Unterwegs mit Kommando Elefant – mit Ute Bock beim Böllerbauer

Ute Bock ruft an und sie so „He…“ und wir so „Jo eh“ und sie so „Und?“ und wir so „Jo eh“.

Auf gehts zum Böllerbauer (Homepage), das fünfte Jahr in Folge! Ein Messie Bauernhof ohne Viehbestand in Oberösterreich, dort wo der koffeinfreie Kaffee herkommt. Böllerbauer ist stets gleichzusetzen mit massiven Katastrophen!

Ein Best-Off der letzten Jahre:

  • Sturmböen, der Monitortechniker fliegt mit dem Backdrop davon
  • Unser Dacia stürzt fast in Schlammgrube
  • Kroatischer Bauernhausmeister stürmt um 3 Uhr früh mit Heugabel und Gebrüll das Quartier und beginnt dieses unter „Kurva“ Flüchen rabiatest zu räumen
  • Vor der Show bestellten wir vier Schnaps beim Veranstalter. Bekommen haben wir vier bumvolle Literbotteln mit Selbstgebranntem, Marke „Love is blindness“
  • Zusammengezimmerte FOH-Hütte fliegt ikea-mässig in Einzelteilen davon
  • Unterkunft in christlich-fundamentalistischem Studentenheim, 30km in die falsche Richtung. Zum Frühstück gabs Hostien vom Vortag.
  • Bauer hängt unseren hängen gebliebenen Dacia an seine Planierraupe und fährt damit vier Campingplatzzelte um. Kommentar: „Na Hoppala!“

Und jetzt, 2015

Trotz allem freuten wir uns wie die Schneeekönige darauf, irgendwie war’s ja dann doch jedesmal total geil und wir waren einfach gespannt, was sich der Herr Böller heuer für uns alles ausgedacht hat. Der Gefahr völlig bewusst bereiteten wir uns gewissenhaft auf besagten Samstag vor.

Auf Luisschem Balkon wuchern drei verschiedene Minzpflanzen – es galt herauszufinden, welche am besten mit Caipirnja harmoniert. Ergebnislos wie die Griechenlandverhandlungen wurde die Mission vertagt, nächste Zwischenstation der Bäcker unsrer Wahl in der U-Bahn-Station, auf ’ne Jause. Doch dort, wo gestern noch der Ströck mit seinen Semmeln und dem ganzen Scheiß hauste, ist jetzt ein riesiges Loch in der Wand und blade Bauarbeiter saßen rauchend auf Zementsackeln und Topfengolatschen gab es obendrein auch keine.

Hungrig ging’s zum Treffpunkt beim neuen oberschicken Proberaum und ab nach Haag. Strahlender Sonnenschein begrüßte uns, Polkov musizierten bereits und so schnell konnten wir gar nicht schauen, waren schon wir an der Reihe um zu Lärmen. Die Holzdielen der Bücherbühne knarrten vergeblich, 60 Minuten Hardcore Elefantenshow bis zum bitteren Ende. Eine Horde halb nackter Kinder tanzte ausgelassen vor der Bühne, weil wir heute so gut spielten und außerdem sehr sexy waren.

Böllerbauer3 2015 by Pablo Summer

Nach getaner Arbeit wurden noch die anderen Bum Bum Floors besucht, Leute genervt, Strategien besprochen, wie man am besten zu einem Steckerlfisch kommt und dann stand der Chef vom Röda da, schmiss uns ins Auto und schupfte uns nach Steyr in seine Räumlichkeiten zur Aftershowparty. Im Röda war aber nur ’ne doofe Salsafiestaparty und wir verkrochen uns, im Geiste Flamenco tanzend, in unsre hölzernen Stockbetten.

Wir erwachten am nächsten Morgen glücklich und zufrieden im salsafreien Röda, geisterten verloren durch den Klub und vorbei am lockenden Freibad gings wieder Richtung Wien. Nächster Halt: Woodstock!

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