FM4 Fest!

Juhuuu, alle Jahre wieder darf man spätestens zum Fest des größten Jugendradiosenders der Welt seine Winterstiefel und langen Unterhosen auspacken, den da wird’s immer saumässig kalt – alte Waldviertler Bauernregel! Zumindest wird das Fest nicht mehr in die Arena programmiert, die Tiefkühltruhe Wiens schlechthin, sondern in einer zentrale Brauerei, was ja auch logistisch voll praktisch ist, weil dann die ganzen Tanklaster mit ihren Hektolitern nicht durch ganz Wien zu den versoffenen Musikanten kurven müssen.

Jedenfalls wurden wir eingeladen dort aufzuspielen – nach einer monatelangen Bühnenabstinenz. Was für ein Gedanke: Wir haben gar nicht mehr gewusst, in welche Richtung man eine Gitarre hält und ob die schwarzen oder die weißen Tasten am Keyboard die Guten sind. Drum noch flott in unserem Keller geprobt, alles ins Auto geladen und dreimal ums Eck gefahren und rein in den nächsten Keller gestolpert. Die Mighty Oaks waren grad am Schrauben, die Bühne war auf einmal im falschen Eck und wir hatten nen Knick in der Optik. Dann kam der Herr Milchrahm, hat höflich gemeint wir sollen uns wieder schleichen und wir verzogen uns in unsren Backstageraum aus Pappe.

Dann endlich durften wir unsre Gerätschaften auf die Bühne schleppen, alles anstecken, Didi am Mischpult war auf vollen Touren, und wir waren total flott wieder fertig.

Stunden des Wartens standen uns bevor und aus reinem Selbstschutz fuhr jeder wieder heim obwohls zu Hause ja auch viel Bier gab.

Großes Bandwiedersehen gegen 10. Durchzählen – alle da. Hausbier trinken, Anzug bügeln, violettes Biokarottenbeerenproteingetränk in die Figur stellen, dem Gerard zuquatschen während er sich Gel in die Haare schmiert.

Schnippo Schranke waren total brav und oberpünktlichst fertig, vielleicht auch, weil deren Keyboard so krachte und deren Tech es einfach abgedreht hat. Zack Zack umbauen und wir waren wieder viel zu professionell, denn nach 10 Minuten war alles fertig und alle Kabeln steckten in ihren Buchsen. Die Moderatorin huschte auf die Bühne, Herr Milchrahm gebat zur Ruhe wegen den Funkübertragungen oder keine Ahnung. Drum standen wir doof auf der Bühne rum und taten so, als ob wir noch Instrumente stimmen müssten bevor wir loslegten. Zack Zack Bratz Bratz – wir und Didi gaben alles! Publikum war total begeistert, johlte und moshte und wollte sogar ne Zugabe! Offenbar waren wir sehr sehr gut.

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Geknippst von Samuel Kreuz der uns leider nicht aufs Bild brachte weil voll viele Leute vor der Bühne standen. Außerdem wars urheiß! Aber wir wären prinzipiell da vorn rechts.

Doch der Herr Milchrahm war ein strenger Geselle und hatte auch seine Atomuhr mit und deren Moleküle waren offenbar mächtig fortgeschritten. Zeit vorbei – wie bei RuckZuck damals. Schad. Unser Vorbereitungsraum nebenan hatte sich mittlerweile in ein Dickicht von Jacken verwandelt. Wir borgten uns von den Mighty Oaks, die gerade auf der Bühne standen und sich nicht wehren konnten, ihr Wagerl und rollten unser Zeug ins Auto. Dann waren wir fertig und gingen zum gemütlichen Teil über.

Der Uli war da und den Michi haben wir geärgert und der Bottle war total happy endlich wen zum Trinken gefunden zu haben. Kurze Zeit später haben dann die Securitys alle rausgeworfen weil sie offenbar heimgehen wollten und auch unser Pappbackstage lag im Altpapiercontainer.

Deshalb erhielten diverse Taxis ihre Chance uns alternde Rockstars nach Hause zu karren. Schön wars!

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