Bar gibt’s Stiegl Radler und man ist sehr streng was Rauchen und Drinks betrifft. Aber eine Riesendose Bud geht immer!

Dann kommt irgendsoein DJ Typ daher mit seinen zwei Mädels und alle scharen sich um ihn. Little irgendwas heißt er. Die eine Besoffene brüllt voll rum und die Bar wird wieder geöffnet. Irgendwann hauen alle ab und wir sind allein. Allein in Vegas. Gibts gar nicht normal…

Am Abend weiß ich nicht mehr was war, wir haben noch den Grand Canyon Ausflug mit GC Tours gebucht, vielleicht waren wir nochmal kurz draußen oder Casino, keine Ahnung.

 

Samstag 30. Juni 2018

Schon wieder nix mit schlafen! Zum Glück ist die Mama noch wach. Um 5.30 geht dann schon der Wecker, schnelles Flapsi, dann schon runter.

Um 6.40 werden wir von so nem Gefängnisbus abgeholt, müssen was zahlen und dann holen wir noch ein paar Typen ab und dann fahren wir raus in die Outskirts wo in ausgetrockneten und betonierten Flussbetten Menschen unter freiem Himmel schlafen.

Unser Busbahnhof liegt genau neben dem Proberaum vom Chriss Angel, der hatte aber offenbar heute frei. Noch schnell alle aufs Klo, es gibt ein komisches Lunchpaket mit Mutantenapfel. Walter White fährt mit Frau mit. Alle Futtern, los geht’s, irgendwann später am Hoover Damm. Gepäckkontrolle wegen Bombe, hamma nix. Schwerbewaffneter Army Ranger hat in einer Hand die Puffn, in der anderen eine Thermoskanne. Hoover Damm ist halt ein Staudamm, nicht wirklich aufregend, trotzdem 15 Minuten Fotostopp.

Staubsauger Damm

Dann wieder retour, stundenlang durch die ärgste lebensfeindliche Pampa fahren, irgendwann abbiegen zur Route 66 bzw. einem Souvenirstand. Alle gehen aufs Klo und kaufen nix.

Toilet 66

Unsere Hawaiianische Busfahrerin will eine Hoover Damm DVD zeigen, kriegts aber nur auf Deutsch hin und dreht dann ab. Bei ihrer Durchsage explodiert das Mikro, sehr entspannend alles.

Stunden später dann Ankunft beim Grand Canyon. Wir sind völlig erstaunt dass das Versprochene hält und wir echt keine Parkgebühr oder sonstiges zahlen müssen. Wir haben drei Stunden Zeit und treffen uns wieder an der Angel Lounge.

Der Canyon war schon ziemlich org, wie eine eindimensionale Fototapete. Sah unglaublich aus. Alle waren top equiped mit Bergwanderungszeug, nur die Frau Wuddl hatte ein Abendkleid und Stöckelschuh. Die Eichhörnchen darf man nicht füttern.

Grand Canyon

Wir spazieren wieder retour, treffen auf ein paar versprengte Indianer, es gibt lauter Souvenir Shops aber nix zu Trinken.

Dann finden wir ein Hotel, trinken Bier aus Gläsern. Alles ist so entspannt und ruhig, welch Kontrast zu Vegas.

Langsam wieder retour zum Treffpunkt, Bus kommt, los geht’s, bisi streiten muss sein. Nach einer halben Stunde kommt die Fahrerin drauf dass sie einen Chinesen vergessen hat, drum geht’s wieder retour um den asiatischen Kollegen aufzulesen. Alle freuen sich wegen dem Zeitverlust.

Gegend

Dann geht’s wieder ewig retour, auf dem Highway nebenan hat ein Pick-Up einen Hubschrauber als Anhänger. Verrückt. Stopp bei der Raststation, derselben wie bei der Hinfahrt. Wird schon extrem fad alles. Als es schon stockdunkel war erkennt man Vegas nach einem Hügel. Die Haiwaifrau weiß von jedem Haus wieviels kostet und wer dort wohnt. Die ersten werden direkt vom Bus raus gehauen, wir beim Stratosphere in ein anders Auto umgeladen. Voll org, gleich hinter dem Hotel beginnt unmittelbar das ärgste Ghetto mit Hoodwatchern und alles kaputt.

Wedding Chappels gibt’s da einige und das Pfandgeschäft von den Typen aus dem Fernsehen.

Mittenrein in den schönsten Stau der Welt, von einem Hotel zum nächsten, Wuddl ist voll genervt, ich genieße die Stadtrundfahrt. Irgendwann dürfen wir auch raus, sagen als Einzige Danke, stoßen in der Lobby gleich auf ein paar Besoffene – wir sind wieder da!

Am Balkon gibt’s noch ein Gin Tonic, um 12 wird das Licht gelöscht.

Traum:

Ich war in so einem komischen light-Gefängniss in Tirol oder wo und Alf war inhaftiert und ich irgendwie nur so zum Spaß da. Es wird im Kreis unter freiem Himmel meditiert. Dann geht’s um eine Verlegung und in dem Gefängnisort sind lauter voll schicke Pubs und alles schaut sehr nett aus. Eine Schlangenfrau wird verhaftet und muss in einen Schuhkarton. Ich fahr irgendwie nur freiwillig mit und hab Angst dass die das vergessen. Dann waren wir in irgendeinem Einkaufszentrum und Nicole schießt ein Tor und ich renn mit so einer Bierbong und Raucherstäbchen rum. Treff anschließend Angelo Kelly und wir waren dann in Arizona. Alles klar…

 

Sonntag 1. Juli 2018

Unser letzter ganzer Tag. Aufgestanden wird um 8. Am Programm steht Planet Hollywood, Hooters und der Bellagio Brunnen, sonst waren wir schon überall. Die Sonne knallt zur Abwechslung mal wieder gscheit runter.

Brücke von Brooklyn

Wir spazieren ins Hard Rock Cafe und beschließen zur Happy Hour nochmal aufzutauchen. Ein netter Koreaner überredet uns was zu futtern bei seinem vereinsamten Surf & Turf Stand auf diesem komischen Platz. War ganz lecker, vor allem der Brokkoli. Weiter ins Planet Hollywood. Ein Casino. Und beim Aquarium Swimmingpool Pool vom Hilton waren wir auch – was für die Spanner unter uns.

Wir streiten in welchem Stil die Plastikdeko gehalten ist, ich sag Muslimisch, Nicole meint das ist eine israelische Moschee. H und M gibt’s im Hollywood, sogar mit dem selben Zeugs wie bei uns. Und es wird der Beweis geliefert das Technologie doch einen Sinn hat: die Tipsy Robot Bar! Voll geil, ne riesen Bar und zwei Industrieroboter mixen die Drinks. Bestellt und bezahlt über so riesen iPads. Genial.

Dann wieder retour und ne Runde im Lazy River rumplanschen. Ich lieben den Lazy River! Wir sind mit eigenen Cocktails bewaffnet und sparen Unmengen an Geld. Im Wet Republic Pool nebenan legt grad so ein DJ Typ auf, Heidi Klum hat ihn am Vortag in Atlantic City besucht. Seine Schmähs wabbern eh zu uns rüber, drum sparen wir uns die 60 Euro Eintritt. Ich glaub Kaskade wars. Bei der Bar steht mir ne hübsche junge Dame im Weg die mich mit den Worten „sorry sweetie“ in die Seite zwickt.

Im Hotel riechts voll nach Gras. Ich trink meine zwei Liter Miller Bierflasche, genau wie in Kids. Kroatien gewinnt gegen Dänemark. Alle glotzen Fußball überall.

Im Zimmer buchen wir den Transfer zum Flughafen morgen und schauen nebenbei Akte X was alle drei Minuten durch einen sechs Minuten Werbeblock unterbrochen wird. Dann machen wir uns stadtfein, schließlich wollen wir ja in eine Tittenbar. Auf dem Weg raus noch eine Runde Roulette gespielt, beim Mr. Schatz. 50 Dollar gewonnen, juhu! Gleich mal alles umgewechselt. Dann weitermarschiert. Gegenüber vom MGM Grand liegt das Hooters Hotel und – Überraschung – Casino! Unsere für heute geplante Sehenswürdigkeit.

Alles recht urig aus Holz, grausliches Essen, sauteuer alles, Bud Light für 15 Dollar glaub ich. Dafür sind alle halbwegs hübsch in ihren orangenen Hot Pants. Im Eingangsbereich steht das Hooters NASCAR Auto mit dem irgendwer irgendwas gewonnen hat.

Mit dem Hooters haben wir fast alles gesehen was Vegas zu bieten hat – bis auf den Bellagio Brunnen. Wir schieben uns durch die Massen an Menschen, bekommen einen tollen Platz und bestaunen das Wassergespritze. Wahrscheinlich waren noch ein letztes mal beim Rock n Reilly dessen Klocode wir schon auswendig wissen. Dort war so ein Gitarrist der mit unseren Wünschen anständig belästigt wurde.

Dann aufs Zimmer und ein letztes Mal den nächtlichen Ausblick bestaunen.

 

Montag 2. Juli 2018

Abreisetag… Kaffee trinken mit unserer Espressomaschine am Balkon, dazu gibt’s so fertige Weckerl mit 1000 Kalorien. Es is heiß. Wahrscheinlich haben wir noch eine letzte Hotelrunde gemacht und anschließend alles in die Koffer geworfen. Wir checken aus, Konfusion wegen den ganzen Kreditkartenrechnungen, keiner kennt sich aus, Card Complete schickt mir verzweifelt SMS.

Um 12 kommt das Shuttle von Bell, wir sitzen brav draußen und warten. 10 Minuten zu spät kommts dann, wir sagen Baba und fahren zum Flughafen. 5 Dollar Trinkgeld haben wir diesmal auch parat.

Toshiba Plaza mit Hochschaubahn

Wir checken bei Eurowings ein, der Typ am Schalter fragt mich was das BKK auf meinem Run BKK Shirt bedeutet. Ich sag ihm dass das Bangkok heißt. Er ist begeistert und fragt mich wies den in China so war. Aha.

Wir haben Hunger und voll viel Zeit. Außerdem ist die Kreditkarten noch nicht vollends ausgereizt. Drum geht’s erstmal durch die ganzen Kontrollen und anschließend zu einem Thailänder was futtern. Gar nicht mal so lecker. Im Raucherkammerl stehen Spielautomaten in die unsre letzten Dollar gestopft werden.

Dann geht’s eh schon zum Gate. Wir dürfen einsteigen, der Flieger ist nur 2/3 voll. Wir haben genug zum Futtern mit und der Laptop Akku ist auch voll. Wuddl verzieht sich zum Schlafen nach hinten, ich schau Rambo fertig. Es ist unglaublich langweilig. Dann mach ich auch ein Nickerchen und nach endlosen Stunden landen wir in München. Gepäck ist auch schon da, zwar nicht so flott wie in Wien aber immerhin. Raus aus dem ganzen Terminal und gleich zum Edeka. Obst!

Auf dem Vorplatz ist so ein public-viewing Zeugs aufgebaut, außerdem gibt’s ein Flughafen Bräu wo grad eine Betriebsfeier passiert. Weiter zur Sbahn, ein Pärchen schenkt uns ihre Tagesgruppenkarte. Voll nett. Auf geht’s zum ZOB, kennen uns schon voll aus. Die Karte bekommt eine Amitouristin die sowieso grad am Automaten verzweifelt. Zeit ist noch etwas, drum auf ins Augustinerbräu. Dann der klassische München Fehler: „Ein großes Bier, bitte!“. Und schon steht da ein Liter Hopfenwasser vor einem. Uff. Ging sich trotzdem alles aus.

Warten auf den blöden Flixbus der nicht daherkommt, dafür kommt von denen ne SMS Bus dass die Flixbuse grad aus sind und sie kommen mit einem weißen Blaguss Bus. Ami Touris verrauchen flott ihr letztes Weed ums Eck. Im Bus gibt’s nur zwei Steckdosen und alle sind am verzweifeln.

Die Fahrt dauert ewig und ist super mühsam. Irgendwann gegen 9 am Abend biegen wir dann endlich in Erdberg ein. U3 ist auch schon da und schon sind wir wieder daheim im Mäuseloft. Schön wars, würd jederzeit wieder heiraten!

Stuggi City – wir ham dich vermisst. Teilweise. Also nicht wirklich. Eigentlich Null.

Einer wird heiraten, eh erst im September und ganz woanders. Drum haben ihn die ganzen anderen Clowns schon im April geschnappt und zum Horrstadtion gebracht damit er noch viel Zeit zum Erholen hat.

Dort war blöderweise die staubigste Baustelle der Welt mit Toi Toi Klohütte und Dr. Popschi war dort mit seinem FressLKW und verteilte munter Coronas und Lachsbrötchen zwischen den ganzen polierten Polieren und Baustellenhackler. Die ham sich alle nicht ausgekannt wer die komische Truppe ist die da schon vormittags lärmend Bier säuft – obwohl typisch Austrianer eigentlich.

 

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L´amour Hatscher beim Horrstadion

Die Chefin von ihm hat dann gesagt sie will fahren, drum haben wir alles zusammengepackt und sind zum Baustelleneingang marschiert wo schon unser Reisebus um die Ecke bog. So Art 13A für Bands, zweistöckig, Betten, Playstation, verfliestes Klo – alles da. Eigentlich exakt wie der alte 13A: alle sind fett, aus irgendeinem Ghettokid-Handy plärrt Yung Hurn viel zu laut, fünf müssen aufs Klo und wissen dass man im Bus nur pinkeln darf und von oben brüllt jemand ständig: „Dicke Titten, Kartoffelsalat!“. Der arme Fahrer aus England machte gute Miene zum bösen Spiel.

 

 

Dann brum brum fahren fahren, Hafti im Busradio, für 900 Euro tanken, saufi saufi beim Jägermeisterstop und dann bremsen wir uns im Rockhouse zu Salzburg ein. Fetter Busparkplatz ist reserviert, vor uns parken sich so Hip Hopper mit ihrem poppligen Wohnmobil ein die heute abend eine Show spielen. „Hobts ka Budget!?“ werden sie freundlichst begrüßt.

 

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Einmal die 7 und 16 Jägermeister bitte

 

Gin Tonic time, alle gehen aufs Rockhouseklo weil man im Bus nicht AA machen darf. Dann steht der Smaller da und und wir schauen in so ein Tschecherl und dann in so ein piekfeines nobel Dings das so heißt wie ein Mischpult. 5 Gänge, kein Mensch hat Hunger, Aussicht ist schön und den einen Brenner Film habens da gedreht.

 

Mit dem Aufzug wieder runter, das Klo von dem Lokal hat voll ausgschaut, Leut verlieren und dann großes Rätselraten wohin. Ich glaub im Republic waren wir dann, weiss nimma, tanzi tanzi und Sambuca Runden – auch für die Mädels am Nebentisch die sich hübsch beduselten und dann mit nem 20 Jahre jüngeren abgezogen sind.

 

 

Irgendwie in den Bus retour gekommen und rein in die Koje weil um 3 in der Früh gings weiter Richtung Piefkinesien.

Als die Sonne in unsre Konservierungskammer reinknallte wars bereits Vormittag und wir parkten uns in Stuttgart vor dem Chimperator Witzeklub ein. Puh. Große Wanderung zu den Ibis Duschzimmern die zwei Autobahnkilometer entfernt lagen.

Wir haben sicher witzig ausgesehen, lauter verpeilte Pyama Typen mit dem Zahnbürschtel in der Gesäßtasche die in der prallsten Sonne kreuz und quer über Autobahnbrücken hirschen.

Dann schnell im Ibis alles versaut, Fleischkäse bei der Esso gefrühstückt und ab zum Craftbeerfestival – nur die Stiegen beim Bus runter. Da wär irgendwie Eintritt gewesen aber ich hab trotzdem lecker Bierchen bekommen und saß in der Sonne und war glücklich.

Im Bus erwachten langsam die Geister, die Corona Bay war wieder gut besucht und wir warteten alle auf den Chef von Stuttgart mit den Fußballtickets. Ne griechische Taxifahrerin kam vorbei und wartete mit uns.

Dann endlich, viel zu spät, kam der Typ, rein in das Griechentaxi und tucker tucker durch diese Angeberhauptstadt der oberschnicken Proseccowelt.

 

 

Das zweite Taxi hat sich voll verfahren und wir beobachteten Polizeipferde und Partybusse voller Dirndlmädels. Irgendwer bestellt Bier für 150 Euro und wir marschieren endlich ins Stadion. War wie Playstation, aber in Echt. Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. War eh ganz lustig. „Wink amoi!“ – ständig zum Spieler aus Österreich der bei Bremen oder Stuttgart kickte und trotzdem nie rüberwunk.

 

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„Mit der Nummer 23 Marioooooo…“ – „… Oaschloch!“

Dann Fußmarsch zum Bus, Golfwagerl entdeckt, Partybus kommt schon wieder, schnell umziehen und weiter zum Chef vom Stuttgart auf seine 10 Millionen Euro Dachterrasse. Alles so schick–dezent, mit bester Aussicht. Bisi traurig bin ich da oben geworden, mein Balkon daheim ist maximal halb so schön.

Naja, dann aber Sektkorken in die Gegend knallen, Treppe runterfliegen, Baby abbusseln und weiter zum Italiener ohne Klima. Campari Orange gabs und die beste Pizza der Welt. Weiter zu so irgendeinem komischen Platz auf ein Gin Tonic wo alles voller Leuten war. Hab dort ein kleines Putschi gelassen, dann haben alle Stuttgarter Girls die Nase verzogen.

Der Eine war kurz verschwunden, per whatts app Standort wieder entdeckt, dann alle eingesammelt und in so einen nobelhobel superschicken Schuppen der Parkinson Park oder so ähnlich geheißen hat, gefahren. Alles schon schummrig, 3000 Euro Mindestumsatz in der VIP Area wo man toll auf den DJ runterspeiben hätte können.

 

 

Dann großer Aufbruch, Jacke vertauscht, Verzehrkarte verschmissen und Kontrolle während ich ne Ginflasche in der Hose hatte. Komischer Laden. Weiter in nen Indieschuppen und in irgendeine Stripbar mit eigener Währung. Am nächsten Tag hatte ich lauter Nuttendollar in meiner Tasche und hatte keine Ahnung woher.

Irgendwie wieder retour zum Bus, Ofenpofen aus den Sitzpölstern vom 13A gefischt, Monsieur Popolus hatte auf einmal ne Spiegelglatze und dann weiß ich nix mehr.

 

 

Am nächsten Morgen werd ich beim Autobahn Mc Donalds munter – endlich wieder in Österreich. Dem einzigen gscheiten Land auf der Welt.

Alle voll hinüber, der Bus riecht nach Verwesung und dann sind wir endlich am Verteilerkreis beim Austria Stadion wo noch der ganze Müll rumliegt. Am Schwimmbad dort hat jemand „Tschuschenaquarium“ draufgesprüht. Der Fahrer ist glücklich dass niemand den Bus verspieben hat.

In der Gartensiedlung nebenan kifft wer. War ein schöner Ausflug, Hochzeit wird wohl auch ganz lustig!

Kambodscha Thailand 2017/2018

Wien – Bangkok – Sieam Reap – Phnom Penh – Sihanoukville Otres Beach – Koh Rong Samloem – Sihanoukville Independence Beach – Koh Kong – Koh Chang – Koh Kood – Bangkok – Wien

Flug mit Thai Airways / Thai Smile ca 860 Euro, 5 Tage vorher gebucht

Wien 13.20 – BKK 5.30 –7.30 – Siem Reap 8.25

Bangkok 1.30 – Wien 7.30

Samstag 2. Dezember 2018

Wien – Bangkok

Ja, alles war geplant und organisiert, zumindest die ersten paar Nächte. Nach Flores in Indonesien sollte es gehen. Und dann fing der Ashhole Vulkan Agung an da Feuer und Staub zu spucken. Dabei waren wir extra noch ein Jahr davor am Schwesternfukan um ihn zu beruhigen. Brachte nix.

Cathay Pacific meinte ihnen wärs lieber wenn wir nicht fliegen. Drum alle storniert soweits ging und ganz allein mim Internetz den Flug mit der Thai gefunden. Einen Tag später, dafür 12 Stunden weniger Flug.

Wir ham die 50 Euro fürs Visum verloren, mit der Flores Unterkunft streiten wir noch und der Inlandsflug von Denpasar nach Maumere is wohl auch weg.

Is ja wurscht, wir hams ja. Einen Tag mehr für Packen und Zamräumen und 13.20 Abflug is auch recht bequem.

Mit der U3 zur Landstraße und mit der S7 weiter, wie immer. Am S7 Bahnsteig entwickelt sich offenbar ein neuer Dealerhotspot.

In Schwechat dann großer Fehler: Zwar sperrt das Flughafenpub ja gottseidank schon um 11 auf, allerdings sind wir schnurstracks durch diese Sicherheitssache marschiert und dann gabs auf der anderen Seite nur das Hochpreisglamourwunderland. Mein letztes Ottakringer für 5,40. Dafür noch eine Dose für 2.50 entdeckt, das Reisebier. Bisl angedudelt gings in den Flieger, in die 2er Reihe, hinten am Klo. Im Bordkino spielts Stirb Langsam Teil 1, dann diesen total schwachsinnigen neuen Baywatch Film und die zwei neuen Alienfilme die sich handlungstechnisch seit dem ersten genau Null weiterentwickelt haben.

Die Thai Crew war entweder alt oder voll genervt, Essen war jetzt auch nicht so der Burner. Mushroom Omelette mit Spinat zum Frühstück. Dafür gabs Chang und Singha Bier bis zum Abwinken. Die zwei Mädels vor uns wurden durch ihren gemeinsame Vorliebe für Bierchen neue beste Freunde und quatschen den 12 Stunden Flug durch. Als die eine Bordküche ihnen nix mehr geben wollte spazierten sie zur nächsten. Zum Glück gabs ja zwei. 30 Minuten vor der Landung sind dann beide eingepennt, ladylike, mit dem Kopf auf die Tischplatte geknallt.

Die Thai Airways war so lieb und borgte uns wieder eine lila Stranddecke.

 

Sonntag 3. Dezember 2017 

Bangkok – Sieam Reap / Central Boutique Ankor Hotel für 35 Euro pro Nacht

Halb 6 Landung in Bangkok. Abmarsch zum Transfergate mit Bodyscanner für die andre Schlange. Gate G1a wo lauter Russen warten die alle einen Kartoffelkäfig als Handgepäck dabei haben.

Die Thai Smile Airline hält was sie verspricht, alle grinsen was das Zeug hält. Auch das Essen war ganz lecker, es gab so ne gefüllte Palatschinke mit Hühnergatsch drin und eine gratis Duschhaube im 70er Jahre Tapeten Design.

Von oben sieht Kambodscha aus wie eine riesige Pfütze mit adretten Häuschen drumrum. Kaum gestartet landen wir schon wieder in Sieam Reap. Total lieber Miniflughafen. Wir bekommen unser Visum für 30 Dollar mit dem fünf Beamte beschäftigt sind. Einer sagt okay, einer kassiert, einer reichts weiter, der nächste stempelt dann was ab und der letzte grinst nur und wünscht good luck.

Dann wieder Anstellen für die Passkontrolle was ewig dauert. Die Chinesin vor uns hat vergessen die ganzen Zettel auszufüllen.

Dann endlich durch, das Gepäck dreht schon die 20. Runde und der Zöllner weiß auch nicht recht was er mit unser Zollerklärung machen sollen und sagt wir sollen einfach gehen.

Draußen ises sonnig und der Typ vom Hotel wartet schon brav. Mit so nem Van gehts durch die Straßen die teilweise gesperrt sind weil der Präsident oder sonst wer mit nem Militärkonvoi durch donnert.

Die fahren zwar alle auf der richtigen Seite der Straße dafür ist das Lenkrad auf der Verkehrten. Alle kurven kreuz und quer und in der Nebenstraße verteilt ein TukTuk-Weihnachtsmann kleine Geschenke. Die TukTuks hier sind Mopeds mit Pferdekutschanhänger.

Wir kommen tatsächlich im Hotel an, bekommen unsren wassrigen welcome drink. Ein bisi müss ma warten weil wir ja so früh dran sind. Zimmer 117 im ersten Stock mit zentralem Blick auf den Pool. Sehr nett alles.

Kambodscha-2018-AnkorBier

Es ist mittlerweile 10 und wir sind hundemüde. Drum ab zum Pool und her mit dem Bierchen, ein großen Ankor Bier für 3.50 Euro. „Our country, our beer“ steht drauf. Das Bier half auch nicht recht beim Wachbleiben, trotzdem Abmarsch wegen Futtern, Curry mit viel Chili, eine Kokosnuss und noch ein Bierchen. Dann kurz Euro in Dollar wechseln, für 100 Euro kriegen wir 106 Dollar. Spitzenkurs. Dann endlich ein Nickerchen.

Wieder munter folgt eine alleinige Poolexpedition, als Frau Wuddl auch endlich wieder wach wurde marschieren wir Richtung Rechts, ließen alle TukTuk Typen anrennen und fanden den Night Market. Sehr nett und laut und bunt, wie Thailand. Es gibt Avocado und Mangoshake für uns. Wir strawanzten planlos rum und waren plötzlich in der Pub Street. Juhuuu! Wie die Khao San, die Dezibel flogen einem nur so um die Ohren, alles blinkt und feiert aber so richtig einladend war dann doch nix.

Wir entdeckten einen teuren Touri Supermarkt und eine Bum Bum Disko wo ich nicht rein durfte. Dann eine Einkehr in der Relax Bar wo nur Einheimische abhingen und wir das Treiben auf der Straße bequem verfolgen konnten. Bier 50 Cent, Cocktails auch schweinebillig. Ich mag auch so eine Honda Zoomer wie die coolen Cambodia Kids.

Ein paar Häuser weiter, fast schon bei uns gingen wir zum kambodschanischen Mexikaner und bestellten Nasi Goreng. Ein alter Kanadier krachte rein, war sehr redselig, war von Beruf Straßenmittelstreifenanmaler und verdiente dafür 60.000 kanadische Hirschendollar. Sein TukTuk Fahrer, der uns für 15 Dollar nach Angkor Wat führen wollte, zeigte ein Foto wie der Kanada Typ mit nem Bier in der Hand glückselig auf einem Autoreifen umhertrieb.

Wir spazierten Heim und gingen gegen Mitternacht schlafen.

 

Montag 4. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Kurz vor Neun erwacht, auf zum Frühstück was total super war. Wie beim Chinesen am Buffet. Eine Omelette und Suppenfrau, urviel Obst, allerhand anderes Zeug und alles recht lecker.

Um 10 kam dann die Kellnerin und meinte das sie jetzt alles abbauen und danke dass wir da waren. Ein dicker Chines im roten Tshirt verursachte ein Joghurt Massaker beim Obstsalat um dann zu bekritteln dass die Papayas alle waren.

Abmarsch zum Pool und bisi schwimmsi, trainieren und die Presse lesen. Frau Wuddi bekam schon wieder Hunger und gegen halb zwei krachten wir ins erstbeste Lokal. Die Frühlingsrollen waren kalt und bloß mit rohem Gemüse gefüllt. Dafür gabs eine gratis Bauarbeiter-Seiltanz-Show im 4. Stock beim Neubau gegenüber. Kann man übrigens kaufen das Haus falls es mal fertig wird.

Abmarsch wieder Richtung Nightmarkt und alles mal bei Tageslicht anschauen. Maracuja Shake für 1 Dollar, einen Fluss entdeckt und ne abgefuckt-schicke Touri Bar. Am Klo war ne DVD Sammlung, auf den Stiegen zum Klo verendete gerade eine Kakerlake (An Blasenschwäche? Man weiß es nicht). Gegenüber war ein Krankenhaus und eine Polizeibox. Außerdem stellen sich die TukTuk Fahrer offenbar auf Marihuana Verkauf um.

Wir rannten in der Gegend rum und egal wohin wir abbogen wir landeten stets in der Pub Street. Es gab sogar einen Indoor Market an dem wir gestern offenbar vorbeimarschiert sind. Same Same.

Ein Moped fuhr vorbei mit einem Typen drauf der nur ein Handtuch trug. Er bog in die Wäscherei ab – wohl Waschtag. Ein anderer spazierte nur in einer schicken Unterhose in der Gegend rum.

Kambodscha-2018-Angkor-Wat1

Wir standen plötzlich vorm Hardrock Cafe, beobachteten ein Polizeidate und marschierten auf ein Curry zu den Unmotivierten. Die eine hatte voll die Spatzen im Haxn.

Dann wurde es langsam finster und die Pubstreet erwachte zum Leben.

Wir gingen wieder retour, erstanden eine Nuss der Kokospalme, buchten unsren Angkor Wat Trip für 15 Dollar plus 37 für den Eintritt, gingen eine Runde schwimmen und duschen und dann schlafen.

 

Dienstag 5. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Aufstehen, lecker Frühstück rein schaufeln, Angis Reisegruppe allerhand Insider Infos entlocken und um 10 ging der Rezeptionstyp zum nächstbesten TukTuk Typen und erklärt den hätten sie gestern für uns gebucht. Der hatte keine Ahnung worums eigentlich geht und fragt was wir denn eigentlich wollen. Tempel! Alles klar. Tempeln ist nämlich unser liebstes Hobby.

Ticket für 37 Euro kaufen, weiterfahren, Ticket Kontrolle. In der Ferne erkennt man schon die ersten Gemäuer aus dem Dschungel ragen.

Erste Station. Es war unglaublich, erschlägt einen. Hinter jedem Busch tauchen Tempel und Statuen und altes Gemäuer auf. Alles etwas abenteuerlich zu besteigen und die Masse an fotografierenden Chinesen machts auch nicht leichter.

Kambodscha-2018-Angkor-Wat

Nach zwei Stunden rumrennen auf zum nächsten Tempel, der ja auch ums Eck liegt, wo wir mit einer Partie Österreicher mitmarschieren. Die Angelina Jolie war als Tomb Raider ja auch schon da aber die hatte wohl an dem Tag frei, jedenfalls haben wir sie nicht getroffen.

Frau W hat Hunger und der TukTuk Typ führt uns zu nem Abzocker Restaurant. Vier aufgetaute traurige Mini Frühlingsrollen für 6,50. Naja. Kinder laufen einem hinterher, wollen allerhand Krimskrams verkaufen. Unser TukTuk Fahrer versteckt sich ständig irgendwo.

Dann auf zur letzten Station – das eigentliche Angkor Wat wo wir die Angi Partie vom Frühstück treffen. Über einen Plastiksteg gehts zum Eingang, Guides bieten uns fachkundige Hilfe an („look, nice!“), Affen plündern die Sackerl von Chinesen und wenn keine da sind tuns auch die Mistkübel. Wir rennen planlos umher, man verläuft sich recht leicht in dem Dickicht an Mauern und Statuen. Jeder Stein, jede Säule ist kunstvoll verziert. Unglaublich was Menschen so schaffen können.

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Wir sind erschlagen von den Bauten und marschieren wieder retour zu unsrem Fahrer und 15 Minuten später sind wir schon wieder daheim.

Eine Runde Pool schwimmen, dann gehts wieder auf Nahrungssuche. Diesmal nach links abgebogen, bisi rumgelaufen, einen Chinesen entdeckt und gegrillte Pfefferkörner mit ein paar Alibi Shrimps verdrückt. Kurze Runde gemacht und wieder Richtung Room 117.

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Dann Unterkunft in Koh Rong und den Bus nach Phnom Phen gebucht und so ein deppertes Paypal Account eröffnet weil alle ständig Paypal Anzahlungen haben wollen.

Dann die ganze Nacht nicht schlafen können, zuerst eine BBC Doku über die Roten Khmer geschaut weil wir ja wiedermal überhaupt keine geschichtliche Ahnung ahnen. Sehr bedrückend und verstörend.

Zum Aufmuntern eine Folge Breaking Bad und Daisy in Love und erst um vier in der Früh fielen die Augen zu.

 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Heute Chilltag. Kein Muskelkater trotz der 24.000 Schritte vom Vortag (meine Fitnessapp war davon völlig aus dem Häuschen).

Beim Frühstück waren wir fast allein, am Pool ebenso. Die alte Flugzeugpresse lesen und den Freizeitkurier, dazwischen Schwimmsi und ein paar Tauchübungen absolviert.

Mittags gings in das Lokal in der Nähe von dem komischen Touri Einkaufszentrum mit Großraumdisko, Reis mit Scheiss für mich und Wudi hatte was anderes.

Retour, wieder schwimmen und lesen und wieder los, eine letzte Runde über die Pub Street und den Nightmarket. Tshirt (2 Dollar statt 6) und Tasche (4,5 Dollar statt 12) erstanden, Maracuja Drink vom Standl und am Heimweg gabs noch eine Portion Rollen, Mojito und Peanut Powder Shake für insgesamt 3,50 Dollar. Drauf gekommen dass wir für Koh Rong über 1000 Dollar in kleinen Scheinen brauchen weils dort keinen Bankomaten gibt.

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Wieder heimwärts und ein 6er Tragerl H2O erstanden weils so billig war und langsam zusammenpacken.

 

Donnerstag 7. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel / Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Wecker läutet, ab zum Frühstück. Es gibt eine ganze Bananenstaude zum Essen und ansonsten das Übliche. Keine Gutenmorgensuppe heute für mich.

Die Giantibisleute meinten wir sollen eine Stunde vor Abfahrt im Hotel warten bis wer kommt uns uns abholt. Wir waren streberhaft superpünktlich, saßen müd in der Lobby rum und warteten. Niemand kam daher, 20 Minuten vor Abfahrt. Kurzer Chat mit der Busdame die meinte wir sollen doch irgendwo anrufen. Der Hotelboy meinte die hätten eh schon angerufen und kämen gleich. Kamen dann tatsächlich und die Rezeptionsdame begleitete uns netterweise bis zu dem Typen der auf der Hauptstraße parkte. Der Zubringerbus quälte sich durch die Gaseln und wir holten dann noch ein Schweizer Ehepaar ab und 5 Minuten nach geplanter Abfahrt waren wir dann im Giantibis Hinterhof, bekamen unser Wasser und unsere Zimtschnecke ohne Zimt und durften in den Luxusbus einsteigen. Irgendwer hatte Steckdosen bei jedem Sitz angepickt und den versprochenen Film gabs auch nicht. Dafür blieben wir 20 Minuten nach Abfahrt irgendwo bei nem Straßenstandl stehen weil der Chines in der ersten Reihe noch schnell Reis kaufen wollte. Dafür gibts gleich den ersten Pinkelstop in der Raststation mit den kaputte Pissours. Die Flöte kostet hier 1,50 Dollar.

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Weiter gehts durch die Landschaft, irgendwer durfte auch noch irgendwo zusteigen und Ingress Portale gibts leider sehr wenige weswegen das WLAN ja eigentlich keinerlei Sinn macht.

Dann Mittagsstop im Abzockerlokal, drum nebenan Nüsse der Kalme erstanden. Frau Wuddl musste daraufhin voll aufs Klo und zum Glück wurde der letzte Pinkelstop planmäßig 60 Minuten vor Phnom Penh eingehalten.

Die Stadt sieht jetzt nicht sehr einladend aus, den Fluss entlang fahrend kamen wir mit einer halben Stunde Verspätung in der Busstation, direkt beim Nightmarket, an. No TukTuk today und vier Gassen weiter fanden wir das Hotel was gar nicht mal so schick war wies die Fotos versprachen. Der Pool war mini, außerdem ging voll der Wind, der Kasten moderte wie Sau und die Balkontür zur Straße ließ sich nur mit roher Gewalt öffnen und schließen.

Abmarsch wegen Hunger zu nem Taiwanesen, ich bestellte einen Curry Hotdog der sich als Gemüsereis herausstellte. Alles teurer als in Sieam Reap und Milliarden von TukTuk Typen wollen einen mitnehmen. Kurzer Rundgang am Nightmarket der winzig ist und nur chinesischen Blödsinn verkauft. Dann Spaziergang über den Fluss wo ein Baustellensänger auf ner komplett verzerrten Karaokeanlage herumbrüllte.

Die Stadt ist recht stressig und laut, Ratten laufen rum und die TukTuks nerven. Aber im Straße überqueren sind wir voll die professionals.

Einkehr bei nem netten Wirten auf ein Getränk, hinter uns sitzen Deutsche, daneben ein Österreicher der Selbstgespräche führt.

Wir marschieren wieder retour. Aus Versehen haben wir uns im Rotlichtviertel einquartiert, eine Taxigirl-Bar reiht sich an die Nächste.

Ich sitz noch lange am Balkon und schau runter. Gegenüber ein Puff, daneben schläft eine Familie auf dem Boden, kleine Kinder schlafen nackt auf Kartonagen und die Ratten rennen herum. Und wir beschweren uns über muffige Kästen und dreckige Handtücher…

 

Freitag, 8. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Heute Aktivitätstag. Nach dem überschaubaren Frühstück im Speisesaal mit dem Charme einer Jugendherberge wollen wir mal Geldwechseln weils auf den Koh Rong Inseln keinen Bankomat oder sonst was gibt. Pass vergessen, drum schickt uns die Schalterfrau wieder weg.

Beim Rausgehen haben wir uns über die hiniche Balkontür beschwert und als wir wieder ins Hotel retour kommen um den Pass zu holen stehen wirklich zwei Typen im Zimmer und reparieren. Sie zeigen sich recht erstaunt dass die Badezimmertür funktioniert.

Geldwechseln klappt, 1,1368 Dollar für einen Euro. Alles im Safe versperren und weiter gehts Richtung Königspalast den wir am Vortag schon in der Finsternis erspäht haben. Wir marschieren rein, aber irgendwie ist das eher ein Tempelkrankenhaus und google maps sagt auch wir sind Trotteln weil sich der Palast eine Ecke weiter befindet.

Die Straße vorm Palast ist gesperrt was eine absurde Ruhe verursachte. Die ganzen nervigen Guides schicken wir weg. Der König macht grad Mittagspause und hat zugesperrt. Erfolglos marschieren wir weiter die Hauptstraße entlang, der geplante Shopping Center Besuch wurde mir verboten. Die Hauptstraße hat den Charm der Südosttangente, ein nicht endend wollender Strom an Autos und Mopeds kämpft gegen uns an. Wir sehen das Independence Monument und eine Fahrschule. Die Uni hat grad Schulschluss und alle rennen in Roben in der Gegend rum.

Google Maps sagt wir sollen nach links, weg von der Riesenstraße und wir finden einen netten Chinesen wos Bierchen und gegrillten Fisch gibt. Dann großer Rechnungsstreit weil wir ihnen erklären dass ihre Umrechnung von Riel in Dollar nicht stimmt bis wir drauf kommen dass wir ja noch in Euro umrechnen was ja Blödsinn ist weil unser Euro natürlich viel mehr wert ist als dieser sogenannte Dollar.

Wieder Hauptstraße, dafür sogar mit einer Ampel! Halbnackte Russen rennen herum und reden Russisch und dann sind wir am Ziel. Das Genozid Museum was mitten in der Stadt liegt. Eintritt mit Audioguide in Deutsch für 8 Dollar.

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Das Museum war unglaublich deprimierend, man konnte in alle Zellen reingehen, verstörende Fotos hingen an der Wand und der Audioguide erklärte den ganzen Horror.

Als wir alles gesehen und gehört haben wirds bereits dunkel, wir gehen auf einen Cafe und wollen ein TukTuk nach Hause. Und offenbar waren wir in der einzigen Straße von ganz Kambodscha wos keine TukTuks gibt.

Wieder retour marschiert, für 4 Dollar eins bekommen. Rush hour war auch grad und der Typ kämpfte sich durch das gigantischste Verkehrschaos der Welt.

Beim Nightmarket haut er uns raus weil er das Hotel nicht kennt, zum Glück sind wir ja die Orientierungschefs, drehen ihm meinen zerknüllten Glücksdollar an und gehen zum Mexikaner, neben dem Taiwanesen von gestern.

Wir kaufen noch ein paar Bierchen, gehen in noch ein Lokal und beobachten das Rotlichttreiben gegenüber. Bisl wie das Wild Orchid, man sitzt auf so ner Terrasse und beobachtet den Wahnsinn der vor einem Vorbeizieht. Das Klo ist im Minimarkt nebenan.

Mojito gibts auch noch und dann gehts heim zur Skybar wo wir wiedermal die Einzigen sind. Wind ist heftig und es ist kalt.

Irgendwann wieder retour aufs Zimmer, noch kurz Balkon sitzen. Ein Kleinkind rennt allein die Straße entlang und kommt gottseidank wieder.

 

Samstag, 9. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Irgendwie kamen wir heute nicht in die Gänge. Beim Frühstück gibts Röstkartoffeln und Eierspeis mit Alufolie.

Wir hängen noch rum, buchen das Hotel in Sihoukville für 62 Dollar pro Nacht und marschieren um 12 zur Giantibis Zentrale. Busfahrschein für 11 Dollar pro Nase. Einkehr in nem Ecklokal mit komischem Reis der nach Palatschinke schmeckt. Die 13 jährige Kellnerin kann voll gut Englisch und wird gelobt. Als Draufgabe gibts für jeden ein Glas Eiswürfel.

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Dann wird die Wäsche geholt die wir am Vortag abgegeben haben die wir laminiert wieder retour bekommen, Hauptsache Plastik.

Für den Königspalast muss man sich schick anziehen, uns ist aber sowieso komisch von dem Essen. Drum Pool statt König. Wir ham in Kalender gschaut, heut geht der Wind und es ist wirklich recht frisch. „Welt der Wunder“ ausgelesen und die Spatzen beobachet die auf unserem Balkon einen Heuboden einrichten zwecks Gemütlichkeit.

Wir marschieren Richtung Links zum Nightmarkt. Dort ist ne andere Puffstraße und Restaurant lacht uns auch keines an. Beim Nightmarket marschieren wir in ein bummvolles Straßenlokal, bummvoll mit lauter Kambodschanern die aus komischen Suppentöpfen schlürfen und sich alle zwei Minuten zuprosten.

Wir bestellen Frühlingsrollen, grilled squid und ne Fischsuppe. Dann kommt die Kellnerin mit so ner Grillplatte, gespeist von einer Butan Gasdose die ständig aus ihrer Halterung rausflutscht. Und wir bekommen ebenfalls einen Suppentopf, urviel Gemüse und nen ganzen toten Fisch der uns tot anglotzt. Wir hauen motiviert das ganze Gemüse rein, die Kellnerin kommt und fischt alles wieder raus. Zuerst muss die Suppe kochen, dann wird Gemüse mit den Fingern zerschnipselt und wieder warten. Und dann erst der Fisch. Erst der Schwanz, der Kopf darf uns weiterhin strafend anblicken. Nach 5 Minuten ist alles fertig und wir probieren vorsichtig. Eh ganz lecker, nur bisi mühsam mit den Stäbchen und dem ganzen Fisch. Der Kopf wird dann auch noch rein geworfen, die Kambodschaner nebenan hauen all ihre leeren Bierdosen aus ihrer Kühlbox aufn Boden und bis auf den Kopf haben wir alles auf gefuttert. Zahlen 16 Dollar glaub ich und marschieren papp satt wieder ins Hotel.

Bisi packen, bisi Balkon sitzen und den Nutten zuschauen und dann Heia.

 

Sonntag 10. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront / Sihoukville, Otres Beach – Sahaa Beach Ressort für 55 Euro pro Nacht

Wecker um halb acht, zum Frühstück gibts Spaghetti Carbonara, kalte Eier, denselben Reistopf und Obst. Um Punkt 9 checken wir aus, Zimmer passt auch meinen sie. Die TukTuk Typen wünschen uns alles Gute und über die Flusspromenade gehts zur Giantibis Busstation.

Die Sonne brennt total, wir werden in einen Minibus mit 6 Sitzreihen gestopft, sitzen ganz hinten neben einem deutschen Ehepaar die zum Glück nicht stinken. Über eine Stunde quält sich der Bus durch Phnom Penh, Golfplatz gibts und Harley Davidson Shop und sonst nur Staubpisten. Die Zufahrt zur nationalen Straßenmeisterei ist total desolat und voller Schlaglöcher, außerdem ist die Brücke zu ihnen rüber aus Bambus.

Erster Stop irgendwo. Ein Chines steigt irgendwo ein. Zweiter Stop bei ner Profi Raststation die ganz stolz auf ihre Klos ist („Wait till you see our bathroom!“). Wir fahren weiter, haben Delay, abenteuerliche Überholmanöver, mitten in der Pampa hupft noch ein Typ in den Bus rein, bei ner Kreuzung will die Französin die nicht gezahlt hat aussteigen, blöderweise ist ihr Koffer ganz unten angeleint, alles sehr anstrengend. Endlich kommen wir nach Sihanoukville wo lauter Hochhäuser in die Landschaft gepflanzt werden, wir dachten das ist so ein Minitouriort. Hier steht auch die Angkor Brauereizentrale, stolzer Sponsor von Borussia Dortmund. Der Deutsche und ich bezweifeln dass die davon wissen.

Gepäck gefunden und gleich auf ein Beruhigungsbier zum Wirten nebenan. Wir bekommen ein TukTuk für 8 Dollar und tuckern mit 5kmh Richtung Otres Beach. Hier gibts sogar Polizeikontrollen um Tourimädels abzuzocken die ohne vorschriftsmäßigen Helm fahren.

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Otres Beach 1 Hauptstraße, nicht befestigt, lauter kleine Restaurants, Bars, Shops. Vor nem Nobelschuppen werden wir noch langsamer, sogleich stürmt das Personal raus um unser Zeug reinzuschleppen. Strom gibts grad nicht und der Generator ist auch hin. Dafür kommt der englische Managerchef, versucht sich in small talk und für die entstandene Wartezeit zahlt er uns ein Bier.

Zimmer 103, deutlich kleiner als die gebuchten 50 Quadratmeter aber voll schön und nobel und neu. Auf Agoda steht offenbar nur Blödsinn, die haben erst vor sechs Wochen aufgesperrt. Wir hauen alles ins schicke Zimmer und marschieren zum Strand.

In der Bar mit den orangenen Stühlen machen wir Station, trinken Mojito, scheuchen 1000 Strandverkäufer weg (es gibt Tücher, Bandln, Massage, Gras das als Sonnenbrillen getarnt ist und Nägel schneiden), genießen den Sonnenuntergang und gehen wieder retour, schick machen fürs Abendessen.

Wir kehren ein bei der Frau Dani und ihrer Großfamilie, futtern Chili mit Curry und die Frau Dani erzählt uns dass sie mit nem Dänen verheiratet ist und wie mühsam es in Dänemark ist. Bei der Rechnung vergessen sie zwei Bier, kommen drauf und erlassen uns 25 Cent als Rabatt. Mit dem Bruder von der Dani könnten wir mim TukTuk die 10 Meter zum Hotel fahren. Dann schlafen, vorher noch kurzer Einkauf im Katzengeschäft.

 

Montag 11. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort

Aufwachen um 6.20, weiterschlafen bis halb neun, ne Runde im Pool, dann auf zum Frühstück. Es gibt Ei Benedict und englisches Frühstück für uns, gar nicht mal soooo toll und auf gehts zum Strand.

Wir spazieren auf und ab, rennen vier mal bei dem Pärchen vorbei welches sich im Sand vergräbt und enden im Lokal mit den grauen Liegen, die bequemsten der Welt.

Profil lesen welches von einem österreichischen Lehrerpärchen ab geschnorrt wird. Dann Futtern im Greenhouse, staubtrockenen Red Snapper mit Fliegengeschwader für 6 Dollar 50. Gar nicht mal sooo toll.

Wir werden total ignoriert, bekommen dann doch was zu Trinken und buchen online die Bootsticket nach Koh Rong Salmonellen für 16,50 Dollar pro Nase. Ich glaub das wars.

 

Dienstag 12. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort

Ja, schon wieder aufstehen. Austrias Next Topmodel kann man nur in Österreich online anschauen. Der Fernseher ist auch sehr klein. Frühstück gibts, der Chef heißt gar nicht Benedict und das Ei ist nicht nach ihm benannt. Der Kellner macht ständig blöde Witze und will belacht werden. Er telefoniert auch täglich mit God wegen dem Wetter und meint es wird schön.

Ich hab ne ganz tolle Videoidee, tauche mit der GoPro im Pool ein und im Meer wieder auf. Blöd nur dass es genau heut bewölkt ist, trotz des Telefonats.

Wir hängen erst am Pool rum, ich bring Nicole das Schwimmen bei weil sie das noch gar nicht so gut kann. Handtücher gibts irgendwie auch nicht und es is volle heiß. Geldabheben beim Bankomaten, 5 Dollar Gebühr für nix.

Am Strand legen wir uns ins erstbeste Liege, in Minutentakt kommen Verkäufer für Massage, Pediküre, Maniküre, Bandln, Schnorcheltrips, es gibt den Tintenfisch Mann, die Hummerfrauen und die indische Handlesermafia. Die neben uns haben sich nicht mal gscheit hingelegt und müssen schon Schnorchelausflüge und Bandln kaufen. Mein Bandl fand ich einfach am Strand, der Typ hinter uns fand dafür 5 Dollar.

Wir marschieren zum Griechen wegen dem Sonnenuntergang, beobachten das schwimmende Hüpfburgensemble wo eine Schülergruppe sich austobt. Und dann gehts auch schon wieder retour. Der Chef will ein Foto vom Sonnenuntergang von mir, schickte ich ihm, er freut sich und findets wunderwunderschön.

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Heute wird fein gespeist, Red Snapper „only for you“ und für alle anderen dies auf der Karte gelesen haben für 10 Dollar. Und einen Fischburger. Beides gar nicht soooo toll. 21 Dollar insgesamt.

Im Bungalow gibts noch die große Käfer vs. Gecko Show.

 

Mittwoch 13. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort / Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia für 50 Dollar pro Nacht

Wir wachen wieder zu früh auf, gehen Frühstücken, erklären den neuen Franzosen was ein Ei Benedict ist, packen den Rest in den Koffer und zahlen die Zeche. Ein Erinnerungshandtuch darf auch mit.

TukTuk wartet vor der Tür, 7 Dollar ins Zentrum des Hafens. Wir finden das Büro von Buva Sea, bekommen einen roten Backstagepaß und die ein rotes Pickerl.

Dann gehts ins Warterestaurant, großes Einstiegschaos, ein Haufen Chinesen sitzt auf unseren Sitzen und verhält sich auch sonst unangemessen. Der Käptn schimpft.

Irgendwer hat 15 Toshiba Fernseher bestellt die beim ersten Stopp ausgeladen werden, dafür werden drei dicke Stinkeamis eingeladen die auch nerven.

Endlich da am M´Pay Bier, schaut wirklich etwas aus wie eine Müllhalde. Nagel wird eingerissen und tut sehr sehr weh. Kurzer Spaziergang und Trolleygezerre und wir sind da, Phil wartet schon.

Hinsetzen, Angkor trinken, Einweisung bekommen. Alles sehr relaxed hier. Stricherlliste für Bier und überhaupt.

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Bungalow auch recht nett, der Phil is recht busy doing nothing und der hat ein Bali Festival organisiert mit Alt J und das war alles sehr mühsam wegen Vulkan, Visum, Hotels und Anlage. Kurze Anlagendiskussion. Außerdem schaut ständig die Einwanderungsbehörde vorbei und kontrolliert ob die ganzen Westler die hier überall hackeln eh brav das entsprechende Visum haben. Drum setzen sich immer alle in ein Boot und tuckern aufs Meer raus und kommen retour wenn die wieder weg sind.

Wenn man eine Stunde marschiert kommt man angeblich zu einem voll menschenleeren Traumstrand. Wir gehen mal in die Richtung und passieren lauter Holzressorts wo Bikinimädels arbeiten. Überall liegt sehr viel Müll rum, angeblich wurde vor kurzen die gesamte Häuserreihe die den Strand säumte weggerissen und ins Hinterland verlegt weswegen so viel Schutt rumliegt. Ist trotzdem die schönste Müllkippe auf der wir je waren.

Wir erreichen einen Vorhutstrand der auch schon wunderschön ist, beim Eco Ressort. Uns fehlt ja noch immer eine Woche an Hotels und dort gäbs auch nur noch zwei Nächte frei.

Wieder retour, Hunger, Mopeds tuckern die 10 Meter von den Häusern zum Strand auf und ab. Sehr viel gebaut wird hier und es gibt wieder eine große Baustellenkaraokeparty, gleich neben der Reinhold Messner Gedenkbrücke.

In der Mango Lounge hackeln drei Stuttgarter die schlechte Mojitos mischen. Als es dunkel wird und man nichts mehr sieht meint ein Bauhackler es wär jetzt die beste Zeit um eine Wand hochzuziehen.

Kurzer Stopp daheim, dann gehts weiter auf die Partymeile die aber schon alle halbwegs am Zusperren sind. In dem Taucherrestaurant gibts noch was zu essen und bei den Bikinimädels da drüben gibts die schlechteste Feuershow der Welt.

Wir gehen wieder heim und schlafen.

 

Donnerstag 14. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia für 50 Dollar pro Nacht

Nicole hat Bauchweh. Oje. Dafür wird ihr ein Kaffee serviert. Ihr privater Handleser hat ja vorhergesagt dass sie ein Vielfraß ist – das rächt sich jetzt.

Suppenfrühstück gibts leider keines, dafür fluffige Palatschinken mit Nutella und Obst. Die Einwanderungsbehörde ist schon wieder da und der Chef versteckt sich bei den Nachbarn.

Heute sind wir zur Abwechslung mal faul, wir machen ein Nachmittagsschläfchen und gegen halb drei marschieren wir zu dem Strand neben den Eco Ressort Typen. Die zahlen 1 Bier für 1 Sackerl Müll, irgendwer war so durstig, der hat 40 Säcke gesammelt und wollt dafür 40 Bier.

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Bisi schwimmen, bisi Wirtschaftswoche lesen. Dann gehts wieder retour und wir kehren bei Ernis Kitchen ein, auf ein total leckeres Curry. Hinter uns sitzt der Typ der mit seiner Freundin ein Haus zusammenzimmert, sie quatschen über die korrupten Bullen die alle abzocken (300 Dollar pro Business pro Monat) und dass irgendwer im Häfn sitzt weil er einem Polizisten 50 Gramm Gras verkaufen wollte. Außerdem baut er das erste vegane Restaurant von allen Inseln überhaupt und es wird total super. Sein Hund heißt Gypsy, der rauft am liebsten mit dem Titan.

Dann sitzt auf einmal unser Host Phil hinter uns und versucht Leute für sein Medical Center Projekt zu gewinnen welches er offenbar in Eigenregie hochziehen mag. Er fragt uns was wir heut so gemacht haben. Ich hab gesagt wir haben erst ein Nickerchen gemacht, dann sind wir da rüber spaziert und jetzt wieder retour. Alle lachen.

Daheim sitzen auf der finsteren Veranda zwei Amimädels (die eine ist glaub ich die Tochter von Lenny Kravitz, zumindest von der Frisur her) und sagen nix. Ich frag sie ob sie auf den Chef warten und erklär ihnen wo der gerade sitzt.

Dann fängts total zu schiffen an und wir gehen Heia.

 

Freitag 15. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Ich erwache kurz vor sechs, geh raus für den Sonnenaufgang und komm drauf dass die Sonne offenbar wo aufgeht wo man sie nicht sieht. Dafür habe ich einen neuen Hundefreund der mir nicht von der Seite rückt und der von allen gemobbt wird.

Das mit dem Internet hier klappt überhaupt nicht, wir gehen zur Mango Lounge, futtern Thunfischsandwich und buchen uns in Sihoukville ein, von
21. Dezember bis zum 25. Bootticket kann man auch in der Mango Lounge kaufen für 12,50, bei den drei Stuttgartern.

Endlich ist das Weihnachtsproblem gelöst und wir fangen an die Expedition zu dem geheimen Superstrand auf der anderen Seite der Insel, Clearwater Bay. Am Ende vom Dorf über die Brücke ohne Geländer, den Strand Richtung den Eco Typen entlang und dann irgendwann mal rechts den Berg rauf in den Dschungel. Blöd nur dass grad die Flut alles flutet, wir waten die Küstenlinie entlang und entdecken einen Pfeil der uns in den Dschungel schickt. Dann gehts rauf und runter, ziemlich anstrengend, zum Glück haben wir gscheite Schuhe mit.

Nach 30 Minuten lichtet sich der Wald und wir stehen an einem Strand wie wir ihn noch nie zuvor gesehen haben. Weißer Sand, das Wasser schillert in allen nur erdenklichen Blautönen, so gut wie keine Menschen und kein Müll. Wahrlich ein Traum, wie in The Beach.

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Ich hab voll Hunger und in der Mitte vom Strand haben ein paar Goa Hippies einen Riesenstrandbungalow in den Wald gezimmert. Es läuft so Bum Bum Mucke, alle rennen halbnackt rum, zusammengezimmerte Palettenmöbel, alles sehr verspielt.

Küche hat grad zu, ich bekomm eine Instantnudelsuppe für 3 Dollar, Kaffee für einen und ein Refill für 50 Cent.

Wir suchen uns ein Plätzchen wo wir noch einsamer sind in unsrer Einsamkeit, planschen und liegen im Wasser. Surreal schön.

Langsam gehts wieder retour, Dschungelwanderung, uns kommt ein Typ ohne Schuh entgegen, der fragt obs eh nicht mehr weit ist.

Wieder am Meer hauen wir uns sogleich in dasselbe. Ich hab etwas zuviel Sonne abbekommen und muss mit nem orangenen Tuch um die Schulter heim marschieren.

Phil fragt ob wir heut family dinner machen wollen, Nicole is verzweifelt, ich sag Nein und wir gehen zu den Tauchern was essen.

Ich buch gleich Refresher und zwei Fun Dives für 100 Dollar insgesamt. Am nächsten Tag machen sie nix weil da bauen sie ja das Krankenhaus, also übermorgen. Dh ich muss heut Trinktag machen weil ja schon Freitag ist. Gin Tonic mit dem grausliche Klang Bier wirds, dazu Chicken Lok Lak und Reis mit Huhn und vor allem Chili. Kopf schwitzt.

Dann Zwischenstopp bei uns wo grad alle mit dem dinner fertig sind auf einen Gin Tonic. Der Tschürtz hat geposted dass Arcadia die ganzen Wiesen Shows verloren hat was ziemlich schlecht ist. In der Mango Lounge gibts nämlich Internet und Angkors. Und dann gehen wir noch zu den Nachbarn, Friendly Tigers glaub ich, die als Bar ein ausrangiertes Boot verwenden. Der Chef ohne Leibal kommt vorbei und schnorrt mich wegen Papers an. Und dann gehts noch zum Chill In auf einen B52 der voll lecker nach Schoko schmeckt. Daheim wird dann ausgiebigst geschnarcht und geklot.

 

Samstag 16. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Aufwachen, Kaffee und Nuss der Kokos schlürfen, emedia auslesen, Nicole leidet Höllenqualen. Drum geh ich allein frühstücken zum Rob, großes englisches Frühstück für 6 Dollar mit beaked beans. Ein Boot kommt an und spuckt wieder neue Rucksacktypen aus.

Abmarsch zum Clearwater Bay und Mittagseinquere zu den Goa Hippies. Ein Schnurmann sichert die Balustrade, der pancake in Herzform dauert eine halbe Ewigkeit, eine Ziege ist ausgebüxt und steht planlos vor der Hippiezentrale. Eine hat ihre MicroSD Karte im Sand verloren und bietet dem Finder 100 Dollar wenn er die Karte ihr nach Conneticut schickt.

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Wir legen uns unter das Riesenschild was überall rumsteht, hupfen ins Wasser, ich geh schaukeln und spazier auf der Sandbank. Total schön. Ausflug zum anderen Ende des Strandes wo man nackt sein darf, eine Trulla macht Yoga und checkt nix. Der Schlafsaal ist voller Stockbetten mit Moskitonetzen und Rucksäcken.

Neben uns liegt die Lenny Kravitz Tochter mir ihrer Freundin, beim Hergehen treffen wir die Holländer vom Vortag, beim Retour gehen die zwei Österreicherinnen von denen uns die Barfrau am Vortag erzählt hat. So ein Hippiedorf hier alles.

Sonnenuntergang ist auch sehr schön, ein Krebs führt seine Muschel Gassi und daheim bei uns ist niemand. Heute hätt ich sogar dem family dinner eine Chance gegeben aber irgendwie ist der Phil verschwunden.

Mein blöder Tauchcomputer macht auch Mätzchen und das Kinderbuch, welches ich zum Lesen und Hierlassen mithab, ist mehr als schlecht.

Wir gehen wieder zu Ernis Kitchen wo heute das totale Chaos herrscht. Total random mode.

Bei uns daheim is immer noch nix los, ich schau The Osbournes und wir gehen heia.

 

Sonntag 17. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Wir hom in Kalenda gschaut, heit geht da Wind! Und wia! Die Wellen peitschen gegen den Strand, alles fliegt in der Gegend rum. Kaffee trinken, im Tauchshop nachfragen, alles abgesagt. Auch die wenigen Boote die ankommen schauen lustig aus. Ein paar neue Chinesen stapfen rum, die Tauchleute grüßen auch schon freundlich, der Stuttgarter geht spazieren, der Vater von Lars Ulrich mit seinem missmutigen Sohn stapft herum. Wir haben in ein paar Tagen 10mal mehr Leute kennengelernt als in 15 Jahren in Wien. Internet geht auch auf einmal wieder, passiert is eh nix. Ist ja kein Wolf Haas Krimi.

Also einen ganzen Tag zum Nixtun. Nach Clearwater Bay können wir nicht wegen dem hohen Wasserstand, das Wasser hier breitet sich immer mehr aus und wir werden wohl bald ertrinken, sogar die Hunde staksen ratlos in der Gegend rum. Wir waschen Wäsche, ich mach mir ein Bier auf.

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Das ganze System bricht zusammen wegen dem bisschen Wind. Die Boote fahren nicht, jetzt stapelt sich der Müll welchen das Supply Boat mitnehmen soll am Pier, außerdem hätt es Essen bringen sollen weswegen es kein Frühstück gibt und die ganzen Touris kommen weder weg noch hin. Keine Ahnung wie die Chinesen das geschafft haben.

Spaziergang ins Landesinnere zu nem kleine Restaurant wos Baguette mit Hundefutter und für mich eine Nudelbox mit Chili gibt.

Nix zu tun, wir hängen rum, ich bastel die kaputte Anlage vom Phil wieder zusammen, wir trinken Angkor und die restlichen Festlandbiere, lesen das Kinderbuch über die französische Revolution. Das Klang Bier ist echt schlecht, ein Schluck und man fühlt sich wie wenn man nen Kater hätte.

Dann kurze Aktivität: Wir gehen die paar Meter nach links zum Eck der Insel, zu den Sunset Bungalows. Sind die einzigen, warten trotzdem ewig und von drei bestellten Sachen sind zwei falsch. Naja, wird ja auch von einem Franzosen geleitet der die paar Dollar nachzählt die der Kellner schon vor gezählt hat. Dafür ist das Lokal total schön gelegen.

Abends gehts zur happy hour ins Chill In auf zwei total leckere Cocktails gemischt von der besten Kellnerin der Insel. Die übliche Patie ist da und säuft. Weiter wieder zu den Sunset Leuten, auf Knoblauch Baguette und wieder Suppe glaub ich.

Am Heimweg nochmal zu den Chill Ins auf nen Absacker, als wir gehen wollten quatscht uns der voll tätowierte Kanadier zu der erzählt dass er lang in Berlin als Babysitter gearbeitet hat und mit dem Kind im Arm, das Bier durch einen Strohhalm schlürfend, immer beim Dart gewonnen hat.

Daheim tut sich dann nix mehr, wir gehen schlafen.

 

Montag 18. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Schon wieder soviel Wind! Wir sind langsam auf Inselzeit umgestellt, früh schlafen gehen, früh aufwachen. Spaziergang zu den Tauchern, heut wieder nix. Ich ärger mich total dass ich an den schönen Tagen letzte Woche nicht tauchen war.

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Boote fahren sporadisch, das Brot ist auf der ganzen Insel ausgegangen, Gemüse gibts auch nicht mehr viel.

Schon wieder so ein Tag wo man nichts machen kann. Es gibt einen Typ der ne Inselrunde anbietet mit seinem Boot, dafür kriegt man auch ein schönes Tshirt. Aber der bleibt auch lieber im Hafen.

Angeblich gibts ja einen Wasserfall, wir bekommen eine handgemalte Karte und versuchen unser Glück, vor der Schule rechts rein, ein paar Gschäfte, ein paar Ressorts. Ganz oben wieder Baustellenparty bei einem großen Holzhaus wo einer grad kocht, der andre grad Betten zusammenschweißt. Eine unortbare Stimme schreit Hallo und freut sich dass wir zum Wasserfall gehen.

Ein kleiner Pfad dahinter hat einen kleinen Wegweiser, wir marschieren los, durch den faunalosen Dschungel. Blöd dass wir nur mit Flip Flops unterwegs sind. Wir hegen auch den Verdacht dass wir bloß den Holzfällerpfad entlang spazieren. Dann ises auf einmal aus, wir gehen alle Wege kurz weiter aber nichts. Einer führt runter zum Müllstrand aber auch da gibts nichts Wasserfall ähnliches.

Wieder retour gehen alles, man sieht außer den einen Karamellkäfer der uns im Clearwater Dschungel begegnet ist höchstens ein paar Ameisen.

Wir kämpfen uns retour, überall hängen lose, schwere Äste runter von den Stürmen. Auf das Abenteuer hin kehren wir bei den Dragonfly Leuten ein, bekommen Kaffee und Tee, genießen die wunderschöne Aussicht und gehen dann wieder.

Der Wind hat nachgelassen, es ist ja auch bereits mittags. Irgendwo waren wir dann essen, dann haben wir uns zusammengepackt und sind zu dem Eco Strand spaziert. Der Wasserstand ist wirklich höher, wir lassen uns neben der komischen Familie nieder, ein älteres österreichisches Ehepaar sammelt Müll. Ameisen fressen alle Blätter auf, das Wasser ist auch recht kalt. Ich probier mein tolles neues GoPro Handgelenkstativ aus. Trotzdem kalt.

Am Heimweg kommt uns ein Typ mit nem grauen Rohr und Rucksack entgegen – offenbar ein Kärnter und tatsächlich: Nicoles bester Freund von daheim der am liebsten in Indonesien Mutantenfische aus dem Wasser zieht. Wir spazieren mit ihm ins Dorf retour, erklären ihm die Lage, er will Bier trinken gehen, wir wollen nicht.

Kambodscha-2018-Schnaps

Daheim machen wir uns Fein fürs Abendessen und gehen mangels Alternativen zu den Unfreundlichen wo heute eine unmotivierte Dicke die Leitung hat und ihre Geschwister umherscheucht. Der Chef des zukünftigen ersten veganen Restaurants der gesamten Inselwelt kommt mit seiner Entourage, eingehüllt in eine graue Decke und begleitet von seinen beiden stinkenden Terrorhunden Gypsy und Titan die die arme Babykatze in der Gegend herum scheuchen. Arme Katze. Der Veganerking bekommt wegen dem Gemüseengpass Reis mit Zwiebeln und beschwert sich.

Wir kennen mittlerweile sogar alle Hunde im Ort. Es gibt unmotiviertes Omelette mit langem schwarzen Haar und eine Suppe. Der Kärntner kommt vorbei, er hat auch schon neue Freunde gefunden. Dann gehts wieder heim und ins Bett.

 

Dienstag 19. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Traum: Zuerst war ich in so einem Autobahnbrückenrestaurant und unter uns ist ein schrecklicher Unfall passiert. Ein Typ in blauer Hose liegt unter einem Auto, sein Unterleib schaut raus und ein Bein ist ab. Er zuckt noch etwas, dann hört das Zucken auf. Ein kleiner Bub neben mir will auch was sehen, ich sag ihm er soll besser unten bleiben. Ein schwarzer BMW war in den Unfall verwickelt.

Dann war ich mit Nicole in Südamerika, in einem Gefängnis, als Touristen. Nicole glaubt ein Brunnen in dem viel so Wasserpflanzenzeug schwimmt ist Festland, hatscht rein, geht unter, kommt wieder raus und meint ich soll ihr jetzt sofort ein Handtuch besorgen. Dann ist irgendein Aufstand, ich versteck mich hinter Leitplanken und gleich dahinter wird ein Typ von dem Mafiaboss zu Tode gehackt, die Axt lässt er fallen und sie kommt neben mir auf. Ich robbe weg, hör Polizeisirenen, als ich zu den Wägen komm seh ich dass da auch Gangster drin sitzen, die Polizisten liegen tot auf der Rückbank. Ich flüchte ins Hinterland, alles sehr bedrohlich, alle haben Angst. Am Ende lande ich in einer Strandbar mit dem Barni, wir trinken Bier mit ein paar Mädels und alles ist wieder halbwegs gut.

Schon wieder früh aufwachen, Kaffee trinken. Der Wind geht wieder heftig und ich schau zu den Tauchern, im geglaubten Wissen dass sowieso wieder alle abgesagt wird. Nöööö, sie wollen raus, ich soll gleich da bleiben, ich sag ich muss leider noch Zähne putzen und überhaupt. Ich mach mich fertig, Nicole kommt mit rüber, Frühstück gibs dort keines und überhaupt passiert dann bis 12 nix weil der Tauchbootkäptn sein Boot irgendwo in Sicherheit gebracht hat und jetzt selbst ein Boot bräuchte um hinzukommen. Irgendwann klappts endlich, wir gehen ans Ende des Piers, zusammen mit den Ferryboatrucksackgesindel. Einsteigen ins Boot ist recht schwierig, beladen ebenso, der Deutsche pfeffert deshalb gleich seine Flossen ins Wasser weils eh keinen Sinn hat.

Kambodscha-2018-Tauchboot-B

Mein Tauchchef ist ein Grieche, dann gibts ein kanadisches mixed Pärchen und am Ende tauchte Zoe, die Divemasteranwärterin die erst vor 6 Wochen überhaupt begonnen hat. Beruhigend. In der zweiten Gruppe, die von der happy-peppy Holländerin geleitet wird sind das deutsche Paar die genau denselben Indonesien Plan hatten wie wir, ein junger Tschechenbub mit seiner nervigen Mutter die nur zum Nerven mitgekommen ist.

Meinen Refresher cancellen wir weil ich eh super bin, dafür war der Kanadier noch nie Tauchen, bekommt einen Crash Kurs am Boot und muss sogleich mit. Würd ich mich nicht trauen.

Sicht ist leider sehr sehr schlecht, und selbst wenn man was sehen würd wärs nichts tolles. Ein paar Fische, ein Motorradreifen, Bleigewichte die zwischen Seeigel eingebettet herumliegen. Zoe hebt sie für mich auf, dann ist die Gruppe weg. Wir suchen und lauschen den Klopfzeichen, dann Tauchen wir langsam auf. Sind wirklich ein ganzes Stück weg von den anderen, schwimmen zum Boot und frieren in der Sonne. Es gibt ein halbes Baguette, Schweppes und Bananen.

Kambodscha-2018-Tauchen1

fotografiert von SasMoe

Dann fertig machen zum zweiten Tauchgang. Als ich den backroll ins Wasser mach muss ich bei einem Nagel oder so hängen geblieben sein, in meiner hübschen rechten Wade klafft eine lange Wunde.

Während dem Tauchen spür ich nichts, am Boot tuts dann doch recht weh. Tauchgang ähnlich wie der erste, wenig Sicht, starker Drift.

Macht irgendwie nicht soviel Spaß und nach 50 Minuten tauchen wir wieder auf. Die Holländerin versorgt meine Wunde und wir tuckern mit dem Boot retour. Jetzt hab ich zumindest ich die gesamte Insel gesehen. Dann gibts noch Probleme beim Anlegen weil der Wasserstand so niedrig ist.

Ich schlepp mein Zeug zum Shop, geh heim duschen, geh retour zahlen und Loguch ausfüllen. Dann werd ich nochmal verarztet.

Daheim der Frau Wuddl alles erklären, dann darf ich was Essen gehen, diesmal zu den Harmony Bungalows zwei Häuser weiter.

Curry für alle, die Lars Ulrich Methadon Familie kommt auch.

Daheim gehen wir schlafen.

 

Mittwoch 20. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Früh aufwachen, again. Bei uns ist total viel los, 20 Frühstücke gehen raus und mein Kaffee dauert ewig weils keine Tassen mehr gibt.

Wir gehen zur Mongo Lounge die Boottickets für den kommenden Tag kaufen, 12,50 Dollar pro Person, 12.30 Abfahrt.

Dann warten wir bis die Mädels unseren neuen Bungalow geputzt haben, wir müssen siedeln weil wir eine Nacht verlängert haben. Schaffen wir. Ich hab einen neuen Hundefreund der mir überallhin folgt. Das Fenster im Bad ist aus Sicherheitsgründen mit Pappkarton verhängt.

Wir verbringen einen faulen letzten Koh Rong Tag, gehen zu Ernis Kitchen auf ein Amok, der Kärnter gesellt sich zu uns, bestellt Curry, bekommt das Gleiche. Er sagt wir sollen nach Indien fahren. Okay.

Es ist irgendwie echt kalt, meine violette Thai Airline Decke ist mein stetiger Begleiter. Ein letzter Spaziergang zu den Eco Typen, bei den Tauchern noch die Wunde versorgen lassen die echt org ausschaut. Dann gehts zum Abendessen zu den Easy Tigers nebenan, das Essen besteht hauptsächlich aus Zwiebeln und Chili. Der Wind zeigt auch wieder was er kann, wir machen uns Sorgen ob wir morgen überhaupt da wegkommen.

Kambodscha-2018-Wunde

Dann wird geschlafen. Einschlafen fällt schwer, ein letzter Sitzplatz am Strand musste her. Sogar die Easy Tigers haben kurz nach 10 das Licht gelöscht.

 

Donnerstag 21. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia / Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Früh aufwachen. Es ist windstill. Die See liegt ganz ruhig. Phils Freundinn ist abgereist, überhaupt ises sehr ruhig. Ich bekomm meinen Kaffee, wir plaudern, im Hafen ist irgendwo ein riesen Warenlager, von Waschmaschinen über Dosenbier gibts da alles und die beschicken das supply boat. Die Strafe der immigration office für unerlaubtes Arbeiten macht 150 Dollar aus, das Ansuchen 160.

Wir packen gemütlich zusammen, checken aus, zahlen noch 100 Euro fürs Zimmer und Futter. Und dann warten wir dass die Zeit vergeht. Um kurz nach 12 taucht ein Boot am Horizont auf, wir marschieren zur Mongo Lounge, war eh das Falsche. Ziemlich pünktlich kommt das Richtige, kein Einsteigchaos, Plätze beim Käptn ganz vorn.

Kambodscha-2018-Rechnung

Kurz darauf kommen diese schiachen Hotelbaustellen immer näher, wir sind da. Am Hafen treffen wir noch den einen zugekifften Tiger und den Kanadier der mit einer Steige Angkor herumrennt. Futtern beim Chinesen, die Tauchlehreranwärterin schneit herein.

Anschließend mit dem Tuk Tuk für 3 Dollar zum Quartier, als wir fast da sind meint der Typ er will nimma weil es ist so weit. Wir schimpfen, er bekommt 2 Dollar 50, wir gehen ums Eck und sind da. Umringt von den schiachen Hotelbaustellenburgen steht unser Hostel. Die Chefin ist nicht da, die nichtenglischsprechende Vizechefin gibt uns Zelle 5. Irgendwie ist das hier nicht so leiwand. Wir brechen auf Richtung Strand, blöd nur dass den die ganzen im Bau befindlichen Hotelmonstrositäten für sich reklamieren.

Wir finden dann doch runter, ca 500 Meter Strand ist noch benutzbar, bepflanzt mit lauter hässlichen „Strandbars“ und Masseusen. Nicole hat voll Kopfweh und sonst ist auch alles komisch hier. Wären wir doch auf der Insel geblieben!

Daheim is die Chefin schon da, die französischen Vermieter von denen auf Agoda alle geschwärmt haben gibts nicht mehr, gehört jetzt einem Kanadier in Kanada und das wir müssen leider vier Nächte bleiben. Sie humpelt irgendwie, hat einen Hustenanfall, wir bekommen Zelle Nummer 1, eine der besseren Zellen.

Naja, was solls. Bei so nem Standl die sich voll freuen dass wir sie besuchen noch vier Angkor gekauft, zumindest geht das Internet. Angie und Dusch anrufen, um 10 schlafen gehen.

 

Freitag 22. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Wir wachen auf in Zelle 1. Die Baustellen haben die ganze Nacht durchgebaut. American Breakfast, ganz lecker, oder French Toast, bisi mickrig. Google sagt es gibt einen Markt, drum auf ins nächste Tuk Tuk und für 3 Dollar ins Straßengewühl.

Markt gefunden, übersichtlicher als gedacht, same same. In der Fleischabteilung haben wir uns fast angekotzt von dem Gestank. Im Zentrum des Marktes steht ein grüner Mülleimer, eine Rot Kreuz Spendenbox und ein Sandler der auch sammelt.

Ich bekomm eine Sonnenbrille für 3 Dollar von einem gewissen Ray Ban und allerhand Schnickschnack für daheim. Kühlschrankmagneten und so. Und Tücher! Man kann nie genug Tücher haben.

Bei der Apothekenfrau kauf ich sterilen Wundverband und eine antibiotische Salbe. Dann gehts zum Essen nach gegenüber, eine orge Tom Yam Suppe die intern weiterköchelt und sehr lecker schmeckt. Ungefragt wird mir Knoblauch und Chili serviert. Mir gefällts hier. Ich bekomm Zweifel an der komischen Salbe aus Indien, weil Antifungi oben steht. Die Apothekentante und ihr Fachmann meinen aber das ist super.

Kambodscha-2018-Salbe

Abmarsch Richtung Zentrum, davor noch einen leckeren Kaffee vorm Reisfachgeschäft. Supermarkt mit Le Rustique Käse und teurem Trödel, ein Honda Geschäft die den Zoomer X für 2300 Dollar anbieten, ich bekomm ein hübsches Prospekt und Nicole darf aufs adrette Hondaklo gehen und dann sind wir eh schon beim goldenen Löwen Roundabout. Am Pier sagen sie uns der Bus nach Koh Kong kostet 8 Dollar und das Partyboot das grad einläuft kostet 27 Dollar inklusive Futtern. Am Heck kommt Schaum raus.

Wir marschieren den Strand entlang vom Serendipety Beach, alles total vermüllt, über eine Kloake wurde eine Schaukel montiert, alles wie in Bibione nachdem die Kärnter dort eingefallen sind. Nicole bekommt von Angi ein Chanel Armband geschenkt mit dem sie eine Ruhe von den anderen Masseusen hat und eine riesen Openair Bühne wird hingepflanzt, mit einer gegrillten Sau davor. Wir verstehen das alles nicht.

Auf der anderen Seite vom Pier ises netter, bei so jungen Russen bekommen wir unsre Shakes und dann gehts mit dem TukTuk wieder heim. Davor noch bei unseren Freunden Wasser kaufen.

Ich erreiche Barni der sagt es wird alles gut. Die Hotelfrau ruft für uns bei den Ausflugstypen an, leider gibts morgen nix. Weder Waterfall noch National Park.

Wir bekommen im Clearwater ein Gulaschcurry was sehr lecker schmeckt und gehen gegen elf schlafen.

 

Samstag 23. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Der Philipp L´heritier ist tot, von FM4 der. Mit 40. Org. Nicole sagt wenn ich sterbe bringt sie mich um.

Ich mag Pizzaschnitzer werden. Beim Mafiahaus nebenan wo sie uns nicht reinlassen haben sie aufm Stacheldraht Weihnachtsbeleuchtung angemacht die wir durch unsre vergitterten Fenster die ganze Nacht blinken sehen.

Wir gehen zum Strand, bekommen eine Liege, heut ist außerdem große Chinesenparty mit Karaoke und Leute-Ins-Wasser-Schmeißen Animation. Dann kommt der Wind von der Insel rüber, es ist irgendwie ungemütlich. Schnell daheim eine Runde duschen, einer Gruppe Einheimischer hinter hertrotten und mit dem TukTuk in die Stadt.

Die Hoteltante könnte uns für 10 Dollar Bustickets checken, ohne Pickup. Nööö. Wir kaufen sie am Pier für 9 inklusive und bekommen eine Telefonnummer falls es nicht klappt.

Schnell was Essen, Reisberg mit Shrimps, dazu grauslichen Gemüsesaft. Die Lars Ulrichs spazieren vorbei. Zum Shoppen gibts nix, wir kennen auch schon alle Gasserln und fahren wieder heim.

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Vorher noch zu unseren friends Wasser und Bier kaufen die sich voll freuen uns mit uns was trinken wollen. Ein Kind bekommt einen Keks von uns, das zweite Kind geht leider leer aus.

 

Sonntag 24. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Hallo, heute ist Weihnachten! Zur Feier des Tages gibts American Breakfast, juhu. Wir spazieren zum Strand, hängen da ab, trinken Angkor, futtern was, werden auf russisch gefragt ob der Platz noch frei ist. Ein Schnorrer kommt weil er Geld für Essen braucht und der nette dicke Russe bietet ihm einen Fruchtspieß an den er aber verweigert.

Wir riskieren Muscheln und Fisch, heute gibts eine Weihnachtsklofrau die 500 Riel Pinkelsteuer einhebt und der meine Geldbörsensicherheitskette voll gut gefällt.

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Dann wirds fad, außerdem ises gleich zwei, drum gehts mit demselben TukTuk Fahrer in die Stadt zu den goldenen Löwenkreisverkehr. Wir kehren ein im türkischen Benetton Lokal auf ein Falafel und einen Raki für 6 Dollar und glänzen mit unseren türkisch Kenntnissen.

Dann schauen wir uns noch den Sonnenuntergang am Hafen an, philosophieren mit dem Kellner über die viele Arbeit und dann geht Wuderix zur Fußpflege während ich im Puff nebenan White Russian trinke.

Wir probieren ein neues Weihnachtsbaumfoto und beim Nobelhotel steht ein magersüchtiger kambodschanischer Weihnachtsmannstatist der gequält ein Bild über sich ergehen lässt.

Noch schnell was einkaufen, dann retour und zu unseren friends zu dem kleinen Eckgeschäft. Der Verkäufer hat ein Funkgerät am Tisch wo die ganze Zeit der Polizeifunk raus rattert, er ist nämlich eigentlich Sheriff und wohl ein rich man.

Dann wird noch kurz daheim abgehangen und wir gehen schlafen.

 

Montag 25. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht / Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht

Schon wieder früh aufstehen, der Himmel ist bedeckt. Wir gedenken drinnen um 7 Uhr früh zu speisen und freuen uns über den dampfenden Kaffee am Tisch der aber für die Chinesen gedacht ist die mit Buva Sea auf die Inseln fahren. Viel Spaß bei dem Wetter. Der Buva Sea Mannschaftstransporter aus Aluminium ist da, die Chinesen zahlen und sind weg. Neben uns wohnt übrigens nicht die Mafia sondern der Premierminister der Provinz.

Wir sind pünktlich um 7.30 fertig und warten auf unser Shuttle welches nicht daherkommt. Ein Taxi kommt und holt die zwei Tätowierten ab. Warten, urfad, die One-Woman-Show vom Hotel ruft an, meint die kommen gleich. Noch ne halbe Stunde warten, inzwischen ist es 8.20 wobei der Bus um 8.30 losfahren soll. Dann endlich kommt ein Tuk Tuk und wir tuktukern los zum Busbahnhof vor dem ein schmieriger alter Schrottbus steht in dem fünf sauer dreinblickende Thais drinsitzen die mit dem Reiseleiter halb zum Schlägern anfangen weil die ihm die Schrottkarre als Luxusliegebus verkauft hat. Sie kriegen ein paar Dollar retour, sind sauer und hoffen auf das große Buswunder in Koh Kong.

Uns is wurscht, wir stopfen den Busvorhang in die hiniche Klimaanlage und fadisieren uns. Zweimal bleiben wir irgendwo stehen und sammeln neue Leute auf die uns alle fragen ob das eh der richtige Bus ist weil wir anscheinend so allwissend aussehen.

Kambodscha-2018-Raststation

Die Thais beschweren sich dass wir so oft stehen bleiben, ein komischer Südkoreaner quatscht alle zu und um Eins sind wir dann in Koh Kong.

Mit der südamerikanischen Frau und ihrem Kind gehts zum 99 Guesthouse, der TukTuker bekommt aus Versehen ein Trinkgeld und ein bierbäuchiger Deutscher quatscht uns voll zu und schreit noch als wir längst um die Ecke gebogen sind.

Zimmer ist voll okay, 8 Dollar, sauber, passt.

Hungrig, zum raus auf die Hauptstraße und nach links. Es gibt Reis mit komischem grauslichen Seafood mit Haaren und dazu den Südkoreaner der auftaucht und nicht mehr geht.

Wir aber, und zwar zum Markt der total ruhig und klein und ungewohnt ist, dafür gibts auch nur Schrott. Weiter zum Hafen der hauptsächlich dreckig ist. Wir gehen au einen Cafe und wer schaut schon wieder vorbei? Der Typ der alle zu quatscht und ein Motorrad sucht für irgendeinen komischen Dschungeltrip.

Koh Kong ist sehr klein und eigentlich gibs wenig bis nix zu tun. Google hält jeden Greissler für ein Einkaufszentrum und das Haus mit den schillernden Fenstern ist leider nur das Finanzamt. Überhaupt gibts für jeden Schaas ein eigenes Amt.

Retour im 99er quatschen wir noch mit den Rezeptionstyp der wohl der freundlichste Mensch in Kambodscha ist. Der Fernseher im Zimmer mag meinen USB Stick nicht, wir machen Lesestunde und gehen dann schlafen.

 

Dienstag 26. Dezember 2017

Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht

Das Wetter ist schlecht, es regnet volle Wäsche, die Stadt ist wie Klagenfurt klein, kalt und grau. Wir frühstücken in dem finsteren Lokal schräg gegenüber, ein Bretterverschlag, dekoriert mit Bierplakaten. Ein paar Kambodschaner schlürfen ihre Frühstückssuppe, der Fernseher läuft auf voller Lautstärke und wir fallen zumindest nicht negativ auf.

Der Regen lässt nach, wir gehen noch auf einen Kaffee, nochmal eine Runde über den Markt. Daheim fragen wir obs schon zu spät ist für ein TukTuk zum Wasserfall, 5 Minuten später steht eins da. 15 Dollar hin und retour, es ist ziemlich kalt in dem Teil und wir fahren gut 18km bis wir da sind. 1 Dollar Eintritt, ein Spaziergang, der Fahrer begleitet uns.

Ein paar Familien haben unten ein paar kleine Hütten und verkaufen Saft und außer einen Boot das gleich wieder umdreht als es uns sieht sind wir allein.

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Tatai Wasserfall heißt das Teil, eigentlich mehr ein Fluss mit Gefällt aber sehr schön und ruhig. Es beginnt wieder zu nieseln und wir marschieren retour, plaudern noch mit dem Schrankenwärter, ein Mädl kommt auf einem Roller vorbei, liefert Essen und wir verarscht weil ihr Scooter defekt ist.

Wir tuckern wieder retour, zahlen brav, ziehen uns flott um und gehen wieder in den Bretterverschlag was Essen. Der Hotelchef zeigt uns wo das Post Office ist wegen unserer Postkarten und wir marschieren dorthin. Ist gleich das Postministerium mit einer riesigen Gatschfalle damit ja keiner hinkommt. Die Schuhe sind voll versaut mit rotem, zähen Schlamm. Der Postlerin taugts.

Wuderix geht wieder zur Massage eine Runde herumbrüllen, ich hab Lesestunde und Buch das Hotel für morgen. Die Stadt ist total schräg weil man neben Riel und Dollar auch in Baht zahlen kann.

Der Rastertyp aus Frankreich hängt mit seiner Freundin am Balkon ab und wir gehen schlafen.

 

Mittwoch 27. Dezember 2017

Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht / Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht

Auschecken ist erst um 12 und bei der neuen Hütte einchecken erst um zwei, also gehens wir entspannt an und gehen was frühstücken, diesmal in ein kleines Hotel aufn Weg zum Hafen. Dann auf ein zweites ins Wildlife Cafe am Hafen auf einen Pancake. Der Südkoreaner taucht schon wieder auf, immer noch auf der Suche nach seinem blöden Motorrad und die Isi vom Hotel sitzt hinter uns und kennt uns aber nicht mehr. Der Koreaner leider schon.

Am Weg retour sehen wir noch die stärkste Eiswürfelzerkleinerungsmaschine der Welt und wechseln 100 Dollar in Baht. Wir zahlen unsre 18 Dollar Hotelgebühr, packen den Rest zusammen, sagen Baba und lassen uns für 6 TukTuk Dollar über die Brücke in diesen schrägen Luxusbunker mit Kasino direkt an der Grenze kutschieren.

Die schauen dort ziemlich verwirrt als wir da reinstolpern, kontrollieren alles dreimal bevor sie uns den Schlüssel aushändigen und der Gepäckboy unser Zeug aufs Zimmer karrt.

Total schräger Kasten, riesengroß mit Ballsaal und Speisesaal und zwei Kasinos und Rolltreppe die nicht funktioniert. Außerdem steht die Klimaanlage auf 12 Grad und irgendwie ist kein Mensch da. Für die 400 Zimmer von denen 399 offen stehen gibt es genau acht Liegen am Pool was aber eh wurscht ist weil die ganzen Chinesen eh von früh bis spät im Kasino abhängen. Kein Mensch kann Englisch, alle sind unfreundlich, der Pooltyp fängt fast zum Streiten an weil er glaubt wir wären mit den Schlapfen rumgehatscht, vorm Restaurant steht ein Riesenplakat für einen Bierhumpen für 75 Baht dens aber im Lokal gegenüber gibt und erst ab 5 und überhaupt ist die Aktion seit drei Tagen ausgelaufen. Alles sehr hirnlos und wir fühlen uns nicht sehr wohl.

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Wir gehen was Essen, draußen, spazieren zur Grenze und wieder retour und um fünf gehts dann zum Beer Garden gegenüber auf so einen Humpen für 105 Baht inklusive Betreuungspersonal die bei jedem getätigten Schluck nachschenken. Noch ein Cocktail und dann reichts eh. Beim Nachhausegehen noch eine Abstecher ins Kasino. Die selben Typen wie am Nachmittag verspielen da ihre Yen. An der Hausbar ist alles gratis, Nicole schnauzt trotzdem die Kellnerin an dass ihr das immer noch zu teuer ist. Ein fetter Chines spiel Baccara und die einzige Kasinotrulla die halbwegs Englisch kann versucht uns die Eckpunkte des Spiels zu erklären. Wir kapieren nix. Am Ende händigt sie uns eine Erklärungskarte in schlechtem Englisch aus auf der steht dass man einen Gratis Schuh bekommt wenn man ständig Petting macht.

Wir verziehen uns in Room 7330 auf ein Gutes Nächtle.

 

Donnerstag 28. Dezember 2017

Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht

Wir sind zwar nicht so happy mit der komischen Burg hier aber mangels Alternativen verlängern wir für 100 Dollar und wollen dafür einen Seaview Room. Der Gepäckträger kriegt nix und das Zimmer ist gegenüber unseres alten, Raum 7343. Alle restlichen Zimmertüren stehen sperrangelweit offen.

Das Frühstück ist auch verwirren, wir haben bloß Gutscheine fürs American Breakfast bekommen, der Kellner hält uns trotzdem die Speisekarte für alle drei Frühstücksvarianten hin und als wir uns für eine andere entscheiden meint er wir könnten leider nur american wählen. Dann kommt der Frühstücksdirektor, erklärt uns genauestens wo der Kaffee, das Brot und das Obst steht und dann sitzen wir allein in dem riesigen Saal rum und futtern den totgebratenen Speck und die Hundewurst.

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Danach gehts ins Fitness mit anderen Chinesen die jeweils unterschiedlichen Lärm von ihren Handys abfeuern. Ich feure mit Pantera zurück, ist ihnen aber wurscht.

Sie hauen uns aus dem Ballsaal raus wo wir ein Foto machen wollten, drum gehen wir an den Pool und quatschen mit den neu angekommenen Schweizern. Bisi planschen, dann lesen, dann aufs Klo gehen, dann wieder lesen. Viel mach ma ja nicht. Deshalb wird ein Spaziergang zwecks Essensbeschaffung beschlossen, in Richtung des großen Koh Kong Zoo Einganges. Es gibt was zu essen, ein paar Jungs sitzen beim Eingang und trinken Angkor, eine Gärtnerin fegt brav den Gehweg frei und dann sitzt da ein ein fetter Typ in seinem Hütterl und winkt ab dass alles geschlossen und verfallen ist. Irgendwie keine Überraschung. Wieder retour, Wasserkauf scheitert und dann ist es endlich Zeit fürs Abendessen. Vorher noch in nem schrägen China only Supermarkt direkt neben unserem Hotel.

Wir treffen die Schweizer im Beer Garten die eben fertig gefuttert haben. Wir setzen uns dazu, bekommen nichts zu trinken und keine Karte und nach Reklamation alle möglichen Karten aber keine auf Englisch und keine für die Grillage.

Zwei Squid sollens werden, dazu ein Bier, ein Kiwisaft und eine Kokosnuss. Sie schleppen schon wieder so einen Humpen an und checken erst beim dritten mal erklären das wir das gar nicht bestellt haben. Alles sehr kompliziert. Mein Squid kommt, Nicoles 30 Minuten später. Man hätt ja auch beide gleichzeitig draufhauen können aber das wär zu logisch gewesen. Als Nachspeise noch zwei Kukuruz die nach Kartoffel schmecken.

Den Schweizern präsentieren sie 30 Minuten nachdem sie gezahlt haben eine zweite Rechnung weil sie das Essen vergessen haben zu kassieren. Kann ja passieren, bei zwei besetzten Tischen. Drum hauen wir gleich ab, bei uns hat auch die Hälfte gefehlt. Voll Vietnam style hier alles vong Chaos her. Die Schweizer haben sie übrigens nicht ins Kasino reingelassen weil sie zu abgerissen aussehen, hihi.

Am Pool sind 100 Chinesen und wir gehen schlafen.

 

Freitag 29. Dezember 2017

Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht / Koh Chang – Paradise Bungalows für ca. 2.300 Baht pro Nacht

Aufstehen, packen, komisches Frühstück again. Die Schweizer setzen sich dazu, der ganze Saal ist wie für einen Ball hergerichtet. Wir sind wieder die einzigen. Keiner mag die Hundewurst. Wir verabschieden uns und als die Schweizer gehen fangen die zu viert an den ganzen Tisch abzuräumen und lassen uns gerade noch die Kaffeehäferl die wir in Händen halten. Wir verstehen das alles nicht. Schnell packen und nichts wie raus aus dem Tollhaus. Ein letzter Spaziergang am völlig ungenützten Privatstrand und dann gehts zu Fuß zur Grenze.

Müllsammler, Dreck, viele Leut die irgendwie nur rumstehen und sich selbst durchzählen. Nur zwei Leute vor uns beim Ausreiseschalter, trotzdem dauerts eine Ewigkeit. Departure Card wird raus gerissen, Stempel rein, Fingerabdrücke hierlassen und weiter gehts Richtung Thailand.

Dort umgekehrtes Spiel und wir bekommen ein 30 Tage Visum, warum auch immer. Keiner kennt sich offenbar mehr aus.

Und keiner will uns mit dem Minibus mitnehmen, erst ganz am Ende vom Ort brüllt wer was. Entweder Privat für 900 Baht pro Nase direkt zum Pier oder für 140 im Minibus nach Trat. Da müsst ma aber noch auf ein paar Leute zamwarten.

Also warten, Kathi Bottle ruft an, schnell wo aufs Klo gehen, dann gehts recht rasch und kurz nach 10 heißt es Abfahrt. Unterwegs wird stehengeblieben um den Bus mit irgendwelchen Leuten aufzufüllen, es gibt acht Polizeikontrollen und um 12 sind wir am Busbahnhof in Trat. Uns fragen alle wo wir hinwollen – wir sagen aufs Klo. Das ist gratis und sauber und für 80 Baht gehts dann im nächsten Sammelpritschenwagen die 15km zum Pier. Stop bei einer schwindlichen Bootsticketverkaufsstellenkioskrestaurant und für 80 kriegt jeder sein One-Way-Ticket.

Rausschmeißen am Pier den wir eh schon kennen, rein in den nächsten Pickup und die Fähre um 13 Uhr wartet noch brav bis wir alle an Bord sind.

Kambodscha-2018-Faehre-Koh-

40 Minuten Überfahrt und Koh Chang rückt immer näher. Unheimlich dass wir vor ein paar Stunden noch in Kambodscha waren.

Wir legen an, alle hüpfen raus, wir haben keine Stress. Blöd nur dass dann alle Taxis weg waren. Drum mal was essen und unseren ersten echte Thai Eistee. Dann is mir irgendwie schlecht geworden und der orangene Eistee wollte wieder raus. Muss mich kurz hinlegen, zum Glück kommen die ersten Pritschentaxen die auf die nächste Fähre warten und wir können gleich rein. 60 Baht pro Nase für die Fahrt nach Koi Mook am White Sand Beach wenn wir auf der Hauptstraße raus hüpfen beim zweiten Supermarkt.

Fähre kommt, Touris werden rein gestopft, 12 Leute in dem Mini Taxi. Wir kennen uns teilweise schon aus und beim Big C stoppt der Typ wie ausgemacht und wir holen unser Zeug. Inzwischen ist es 15.15, wir gehen die Straße runter und kommen drauf dass wir da ja das letzte mal schon spaziert sind. Damals hats uns da nicht so gefallen. Paradise Luxury Bungalows gefunden, eingebogen und von oben schreit schon wer runter ob wir die Bernhards sind. Es ist Matt, der voll tätowierte, der wie ein englischer Hooligan aussieht. Er freut sich dass wir da sind, zeigt uns alles und setzt sich dann gleich zu uns mit einem Bier. Die anderen Bungalows sind bewohnt von big fat sausage eating germans, a nice Finish couple and some sportive austrians that collect heart-shaped rocks.

Eh sehr nett alles, alles sehr überschaubar, der Matt freut sich dass er so ne schicke Truppe beisammen hat und erzählt uns von dem Fettknuddel auf seinen Eiern und dass seine Frau Tara Gebärmutterkrebs hatte.

Dann lässt er uns wieder allein und ich räum den Trolley leer für den Großeinkauf beim großen C, schließlich haben wir ja nen Riesenkühlschrank im Zimmer. Beim Marschieren kommt uns Matt in seinem fetten schwarzen Auto entgegen und glaubt wir laufen wieder weg.

Urviel Zeug gekauft, viel gezahlt, alles in den Kühlschrank gestopft und runter zum Strand wo die Finnen mit Matt plaudern. Die sind grad auf Weltreise, die Säcke, und sie hört gern Nightwish und er baut Schwammerl an.

Wir gehen dann noch was essen ins Saffron Lounge, ziemlich fancy, ziemlich teuer. Und dann Heia.

 

Samstag 30. Dezember 2017

Koh Chang – Paradise Bungalows

Heut Nacht hat mir der Matt einen alten Scooter geschenkt und anfangs wars toll aber dann hab ich keine Tankstelle gefunden und mich gefragt was ich mit dem Teil machen soll wenn ich in ein paar Tagen wieder fahr. Weiters war ich in China in so einem Fast-Food Restaurant wo ich mich nicht ausgekannt hab und hab irgendwas bestellt. War irgendwie ganz schick. Hinten saßen dann eh Leute die ich kannte.

Aufstehen, runter setzen, Matt kommt vom Laufen retour und macht mir ne Kanne Kaffee. Die Austrians sind auch schon auf und machen komische Fitnessübungen und sie sammelt wieder Steine. Dann wird Kaffee in den Bungalow serviert, bisi rumhängen, 10.000 Baht Bungalow zahlen und dann führt uns Matt zum Ende vom White Sand Beach und haut uns raus.

Wir spazieren retour, finden ein Nudelsuppengeschäft die meinen sie ham keine Chilis aber dann gibts die am Nebentisch in drei Varianten. Der Weg hat weiter gewirkt als gedacht, weil kurz darauf sind wir eh schon wieder daheim. Noch kurz beim Tesco einen Knabberfisch für 43 Baht kaufen der nach Grillhenderl geschmeckt hat und total lecker war.

Kambodscha-2018-Sunset-Koh-

Sonst nur rumsitzen, lesen, Tagebuchschreiben, die Finnen verstecken sich, Sonnenuntergang schauen und auf die Hauptstraße was Essen. Big C hat auch noch offen und neben riesigen Fischen gibts Bananen in Aktion. Dann wird geschlafen.

 

Sonntag 31. Dezember 2017

Koh Chang – Paradise Bungalows

Silvester, Party, juhuuu. Kaffee gibts für 100 Baht pro Pot, dann gehts zum Frühstück in den Steakladen an der Ecke bei der Hauptstraße. Gibt keine Shakes, also doch ein Frühstücksbier welches sehr lecker schmeckt. Dann wird gewandert, in Richtung unseres alten Ressorts am blauen See. Das Ressort gibts wirklich noch, ansonsten hat sich nicht so viel verändert. Die Bob Marley Bar gibts auch noch und die Frau erinnert sich sogar noch an uns. Die Bikerbar hat die Location gewechselt. Geld wird gewechselt, Tesco besucht und im V-Markt sitzt der Matt mit nem Haberer bei einem Riesenbier, kennt sich kurz voll nicht aus und meint dann wir sollen auch schnell eins bestellen denn ab 2 wird kein Bier mehr verkauft. Der Typ mit dem er rumsitzt ist 77 und hatte früher eine Band mit David Bowie. „He is a fucking legend!“.

Im V-Markt kaufen wir allerhand Schrott und Tabak, 100 Gramm für 10 Euro! Matt kann noch Autofahren und bietet uns an mitzukommen. Beim Klumpertgroßhändler hüpfen wir raus, suchen uns allerhand Zeug aus und der Typ erklärt uns es würde alles doppelt soviel kaufen weil Großhändler. Rumgehandelt, ich bekomm mein 30L Drybag, eine Angitasche, zwei Hosen und nochwas für 800, als er rausfand dass wir keine Russen sind hat Nicole ihr Zeug sogar tw billiger als angeschrieben bekommen. Frechheit.

Dann wird am Strand abgehangen, Leo getrunken, Matt schmeißt das Grillfeuer an, und als er meinte langsam wärs fertig hauen wir ab und gehen duschen.

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Lecker Futter gibts, Matt ist ein bisi traurig, seine Tochter zickt rum und der Finne hält seine Reden. Der Franzose kommt und ist schlecht drauf, seine Haberer kommen und die vertschüssen sich aufs Zimmer. Ich geh mit dem Finnen auf seinen Balkon und kann mich daraufhin nimma gscheit bewegen. Kurzes Nickerchen, dann gehts wieder, aber alle sind weg bis auf den besoffenen Matt und den Oberfinnen der uns noch auf irgendeine Bum Bum Party in White Sand verzahen mag. Nööö danke, Müdigkeit lässt er aber nicht gelten („I can make you wake you up right now in Bungalow!“). Trotzdem nein, um 11 wird geschnarcht.

 

Montag 1. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows

Heute Lazy Day! Nix tun. Wir gehen zur Penny nebenan frühstücken, die haben einen voll netten Pool und machen Hofknicks wenn man was bestellt, außerdem sind in ihrem Bücherregal tolle Bücher wie zum Beispiel Shades of Grey, von Mäusen angeknabbert.

Hühnersuppe mit grünen Chilis gibs und grünes Kiwi-Getränk. Matt fragt wegen tauchen und ich buch die bb divers für morgen, Nicole kommt mit Schnorcheln, insgesamt 4000 Baht. Dann wird gelesen und gelesen und zur Abwechslung gehts schon um 9 ins Bett.

 

Dienstag 2. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows

Früh wird erwacht, an Schlaf ist nicht zu denken. Zum Frühstück gibts irgendein Zeugs vom großen C, Matt ist noch Laufen und es gibt keinen Kaffee.

Halbwegs pünktlich kommt das BB Shuttle, der Fahrer rennt aufgeregt rum weil er dringend kacken muss doch Matt will kein fremdes Haufi in seinem Klo. Armer Typ. Wir fahren los, ein paar andre Typen werden eingesammelt, im Luxusbunker darf er dann endlich flapsi und ein paar Chinesen vom Coconut Beach dürfen auch mit.

In Bang Bao werden wir rausgeworfen, voll das Chaos, urviel Leute, im BB Shop ist Hochbetrieb. Eine violette Tauchtante aus Deutschland meint wir gehen zam, kleidet mich ein, ich erzähl ihr von meinem Waden- und Schnupfdilemma weil der blöde Finne hat mich mit irgendwas angesteckt und die Ohren fallen immer wieder zu. Mit dabei ist noch ein Deutscher der mich an den Robert vom Gaso erinnert.

Dann gehts mit den 100 anderen Trotteln zum Pier, BB Boot liegt ganz am Ende und der Pier steht teilweise unter Wasser. Am Boot sind auch ein paar Russen die gleich mal alle Bänke mit Handtüchern belegen und sich parallel am Boden ausbreiten. Der dicke Oberrusse ist total begeistert als die Guides im Erzählen dass sie gestern einen White Tip Reaf Shark gesehen haben. „We want shark today! We pay moore!“ brüllte der Russe…

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fotografiert von SasMoe

Gutes briefing bekommen, erster Tauchstopp ist das HTMS Chang Wrack, liegt auf 30 Meter, die Spitze ragt bis 5 Meter unter die Wasseroberfläche. Alles fertig, das erste mal wieder im Wasser seit zwei Wochen. Großer Schritt vorwärts und drin samma gemeinsam mit Unmengen anderer.

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fotografiert von SasMoe

Voll schön erhalten das Boot, wurde zu einem künstlichen Riff und ist von total vielen Fischen bevölkert. Ein Lion fish wartet auf Beute, ins Bootsinnere kann man rein aber ich hab etwas Probleme mit den Ohren, alles unter 20 Meter ist unangenehm. Aber voll schön.

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fotografiert von SasMoe

Dann wieder rauf aufs Boot, Mampfi Mampfi, abhängen und dann sind wir schon beim Riff und wir machen wieder Plumps. Leider machen die Ohren wieder Ärger, das Linke, tut ziemlich weh und ich kanns nicht recht genießen. Egal, gezahlt hab ich also wird durchgetaucht.

Oben simma erschöpft, kein dritter Tauchgang für mich, blödes Ohr und die Russen haben die ganzen Kekse aufgefuttert. Der Wudifisch ist sogar Schnorcheln gegangen damit er mit niemandem reden muss.

Wolken ziehen auf, Zeit die Flagge einzuholen und Heim zu tuckern. Der Deutsche Side-mount Typ verspricht mir geile Fotos von mir zu schicken. Das ist ja nicht schwer so toll wie ich ausseh, trotzdem freu ich mich.

Die Schuhboxen werden am Hafen ausgekippt, irgendwer fladert Nicoles Linken und bekommt als Dank den Flip Flop mit dem Nagel drin.

Retourspazieren zum Shuttletaxi, leider leider bleibt keine Zeit für shopsi. Dann großes Taxichaos und dann geht’s endlich los. Wir wohnen schon wieder am weitesten und lassen uns zum großen C kutschieren. Der Typ fragt artig ob er warten soll oder ob wirs dann allein Heim schaffen. Wir sind ja schon groß!

Daheim liegt am Nachrichtentisch ein Zettel vom Matt, das slow-boat ist voll was noch überhaupt nie passiert ist und er hätte uns fürs speed-boat was gebucht ob das eh okay ist und dann bewirft er mich mit Klopapier. Alle Trotteln wollen offenbar morgen die Insel wechseln.

Nachtmahl bei der Kaschemme neben dem großen C, ist alles aus obwohls ja alles nebenan einkaufen könnten. Daheim wird dann relativ bald losgeschnarcht.

 

Mittwoch 3. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows  / Koh Kood – Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Früher Wecker, packen, Matt kommt mim Scooter vom Laufen retour, kassiert 900 Baht pro Nase fürs Boot, 100 fürn Kaffee und 200 für die Wäsche die wirklich recht gut duftet.

Unser Taxi kommt nicht daher, wir sitzen da fix und fertig und nix passiert. Dann endlich kommt was, schnell alles einladen und flott zum nächsten Luxusressort um ein paar Leute einzusammeln. Noch eine letzte Runde über die Insel, dann sind wir schon wieder in Bang Bao und werden auf den exklusiven Bang Bao Pier geführt. Dort sind schon 100 Leute und es herrscht ziemliches Chaos. Über ein Speedboot drüber steigen um in den Koh Kood Express zu gelangen, keiner hilft, ich werde Gepäckträger. 30 Leute auf dem Miniboot – Zeit für ein Bier.

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Der Typ der den Ausstieg koordiniert kann kein Englisch, bisi schwierig alles. Bei einer der ersten Landungen erklär ich dem Käptn beim Reversieren wo wir hinmüssen weswegen er gleich den halben Pier abreißt. Alle Hotels haben schicke Anlegestellen, wir fahren an unsrem vorbei und der Pier ist weg.

Nach Rechts abbiegen in einen Nebenfluss und dann bleiben wir unter einer Brücke stehen. Der Käptn haut das Gepäck auf die Straße auf der Brücke und wir klettern über ein Boot was als Grillplatz benutzt wird und eine Feuerleiter auf die Straße.

Da stehen wir also, Boot ist weg, es ist sauheiß. Am Ende der Brücke ist ein Cafe oder so was, dort wird gewartet. Dann kommt das Horizon Auto vorbei, wir winken, ich renn zum Fahrer – es ist eh der eine Franzmann vom letzten mal. Ich stell mich freudig vor – Franzmann sagt: Okay. Dann wird uns dabei zugesehen unser Zeug einzuladen, same beim ausladen. Sehr seltsam – wir sind verwirrt.

Im Ressort weißt uns keiner einen Platz zu, wir trinken mal ein Bier und dann kommt doch ein welcome cocktail. Anschließend winkt uns der französische Fabi zu sich, fragt wer wir sein und was wir wollen und das stimme so alles nicht – er habe keine Reservierung. Ich werd langsam fuchtig, zeig ihm den ganzen Mailverlauf. „you did not pay in advance – for me you have no reservation“. Nach hin und her tauchte unsre Reservierung doch ganz zufällig auf. „We know this place – we have been here before!“ „I know“. Hmm. Keine Ahnung was da los ist.

Der Chef trägt anschließend sogar unsre Koffer in den Bungalow. Die Stimmung ist irgendwie dahin, wir dachten der fällt uns um den Hals und schenkt uns einen seiner 2000 Baht Weine.

Naja, auf geht’s zum Nachbarressort wos was zu Essen gibt und weiter zu dem Traumstrand mit der Traumschaukel und einer Bob Marley Bar am Ende die von kübelsaufenden Bayern in Beschlag genommen wurde.

Es ist wunderschön hier. Etwas mehr los als beim letzten mal aber immer noch traumhaft.

Zurück bei uns geht’s in unsere Strandbar wo ungenießbarer Mojito serviert wird. Nach Beschwerde über Grauslichkeit bekommen wir eine Dose Ginger Ale für 40 Baht um den Mojito zu retten. Naja. Dafür gibt’s eine Gitarre.

Zum Abendessen spazieren wir über die finstere Hauptstraße zu eine Ressort was eigentlich nur zwei Häuser weiter liegt aber man muss über Stock und Stein. Schöner Rasen, viele Perserkatzen und ein schön scharfes Curry. Der Kellner ist aus Kambodscha.

Retour geht’s wieder durch die Nacht. Daheim pinkelt uns die Klimaanlage das ganze Zimmer voll und der Safe geht nicht auf.

 

Donnerstag 4. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Frühstück, juhuuu! Komisches Buffet mit Zwiebelberg und Salat, Eier gibt’s auf Bestellung und irgendeine komische Chinasuppe gibt’s. Bis 10 wird gefuttert, dann wird sich beschwert über die hiniche Klima und den Safe. Fabi, der Franzmann, notiert sich alles gewissenhaft. Zum Klimaanlagendefekt hat er auch schon eine mögliche Ursachentheorie: „maybe you let it run the whole day?!“ Hmm. Wie aus einer Persiflage wo unfreundliche Franzosen ein Hotel führen.

Egal, die Anlage ist wunderschön und wir legen uns auf ein Plateau. Gitarre wird hergeschafft, gelesen wird, dann wird geschnorchelt. Zum ersten mal wieder im Wasser seit dem Tauchunfall. Unmengen Fische und unter dem Pier lauert ein ganzer Schwarm. Ein Fisch ist in ein Plastiksackerl gezogen und will nicht mehr raus.

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fotografiert von SasMoe

Mittagessen neben bei den Ana-lay Typen mit Chilimassaker. Oh Oh. Drum massives Flupsi am Nachmittag. Die Sonne geht langsam unter, unsere Beschwerden blieben unbehoben. Dann kommt Julie, die Yoga Tante und knackt mit meinem Dschungelüberlebensmesser unsren Safe. Und um sieben am Abend steht dann tatsächlich ein Klimaanlagentechniker mit Kreissäge und Zement vor der Tür und irgendwann geht’s dann wieder. Fabi ist ganz erstaunt daß wir nicht gelogen haben und dass die Anlage wirklich was hatte.

Die Katschinskis sind auch endlich da, heute um acht aus Bangkok angereist. Es wird sich begrüßt und ein gemeinsames Nachtmahl beschlossen. Ihr Bungalow ist auf der anderen Seite mit gar nicht mal so gutem Ausblick trotz tollem Upgrade.

Wir gehen essen nebenan, es gibt lauter Hunde die Mopeds hassen und einen dicken Oberthai der mit Headset in seinem Sessel thront und Anweisungen gibt. Die Bestellungen werden notiert und die Kokosnuss schmeckt köstlich!

Es wird geplaudert und anschließend wird wieder geschlafen.

 

Freitag 5. Jänner 2018

Koh Kood – Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Früh aufwachen und allein wird gefrühstückt. Fabi ist da und grüßt nicht obwohl ich ja nicht zu übersehen bin! Statt Suppe gibt’s heut Reis und Spiegelei ist aus, dafür gibt’s Rührei. Alles klar.

Der Himmel klart langsam auf und wir spazieren zur shopping Meile von Koh Kood dies aber blöderweise gar nicht gibt. Wir sind die Einzigen die zu Fuß gehen, alle anderen haben sich alle Mopeds der Insel ausgeborgt.

Bei den Paradise Tauchern machen wir kurze Schattenpause und Melanie, das jonglierende Tauchgirl, stürmt raus und quatscht los. Die BBDivers haben irgendwie nur einen Fanshop und es gibt Tshirts für 300 Baht.

Am Strand liegt Geld rum was gut ist weil alles ist ziemlich teuer dafür zauberhaft. Also wird wieder retour marschiert und beim Chill Out Kaffee bekommen wir was zu futtern und zu gluckern obwohl es irgendwie zu ist. Nur die anderen Österreicher dürfen noch rein, die Deutschen werden weggeschickt.

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Die Katzen liegen rum, das Klo ist leider sehr rustikal aber trotzdem befreiend.

Wir zahlen und marschieren über das Restaurant von dem einen Resort zum anderen Resort und dann zu uns. Abgehangen wird, schwimmen gegangen wird aber leider sind die Fische abgehauen. Nicole hat dafür einen Stalkerfisch.

Das schwedische Mörderbuch wird ausgelesen, dann wird geduscht und zur Strandbar marschiert zwecks Sonnenuntergang. Wir speisen heute im Resort, Fisch gibt’s leider keinen mehr und der Squid ist mini, drum gibt’s: Curry! Schon wieder! Jochen mag seine Suppe nicht und wir schauen im Bett noch eine Folge My Name is Earl.

 

Samstag 6. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

In der Nacht kam ein fetter Regenguss. Wir haben uns schon gewundert warum in unsrem Freiluftbad am Abend zuvor ein Regenwurm rumlag – der hat offenbar schon gewartet. Die Mutantenfliege daneben wusste das offenbar nicht.

Naja, ich geh frühstücken, same same und denk mir ich bin recht fit eigentlich. Rasche Kontaktaufnahme mit den Paradise Tauchern nebenan, die gehen in 40 Minuten. Passt, Jochen will auch mit.

Bisl abgefuckte Tauchschule haben die Deutschen da hingestellt, ein Affe hängt an einer Kette ab und es wird ein paar Tage später ein Ausflug zum HTMS Chang geplant. Dann ewige Warterei, ein Ami-Deutsches Pärchen kommt mit wobei die Frau noch nie mit dem Kopf unter Wasser war. Spannend.

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fotografiert von SasMoe

Jochen is etwas nervös in Gegenwart der hübschen Melanie und zieht gleich mal seinen Tauchanzug verkehrt rum an.

Dann geht’s mit dem Pritschentaxi zum Nachbarressort, eigentlich eh direkt bei uns, und das Ziel ist diese komische Steininsel mit dem weißen Minitempel drauf. Die Insel ist voller Geister weil irgendwer mal den Bürgermeister dort rein geschmissen hat.

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fotografiert von SasMoe

Der Tauchgang ist recht unspektakulär und entspannt. Ein Plastiksackerl bekommt plötzlich Augen und schwimmt davon. Hab noch nie zuvor Rochen gesehen von denen es hier einige gibt.

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fotografiert von SasMoe

Wieder retour zum Strand mit halbvollem Tank. Ein ungeplantes Bierchen trinken, 1500Baht zahlen, Bussi Bussi und retour geht’s. Nicole hat ne Massage und Kathi liegt inkognito am Strand sodass sie Jochen nicht erkennt. Noch ein Bierchen, dann futtern zu den Nachbarn – same same.

Wir liegen an der Hotelbar rum und lauschen Metallica und den lieblichen Worten des Barkeepers der 150 Baht verlangt für einen mitgebrachten Eistee und anschließend einen Opa beschimpft weil er einen Kaffee bestellen wollte. Mir erklärt er daß er immer erst ab 11 Gitarre spielt wenn die ganzen Gäste weg sind. Wohl zu lang mit dem Franzosen zusammengearbeitet.

Jochen geht Massage, die Mädels schwimmen eine Runde und die Mojitos kommen durstig angeflogen. Drum geht’s auf zum Ana-Lay Ressort auf ein Nachtmahl. Die Kathschinskis kommen zu spät, wollen was bestellen, der Chef meint es ist blöd weil the fireshow starts…… NOW!

Licht aus, Feuer an, feines Abschiedsgeschenk. Unten ist eine Hochzeitsparty mit einer gelangweilten Braut. Unser letzter Abend auf Koh Kood.

Beim Bungalow lauschen wir Nick Cave, der Chef kommt vorbei und wünscht eine gute Nacht.

 

Sonntag 7. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht / Bangkok Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Um 7 läutet der Wecker und wir beginnen zu packen. Im Frühstücksbereich suchen wir einen trockenen Tisch, packen weiter, die Zeit vergeht wie im Flug. Wir zahlen 12.000 Baht fürs Zimmer mit Visa und 3% Aufschlag sowie 850 mal zwei für den trip nach Bangkok.

Das Taxi kommt zu früh, große Verabschiedung, der Franzose lächelt sogar halb und fragt ob wir uns nächstes Jahr wiedersehen. Eher nicht.

Los geht’s, andre Touris abholen, wir fahren die ganze Insel ab bis in den Norden zur Zentrale von Boonsiri Ferry. Der Franzmann hat keine Baht draufgeschlagen – wir sind überrascht. Klo gehen neben der Militärstation, dann kommt das fette Boot und wir stapfen in den 1. Stock. Drinnen hats 5 Grad, draußen herrscht Rettungswestenteilpflicht.

Station in Koh Mak, und eine Stunde später sind wir am Festland. Irgendeiner schreit wie verrückt Bangkok Bangkok Bangkok und wir erkämpfen uns einen Platz am Tschu Tschu Zug zur Boonsiri Festland Zentrale. Den Auspuff vom Auto haben sie ganze schick mit einer Alupipe in die Höhe geleitet damit wir nicht ersticken.

Dann werden die Tickets kontrolliert, eine Russe zuckt beim Imbissstand aus, Gepäck wird aufgeteilt und unseres bekommt kein Pickerl. Bierchen gibt’s und um zwei glaub ich geht’s weiter.

Fetter neuer Bus mit Klo und ohne WLAN, bei der Abfahrt winkt die ganze Station. Es geht langsam dem Ende zu…

Die Fahrt dauert ewig, schöner Sonnenuntergang, Zwischenstopp bei nem Supermarktkonglomerat, es dunkelt bereits.

Das Klo stinkt ziemlich und beim ersten Stopp in Bangkok gegen 20 Uhr in der Nähe vom Flughafen gibt’s leider nix. Drum doch Busklo. Eine halbe Stunde später sind wir dann bei der Khao San und freuen uns – hier ändert sich nix.

Dann gibt’s ein großes Reservierungschaos im Wild Orchid, die finden uns nicht und Agoda wär schuld. So sorry! Wir werden ins Nachbarhotel Qua Qua begleitet, eh schicker und alles aber leider nicht in der Khao San und es gibt nur ein großes Selbstmordfenster anstatt eines Balkons. Die Empfangsfrau entschuldigt sich 100mal.

Was soll man machen. Auf geht’s zum Wild Orchid auf ein Futter. Am Nebentisch sitzt ein alter Mann, grinst vor sich hin und schlürft glücklich vor sich hinstarrend sein Cola.

Wir schaffen eine kleine Khao San Runde, gehen noch nen Sprung zum stetig piepsenden 7 Eleven und noch auf ein Zigarettal zur Garage bei unsrem Cha Cha Eingang.

 

Montag 8. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Aufgestanden wird, Cafe getrunken wird, im Pyama auf der Straße. Wir marschieren ins Wild Orchid auf ein Frühstück und auf Klärung der Lage. Wir kriegen ne Suite und dürfen gleich siedeln! Juhuuu. 308, N+Ns alter Raum. Leider keine Dusche am Balkon. Im Restaurant sitzt wieder der glückliche Opa mit Lacy von Rock of Love.

Kambodscha-2018-WildOrchid

Schnell retour, alles packen, die Putze klopft schon streng. Inzwischen ist es bereits eins und wir checken uns ein Tuk Tuk zum Shopping Wahnsinn Siam und MBK für 200 Baht und stehen dafür ewig lang im Stau.

Endlich da wird jedes einzelne Halstuchgeschäft inspiziert, nach einer Stunde haben wir noch nicht mal den halben Stock geschafft. Ganz oben gehen wir running-hot-pot Essen, die Heizplatte hört auf den Namen Nicole.

Ganz viel wird geschaufelt, die Getränke bestehen zu 100 Prozent aus Zucker.

Auf der Straße gibt’s ein paar Standln und auch was zu Futtern, dazu eine Moderationsfrau die ins Mikro brüllt. Es gibt Nuss, Tee und Granatapfelsaft für uns.

Wir spazieren weiter zum Siam, super nobel alles, nix für uns. Am Siam Square ist nach wie vor Weihnachten, ein Typ sitzt auf der schneeweißen Bühne und singt vor sich hin. Wir klauen im Weihnachtsspirit ein paar Arabern ihren Hocker. Die findens lustig.

Weiter geht’s zum Central World, hier weihnachtets auch noch ordentlich. In dem absurden Supermarkt gibt es eine absurde Bierabteilung mit Coronita aus Österreich neben Corona aus Mexiko. Aha.

Wir sind geschafft, das Big C Center gegenüber geht sich nicht mehr aus. Drum mit TukTuk Typ 200 Baht aus verhandelt und wir tuktukern wieder retour.

In der Khao San geht’s zu wie eh und je, die Anzugverkaufstypen sind aufdringlicher als die letzten Jahre. Außerdem gibt’s Handyvergrößerungsgeräte, ansonsten same same.

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Im Wild Orchid reist der Opa grad mit der Lacy ab, dafür sitzt der MA48 Typ vom Dritten am Nebentisch.

Karins Cousin postet dass er auch grad in BKK ist, Filip kommt leider erst morgen angeblich. Der Typ am Nebentisch wird angeblich um 500 Baht Retourgeld beschissen, Nicole schlabbert drei Bierchen und um 11 gehen wir schlafen.

 

Dienstag 9. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Unser letzter gscheiter Tag. Drum gibt’s zur Frühstücksnuss ein Leo dazu, auch wegen dem vermehrt auftretenden Husten und Halsweh. Filip kommt erst morgen, das heißt wir haben heute frei!

Drum regnets auch gleich mal Vollgas, dann ises wieder voll heiß. Wir nutzen die Zeit um die Hotelgäste gegenüber abzuchecken. Im dritten Stock wohnen die Spatzen, im vierten die Tauben. Die Katze kommt und bringt alles durcheinander. Ja, fad wars ein bisi.

Wir haben Lesestunde, gehen etwas auf der Khaosan spazieren, futtern irgendwas, marschieren den recht sauberen Fluss entlang und landen in ner Cocktailbar wo ein paar Russen das Prinzip von 1+1 nicht verstehen. Der Typ vom WildOrchid ist auch da, der abgezockt wurde. Der ist mit seinem Land Rover nach Indien gefahren, mag nimma retour tuckern und sucht jetzt nen Weg damit die Karre wieder Heim kommt.

Dann geht’s wieder in den Khaosan Wahnsinn, auf einen Mojito Bucket beim einsamen Gitarristen. Der Kübel war köstlich! Ne einsame, dicke Amibraut sitzt traurig neben uns und der Gitarrist bekommt ein gelbes Plektron von mir.

Kambodscha-2018-Bucket

Weiter geht’s ins Cha Cha 2, auf ein Bierchen und ein Flapsi und einen kleinen Disput. Urviel Händler, Ibis Hotel hat auch ein Hotel aufgemacht welches recht deplatziert stylish in der Gegend herumsteht.

Über die Walking Street von der Susi geht’s auf die echte Khaosan, Nicole braucht nen Führerschein und überall gibt’s Lachgas. Die Dezibels in den Nexo Boxen wurden ordentlich raufgeschraubt, es ist unerträglich laut. Gegenüber vom Mäci gibt’s ne halbwegs ruhige Hütte mit Bier, drinnen in dem riesigen Ding spielt eine einsame Band. Wir gesellen sich dazu, werden angelächelt und ein besoffener Typ kommt und quatscht. Pink Floyd auf unsren Wunsch, sonst kennen sie nix. Alles wird fachmännisch improvisiert. Der Typ haut sein Bier um. Wir trinken kultiviert aus Bierjugs.

Dann werd ich heimgeschickt, dort ises unglaublich ruhig. Noch ein Gute Nacht Daiquiri, der Autotyp kommt schon wieder und bringt einen Karli Kakerlako Freund mit der am Boden herumhirscht.

An der Zimmertür klopft Personal und will uns Bier liefern. Wir sind verwirrt.

 

Mittwoch 10. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Ja, wir sind traurig. Ich geh mal allein frühstücken runter und bestell ein grausliches Pad Thai. Unser Tisch ist auch besetzt – sehr ärgerlich. Filip meldet sich nicht, also wird ein Einkaufsbummel beschlossen und ich mag über diese Brücke in den fremden Teil der Stadt. Die Rezeptionstante meint das is urweit weg und wir brauchen ein Taxi.

Zu Fuß wird marschiert! Dauert leider ewig und ist nicht ganz so hübsch weil der fremde Teil der Stadt ausschließlich aus Südosttangenten zu bestehen scheint. Zwischenstopp im Cafehaus, die meinen das Shoppingcenter ist in Richtung grad aber urweit weg.

Wir spazieren los, aufgrund des Regens spucken uns die Bodenfliesen ständig auf die Füße. Eine Brücke jagt die andere, ein kleines Phnom Pen Deja Vu macht sich gedanklich breit.

Dann irgendwann kommt so ein goldenes Eierdings in Sichtweite. Und rein ins Shopping Ei.

Weihnachten steht immer noch hoch im Kurs, der größte Christbaum der Welt wird mit Last Christmas bedudelt. Elfen stehen rum und so Plastiktiere. Central heißt das Ding und ist eigentlich recht fad. Ein Chines rennt Nicole um weils so fad ist.

Wieder raus und weiter zum Tesco wo die Wurstfrau in ein Headset brüllt und die Alkabteilung zu hat weils schon nach zwei ist.

Beim raus marschieren haben wir dann Hunger und stolpern in eine Fresshalle an deren Seiten sich unzählige organisierte Standln montiert haben. Zentrales Geschirr, alles top organisiert und wir sind die einzigen Farrangs. Sehr schön.

Kambodscha-2018-Markt

Dann geht’s wieder retour, wir werden traurig wegen baldiger Abfahrt. Zwischenstopp bei nem Cafe mit unverständlicher Überraschungskarte.

Dann sind wir wieder daheim, gehen noch flott einkaufen und erstehen meine Urlaubshose, heuer in Aquamarinpastell, für 420 Baht statt 500. Eine letzte kurze Runde über die Khao San. Dann wird gepackt. Traurig alles.

Für 150 Baht haben wir uns den Flughafentransfer bei unserer Hoteltante gecheckt. Bisi verspätet brüllt dann endlich wer airport airport und wir folgen zum unfreundlichsten Kamikaze Busfahrer ever. Brüllen, warten, Vollgas, dann fährt er beinhart trotz Verspätung zu ner Tanke und geht mal schön kacken. Gelächter im Bus.

Am Flughafen klappt alles zu perfekt, keine Schlange beim Gepäckabladen, kein Geschimpfe wegen Striptease mitten am Aiport. Bei der Passkontrolle sind 100 drängende Chinesen. Ein voll besoffener Typ mit halb offenen Hemd rennt rum und Nicole wartet artig auf mich in der No Waiting Area.

Am Gate hängt noch ein Zettel der alle anderen Woanders hinschickt und wir sitzen wieder am selben Gate wie nach Sieam Reap. Zusammen mit lauter Österreichern.

 

Donnerstag 11. Jänner 2018

Wir dürfen boarden, streiten etwas, bekommen lecker Futter zweimal und allerhand Bierchen. Im Kino läuft ein Kriegsfilm und der neue James Bond.

Als wir wieder wach werden bekommen wir Frühstück und setzen zur Landung an. Gepäck da, alles passt, wir sind stinksauer. Die Ankunft in Wien ist zeitlich die größte Distanz zum nächsten Urlaub.

 

Ende. Noch ein paar seriöse Anmerkungen zu ein paar Orten an denen wir waren, nach Sihanoukville hats mich aber nicht mehr gefreut.

Sieam Reap

Eigentlich ganz nette Stadt, klar, für gebaut um die Angkor Wat Touristen abzufrühstücken, aber insgesamt sehr nett, recht billig, schöne Hotels, angenehme Stimmung. Mit der Pub Street – eigentlich den Pub Streets – gibts auch tolle Fortgehmöglichkeiten, vergleichbar mit der Khao San Road in Bangkok. Bier kostet um die 50 Cent, Essen ein paar Dollar. Gibt auch einen Nightmarket.

Angkor Wat ist Pflicht, 37 Dollar Eintritt pro Person seit 2017 plus circa für einen ganztags TukTuk Fahrer. Es gibt dort ausschließlich überteuerte Restaurants, besser selbst was mitbringen. An einem Tag fast nicht machbar.

Bus von Sieam Reap nach Phnom Penh mit Giantibis, die haben ne tolle Website, alles online buchbar, wenn auch bei weitem nicht so luxuriös wie versprochen aber alles klappt. Teilweise Hotel Pick Up, ansonsten ist Treffpunkt und ihr Büro in der Nähe der Pub Street. Fahrzeit war auch realistisch angegeben. Strom und WLAN im Bus, klappt nicht immer. Station in Phnom Penh ist relativ zentral beim Nightmarket am Fluss. Busse sind ohne Toiletten, dafür gibts alle 90 Minuten Minuten einen Pinkelstopp.

Phnom Penh ist eine recht laute, harte, hässliche Stadt die man eigentlich fast auslassen kann. Kulturell gibts eigentlich nur den Königspalast und das Genozid Museum zu besichtigen. Königspalast ist ohne Eintritt, dafür sollte man halbwegs schick angezogen sein. Das Genozid Museum ist im Herzen der Stadt, man braucht hierfür auch ein paar Stunden, gibt einen tollen Audioguide in mehreren Sprachen, kostet 8 Dollar inklusive Audioguide. Insgesamt alles teurer als zB Sieam Reap, auch die Tuk Tuk Typen sind weitaus aufdringlicher obwohl man viel in der Stadt zu Fuß erledigen kann. Auch ein sehr ausgeprägtes Rotlichtviertel. Große Armut, ganze Familien schlafen mit ihren nackten Kleinkindern auf der Straße, teilweise huschen Ratten um sie herum

Bus von Phnom Penh nach Sihoukville wieder mit Giantibis für 11 Dollar, Abfahrt wieder beim Nightmarket, Ankunft in Sihouville irgendwo, in der Nähe vom großen Löwen Kreisverkehr. Tuk Tuk bringen einen für ca. 7-8 Dollar zu den entfernteren Stränden wie Otres Beach.

Otres Beach

Alles noch im Aufbau begriffen, die Stände die zu nah am Strand gelegen sind wurden alle behördlich entfernt, deshalb liegt noch sehr viel Müll und Bauschutt rum. Teilweise entstehen schöne geschmackvolle 5Sterne Hotels, der Großteil sind aber heruntergekommene Bungalows, von Einheimischen geführt.

Strand selbst ist recht schön und relativ sauber, allerdings wird man jede Minute von Händlern an gequatscht die sich aber nach einem Nein auch schnell wieder verziehen.

Otres Beach / Sihanoukville nach Koh Rong Salmoen

7 Euro Tuk Tuk fahrt zum Pier, Ticket mit Buva Sea vorab online gebucht, man muss es aber in deren Büro welches direkt am Hafen liegt Rückbestätigen lassen. Es gibt neben Buva Sea noch zwei andere Speedbootanbieter, nicht alle fahren aber alle Piers auf Koh Rong Salmoen an. Ticket kostet eine Richtung 15 Dollar, man kann auch Hin- Und Retour Buchen und kann 24 Stunden vor geplanter Abfahrt bzgl. der Rückfahrt Bescheid geben wenn man sich noch nicht sicher ist. Der Speedbootverkehr ist auch wetterabhängig – wenn zuviel Wind ist fahren keine Boote, dh man kommt auch von der Insel nicht mehr retour!

Buva Sea Boote waren relativ neu, alles recht gut organisiert. Zirka eine Stunde Fahrzeit nach M´Pay Bay Village am nördlichsten Zipfel. Unbedingt vorab checken wo die jeweilige Unterkunft liegt, auf der Insel gibt es keine Tuk Tuks und großteils auch keine Straßen weswegen man nur mit dem Boot von A nach B kommt.

Geldübersicht (mehr intern aber vielleicht interessiert es wen):

Nicole bereits bezahlt und wird gegen verrechnet:

20,10 Euro Hotel Bali

200 Euro Hotel Flores

740 Euro Flug Wien – Denpasar

Summe: 960,10 (5.12.2017)

Nicole schuldet:

16 Dollar Busticket Sieam Reap – Phnom Phen

70,10 Euro Central Boutique Angkor Hotel Sieam Reap

59 Euro Grand Waterfront Hotel Phnom Phen

887,57 Euro Flug Wien – Sieam Reap

56,24 Euro Wild Orchid BKK

27 Euro (2000THB) Paypal Anzahlung Koh Chang Paradise Palms

Summe: 1116 (5.12.2017)

Differenz am 5.12.2017: 156 Euro Schulden Nicole – Friedhelm Frischenschlager, beglichen am selben Datum

Nicole schuldet:

83,5 Euro Sakaa Beach Sihoukville

16,5 Dollar Speedboot nach Koh Rong S.

Bezahlt

16 Dollar Giantibis Bus Sieam Reap – Phnom Penh pp

37 Euro Eintritt Angkor Wat pp

15 Euro Tuk Tuk Angkor Wat iG

2 Euro Tshirt Sieam Reap

11 Dollar Giantibis Bus Phnom Penh – Sihanoukville pp

8 Dollar Eintritt Foltermuseum mit Audioguide pp

350 Dollar Beach House Cambodia für 7 Nächte Koh Rong Samloem ig

16 Dollar Speedboot Buva Sea Sihanoukville – Koh Rong Samloem pp

167 Dollar Sahaa Beach Hotel Sihanoukville für 3 Nächte ig

80 Dollar zwei Tauchgänge Koh Rong Samloen

25 Dollar Speedferry nach Sihaukville pp

167 Dollar Clearwater Hotel Sihanoukville für 4 Nächte ig

9 Dollar Busfahrschein Sihanoukville – Koh Kong pp

100 Dollar pro Nacht Koh Kong Resort insgesamt

8 Dollar pro Nacht 99 Guesthouse insgesamt

15 Dollar Tuk Tuk Auflug zum Taitai Wasserfall insgesamt

6 Dollar Tuk Tuk ins Koh Kong Ressort insgesamt

140 Baht Minibus Grenze – Trat pp

75 Baht Pritschentaxi Trat Busstation – Hafen pp

80 Baht Fähre one way nach Koh Chang pp

60 Baht Pritschentaxi nach Koi Mook Paradise Bungalows pro Person

11.935 Baht Paradise Bungalows insgesamt

900 Baht Speedboat Koh Chang – Koh Kood

12.000 Baht Horizon Ressort Koh Kood insgesamt

850 Baht Koh Kood – BKK pro Person

150 baht flughafren Transfer pp

900 hätte BKK – Koh Kood gekostet pro Person bei der hustenden im Wild Orchid gebucht

Aufn Schneeberg mit dem Doktor

Wanderung Payerbach/Reichenau – Knofelebenhütte – Damböckhaus – Fischerhütte – Puchberg

 

25. 7. 2017: 7h 40min, 18km, 2.200hm

26. 7. 2017: 4h 30min, 13,3km

 

Ein Wandertag stand an! Wetter war auch Oasch angesagt – beste Voraussetzungen um aufm Schneeberg zu gehen. Zuerst mal ganz früh aufstehen, dann mit dem Regionalzug von der Landstraße bis Payerbach Reichenau. In Neustadt stieg mein betreuender Arzt hinzu während ich mir mit meinem schicken Feitl die Füße bandagierte, während mir der Schaffner zusah.

Dann war schon Zeit zum Aussteigen, mein betreuender Arzt vergisst gleich einmal sein Handy und alle Wanderkarten im Zug. Inzwischen ist es fast 9 und Zeit fürs erste Bier. Zum Glück gibt’s beim Bahnhof Helgas Beisl, die sich grad mit einer rabiaten Dame befetzte und herzhaft lachen musste, als ich mein Bier bestellte. Der Arzt hatte keine Kohle mit und wurde von Helgas Haberer zum Bankomaten entführt.

 

Bahnhofsresti

 

Helgas Beisl gehörte früher Yvonne, die leider bereits verstorben ist. Dann war das Bier kaputt und wir marschierten los Richtung Naturfreunde Hütte Knofeleben.

Quer durch den Wald, an Holzrutschen vorbei, übern Mariensteig mit lauter Heiligenbildern an jedem Baum. Es war recht kühl und tröpfelte hin und wieder und nach 3 Stunden oder so waren wir dann bei der Knofelhütte.

Am Vortag war ich auf der Donauinsel im ärgsten Regen Radfahren und leider hat das der Ladebuchse meines Handys nicht so recht getaugt – das Ladekabel ist abgebrannt und mein Akku hielt plötzlich nur noch gefühlte 10 Minuten. Drum gleich mal Strom geschnorrt, ne Hüttensuppe schnabuliert und mit der Hüttenkellnerin geschäkert. Der BierLKW hat auch grad den Berg erklommen und lieferte Hüsen.

Dann wars fast 12 und Zeit weiter zu gehen, etwas bergab, etwas bergauf, an Kühen vorbei, quer über diese dicht bewachsene Wiese. Ich frag mich, ob meine Zeckenimpfung noch gut ist. Meine Wünschelrute zeigt an, dass Wasser in der Nähe ist.

 

Bergbahn

 

Inzwischen ist die Sonne wieder rausgekommen und nach ein paar Stunden finden wir die Station der Schneebergbahn. Daneben ist ein schmaler Steig, den wir raufmarschieren. Wir treffen eine adrette Mädchenwandergruppe und ein paar Wiener, die mit nem Lautsprecher Wirbel machen.

Dann gibt’s eine kurze Rast und polnische Wanderwürste von Patienten. In der Ferne ist fast schon die Bergstation und die Kapelle zu erkennen, die gerade renoviert wird.

 

Gipfelkapelle

 

Ab hier ist der Weg für die ganzen Touris breit und langweilig und wir kommen zur unfreundlichen Touristenklubhütte, wo ne Wanderpartie mit der Kellnerin anzügliche Witze austauscht.

Der Wind wird immer heftiger und in der Ferne sieht man schon die Fischerhütte. Wir ziehen uns an was geht und dann sind wir da – die Hütte hat sogar offen! Bierchen, Zirbinger, im Mannschaftsquartier einchecken. Außer uns sind noch 3 andere Leut da (ein komisches Pärchen aus Deutschland, ein Biologe der dauernd Brennesel zerhackt und allerhand verrückte Bergläufer die den ganzen Mohnkuchen auffuttern, bevor sie dann eh wieder runterrennen).

 

Gipfelkreuz

 

Der Wind ist mittlerweile wirklich extrem, es haut einem förmlich um. Die Fischerhütte liegt da am Gipfel strategisch auch eher ungünstig – hier werden wir wohl ein Beschwerdemail verfassen müssen.

Gegen 10 gehen wir dann heia. Es ist saukalt im Quartier, wir schlafen mit 3 Decken übereinander und ich krieg diesen blöden Hüttenschlafsack in der Finsternis nicht entfaltet.

Um 5 läutet Barnis Wecker – wegen des Sonnenaufgangs. Er weigert sich zuerst und geht aber dann doch vor die Tür, nur um gleich wieder umzudrehen weil 1. Wind und 2. voller Nebel – Sichtweite weniger als Null.

 

Sonnenaufgang

 

Blöd. Wieder ins Bett und um 9 oder 10 dann endgültig auf. Es gibt ein leckeres Frühstück für 10 Euro. Es regnet total und wir wollen nicht raus. Gegen 11 wird’s dann besser und wir trauen uns vor die Tür, zahlen die Zeche und sind dahin. Übern Fürstensteig geht’s wieder runter. Ein schmaler, steiler Steig, gar nicht ungefährlich, wenn alles pitschnass ist.

 

 

Gipfelkuh

 

Es regnet wie aus Schaffeln und endlich erreichen wir bekanntes Terrain, bei den Kühen. Weiter zur Schneebergsstatinoshütte auf einen Tee und etwas Wärme. Wir sind zu nass für Experimente und marschieren den Touristeig entlang der Schneebergbahn ins Tal nach Puchberg. Alle winken die vorbeifahren. Es wird warm und wir wechseln auf kurz.

Dann warten wir eine Stunde aufn Zug und um 18 Uhr sind wir wieder im schönen Wien. Der Arzt vergisst seine Haube im Zug.

Guincho 2017

 

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Donnerstag 29. Juni bis Montag 3. Juli 2017

Flug mit Swiss über Zürich (Hin) und Genf (Retour) um 260 Euro

AirBnB: 500 für 4 Nächte

Ubahn Aeroport – Cais do Sodre 1, 10 Euro

Zug Cais do Sodre – Cascais 2,70 Euro

Bus Cascais – Aeira 2,30 bzw. 3,20 Euro

 

Donnerstag 29. 6. 2017

Früh läutet der Wecker, Morgenstund hat Stinki im Mund, einen Cafe trinken, noch schnell zwei Eier mit meinem neuen Wasserkocher schnabulieren und kurz vor sieben stehen wir bei der Landstraße, kaufen Zugtickets und werden sogar kontrolliert von tätowierten ÖBB Frühpensionisten in spe.

Am Flughafen ist leider voll viel los, dieser Automaten Check-In funktioniert nicht und der einzige Servicetyp ist völlig überfordert. Ne Stewardess will eigentlich nur aufs Klo gehen und wird sogleich von einer fragenden Menschentraube belagert. Der nette Servicemann meint dann wir sollen uns doch bei der anderen Schlange anstellen. Mühsam. Dann sind wir am Schalter, klappt alles, Gepäck darf mit. Nur mein Pass wird nochmal extra durchleuchtet.

Im Schweizerflieger gibt’s dann voll nettes Bier welches ein blaues Etikett mit Bergen und einem Alpensepp oben hat. Schmeckt grauslich, aber das Auge genießt.

Dann sind wir schon in Zürich, marschieren in den nächsten Flieger und wieder gibt’s dieses Bier im Almdudler Design. Zum Essen gibt’s Salat mit Bergkäse, die Kellnerin fragt mich ob das Essen gut war, ich sag der Käse war sehr lecker und sie freut sich. Vor dem Klo stehen weitere käse naschende Kellnerinnen. Ein Opa kriegt die Klotür weder auf noch zu.

Mein Buch für die Reise hab ich blöderweise schon am Hinflug ausgelesen.

Wir landen in Lissabon, alles sehr schön, das Gepäckband ist am anderen Ende dafür ist alles da. Eine Rauchen und der Herr Wind ist auch schon da.

Lisboa-Pflaster-by-Bernhard-Luis-Pasching

 

Ubahnstation ist gleich vor der Flughafentür und ein netter Tickettyp holt uns die richtigen Fahrkarten aus dem komischen Automaten. Sicherheitsschleusen, alles voll professionell. Im Zug fühlen wir uns gleich wohl, alles stinkt ein bisi und ein paar abgefuckte Leut, wie daheim halt.

Wechsel in die grüne Linie und wir sind am Cais do Sodre. Erkundungsspaziergang zum erstbesten Wirt am Platz der voll nett ist. Dafür hat er aber kein Klo.

Ich komm drauf dass ich blöderweise meinen Pullover und meine Glückshaube vergessen hab, drum auf zum nächsten H & M und im Abverkauf schicke Klamotten erstehen. Im Miniprecio noch was zum Futtern und zum Wirten gegenüber aufs Klo – alles perfekt. Das erste Törtchen, Pasteis de Nata, sehr lecker.

LisboaTram-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir marschieren wieder retour zum Cais do Sodre, kaufen Zugtickets und fahren die Küste entlang bis Cascais. Ich hab blöderweise mein Ticket verschmissen und bin gefangen in der Station weil diese Schleuse nicht aufgeht. Eine Frau versucht von meiner misslichen Situation abzulenken und steckt ihren Kopf durch die Schleuse die offenbar der Erfinder der Guillotine entwickelt hat. Zu sechst versuchen wir die Schleuse aufzubrechen, den Sicherheitstypen ist das alles wurscht, dann irgendwann drückt wer auf Reset und alle Türen gehen auf. Frau lebt weiter, ich bin befreit, alle glücklich bis auf Nicole die mir inzwischen ein neues Ticket gekauft hat.

So eine Aufregung! Wir finden die Busstation, die Mädels rennen aufs Klo und wir erwischen den vorletzten Bus und steigen in Areia aus. Kurze Verwirrung wohin und ein Eck weiter stehen wir vor unserer AirBnb Bude. Von der Ferne erahnen wir den Sonnenuntergang.

Der Typ ist da, erklärt alles, passt. Kurze Erfrischung, dann Abmarsch zur Campingplatzbar. Wir bekommen Kantinenfisch, Bier für 1,90 und einen halben Liter Gin Tonic für 3,90. Die haben voll umgebaut, es gibt einen Pool und einen Tennisplatz.

Dann Abmarsch nach Hause und Nachti Nachti.

Freitag 30. Juni 2017

Juhu, wir sind in Guincho! Um 9 stehen wir alle auf, machen lecker Frühstück und im Garten und um 11 sind wir dann ready für die Boca. Blöd dass es mittlerweile voll schiach geworden ist und es ein bisi regnet. Wurscht, trotzdem Strand. Die haben alles hübsch renoviert von meinen EU Geldern, die Straße ist neu asphaltiert und es gibt sogar einen fetten roten Radweg sowie ein Dünenforschungsinstitut welches so Holzstege über die Hügel gepflastert hat. Sehr fancy. Wir kommen bei dem komischen Festungshotel raus welches auch neu angemalt wurde und gar nicht mehr nach Festung ausschaut.

Guincho-Beach1-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir sehen das Meer und der Strand ist fast menschenleer bis auf ein paar Müllaufsammler vom Cascais-Verschönerungsverein. Der Herr Wind macht auch grad Urlaub und fetzt einen kleine Sandkörner gegen die Haut. Es hat sicher 30 Grad und mittlerweile knallt auch wieder die Sonne runter aber wir sitzen mit Pullover bei der Strandbar do Guincho und Nicole bekommt ein 4 Euro Bier mit Sandgeschmack. Nadines Cola wird vom Wind gepfändet.

Guincho ist immer noch wunderschön, die zwei bestehenden Hotels werden grad neu asphaltiert und die Bar do Guincho hat jetzt wohl auch ne Strandlizenz aber sonst ist noch alles wie ichs mir ausgemalt habe. Nur etwas schicker, die witzigen Surferfreaks sind weg, dafür laufen lauter WU Typen herum mit fetten Autos.

Guincho-by-Bernhard-Luis-Pasching

Nadine geht heim lernen und das Luissche Kollektiv bestimmt einen Cascais Gedenkmarsch den Strand entlang. Zuerst Pinkelstop beim alten Fort, dann weiterhatschen in der Sonne und alles ist sehr schön. Fast am Ende der Küstenstraße dann doch der Plan mit dem Bus weiterzufahren, wir enttarnen eine rosa Pullovernutte die dann doch in den Bus einsteigt – leider kommt nur der in die falsche Richtung. Wir hatschen weiter und werden sogleich von unsrem Bus überholt. Pinkelpause bei der Tankstelle und kurzer Stopp bei so nem komischen Standlmarkt auf einen Burger und einen Thunfisch Toast. Dann noch durch Cascais navigiert, schon wieder aufs Klo gehen im Einkaufszentrum mit dem Pingo Doce.

Bacalao-by-Bernhard-Luis-Pasching

Dann kommt auch schon der Bus und wir fahren retour. Zum Glück hat Nadine auch keinen Hunger weil wir sind immer noch voll angefuttert und gehen dann schlafen.

Traum: Meine Wohnung wird durchsucht durch so Mafiatypen rund um Fattoni, aber irgendwie sind die eh nett und wir kennen uns. Ich biete ihnen Kaffee und Käsebrot an, komm aber drauf dass ich weder das eine noch das andre hab und mach so Minibrote und dann muss ich aber noch irgendwas anders machen und die Mafiatypen sitzen ganz still auf der Couch und warten ewig bis ich Ihnen so Minibrote serviere

Samstag 1. Juli 2017

Lissabon Tag! Wir frühstücken wieder voll fancy im Garten, blöderweise hat sich das auch bei den Wespen herumgesprochen. Wir siedeln ins Haus retour, braten den grauslichen Speck mit Knoblauch und um 11 marschieren wir zum Bus der blöderweise nicht daher kommt. Drum fahren wir mit dem anderen die Panoramastrecke, gehen wieder ins Einkaufszentrumsklo und fahren mit dem Zug nach Lissabon rein.

Lisboa-by-Bernhard-Luis-Pasching

Menschenmassen beim Cais do Sodre und wir marschieren relativ planlos rum auf der Suche nach einem Cafe. Nadine mag irgendein Parfüm kaufen in nem Laden dens nicht mehr gibt laut google. Wir landen in nem Park und schlürfen lecker Cafe. Dann sind wir bei der Adresse von dem Parfümladen und siehe da – es gibt ihn wirklich nicht mehr. Über die Gasseln von der Bairro Alta marschieren wir wieder retour Richtung Meer, marschieren die Strandpromenade ab, uns werden Drogen angeboten , überall stehen fette Bühnen rum und eine Stunde mit dem Sightseeing Tuk Tuk kostet 60 Euro. Die ganze Stadt wirkt sehr pittoresk und schön aufgeräumt. Wir futtern die ganze Zeit Pasteis de Nata und landen bei dem Kiosk auf dem Platz wo am Ankunftstag eine Rittervorstellung passierte. Gin Tonic für 10 Euro dafür mit reichlich Obst drin. Und das Klo dort ist auch super. Nebenan ist eine Sardinenausstellung die außer mir aber keinen interessiert.

Lisboa-Tor-by-Bernhard-Luis-Pasching

Retour zum Bahnhof und mit dem Ghettozug wieder retour in unsren Nobelort. Wir gehen noch zum Jumbo, kaufen diese Teigtascherltheke leer und mit dem Bus geht’s wieder retour nach Areia.

 

 

Schnell duschen und auf zum besten Restaurant im Ort, neben dem Carloto. Wir sind etwas underdressed, alles sehr schick, fast nur locals drin. Wir bestellen 3mal Überraschungsfisch und es mundet vorzüglich! Auch die Rechnung stimmt – 34 Euro für drei Hauptspeisen plus Getränke.

Mittlerweile ist es dunkel, wir rauchen noch eine auf der Terrasse und gehen dann schlafen. Mir ist sauheiß in der Nacht, hab vom Vortag einen kleinen Sonnenbrand am Fuß.

Traum: Bin der Assistent von Helene Fischer, gemeinsam mit ihrem Sohn. Er schenkt ihr urviel Wodka ein, sie sauft offenbar extrem viel. Dann treffen wir uns mit anderen Schlagerheinis und der Scorpion Sänger ist auch dabei

Sonntag 2. Juli 2017

Strandtag! Und es ist windstill! Komisch. Wir frühstücken wieder drinnen und marschieren mit 2 Liter Superbock bewaffnet zum Strand. Schön dass die Sonne scheint und es windstill ist, blöd dass das alle Anderen auch toll finden. Der Strand ist ziemlich voll, die Sonne knallt runter und wir erstehen bei der Bar do Guincho 4 Stunden Schatten für 8 Euro. Zwei Liegen plus Schirm hätten 20 Euro für den ganzen Tag gekostet. Frechheit.

Guincho-Beach2-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir liegen rum, Nadine lernt brav. Dann wäre der Plan gewesen schwimmen zu gehen. Der Atlantik ist echt eiskalt – wie so ein Saunabottich. Bis zum Bauch geh ich rein. Meine Füße erfrieren, mein Oberkörper bekommt einen Sonnenbrand, in der Mitte ist es schön angenehm.

Neben uns liegen ein paar WU Typen aus Deutschland. Der Herr Wind kommt dann auch vorbei und es fliegen Sonnenschirme in der Gegend herum. Diese Cascais Putzkollone serviert mir ein Aschenbecherstanizel.

Nadine geht heim und wir gehen aufs Klo das komischerweise völlig gratis ist. Wir sind überrascht. Wir spazieren übern Strand und dann rauf zur Fahne und dann ises eh schon spät und wir marschieren über die Bar do Guincho Straße wieder heimwärts und werden unentwegt von fetten Protzkarren überholt.

Superbock-by-Bernhard-Luis-Einkehrschwung zur Campingplatzbar auf ein Bier. Die Longdrinks sind auch geschrumpft leider. Rundgang übern Platz, find unsren alten Spot wieder. Sehr schön. Ein Mädel sitzt vor ihrem Zelt und weint. Nicole gfallts da trotzdem nicht.

 

 

Wir marschieren heim, gehen duschen und machen uns schick für Carloto.

Dort werden wir hofiert und im Überschwang der Gefühle kleckert der Kellner Schokokuchen auf meinen 10 Euro Joy Division Pulli.

TouristBS-by-Bernhard-Luis-Pasching

Fisch auch gut aber nicht so routiniert lecker wie beim Konkurrenten. Der komische Weinbrandschnaps ist auch grauslich und die Torte schaut auch besser aus als sie schmeckt, schmeckt trotzdem gut.

Man hält uns die Türe auf und wir marschieren heim. Traurig dass wir morgen schon wieder fahren müssen. Wir beschließen Tagwache um Acht und gehen schlafen.

Montag 3. Juli 2017

Acht Uhr klingelt der Wecker und die Reisegruppe Paarschepp kommt langsam in die Gänge. Die letzten Kühlschrankreste werden verputzt, das komische Fleischbrot eingepackt, das letzte Bacalao-Tascherl schnabuliert.

Wir marschieren um Punkt 10 zur Campingplatzbusstation aber der blöde Bus kommt schon wieder nicht daher. Warten, Klo gehen, dann kommt er doch. Über die Panoramastrecke geht’s nach Cascais rein, Zug kommt auch gleich, klappt alles.

Kaktusbaum-by-Bernhard-Luis-Pasching

Beim Cais do Sodre ist die Hölle los, überall Menschenschlangen vor jedem Ticketautomaten. Bei der Ubahn ist zum Glück weniger los, wir fahren mit einmal umsteigen zum Aeroporto und kaufen noch schnell Pasteis de Nata für die Daheimgebliebenen und Hungrigen.

Am Flughafen hängen wieder die Polizisten mit den automatischen Waffen rum und eine Politesse muss aufs Klo. Einchecken klappt alles, Flug hat Verspätung, wir hängen rum gemeinsam mit urviel Anderen. Dann geht’s in Flieger rein und ohne Überraschungen landen wir in Genf. Dort ises schön aber fad. Fürs FlughafenWLAN wollen sie sämtliche Daten haben. Ein kleiner Bub haut so einen Absperrpfeiler um der ihm fast auf den Kopf donnert.

Das Flugzeug ist herzig klein, die Crew ist entspannt und das Wetter ist perfekt.

Aeroporto-by-Bernhard-Luis-Pasching

Um 21.50 Landung in Schwechat, um 22.04 sitzen wir schon im Zug zum Hauptbahnhof. Das ging aber fix.

Schiausflug nach Forstau

Schikurserlebnisaufsatz

Also, angefangen hats damit dass irgendwer irgenne Oma kennt, die da ein Haus hat in Forstau, neben der Piste. Also alle rein ins Auto und hinfahren. Geplant war das ganze Zeug in den Bus reinzustopfen nur leider ham wirs nicht geschafft ein Pickerl für den Bus aufzutreiben. Drum drei normale Autos vollgeräumt, beim Hofer vier Palletten Karlskrone gecheckt und los geht’s. Alles easy, nur die Hütte hamma natürlich nicht gfunden und dann war der weg dort rauf so voller schnee und steil ausserdem das wir mit unseren gacki-autos keine chance hatten. schneeketten hatte genau einer mit, aber die falschen. drum mit kabelbinder alles festgepickt und losgestartet, den einen radkasten zamghaut und die ketten auch noch verloren. jedenfalls hat uns dann so ein bauernfreak mit seinem traktor raufgezaht.

dann die Hütte geentert und mal alle lampen rausgedreht weils so hell drinnen war. von den 9 leuten hatten genau 3 schisachen mit, der rest hatte nur synthies, lautsprecher und mischpulte angezaht, logisch.

naja, den ersten tag simma versumpert, am nächsten tag gings dann mal rauf auf die reiteralm, wir zu dritt plus zwei mädels. Jedenfalls sind wir dann um 5 in ner Hütte oben gesessen und sind dann draufgekommen dass der schibus nicht mehr fährt. drum beschlossen quer durch den wald ne expedition zu starten. die mädels ham die anderen in unsrer Hütte angerufen damit sie sie holen, aber der eine hat sich mit seinem Auto in nen Schneehaufen einbaut und der andere hat seine schuh nicht gefunden. drum war der mädel-plan normal runterzufahren und von uns dann holen zu lassen. wir also noch nen verdauungsschnaps, die hüttenwirtin hat gmeint wir sind deppat, aber wurscht. Rein in den wald der ein bissel steiler war als erwartet. über steine runtergerutscht, einen baum entlang geslided und dann ists auch schon finster worden. also im blindflug quer durch die bäume, der erste hat noch irgendwas gschrien und dann simma schon alle ghüpft über nen felsen den keiner gsehen hat und rein in den bach. perfekt. meine jacke war ausserdem hin sodass ich drei zentner schnee in der unterflag hatte und jetzt auch noch waschelnass. wieder raus aus dem bach und weiter durchs finstere zum glück zu nem waldweg. denn dann entlangspaziert bis zu ner hütte und dann den bauern dort rausgeläutet. unser rhetorik-genie nummer eins erklärt ihm „heast oida, wir sann do grod den woid oweglfogen und wir gehäreten noch forenreich, oda wie hast des, böööh! Is die strossen gsandelt?“. der bauer hat gfragt „von wo sads es heahkeamen?“ und der typ brüllt ihn an „Niederösterreich!!“. Also dann die strasse weiter, die ganzen boards zamghaut wegen dem rollsplitt und dann warma auf da bundesstrasse und sind die noch ne stunde entlangspaziert. die mädels warn inzwischen blunzenfett weil was macht ma sonst vier stunden in ner hütte auf der reiteralm.

und dann ham ma noch am letzten tag am Abend nen fackelcontest veranstaltet. drum ne schanze aufgeschaufelt, dabei alle schaufeln zamghaut die ma so gfunden ham, fackeln gecheckt und der eine hat vom nachbarstraktror diesel aus dem tank rausgezuzelt zum feuerspucken. der schnee war total hart und dass ma nix gsehen hat hat das ganze auch nicht einfacher gmacht. jedenfalls alle fackeln angezündet und los geht’s mit der hupferei. recht ereignislos, den einen hats voll am rücken prackt, der andere ist mit der nase zum bremsen aufkommen und die nina hat sich das handgelenk brochen. am ende hat der feuerspuckertyp dem einen während er ghupft ist die jacke voll angezündet und dan hat er so glacht dass er den diesel gschluckt hat und die ganze nächste woche nach tankstelle gstunken hat.

ja, dann hamm ma sich eh schon zampackt und sind wieder gfahren. der hund hat die ganze woche genau vor die tür hingschissen.

Fazit: schifoan is des leiwandste