Kommando Elefant goes Kleinkunst

Festival der Bezirke war wieder und jeder Bezirk kramt seine glamourösesten Celebrities hervor und nötigt sie zu einem Auftritt zu Ehren des jeweiligen Stadtteils. Wir wurden von Ottakring verpflichtet – eh kloa, weil das trinken wir am liebsten und unser Proberaum ist auch gleich dort.

Die Tschauner Bühne traute sich drüber und stellte einen bunten Abend zusammen. Wir teilten uns die Kleinkunstbühne, übrigens mit fahrbarem Stadiondach, mit anderen Stars aus der Kabarettszene. Insgesamt vier Acts und drei Stunden unterhaltsamen Programm inklusive Umbauten und Pause. Das konnte ja nur heiter werden.

KE Header Lachen

Wir waren nur ein bisi zum spät zum Soundcheck, auf der Bühne stand schon die Deko vom letzten Watzmann Auftritt und der Backstage war wie eine Saunalandschaft in einem Schrebergarten. Bier und mächtig Holz in der Hütte.

Zum trinken gabs dann aber Schwechater und die Tschaunerchefin schaute vorbei, beschwerte sich über die Wiener Subventionssituation und spendierte uns so ein 6er Tragerl abgelaufener Caipirinjashots. Und Heidelbeeren gabs auch! Wenn man die wieder kotzt wird alles ganz blau.

 

 

Ja, und dann gings auch schon los. Ablauf war dass der Vorhang auf unsren Cue hin vom Tschaunerschen Vorhangchef aufgemacht wird und wir spielen dann gleich Party Party in der Hardcore 4tothefloor Discoversion damit die Ottakringer gleich wissen wo die Elefanten den Most herholen.

Die Leute im Publikum waren wirklich total baff und sichtlich überfordert mit dem Dargebotenen. Sehr lustig. Etwas betretener Applaus, wir haben uns auch nicht recht ausgekannt was das jetzt war, und doch war bereits Zeit für den nächsten Comedy Act.

Die teuflisch schöne Lucy McEvil, die nach uns dran war, saß inzwischen in ihrem weißen Abendkleid mit uns hinten im Schrebergarten und erzählte uns von ihrem letzten Moderationsjob auf einer Sexmesse wo sie die fickenden Trillinge ansagen musste.

Kurz vor der Pause mussten wir nochmal raus und spielten irgendwas Konsensmässiges und dann war wieder Vorhang und die obligatorische Pause.

Das Problem bei diesen Miniauftritten ist ja dass man voll viel Zeit dazwischen hat und die Songs von mal zu mal lustiger werden. Ganz am Ende schickten sie uns nochmal raus um den Abend zu retten und wir gaben nochmal alles. Da wir ziemlich gut waren wurde es ein versöhnlicher Abschied, mit Verbeugen, Bussis geben und Beschwerden warum wir keine Autogrammkarten haben.

Ke Bock auf Revo

Während noch das Publikum sich um die Tschaunersche Theke versammelte wurden wir schon vom Tschaunerschen Hausmeister aus dem Holzbackstage rauskomplimentiert.

Und dann standen wir angeduselt um 22 Uhr mitten in Ottakring und gingen noch ins B72.

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Guincho 2017

 

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Donnerstag 29. Juni bis Montag 3. Juli 2017

Flug mit Swiss über Zürich (Hin) und Genf (Retour) um 260 Euro

AirBnB: 500 für 4 Nächte

Ubahn Aeroport – Cais do Sodre 1, 10 Euro

Zug Cais do Sodre – Cascais 2,70 Euro

Bus Cascais – Aeira 2,30 bzw. 3,20 Euro

 

Donnerstag 29. 6. 2017

Früh läutet der Wecker, Morgenstund hat Stinki im Mund, einen Cafe trinken, noch schnell zwei Eier mit meinem neuen Wasserkocher schnabulieren und kurz vor sieben stehen wir bei der Landstraße, kaufen Zugtickets und werden sogar kontrolliert von tätowierten ÖBB Frühpensionisten in spe.

Am Flughafen ist leider voll viel los, dieser Automaten Check-In funktioniert nicht und der einzige Servicetyp ist völlig überfordert. Ne Stewardess will eigentlich nur aufs Klo gehen und wird sogleich von einer fragenden Menschentraube belagert. Der nette Servicemann meint dann wir sollen uns doch bei der anderen Schlange anstellen. Mühsam. Dann sind wir am Schalter, klappt alles, Gepäck darf mit. Nur mein Pass wird nochmal extra durchleuchtet.

Im Schweizerflieger gibt’s dann voll nettes Bier welches ein blaues Etikett mit Bergen und einem Alpensepp oben hat. Schmeckt grauslich, aber das Auge genießt.

Dann sind wir schon in Zürich, marschieren in den nächsten Flieger und wieder gibt’s dieses Bier im Almdudler Design. Zum Essen gibt’s Salat mit Bergkäse, die Kellnerin fragt mich ob das Essen gut war, ich sag der Käse war sehr lecker und sie freut sich. Vor dem Klo stehen weitere käse naschende Kellnerinnen. Ein Opa kriegt die Klotür weder auf noch zu.

Mein Buch für die Reise hab ich blöderweise schon am Hinflug ausgelesen.

Wir landen in Lissabon, alles sehr schön, das Gepäckband ist am anderen Ende dafür ist alles da. Eine Rauchen und der Herr Wind ist auch schon da.

Lisboa-Pflaster-by-Bernhard-Luis-Pasching

 

Ubahnstation ist gleich vor der Flughafentür und ein netter Tickettyp holt uns die richtigen Fahrkarten aus dem komischen Automaten. Sicherheitsschleusen, alles voll professionell. Im Zug fühlen wir uns gleich wohl, alles stinkt ein bisi und ein paar abgefuckte Leut, wie daheim halt.

Wechsel in die grüne Linie und wir sind am Cais do Sodre. Erkundungsspaziergang zum erstbesten Wirt am Platz der voll nett ist. Dafür hat er aber kein Klo.

Ich komm drauf dass ich blöderweise meinen Pullover und meine Glückshaube vergessen hab, drum auf zum nächsten H & M und im Abverkauf schicke Klamotten erstehen. Im Miniprecio noch was zum Futtern und zum Wirten gegenüber aufs Klo – alles perfekt. Das erste Törtchen, Pasteis de Nata, sehr lecker.

LisboaTram-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir marschieren wieder retour zum Cais do Sodre, kaufen Zugtickets und fahren die Küste entlang bis Cascais. Ich hab blöderweise mein Ticket verschmissen und bin gefangen in der Station weil diese Schleuse nicht aufgeht. Eine Frau versucht von meiner misslichen Situation abzulenken und steckt ihren Kopf durch die Schleuse die offenbar der Erfinder der Guillotine entwickelt hat. Zu sechst versuchen wir die Schleuse aufzubrechen, den Sicherheitstypen ist das alles wurscht, dann irgendwann drückt wer auf Reset und alle Türen gehen auf. Frau lebt weiter, ich bin befreit, alle glücklich bis auf Nicole die mir inzwischen ein neues Ticket gekauft hat.

So eine Aufregung! Wir finden die Busstation, die Mädels rennen aufs Klo und wir erwischen den vorletzten Bus und steigen in Areia aus. Kurze Verwirrung wohin und ein Eck weiter stehen wir vor unserer AirBnb Bude. Von der Ferne erahnen wir den Sonnenuntergang.

Der Typ ist da, erklärt alles, passt. Kurze Erfrischung, dann Abmarsch zur Campingplatzbar. Wir bekommen Kantinenfisch, Bier für 1,90 und einen halben Liter Gin Tonic für 3,90. Die haben voll umgebaut, es gibt einen Pool und einen Tennisplatz.

Dann Abmarsch nach Hause und Nachti Nachti.

Freitag 30. Juni 2017

Juhu, wir sind in Guincho! Um 9 stehen wir alle auf, machen lecker Frühstück und im Garten und um 11 sind wir dann ready für die Boca. Blöd dass es mittlerweile voll schiach geworden ist und es ein bisi regnet. Wurscht, trotzdem Strand. Die haben alles hübsch renoviert von meinen EU Geldern, die Straße ist neu asphaltiert und es gibt sogar einen fetten roten Radweg sowie ein Dünenforschungsinstitut welches so Holzstege über die Hügel gepflastert hat. Sehr fancy. Wir kommen bei dem komischen Festungshotel raus welches auch neu angemalt wurde und gar nicht mehr nach Festung ausschaut.

Guincho-Beach1-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir sehen das Meer und der Strand ist fast menschenleer bis auf ein paar Müllaufsammler vom Cascais-Verschönerungsverein. Der Herr Wind macht auch grad Urlaub und fetzt einen kleine Sandkörner gegen die Haut. Es hat sicher 30 Grad und mittlerweile knallt auch wieder die Sonne runter aber wir sitzen mit Pullover bei der Strandbar do Guincho und Nicole bekommt ein 4 Euro Bier mit Sandgeschmack. Nadines Cola wird vom Wind gepfändet.

Guincho ist immer noch wunderschön, die zwei bestehenden Hotels werden grad neu asphaltiert und die Bar do Guincho hat jetzt wohl auch ne Strandlizenz aber sonst ist noch alles wie ichs mir ausgemalt habe. Nur etwas schicker, die witzigen Surferfreaks sind weg, dafür laufen lauter WU Typen herum mit fetten Autos.

Guincho-by-Bernhard-Luis-Pasching

Nadine geht heim lernen und das Luissche Kollektiv bestimmt einen Cascais Gedenkmarsch den Strand entlang. Zuerst Pinkelstop beim alten Fort, dann weiterhatschen in der Sonne und alles ist sehr schön. Fast am Ende der Küstenstraße dann doch der Plan mit dem Bus weiterzufahren, wir enttarnen eine rosa Pullovernutte die dann doch in den Bus einsteigt – leider kommt nur der in die falsche Richtung. Wir hatschen weiter und werden sogleich von unsrem Bus überholt. Pinkelpause bei der Tankstelle und kurzer Stopp bei so nem komischen Standlmarkt auf einen Burger und einen Thunfisch Toast. Dann noch durch Cascais navigiert, schon wieder aufs Klo gehen im Einkaufszentrum mit dem Pingo Doce.

Bacalao-by-Bernhard-Luis-Pasching

Dann kommt auch schon der Bus und wir fahren retour. Zum Glück hat Nadine auch keinen Hunger weil wir sind immer noch voll angefuttert und gehen dann schlafen.

Traum: Meine Wohnung wird durchsucht durch so Mafiatypen rund um Fattoni, aber irgendwie sind die eh nett und wir kennen uns. Ich biete ihnen Kaffee und Käsebrot an, komm aber drauf dass ich weder das eine noch das andre hab und mach so Minibrote und dann muss ich aber noch irgendwas anders machen und die Mafiatypen sitzen ganz still auf der Couch und warten ewig bis ich Ihnen so Minibrote serviere

Samstag 1. Juli 2017

Lissabon Tag! Wir frühstücken wieder voll fancy im Garten, blöderweise hat sich das auch bei den Wespen herumgesprochen. Wir siedeln ins Haus retour, braten den grauslichen Speck mit Knoblauch und um 11 marschieren wir zum Bus der blöderweise nicht daher kommt. Drum fahren wir mit dem anderen die Panoramastrecke, gehen wieder ins Einkaufszentrumsklo und fahren mit dem Zug nach Lissabon rein.

Lisboa-by-Bernhard-Luis-Pasching

Menschenmassen beim Cais do Sodre und wir marschieren relativ planlos rum auf der Suche nach einem Cafe. Nadine mag irgendein Parfüm kaufen in nem Laden dens nicht mehr gibt laut google. Wir landen in nem Park und schlürfen lecker Cafe. Dann sind wir bei der Adresse von dem Parfümladen und siehe da – es gibt ihn wirklich nicht mehr. Über die Gasseln von der Bairro Alta marschieren wir wieder retour Richtung Meer, marschieren die Strandpromenade ab, uns werden Drogen angeboten , überall stehen fette Bühnen rum und eine Stunde mit dem Sightseeing Tuk Tuk kostet 60 Euro. Die ganze Stadt wirkt sehr pittoresk und schön aufgeräumt. Wir futtern die ganze Zeit Pasteis de Nata und landen bei dem Kiosk auf dem Platz wo am Ankunftstag eine Rittervorstellung passierte. Gin Tonic für 10 Euro dafür mit reichlich Obst drin. Und das Klo dort ist auch super. Nebenan ist eine Sardinenausstellung die außer mir aber keinen interessiert.

Lisboa-Tor-by-Bernhard-Luis-Pasching

Retour zum Bahnhof und mit dem Ghettozug wieder retour in unsren Nobelort. Wir gehen noch zum Jumbo, kaufen diese Teigtascherltheke leer und mit dem Bus geht’s wieder retour nach Areia.

 

 

Schnell duschen und auf zum besten Restaurant im Ort, neben dem Carloto. Wir sind etwas underdressed, alles sehr schick, fast nur locals drin. Wir bestellen 3mal Überraschungsfisch und es mundet vorzüglich! Auch die Rechnung stimmt – 34 Euro für drei Hauptspeisen plus Getränke.

Mittlerweile ist es dunkel, wir rauchen noch eine auf der Terrasse und gehen dann schlafen. Mir ist sauheiß in der Nacht, hab vom Vortag einen kleinen Sonnenbrand am Fuß.

Traum: Bin der Assistent von Helene Fischer, gemeinsam mit ihrem Sohn. Er schenkt ihr urviel Wodka ein, sie sauft offenbar extrem viel. Dann treffen wir uns mit anderen Schlagerheinis und der Scorpion Sänger ist auch dabei

Sonntag 2. Juli 2017

Strandtag! Und es ist windstill! Komisch. Wir frühstücken wieder drinnen und marschieren mit 2 Liter Superbock bewaffnet zum Strand. Schön dass die Sonne scheint und es windstill ist, blöd dass das alle Anderen auch toll finden. Der Strand ist ziemlich voll, die Sonne knallt runter und wir erstehen bei der Bar do Guincho 4 Stunden Schatten für 8 Euro. Zwei Liegen plus Schirm hätten 20 Euro für den ganzen Tag gekostet. Frechheit.

Guincho-Beach2-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir liegen rum, Nadine lernt brav. Dann wäre der Plan gewesen schwimmen zu gehen. Der Atlantik ist echt eiskalt – wie so ein Saunabottich. Bis zum Bauch geh ich rein. Meine Füße erfrieren, mein Oberkörper bekommt einen Sonnenbrand, in der Mitte ist es schön angenehm.

Neben uns liegen ein paar WU Typen aus Deutschland. Der Herr Wind kommt dann auch vorbei und es fliegen Sonnenschirme in der Gegend herum. Diese Cascais Putzkollone serviert mir ein Aschenbecherstanizel.

Nadine geht heim und wir gehen aufs Klo das komischerweise völlig gratis ist. Wir sind überrascht. Wir spazieren übern Strand und dann rauf zur Fahne und dann ises eh schon spät und wir marschieren über die Bar do Guincho Straße wieder heimwärts und werden unentwegt von fetten Protzkarren überholt.

Superbock-by-Bernhard-Luis-Einkehrschwung zur Campingplatzbar auf ein Bier. Die Longdrinks sind auch geschrumpft leider. Rundgang übern Platz, find unsren alten Spot wieder. Sehr schön. Ein Mädel sitzt vor ihrem Zelt und weint. Nicole gfallts da trotzdem nicht.

 

 

Wir marschieren heim, gehen duschen und machen uns schick für Carloto.

Dort werden wir hofiert und im Überschwang der Gefühle kleckert der Kellner Schokokuchen auf meinen 10 Euro Joy Division Pulli.

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Fisch auch gut aber nicht so routiniert lecker wie beim Konkurrenten. Der komische Weinbrandschnaps ist auch grauslich und die Torte schaut auch besser aus als sie schmeckt, schmeckt trotzdem gut.

Man hält uns die Türe auf und wir marschieren heim. Traurig dass wir morgen schon wieder fahren müssen. Wir beschließen Tagwache um Acht und gehen schlafen.

Montag 3. Juli 2017

Acht Uhr klingelt der Wecker und die Reisegruppe Paarschepp kommt langsam in die Gänge. Die letzten Kühlschrankreste werden verputzt, das komische Fleischbrot eingepackt, das letzte Bacalao-Tascherl schnabuliert.

Wir marschieren um Punkt 10 zur Campingplatzbusstation aber der blöde Bus kommt schon wieder nicht daher. Warten, Klo gehen, dann kommt er doch. Über die Panoramastrecke geht’s nach Cascais rein, Zug kommt auch gleich, klappt alles.

Kaktusbaum-by-Bernhard-Luis-Pasching

Beim Cais do Sodre ist die Hölle los, überall Menschenschlangen vor jedem Ticketautomaten. Bei der Ubahn ist zum Glück weniger los, wir fahren mit einmal umsteigen zum Aeroporto und kaufen noch schnell Pasteis de Nata für die Daheimgebliebenen und Hungrigen.

Am Flughafen hängen wieder die Polizisten mit den automatischen Waffen rum und eine Politesse muss aufs Klo. Einchecken klappt alles, Flug hat Verspätung, wir hängen rum gemeinsam mit urviel Anderen. Dann geht’s in Flieger rein und ohne Überraschungen landen wir in Genf. Dort ises schön aber fad. Fürs FlughafenWLAN wollen sie sämtliche Daten haben. Ein kleiner Bub haut so einen Absperrpfeiler um der ihm fast auf den Kopf donnert.

Das Flugzeug ist herzig klein, die Crew ist entspannt und das Wetter ist perfekt.

Aeroporto-by-Bernhard-Luis-Pasching

Um 21.50 Landung in Schwechat, um 22.04 sitzen wir schon im Zug zum Hauptbahnhof. Das ging aber fix.