Aufn Schneeberg mit dem Doktor

Wanderung Payerbach/Reichenau – Knofelebenhütte – Damböckhaus – Fischerhütte – Puchberg

 

25. 7. 2017: 7h 40min, 18km, 2.200hm

26. 7. 2017: 4h 30min, 13,3km

 

Ein Wandertag stand an! Wetter war auch Oasch angesagt – beste Voraussetzungen um aufm Schneeberg zu gehen. Zuerst mal ganz früh aufstehen, dann mit dem Regionalzug von der Landstraße bis Payerbach Reichenau. In Neustadt stieg mein betreuender Arzt hinzu während ich mir mit meinem schicken Feitl die Füße bandagierte, während mir der Schaffner zusah.

Dann war schon Zeit zum Aussteigen, mein betreuender Arzt vergisst gleich einmal sein Handy und alle Wanderkarten im Zug. Inzwischen ist es fast 9 und Zeit fürs erste Bier. Zum Glück gibt’s beim Bahnhof Helgas Beisl, die sich grad mit einer rabiaten Dame befetzte und herzhaft lachen musste, als ich mein Bier bestellte. Der Arzt hatte keine Kohle mit und wurde von Helgas Haberer zum Bankomaten entführt.

 

Bahnhofsresti

 

Helgas Beisl gehörte früher Yvonne, die leider bereits verstorben ist. Dann war das Bier kaputt und wir marschierten los Richtung Naturfreunde Hütte Knofeleben.

Quer durch den Wald, an Holzrutschen vorbei, übern Mariensteig mit lauter Heiligenbildern an jedem Baum. Es war recht kühl und tröpfelte hin und wieder und nach 3 Stunden oder so waren wir dann bei der Knofelhütte.

Am Vortag war ich auf der Donauinsel im ärgsten Regen Radfahren und leider hat das der Ladebuchse meines Handys nicht so recht getaugt – das Ladekabel ist abgebrannt und mein Akku hielt plötzlich nur noch gefühlte 10 Minuten. Drum gleich mal Strom geschnorrt, ne Hüttensuppe schnabuliert und mit der Hüttenkellnerin geschäkert. Der BierLKW hat auch grad den Berg erklommen und lieferte Hüsen.

Dann wars fast 12 und Zeit weiter zu gehen, etwas bergab, etwas bergauf, an Kühen vorbei, quer über diese dicht bewachsene Wiese. Ich frag mich, ob meine Zeckenimpfung noch gut ist. Meine Wünschelrute zeigt an, dass Wasser in der Nähe ist.

 

Bergbahn

 

Inzwischen ist die Sonne wieder rausgekommen und nach ein paar Stunden finden wir die Station der Schneebergbahn. Daneben ist ein schmaler Steig, den wir raufmarschieren. Wir treffen eine adrette Mädchenwandergruppe und ein paar Wiener, die mit nem Lautsprecher Wirbel machen.

Dann gibt’s eine kurze Rast und polnische Wanderwürste von Patienten. In der Ferne ist fast schon die Bergstation und die Kapelle zu erkennen, die gerade renoviert wird.

 

Gipfelkapelle

 

Ab hier ist der Weg für die ganzen Touris breit und langweilig und wir kommen zur unfreundlichen Touristenklubhütte, wo ne Wanderpartie mit der Kellnerin anzügliche Witze austauscht.

Der Wind wird immer heftiger und in der Ferne sieht man schon die Fischerhütte. Wir ziehen uns an was geht und dann sind wir da – die Hütte hat sogar offen! Bierchen, Zirbinger, im Mannschaftsquartier einchecken. Außer uns sind noch 3 andere Leut da (ein komisches Pärchen aus Deutschland, ein Biologe der dauernd Brennesel zerhackt und allerhand verrückte Bergläufer die den ganzen Mohnkuchen auffuttern, bevor sie dann eh wieder runterrennen).

 

Gipfelkreuz

 

Der Wind ist mittlerweile wirklich extrem, es haut einem förmlich um. Die Fischerhütte liegt da am Gipfel strategisch auch eher ungünstig – hier werden wir wohl ein Beschwerdemail verfassen müssen.

Gegen 10 gehen wir dann heia. Es ist saukalt im Quartier, wir schlafen mit 3 Decken übereinander und ich krieg diesen blöden Hüttenschlafsack in der Finsternis nicht entfaltet.

Um 5 läutet Barnis Wecker – wegen des Sonnenaufgangs. Er weigert sich zuerst und geht aber dann doch vor die Tür, nur um gleich wieder umzudrehen weil 1. Wind und 2. voller Nebel – Sichtweite weniger als Null.

 

Sonnenaufgang

 

Blöd. Wieder ins Bett und um 9 oder 10 dann endgültig auf. Es gibt ein leckeres Frühstück für 10 Euro. Es regnet total und wir wollen nicht raus. Gegen 11 wird’s dann besser und wir trauen uns vor die Tür, zahlen die Zeche und sind dahin. Übern Fürstensteig geht’s wieder runter. Ein schmaler, steiler Steig, gar nicht ungefährlich, wenn alles pitschnass ist.

 

 

Gipfelkuh

 

Es regnet wie aus Schaffeln und endlich erreichen wir bekanntes Terrain, bei den Kühen. Weiter zur Schneebergsstatinoshütte auf einen Tee und etwas Wärme. Wir sind zu nass für Experimente und marschieren den Touristeig entlang der Schneebergbahn ins Tal nach Puchberg. Alle winken die vorbeifahren. Es wird warm und wir wechseln auf kurz.

Dann warten wir eine Stunde aufn Zug und um 18 Uhr sind wir wieder im schönen Wien. Der Arzt vergisst seine Haube im Zug.

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Kommando Elefant goes Kleinkunst

Festival der Bezirke war wieder und jeder Bezirk kramt seine glamourösesten Celebrities hervor und nötigt sie zu einem Auftritt zu Ehren des jeweiligen Stadtteils. Wir wurden von Ottakring verpflichtet – eh kloa, weil das trinken wir am liebsten und unser Proberaum ist auch gleich dort.

Die Tschauner Bühne traute sich drüber und stellte einen bunten Abend zusammen. Wir teilten uns die Kleinkunstbühne, übrigens mit fahrbarem Stadiondach, mit anderen Stars aus der Kabarettszene. Insgesamt vier Acts und drei Stunden unterhaltsamen Programm inklusive Umbauten und Pause. Das konnte ja nur heiter werden.

KE Header Lachen

Wir waren nur ein bisi zum spät zum Soundcheck, auf der Bühne stand schon die Deko vom letzten Watzmann Auftritt und der Backstage war wie eine Saunalandschaft in einem Schrebergarten. Bier und mächtig Holz in der Hütte.

Zum trinken gabs dann aber Schwechater und die Tschaunerchefin schaute vorbei, beschwerte sich über die Wiener Subventionssituation und spendierte uns so ein 6er Tragerl abgelaufener Caipirinjashots. Und Heidelbeeren gabs auch! Wenn man die wieder kotzt wird alles ganz blau.

 

 

Ja, und dann gings auch schon los. Ablauf war dass der Vorhang auf unsren Cue hin vom Tschaunerschen Vorhangchef aufgemacht wird und wir spielen dann gleich Party Party in der Hardcore 4tothefloor Discoversion damit die Ottakringer gleich wissen wo die Elefanten den Most herholen.

Die Leute im Publikum waren wirklich total baff und sichtlich überfordert mit dem Dargebotenen. Sehr lustig. Etwas betretener Applaus, wir haben uns auch nicht recht ausgekannt was das jetzt war, und doch war bereits Zeit für den nächsten Comedy Act.

Die teuflisch schöne Lucy McEvil, die nach uns dran war, saß inzwischen in ihrem weißen Abendkleid mit uns hinten im Schrebergarten und erzählte uns von ihrem letzten Moderationsjob auf einer Sexmesse wo sie die fickenden Trillinge ansagen musste.

Kurz vor der Pause mussten wir nochmal raus und spielten irgendwas Konsensmässiges und dann war wieder Vorhang und die obligatorische Pause.

Das Problem bei diesen Miniauftritten ist ja dass man voll viel Zeit dazwischen hat und die Songs von mal zu mal lustiger werden. Ganz am Ende schickten sie uns nochmal raus um den Abend zu retten und wir gaben nochmal alles. Da wir ziemlich gut waren wurde es ein versöhnlicher Abschied, mit Verbeugen, Bussis geben und Beschwerden warum wir keine Autogrammkarten haben.

Ke Bock auf Revo

Während noch das Publikum sich um die Tschaunersche Theke versammelte wurden wir schon vom Tschaunerschen Hausmeister aus dem Holzbackstage rauskomplimentiert.

Und dann standen wir angeduselt um 22 Uhr mitten in Ottakring und gingen noch ins B72.

Guincho 2017

 

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Donnerstag 29. Juni bis Montag 3. Juli 2017

Flug mit Swiss über Zürich (Hin) und Genf (Retour) um 260 Euro

AirBnB: 500 für 4 Nächte

Ubahn Aeroport – Cais do Sodre 1, 10 Euro

Zug Cais do Sodre – Cascais 2,70 Euro

Bus Cascais – Aeira 2,30 bzw. 3,20 Euro

 

Donnerstag 29. 6. 2017

Früh läutet der Wecker, Morgenstund hat Stinki im Mund, einen Cafe trinken, noch schnell zwei Eier mit meinem neuen Wasserkocher schnabulieren und kurz vor sieben stehen wir bei der Landstraße, kaufen Zugtickets und werden sogar kontrolliert von tätowierten ÖBB Frühpensionisten in spe.

Am Flughafen ist leider voll viel los, dieser Automaten Check-In funktioniert nicht und der einzige Servicetyp ist völlig überfordert. Ne Stewardess will eigentlich nur aufs Klo gehen und wird sogleich von einer fragenden Menschentraube belagert. Der nette Servicemann meint dann wir sollen uns doch bei der anderen Schlange anstellen. Mühsam. Dann sind wir am Schalter, klappt alles, Gepäck darf mit. Nur mein Pass wird nochmal extra durchleuchtet.

Im Schweizerflieger gibt’s dann voll nettes Bier welches ein blaues Etikett mit Bergen und einem Alpensepp oben hat. Schmeckt grauslich, aber das Auge genießt.

Dann sind wir schon in Zürich, marschieren in den nächsten Flieger und wieder gibt’s dieses Bier im Almdudler Design. Zum Essen gibt’s Salat mit Bergkäse, die Kellnerin fragt mich ob das Essen gut war, ich sag der Käse war sehr lecker und sie freut sich. Vor dem Klo stehen weitere käse naschende Kellnerinnen. Ein Opa kriegt die Klotür weder auf noch zu.

Mein Buch für die Reise hab ich blöderweise schon am Hinflug ausgelesen.

Wir landen in Lissabon, alles sehr schön, das Gepäckband ist am anderen Ende dafür ist alles da. Eine Rauchen und der Herr Wind ist auch schon da.

Lisboa-Pflaster-by-Bernhard-Luis-Pasching

 

Ubahnstation ist gleich vor der Flughafentür und ein netter Tickettyp holt uns die richtigen Fahrkarten aus dem komischen Automaten. Sicherheitsschleusen, alles voll professionell. Im Zug fühlen wir uns gleich wohl, alles stinkt ein bisi und ein paar abgefuckte Leut, wie daheim halt.

Wechsel in die grüne Linie und wir sind am Cais do Sodre. Erkundungsspaziergang zum erstbesten Wirt am Platz der voll nett ist. Dafür hat er aber kein Klo.

Ich komm drauf dass ich blöderweise meinen Pullover und meine Glückshaube vergessen hab, drum auf zum nächsten H & M und im Abverkauf schicke Klamotten erstehen. Im Miniprecio noch was zum Futtern und zum Wirten gegenüber aufs Klo – alles perfekt. Das erste Törtchen, Pasteis de Nata, sehr lecker.

LisboaTram-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir marschieren wieder retour zum Cais do Sodre, kaufen Zugtickets und fahren die Küste entlang bis Cascais. Ich hab blöderweise mein Ticket verschmissen und bin gefangen in der Station weil diese Schleuse nicht aufgeht. Eine Frau versucht von meiner misslichen Situation abzulenken und steckt ihren Kopf durch die Schleuse die offenbar der Erfinder der Guillotine entwickelt hat. Zu sechst versuchen wir die Schleuse aufzubrechen, den Sicherheitstypen ist das alles wurscht, dann irgendwann drückt wer auf Reset und alle Türen gehen auf. Frau lebt weiter, ich bin befreit, alle glücklich bis auf Nicole die mir inzwischen ein neues Ticket gekauft hat.

So eine Aufregung! Wir finden die Busstation, die Mädels rennen aufs Klo und wir erwischen den vorletzten Bus und steigen in Areia aus. Kurze Verwirrung wohin und ein Eck weiter stehen wir vor unserer AirBnb Bude. Von der Ferne erahnen wir den Sonnenuntergang.

Der Typ ist da, erklärt alles, passt. Kurze Erfrischung, dann Abmarsch zur Campingplatzbar. Wir bekommen Kantinenfisch, Bier für 1,90 und einen halben Liter Gin Tonic für 3,90. Die haben voll umgebaut, es gibt einen Pool und einen Tennisplatz.

Dann Abmarsch nach Hause und Nachti Nachti.

Freitag 30. Juni 2017

Juhu, wir sind in Guincho! Um 9 stehen wir alle auf, machen lecker Frühstück und im Garten und um 11 sind wir dann ready für die Boca. Blöd dass es mittlerweile voll schiach geworden ist und es ein bisi regnet. Wurscht, trotzdem Strand. Die haben alles hübsch renoviert von meinen EU Geldern, die Straße ist neu asphaltiert und es gibt sogar einen fetten roten Radweg sowie ein Dünenforschungsinstitut welches so Holzstege über die Hügel gepflastert hat. Sehr fancy. Wir kommen bei dem komischen Festungshotel raus welches auch neu angemalt wurde und gar nicht mehr nach Festung ausschaut.

Guincho-Beach1-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir sehen das Meer und der Strand ist fast menschenleer bis auf ein paar Müllaufsammler vom Cascais-Verschönerungsverein. Der Herr Wind macht auch grad Urlaub und fetzt einen kleine Sandkörner gegen die Haut. Es hat sicher 30 Grad und mittlerweile knallt auch wieder die Sonne runter aber wir sitzen mit Pullover bei der Strandbar do Guincho und Nicole bekommt ein 4 Euro Bier mit Sandgeschmack. Nadines Cola wird vom Wind gepfändet.

Guincho ist immer noch wunderschön, die zwei bestehenden Hotels werden grad neu asphaltiert und die Bar do Guincho hat jetzt wohl auch ne Strandlizenz aber sonst ist noch alles wie ichs mir ausgemalt habe. Nur etwas schicker, die witzigen Surferfreaks sind weg, dafür laufen lauter WU Typen herum mit fetten Autos.

Guincho-by-Bernhard-Luis-Pasching

Nadine geht heim lernen und das Luissche Kollektiv bestimmt einen Cascais Gedenkmarsch den Strand entlang. Zuerst Pinkelstop beim alten Fort, dann weiterhatschen in der Sonne und alles ist sehr schön. Fast am Ende der Küstenstraße dann doch der Plan mit dem Bus weiterzufahren, wir enttarnen eine rosa Pullovernutte die dann doch in den Bus einsteigt – leider kommt nur der in die falsche Richtung. Wir hatschen weiter und werden sogleich von unsrem Bus überholt. Pinkelpause bei der Tankstelle und kurzer Stopp bei so nem komischen Standlmarkt auf einen Burger und einen Thunfisch Toast. Dann noch durch Cascais navigiert, schon wieder aufs Klo gehen im Einkaufszentrum mit dem Pingo Doce.

Bacalao-by-Bernhard-Luis-Pasching

Dann kommt auch schon der Bus und wir fahren retour. Zum Glück hat Nadine auch keinen Hunger weil wir sind immer noch voll angefuttert und gehen dann schlafen.

Traum: Meine Wohnung wird durchsucht durch so Mafiatypen rund um Fattoni, aber irgendwie sind die eh nett und wir kennen uns. Ich biete ihnen Kaffee und Käsebrot an, komm aber drauf dass ich weder das eine noch das andre hab und mach so Minibrote und dann muss ich aber noch irgendwas anders machen und die Mafiatypen sitzen ganz still auf der Couch und warten ewig bis ich Ihnen so Minibrote serviere

Samstag 1. Juli 2017

Lissabon Tag! Wir frühstücken wieder voll fancy im Garten, blöderweise hat sich das auch bei den Wespen herumgesprochen. Wir siedeln ins Haus retour, braten den grauslichen Speck mit Knoblauch und um 11 marschieren wir zum Bus der blöderweise nicht daher kommt. Drum fahren wir mit dem anderen die Panoramastrecke, gehen wieder ins Einkaufszentrumsklo und fahren mit dem Zug nach Lissabon rein.

Lisboa-by-Bernhard-Luis-Pasching

Menschenmassen beim Cais do Sodre und wir marschieren relativ planlos rum auf der Suche nach einem Cafe. Nadine mag irgendein Parfüm kaufen in nem Laden dens nicht mehr gibt laut google. Wir landen in nem Park und schlürfen lecker Cafe. Dann sind wir bei der Adresse von dem Parfümladen und siehe da – es gibt ihn wirklich nicht mehr. Über die Gasseln von der Bairro Alta marschieren wir wieder retour Richtung Meer, marschieren die Strandpromenade ab, uns werden Drogen angeboten , überall stehen fette Bühnen rum und eine Stunde mit dem Sightseeing Tuk Tuk kostet 60 Euro. Die ganze Stadt wirkt sehr pittoresk und schön aufgeräumt. Wir futtern die ganze Zeit Pasteis de Nata und landen bei dem Kiosk auf dem Platz wo am Ankunftstag eine Rittervorstellung passierte. Gin Tonic für 10 Euro dafür mit reichlich Obst drin. Und das Klo dort ist auch super. Nebenan ist eine Sardinenausstellung die außer mir aber keinen interessiert.

Lisboa-Tor-by-Bernhard-Luis-Pasching

Retour zum Bahnhof und mit dem Ghettozug wieder retour in unsren Nobelort. Wir gehen noch zum Jumbo, kaufen diese Teigtascherltheke leer und mit dem Bus geht’s wieder retour nach Areia.

 

 

Schnell duschen und auf zum besten Restaurant im Ort, neben dem Carloto. Wir sind etwas underdressed, alles sehr schick, fast nur locals drin. Wir bestellen 3mal Überraschungsfisch und es mundet vorzüglich! Auch die Rechnung stimmt – 34 Euro für drei Hauptspeisen plus Getränke.

Mittlerweile ist es dunkel, wir rauchen noch eine auf der Terrasse und gehen dann schlafen. Mir ist sauheiß in der Nacht, hab vom Vortag einen kleinen Sonnenbrand am Fuß.

Traum: Bin der Assistent von Helene Fischer, gemeinsam mit ihrem Sohn. Er schenkt ihr urviel Wodka ein, sie sauft offenbar extrem viel. Dann treffen wir uns mit anderen Schlagerheinis und der Scorpion Sänger ist auch dabei

Sonntag 2. Juli 2017

Strandtag! Und es ist windstill! Komisch. Wir frühstücken wieder drinnen und marschieren mit 2 Liter Superbock bewaffnet zum Strand. Schön dass die Sonne scheint und es windstill ist, blöd dass das alle Anderen auch toll finden. Der Strand ist ziemlich voll, die Sonne knallt runter und wir erstehen bei der Bar do Guincho 4 Stunden Schatten für 8 Euro. Zwei Liegen plus Schirm hätten 20 Euro für den ganzen Tag gekostet. Frechheit.

Guincho-Beach2-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir liegen rum, Nadine lernt brav. Dann wäre der Plan gewesen schwimmen zu gehen. Der Atlantik ist echt eiskalt – wie so ein Saunabottich. Bis zum Bauch geh ich rein. Meine Füße erfrieren, mein Oberkörper bekommt einen Sonnenbrand, in der Mitte ist es schön angenehm.

Neben uns liegen ein paar WU Typen aus Deutschland. Der Herr Wind kommt dann auch vorbei und es fliegen Sonnenschirme in der Gegend herum. Diese Cascais Putzkollone serviert mir ein Aschenbecherstanizel.

Nadine geht heim und wir gehen aufs Klo das komischerweise völlig gratis ist. Wir sind überrascht. Wir spazieren übern Strand und dann rauf zur Fahne und dann ises eh schon spät und wir marschieren über die Bar do Guincho Straße wieder heimwärts und werden unentwegt von fetten Protzkarren überholt.

Superbock-by-Bernhard-Luis-Einkehrschwung zur Campingplatzbar auf ein Bier. Die Longdrinks sind auch geschrumpft leider. Rundgang übern Platz, find unsren alten Spot wieder. Sehr schön. Ein Mädel sitzt vor ihrem Zelt und weint. Nicole gfallts da trotzdem nicht.

 

 

Wir marschieren heim, gehen duschen und machen uns schick für Carloto.

Dort werden wir hofiert und im Überschwang der Gefühle kleckert der Kellner Schokokuchen auf meinen 10 Euro Joy Division Pulli.

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Fisch auch gut aber nicht so routiniert lecker wie beim Konkurrenten. Der komische Weinbrandschnaps ist auch grauslich und die Torte schaut auch besser aus als sie schmeckt, schmeckt trotzdem gut.

Man hält uns die Türe auf und wir marschieren heim. Traurig dass wir morgen schon wieder fahren müssen. Wir beschließen Tagwache um Acht und gehen schlafen.

Montag 3. Juli 2017

Acht Uhr klingelt der Wecker und die Reisegruppe Paarschepp kommt langsam in die Gänge. Die letzten Kühlschrankreste werden verputzt, das komische Fleischbrot eingepackt, das letzte Bacalao-Tascherl schnabuliert.

Wir marschieren um Punkt 10 zur Campingplatzbusstation aber der blöde Bus kommt schon wieder nicht daher. Warten, Klo gehen, dann kommt er doch. Über die Panoramastrecke geht’s nach Cascais rein, Zug kommt auch gleich, klappt alles.

Kaktusbaum-by-Bernhard-Luis-Pasching

Beim Cais do Sodre ist die Hölle los, überall Menschenschlangen vor jedem Ticketautomaten. Bei der Ubahn ist zum Glück weniger los, wir fahren mit einmal umsteigen zum Aeroporto und kaufen noch schnell Pasteis de Nata für die Daheimgebliebenen und Hungrigen.

Am Flughafen hängen wieder die Polizisten mit den automatischen Waffen rum und eine Politesse muss aufs Klo. Einchecken klappt alles, Flug hat Verspätung, wir hängen rum gemeinsam mit urviel Anderen. Dann geht’s in Flieger rein und ohne Überraschungen landen wir in Genf. Dort ises schön aber fad. Fürs FlughafenWLAN wollen sie sämtliche Daten haben. Ein kleiner Bub haut so einen Absperrpfeiler um der ihm fast auf den Kopf donnert.

Das Flugzeug ist herzig klein, die Crew ist entspannt und das Wetter ist perfekt.

Aeroporto-by-Bernhard-Luis-Pasching

Um 21.50 Landung in Schwechat, um 22.04 sitzen wir schon im Zug zum Hauptbahnhof. Das ging aber fix.

Schiausflug nach Forstau

Schikurserlebnisaufsatz

Also, angefangen hats damit dass irgendwer irgenne Oma kennt, die da ein Haus hat in Forstau, neben der Piste. Also alle rein ins Auto und hinfahren. Geplant war das ganze Zeug in den Bus reinzustopfen nur leider ham wirs nicht geschafft ein Pickerl für den Bus aufzutreiben. Drum drei normale Autos vollgeräumt, beim Hofer vier Palletten Karlskrone gecheckt und los geht’s. Alles easy, nur die Hütte hamma natürlich nicht gfunden und dann war der weg dort rauf so voller schnee und steil ausserdem das wir mit unseren gacki-autos keine chance hatten. schneeketten hatte genau einer mit, aber die falschen. drum mit kabelbinder alles festgepickt und losgestartet, den einen radkasten zamghaut und die ketten auch noch verloren. jedenfalls hat uns dann so ein bauernfreak mit seinem traktor raufgezaht.

dann die Hütte geentert und mal alle lampen rausgedreht weils so hell drinnen war. von den 9 leuten hatten genau 3 schisachen mit, der rest hatte nur synthies, lautsprecher und mischpulte angezaht, logisch.

naja, den ersten tag simma versumpert, am nächsten tag gings dann mal rauf auf die reiteralm, wir zu dritt plus zwei mädels. Jedenfalls sind wir dann um 5 in ner Hütte oben gesessen und sind dann draufgekommen dass der schibus nicht mehr fährt. drum beschlossen quer durch den wald ne expedition zu starten. die mädels ham die anderen in unsrer Hütte angerufen damit sie sie holen, aber der eine hat sich mit seinem Auto in nen Schneehaufen einbaut und der andere hat seine schuh nicht gefunden. drum war der mädel-plan normal runterzufahren und von uns dann holen zu lassen. wir also noch nen verdauungsschnaps, die hüttenwirtin hat gmeint wir sind deppat, aber wurscht. Rein in den wald der ein bissel steiler war als erwartet. über steine runtergerutscht, einen baum entlang geslided und dann ists auch schon finster worden. also im blindflug quer durch die bäume, der erste hat noch irgendwas gschrien und dann simma schon alle ghüpft über nen felsen den keiner gsehen hat und rein in den bach. perfekt. meine jacke war ausserdem hin sodass ich drei zentner schnee in der unterflag hatte und jetzt auch noch waschelnass. wieder raus aus dem bach und weiter durchs finstere zum glück zu nem waldweg. denn dann entlangspaziert bis zu ner hütte und dann den bauern dort rausgeläutet. unser rhetorik-genie nummer eins erklärt ihm „heast oida, wir sann do grod den woid oweglfogen und wir gehäreten noch forenreich, oda wie hast des, böööh! Is die strossen gsandelt?“. der bauer hat gfragt „von wo sads es heahkeamen?“ und der typ brüllt ihn an „Niederösterreich!!“. Also dann die strasse weiter, die ganzen boards zamghaut wegen dem rollsplitt und dann warma auf da bundesstrasse und sind die noch ne stunde entlangspaziert. die mädels warn inzwischen blunzenfett weil was macht ma sonst vier stunden in ner hütte auf der reiteralm.

und dann ham ma noch am letzten tag am Abend nen fackelcontest veranstaltet. drum ne schanze aufgeschaufelt, dabei alle schaufeln zamghaut die ma so gfunden ham, fackeln gecheckt und der eine hat vom nachbarstraktror diesel aus dem tank rausgezuzelt zum feuerspucken. der schnee war total hart und dass ma nix gsehen hat hat das ganze auch nicht einfacher gmacht. jedenfalls alle fackeln angezündet und los geht’s mit der hupferei. recht ereignislos, den einen hats voll am rücken prackt, der andere ist mit der nase zum bremsen aufkommen und die nina hat sich das handgelenk brochen. am ende hat der feuerspuckertyp dem einen während er ghupft ist die jacke voll angezündet und dan hat er so glacht dass er den diesel gschluckt hat und die ganze nächste woche nach tankstelle gstunken hat.

ja, dann hamm ma sich eh schon zampackt und sind wieder gfahren. der hund hat die ganze woche genau vor die tür hingschissen.

Fazit: schifoan is des leiwandste

Tourblog: From Weekender to the Gei

Tourbeginn! Eines schönen Freitag Vormittags treffen sich die Jungs in Ottakring, laden alles ins Auto vom Präsidenten von LasVegas Records der diesmal als Anstandsdame mitkommt, vergessen vor lauter Panik den Proberaum zuzusperren, lassen alles brennen und geben Gas!

Ziemlich fade Autofahrt, zum Glück gibt’s Tee mit Rum und so einen kroatischen Likör mit kackbrauner Farbe von der Linda. Der Präsident hat offenbar einen sozial-media Kurs gemacht und hat dabei gelernt dass es sowas wie GIFS gibt weswegen wir bei jedem Tankstopp in die Kamera winken müssen.

Die Hügel werden höher, die Schneedecke dichter – Innsbruck kommt immer näher. Unsre letzte Show im Weekender – sehr schade. Dabei kennen uns dort schon alle, der Techniker hat sichtlich Freude und lädt das Elefantenpreset in sein analoges Pult. Aufbauen, alles brummt, alles läuft. Dann gibt’s 15 Euro zum Verfuttern die sogleich in Zigaretten investiert werden und irgendwie verfliegt die Zeit denn kaum das ma eine graucht haben sind wir schon dran.

Ui, sehr viele Leute, super Stimmung, alle tanzen, alle lachen. Shinny happy people würden REM sagen. Zugabe Zugabe, okay – mach ma. Ne nette Lady kauft ne CD und lädt uns zu ihrer WG Party ein. Da sie uns eh grad aus dem Weekender raus hauen passt das ausgezeichnet, wir machen den Innsbruck Hoodcheck und landen dann in irgendeiner Wohnung mit absurden Cocktails und gelbem Curry. Wir machen das Beste draus, legen Roxette auf, setzen uns Kartons aufn Kopf und machen den Rofflcopter.

Dann geht’s wieder retour ins Stockbettenzentrum vom Weekender.

Um 10 is Tagwache, zum Frühstück gibt’s Schinken Käse Brot vom gestrigen Catering aus der Mirkowelle. Lecker. Ein paar gehen zum Chinesenbuffet, ein paar gehen duschen, ein paar machen einen Stadtspaziergang. Soo schön war Innsbruck noch nie. Hatebreed wären übrigens am Folgetag dran – ob sie so gut sind wie wir sei jetzt mal dahingestellt.

Dann wird’s eh Zeit aufzubrechen. Timelkam ruft. Wir müssen wieder durch dieses komische Land hindurch die voll die depperten Kontrollen an der Grenze machen um uns zu frotzeln. Zuerst urlanger Stau und das nur damit so eine Politesse mit Maschinengewehr genervt beim Vorbeifahren ins Auto glotzt. Danke Merkel!

Das Wetter wird schlechter – Timelkam kommt näher. MC Fitti im Autoradio spendet Trost.

Fast da, den direkt neben dem total netten Lokal Bart steht das Gei wo wir heute unsre imaginären Zelte aufschlagen. Irgendwie haben wir uns das anders vorgestellt, alles recht klein, verwinkelt, komisch, wie in Deutschland. Aber was solls. Nino aus Wien ist mit seinem Angeber Bus vom Opel auch schon da und seine Jungs schauen reichlich betropetzt aus der Wäsche. Wahrscheinlich denken sie sich das selbe von uns.

Wir hauen alles rein und begeben uns in den Backstageraum wo wir beginnen Ninos Bier weg zutrinken.

Die Klosituation ist auch unentspannt. Zur Wahl steht ein Klo ohne Schloss und ohne Papier oder ein unglaublich stinkendes wo die überquellenden Pissoirs einen güldenen Fluss des Verderbends bilden.

Dann geht’s los und zwar sehr spät wies die Timlkammer gern haben. Leider is relativ wenig los, um Nino zu zitieren: Naja, waast, nach zehn ausverkauften Shows passiert dann auch mal sowas da, schätz i.

Egal, wir haben Spaß und sind supergut. Der übermotivierte DJ killt unsre Zugabe und wir räumen zam. Nino ist dran, hats genauso schwer, der Arme. Wir lauschen und lachen mit ihm. Eine gute Story über den Nah & Frisch hatte er auch parat.

Inzwischen ises urspät. Wir packen zusammen, lassen den Tontechniker den wir morgen wegen seines notorischen Sprechdurchfalls anonym anzeigen werden im Backstage sitzen und fahren ins schicke Landgasthof wo die Zeit in den 70ern stehen geblieben zu sein scheint. Warmwasserschraubdings gabs auch keines mehr und im Zahnputzbecher wird ein letzter Schlaf-Gut-Cranberry-Wodka zubereitet.

Am nächsten Morgen ist im Gasthof die 80er Party von einem Bezirkskaiser und wir suchen das Weite. Ein paar Stunden später fahren wir durch Hütteldorf wo das Wiener Fußball-Derby stattfindet. Good to be home!

Diario de Bordo – Indonesien 2017

1. Dezember 2016 bis 11. Jänner 2017

Candidasa – Tulampen – Lovina – Prementura – Balian Beach – Gili Meno – Gili Trawangen – Gili Air – Gili Trawangan – Padang Bai – Denpasar/Kuta

 

1€ = 14.000 IDR

Flug: China Airlines, knappe 800 Euro über Taipeh

Barschaft: 1280 Euro

Tauchgänge:

Advanced OWD: 4.500.000 IDR

Tulampen: 350.000 IDR (USS Liberty)

Prementura: 800.000 IDR 2 Tauchgänge Insel

Gili Trawangan: 490.000 IDR Shark Point

Padang Bai: 1.050.000 IDR für zwei Tauchgänge

Hotelausgaben: Insgesamt 700 Euro

 

Donnerstag 1. Dezember – Freitag 2. Dezember – Wien- Taipeh – Denpasar – Candidasa

Tagwache um 6 Uhr früh nach ein paar Stunden Schlaf. Die Wäsche hängt noch, der Gschirrspüler ist noch voll. Dann den Rest in den Koffer werfen und kurz vor 8 sagen wir Adieu zu den Mietzen und verlassen das Heim Richtung Schwechat. Die S7 und mein Amazon Packerl mit meinem schicken Taschenmesser für die Kokosnüsse der Welt haben etwas Verspätung, sehr blöd.

In Schwechat müssen wir zu diesem komischen Aussenterminal, zwei Taxler streiten wegen irgendwas und vom Oberchinesen beim Einchecken krieg ich das offizielle Okay dass meine Babygitarre auch mitfliegen darf. Nadine steht auch mim Kri plötzlich da und wir sind endlich unsre Koffer los. Dann wird im Restaurant gewartet, das Flughafenpub hat wie immer zu.

Nadines Sitzplatzreservierung hat irgendwie nicht geklappt und um Konflikte zu vermeiden werden wir in die Business Class upgegraded. Sehr fein. Der Vordersitz ist urweit weg, wir kriegen Tischdecken und Gin Tonic und Lachs und Hühnchen oder Steak. Der Flugzeugsitz hat 100e Knöpfe und kann sich in alle Richtungen strecken. Der Bordfernseher zeigt nur Schaas aber zumindest spielts Batman. Den musste ich gleich zweimal sehen weil beim ersten mal hab ich alles verpennt. Muppetshow gibt’s auch und als am Ende für den Frosch alles gut ausging, musste ich fast etwas weinen.

flugzeugessenbybernhardluispasching

 

Der Flug dauert ewig und sie drehen das Licht ab und dann kommt auch noch unser Frühstück. Wir drei haben uns neugieriger Weise für das Traditional Chinese Breakfast entschieden und werden mit grauslicher Schlatzsuppe und einem 100Jährigen Ei bestraft. Dann geht’s runter nach Taipeh und wir müssen warten. Ewig. Weils so lustig ist wird unser Flug auch noch zwei Stunden nach hinten verschoben. Zum Glück gibt’s Ingress und so ne Raucherzelle wo ein auf trainierter Russe mit Armani Tattoo ebenfalls seine Zeit verbringt. Ein kleiner Skytrain zieht traurig seine Runden und endlich ist es 10.30 und wir schlapfen zum Gate, gemeinsam mit dem Russen. Eine chinesische Modeschule macht einen Ausflug, knipsen zuerst lauter halb lustige Selfies und hacken dann alle stumm auf ihren Smartphones rum. Latzhosen sind offenbar grad der heißeste Scheiß in der chinesischen Modewelt.

Wir dürfen einsteigen, leider nur in der Holzklasse wos total eng ist und wir nur ne zweitklassige Kuscheldecke bekommen und nicht wissen wo wir mit unsren Füssen hin sollen. Independence Day 2 spielts und der Film hält was er verspricht, war doch der erste Teil schon total letztklassig.

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Zum Glück geht alles flott vorbei und wir landen in Denpasar. Eine riesige leere Teppichhalle empfängt uns und nach dem grinsenden Visakontrolleur wird nochmal unser Gepäck durchleuchtet weil wir so gefährlich aussehen. Dem Zöllner war dann trotzdem alles wurscht.

In der Halle steht dann wirklich der Typ vom Hotel, stumm aber mit blauem Hemd. Total nett weil wir ja doch viel zu spät antanzen und wir gar nicht wussten ob sie das mit dem Pickup eh mitbekommen haben. Die Mädels wechseln Geld und wir marschieren stumm zum Parkplatz zu einem Van mit 11 Sitzen der uns durch das hupende Denpasar/Kuta kutschiert. Wenn ein bisl mehr los wäre könnte man fast meinen man wäre in Bangkok.

Die Straßen sind gesäumt von abgeranzten Bretterbuden und halbfertigen Betonklötzen. Nach zwei Stunden biegen wir dann irgendwann nach rechts ab und holpern noch eine Viertelstunde über halb befestigte Straßen bis wir endlich endlich beim Sonnenuntergang beim Hotel Crystal Beach ankommen. Die erwarten uns schon und es folgt eine längere Diskussion wegen dem fehlendem dritten Bett in unserer schicken Suite. Das Teil ist total verglast und sogar auf dem Klo hat man Meerblick! Dafür ist der Fernseher recht klein…

Nadine bekommt für 100K pro Nacht eine Extramatratze im Extrazimmer. Wir sitzen noch am Steg rum, lauschen dem Rauschen des Ozeans und nach einer Folge Braunschlag fallen uns gegen 11 die Augen zu.

 

Samstag 3. Dezember –  Candidasa / Crystal Ocean View – 34 Euro pro Nacht / Suite – Trinktag!

Kurz nach 9 stehen wir auf damit wir noch was vom Frühstück abbekommen. Das ist voll lecker, zum Glück kein fader Toast wie im Prospekt sondern Saigon Style mit Nasi Goreng, Suppe, dem Blatt mit Teig drin, Teigtaschen mit Fisch und Gemüse drin und den obligatorischen Wassermelonen.

Wir hängen nur rum und gegen Mittag beginnt es Vollgas zu Regnen und alles schwimmt davon. So ein paar Mopedtypen kommen grad retour und hüpfen mit voller Wäsch in den Pool weils eh schon wurscht ist. Die eine Kellnerin hat offenbar Geburtstag, es gibt Torte für alle und zur Feier des Tages wird sie mit Eiern beworfen. Simba, der Hund, rennt triefend nass durch die Gegend und stinkt ziemlich. Irgendwann steht dann auch Nadine da und dreht gleich wieder um weils so regnet. Als es dunkel wurde ließ der Regen nach und die Mädels speisen im Pavillon Shrimps mit Soße.

Wir verziehen uns aufs Zimmer, schauen eine Folge Braunschlag und gehen Heia.

 

Sonntag 4. Dezember  – Candidasa Crystal Ocean View – Trinktag!

Um 3 bin ich hellwach und total hungrig. Zum Essen gibt’s nur diese komischen China Snacks aus dem Flieger. Um 6 geht Nicole endlich aufs Klo und wird gleich zugetextet dass sie auch nimma schlafen kann und wir beschließen ne Runde spazieren zu gehen.

Das Hotel ist voll liebevoll angelegt, der Garten ist wunderschön, am Lavastrand sind süße Kabanas und irgendwer hat lauter konzentrische Kreise in die Steine gerechent.

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Wir spazieren los. Rings ums Hotel gibt’s nur Dschungel, irgendwas brennt und der Rauch vermengt sich mit dem morgendlichen Sonnenstrahlen die sich ihren Weg durch die dichten Palmen suchen. Alles sehr verwunschen und wunderschön. Ein paar Leute grüßen, ein Taxler erzählt von seinem Nachbar Gerhard aus Österreich und bei einer Oma ohne Zähne kaufen wir Babybananen und Mango. Bei der Hauptstraße drehen wir wieder um. Am Heimweg wird noch eine freche Kokosnuss gepflückt.

Inzwischen ist es halb neun, wir frühstücken in der prallen Sonne und besetzen eine Kabane. Geschnorchelt wird und man sieht Unmengen bunte Aquarienfische. Abgestorbene Korallen säumen das Ufer.

Der eine Hoteltyp putzt die ganze Zeit diese kleinen Türmchen, total sinnlos. Der soll lieber die Fliese wieder anpicken die bei unsrem Balkon runtergeplumpst ist.

Nadine schnarcht noch und Amber putzt unser Zimmer während ich mit meinem Styropor-Heiligenschein am Kopf auf der Gitarre rumklimper. „Very good“ meinte sie noch als sie wieder ging. Um halb eins beginnts pünktlich zu regnen und Nadine steht auf. Ich mach das Beste draus und mach ein Nickerchen.

Dann bestellen wir Abendessen, Lemonfish und noch ein Fisch und ich krieg als Beilage nen Teller geschnittener Chillis und muss etwas weinen. Dann gibt’s ein großes Roaming Dilemma und als wir alle Helge Schneider Videos der Welt geschaut haben sperren sie die Küche zu und wir sollen schlafen gehen. Ist ja schon fast 10. Die neue Kellnerin hat Nicoles Sternenleibal als Jacke an und freut sich nen balinesischen Haxen aus.

Wir hängen noch etwas am Balkon ab und gehen dann Heia. Heut war die Bundespräsidentenwahl daheim und wir sind etwas gespannt. Heute Nacht wird mit offenen Vorhängen geschlafen.

 

Montag 5. Dezember – Candidasa / Crystal Ocean View

Heut ises schon 5 als ich wach wurde und schlief dann doch bis halb neun weiter. Geträumt hab ich dass ich mit meinen Nike-Turnpatschen Schi fahren muss und neben der Gondel gibt’s auch ne Straßenbahn die von Graz aus zur Mittelstation tuckert.

Frühstück gibt’s wieder überraschenderweise und das Schiff das seit Tagen vor Anker liegt dreht sich tatsächlich einmal pro Tag um die eigene Achse. Hat der Mäusedetektiv raus gefunden. Für 200 Mille kann man sich übrigens einen Anteil am Hotel kaufen. Und der Holländer hat sich beim Tauchen ein Ohrenproblem eingehandelt und ist auch sonst sehr gesprächig. Und die jungen Russen schräg vis a vis bumsten voll laut als Amber grad das Nachbarzimmer putzen wollte.

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Wir spazieren Richtung Stadt, an der Massagetante und den Taxlern vorbei, Richtung Candidasa. 300 Euro werden in einer Mickymaus Bank gewechselt, der Bankchef freut sich total und will meine Telefonnummer haben. Gegenüber gibt’s ne Tourifalle mit lauter Minghvasen und wir schlürfen Kaffee und Limejuice da es sowieso grad zum Regnen beginnt. Weiter Richtung Stadt und Umkehrschwung. Blöderweise begann es jetzt wirklich gscheit zu schiffen und wir kehren in einen Warung ein, auf ein Fischsüppchen und Frühlingsrollen. Die kleine Babykatze miaut unaufhörlich und keiner weiß wo man so Regenjacken kaufen kann.

Wir stapfen tapfer weiter, stoppen kurz für unsre erste fresh coconut für 25K im schicken Toursishop und nach einem langen Fußmarsch sind wir waschelnass wieder daheim. Nicoles Schuhe lösen sich auf und sie ist genervt, auch weil sich das teure ebenerstandene Pflasterle sich wieder löste.

Das eine „Kreuzfahrtschiff“ dass vor unserem Hotel seit Tagen ankerte und sich drehte wies im gefiel war plötzlich weg.

Um die Stimmung zu heben kam eine Masseusentante aufs Zimmer zum Kneten und Kitzeln. Voll öllig wurden sie wieder entlassen. Die eine geklaute Kokosnuss wurde professionell entsaftet und die Mango war keine Mango sondern so ein komischer Apfel wie in Vietnam.

Die eine Spanierin/Italienerin erzählte uns dass unser Hotel eine Dependance im Tulamben betrieb und da auf Agoda auch alle begeistert waren, rief Anne für uns dort an und reservierte 2 Zimmer mit Ocean View mit Transfer. Irgendwie gabs Diskussion ob wir eh den von Agoda angezeigten Preis bekommen – irgendwie undurchschaubar.

Dann wurde noch etwas rumgehangen und gegen 11 bezogen wir unsre Betten.

 

Dienstag 6. Dezember – Candidasa / Crystal Ocean View

Gleich nach dem Aufstehen eine Runde im Meer schwimmen gehen – is´ Beste!

Dann weiter zum Frühstück wos überraschenderweise dasselbe wie die letzten Tage gab. Nadine wurde um 9 zärtlichst geweckt und bekam sogar noch was zu Futtern.

Solang das Wetter hielt verzogen wir uns auf unsre Kabana, es kam sogar die Sonne durch und die Sonnencreme kam zum Einsatz. Schnorcheln, meinen blauen Fischhaberer wiedertreffen, lesen. 5 Tropfen Regen und wir verzogen uns vorsichtshalber zur Lobby, hingen rum, aßen, lasen. Wetter hat uns aber verarscht, es blieb trocken und trotz einschmieren bei Wolken hat uns die Sonne erwischt.

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Irgendwie waren wir alle recht fertig, hingen nur so rum. Nadine hat sich wieder so einen Massagetante bestellt und wurde beim Pool heftig rangenommen. Im ganzen Hotel gabs ne Invasion von fliegenden, orangenen Würmern die vor lauter Schreck ihre Flügeln verloren. Und irgendwas war mim Wasser, es klang ständig so als ob jemand stundenlang duschte. Kam mir vor wie der Kalkbrenner in Berlin Calling.

Braunschlag dürf ma nimma schauen, sagt die Mami, deshalb war um 10 schon Nachti Nachti.

 

Mittwoch 7. Dezember – Candidasa / Crystal Ocean View – Tulampen / Crystal Ocean View 16 Euro pro Nacht

Kurz vor Sieben aufgewacht, ne Runde im Pool drehen und ab zum Frühstück. Mama hat ein Mail geschrieben ob wir eh okay sind wegen dem Erdbeben. Kennen uns nicht aus. Zum Frühstück gibt’s heute grünen Kuchen und grüne Palatschinkenstücke.

Der Holländer hat seine Tür ruiniert und die Spanierin/Italienerin bekommt endlich ihr Balivisum in Kuta. Das Schiff ist wieder retour von seinem Ausflug und Simba der Hund hatte sieben Babys auf die sie sich im Schlaf draufgelegt und erdrückt hat.

Heut Nacht hab ich geträumt ich wär ein Bulle und muss nen netten Gefangenen irgendwo hin bringen und dann versuchen die anderen Bullen den umzubringen und ich muss ihn in Sicherheit bringen. Wir liefen über Dächer im Polizeihof, versteckte uns in einem Fahrradhaufen und als die Bullen wegwaren kamen die Anrainer und begannen Pflanzen und Sessel und so gemütliches Zeug im Hof aufzustellen. Aber ich glaub den Typ hab ich verloren. Irgendwas war noch mit einem Hubschrauber.

Dann wird gepackt und um 11 sitzen wir unten und hängen rum. Abgerechnet wird – 157 Euro für Futter und Transfers für alle für 5 Nächte. Alle sind sehr traurig das wir fahren – sogar der Holländer der eigentlich Schwede ist und sich nur als Hurleynder getarnt hat.

Der Kellner und Anne bringen uns mit unsrem ganzen Zeug zum Auto zu dem ungesprächigen Fahrer im blauen Hemd. Wir fahren los, kurzer Fotostopp beim Reisfeld. Siehe da – der Typ kann ja doch sprechen. Dann ist ein großes Stromkabelchaos weil irgendwer gegen nen Mast gefahren ist und alle Kabeln quer lagen. Die Elektriker liefen aufgeregt mit Sicherheitsschlapfen in der Gegend rum und funkten was das Zeug hielt.

Dann weiter und nach ca. zwei Stunden sind wir da. Crystal in Tulamben. Direkt an der Hauptstraße. Ocean View stimmt zwar aber trotzdem nicht so toll. Dafür voll feinen Pool mit Betonbrücke und Pool bar deren Sinn offenbar nicht erkannt wurde.

Wir checken in die Zimmer ein, Nadine wird vorsichtshalber von der Chefin eingesperrt weil sie sonst nur Unsinn treibt. Anschließend spazierten wir Richtung „Zentrum“ die Hauptstraße entlang. Ein paar Warungs, dutzende Tauchshops. Das wars. Wir schauen zum Strand, beobachten ein paar Taucher und trinken vorsichtshalber ein Bier bei einer geschäftstüchtigen Betonwarungfrau die uns Tauchtrips und Tshirts andrehen wollte. Wieder retour zur Straße und in ein grünes Warung rein. Wir sind die einzigen Gäste, nur der Hund rollt sich am Straßenpflaster hin und her und präsentiert stolz seine Cajones.

Es gibt trockenen Fisch und Seafood Nudeln ohne Seafood. Wir marschieren wieder retour und schmeißen uns in den Pool, waschen Wäsche und trinken Bier. Dann wird schlafen gegangen, ich spiel noch einsam Gitarre vor mich hin und hol mir bei der stetig lächelnden Muslimmama noch ein Bier. Sie meint ich soll sicherheitshalber noch ein paar mehr nehmen…

 

Donnerstag 8. Dezember – Tulampen / Crystal Ocean View

Nachtfahrverbot wird Gott sei Dank größtenteils eingehalten, doch ab 7 donnern wieder die grünen LKWs mit vollem Karacho an unsren Zimmern vorbei. Nicole wird zärtlichst geweckt weil der Rezeptionsdame so fad ist und wissen mag ob wir heut ne Tour machen. Wir sagen Nein und gehen frühstücken. Gibt sogar zwei Spiegeleier und Bananenpalatschinken! Dazu Durchfall.

Nadine steht auf und ich geh nochmal frühstücken. Wieder Durchfall. Lernfaktor Null. Weils so fad ist will ich Tauchen gehen und während ich am Klo sitz kommt die Lady und meint die Wellen wären so hoch uns es ginge erst morgen und 9 Uhr früh. Blöd.

Drum doch ne Tour weil das Wetter eh zu halten scheint. Ist auch komplizierter als gedacht, sie weiß nicht obs nen Fahrer gibt und Sehenswürdigkeiten kennt sie auch keine – wir sollen ihr was sagen. Aha.

Wir gehen planschen in den Pool und dann steht ein Typ da und meint er sei der Fahrer und will 700 für die Tour. Am Ende werdens 400 dafür ein paar Programmpunkte weniger. Wir machen uns ready und gurken los, wieder retour wo wir herkamen. Zuerst kommt der Lempuyaag Temple dran. Total schön, wie die Hellbrunner Wasserspiele auf balinesisch. Dutzende Kois fressen aus der Hand, ein paar Asiaten planschen rum und das Pissoir ist wie ein Denkmal. Sonnenbrille wollen wir trotzdem keine trotz mehrmaligen Nachfragen diverser Fachhändler.

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Weiter zum Water Palace Taman Soekasada mit 35.000 Eintritt. Der Guide pennt inzwischen im Auto. Wir steigen Stiegen, machen Fotos und am Wasserweg zum ehemaligen kaiserlichen Aufenthaltsraum mitten am Wasser treffen wir die Italienerin mit ihrer neuen Freundin wieder! Tourist ways ware the same.

Dann wieder retour, die Sonne brennt und auf zum letzten Programmpunkt: White Sand Beach aka Virgin Beach. Schon wieder was zahlen. Dafür gibt’s einen wunderschönen kleinen Strandabschnitt, von Lavastein eingeschlossen. Wir futtern zuerstmal nen Grillfisch und Calamari und es gibt sogar fresh coconut! Dann wird im Meer geplantscht, voll schön alles. Nadine is wieder Fotomodell für Playmoslem. Lavastein mit Kaktus umschließt den Strand, ein Fisch kriegt nen Stein aufn Kopf.

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Wolken ziehen auf uns wir lassen uns wieder retour chauffieren. Die Mädels futtern und um 10 ist Nachtruhe.

 

Freitag 9. Dezember – Tulampen Crystal Ocean View

Früh aufwachen, Wudl wachstarren scheitert again, dann Frühstück und Klo. Kurz vor 9 läutet unsre Hotline – mein Surfguide ist schon da mim Moped ohne Tempomat.

Wir tuckern ans Ortsende zu Mahuauahahah Surf Center – witzigerweise dasselbe welches der Holländer/Schwede empfohlen hat der dann nach dem Tauchgang ein kaputtes Ohr hatte.

Ich krieg nen kurzen Neopren und weiter geht’s die paar Meter zum Strand wo schon das restliche Zeug auf uns wartet.

Kurze Wiederholung, dann geht’s ins Meer. Ich hab zu wenig Blei bekommen und der Typ stopft mir Steine in die Tarierjacke.

Der Grund war grau, dazwischen Unmengen großer und kleiner knallbunter Fische, vereinzelte Korallen haben sich auch dort eingemietet. Dann entdeckt man Überreste eines Schiffes, total zerfallen. Steuerrad ist erkennbar – wir tauchen durch Metallteile. Ein paar andre Tauchtypen grundeln auch rum. 18 Meter zeigt der Tiefenmesser. Kurz vorm safety stop hab ich wohl nen Stein verloren denn ich tauche auf und kann nur mit starken Flossenschlägen wieder runter zu dem Typ. Kurzes Diebrifing und wieder retour zur Tauchschule wo noch immer die andren Typen rumsitzen, rauchen und aufs Handy schauen. Ich krieg ne Dusche und ein Wasser, lass 350.000 IDR liegen und als ich los will werd ich wieder retour geschupft.

Die Mädels sind grad am frühstücken und froh dass ich noch leb. Ich hab etwas Kopfweh und esse zur Sicherheit noch was. Dann gilts herauszufinden wie wir weiter tun. Wohin und überhaupt. Alle googeln und letztendlich wird’s Lovina. Hotel Rambutan für 31 Euro pro Nacht. Geschafft! Die Hoteltante meint sie könnte uns dorthinschupfen für 500.000 IDR. Alles gecheckt! Juhuuu! Drum ne Runde im Pool abhängen. Das Teil hätte sogar ne Pool bar mit eingelassenen Hockern im Pool – leider haben die nicht ganz gecheckt wozu ne Pool bar gut ist. Barkeeper sind die zwei größten Geckos der Welt die wie aus dem Godzillaintro ausschauen. Theoretisch gäbs ja auch oben eine Bar, mit Riesenkarte. Aber leider – Bar is closed, hihi.

Naja, wurscht. Spaziergang in die Stadt, den Deutschen schon wieder treffen. Vorher noch nen Sprung zu dem Tempel in der Kurve den Ingress empfohlen hat. Schöner Ausblick, schon wieder Lavastein.

Dann alle Shops erfolglos nach Tabak abgeklappert der eigentlich Tambaka oder so genannt wird. Mit Äpfel im Gepäck wieder retour gelatscht und Nicole einen gezwitschert. Zum Abendessen gabs frischen Mahi Mahi extra spicy mit nochmal nem Teller Chillis drüber. Den Mahi Mahi hat ne Mopedtante in der Früh vorbeigeschupft.

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Es war voll der Trubel, hinter uns so ein komischer Chines, vor uns ne komische Patie Amis mit Balinesen die total nervige Musik gespielt haben. Zum drüber streuen standen drei der grünen Trucks mit laufendem Motor vor der Tür. Zum Glück haben sich alle schnell vertschüsst und ich konnte in Ruhe meine Chilis mit etwas Fisch verzehren.

Dann war mir eh schlecht und wir gingen ins Bett.

 

Samstag 10. Dezember – Tulampen / Crystal Ocean View – Lovina / Rambutan Boutique Hotel – Trinktag!

Schon wieder so früh aufgewacht und um Punkt Acht beim Frühstück gesessen. Absurder Dialog mit der Mama:

„Diesing?“

„Sorry?“

„Diesing?“

„Sorry?“

„Diesing?“

„Sorry?“

„Diesing?“

„I don´t understand“

„Diesing?“

„I don´t understand“

„Diesing?“

„I don´t understand“

Diving wärs gwesen. Wär eh wurscht. Heut gabs süße, grüne Haselnuss-Palas und weißen Reis. Kurzer Disput weil ich vorm Frühstück in den Pool hüpfen wollt was N durch ausgedehntes Zeitmanagement zu Vereiteln wusste.

Auf der Straße fuhr ein LKW mit ner Kuh und zwei Typen auf der Ladefläche vorbei. Der nächste LKW hatte Schulkinder geladen. Dann wieder rauf packen, der Deutsche fährt heut auch mit seinen imaginären Freunden nach Thailand, und circa 10mal duschen und doch nochmal Pool.

Um 10.30 sitzen wir unten, zahlen 445.000 für beide fürs Futter und kurz vor 11 sind wir dann gemeinsam mit unserem unfreundlichen Privatchauffeur ready. Herzlichste Verabschiedung, Muslimmama gibt uns allen Bussis! Haram!

Der Chauffeur is wirklich zam mit der Mama und die Rezeptionstante ist die Tochter. Wir tuckern wieder die Küste entlang. Nach zwei Stunden wird der Verkehr dichter, wir passieren Singaraja und dann biegen wir rechts ab und stehen vor unsrem Hotel. Total schöner riesiger Garten, nette, römisch anmutende zweigeschossige Steinbungalows, zwei Pools und urviel Chaos im Garten weil tags zuvor der Sturm einen Baum gefällt hat der offenbar auf unser Dach geknallt ist.

Es gibt welcome drink und dann ein Bier und die Mädels futtern. Im Garten steht ein hölzernes Hexenhäuschen und ne Entengang und zwei Stinkihunde. Nach einer Gartenrunde und etwas Geplansche marschieren wir zum Strand und werden ca. 100mal an gequatscht wegen Dolphinwatching und Perlmutt Ohrringerl und Fetzengschäften. Wir haben uns in ein Warung reingesetzt, Preise deutlich billiger als bei uns im Hotel. Bierchen für 30k, ein Arak Lemon Honey Sektglas und ne Fischsuppe. Und coconut!

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Wieder retour, Mädels machen Nickerchen, ich marschiere auf die Hauptstraße auf der Suche nach Tabak und finde in einem Quickie Markt Tabak, Schnaps und Geldwechsler.

Karli Kakerlako war leider immer noch in unsrem Bad, deshalb hat der Rezeptionstyp einen friend mit großer Spraydose geschickt der das Viech dann mit der Hand gefangen und ausquartiert hat.

Dann zwing ich Nicole noch rauszugehen, in die ein kleine Bar ums Eck wo man Cocktails bekommt, eingefüllt in ausgehöhlte Ananas! Sowas wollt ich schon immer haben! Dazu Palatschinken, Tintenfisch in Bananenblätter und einem Portal!

Daheim noch etwas Gitarre gespielt und um 10 hab ich schlafen gehen müssen.

 

Sonntag 11. Dezember – Lovina / Rambutan Boutique Hotel 32 Euro pro Nacht

Heut Nacht hab ich mich wieder über Nicole voll ärgern müssen weil ich eine Sauna aufgeheizt hab und als ich dann rein wollt hats Nicole wieder abgedreht ghabt. Auch hat in der Sauna wer gewohnt da im Toaster noch ein warmer Schinken-Käse Toast lag. Mit dem Auto wurde ich verfolgt, Kupplung und Gas hab ich ständig verwechselt und die Polizei kam dann auch noch.

Um 7.30 beim Frühstück gesessen, es gibt 5 Menüs und ich wählte Ei. Spannend. Nicoles gefüllter Toast war nicht sooo lecker. Voll wenig Leute hier. Wir reservieren die schicke Kabana am Pool, planschen, tauchen, üben Köpfler. Es scheint die Sonne fast den ganzen Tag! Surprise! Ich geh pumpen ins FZ, die Mädels erklären mich als vermisst.

Dann haben sie schon wieder Hunger und wir marschieren ins J.B.s Warung vom Mr. Burns, ne Touristenfalle, und essen Fischcurry voll scharf und Seafood Basket. Dann ist wieder nix passiert, ich war mit Nadine spazieren, Hauptstraße entlang und ins nächste Gasserl rein, bei der Delfin Statue nach rechts und wir waren wieder daheim. Alles sehr touristisch aber nett. Bisl shopping, ich kauf nen nassen Sarong für 100k. Nicole schläft schon wieder und hat trotzdem Hunger. Finster ises auch schon. Wir buchen eine Lovina Tour beim Fetzengschäft gegenüber, 400k statt 500k, am nächsten Tag gleich um 9. Zur Feier des Tages gehen wir essen – in das Ananas Cocktail Restaurant wos wieder Palatschinken gibt. Der Mann von der Frau war auch da, schleppte nen komischen Wassersessel in der Gegend rum und erzählte uns lang und breit dass er die geniale Idee hat das 100. Spa in Lovina zu eröffnen und am Mittwoch ist Eröffnung.

Mittlerweile ist es eh schon fast 10, wir hängen noch kurz auf unserer Terrasse rum und gehen dann Heia weil morgen ist ja der große Ausflug.

 

Montag 13. Dezember – Lovina / Rambutan Boutique Hotel

Aufwachen, Frühstück, fertig machen. Um 9 stehen wir beim Standl gegenüber und der Mann von der Kiosktante steht schon mit einem schwarzen Suzuki bereit. Es geht los, 1. Station: Tankstelle. Irgendwie muss da keiner fürs Benzin zahlen, alle fahren nur hin, tanken und schleichen sich wieder. Dann geht’s weiter zum GITGIT Wasserfall. Wir bekommen einen local guide zugewiesen, zahlen 200k pro Nase und marschieren über glitschige, schmale Betonwege die Klamm entlang. Ein kurzes Schwimmsi im reißerischen Becken, es beginnt zu regnen. Der Guide pflückt uns drei Multifunktionsblätter und nach einer Dreiviertelstunde sind wir wieder beim Auto. Inzwischen schüttet es recht gscheit und wir fahren weiter zum monkey forest – ein kleiner Aussichtspunkt wo ein paar Affen herumtollen. Nächster Halt: Ulundanu Baratan Hindu Tempel. Es ist ein muslimischer Feiertag und Unmengen bunte Muslime rennen rum, machen Fotos. Vom Temple sieht man nicht wirklich viel, dafür gibt’s zwei leere Restaurants, ein Rehgehege und Souvenierstandln. Am See direkt vorm Tempel kann man mit Speedbooten herum düsen.

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Zurück zum Auto und es beginnt heftig zu schütten. Nebel zieht auf, und von den twin lakes Buyan & Tamlingan sieht man nichts. Wir stoppen bei einem Restaurant an der Spitze eines Hügels, wir sind die einzigen Gäste, es ist sehr teuer und am hinigen Klo steht ein sinnloser Sessel. Wir bestellen geschredderte Hühnersuppe und warmes Zitronenwasser. Ist trotzdem ganz nett, wir haben Spaß. Der Guide bekommt offenbar was zu Futtern weil er uns hier abgeliefert hat. Rice Terrasse und Cofee Plantage machen keinen Sinn weils immer noch wie aus Kübeln schüttet. Deshalb auf zum Hot Spring. Offenbar ein beliebter Ort bei den Locals, wir zahlen 10.000 IDR Eintritt zum Holy Hot Spring Water. Ein paar Muslima baden in voller Montur und ich werd gefragt ob ich in Bali leb weil wir offenbar schon so local rüberkommen. Ich bin sehr begeistert von meinem Sarong. Dann geht’s noch zu einem buddhistischen Tempel der sehr schön war und an der Spitze einen orgen mystischen Neubau hat. Wolkenverhangen erscheint am Ende der Treppe eine Art Mausoleum aus schwarzem Lavastein. Klo gibt’s auch und ist gratis. Der Guide ist sehr nett, kann gut Englisch und meint es gebe so wenig Touristen grad und wenn wir wollen kann er uns nen guten Preis für die Vulkanausflug machen, anfangs sprach er von 1.500.000 IDR.

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Wir fahren wieder heim und sind doch recht erschöpft und hungrig. Heute bekommt der Warung schräg vis a vis eine Chance. Es gibt Red Snapper für 90.000 IDR, eine Riesenfisch mit Reis, Salat und 100 anderen Sachen. Wir sind pappsatt und fertig für heute.

 

Dienstag 13. Dezember – Lovina / Rambutan Boutique Hotel

Lange geschlafen, in der Nacht hat der Muezzin rumgebrüllt. Ich war heut Nacht ein Alienjäger gemeinsam mit George Clooney und der Tante aus Project Peacemaker und hab ein StG gefunden, allerdings ohne Patronen und wusste nicht mehr was da für Munition reingehört. Und im B72 hab ich auch arbeiten müssen, das total anders aussah, mit Innenhof und neben einer Musikschule mit so komischen Kongresszenterräumen. Meine Band war noch nicht da.

Ich glaub wir haben an dem Dienstag relativ wenig gemacht. Frühstücken mit neuem Kaffee-/Teesystem. Am Pool sind uns zu viel Leute, deshalb siedeln wir zum Minipool und diskutieren die Vulkansituation. Is doch recht heftig und wir müssten ja heut Nacht losmarschieren und der Wettermann sieht auch nur trübe Wolken, deshalb wird’s mal vertagt.

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Wayne – unser Chauffeur meinte etwas von Pumeteran, ein Küstenort, ruhig, Sandstrand. Wir finden ne schicke Unterkunft für 16 Euro und buchen frohen Mutes. Dann noch schnell rüber und klären ob er eh morgen Zeit hat uns dort rüberzuschupfen. Na klar ist ihm fad. Dann wird gefuttert im besten Warung der Welt – zumindest laut der holländischen Zwillinge. War auch gut. Am Nebentisch eine ungute Russenfamilie die sich über alles beschwert und den Zahlungsvorgang mit einem sympathischen „Control! More control!“ beendet. Aha.

Weiter zum Geldwechseln auf die Hauptstraße. 13950 ist der angebotene Kurs. Und wir finden sogar Regenjacken! Wir biegen in die Nachbarstraße ein und landen in der Zigzig Bar wos nur Alkohol gibt und der Typ sauer ist dass wir keine happy-hour Bier bestellen sondern Mango Juice. Dafür spielt er Bob Marley für uns. Die Standler sind auch müde und kaum wer will uns was andrehen. Dann noch schnell ne Runde pumpen.

Wir haben alles top organisiert und Nicole und mio gehen nochmal futtern, in den Pizzaladen. Der Typ freut sich voll und erzählt uns viel über das indonesische Kastenwesen, Sprachunterschiede zwischen Balinesisch und Indonesisch und er lacht über nervige Russen. Und Universitäten sind ähnlich teuer wie bei uns. Er bekommt Trinkgeld und wir gehen schlafen.

 

Mittwoch 14. Dezember – Lovina / Rambutan Boutique Hotel – Pumeteran / Putu Homestay

Aufstehen, ein letztes mal Frühstück und Pool und alles packen. Um 12 wartet schon Wayne, wir fahren 200 Meter zum nächsten ATM und dann geht’s die Küste entlang westwärts. Stau, Nebenstraßen, Balinesisches Essen ist schärfer als indonesisch und gekuppelt wird trotzdem links.

Dann taucht links das Schild zu unserem Hotel auf. Der Fahrer schaut schon komisch, wir tuckern an hinichen Gebäuden und Shrimpsfarmen vorbei, hin zu einem lost-hotel. Leerer, dreckiger Pool, eingemottete verrottete Liegen, kein Mensch weit und breit. Dann taucht ein verwirrt dreinblickendes Hausmeisterpärchen auf, die meinen alles hätte zu und wann wir den gebucht hätten und überhaupt. Bisi streiten, Chef kann man nicht anrufen, zum Essen gibt’s nix aber Frühstück könnten wir theoretisch haben. Noch dazu ist das Ding gut ne Stunde zu Fuß vom Zentrum weg und kein Restaurant weit und breit.

Wir steigen wieder ein, der Fahrer meint er kenne noch was anderes. Es wird belebter und wieder in einer Nebengasse bleibt er vorm Putu Homestay stehen. Die haben noch Zimmer, sind voll freundlich. Nadine kostet 250.000, unser Deluxe Ding 300. Ist ein bisi größer. Sogar nen kleinen Pool gibt’s. Ich brauch mal ein Bier, dann wird ausgepackt und lauter böse Mails an Agoda geschickt weil wir das Geisterhotel ja schon gezahlt haben. Sehr ärgerlich alles.

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Wir marschieren zum Strand runter. Grauer Sandstrand, recht sauber, lauter noble Hotels. Wir trinken schnell was im oberschicken Ressort und spazieren noch etwas den Strand entlang zum nächsten 5 Sterne Bungalowbunker auf ein Bierchen. Es beginnt zu Regnen und eigentlich ist alles recht schön.

Inzwischen ist es schon recht finster und wir stolpern die Hauptstraße entlang nach einem Warung. Finden, neben einem komischen KrimsKrams Supermarkt ein nettes Beisl, die sich voll freuen dass wir kommen. Machen gleich Fotos weil wir ja so repräsentativ wirken. Dann gibt’s Fisch und noch was und alle sehr nett und billig. Ich werde bis zur Klotür geleitet.

Dann noch schnell Wasser kaufen und dann heim und schlafen. Mein Gutenachtbier reißt mir Mami einfach aus der Hand und versteckts im Zimmer gemeinsam mim Kartoffelwasser. Und während ich sagen möchte ich bin noch gar nicht müde, beginne ich zu Schnarchen.

 

Donnerstag 15. Dezember – Pumeteran / Putu Homestay 300.000 pro Nacht inkl. Frühstück für „Deluxe“, normal für 250.000

Agoda hat gschrieben, wir kriegen klarerweise das Geld retour. Und auch die Geisterhoteltante meldet sich und entschuldigt sich vielmals. Alles Gut. Wir spazieren die Hauptstraße diesmal nach links, die Mädels kaufen teuren Krimskrams und ich hab Hunger aber nichts lacht uns an. Dann finden wir doch was liebes, die angfressenen Kellnerin wird gleich gegen ne nette ausgetauscht und wir bekommen schlechte Drinks und lecker Calamari. Die Sonne scheint sogar! Aber nur kurz…

Zwischenstopp daheim, dann auf einen geheimen Lunch ums Eck wo es sogar Holzofenpizza gäbe. Ein Hahn marschiert alle fünf Minuten durch Restaurant und Kikerikit.

Dann geht’s zum Strand runter, wir wollen schnorcheln. Nadine kauft sich beim örtlichen Tauchchef einen Schnorchel und ich erkundige mich wegen Preisen für Ausflüge. Beim Nationalpark am Westzipfel gibt’s einen total schönen Tauchspot, kostet 1.200.000 für Boot und zwei Tauchgänge plus Nationalparkfee. Spannend..

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Schnorcheln war auch voll schön, viele Fischis und in den Reusen hat wer lustige Nachrichten reingeflochten. Dann beginnts volle Wäsch zu regnen und wir flüchten in die Tauchschule. Nach 10 Minuten ist der Spuk vorbei, wir gehen nochmal rein und machen uns anschließend stadtfein. Ich wollt nochmal retour und ich erkundigen wegen dem Nationalpark aber die Taucher haben schon Sperrstunde. Blöd. Drum bei unserem Homestay einen Tauchausflug gebucht für morgen und 800k.

Wir fragen im nächsten Warung wegen Pizza und die meinen sie haben wirklich eine. Nichts wie rein, über Sex and the city und Pupsi und Rülpsi reden. Pizza ist gar nicht mal so lecker, dafür der Melonenshake.

Wir spazieren heim und um halb zehn wird das Licht gelöscht.

 

Freitag 16. Dezember – Pumeteran / Putu Homestay

Früh aufwachen, ich glaub um fünf. Ich war heut kraulen mit der Tauchlehrerin und das wurde immer enger und am Ende hingen wir an nem schwarzen Lavasteinglockenturm und ich hab einen zweiten auf das Glockenplateau gezogen und der war voll panisch.

Naja, jedenfalls eh wieder gut geschlafen und um acht kam das Frühstück und ich durfte diesmal nicht alle Chillis in die Suppe hauen damits mich nicht während dem Tauchen voll durch putzt.

Kurz vor Neun biegt dann ein alter Irgendwas Bus bei ins in die Einfahrt und wir fahren los, 100 Meter weiter, zur Tauchschule. Zeug anprobieren, zwei junge Amis kommen mit schnorcheln und ne alte, aufgetakelte Finnin kommt auch mit Tauchen. Ich zahle 800k für zwei Tauchgänge und Boot. Der Tauchchef raunt mir zu ich solle mit der Trulla nicht übern Preis reden da sie viel mehr zahlt.

Wir tuckern zum Hafen Richtung der Insel …. wo noch Dutzende andere Boote auf Kundschaft warten. Boot No. 67 gehört uns und vier Chinesen nehmen auch noch Platz.

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Nach einer halben Stunde sind wir da, gemeinsam mit allen anderen. Tauchzeug anlegen und heut zum ersten mal direkt vom Boot rücklings ins Wasser. Dann geht’s runter. Man sieht ein paar andre Taucher und das Korallenriff und ein paar Fische. Sehr bizarr und bunt alles, ich fühl mich gut. Aber mir geht total flott die Luft aus, die anderen haben noch 100 Bar und ich grundel schon bei 30 rum. Safety stop und retour auf Boot und die ganzen Chinesen mit Schwimmwesten wieder einsammeln. Ein Boot mit lauter Taliban kommt daher die grölend an Land gehen. Ich schwimm noch schnell rüber aufs schiache Klo und mein Tauchlehrer fragt mich ob ich eh schwimmen kann. Wir bekommen noch unser Essen, fettiges Nasi Goreng mit alten Crackern.

Dann fahren wir ums Eck der Insel zum zweiten Spot, wir werden ins Wasser geworfen und die Schnorchler fahren weiter. Der Spot nennt sich Coral Cave, und die Unterwasserwelt ist wieder total bunt, wie von Dr. Bizzaro. Ein Trompetenfisch hängt rum und gibt an. Der Guide boxt mit dem Fisch. Die blöde Finnin taucht immer total deppat unter mir und ich muss ständig schauen dass ich keine von ihr abkrieg. Wir tauchen in ein paar Buchten rein und diesmal hält meine Luft auch länger. Auch die Geräusche Unterwasser sind neu für mich und anfangs sehr irritierend. Diesmal fühl ich mich nicht so top, ich muss mich ständig konzentrieren nicht zu husten weil Nicole meint ich müsse ja ständig husten und so.

Dann tauchen wir wieder auf, hauen alles aufs Boot rauf, sammeln die Schnorchler ein und tuckern wieder retour.

Zurück in der Tauchschule wird alles brav eingetragen, wir tauschen alle Nummern aus und die anderen wollen abends essen gehen. Ich spazier wieder heim, häng etwas erschöpft auf der Terrasse rum und such dann die Mädels die sich im Nobelressort zwei Liegen am Pool gemietet haben. Stimmung ist nicht ganz so toll, außerdem wissen wir nicht recht wie wir weiter sollen.

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Die Amis haben Balinea Beach empfohlen und dort das Istana Hotel das leider nicht auf Agoda zu finden ist. Diskussion hin und her, wir finden eh nicht gscheiters, es beginnt zu regnen, ich bin genervt. Dann gehen wir noch essen in nem Mini Warung wos nix von der Karte gibt und die beiden Zwillingskinder mich zwicken bevor sie schreiend ins Bett geschickt werden. Mein Fischcurry für 38.000 war lecker, Nicoles Tofu schmeckt und sieht aus wie alte Chicken Mc Nuggets.

Die Tante will für den Transport nach Balian Beach nur 550.000 – um 100.000 billiger als bei uns im Hotel. Wieder daheim suchen wir noch Quartiere an dem anderen Beach den die Reisefachzeitschrift „Brigitte“ empfohlen hat. Aber alles teuer und/oder schiach, noch dazu ja ums Eck vom Flughafen.

Wir bleiben beim Istana, buchen auf deren Homepage und sind erledigt. War mühsam heut alles. Wuddl ist genervt und kann net schlafen. In der Nacht regnets Vollgas.

 

Samstag 17. Dezember – Putu / Homestay Pumeteran – Balian Beach / Istana 4.000.000 IDR für 3 Leute und 4 Nächte

Heut Nacht war ich mit den Typen von Fast & Furious unterwegs. Der Vin Diesel ist mit dem Paul Walker Tressinenrennen gefahren, es gab ne Überschwemmung, wir haben nen graphisch hochwertigen Drohbrief bekommen und als Letti was mit mir redete war die andere Trulla – die Schwester vom Diesel – voll eifersüchtig weil die hat voll an Stand auf mich ghabt. Dann hab ich noch bei Nadines Schwester Nicole in deren Modehaus gearbeitet und ich wurde ständig Sachen gefragt von denen ich keine Ahnung hatte. Ich bin dann aufs Klo gegangen um mir die 2er Bock anzuziehen. Und wir sind in Alleppo mim Bus gefahren und dann war der verrückte Assad am Straßenrand, hat irgendwas rumgebrüllt, ist auf ne Brücke gerannt, hat sich nackert ausgezogen und wollt runter springen. Wir sind aus dem Bus raus und ich hab mir gedacht – org dass wir jetzt per Zufall das Ende des Syrienkonfliktes miterleben.

Wuddi erschreckt sich gleich als erstes als sie mich sieht und regt sich extatisch auf dass ich mein Handy ansteck und das sei so laut. Nächtens hat es voll geregnet, aber in der Früh wars bewölkt aber trocken.

Zum Frühstück gibt’s wieder Suppe Vermicelli und ich muss husten, wies Wuddl angekündigt hat, und die Vermicelli verteilen sich malerisch im Vorgarten. Dann noch ein kurzer Ausflug zum Strand, die dicke Tauchlehrerin gibt grad Unterricht. Doch sehr schön hier alles. Duschen, packen, unser Driver ist noch unterwegs drum Abfahrt erst kurz vor 1. Wir zahlen alles und hängen am Pool rum. Dann kommt der Freund der Chefin mit seinem Haberer, laden alles ein und wir düsen ab. Er fährt sogar mit – keine Ahung warum. Ich nehme ja an die zwei haben heute gestritten und drum war sie so stinkig und hat ihn weggeschickt.

Wir fahren durch den Nationalpark – sehr schön und unheim grün alles. Die Fahrt dauert ewig, ein Stau nach dem Anderen. Rechts sehen wir malerische, menschenleere Strände. Doch je näher wir ans Ziel kommen umso schiacher und stadtmässiger wird die Umgebung und ich hab schon Angst dass ich von den Mädels Schimpfa krieg weil ich hier hin wollte. Wir biegen, meinem Handynavi folgend, rechts Richtung Strand. Die Gegend ist wie verwandelt, ruhig, einladend, freundlich. Wir tuckern die Straße entlang und fast am Ende ist unser Istana Balian Hotel. Wir bleiben stehen und während unser Personal das Gepäck auslädt steht schon das schüchterne Istana Empfangskomitee da, schüttelt verstohlen Hände, winkt mit der Rechnung und trägt unser Zeug rauf. Wir verabschieden uns von den Anderen sehr herzlich, zahlen 550.000 für den Transport und schauen uns unsre Zimmer an.
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Dann ab ins Restaurant auf ein Bier und Gin Tonic, Pässe herzeigen, 4 Mille zahlen, was essen, noch ein Gin Tonic. Der Chef kommt her der aussieht wie DJ Alfi, brabbelt was auf Amerikanisch, ich glaube der hatte auch schon von seinem Gin genippt. Dann taucht Cletus auf und Brandine sitzt auch da. Völlig fertig und bummfett, Surfer eben. Lustig alles. Wir gehen rauf, schauen noch eine Folge Braunschlag während Nicole schon pennen geht und trinken Wodka Sprite.

 

Sonntag 18. Dezember – Balian Beach / Istana

Verkatert wachen wir um acht auf. Zum Frühstück gibt’s wieder 4 Menüvorschläge, ich nehm getoasteten Toast mit Zahnstocher und Zeug drin – sehr lecker. Cletus kommt auch zum Frühstück mit seiner balinesischen Sozialarbeiterin, bestellt einen Smoothie mit Papaya, Banane, Apfel und Kokain. Dann erzählt er dass er einen Koffer voll Geld hat aber nirgends wechseln kann und dass zwei Tage gebraucht hat um seinen Roller wiederzufinden den er in der Fetten irgendwo auf einem Feld abgestellt hat.

Dann Abmarsch zum Strand, am Kokosnussstand vorbei. Der Strand ist großartig! Ein paar Surfer versuchen ihr Glück, ansonsten ist niemand da. Der Sand ist pechschwarz und glitzert in der Sonne wie Shit the Glitter. Auf der einen Seite umschließt ein Fluss den Strand, auf der anderen Seite sind hohe Felsklippen, umwachsen mit Palmen, Kakteen und so anderem Grünzeug.

Wir finden eine schattige Hölle, erkämpfen uns ein Fleckchen von den ortsansässigen Krabben und gehen ins Meer. Die Wellen sind zweieinhalb Meter hoch und wir sind voll happy und sind stundenlang im Wasser. Der Sand ist total flashig, wie schwarzer, flüssiger Marmor der sich augenblicklich verfestigt wenn man das Wasser herauspresst und die Wellen spülen wieder alles weg.

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Gegen zwei bekommen wir Hungern und suchen ein Fischlokal auf, ganzer Fisch mit Reis und Zeug für 45.000. Sehr lecker auch wenn der Fisch sehr monstermässig aussah.

Zurück im Hotel kriegen wir mit dass wir voll den Sonnenbrand haben, hängen lesend und Gitarre spielend am Pool rum. Cletus kommt heim, und DJ Alfi Chef begrüßt mich mit Surferhandschlag und einem „Heee man Luis, how is it going?! Yeah, dude!“.

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Nach kurzer Pause am Zimmer marschieren wir in den Ort, wo grad wieder ein massiver LKW Stau passiert. Es gibt sogar ne Bank aber angeblich wechselt die kein Geld. Wir ergreifen die Flucht und marschieren wieder unser Gässchen bergab. Ein finsteres Lokal finden wir und gehen was essen, Fisch- und Garnellencurry mit zwei Teller Chillis und Nasi Goreng Seafood. Billig, aber nicht so ganz lecker. Ein Forschertyp mit Schnauzer und Safari Ausrüstung beschwert sich dass die Putze ne grüne Box aus seinem Zimmer gfladert hat.

Im Istana läuft heut Superman, wir dürfen ne Folge Fast & Furious schauen und gehen dann Heia.

 

Montag 19. Dezember – Balian Beach / Istana

Filip war etwas fertig, erzählte dass die Weihnachtsfeier in Hamburg war und dass er fürs 7 Gänge Menü pro Person und Gang 1000 Euro gezahlt hat und die Leute so mit Geld rumgeschmissen hätten. Er hat sich ein fettes Haus gekauft und zusätzlich ein Swimmingpool-Hideout mit Verpackungsstation und ein Arcadia Typ schimpft über Kommando Elefant in Unkenntnis meiner Funktion. Alle schweigen betreten. Ich bin nur im Whirlpool und komm nicht zum Rutschen… Dann waren wir im Haus, Filip macht im alten Gasherd, der zum Rest der Küche gar nicht dazu passt, gebackenes Obst. Meine Eltern sind da und die Lisa Ott von der Isi und es gibt ein Osterfest mit Schneeballschlacht und ich treff ne Schwarze im schwarzen BMW genau aufn Kopf die dann vollsauer war. Tim war auch da und wurde gaghalber von nem anderen mit nem weißen LKW von hinten angefahren – war aber Performance und er hatte Rückenschützer und so Zeug an, erklärte mir Filip. Und er hatte ein HAK Klassenzimmer nachgebaut, mit Overhead Projektor und allem, für Schulungen und Vorträge.

Das Zimmer geht zur Straße raus und die Fenster bestehen offenbar nur aus Fliegengitter weil man hört alles. Um 6 knallt die Sonne voll übern Balkon in unser Zimmer – sehr schön. Und schon wieder trocken – kein Regen! Wir machen Fotos und ich marschier zum Strand runter. Bin fast ganz allein, es ist Ebbe und die Lavafelsen sehen noch bizarrer aus als tags zuvor.

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Zum Frühstück gibt’s Nasi Goreng. Die Dachdecker sind schon wieder da und basteln jetzt schon den dritten Tag an dem kleinen Kabana Dach rum während sie Beton in den Pool tropfen lassen.

Kurzer Marsch in die Stadt mit dem Versuch in der Bank Geld zu wechseln – geht nicht. Am ATM was abgehoben, Wasser gekauft, heut verlangens Maut von Touristenautos wenn sie die Straße zum Strand nehmen wollen.

Nicole hat nen Sonnenstich und geht schlafen, Nadine und ich gehen zu unserer Höhle am Strand, schwimmen, mit den Wellen kämpfen. Dann wieder retour, die wieder erwachte Nicole abholen und Abmarsch zum Warung mit dem geilen Ausblick. Dort könnte man sogar wechseln aber zum miesesten Kurs der Welt. Essen lacht uns auch nicht an, drum weiter zu Toms Garden Cafe vom Vortag mit dem lecker Fisch. Anderes Personal, alles etwas komplizierter. Dann beginnts voll zu regnen und wir werden ins Haus geschickt. Der Kellner ist voll der Gentleman und hat sich selbst nen Schirm mitgebracht.

Regen hört kurz auf, kurz verschnaufen. Dann geht’s los. Himmel wird total finster, Stromausfall, es blitzt und donnert aus allen Rohren, voll der Tropensturm. Fast schon furchterregend. Dann ein Riesenknall und die Kellner rennen raus, nachsehen obs wo brennt. Zwei schmule Franzosen rennen rein und bestellen Bier. Und ne alte Freakfrau rückt Nadine auf die Pelle.

Als es nach einer Stunde etwas nachlässt packen wir unser Zeug zusammen und rennen die komplett dunkle Straße entlang, Richtung Hotel. Blitze leuchten etwas die Szenerie aus, am Nachbarhaus quaken Frösche oder irgendwas extrem laut. Sehr bizarr und vor allem stockdunkel.

Wir erreichen unser Haus, fliegen fast über die finsteren Stiegen. Die Bar ist bummvoll mit Leuten, alle sitzen im Kerzenschein und trinken Bier. Schicksalsbiergemeinschaft.

Dann plötzlich ist das Licht wieder da, alle sind happy. Ein Australier ist da der ein Haus am Strand hat, neben Toms Cafe. Dort ist der Blitz reingekläscht. Seine Kinder hatten voll Angst, drum ist er jetzt hier Bier trinken. Auch Cletus ist total fertig und geht um 9 ins Bett. Brandine ist verschollen.

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Wir gehen dann auch, lesen noch etwas solang bis N beschließt es wäre jetzt genug gelesen und das Licht abdreht. Die Frösche zucken immer noch aus, es ist voll laut und wir schlafen mehr schlecht als recht.

 

Dienstag 20. Dezember – Balian Beach / Istaban

Früh aufgewacht, kurz vor 6 ises. Der Strand schaut bewölkt aus aber kurz darauf knallt die Sonne durch den Balkon und ich spazier zum wolkenlosen Strand. Voll schön, es ist noch etwas neblig, die Sonne steht tief. Wellen brechen wunderschön. Die Felsen leuchten in ihren bizarren Formen. Drei Surfer versuchen ihr Glück und ein paar Kinder spielen Fußball, angeschwemmte Bambusstangen als Torpfosten.

Ich trix in die eine Strandbar ein, direkt am Sand und trink einen Bali Coffee für 5.000 Rupiah. So schön hier. Dann retour zum Hotel wo mich die freundlichen Dachdecker begrüßen die rauchend an ihrem Kabanadach weiter basteln.

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Zum Frühstück gibt’s heut Chili-Omlette. Die Mädels erwachen, wir hängen rum, Nadine kauft Bananenchips downtown. Und wir marschieren ein letztes mal zum Strand. Die geile Unterkunft direkt am Strand würde 900.000 kosten, der billigste Surferbungalow.

In unserer Höhle ist es schön! Die Krabben freuen sich voll und humpeln gleich auf meine Kuscheldecke. Wir bekämpfen wieder die Wellen, es ist echt voll schön. Dann wird wieder gelesen, der Strand beobachtet. Zwei Kinder lernen surfen.

Wir verabschieden uns und spazieren wieder heim. Das WLAN geht immer noch nicht und Cletus ist voll fertig weil seine Vater ihm ja ne Nachricht schicken wollte. Am Nachmittag hatte er wohl Sex mit seiner Betreuerin. Als er fertig war meine er nach einer 5 sekündigen Pause „i need a fucking beer!“ und wieder 5 Sekunden später „does the wifi work yet?“. Ein Held.

Das mit dem WLAN ist echt doof weil wir ja den Typen von den Two Brothers sagen müssen wann wir ankommen damit er mit seinem Schild am Strand stehen kann. Der Fahrer schaut kurz vorbei als wir grad RB Leipzig gegen Bayern München oder sonst wen schauen. Marina Srikandia hieße das Boot und morgen um acht geht’s los und überhaupt alles paletti. Wir hauen uns die berühmten Istana Burger rein die wirklich sehr gschmackig sind. Die Dachdecker sind endlich fertig nachdem sie auch aus Versehen die ganze Stiege betoniert haben und nen Farbpinsel runter gepfeffert haben und alles hübsch braun ist darf der Flap Flap Ohrenopferkellner alles wieder wegputzen.

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Passt. Es dunkelt bereits und wir gehen wieder zu Toms Garden Cafe mit seinem tollen WLAN. Wolken ziehen auf und es windet ziemlich. WLAN dort auch kaputt. Ein Shake auf Ex, no local-monster-fish for us today und wieder retour. Sachen in den Koffer werfen, Nadine trinkt Gin Tonic, der Kellnerbub mit den Flap Flap Ohren kapiert nicht dass wir zahlen wollen. Tomorrow, hihi. Na gut.

Wir gehen schlafen in unsren Dachboden wos heute nicht mal rein geregnet hat weils ja gar nicht geregnet hat.

 

Mittwoch 21. Dezember – Balian Beach – Kuta – Serun – Padang Pai – Gili Trawangan –  Gili Meno / Two Brothers Bungalows – Trinktag

Nadine fährt. Sie ist traurig. Wir auch. Frühstücken, abrechnen. Nicole und ich zahlen 1.100.000 für Futter und Drinks für 4 Nächte. Istana Tshirts gäbs auch, aber leider nur in rot. Unser Fahrer steht mit seinem orangenen Pimp Mobil schon um 7.15 da, die Mädels rauchen gmütlich und nuckln ihren Cafe zu Ende. Dann wird alles ins Auto geschmissen, Cletus schaut kurz vorbei und fährt gleich surfen und nach einem etwas kühlen Abschied begeben wir uns in den Stau. Sind ja eigentlich nur 26km für die drei Stunden eingeplant sind. Die Fahrt ist wirklich mühsam, als sich ein endloser Stau bildet dreht der Fahrer um und tingelt über Seitengassen weiter. Bali ist echt ein bisl wie das Burgenland. Eine endlose Hauptstraße, Dörfer ohne Zentrum. Und keiner hackelt wirklich was. Die Zeit verrinnt, der Fahrer wird auch immer nervöser und telefoniert herum. Total illegal überholt er ne Kolonne auf der Gegenspur, drängt sich wieder vor der Ampel rein und wir von uns gelobt. Polizeisirenen kommen näher, fahren aber vorbei. Dann wieder Stau, es muss nur irgendwo wer deppat parken und alles steht. Inzwischen sind wir nur 6km weit weg und brauchen aber pro Kilometer 20 Minuten. Völlig fertig biegt er dann endlich auf nen Parkplatz ein wo schon der Bus auf uns wartet. Der Bus ist aber nur ein Typ am Roller der die 700.000 Rupiah pro Nase für das Boot entgegennimmt. Es gibt einen KFC mit Klo in der Tiefgarage und einen Baustellenmüllplatz wo wir Platz nehmen. Große Nadine Verabschiedung-Handyrunterschmeiss-Zeremonie. Wir stehen mit dem Mopedtypen rum, der mit seinen Handy abwechselnd telefoniert und irgendwann meint wir warten noch auf den Fahrer und er müsse jetzt weg noch zwei Typen abholen. Aha. Wir tauschen Nummern aus, er düst los und wir bleiben beim Schuttplatz zurück. Wie in nem schlechten Film.

 

Nach 10 Minuten biegt dann wirklich ein Wagen zu uns ein, fragt ob wir auf die Gilis wollen, dann ist auch der Mopedtyp wieder da, mit nem tätowierten Surferaustralier am Sozius. Alles ins Auto schmeißen, ziemlich eng, und wir fahren nicht nach Padang Bai sondern zum anderen Hafen, zum Speedboot (hihi). Der Fahrer schaut aus wie der Schoko und hat seine kleine Tochter am Beifahrersitz damit im Auto nicht soviel Platz bleibt.

Die Fahrt dauert wirklich nur kurz, unser Tickets werden akzeptiert, die Australier haben viel weniger gezahlt, und wir gehen aufs Klo und warten wies weitergeht. WLAN gibt’s, ich schick dem brother ein Foto unseres Tickets, er schickt mir ein Foto von ner Tafel mit meinem Namen drauf.

Dann kommt der Marina Chef und verkündet dass das Wetter voll mies ist, sie könnten nicht mit dem Speedboot hin aber sie fahren uns nach Padang Pai wo wir in ein größeres Boot umsteigen sollen. Mühsam. Außer uns fahren noch ca. 10 andere Hanseln, das Boot ist fast leer, das Gepäck hauts dauernd runter wegen dem hohen Wellengang. Nicole ist voll schlecht. Nach einer Stunde sind wir in Padang Pai und gesellen uns zu den 150 anderen Typen am schmalen Steg. Verkäuferfrauen drängen sich durch und wollen Bier, Chips und Kokosnüsse verkaufen. Alles sehr stressig und chaotisch. Um die Situation zu entspannen beginnts dann noch zu regnen. Das Boot auf das wir alle drauf sollen fährt wieder weg und kommt wieder. Alle drängen sich nach vor. Totales Chaos. Wir sind gut im drängen, alles ist waschelnass. Das Gepäck wird alles auf nen Haufen am Steg geschmissen. Wir schaffens rein, erkämpfen Sitzplätze, das Boot ist bummvoll. Direkt hinter uns bläst eine Batterie an Klimaanlagen eiskalten Dampf ins Innere.

Dann geht’s los, anfangs noch ruhig, dann wird der Wellengang immer heftiger. Wie auf Kommando beginnen alle zu kotzen. Der Typ in der Mitte unserer Reihe drängt raus aufs Klo, das andere Klo ist offenbar so zugekotzt dass es geschlossen wird. Speibsackerln werden verteilt, allgemeines Würgen. So ziemlich die schlimmste Fahrt die wir je erlebt haben.

Die Fahrt dauert eine gefühlte Ewigkeit, der Punkt auf google maps hüpft langsam aber stetig nach vorn. Mit 20 Minuten Verspätung wird das Boot endlich langsamer, dem Kotzen erfolgt spürbare Erleichterung. Nichts wie raus aus dem Boot.

Total absurd, das Boot liegt direkt im Sand, es gibt keinen Steg sondern nur die Bootstreppe runter. Die Leute haben den blanken Horror in den Augen. Unser brother steht echt mit seinem Schild da, wir sind über zwei Stunden zu spät wegen dem Bootswechsel und allem. Er meint ein paar Boote hätten umkehren müssen wegen dem orgen Seegang.

Das ganze Gepäck wird von Bord geworfen, jeder schnappt sich ein drum. Unsre Unterkunft ist genau gegenüber von Gili T, man meint man könne fast rüberschwimmen. Das Taxiboot ist da namens Alqui Boy, unser waschelnasses Gepäck wird eingeladen gemeinsam mit einem jungen malaysischen Pärchen.

Die Fahrt dauert echt nur 4 Minuten, 250.000 IDR hat uns das gekostet. Dafür hält Alqui Boy direkt vor unsrem Bungalow, alle freuen sich offenbar dass wir da sind und wir werden sehr herzlich empfangen. Wir sind voll fertig and we need a fucking beer, man!

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Two Brothers liegt direkt am Strand, fünf sehr karg eingerichtete Bungalows gibt’s. Ein Bett, ein sinnloser Schminktisch und ein schiacher Kasten. Das Licht ist auch eher eine Notbeleuchtung.

Heut Abend gibt’s BBQ, so wie jeden Abend. Wir nehmen den größten Fisch dens gibt, Parrot fish der echt wie ein schillernder Papagei mit Schnabel aussieht, für 200.000 IDR. Überhaupt ist alles merklich teurer. Der Fisch kommt, von Gili T hört man bum bum Musik und es beginnt zu stürmen und zu regnen. Wir verziehen uns an die karge Fliesenbar und futtern den Fisch der wirklich erstklassig mundet.

Das Ressort ist direkt an der Hauptstraße. Alle 10 Minuten fährt ein Fiaker vorbei. Das wars. Autos sind hier verboten. Irgendwie gibt’s auf der Insel überhaupt nur Kellner und Touristen.

Wir wollten eigentlich noch zum Supermarkt, aber es ist stockdunkel und regnet. Wir ziehen unsre tollen neuen Regencapes an, meines sieht aus wie ein Feuerwehrkostüm. Nicoles wie ein Haufen Hundedurchfall.

Beleuchtung gibt’s auch keine und wir stapfen tapfer den sandigen Weg entlang. Vorn ist die Saka Bar wo noch Party ist, ein Typ spielt auf der Gitarre, ein paar Touris singen falsch dazu. Wir gehen ums Eck, zur New Saka Bar wo alle schon entspannt am Boden liegen und ne miese Comedyshow schauen.

Wir schrecken sie ziemlich auf, bestellen zwei Mojito und ein Pancake. Als wir meinen wegen uns müssen sie kein Tamtam machen, drehen sie wieder die Musik ab und schauen weiter ihre Feuerwehrcomedy.

Wir verziehen uns, ich flieg zur Belustigung aller über eine Stufe und wir marschieren wieder retour und ins Bett. Unsere Terrasse steht unter Wasser, auch ins Zimmer regnets rein. Egal.

 

Donnerstag 22. Dezember – Gili Meno / Two Brothers Bungalows

Frühes Erwachen, der Muezzin von Gili T platzt bis zu uns rüber. Es ist eh schon kurz vor acht, drum auf zum Frühstück. Gibt das übliche, leider nur entweder Kaffee oder Fruchtshake. Ich nehm Omelette mit Käs und Tomaten, Nicole mixed pancake weil Jack Johnson immer vom Banana Pancake singt. Ganz lecker. Dann marschieren wir mal nach links, tolle schöne Strände, kleine Wegalan, alte verfallene Ressorts die die Natur und Horden von Gelsen zurückerobert hat.

Wir finden sogar die von google empfohlene Surfer Bar, dies aber nie wirklich gab und nur ein verzweifeltes Schild auf dem „could beer“ steht auf deren ehemalige Existens hindeutet.

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Wir beschließen diesen ominösen Supermarkt zu suchen, marschieren über kleine Wegal ins Inselinnere, links, rechts, keiner kennt sich mehr aus. Supermarkt finden wir, aber keiner is da. Drum ins Cafe nebenan auf ne Orangade und einen Bananenshake. Am Nachbartisch sitzt ein Typ mit gelber Brille, legt auf und wir spielen Songerkennen. Ich gewinn. 20.000 für beide Drinks, zu wenig Wechselgeld, dafür hat der Supermarkt offen. Wasser, Ionen Drink. Dann wieder retour, wir verrennen uns, finden Moschee, finden New Saka Cafe und gehen ins alte Saka auf nen Cafe. Am Eingang sitzt ein Kellner und trinkt Bier, ist ja schon fast 11. Gegenüber die verhüllte Kassiererin und der Oberkellner deutet auf sein eingekifftes Magic Mushroom Poster, brüllt „Mushroom“ und fragt ob wir was kaufen wollen oder zumindest nur schauen. Am Eingang hängen Moschee Poster. Ein typische muslimisches Restaurant also.

Wir trinken unsren komischen Lombok coffee, egg sunny side up gibt’s nicht. Wieder retour, schwimmsi im Meer. Der Strand ist voller toter Korallen, es tut ziemlich weh reinzugehen. Es klimpert jedes mal wenn die Welle ans Ufer schlägt.

Angeblich ist vor dem Ressort ein total schöner Schnorchelspot, allerdings gehen die Wellen ziemlich und lauter Boote tuckern umher. Das Ufer ist sehr seicht, schnorcheln gar nicht so leicht und soviel sieht man jetzt auch nicht.

Zu Mittag gehen wir ins Nachbarressort mit dem schönen Pool, futtern fades Curry mit zwei Shots Chilli und noch was. Dann kurz Pool.

Anschließend ises fad und ich spazier ne ne Runde um die Insel. Es reihen sich total schicke, gestylte Ressorts an völlig verfallene Bungalows die aussehen als hätte sich schon Jahrzehnte niemand drum gekümmert. Die ganze Insel lässt dich rundum bewandern und die Strände sind traumhaft. Nach einer knappen Stunde bin ich angeblich am Hafen, es gibt nen größeren Supermarkt, ein paar Bankomaten und ne Tauchschule die 490.000 für einen fundive möchte. Die gehen allerdings grad auch wenig Tauchen weil das Wetter so mies ist. Dabei brennt die Sonne und die paar Wellen sehen jetzt nicht besonders mächtig aus.

Wuddo ist total in Sorge weil ich solang weg war und schimpft. Weil soviel Sorge is sie wieder hungrig und in Ermangelung seriöser Alternativen wollen wir wieder im Ressort zu Abend speisen. Es gibt wieder Fisch BBQ doch der komische junge brother will 170.000 pro Snapper. Wir protestieren und bekommen zwei für 200.000. Dann kommt wieder der gewohnte Sturm und dann Regen, drum verziehen wir uns wieder an die Bar.

Sie bauen grad so Art Restaurant Pavillon, drum ises tagsüber etwas laut. Die Dachdecker waren offenbar auf der selben Dachdeckerschule wie die aus Balian, alles fliegt runter, sie brauchen ewig und alles wirkt ziemlich hingeschustert. Die Dachziegel sind auch aus Plastik.

Wir kommen drauf dass man wenns regnet eigentlich nix anders machen kann außer schlafen gehen, weil das Notlicht im Zimmer lesen nicht zulässt, man wegen dem Regen nicht auf der Terrasse sitzen kann und im Zimmer gibt’s ja auch keinen Sessel oder Tisch. Drum eine Folge Futurama und Breaking Bad und um halb 10 oder so ist Nachtruhe.

 

Freitag 23. Dezember – Gili Meno / Two Brothers Bungalow

Heut Nacht war wieder viel los. Als ich wieder in den Proberaum komm gegen halb fünf in der Früh steht die komplette Alf Einrichtung drin und 4 Stockbetten übereinander. Er ist aus der Wohnung geflogen und wohnt jetzt mit Vivi im Proberaum. Ein paar Koffer stehen noch im Hof, dabei gibt’s da ja gar keinen Hof. Dann war ich am Frequency das heuer in Sigmundsherberg stattfindet. Ich wollt mich kurz ins Haus der Eltern schleichen, Mama erwischt mich, wir plaudern. Sie erzählt was von nem Anwaltsbrief an mich. Wir beobachten besoffenen Frequency Kinder die den Weg nicht finden und übern Gartenzaun stolpern. Ich schlag Mama vor denen doch Bier zu verkaufen und damit ein Mördergeschäft zu machen. Zurück am FQ sollt ich eigentlich die Band vom Roman mischen, aber leider betrinke ich mich. Dann steh ich am verwaisten FOH rum und es ist Stromausfall und ich versuch die Pro 2 wieder zum Laufen zu bringen und schaffs nicht gscheit und die Band (Farwell Dear Ghost?) checkt nicht dass sie keiner mehr hört. Auf den ganzen Stress hinaus vergesse ich auf Romans Band und komm erst tags darauf darauf dass da ja noch was zu Tun gewesen wär. Das Routing bei der Pro 2 macht man so Legomässig im Baukastensystem. Und Milan war Parksheriff und es war ihm sichtlich peinlich.

Schon wieder früh munter. Das wird schon zur Gewohnheit. Selbes Frühstück. Dann Abmarsch Richtung Hafen, Geldwechsler suchen & finden aber leider Geld vergessen. 13.500 bieten sie als Kurs an – nicht so toll. 14.000 war der Beste den wir bis dato hatten. Wir gehen ins Carma Reef schicki micki Ressort auf nen zweiten Kaffee und ne Nuss und ein lecker Frühstück mit total leckeren Rucola Blättern von denen ich kaum was abbekomme. Die Kellnerin kriegt vom europäischen Oberboss schimpfa weil wir so lang warten mussten. Dann erzählt sie uns was von DJ Zeugs und Live Musik aber sie weiß leider nicht welche Musikrichtung. Gibt wieder ein Minus.

Es folgt ein Orientierungsmarsch durchs Landesinnere, dem Ruf des Muezzins folgend gemeinsam mit den anderen Moslems. Die verfallene Moschee ist eh in Betrieb, die New Saka Bar ist bummvoll, man bekäme nicht mal mehr einen Platz am Flip Flop Parkplatz. Auch das Magic Mushroom Geschäft scheint gut zu laufen.

Wir gehen zu unseren Brothers an den Strand und chillen ohne Schwammerl. Bisi schwimmsi, den komischen Russinnen zusehen wie sie beim Schnorcheln scheitern und ne halbe Stunde später beschnorchelt die Hauptstraße entlang watscheln. Allmählich auftretendes Hungergefühl, doch auch der Himmel verfinstert sich wie üblich. Wir marschieren nördlich, an der Saka Bar vorbei und weiter zur Diana Bar. Es nieselt und dämmert bereits, an der Bar sitzt ne Kellnergang. Es gibt allerhand billiges Futter und ne umfangreiche Speisekarte. Tuna Steak und Fishcurry wird’s, dazu Bananenshake, Pina Colada und Bintang. Alles sehr lecker und die Musik ist auch fein. Wir zahlen ziemlich wenig und machen uns auf den Heimweg, Nicole als Hundehaufen, ich in meinem Feuerwehrmannkostüm.

Bei unseren Brothers noch ein Bierchen und einen Shake und dann geht’s in die Heia zu Breaking Bad am Urlaubsschlepptop. Unser Brother geht gern joggen aber nur 50 Meter weit und immer nur nach links, drum kennt er leider die anderen Ressorts rechts nicht.

Davor noch Riesenschreck weil wir haben nen Riesengecko als neuen Mitbewohner. Ich nenn ihn Ringo und er hat auf die Fliesen gekackt und tut jetzt so als ob ihn das nichts anginge.

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Um 11 ist immer noch voll bum bum Musik von der Nachbarinsel, ne gute Nacht Zigarette und dann endgültig schlafen. Ringo schnarcht etwas.

 

Samstag 24. Dezember –  Gili Meno / Two Brothers Bungalow – Trinktag

Frühes Erwachen, der Himmel ist bewölkt. Der komische Typ aus Jakarta ist weg, auch die Russinnen packen. Heut Nacht war ich mit Alf auf irgendeiner Musikgala in Tschechien. Er war als letzter dran, performte Party Party ganz allein aber alles lief schief. Er wurde mit einem gelben Regenschirm von der Bühnendecke heruntergelassen aber flog die letzten Meter vom Schirm während das Vollplayback normal weiterlief. Dann wechselte er zweimal die Outfits im Song, tanzte rum. Alles sehr peinlich. Als er von der Bühne ging wartete ich auf ihn und wir beide weinten wegen dem Auftritt. Dann gings zum riesigen geilen Sushi Buffet. Ich lud mir was aufn Teller und ne Frau kam mit nem Riesensashimi und fragte ob wer noch nichts davon hatte. Als ich aufzeigte fiel mir der Teller runter und ich wachte auf ohne Sushi.

Frühstück wie immer, spicy Cheese – Onion Omelette mit Fruchtsalat und Kaffee. Wir beschließen eine Inselumrundung zu wagen, marschieren los und kehren gleich mal in der Diana Bar auf ein Guten Morgen Menü ein. Sehr schön hier, eigentlich die geilste Strandbar von hier bis Vietnam. Das Klo ist leider nicht zu gebrauchen, sogar ein Riesenkäfer lag ächzend am Rücken und gab w.o..

Dann gings weiter, auf unserer Klomission. Schicke Ressorts neben verfallenen Hütten, wunderschön glitzernde Sandstrände schließen an vermüllte Abschnitte.

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Neben dem geilsten Hotelbunker auf Gili Meno finden wir das Eco Budget Hotel wo Bob Marley aus den verwitterten Boxen erklingt. (Namensidee für eine Reggae Bar: Ronald Reggae – by Senior Karotti). Wir setzen uns hin, es gibt nur Säfte ausm Kühlschrank,

Hängemattenschlafsaalbambushütten, Kompostklos wie ausm Vietnam Krieg und in die Duschen darf man auch nicht pinkeln. Wie wenn ein paar Mushrooms Hippies ein Hotel gestalten. Ich fühl mich wohl, Nicoles will nur flüchten.

Drum weiter marschieren und wir landen im Hafen, können endlich Geld wechseln (13.500 der Kurs, am Vortag sind wir nach zähen Kursverhandlungen drauf gekommen dass ich die Kohle daheim liegen lassen hab). Der Geldwechsler sitzt ohne Leibal rum, seine Haberer daneben. Am Tisch werden die Millionen ausgebreitet.

Ein kurzer Mittagessenstop, dann wird Nicole übel und wir marschieren heim. Die Katze hat nix zum Essen bekommen.

Wieder retour, Nickerchen, ich lieg am Strand, lies Profil vom September und trink ein Bintang. Urviel Gäste bei uns. Dann war das Christkind da und hat Bärli ne Karte in die Hand gedrückt.

Weiter geht’s zum Cafe Gili mit seinem blondbelockten Manager aus Holland. Die ham nen Pool in den man hupfen darf wenn man ihre Cocktailkreation Absolut Lenny probiert – Wodka mit Sprite und Gurke. Eher grauslich.

Drum geht’s zur Diana Bar weiter, es ist schon dunkel und wir ham unsre Regenoutfits und ne Taschenlampe mit. Wir trinken die Karte durch, alles recht lecker in Plastikgläsern. Ein Reisebier, dann simma auch schon wieder daheim und gehen schlafen.

 

Sonntag 25. Dezember 2016 – Gili Meno / Two Brothers Bungalows

Aufstehen, Frühstück, same same. Die neuen deutschen Nachbarn beschweren sich dass ihnen die Dachdecker zu laut seine. Wir zahlen die 5.700.000 IDR fürs Zimmer, sind wieder unser ganzes Geld los. Unsre heutige Mission ist herauszufinden wie weits zu Fuß zum Hafen ist damit wir kein Pferdetaxi nehmen müssen. Perfekt hin navigiert, 25 Minuten dauerts aber. Drum ev doch Plan B mit dem Privatboot direkt vom Bungalow rüberschippern.

Beim Coral Reef ist heut fett Weihnachtsparty mit DJ und diesem Fabio der heut offenbar in jedem Beisl der Insel auftritt. Slowboat würd nur 35.000 nach Gili T kosten, fährt aber nur in der Früh und am Nachmittag. Wir gehen deshalb ins Tippsy Turtle was essen, die Kellnerin heißt Juli und ist sehr aufmerksam. Polizei kommt an Land, hat Angst dass die Schuchis nass werden und fahren dann ne Runde im Polizeifiaker. Die Kiberer wirken mehr wie Tagestouristen.

Wir essen fish of the day – fades Snapper Filet und die Klospülung ist kaputt. Dann Spaziergang übern Strand heim und Stop in der kleinen abgfuckten Hütte bei uns fast schon ums Eck, vor der Surferbar, mit dem betonierten Tor mit Feuerzeugskulpturen. Überall gibt’s auf einmal Magic Shake und jeder brüllt Mushroom Mushroom. Wir bestellen die leckerste Kokosnuss der Welt, gehen planschen, marschieren auf dem schnellsten Weg heim wegen Klo.

Dann kurzer Streit wegen dem Klo. Wir haben spontan Erscheinungen von Ameisenhaufen im Zimmer. Und auch unser Gecko namens Ringo ist wieder da und hat auch aufs Klo müssen.

Lesen und beim ersten Anzeichen eines aufkeimenden Hungergefühls Abmarsch in diese schicke Mayalam Bar die eventuell David Hasselhoff gehört wies im Internet steht. Gibt ein Christmas Menü für 150.000 – Jakobsmuschelrissotto mit Spinat und Zeug.

Alles voll schick und romantisch, weiße Möbel, Meeresrauschen, ein eigener Typ der dir die Serviette am Schoß ausbreitet. Frühlingsrollenvorspeise war gar nicht mal so lecker, Risotto voll gut aber doch teuer. Zum Glück vergessen sie beim Zahlen auf ein Hauptgericht und da die Bar sowieso David Hasselhoff gehört sagen wir nix und verziehen uns zu unserer Diana Bar auf ein Pancake.

Der Chef ist heut da, offenbar der Bruder vom Mr. T! Er will mit uns schnorcheln und tauchen gehen, wir wollen nicht.

Dann geht’s heim, in der Saka Bar spielt wieder wer Gitarre. Wir gehen schlafen. Heut hats nicht mal geregnet.

 

Montag 26. Dezember – Gili Meno Two Brothers Bungalow

Geträumt heut Nacht von Drogenkartellvillen und dem Frequency und von Schnellbahnen.

Frühstück wie immer. Die Katze kommt zu spät. Heute isn fauler Tag. Wir machen unseren täglichen Spaziergang, treffen die selben Leut die auch ihren täglichen Spaziergang machen. Bei der David Haselhoff Bar gehen wir etwas schneller. Mittagessen in der Nähe vom Hafen, gegenüber von dem neuen Apartmentkomplex wo man sich für 100.000 Dollar einen 21qm Bungalow kaufen kann. Bei den Hippies pfeift der Reini-Typ total daneben in so ein Pfeiferl rein. Beim Coral Reef legt ein einsamer DJ den ärgsten House auf.

Wir kehren noch ein im Sunset House, der übernachte Nachbar links von uns. Der fehlt noch auf unserer Liste. Es geht voll der Wind. Wir brüskieren den Kellner mit der Frage ob wir in ihren Pool hüpfen dürfen.

Heute Zeitung Gilis

Wieder retour bei unsren Brothers wird gelesen und über die Sinnhaftigkeit einer neuerlichen Inselrunde diskutiert. Die Marie vom Gili Orchid auf Gili T schreibt total brav und sie schickt wenn der uns vom Hafen abholt. Dann ist Nachtmahlzeit und wir wollen nicht zu weit weg wegen der drohenden Regentropfeninvasion. Wir gehen zur New Saka Bar, bekommen stinkenden White Snapper für je 200.000 zur Ansicht und essen dann doch lieber was anderes. Der Strom fällt aus. Wir spielen das Bandnamenspiel und Nicole ist sauer weil ich Xinderella nicht gelten lass. Strom an, Strom aus, wir zahlen und gehen heim. Ringo Gecko ist heut wieder da und stellt sich uns lautstark vor. Auch die Ameisen vom Bad ziehen ständig um. Wir haben lauter neue Nachbarn.

 

Dienstag 27. Dezember – Gili Meno / Two Brothers Bungalow

Heut Nacht war ich mit Nicole und den Eltern in Kabul. War eh gar nicht so zuwider, bis auf die Klos die total zugeschissen waren. Wir waren auf so nem öffentlichen auf der Straße, wo der rosa Verputz schon abplattelte. Jedenfalls hat das Mädchenklo voll org ausgesehen und das Männerklo war leer, drum hab ich die Nicole dort reingeschleust, wir waren eh die einzigen. Dann hab ich aber draußen Stimmen gehört und dachte mir es ist besser die erwischen uns da jetzt nicht weil sonst wird Nicole als westliche Prostituierte gesteinigt. Und ich bin mit so nem Postbus im Waldviertel rumgefahren, bin eingeschlafen und als ich aufwachte war ich mir sicher ich bin in Sigmundsherberg und bin ausgestiegen. Bus weg. Dann bin ich drauf gekommen ich bin irgendwo in der Pampa und muss jetzt stundenlang über ne Schipiste heim wandern.

Wir waren heut erst viertel nach acht beim Frühstück. Dann stand das große Schnorchelprojekt am Programm. Beim friend von den brothers zwei Paar Flossen und einmal Brillenset ausgeborgt. Sein Abzockversuch ist gescheitert. Die Flossen waren voll der Schaas, haben voll gedrückt und beim reingehen war nach Sekunden alles voll mit Sand und Korallenresten. Man muss ziemlich kräftig raus schwimmen, aber draußen wird man belohnt mit einer unglaublichen Artenvielfalt an Korallen und Fischen. Ganze Schwärme tummeln sich, sehr beeindruckend. Dann wieder retour und ich hab ne Blase von der blöden Flosse.

Dann wieder lesen und ein Curry essen. Nächster Schnorchelversuch, diesmal mit Socken und größeren Flossen. Die Strömung hat inzwischen stark zugenommen, man wurde stark hin und hergetrieben und die 1000 Boote die einen entweder drüberfahren oder andre Schnorchler auf den Kopf warfen taten ihr übriges.

Wieder an Land wurde wieder gechilled, alles retourniert, geduscht, eingesprayed und fürs Abendessen schick gemacht. Plan war zum Hafen zu schauen, zu dem Seafood BBQ. Heut war der Himmel fast wolkenfrei, toll zum fotografieren.

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Erste Enttäuschung: Kein BBQ. Mist! Alle anderen Lokalitäten in der Nähe wussten auch nicht zu Überzeugen, also trotzdem rein auf Cap Cay und Pizza. Dann die nächste Enttäuschung: Es gibt kein Chilli! Das gibt’s ja gar nicht! Dafür ne Katze die solang bettelte bis sie abwechselnd mit Pizza und Cap Cay gefüttert wurde. Brav legte sie sich an unsre Seite, ein Russe kam und war total verwirrt.

Eine einzige hohe Wolke türmte sich vor uns auf und in der war voll das Gewitter. Hab ich noch nie gesehen. Im Coral Reef Beach Club gabs auch keinen Live Mucke wie besprochen, deshalb wieder nach Hause marschiert. Im Supermarkt noch zwei Dosen Bintang für das morgige Dosenbierfrühstück besorgt.

 

Mittwoch 28. Dezember – Gili Meno / Two Brothers – Gili Tramangan Gili Orchid 31 USD für ein Zimmer inkl. Frühstück

Dosenstechenbierfrühstück wurde mir verboten. Drum gibt’s wieder ein fades Chili-Omelette. Dann wird gepackt, wir zahlen 950.000 für sieben Tage futtern und Drinks sowie 250.000 für das Bootstaxi auf die andre Seite. Kurz vor 11 sind wir dann fertig, finden den Gecko hinter der Schminkkommode versteckt. Der wollt sich wohl ums Baba sagen drücken. Nicole drückt unsrem Personal 50.000 in die Hand, dieser bedankt sich artig bei mir.

Ohne große Abschiedsszene besteigen wir unser Bötchen und tuckern ein paar Minuten auf die andre Seite. Gili Meno haben wir schon recht lieb gewonnen. Anlegemanöver ist schwieriger als gedacht und bedarf drei Anläufe bis wir mitsamt Klump im Sand stehen.

Wir kämpfen uns zur Hauptstraße vor, beim Ticketoffice geht’s voll zu. 1000 Leut stehen und sitzen rum, dazu die üblichen Händler und das fahrende Volk. Die Marie vom Gili Orchid hat gemeint sie schickt einen ihrer Jungs mit nem Schild drauf. Der ist nirgends wo zu sehen.

Wir warten, ich dreh meine Runden. Ein Typ sitzt rum und flirtet, in der Hand ein eingerollter Zettel. Beim vierten Blick erkenn ich Gili Orchid auf dem Zettel – tatsächlich unser Typ. Toll gemacht! Er hat sein Fahrrad mit und wir marschieren zur Unterkunft, abseits vom Geschehen, in einer kleinen schmutzigen Seitengasse. Daneben die Moschee mit drohenden Lautsprechern. Marie, die Chefin, begrüßt uns freundlich. Sie ist aus Trier, mit einem Indonesier verheiratet, musste deshalb zum Islam konvertieren.

Wir schmeißen unser Zeug rein und beginnen unsre obligatorische Inselumrundung. Hier ist schon mächtig mehr los als auf Gili Meno, Unmengen von krebsroten Touristen auf diesen Fatman-Fahrrädern. Dazu Fiaker und Bauarbeiter die sich aus Abdeckplanen Zelte zum Übernachten auf der Baustelle bauen.

Wir kehren in eine Strandbar ein, trinken lecker Cocktails, schauen in die Gegend. Gemüseplatte und Baguette mit Käse gibt’s. Und ein voll schönes outdoorf Klo im Sand. Dann weiter die Insel entlang, Nobelherbergen, Bankomaten, Bars. Beim Wilson machen wir Station und bei den kiffenden Rastasurfern nebenan.

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Plötzlich sind wir im Magic Mushroom Viertel, ungeniert wird dafür geworben. Alle kehren brav zam und hauen dann alles über ne Mauer. Und fünf Minuten später sind wir eh schon wieder am Hafen, der ein bisl an die Khao San erinnert. Einkehr in ein Restaurant direkt am Hafen, wo wir die Entladevorgänge der Boote beobachten können. Die Pferde hier können voll rückwärts einparken und alles. Für die Bierlieferung werden drei Kutschen benötigt. Bei uns gibt’s Curry und Kaffee, außerdem spielen die hier gern Tisch Ping Pong – keine Ahnung. Überall stehen Wasserbecher mit roten Pingpong Bällen drin rum. Klo ist auch grauslich.

Ein bisl wird geshopped, dann orientiert und wir sind wieder daheim. Kurze Verschnaufpause, dann geht’s weiter zum Nachtmarkt. Der war geil! Urviel los, lauter Fischstände, Einheimische, Freaktouristen, Katzen – alles war vertreten. Wir gönnen uns ein Fischi, Squidspieß und Shrimpsspieß. Alles in 100 Liter Terriyaki Sause getränkt. Außerdem ises stockdunkel und man erkennt gar nicht mehr wo der Fisch endet und der Teller anfängt.

Dann kurze Klopause daheim, dann retour auf ein Crêpe was ne halbe Stunde gedauert hat weil der Ofen offenbar nicht richtig wollte. Heut Abend ist Party im Irish Pub, aber dort ist nix los. Ne Bum Bum Disko gibt’s, aber wir gehen in ein Rockpub wo ne Coverband gar nicht mal so schlecht aufgeigt. Außerdem ist grad happy hour – zwei Cocktails für 60.000. Okassion! Nicole geht aufs Klo und sogleich kommt der Oberkellnerdealer mit nem Zettel wo er schicke Schwammerl drauf gemalt hat. Er könne mir nen ganz starken Helicopter Shake für 200.000 machen oder einen medium für 150.000. Dann kommt Nicole retour und sagt Nein. Er zieht von dannen, der nächste kommt und fragt ob ich was zum Rauchen brauche. Nicole sagt Nein.

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Wir kaufen noch ein Gutenachtbier im Supermarkt, Nicole lässt ihren Hut als Anzahlung liegen und wir gehen heim schlafen. Aufm Weg heim fragt uns ein Typ beim vorbeigehen: „Weed? Mushroom? Laundry?“.

 

Donnerstag 29. Dezember – Gili T – Gili Air / Nusa Indah Bungalow

Fünf Uhr früh und der Muezzin fängt an zu brüllen. Ab sieben erfolgt dann eine Dauerbeschallung weil Mohammed Geburtstagsmonat hat. In einer Tour wird gepredigt, dann fängt die erste Disko an, die Jungs vom Haus spielen Gitarre dazu. Anstrengend. Wir kriegen Frühstück serviert, packen unser Zeug, holen den Hut retour, kaufen zwei Speedboottickets zu je 85.000 für das Boot um 12.

Dann heim, den Rest packen, und das Zimmer freigeben. Abmarsch zum Speedbootpier, daneben fungiert ein Steakhouse als Wartehalle. Einen Pot Tee und zwei Portale später ises dreiviertel und wir stellen uns wie befohlen zum Pier. Zum Abschied kam die gesamte Freakshow zusammen: Gestylte Muslimgirls, total verhüllt und mit Lederjacke, ne Chinesen im Regenmantel, westliche halbnackte Bikinigirls, Typen mit Schnorchelausrüstung am Kopf, krebsrote Engländer mit Bierflaschen, Diskomucke, klingelnde Pferdekutschenparade, Typen die snorkeling, weed und mushrooms verkaufen. Und über alles brüllt der Muezzin Vollgas drüber.

Wir kämpfen uns den Pier vor, anfangs noch betoniert, dann wird er holzig, am Ende gibt’s nur so Plastikinseln wie auf der Donauinsel. Ein eigener Typ ist engagiert dir rüberzuhelfen. Unzählige Boote legen an und ab – wir entdecken unseres. Boot Zero One von Gili Cat – Australian operated.

Gepäck aufs Dach haun, einsteigen. Drinnen läuft Diskomusik. Ein anderes Boot fährt uns rein. Egal. Abfahrt nach Gili Meno – dort wird auf ein Zubringerboot umgestiegen und neue Leute steigen ein. Nächster Halt Gili Air und wir hüpfen auf den Pier.

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Weil die Pferde ja so arm sind beginnen wir auf vielfachen Wunsch eines Einzelnen ein Gepäckmarsch zur Unterkunft die dooferweise auf der anderen Seite der Insel liegt. Nach zehn Minuten gehen wir was trinken und fallen in die erste Bob Marley Bar rein. Dort gibt’s nen Weihnachtsbaum aus Bierflaschen und lauter flotte Sprüche. Bitte Brigitte, Danke Anke. Und schon wieder wird uns se Mushroom and se Ganja angeboten. Nöö, wir essen Shrimps mit Reis, ich werd dutzendfach von Gabriel berührt, und weiter geht’s. Es ist voll heiß und die Straße is aus, stattdessen tiefer Sand was ein bisl doof ist weil mein Trolley keinen Offroad Modus hat. Zwei zweit schleppen wir das Teil. Pferde fahren lachend vorbei. Die Polierin einer Baustelle brüllt uns auch was mit Mushroom hinterher.

Dann wieder Pause wegen Erschöpfung bei der Tauchschule und erste fact finding mission. Weit kanns nimma sein, drum weitermarschiert und endlich sind wir da beim Nusa Indah. Der wartet schon auf uns und teilt uns ein in die rückwärtigen Bungalows, kein direkter Meerblick, dafür frisch ausgemalt um den Schimmel zu übertünchen und relativ neu. Wieder sehr minimalistisch eingerichtet, gibt eigentlich nur ein Bett, Klo, Waschbecken, Dusche. Egal.

Wir sind voll durchgeschwitzt, haun alles rein und spazieren wieder retour zu den Tauchern weil ein Advanced OWD Kurs macht hier wohl doch mehr Spaß als im Neulerchenfelder See. Kostet 4.500.000, ist in zwei Tagen machbar, fünf Tauchgänge und am 2. Jänner um 7.45 in der früh geht’s los. Sie haben sogar nen Lehrer aus Halle der voll nett ist und mich ein bisl an den Fetz erinnert.

Somit wäre das geklärt und wir gehen was futtern. Das schicke Restaurant nebenan weiß uns mit Fisch anzulocken, Red Snapper zu je 90.000 wird’s. Tisch mit Kerzenlicht, nervige Miezekatzen, Liveband der wir einen Wunschzettel zustecken. Dann beginnts zu tröpfeln und große Hektik bricht aus. Wir zahlen und spazieren heim. Ist voll finster wiedermal.

Daheim regnets noch immer und während Nicole sich bettfein macht werd ich auf der Terrasse von einem fetten Kilokäfer angegriffen der dann gleich vorsichtshalber Selbstmord begeht und unbarmherzig von der Terrasse gekehrt wird, gemeinsam mit der Assel. Den Laptop hab ich wieder aufgehoben der ebenfalls vor Schreck am Boden landete.

10 ises auch schon, also nix wie heia.

 

Freitag 30. Dezember 2016 – Gili Air – Nusa Indah Bungalows

Die Nacht war stressig. Zuerst gabs wieder voll den Sturm und Sturzbäche flossen lautstark unser Plastikdach hinab. Dann musste ich aufs Klo aber die Spülung geht offenbar nur untertags. Am Balkon hörte man Aliengeräusche. Und um halb sieben in der Früh gabs noch ein Erdbeben das mich aus den Federn rüttelte.

Tsunami blieb aus, drum weiterschlafen und um acht beim grauslichen Frühstück sitzen. Wir sind hundemüd und meine dies wäre der beste Zeitpunkt für eine Inselrunde. Sehr nett hier, lauter kleine Lokale, sehr rastamässig und alle werben mit Rauchwaren und Schwammerlgulasch.

Fast am Hafen kehren wir dann ein auf ein zweites Frühstück. Dort ist wieder voll viel los, Pferdekutschenstau, Rotkrebs Touristen und der FrühstücksDJ aus Gili Meno mit der gelben Brülle spaziert auch rum und grüßt uns freundlich als er uns erkennt.

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Wir kaufen noch schnell Wasser und marschieren heim auf ein Nachmittagsnickerchen. Also Nicole und ich geh meine obligatorische Inselrunde. Alles in Ordnung. Wieder daheim marschieren wir diesmal nach rechts und fallen auch in ein BBQ ein. Relativ teuer, gar nicht mal lecker aber schöne Aussicht.

Daheim großer Alarm der fliegenden Kakerlake die gern mit Nicole knuddeln mag. Nachdem wir die Nachbar aus den Betten gebrüllt haben trösten wir uns und weinen uns langsam in den Schlaf.

 

Samstag 31. Dezember 2016 – Gili Air  Nusah Inda Bungalows – Trinktag!

Wir schlafen wieder recht schlecht, wahrscheinlich wegen dem fehlenden Feng Shui.

Das gewohnte Frühstücksritual. Dann wieder Inselrunde. Bei den komischen Rastatypen die in ihrem Reggae Eiland wohnen ises am nettesten, drum kehr ich da mal ein. Als ich bestellen will ist die Musik plötzlich aus und die drei Kellnertypen hämmern mit einem Stein auf dem Kühlschrank rum. Sie haben den Kühlschrankschlüssel verloren. Doof.

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Ein Stein war dann stärker als das Schloss, alle entspannen sich wieder, ich krieg mein Mittagsbier und diverse Angebote.

Um 12 bin ich dann wieder daheim und wir gehen Richtung Hafen was essen in ein Lokal am Strand mit total zusammengeschusteter Einrichtung. Fischcurry, lustige Kellnerin und ein Wohnklo gibt’s dort. Die Kellnerin lacht nur als sie mitkriegt dass wir streiten ob ich ein Bierchen trinken darf. Dann kurz Reggae Insel, ein Milan Pendant ist da und bestellt nen Mushroom Shake und wir beobachten neugierig die Zubereitung. Schwammerl, Ananas, Honig, Milch ergibt grauen Schlatz für 200.000 Rupiah. Nicht so lecker. Kärntner waren auch da. Am Rückweg noch bei ner Akustik Band eingefallen wo sich der Bassist ständig verspielt hat. In der Bäckerei waren wir auch.

Dann geht’s heim auf ein Schläfchen. Als ich munter werd ises schon finster. Silvester, Oida! Nix wie raus. Aber alle spielen schreckliche Bum Bum Musik. Wir gehen nach rechts und bleiben im einzigen Resti am Sandy Beach mit vernünftiger Musik zu annehmbarer Lautstärke. 90Iger Playlist läuft. Dann wechselt der DJ, es wird schrecklich und alle springen auf und gehen. Weiter wird marschiert, aber irgendwie is nix gscheites. Drum wieder retour und im Endeffekt enden wir bei der Reggae Insel wo wir leckere Cocktails schlürfen, Käfer vertreiben, dem Goa DJ Playlist zuschauen und der alten Deutschen die voll drauf abgeht.

Aber irgendwie nicht so unseres, drum wieder Richtung retour. Irgendwie is alles ein Schaas und nicht gmütlich. Im Nobelschuppen spielt ne Coverband und reimt „no woman no cry“ auf „no mushroom no high“. Nicht unser Nivea und wir wären fast heimgegangen was ja doof ist kurz vor Mitternacht. Drum noch flott in irgendwo rein, Bier bestellt was nie kam, dem Feuerwerk zugesehen und geknuddelt.

Dann zur Party in unsrem Hotel die aus einem Fernseher und Fußball bestand wo unser Chef davor im Bett lag.

Deshalb heia, 2017 wir sind da.

 

Sonntag 1. Jänner 2017 – Gili Air / Nusa Indah Bungalows

Auch wieder früh erwacht, war ja nicht so spannend gestern. Frühstücken, Liege besetzen, lesen und lernen. Die Blase am Fuß heilt dank meiner genialer Sockentaktik auch langsam wieder zu. Wäsche waschen war auch erfolgreich, 90.000 IDR für drei Kilo Unterhosen.

Wegen Hunger spazieren wir zu den Nachbarn. Ein Riesenfisch mit drei Dosen Tomatensauce für wenig Geld, dazu Frühlingsrollen und unwirsche Chefin auf ihren drei grünen Plastiksessel.

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Wieder retour, schnorcheln, in die Gegend glotzen, Taucherfragen beantworten. Abend gegessen wird wieder in dem schicken Laden. Squid gibt’s inklusive ganzen Squidkopf mit Augen den dann die Katze bekommen hat. Das übliche Tischproblem und auf der Bühne stand ein einsamer Keyboardständer. Dann heim und Nachti Nachti wegen dem großen Tauchausflug am nächsten Tag.

 

Montag 2. Jänner 2017 – Gili Air / Nusa Indah Bungalow

Um 6.15 aufwachen, allgemeines Klogehen, schnell was frühstücken und auf zur Tauchschule. Coco, die Chefin, begrüßt mich und meint mein Instructor wär gleich da. Der Deutsche kommt, meint er hätte keine Zeit wegen einem OWD Kurs und Erika würde sich um mich kümmern. Die steht gestresst mit ein paar Pressluftflaschen rum, ist überrascht dass ich den Advanced Kurs mach und wirkt auch sonst reichlich uniformiert. Auch dass der Tieftauchgang der erste ist macht sie unrund, und überhaupt. Naja. Zum Boot wird gewandert dass zwischen Korallen feststeckt, dann geht’s los zum Deep Turbo. Wir hauen uns runter auf 28,1 Meter. Alles gut. Macht Spaß! Babyhai gibt’s zu sehen und spacige Schildkröten, einen Scorpio Fish der sich wie ein Steinhaufen tarnt und sonst auch noch allerhand.

Wieder retour fahren, kurz verschnaufen. Ich fand ich hab mich ganz gut angestellt. Zweiter Tauchgang war Tarierung. Bei Hans seinem Reef war das, da waren ein paar Leinen an Betonpfosten gespannt die mir mein Knie aufgeschürft haben. Drunter tauchen, mit dem Atemregler Gewichte umhauen, mehr – oder weniger Gewicht austarieren. Hat Spaß gemacht! Als wir auftauchen geht grad die Welt unter, es ist voll wolkenverhangen und finster und dicke Tropfen prasseln auf uns herab während wir wir treibend auf das Boot warten.

Es schifft vollgas und es ist saukalt. Als wir retour kommen trink ich zwei Cafe, es hört wieder etwas auf und wir machen als letzten der heutigen Tauchgänge die Navigation. Fahren vors Hausriff und koffern mit dem Kompass vor und retour. War jetzt nicht so aufregend aber wir haben wieder allerhand Getier gesehen, unter anderem Nemo.

Wieder aufs Boot welches mir meine restlichen Knie aufschürft.

Genug für heut, Kompass borg ich mir aus. Nicole ist schon nervös und auch sehr hungrig drum wird gleich ne Inselrunde gestartet. Am Hafen gibt’s lauter nette Fischrestaurants. Ich krieg nen Black Snapper, die Katze die sich als Rückenpolster und Tischinspizierer anbietet kriegt nix.

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Schöner roter Sonnenuntergang, alle glotzen. Beim Heimgehen ises schon stockdunkel und wir kämpfen uns tapfer durch die Nacht. Daheim noch ne Rolle Klopapier besorgt und ab in die Heia.

 

Dienstag 3. Jänner 2017 – Gili Air / Nusa Indah Bungalow

Schon wieder früh aufstehen. Keine Frühstücksbestellung möglich, drum brüll ich „tea and omelett“ in die Küche, die Köllnerin schaut verwirrt. Dann kommt die Mama, ich sag ich will „tea and omelett“, sie schreit in die Küche „tea and omelett“ und kurz drauf hab ich mein Futter.

Schnell zur Tauchschule koffern, Hallo sagen, und ab aufs Zubringerboot aus Stahl. Erster Stop wegen dem Strömungstauchen wärs gwesen weil das Nachttauchen irgendwie nicht gscheit geht. Strömung gibt’s leider auch keine gscheite, drum rumtauchen und es ist trotzdem ganz schön. Wir kommen auf 30,1 Meter runter und mir wird diesmal echt ein bisi dizzy und ich überleg mir obs gscheit wär den Atemregler ausm Mund zu nehmen. Auch das Zeichen für Strömung wusste ich nicht mehr so recht. Naja, dafür gibt’s wieder einen Hai zu sehen und Fischschwärme, wieder sehr trippig und voll schön. Hat Spaß gemacht.

Retour ans Ufer, Flaschen umladen und wieder raus, Richtung Two Brothers, zum Bounty Wrack. War mal eine alte Anlegeplattform die gesprengt wurde, außerdem gibt’s einen Fahrradfriedhof. Ich löse alles mit Bravour, Wasser ist recht trüb.

Das war also mein letzter Tauchgang als OWD. Conny, die Chefin aus der Schweiz, gibt mir ein PADI High-Five, ich mach noch das Gequatsche mit Erika, wir plaudern noch ganz nett. Linda, die blonde Restauranttrulla die etwas überfordert ist, organisiert mir für den Folgetag einen Ausflug mit einem Haberer von ihr nach Lombok, um 10 sollen wir drüben sein und kosten tut das alles auch nur 600.000 statt der geforderten Million der Anderen.

Zurück ins Zimmer, bisi rumhängen, dann Abmarsch zum Hafen wegen Bankomat. Aufm Weg kommen wir an einem total genialen und schicken BBQ vorbei mit dem besten Fisch ever. Schmeckt göttlich. Dafür scheitert die Bankomatenmission kläglich. Aufm Rückweg gibt’s noch ne Kokosnuss, einen wundervollen Sonnenuntergang und einen nächtlichen Orientierungsmarsch nach Hause.

 

Mittwoch 4. Dezember – Gili Air / Nusa Indah

Wir erwachen pünktlich, frühstücken das übliche und um 8.30 ist Abmarsch. Wir kaufen bei der Zwinkerlady am Schalter zwei Tickets für das nächste public boat für 12.000 pro Nase, warten etwas, treffen unsre unwirsche Hotelmama und werden bald zum Einsteigen aufgefordert. Holzboot, bummvoll mit Leut und leeren Wasserkanister.

Drüben in Lombok wartet schon Tjun auf uns, mit einem schönen Mr. Pasching Schild. Einsteigen in sein Rock n Roll Mobil. Erste Station: monkey forest. Wir füttern die gemeinsam mit lauter anderen Touristentrotteln mit Erdnüssen, die fressen voll lieb aus der Hand. Es gibt gierige und schlaue, starke und schwache. Und einen der sich auf die Füße pinkelt.

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Dann geht’s weiter zur Frauenunion der Weberinnen. Wir dürfen auch und sind somit befähigt zu Heiraten. Die schaffen 20cm am Tag bei 7-9 Stunden Weberei. Kaufen wollen wir trotzdem nichts. Der Fahrer füttert uns mit Rambutan, frittiertem Zeug und Bananennascherein. Nächster Stop bei einer Töpfereifirma. Weiter in die Hauptstadt auf ein Mittagessen. Eigentlich voll lecker, 15.000 für ein Nasi Goreng. Tjun will schon wieder was für seine Frau einkaufen, wir folgen ihm in ein komisches Einkaufszentrum und finden das Fälscherparadies. Alle Marken dieser Welt. Rip Curl, Oakley und Volcom Weste für je 8 Euro.

Dann geht’s weiter zum local market wo der Fahrer ein Nickerchen macht während wir uns durchkämpfen. Gar nicht mal so groß und Zimt gibt’s auch keinen. Dafür stinkts recht.

Anschließend geht’s schon wieder retour Richtung Hafen, am Sheraton und einer recht schicken Strandmeile vorbei. Ähnlich wie Koh Chang irgendwie. Fotostop, wieder Affen, dann sind wir schon am Hafen und kaufen für 19.000 IDR die Retourtickets.

Dann sind auch schon 30 Leute oder mehr zusammen und wir werden aufs Boot gestopft und alle lachen über unser riesiges Rambutan Sackerl dass uns Tjun für die Tauchschul-Linda mitgegeben hat.

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Viel zu schnell sind wir wieder auf Gili Air, gehen noch schnell zu unseren komischen Why Not Rastatypen wo der eine wie Slash ausschaut und der andre mich ständig berührt. Mushrooms will schon wieder keiner kaufen, dafür kriegen wir ne Süßkartoffel zum Futtern.

Weiter Richtung heim, die Rambutan abgeben und kurz verschnaufen. Dann haben wir eh schon wieder Hunger und gehen wir zu unserem romantischen Strandrestaurant auf nen Fisch. Der Chef ist heut nicht da, drum sind alle etwas frecher. 30.000 für 100g Snapper.

Und schon wieder nach Hause und ins Bett.

 

Donnerstag 5. Jänner 2017 – Gili Air / Nusa Indah – Gili Trawangan / Gili Amor Boutique Hotel

Schon wieder früh aufstehen. Packen, auschecken. Blöd auch dass wir zu wenig Geld haben um unsre Rechnung zu bezahlen. Die eine komische Deutsch wechselt uns netterhalber zum miesesten Kurs der Welt 5 Euro.

Dann können wir abmarschieren, übers Landesinnere und 30 Minuten später sind wir am Hafen. Wir brauchen Kohle, setzen uns in die Tauchschule am Hafen – bestellen können wir ja nix weil wir keine Geld haben. Ausflug zum Bankomat. Geht nix. Auf zum nächsten. Auch dort alles finster. Stromausfall. Blöd. Auch die Russen sind verzweifelt.

Ich wechsle 40 Euro, kauf ein Bier und nen Kaffee und das Speedboot Ticket für 85.000 pro Nase.

Warten, dann große Aufregung. 5 Boote legen gleichzeitig an, alle stürmen auf den Pier und wir drängen uns vor weil unser Kapitän schon voll Stress macht und einen Jesus vorschickt um das Menschenmeer für uns zu Teilen. Alle da, wir sitzen am Dach und Vollgas nach Gili Trawangan rüber. Dort schon wieder Chaos da alle einsteigen wollen bevor noch alle ausgestiegen sind.

Wir marschieren zu unsrem Hotel welches ja gleich beim Hafen ist, checken ein, alles sehr schick und sehr feiner Pool. Kurzer Einkaufsbummel und wir finden das Marina Srikandia Büro und tauschen unsre Serangan Speedboot Tickets gegen zwei nach Padang Bai. Nicole macht Nickerchen, ich mach ne Inselrunde und treff die Gabi die ein Lokal mit Apfelstrudel und Kaiserschmarrn seit 10 Jahren auf Gili T hat. Die üblichen Mushroom Anfragen, außerdem ist grad Happy Hour. Ich kehr ein bei der Sunset Bar auf einen Sunset Jungle, muss zwei zahlen damit ich einen dritten krieg den ich dann glorreich umhau.

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Daheim Nicole abgeholt, und wir stürzen uns ins Getümmel. Zuerst ins Irish Pub auf einen Long Island und ein Bierchen. Alle paar Minuten läutet ne Glocke. Als ich den Kellner frag was das bedeutet, happy hour oder was, meinte er jeder Glockenschlag hieße „pizza out“. Die Enttäuschung war riesengroß.

Es fängt voll an zu regnen. Als der Regen fertig der den Nachtmarkt halb weggespült hat landen wir in der Sane Sane Bar oder so ähnlich wo ne echt gute Band Reggae spielt. Anlage ist auch gut, ich glaub Nexo. Nicole ist sauer weil ich noch ein Bier bestell. Dann marschieren wir eh schon heim, mein Gute Nacht Bier am Pool wird mir verboten, dafür werd ich Füße waschen geschickt. Aja, und einen Tauchausflug hab ich für den nächsten Tag gebucht, 490.000, es geht zum Shark Point und um 8.30 soll ich da sein. Ich schlaf während Breaking Bad ein.

 

Freitag 6. Jänner 2017 – Gili Trawangen / Amor Boutique Hotel

Um 6.45 werd ich munter, geh aufs Klo und runter zum Frühstück welches noch nicht fertig ist. Continental Frühstück, ein gscheiter Kaffee und ein Mixshake.

Alles zampacken und Abmarsch zur Tauchschule, Sachen ausfassen. Viel los, 100 Leut, meinen größeren Tank bekomm ich wieder nur nach Nachfrage. Rauf aufs Boot mit 20 anderen, unsre Gruppe besteht aus fünf Tauchern, mein Buddy ist aus Brasilien. Am Shark Point sind ein Dutzend andre Boote, ist bisi stressig alles. Dann geht’s los, rücklings vom Boot runter. Mein Regulator war hin, drum hab ich einen neuen bekommen ohne Tiefenmesser.

Voll die Strömung die uns fortträgt, es ist sehr schwierig nicht gegen wen anderen zu knallen. Ich hab keine Ahnung wie tief ich bin, zu sehen gibt’s auch nicht viel. Ne Schildkröte hat sich ins Haiviertel verirrt, ansonsten finden wir nur vergessenes Taucherzeug. War nicht so aufregend.

Retour aufs Boot, durchzählen, Rückfahrt, Logbuch, wieder heim. Nicole liegt immer noch im Bett. Kaffee wäre ne Idee, drum auf zur Gabi und weiter auf ne Inselrunde. Es ist total heiß und ich kauf mir ne schicke Gili Trawangan Kappe für 70.000 IDR. Kurzer Kokosnussstop. dann Fischsuppenstop. Dann sind wir wieder daheim und voll fertig, hüpfen in den Pool. Duschen, also wir los wollen fängts an zu nieseln.

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Wir setzen uns in unser Restaurant und essen vorzüglich! Ein Stückchen Fisch mit Erdapfelpüree und Pad Thai für die Chefin. War voll lecker. Dann wird ausgeruht und wir machen uns fertig für den Nachtmarkt. Doof nur dass keiner von uns Hunger hat. Wir drehen nur unsre Runden sind eigentlich eh schon recht müd. Wieder totales Bum Bum Erlebnis, es erinnert irgendwie an ein Festival. Lauter junge Leute, jeder mit einem Bier in der Hand, Musik aus jeder Ecke, Merchandisestände.

Am Ende landen wir wieder in der Same Same Bar die halt echt die Beste ist. Es spielt dies selbe Band aber ein anderes Programm, es ist etwas lauter als gestern und ein paar besoffene alte Damen tanzen wie verrückt und machen den 16 jährigen Sänger an.

Nach Lenny Kravitz gehen wir heim, ich geh nochmal kurz in den Pool und dann wird geheiat.

 

Samstag 7. Jänner 2017 – Gili Trawangan / Amor Boutique Hotel – Padang Bai / OK Divers 54 EUR pro Nacht

Schon wieder früh aufstehen. Nicht dass das zur Gewohnheit wird… Frühstücken, ich riskiere dieses „bread like a bowl“ von dem mir der Kellner abrät weils so lang dauert. Es kommt ein Brotschüsselchen, gefüllt mit Ei und etwas Käse. Irgendwie ist in Bali noch keiner drauf gekommen dass man Käse auch schmelzen lassen kann um ihn viel geiler zu machen.

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Dann wieder Pool, diesmal mit Bierchen für meinen AOPBD Kurs. Die dauerfetten Engländerinnen schauen begeistert auf mein Bier, auch wegen der frühen Morgenstunde. Die Chilis im Kühlschrank schimmeln schon wieder, die übrigen Bananen bekommt auch das Zimmermädchen. Nach Dispütchen gehen wir zur Rezeption zahlen, ich glaub 200 pro Nase.

Um 10. 20 ist Abmarsch zum Treffpunkt am Hafen, die sind glücklich mit unsren gelben Tickets. Falls wir Untergehen gibt’s ne Liste mit unsren Daten für die Versicherung. Ein letzter Pina Colada auf den Gilis, ein paar letzte Strandhändler mit schickem Bierdosenlautsprecher, ein letzter Klogang. Dann großer Abmarsch zum Strand wo Marina Srikandia schon elegant ihr Boot in den Sand gesetzt haben. So ein kleines Boot wie von Serangan nach Padang Bai. Schaas. Bummvoll auch noch, inklusive tw brüllendem Baby. Dann biegt der auch noch falsch ab und bleibt in Gili Air stehen wo nochmal wer zusteigt. Und dasselbe Spiel in Lombok. Es ist voll heiß und ungemütlich und außerdem muss ich aufs Klo. Lustig in die Gesichter der Leute zu blicken wenn sie in das bumvolle Miniboot einsteigen.

Nach dem Klogang durften wir dann endlich einen Stock höher, aufs Dach wo die Party schon voll im Gange war. Bum Bum Musik, Bier wird ausgeschenkt, sogar ein altes Bikinigirl hat die Marina organisiert. Wir quatschen mit dem Babyvater, ein komischer Helsinkier dem sein Essen ausm Mund fliegt. Das Boot fliegt nur so übers Wasser – voll schön! Lombok wird immer kleiner, dann taucht auch schon Bali auf und wird immer größer. Wir klettern wieder runter, holen unser Zeug und wie im Flugzeug stehen alle auf, drängen nach vor um dann vor dem Ausgang 10 Minuten zu warten. Der Kellner kriegt seine 30.000 fürs Bier auf die er vergessen hat, freut sich und meint ich wär ein nice tourist.

In Padang Bai das übliche Chaos, 10000 Leute die gleichzeitig ein- und aussteigen, dazwischen Taxitypen und Händler mit allerhand Quatsch.

katzenregalbybernhardluispasching

Wir haben am Vortag bei den OK Divers gebucht – hat tolle Bewertungen und liegt sowohl am Strand als auch am Hafen. Nur etwas teuer mit 54 Euro für den Standard Room.

Wir gehen keine zwei Meter und stolpern schon in die Lobby wo uns ne wartende Empfangsdame zur Rezeption geleitet. Passt alles, Zimmer im Erdgeschoß und fast direkt am Pool. Ne andre Dame erklärt uns jede Steckdose im Zimmer. Dann Schwimmsi und alles unter Wasser setzen aber dafür gibt’s ja extra dieses Wet Floor Schild. Hungrig sind wir, deshalb gibt’s ein Curry.

Anschließend drehen wir eine Runde im Ort, gar nicht so aufregend hier. Kaum Tschecherl, ein paar Homestays. Wir kehren ein am Hauptplatz, beobachten Hunde und Mopeds. Hier gibt’s ja wieder Motorisierung und Flaffis – auf den Gilis war beides ja verboten weil nicht halal.

Dann wieder retour – irgendwie können wir den Strand nicht finden von dem die Agoda Typen so geschwärmt haben. Wir finden einen Ministrand bei einer Tauchschule – dort gibt’s auch Bali Cider.

Die Tauchschule in unsrem Hotel ist auch gar nicht so aufregend – eher klein und hat nicht mal einen Eingang. Ich find wen der dazugehört und er erklärt mir dass ein fun dive in Padang Bai 700 kostet – zwei 1.050.000 IDR. Teuer. Wir klappern noch ein paar andre Tauchschulen ab, die verlangen alle soviel. Doof.

Ich will trotzdem tauchen gehen, am nächsten Tag weil wir den Fukan ja auch noch machen wollen. Da es schon sieben ist haben die schon zu, ich find aber den Tauchobermanager der mit zwei Dänen aus Singapur bei einem Bierchen sitzt. Alles gebucht – passt.

Das schreit nach einem Mai Tai für 100.000 und einem White Russian. Alle Russen glotzen mich an als ich den bestell. Wir gehen noch Richtung Parkplatz weil wir schon wieder kein Geld haben. Finden leider keinen ATM dafür die Babylon Bar wo eine Band Creep spielt. Ganz nett, wir bekommen einen welcome-drink und nehmen ein Bintang und einen Arak-Honey-Lemon-Drink.

Ich bin schon müd, drum geht’s heim, nicht ohne die Pool bar einzuweihen. Ich mag auch so einen Pool….

 

Sonntag 8. Dezember 2017 – Padang Bai / OK Divers

Früh aufwachen, nochmal Nickerchen machen, dann auf zum Frühstück. Meine persönliche Kellnerin erklärt mir das Frühstückssystem, ich hab scrambled egg mit grauslichem Schinken und es gibt Snake Fruit die komisch schmeckt.

Um dreiviertel neun geh ich zu den Tauchtypen, bekomme einen private guide und das ganze Zeugs. Mit einem jungen und überraschend netten Russenpaärchen geht’s auf ein kleines Fischerbötchen, wir tuckern ums Eck und haun uns runter. Wegen des langen Tauchanzugs wieg ich zu wenig – der guide gibt mir ein Kilo von sich und stopft sich einen Stein in die Tasche. Seine Konsole spuckt auch ständig Luft aus. Wir lassen uns treiben, sehen allerhand Gefische, sehr spacig alles. Taucher gibt’s auch ein paar die herumhirschen. Wieder retour aufs Boot und heim, es gibt Tee, Kuchen und Früchteteller. Flaschen wechseln und wieder raus, zu nem kleinen Wrack welches majestätisch aus dem Nichts auftaucht. Dann werden wir von Trigger Fischen attackiert die meine Flossen fressen wollen, es gibt Skorpionfish und Eiskastenfisch und eine Schildkröte.

Das wars dann schon wieder, wir tuckern retour, ich mach Meldung dass ich noch leb und wir drehen eine Runde im Ort auf der Suche nach dem White Sand Beach. Und wir buchen den Fukan Ausflug für heute Nacht – 1.500.000 für zwei, Abfahrt auch um zwei. Der zweite ATM spuckt dann auch endlich Geld aus. Wir biegen falsch ab und marschieren die Hauptstraße rauf, kehren um, Wetter wird schlecht. Im Zenn Homestay auf zwei Nüsschen und drei King Prawns.

Kurze Regenpause, nichts wie heim, dort geht’s dann wieder voll los. Beste Zeit um in den Pool zu hüpfen. Pediküre, ich zahl den Tauchtyp aus und bekomme meine Stempel.

Nach dem großen Rucksackstreit heißt es langsam Schlafen gehen, weil um halb 2 läutet der Wecker. So ein schöner Abend vor dem wir die Zimmertür verschließen.

 

Montag 9. Dezember 2017 – Padang Bai / OK Divers

Wir konnten tatsächlich etwas schlafen, bis der Wecker läutet. Dann klopft der Nachtwächter an die Tür wo wir denn bleiben weil der Typ steht schon vor der Tür. Das Hotel ist total ruhig, der Himmel ist klar. Der Typ ist dann echt der Bruder von der Schwester, redet nicht viel sondern lacht nur. Netter Typ.

Wir fahren durch die Nacht, alles stockfinster, nur die Augen der Hunde leuchten in den Scheinwerfern. Irgendwo ist wohl ein Markt, denn plötzlich sind Dutzende Frauen mit Körben aufm Kopf auf der Straße. In der Ferne blitzt es, genau als wir vom Hügel herunterbiegen zu einem UFO Verteilerzentrum – keine Ahnung was das Haus sonst fürn Sinn haben soll. Nochmal um die Ecke biegen und wir sind am Parkplatz mit Dutzenden anderen. Dann steht auch gleich unsere Führerin neben uns, eine Bergbauernlady mit besseren Schlapfen die uns zwei Taschenlampen in die Hand drückt. Der Fahrer übergibt uns noch unser Frühstück im roten Plastiksackerl und dann marschieren wir schon los.

Es ist 4 in der Früh und stockdunkel. Der Schein unserer Taschenlampe leuchtet uns den Weg zwischen pechschwarzem Lavasand. Anfangs geht’s noch recht gemütlich dahin, dann wird der Weg immer steiniger und steiler. Die Gruppen schieben sich zusammen, bald ist es eine elendslanger Strom an Menschen der sich im Schein von 1000 Taschenlampen den Berg raufkämpft. Pause beim Buddha wegen Beten. Dann geht’s weiter. Es gibt kein Seil oder Geländer, irgendwo ist der Weg einfach weggebrochen was total schwierig zu erkennen ist in der Nacht. Ich frag unsere Führerin ob hier nicht viel passiert. Sie lacht nur und sagt „Yes, yes. Many people fall down, hihi“. Vorallem die Russen von denen sich eine in Flip Flops den Berg raufquält. Eine andere hat das perfekte Business Outfit an und ein anderer schleppt nen Lautsprecher mitrauf und macht Russendisko für alle. Nach zwei Stunden erreichen wir das erste Plateau wo Frauen mit Erfrischungen, Bananen und Snickers rumrennen. Dann geht’s weiter, der Gipfel ist schon in Sicht. Endlich oben, war dann doch etwas ein Kampf. Hinsetzten, wir kriegen Kaffee und starren auf den Nachthimmel der soeben den Kampf gegen die Dämmerung verliert.

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Hinter dem Vulkan schiebt sich ein Feuerball immer höher ans Firmament, solang bis alles in goldenem Licht erstrahlt. Im Tal schlummert der See. Es war wunderschön. Mit dem Wetter hatten wir auch Glück – es war perfekt. Unsere Führerin machte ein Nickerchen während wir unser grausliches Frühstück futterten. Zwei Toastscheiben, zwei harte Eier, zwei mal Schmelzkäse.

Und sogar darum mussten wir uns mit den Hunden streiten. Langsam begann der Abstieg. Erst jetzt erkannte man den Vulkankrater an sich der in den 60ern das letzte mal ausgebrochen ist. Affen turnten herum und aus Felsspalten drang Rauch. Es gab ein auch eine kleine Höhle wo Zeremonien abgehalten werden.

Wir kämpften uns den Berg hinab, war wirklich recht gefährlich. Bei der Klosterbaustelle nahmen wir dann einen anderen Weg, auch lagerten dort Mopedtypen die einen für cheap prize runter kutschiert hätten was ja der Idee der Wanderung total widersprach.

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Nach guten zwei Stunden waren wir wieder am Parkplatz, verabschiedeten uns, gaben bisi Trinkgeld und stiegen ins Auto. Hot spring stand ja auch noch aufm Programm, der Fahrer wusste offenbar von nix.

Beim Hotspring der direkt am (Wolfang-)See lag kostete der Eintritt 150.000 pro Nase. Nööö, danke, alles wieder retour.

Bei der Heimfahrt kämpften wir schon mit dem Schlaf. Es war grad irgendein Feiertag und Dutzende festlich geschmückte Einheimische blockierten die Straße.

Gegen halb 12 waren wir dann daheim, verabschiedeten uns höflich und blieben das Geld schuldig. Zuerst mal ein gscheites Frühstück mit einem Bierchen vom Fass, wirklich total lecker, also beides! OK Divers war echt sehr schick und sehr bemüht.

Dann gingen wir zu der Touritante, zahlten unsre Schulden vom Vortag und machten gleich neue für den Flughafentransfer. Sie wollte 300.000 statt den angegebenen 350.000 aber die Tochter – die heute an der University in Denpasar weilt, wie ihre Mutter stolz verkündete – hat doch gsagt 200.000. Kurze Diskussion, nutzt ja nix. Egal.

Der restlichen Nachmittag stand uns zur freien Verfügung. Nicole ging schlafen, ich bestellte mir einen Pitcher Bintang vom Fass und ließ ihn mir an der Poolbar servieren. Voll genial! Sonne schien, im Pool liegen, Profil lesen, am Pitcher süffeln. Als der eine geleert war fragte mich die Kellnerin ernsthaft ob ich noch einen möchte.

Ein Programmpunkt stand noch an – White Sand Beach den wir bis dato noch nicht gefunden haben. Mutig wird hin navigiert und man muss wirklich einen abgesperrten und total steinigen Weg der von Küchen bewacht wird hinaufwandern. Oben gibt’s dann freilaufende Hunde und Slowakinnen und danach ist man am Strand. Total schön und klein und nett. Die ein- und auslaufenden Fähren und Speedboote machten Wirbel und Wellen. Wir plantschen rum, hatten feuchte Augen, tranken noch ein Bintang und ich spendete die Chinesendecke der geschäftstüchtigen Strandliegenvermieterin die sich dann doch darüber freute. 50.000 für beide Liegen wollte sie.

Als die Sonne weg war begannen wir mit dem Heimweg. Wir waren doch etwas erschöpft von der Vulkanbesteigung.

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Daheim im Pool bestellte ich mir einen White Russian an der Poolbar und während ich damit den Pool durchquerte und außer meiner Nasenspitze nur das Russian Glas ausm Wasser guckte, kam mein Tauchlehrer ums Eck. Wir waren die Einzigen die die Poolbar gewürdigt hat und die Kellner kamen jetzt auf einmal ständig zum Pool und fragten ob wir was wollten. Sehr aufmerksam. Lustig auch wenn man einen White Russian lautstark bestellt glotzen einen alle Russen an.

Wir machten uns stadtfein für unser vorletztes Abendessen auf Bali. Bei einem kleinen Restaurant kehrten wir ein, bestellten White Snapper und weil alles so schön war bin ich mit dem Sessel umgeflogen und hätt den Tisch fast mitgenommen. Dabei hat mir die Mami ja verboten mit dem Sessel zu schaukeln.

Dann gings auch schon heim, am Hafen entlang. Noch eine Runde im Pool und dann gings schon Heia, nicht ohne das traditionelle Dosenstechen zu absolvieren. Leider hab ich vergessen die Dose zu schütteln. Total disaster.

 

Dienstag 10. Dezember 2017 – Padang Bai / OK Divers – Denpasar/Kuta Hilton Airport

Aufstehen, noch eine Runde schwimmen, lecker Frühstück mit Kaffeelieferservice. Heut gibt’s leider keine Suppe sondern Porridge. Zeche zahlen (1.400.000 für Drinks und Pediküre), Handtücher retour bringen, uns verarschen lassen vom Tauchlehrer weil wir ins Hilton siedeln.

Dann steht auch schon unser Taxi mit dem Bruder vor der Tür. Einpacken, baba Padang Bai. 700 Leute werden hier täglich umgeladen auf dem Minipier, 1300 sinds in der Hauptsaison. OK Divers Hotel gehört eigentlich zwei Slowaken und der Obersurflehrer hängt eigentlich nur den ganzen Tag im Hotel rum und führt Schmäh.

Die Fahrt verläuft relativ unspektakulär, um halb Elf biegen wir schon ins Hotel ab welches wirklich vis a vis vom Flughafengelände liegt. Leider kann man nicht gscheit zu Fuß gehen. Vor dem Reinfahren muss man durch so ein Gate, der Kofferraum wird kontrolliert und irgendwer hat einen alten Spiegel auf einen Stecken montiert und glotzt damit unser Auto wegen Bum Bum. Auch unser Gepäck wird durchleuchtet.

Reservierung passt, Zimmer noch nicht. Dafür dürfen wir sogleich mit dem Hotelshuttle zum Einkaufszentrum fahren. Ist irgendwie wie Rodeo Drive, 1000 Gschäfteln und Fast Food Lokale und Unmengen guides die dich zuquatschen. Wir haben schon wieder keine Kohle und zum Glück spuckt der dritte Bankomat dann endlich was aus.

Vom Einkaufszentrum waren wir enttäuscht. Das waren alle normale Shops! Wir haben uns auf ein total chaotisches Fälscherparadies gefreut aber dort war alles total fancy. Sehr schick war aber dass das Einkaufszentrum direkt am Strand liegt.

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Außer ein paar Weckerl haben wir dort nichts gekauft und sind zu Fuß ins nächste gewandert. Dazwischen ein Getränkeshop im Thairestaurant. Vor der Tür stand ein Taxler, dessen Autoradio sang unablässig money money money money. Das Restaurant hatte wohl mitunter das geilste Klo der Welt! Im Innenbereich gabs nämlich einen riesigen Koi Teich und die Klos waren quasi auf Pfählen direkt über den Teich ausgelegt. Die Holzkabinen hatten nur zur Hälfte einen Boden – die andere Hälfte war einfach der Teich mit den ganzen Fischen. Voll schräg!

Wir hatten immer noch Hunger und fanden in einer Seitengasse einen Chinesenopa der sich total freute und uns ganz viel erzählen musste. Danach marschierten wir zum Strand, steckten ein letztes Mal unsre Zechen rein und gingen aufn Bier.

Dann wieder retour ins EKZ, im Keller gabs einen riesen Supermarkt. Allerhand Zeug gekauft, Zimt gabs noch immer keinen, dafür ein Kino ums Eck und einen Thai Ice Tee Stand! So lecker!

Man wird auf der Straße wirklich unentwegt angesprochen ob man nicht einen Transport braucht („Yes, Sir! Transport? No? Maybe tomorrow? 50 Dollar!“ – offenbar völlig wurscht wohin). Und Massagen gäbs natürlich auch an jeder Ecke.

Wir brachten uns und unsre 100 Sackerln wieder zielsicher ins Hotel retour. Aufm Weg entdeckten wir den ersten Drive-Thru Bankomaten der Welt! Im Hotel rechnen sie offenbar gar nicht dass irgendjemand zu Fuß hinlatscht – es gibt nur ein riesen Eingangstor für Autos.

Unser Zimmer war inzwischen fertig und roch auch nicht besser als unsre Bungalows. Dafür gabs schöne Lampen, eine leere Minibar und ein Lichtkonzept welches wir nicht verstanden.

Nichts wie runter zum Pool der von Dutzenden Chinesen bevölkert war die lautstark im Pool wie riesige Kinder herumlungern und überall hinspucken. Auch die Vertreibungstaktik mit Death Metal funktionierte überhaupt nicht – im Gegenteil! Wir geben auf, trinken unser reingeschmuggeltes Dosenbier. Sehr doof dass keinerlei Warung oder ähnliches in der Nähe ist sodass wir gezwungen sind im Hotel zu speisen. Ich beschränke mich auf ein kleines Hopfenweckerl weil die Kokosnuss schon wieder aus ist, Nicole bestellt sich einen Fischkeks.

Wir verziehen uns aufs Zimmer und sogleich läutet das Telefon weil wir nicht gezahlt haben. 2 Sekunden später steht ein sich stetig entschuldigender Zimmerkellner vor der Tür und hält mir die Rechnung hin – anscheinend kann man im Hilton nichts aufs Zimmer schreiben lassen. Es ist bereits 21 Uhr – wir gehen schlafen!

 

Mittwoch 11. Dezember 2017 – Denpasar/Kuta / Hilton Airport – Taipeh – Wien

Gaaaanz schlecht haben wir geschlafen, auch muss man in absoluter Finsternis aufs Klo gehen wenn man keine Festbeleuchtung im Zimmer möchte. Auch den Radiowecker müsste man jedes mal neu stellen wenn man wieder ins Zimmer kommt wegen ihrer komischen Strompolitik. Voll doof! Da loben wir uns die OK Diver.

Genug geraunzt – es ist Zeit fürs Frühstück! Juhuuu! Ich stürm verschlafen runter und die Frühstückseinteilungsdame freut sich total mich zu sehen und kennt mich sogar beim Namen! Ich verkrieche mich zum einzig westlich besetzten Tisch. Ein Typ kommt her und liefert mir einen leckeren Cappuccino. Ständig will er mir was liefern – sehr nett. Nicole kommt und wird sofort zu mir geleitet. Buffet war wirklich sehr umfangreich und lecker. Asiatisch, westlich, Omelettechefkoch, lecker Obstsaft – perfekt! Wir futtern bis nix mehr geht, gehen noch ein letztes mal auf indonesischem Boden duschen und verbringen die letzte Stunde am Pool. Dann noch voll mit dem Mittelfinger bei den Poolfliesen angehaut, keine Ahnung wie. Finger schwillt an, tut weh, Aua!

Dann ziehen wir uns um und trotten zur Rezeption für unser Shuttle welches nicht daher kommt. Nach Nachfrage werden wir dann doch in ein Auto gestopft und wir fahren die 30 Sekunden zum Flughafen. Wir sind sehr sehr traurig.

Leider klappt alles wie am Schnürchen, Tickets passen, Flieger gibt’s und niemand streikt. Im Duty-Free gibt’s noch grausliches Sushi. Am Gate warten schon ein paar Österreicher. Die Putzfrau versteckt sich hinter uns, hört Musik am Handy aber wird erwischt. Es gibt eine foto-booth wo ne verkehrte Zwergenwelt dargestellt ist. Ein total hiniches Pärchen kommt an, sie im Rollstuhl, er komplett eingewickelt. Mopedunfall.

Dann geht’s schon in den Flieger wo relativ wenig passiert. Es gibt halb vergammelten Fisch und der Vogel ist bumvoll. Im TV spielts Ice Age – ein ähnlich schrecklicher Film wie Everest im Vorjahr.

Dann landen wir schon in Taiwan. Kennen uns voll aus, haben ein paar Stunden Aufenthalt und kehren zu unsrem Stammplatz beim Wasserspender retour. Spazieren gehen, Ingress spielen, große Aufregung um den Flieger nach Auckland Syndey, alle rennen voll nervös rum, witzig. Im Raucherhof treffen wir die einbalsamierten Österreicher dies wirklich mim Moped aufghaut hat.

Dann ist unser Flieger auch ready, wir steigen ein. Schon wieder alles bummvoll. 9 Leute pro Reihe und bei unseren Sitzen haben sie das Gepäckfach vergessen was total doof ist weil ich ja auch noch die Babygitarre mit reingeschmuggelt hab. Wir stopfen alles untern Sitz. Niemand will neben Nicole sitzen, alle stehen wieder auf und schicken wen anderen hin.

Dann geht’s los, es ist total langweilig und die Zeit vergeht gar nicht. Im TV gibt’s einen Film über den Pacific Crest Trail. Der war ganz gut. Immer wenn ich einschlaf und glaub ich hätte Stunden verschlafen warens dann doch nur 10 Minuten und der Flug dauert immer noch Stunden. Zur Abwechslung fängt dann eine Chinesen zum rumbrüllen an und es gibt Pasta oder Fisch.

Nach einem erneuten Nickerchen folgt die große China Air LED Lichtshow. Sehr aufregend. Dann gibt’s noch ein Frühstück im China Style mit dem Schinkenei. Wie wenn ein Schinken ein Ei legt. Ich finds köstlich – Nicole könnte kotzen.

Es ist 6 Uhr in der Früh und wir landen. Es hat minus vier Grad. Gepäck hats geschafft, überhaupt hat wiedermal alles geklappt. Kein Zöllner mag uns durchsuchen, drum geht’s zum Spar und dann in die Schnellbahn die uns bis Heim ins Heim fährt.

Etwas Katzenkotze liegt auf der Couch aber ansonsten freuen sich die Viecha uns wieder zusehen.

 

Gibt es einen Kakadu?

Ja den gibt es, das bist du

Ärger nicht den Kakadu

der hat am liebsten seine Ruh

Ist das dort ein Känguru?

Nein, das ist ein Kakadu

asstray

 

FM4 Fest!

Juhuuu, alle Jahre wieder darf man spätestens zum Fest des größten Jugendradiosenders der Welt seine Winterstiefel und langen Unterhosen auspacken, den da wird’s immer saumässig kalt – alte Waldviertler Bauernregel! Zumindest wird das Fest nicht mehr in die Arena programmiert, die Tiefkühltruhe Wiens schlechthin, sondern in einer zentrale Brauerei, was ja auch logistisch voll praktisch ist, weil dann die ganzen Tanklaster mit ihren Hektolitern nicht durch ganz Wien zu den versoffenen Musikanten kurven müssen.

Jedenfalls wurden wir eingeladen dort aufzuspielen – nach einer monatelangen Bühnenabstinenz. Was für ein Gedanke: Wir haben gar nicht mehr gewusst, in welche Richtung man eine Gitarre hält und ob die schwarzen oder die weißen Tasten am Keyboard die Guten sind. Drum noch flott in unserem Keller geprobt, alles ins Auto geladen und dreimal ums Eck gefahren und rein in den nächsten Keller gestolpert. Die Mighty Oaks waren grad am Schrauben, die Bühne war auf einmal im falschen Eck und wir hatten nen Knick in der Optik. Dann kam der Herr Milchrahm, hat höflich gemeint wir sollen uns wieder schleichen und wir verzogen uns in unsren Backstageraum aus Pappe.

Dann endlich durften wir unsre Gerätschaften auf die Bühne schleppen, alles anstecken, Didi am Mischpult war auf vollen Touren, und wir waren total flott wieder fertig.

Stunden des Wartens standen uns bevor und aus reinem Selbstschutz fuhr jeder wieder heim obwohls zu Hause ja auch viel Bier gab.

Großes Bandwiedersehen gegen 10. Durchzählen – alle da. Hausbier trinken, Anzug bügeln, violettes Biokarottenbeerenproteingetränk in die Figur stellen, dem Gerard zuquatschen während er sich Gel in die Haare schmiert.

Schnippo Schranke waren total brav und oberpünktlichst fertig, vielleicht auch, weil deren Keyboard so krachte und deren Tech es einfach abgedreht hat. Zack Zack umbauen und wir waren wieder viel zu professionell, denn nach 10 Minuten war alles fertig und alle Kabeln steckten in ihren Buchsen. Die Moderatorin huschte auf die Bühne, Herr Milchrahm gebat zur Ruhe wegen den Funkübertragungen oder keine Ahnung. Drum standen wir doof auf der Bühne rum und taten so, als ob wir noch Instrumente stimmen müssten bevor wir loslegten. Zack Zack Bratz Bratz – wir und Didi gaben alles! Publikum war total begeistert, johlte und moshte und wollte sogar ne Zugabe! Offenbar waren wir sehr sehr gut.

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Geknippst von Samuel Kreuz der uns leider nicht aufs Bild brachte weil voll viele Leute vor der Bühne standen. Außerdem wars urheiß! Aber wir wären prinzipiell da vorn rechts.

Doch der Herr Milchrahm war ein strenger Geselle und hatte auch seine Atomuhr mit und deren Moleküle waren offenbar mächtig fortgeschritten. Zeit vorbei – wie bei RuckZuck damals. Schad. Unser Vorbereitungsraum nebenan hatte sich mittlerweile in ein Dickicht von Jacken verwandelt. Wir borgten uns von den Mighty Oaks, die gerade auf der Bühne standen und sich nicht wehren konnten, ihr Wagerl und rollten unser Zeug ins Auto. Dann waren wir fertig und gingen zum gemütlichen Teil über.

Der Uli war da und den Michi haben wir geärgert und der Bottle war total happy endlich wen zum Trinken gefunden zu haben. Kurze Zeit später haben dann die Securitys alle rausgeworfen weil sie offenbar heimgehen wollten und auch unser Pappbackstage lag im Altpapiercontainer.

Deshalb erhielten diverse Taxis ihre Chance uns alternde Rockstars nach Hause zu karren. Schön wars!