Element of Crimes Doppelshow im Mai im Wiener Gasometer

Element of Crime und Wien. Eigentlich die perfekte Symbiose. In Würde gealtert, ein notwendige stete Benetzung der raunzigen Kehle mit Bier und Spritzer, prinzipiell melancholisch und genervt von der ganzen Welt und überhaupt. Man hasst alle Menschen, man mag nur Katzen.

Aber das die Jungs gleich zwei Tage hintereinander das Gasometer fast ausverkaufen spricht schon von einer starken Liebe zu Wien und umgekehrt. Und die wurde doppelseitig belohnt! Total angenehm mal nicht der Älteste im Publikum zu sein und sich nicht stetig nach fliegenden Leibern und Bierbechern umsehen zu müssen. Alle waren gesittet, alt und trinkfest. Wien halt.

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Ziemlich hellblau alles, Foto von Bernhard Luis Pasching

Sogar der gefürchtete Gasometer Sound war ehrlich gut, das Licht hingegen sah eher aus als ob ich da unmotiviert an den Knöpfen gespielt hätte. Aber mein Gott, ist doch wurscht. Geht ja endlich mal um die Musik, ohne Backdrops, Pyro und dem ganzen Instagramm-Scheiß. Die alten Jungs standen einzig mit ihren Gretsch Gitarren bewaffnet im Zentrum und trugen ihr Herz auf der Zunge. Trompete statt Tarnkappenbomber.

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Mann mit Trompete, Foto von Bernhard Luis Pasching

Zwei Dutzend Songs wurden dargeboten, irgendwie alles quer durch den Gemüsegarten der EOC Alben.

„Im nächsten Lied geht’s um Depression!“ – Bruahaha, tosender Applaus aus dem Publikum. Man versteht sich. Sogar Svenis Tochter Alexandra durfte mit rauf auf die Bühne und duettierte mit Papi Karin, Karin. Schön.

Sven-Regener-gold-by-Bernha

Schönes Foto, von Bernhard Luis Pasching

Der sitzende und nasekratzende Bassist David Young feierte am ersten Showtag unerkannt seinen 70er, ich glaub das wussten außer mir nicht mal die anderen fünf Herren auf der Bühne. Ich trank im Stillen ein Bier auf ihn.

An der Gaso Bar traf man dann Manuel Rubey, Bernhard Eder, DJ Elk und den Herren Ostrowski. Und am nächsten Tag hing Sven Regener im Cafe Westend beim Bahnhof rum, im neuen Buch vom Shy Sänger Andi Kump schmökernd. In dem gehts übrigens um die Einsamkeit von Berufsjugendlichen jenseits der 40.

Gut dass es solche Bands noch gibt. Ein Hoch auf die Melancholie, Bücher und Bier!

Einen geilen Review vom aktuellen Album Schafe, Monster und Mäuse findet ihr übrigens hier LuisSchreibtDieGeilstenReviews.

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