Frittenbude – Rote Sonne

Juhu, die Frittingers haben mein neues Lieblingsalbum herausgebracht. Zeitlich total gut getimed, weil jetzt kommt ja der Frühling und für den ersten Radelausflug braucht man eh eine frische Playlist die die Nackerten und sonstige Frischluftfanatics auf der Donauinsel ordentlich beschallt.

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Das Cover von Rote Sonne, ein bisl unscharf leider

Frittenbude klingen immer nach Sommer und Festivalsaison, was ja sehr passend ist, schließlich wurde die Band ja 2006 im Auto auf dem Weg zum Pfingst-Open-Air im schönen Passau gegründet. Und irgendwie hört man das immer noch. Gute Laune mit Anspruch, Gutmenschen mit nem Bier in der Hand, Texte mit Sinn – ohne Zeigefinger dafür viel Mittelfinger. Das mag ich.

Nach ein paar obligatorischen Soloprojekten und einer gemeinsamen Nepal Reise haben sich die Jungs in ein Haus in die Songwritermetropole Uckermark zurückgezogen. Laut Wikipedia gibt’s dort eine historische Landschaft und sonst nix. Man kann dort eigentlich nur Whiskey trinken und Songs schreiben. Den Kofferraum voller Synthies, MIDI Kabel und ein paar Gitarren und herausgekommen ist das fünfte echte Frittenbude Album namens Rote Sonne.

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Links ist der Martin Steer, der Herr in Rosa ist Sänger Johannes Rögner und rechts erkennt man Jakob Häglsperger

Besonders schön und vorallem textlich interessant ist der Track Die Dunkelheit darf niemals siegen mit Jörkk Mechenbier von Love A. Und für die Single Süchtig wurde ein besoffenes Video produziert in Anlehnung an den Prodigy Videoklassiker Smack my bitch up. Auf die Texte zu achten zahlt sich bei Frittenbude jedenfalls wirklich aus. Und Kill Kill Kill ist einfach ein erstklassiger Opener. Herausgebracht hat das Album dankenswerterweise übrigens das Hamburger Audiolith Label.

 

Ein paar Instant-Hits sind drauf die einen sofort catchen, für ein paar Lieder braucht man etwas um reinzukippen aber was bleibt ist ein echt starkes Album das bei mir seit Wochen in heavy-rotation das Büro beschallt. Und einmal hat sogar wer gesagt ich soll lauter drehen – das passiert mir sonst nie!

Die Jungs packen sich und ihr Album ins Auto und fahren auf große Welttournee. In Österreich sind sie ab von 21.bis zum 23. März mit Shows im Flex am Donaukanal, im Salzburger Rockhaus und im PPC in Graz. Und wenn ich mich recht erinnere kommen sie in die Wiener Arena auch nochmal, irgendwann später. Und Ende August sind sie auf meinem Lieblingsfestival, dem Müssen Alle Mit Festival in Stade. Ein kleiner Reisetipp meinerseits zu guter Letzt.

 

 

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Diario Singapur – Malaysia 2018 2019

Flug mit Air France nach Singapur und mit KLM von Kuala Lumpur für 550 Euro

Selgie Hotel Singapur 80 Euro pro Nacht

The Swiss Garden Melaka 60

Bann Lhay Homestay Penang 20

Labi Labi Langkawi 60

Marina Bay Hotel Singapur 330

Telaga Terrace Hotel Langkawi 63

Wapi Ressort Koh Lipe 94

Hilton Kuala Lumpur Deluxe Lake View mit Frühtück 100

Fähre Penang – Langkawi 70 Ringit

Flug Penang – Langkawi 110 Ringit

Flug Langkawi – Kuala Lumpur 109 Ringit

Bus Singapur – Melaka 25 Ringit

Bus Melaka – Penang 50 Ringit

Boot Langkawi – Koh Lipe 50 Euro hin und retour

Tauchen Langkawi 270 Ringit für zwei Tauchgänge

Tauchen Koh Lipe 1500 Baht für einen Tauchgang

 

Mittwoch 5. Dezember 2018Wien, Paschepp Heim – Paris – Singapore

Um 10 Uhr stehen wir gmütlich auf, Kaffeetschi, Teetschi. Die Räder gehören in den Keller, die Katzen gehören gestreichelt. Gegen 14 Uhr dann entspannter Aufbruch zur Landstraße, S7, alles wiedermal perfekt organisiert vom Reiseleiter.

Am Flughafen dann voll self-service, einchecken selbst, Latella am Automaten stehen lassen, trotzdem kein Bombenalarm, Gepäckdings ausdrucken und selbst aufgeben, voll mühsam.

Dann hamma ja noch ewig Zeit dank großzügigster Planung. Da sie ja das tolle Flughafenpub bei den Klos da oben dicht gemacht haben kriegt Johanns Bierpub eine Chance, ein letzter Hauch von Wiener Freundlichkeit weil alle Touris ignoriert oder wieder raus geschickt werden. Dafür darf man rauchen. Gegenüber is ne Trafik, ich kauf Papers en masse und Lottoschein. Da hamma sogar was gewonnen aber dann den Schein irgendwo angebaut btw.

Dann schwindeln wir uns langsam durch die Kontrollen, gehen 10mal aufs Klo und hängen auf der Ledercouch beim Gate rum. Die Kellnerin sagt dass Schengen in Frankreich für uns ausgesetzt ist und wir brauchen unsre Pässe.

Nach 100 Minuten Landung beim Charles dem Gaul der uns mit der Trikolore am Dach begrüßt. Urviel los, chaotische Beschilderung doch wir finden ein Klo. Zum Glück gleich neben dem Gate wo man mit irgendeinem Bus hinfahren muss.

Unsre Tickets sind irgendwie hin und wir kriegen ein special treatment. Die Boeing 777 wird gestreichelt und ist gar nicht mal so voll. Es gibt Beef oder Chicken, Schampus und Bier und Kaffee ohne Milch. Der Bordfernseher zeigt mir Full Metal Jacket, Gravity, Mission ImpossibleTeil 17, Markt Felt.

Schlafen klappt nicht so ganz, Frühstück ist auch grauslich, irgendwas mit Erbsen. Langsam geht’s runter und ich weiß nicht ob Tom Cruise auch diesmal die Welt rettet.

Donnerstag 6. Dezember 2018Paris – Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Wir dürfen rein nach Singapur und schmuggeln ein Ottakringer mit, das is verboten. Genauso wie Zigaretten und Kaugummis und überhaupt alles.

Rein ins Taxi, der Typ ist etwas grummelig. Wir sehen Marina Bay und ne Formel 1 Strecke. Der Typ haut uns beim Hintereingang vom Hotel raus, gegenüber von dem Carlsberg Puff und will 28 Dollar.

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Singapore – im  Hintergrund der kotzende weiße Affe, das Wahrzeichen der Stadt

Einchecken klappt, das Zimmer ist winzig mit einem Fenster welches sich nicht öffnen lässt. Der Pool am Dach entschädigt.

Kleiner Spaziergang, es gibt ein Froschrestaurant mit einem froschigem Sonderangebot. Ein Packerl Tschick kostet 9 Singapur Dollar, Tabak entdecke ich dann bei so nem Iraner für 12.


Der Hunger treibt uns in ein Lokal, die freuen sich total dass wir kommen. Leider ist die Karte auf Chinesisch und wir bestellen irgendwas. Man bekommt da mal ne Suppe und geht dann rein zu den fetten Kühlschränken, nimmt sich da irgendwas raus (Gemüse, Huhn, Frosch) und haut das in die Suppe. Bisl mühsam und gar nicht mal so lecker und außerdem zahlen wir 58 Dollar weil wir soviel in die Suppe reingehaut haben. Im Lokal beim Klo heult ein Typ Rotz und Wasser, umgeben von ner Freundin und 20 Bierflaschen.

Zeit zu gehen und rein ins Nachbarlokal. Da gibt’s nen Biergarten und ich bestell Tourimässig einen Singapore Sling. Dann rüber ins EKZ, der 7 Eleven hat sogar Chang. Dann noch rauf zum Pool der aber sogleich zugesperrt wird.

Von halb 3 bis halb 5 lieg ich munter in unserer Kammer.

Freitag 7. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Um 10 wird aufgestanden, nichts wie raus aus dem Minizimmer, rein ins nächste EKZ auf so Wabbeleier und komischen Kaffee. Dann raus, das Ziel ist der Hafen. Ein Einkaufszentrum nach dem anderen, dann die Middle Road runter bis zur Beach Road und weiter auf die Nicole Road. Dann sind wir endlich bei ner Promenade und sehen mal ein bisl was anderes als Häuserschluchten. Ne Bühne gibt’s mit der neuen D & B Anlage und wir sehen den spuckenden Fisch, das Wahrzeichen von Singapore mit Ausnahme von dem Hotel das da auch rumsteht.

Wir machen eine Bootstour für 25 Dollar und tuckern das Hafenbecken entlang gemeinsam mit lauter Indern. Eh ganz schön eigentlich.

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Singapore – geils Shört, kurz drauf haben wir übrigens ne Metalband getroffen

Dann nächster Plan dieses Riesenrad für 36 Dollar was leider zu hat wegen dem schönen Wetter – keine Ahnung. Klos gibt’s überall, das ist mal gut. Um das Rad gibt’s nen schönen Garten mit so Bächen die fließen und Fischen drin. Draußen passiert grad ein Marathon.

Es beginnt voll zu schütten und wir flüchten ins Tablet Pub wos sauteures Bier mit Steuer obendrauf gibt und einen Mojito der nix kann. Auf dem Heimweg spazieren wir noch zu dem kubanischen Studentenlokal bei uns gegenüber welches auch nicht sehr aufregend sind. Deshalb gehen wir wieder zu diesen vereinigten Biergartenlokalen mit der neuen Anmachdame am Eingang und bestellen einen Kübel. 3 kleine Tiger für 24 Dollar.

Dann rüber ins EKZ aufs Klo. Das Froschrestaurant verkauft heut drei Frösche zum Preis von Zweien.

Kurzer Zwischenstopp daheim, dann geht’s nach Little India ums Eck. Im Tempel ist voll die riesen Zeremonie, wir sind die einzigen Touris und versuchen nicht aufzufallen. Eigentlich haben wir ja Hunger und finden dann zwischen den ganzen grimmigen Lokalen einen Inder wos köstliches Futter gibt – sauscharf und mit Dixie Klos ums Eck in der finsteren Seitengasse. Daneben wird grad voll abgebaut, ein Bollywood Typ der ein bisl wie der Alf ausschaut war da und hat was gesungen.

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Singapore – Indischer Tempel wo man weiße Punkte auf die Stirn gemalt bekommt

Auf dem Heimweg dann noch wo eingekehrt, Bier für 5 Dollar Fixpreis, sehr nett. Am Tisch daneben haben welche ein komisches Date. Dann ab nach Hause.

Samstag 8. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel

Aufwachen im Minizimmer, ne Runde im Pool schwimmen. Während ich meine Morgengymnastik nach Isle Puck mach klettert ein Italiener über meine Füße und hühüpft in den Pool. Er ist Eisverkäufer, hat drum grad frei, hat eine Freundin in Singapur und würd gern hier ne Pizzeria aufmachen. Sehr nett.

Dann retour ins Zimmer und fertig machen zur Mission MRT. Davor aber noch Frühstücken und zwar in dem Peace Zentrum, dort gibts nen total leckeren Foodcourt mit allem möglichen Zeugs. Suppe ises geworden, dazu Kaffee und so einen orangenen Thai Eistee der aber braun war.

 

Dann weiter, losmarschieren Richtung Promenade, in die erste Ubahnstation rein und zum Chinesen am Schalter, die Station hieß was mit dem coolen Ben. Der war sehr nett und hat uns wieder weggeschickt. Weiter zur nächsten, namens Bugis. Die Singapurianer haben zum Glück überall Wegweiser wo die nächste Ubahn ist. Auf dem Weg zum Bugis laufen wir durchs real chinatown, alles voll mit Chinesen und kleinen Shops, grindigen Einkaufszentren, einem Sexshop ab 23 Jahren, Klo für 20 Cent und nem dichtgedrängten Markt. In der Bugis Station 10 Dollar für das Touristentagesticket plus 10 Euro Pfand für die Karte. Dann in die erstbeste MRT eingestiegen und Richtung Buena Vista weils so schön klingt. War aber schiach. Drum wieder mit der roten Linie bis Endstation wo ein Wegweiser zum Cable Car war, natürlich von Doppelmayer. Die Mittelstation lag mitten in nem Hochhaus. Für 35 Euro pro Stück zwei Tickets erstanden und los gehts Richtung Santosa. Das war offenbar so die künstliche Vergnügungsinsel, mit Hard Rock Hotel, Universal Studios, Zip-line, Surferwelle, Bungee Jump und lauter so Zeugs. Ganz hübsch aber irgendwie Kulisse. Wir tranken ein Bier für 15 Singapur Dollar und als wir gehen wollten kam der Regen und wir verzogen uns unter die Bar und beobachteten die Animateure die das BBQ Feuer retten wollten.

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Singapore – Santos

Wir tranken einen Jug und als wir fertig waren war auch das Wetter wieder friedlich und wir fuhren retour zum Mount irgendwas. Dort hat grad wer Hochzeit gefeiert weswegen die Klos gesperrt waren. Im Giftshop haben wir uns noch unsere Überraschungsmagneten abgeholt. Dann gings mit der Ubahn nach Chinatown, was ebenfalls wie ein Tourikulisse wirkte.

Wir hatten Hunger und fuhren retour nach Little India, fanden den Ausgang nicht, marschierten durch einen komischen Foodcourt wo alle Inder mit den Finger aßen und es aussah wie Sau und weiter zu unsrem Peacecourt. Dort kemma uns aus. Die Standlerinnen waren tw sehr arbeitsunwillig und versteckten sich, nur die Tante mit den gebratetenen Gänsen war da aber das wollten wir dann doch nicht. Keine Ahnung mehr was wir gegessen haben. Dann wieder rüber in den Beercourt wo wir ins selbe vom Vortag gingen, dasselbe bestellten und sie uns dort schon kannten. Die Werbefrau von denen hatte ihren ersten Tag und war sehr hilflos. Retour zu uns, Zähne putzen, Licht aus.

Sonntag 9. Dezember 2018Singapore, Fragrance Selegie Hotel + Marina Bay Hotel

Aufwachen, schwimmen gehen, Sachen packen. Flott zum Foodcourt auf ein Frühstückssüppchen. Dann Stress weil wir ja ganz vergessen haben weiterzubuchen. Schnell Bus nach Melaka checken und von wo der wegfährt wobei es Dutzende Optionen gibt. Endstation ist auch schwierig weil wir ja noch kein Hotel in Melakka wissen. Haben uns dann für das Swiss Garden entschieden. Endbuchung dann bereits in der Lobby aus Zeitmangel. Alle checken aus und kommen an, voller Betrieb. Wetter ist sonnig, drum losgehts zur Little India MRT Station, Karten checken, Automaten lahmlegen, das Liniennetz erst beim zweiten Anlauf kapieren, umsteigen in Promenade und dann simma gleich bei Bayfront und beim Marina.

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Singapore – Marina Bay Sands, net schlecht

Die Touriöffikarten vom Vortag wieder abgeben, uns durch die ganzen Nobelhobelshops kämpfen und dann stehen wir in Tower Zwo und marschieren zum Check-In wo wir gleich drankommen. Alles klappt, wir könnten ein besseres Zimmer kriegen für ein slightly-price-difference von 145 Dollar. Nö danke. Die gratuliert uns zum Honeymoon und gibt uns das Upgrade trotzdem, voll nett. Tower 3, Zimmer 1509.

Mit dem Lift rauf, Keycard rein, Türe auf und der Balkonvorhang öffnet sich und gibt uns den Blick auf den Hafen und den Garden by the sea frei. Voll schön, das Zimmer ist traumhaft.

Es läutet und ein Typ überreicht uns some complimentary chocolate. Die Minibar haben sie vorsorglich versperrt gelassen, immerhin zahlen wir auch keine Kaution wie die ganzen anderen Trotteln.

Nix wie rauf zum Pool, alle lächeln total freundlich. Das Becken ist wirklich wunderschön, voller Chinesen die alle mit dem Handy am Rand abhängen. Es gibt Handtücher und nix is frei. Auf der anderen Seite wieder runter, am Fitness vorbei, Zwischenstopp im Zimmer und dann wollten wir eigentlich nur raus und was zu essen suchen. Gar nicht so einfach, bei den 100 Ausgängen landen wir entweder im Casino oder in dem Garten da mit den riesigen LED Mutantenbäumen. Im Shopping Center gibts ne schicke und total stressige Foodcourt-Abteilung wo wir irgendein total leckeres Hähnchen und ein Tiger kriegen.

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Singapore – Marina Bay Sands Pool mit reichen Typen

Dann retour, soviel Menschen überall, wir brauchen Wasser. Der Mini 7 Eleven hat nur Miniflaschen, drum auf zum nächsten. Kurz verschnaufen draußen, Evian kaufen weils nur noch das gibt und retour aufs Zimmer, Badehose anziehen.

Am Pool hat sich die Lage noch immer nicht entspannt. Endlich finden wir zwei freie Liegen, hüpfen ins recht kalte Wasser, schauen da schnell über den Beckenrand und schnell wieder raus und in den brunzwarmen Whirlpool wo soviel Schaum drin war dass man halt Singapore damit waschen könnte.

Bisl abhängen, Drinks wären voll teuer und langsam wirds dunkel und es beginnt zu regnen. Im Zimmer hat inzwischen Xin Xin uns einen Brief geschrieben, Rosenblätter am Bett verloren und aus Handtüchern zwei Schwäne gebastelt. Bisl am Balkon abhängen, dann wies aufgehört hat wieder rauf zum Pool wegen dieser Show die aber total unaufregend war.

Casino steht noch am Programm inklusive Pass- und Visumskontrolle, strenger als an der Grenze, dafür ohne Taschenkontrolle. Man darf überall rauchen, es gibt gratis Wasser, Kaffee und Softdrinks und kaum menschliche Croupiers. Dafür so eine Art Kantine wo sie uns ein Steamboat aufschwatzen für 11 Dollar, so Art Schweinebratensuppe und ganz köstlich.

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Singapore – Kasino im Keller vom Hotel

Am Zimmer dann noch ne Runde am Balkon abhängen, die diversen Lichtschalter ausprobieren und dann wird geruht.

Montag 10. Dezember 2018Singapore, Marina Bay Hotel – Melaka, The Swiss Garden

Wecker auf 8.15, weiterschlafen bis halb und dann noch schnell ne Runde Fitness. Da gibts Technogymgeräte, Wasser und Äpfel. Im Zimmer schnell fertig packen, um Punkt 11 checkn wir mit dem quick check-out Dings aus und nehmen uns ein Taxi. Erklären ihm genau wo wir hinmüssen, er will uns ganz woanders raushaun.

Letztendlich richtig angekommen, 10 Dollar gezahlt und den Schalter gefunden wo ne unfreundliche Inderin saß, meinte wir seien zu früh und sollen später wiederkommen. Drum zu so einem komischen Lokal ins Einkaufszentrum auf ein Gado Gado was aussah wie Kotze und eine Art Gemüserestepfanne mit Bolognesesauce oben drüber war. Dazu gabs bunte Chips. Naja.

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Singapore – Autobahn mit so Blumen

Retour zum Schalter wo auch schon andere warteten, alle waren da bis auf die Inderin die dann antrabte, meinte der Bus fährt von woanders weg und wir sollen alle mit dem Taxi woanders hin. Diskussionen, hilft nix, zu viert ins Taxi und zu irgendeinem anderen EKZ. Rechnung geben lassen, Geld wieder einkassiert und den Bus entdeckt. Auf unserem reservierten Platz saß schon wer. Toll alles, Starlight Express oder so ähnlich hieß die Firma. Bus war auch eher grindig.

Dann gings endlich los, Richtung Grenze. Alle raus und in die Schlange zu diesen Lesegeräten die meinen natürlich nicht akzeptierten. Drum alles wieder retour und anstellen beim Menschenschalter während die anderen bereits im Bus saßen. Zum Glück hat der Busfahrer mit Nicole gewartet. Kurz um den Block und wir waren an der Malaiischen Grenze wos schon deutlich dreckiger war. Passkontrolle, ein Gepäckröntgengerät wo alles durch musste aber alles im Grunde eh wurscht war. Dann in einen neuen Bus rein mit Hilfe des Fahrers dessen Problemfälle des Tages wir offenbar darstellten. Gepäck rein, wieder retour aufs Klo, dann Gewittersturm mit Platzregen. Ist offenbar in Singapore verboten, das schiache Wetter.

Bus war jetzt deutlich komfortabler mit bunten Loungesitzen. Fad wars, ständig regen, nix zu tun, Verspätung. Eine Stunde vor Ankunft dann eine sinnlose Pinkelpause nach der anderen. Plötzlich wars stockdunkel und endlich waren wir in Melakas Busstation. Keiner kennt sich aus, angeblich bringt uns der ja zu irgendeinem Hotel in der Nähe bei unserem.

Nachdem er seine ganzen Sackerl abgeliefert hat gehts weiter und aus der Ferne leuchtet schon ein Turm aus der Skyline wo Swiss Garden draufsteht. Geil, ein Riesenteil. Blöd nur dass der Bustyp immer weiter fährt und auch nicht stehenbleiben mag. Dafür kriegen wir eine nächtliche Stadtrundfahrt durch die Altstadt und beim Krankenhaus dürfen wir dann raus, zusammen mit der einen Deutschen Laborantin. Schnell zum ATM und alle Kohle raus hohlen die der noch zu bieten hat, danach geht er schlafen.

Rüber zum Taxistand und warten bis endlich ein Typ stehenbleibt. Trotz umfangreicher mathematischer Kenntnis haben wir uns dann doch mit der Währungsumrechnung irgendwie verbummelt. Er will 20 zum Schweizer Garten, wir fragen ob er deppat ist und bieten 5, maximal 10. Geschäft kommt nicht zustande und wir laden wieder aus.

Denk denk, nöö, irgendwas stimmt da nicht. 20 malaiische Irgendwas sind offenbar doch keine 30 Euro sondern eher 3. Wieder retour, er bisi angepisst, wir versuchen mit unseren Konversationsfähigkeiten die Misere wett zu machen. War dann eh ganz nett, er wechselt für uns, macht bisi Sightseeing und bei den Schweizern hüpfen wir raus.

Irgendwie wirds hier immer total plötzlich dunkel, so wie Lichtschalter. Es ist schon stockfinster als wir einchecken, klappt alles, Zimmer kriegen wir von ner netten Schalterfrau, Security zeigt uns den Lift.

Zimmer ist total schön, wenn auch nicht der gewohnte Marina Bay Standard. Balkon gibts auch ohne irgendwelche Möbel und Diskussion wegen der vorherrschenden und unterschriebenen No Smoking Policy.

Der Hunger treibt uns wieder raus, am 7 Eleven und am indischen Foodcourt vorbei Richtung Altstadt die leider schon ihre dreckigen Gehsteige eingerollt hat. Von weiter erkennen wir einen goldenen Beer Garden der sich dann leider als chinesisches Schuhgeschäft namens Bee Bee entpuppt.

Wieder retour und nach links zum Foodcourt den der Taxler empfohlen hat. Gehsteige oder Zebrastreifingers gibts leider nicht.

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Melaka – Food Court wo uns alle voll mögen haben

Der Foodcourt ist wieder genial, ein Riesenplatz voller Plastiksessel und -stühle wo wer Nummern drauf geschmiert hat. Wir entdecken einen freien Tisch nahe der Bierausgabestation, ich bestell und wills gleich mitnehmen, der Big Rick hinter der Bar sagt ich soll mich gefälligst setzen. Dann kommt schon so ne Art Kellner, serviert, masturbiert beide Bierflaschenhälse wegen dem Aluminiumkleid der großen Tigers. Bisi grauslich. 26 für zwei 0,6er Bier.

Rund um den Plastikplatz sind lauter Essensstände, eine unüberschaubare Fülle an Speisen für praktisch kein Geld. Genial!

Nicole entscheidet sich für eine Nudelsuppe vom Thaityp gleich nebenan, ich hau mir eine Art Pad Thai für 8 rein, das wird alles geliefert.

Inzwischen zuckt ein Daddy aus wegen seiner unfolgsamen Tochter, unschön.

Noch ne Runde, wir brauchen nur noch zu winken. Fühlen uns sehr wohl, auch das Interesse der Mitfutteranten nimmt drastisch ab. Ein schwarzer Hund liegt rum, am Nebentisch macht einer einen Bauernschneuz und putzt sich die Pfoten im Eiskübel.

Zeit zu gehen. Beim Shop neben dem 7 Eleven erstehen wir aus Versehen einen 10Liter Kanister Wasser und einen Durian Eislutschker der ziemlich grauslich riecht, das ganze Zimmer verstinkt und letztendlich im Klo landet. Vom Balkon aus sieht man den Fluss der sich um den Hotelkomplex schlängelt und wo so Touriboote ihre Runden ziehen, In der Ferne zwei Berge die morgens stets im Nebel hängen. Alles total schön und wir beschließen für 50 Euro eine Nacht zu verlängern.

Im Lift entdecken wir den Knopf für die Skybar, also nix wie rauf. Die hat bis 1 offen und es is eh erst halb elf. Wir sind praktisch ganz allein oben, die Aussicht ist fantastisch und die Drinks kosten für so ne Hütte praktisch nix. 30 für einen Cockail, also circa 5 Euro. Wir probieren uns durch, irgendwie alles eh recht grauslich aber lustig. Um halb eines werden wir dann rausgehauen und wir marschieren schnurstracks ins Bett.

Dienstag 11. Dezember 2018Melaka, The Swiss Garden

Um halb elf wachen wir auf mit nem Kopf von den ganzen Drinks. Aua. Schlechte Stimmung. Ich geh ne Runde schwimmen in den lieblosen Poolbereich. Wasser ist recht kalt und ich klau ein rot-weiss-rot gestreiftes Österreich Handtuch.

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Der Autor – Foto is eigentlich aus Singapur aber da waren schon so viele Bilder im Text

Dann wird mit Essstäbchen geworfen und um halb 1 gehts dann endlich los zur Stadtbesichtigung. Davor wird der Rezeptionstante noch ein Sack Schmutzwäsche aufgehalst, sie weiß leider nicht wie langs dauert und wieviels kostet und überhaupt.

Dann gehts los Richtung Altstadt bzw. in die Richtung die der erste Taxler uns geschickt hat. Plötzlich stehen wir vor dem Discovery Cafe von dem unser Reiseführerbuch so geschwärmt hat, was für partylustige Backpacker steht da.

Leider ne Fehlinfo, irgendwie waren wir die einzigen und so wie das alles aussah hat da schon lange keiner genächtigt oder Party gemacht.

Der Chef ist sehr bemüht, sein Sohn checkt uns seinen eisgekühlten Cafe in einer schicken Schnapsflasche. Die Tochter kommt dann und kocht uns was. Und außerdem ist grad großer Oktoberfest Sale mit bayrischen Tischdecken und dem ganzen Kram.

Google weißt uns den Weg Richtung der Altstadt wo der Bus am Vortag durchgetuckert ist. Einfach den Fluss entlang, es gibt sogar so Touri-Wegweiser, ein Hard Rock Cafe, leider ohne Rock n Roll Memorabilities, und einen großen H & M im Sale. Alles gleich am Eingang zur Junker Street wo sich Touristen auf den schmalen Gehsteigen drängen. Wir sind praktisch die einzigen Westler.

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Melaka – Kirche in Rot, die haben da extra jeden Stein aus Holland rübergeschippert

Dann ist die Straße aus, wir drehen um und gehen in die nächste Straße und landen bei einem chinesischen Tempel mit Klo. Es riecht nach Räucherstäbchen.

Beim weißen Moscheeturm wieder nach rechts retour auf die Junker Street wo wir in ein kleines Künstlercafe einfallen. Im Haus gegenüber schnallt eine Oma ihren behinderten Sohn fest und drückt ihm eine komische Geige in die Hand.

Nach einem cold-brewed-coffee gehts weiter zum Fluss in ein schwarz-weißes Pub wo sich alle fünf Westler des Ortes zusammenrotten.

Wir sind recht erledigt, cancellen die Flussfahrt und beschließen doch morgen abzureisen was bisi blöd ist wegen der Wäsche die wir morgens aufgaben.

Im Hotel retour wissen sie leider nicht wo die ist, wird außerhalb gewaschen und Laundry Service ist grad nicht erreichbar.

Blöd. Wir gehen schwimmen, statten dem Gemeinschaftspool des Hotelkomplexes einen Besuch ab, entdecken einen halben Tenniscourt und einen abgefuckten Basketballplatz. Fitnesscenter gibts auch, thront auf einem Stahlgerüst über dem Pool.

Wäsche ist verschollen, kommt angeblich um 8 am Abend oder am nächsten Morgen. Blöd. Sie rufen uns an, entweder im Zimmer oder in der Skybar.

Also rauf auf einen Mojito und einen Swiss Garden Signature Cocktail. Pina Colada ist immer noch aus. Dann kam der Anruf dass die Wäsche um halb neun kommt. Juhuuu!

Retour ins Zimmer und buchen, zuerst den Bus für 50 pro Nase nach Penang, dann das Zimmer. Blöd nur dass beide Hotels unserer Wahl schon ausgebucht waren. Drum ein billiges Homestay by the beach für 20 Euro pro Nacht gebucht. Das gesparte Geld wird verfuttert.

Wäsche is echt schon da, kostet aber 100 Riel – bisl mehr als 20 Euro. Deppat? Um die Kohle hätts 10 neue Tshirts gegeben.

Mittlerweile ist es eh schon spät, der Hunger treibt uns raus zum Foodcourt von gestern. Big Rick winkt uns schon als er uns erspäht und schickt seinen Kellner mit zwei Tiger zu uns. Wir sitzen am selben Tisch, der Hund ist da und wir essen dasselbe von gestern.

Zwei Tische weiter saufen ein paar Typen eine Flasche Chivas Regal leer und beginnen sich zu prügeln. Große Aufregung. Die Kontrahenten werden raus auf die Blutwiese gebracht, alle springen auf und eilen zum Schauspiel.

Zeit zu gehen, es ist eh schon spät und wir müssen morgen früh raus.

Mittwoch 12. Dezember 2018Melaka, The Swiss Garden – Penang, Baan Thay Homestay

Nicoles Wecker klingelt um 6 in der Früh und ich hab noch bis 7 Zeit das Netzteil für den Router und den HDMI Adapter im Traum zu finden.

Dann packen, duschen, fertig machen. Um 7.45 wird ausgecheckt, wir zahlen die Zeche und lassen uns ein Taxi rufen.

Der Typ is relativ flott da, will 20 und tuckert uns hin. Wir sind recht früh da was gut ist weil wir uns null auskennen und nix finden, dafür gibts genug Klos mit Pinkelsteuer. Komisch dass der Gebetsraum immer neben den Klos liegt.

Dann endlich den Schalter entdeckt, Karten umgetauscht, 1 Riel für irgendwas gezahlt und dann heissts warten. Busse kommen und fahren, ein Verwirrter dirigiert alle in der Gegend rum. Einsteigen, es hat circa 8 Grad in dem Eiskastenbus. Nochmal raus und aus de Koffer alles Warme grapschen was greifbar ist, zum Glück hat uns die Air France eine Decke gespendet.

Dann gehts los. Irgendwelche Stops in absurden Ghettos. Nach Stunden dann auf einmal in Kuala Lumpur wo der Bus bumvoll wird. Es kübelt plötzlich und die ganzen Mopedtypen verstecken sich unter der Autobahnbrücke und rauchen wos extra Aufenthaltsbereiche gibt.

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Musikant

Alles dauert ewig, wir haben jetzt schon drei Stunden Verspätung und endlich weist ein Wegweiser nach Georgetown. Zu früh gefreut, nach links abbiegen nach Butterworth um dann wieder alle retour zu staunen. Immerhin umgehen wir so den Regen.

Busbahnhof, wir steigen aus, total fertig. Nächste Challenge ist ein Taxi oder so was ähnliches zu finden. Der Vermietertyp hat uns ein ellenlanges Mail geschrieben mit welchen Busen wir zu ihm tuckern sollen, inklusive mehrmaligem Umsteigen und einer zweistündigen Fahrzeit.

Irgendein Typ winkt, macht auf Rolling Rolling Rolling mit den Händen und wir verhandeln 40 Ringit für die 18km lange fahrt. Sein Taxi ist wie mein alter Toyota Corolla und am Beifahrersitz thront seine Frau und Managerin die auch das Geld verwaltet.

Immerhin ist er ehrlich, alles klappt und wir biegen in unsre kleine Nebenstraße ein. Koffer raus, Fahrer weg. Klingel geht nicht. Klopfen hilft nix. Schreiben bringt nix. Blöd.

Nachdem wir das massive Tor ordentlich malträtiert haben kommen zwei Chinesen und glotzen durch den Zaun, ich sag Agoda und die hauen wieder ab. Ähm….

Dann kommt ein Westler angedackelt, ein Schweizer. Er ist auch nur Gast, der Chef ist nicht da und er weiß von nix. Ruft ihn, alles passt, wir dürfen rein und kriegen ne Einweisung. Nicole findets furchtbar und ist den Tränen nah. Ich finde okay – Homestay halt. Wir sind halt jetzt 5 Sterne Hütten gewöhnt.

Koffer rein werfen und auf gehts zum Foodcourt der angeblich gar nicht weit weg is. Vorbei an der Busstation wo tags zuvor ein Baum drauf gekracht ist und das Teil unter sich begraben hat. Immerhin bleiben die Busse noch stehen als wär nix.

Um die Ecke taucht dann echt ein Foodcourt auf und wir sind versöhnt. Es gibt Tiger in dampfenden Eiskübeln, Sashimi für 10 Ringit, Pad Thai für 6 und gelben Knabberfisch für 14.

Kurze Expedition zum Tesco am nächsten Eck inklusive Einkaufszentrum und einem chinesischen Rittersport-Stand. Wir kaufen Chilis, Packerlsuppe, Milch, Kaffee. Die Bierabteilung ist ein Geschäft im Geschäft und sperrt um 9 zu. Und wenn man für 15 Ringit Kakao kauft kriegt man ne Gratislunchbox. Überhaupt gibts hier alles zu kaufen, sogar Möbel und Fernseher.

Am finsteren Heimweg gibts dann sogar ein Schild zu einer Strandbar – Bora Bora. Morgen dann.

Donnerstag 13. Dezember 2018Penang, Baan Thay Homestay

Wir haben fantastisch geschlafen, halbtot wie wir waren. Keine Blessuren am Körper – offenbar keine Bettwanzen, nur ein Sicherheitsbär. Wir beschließen heute nix zu machen.

Chillisuppe zum Frühstück, Banane, Instantkaffee. Ein Frühstück für Champignons. Dann ein kurzer Blick zum Ministrand der gleich ums Eck ist. Sauber, menschenleer, aber halt Mini. Ein paar Kalmen haben Nüsse verloren.

Wir sind voll erledigt, kurzer Tesco Ausflug, kurz Strand liegen und Schwimmsi, Nicole hält den ganzen Balkonen der zig Hotelburgen ihren nackten Hintern hin um sich vom Sand zu befreien.

Dann ein Ausflug zum Tesco und Schrott kaufen, dazu Tiger und Skol. Aus irgendeinem Grund gibts überall saubilliges Guinness Bier.

Ray, der Vermieter, steht dann plötzlich da, voll nett, entschuldigt sich 100mal dass er nicht da war am Vortag und gibt uns eine kleine selbstgezeichnete Karte mit allen „Sehenswürdigkeiten“ der Umgebung. Also Tesco, Foodcourt und ein Secret Garden. Erklärt uns die Grab App und ist hauptsächlich nett. Dann beginnt er Staub zu saugen.

Inzwischen ist es eh schon wieder finster und uns ziehts zu dem Fressplatz. Selber Tisch, selber Kellner, same same. Ganz hinten gibts nen Stand von zwei Syrern, voll lecker und die sind auch voll nett aber wirken etwas deplaziert. Obwohl, es gibt sogar einen italienischen Stand bei dem auch nie wer steht.

Dann gehts wieder nach Hause wo wir uns mittlerweile schon voll wohl fühlen. Ich schlaf nirgends so gut wie hier. Viecher gibts auch keine, bis auf diese kleinen Hüpfspinnen und die Klingelkatze im Garten.

Morgen fahren wir in die Stadt haben wir beschlossen. Und heut Nacht gings dann noch nach Petersla zu den Steel Buddies von Dmax die mich voll mögen und ihr ganzes Klumpert verkauft haben.

Freitag 14. Dezember 2018Penang, Baan Thay Homestay

Um halb sieben wird aufgewacht, um 9 stehen wir auf, um halb 12 sind wir mit dem Frühstück fertig. Heut gibts Dragonfruit, die Nuss vom Strand und Banane.

Die Chinesenbuben die jeden Abend mit ihren Carlsbergflaschen und Handies am Tisch abhängen sind tagsüber verschwunden, dafür kommen laufend Inder und muslimische Families und Chinesen. Und ein Spanier ist plötzlich da und futtert Cornflakes mit Kakao. Der hat wohl bei diesem Knüllerlunchboxangebot zugeschlagen.

Vom Haus gegenüber kommen periodisch so komische monstermässige Schnarchlaute, gefolgt von Hundegebell. Wir sind verwirrt. Der Garten ist leider klein dafür voll schön, mit Kois im Seerosenteich, lautstarken nachtaktiven Fröschen und einem Mini Walter Waran der schwimmen geht.

Wir müssen schauen wie wir weiterkommen und buchen für Montag 14 Uhr die Fähre nach Langkawi. Dann noch schnell über Agoda einen Strandbungalow für wohlfeile 30 Dollar. Dann ist das Internet weg und die Buchung nicht ganz durch oder schon und keine Ahnung. Agoda und das Quartier reagieren nicht prompt auf meine Nachfragen, drum spazieren wir zu der vernichteten Busstation und schon hupt der 101er hinter uns und wir kaufen für zwei Ringit je ein Ticket nach Komat – das Buszentrum von Georgetown.

Relativ viele Westler unterwegs, sogar im Bus. Keine Ahnung wo wir raus müssen. Der eine Westler steigt aus, wir folgen ihm unauffällig. Dann verabschiedet sich mein Flip, nur der Flop funktioniert noch. Drum bloß hapert ins nächste Schuhgeschäft und für 37 blaue Lotto-Schlapfen kaufen. Weiter in den Foodcourt von dem EKZ der recht grauslich ist. Dafür sind wieder alle nett und kümmern sich um uns.

Draußen is dann schon das nächste Einkaufszentrum mit H & M und riesigem Fälschershop. Wir sind genervt von den ganzen Städten. Wir finden nix hübsches und wegen Klowunsch gehts ins nächste Shopping Paradies, das einzige ohne gscheite Klos. Dafür mit Verkaufsmesse und ne Band probt Perfect von dem Sheeran Buam.

Es ist eins nach vier, die Beerfactory staubt ihre Tische ab und wir sitzen schon. Der Kellner, der Nadine voll gefallen würd, überredet mich zu dem Knüllerbierangebot von drei Pints für 55. Nicole trinkt Cola und ist genervt wegen meinem Plan. Der Kellner gibt Gutscheine aus, ich kann ja morgen oder wann wieder kommen und ich sag ich schau wie weit ich komm.

Wir haben tolle Aussicht auf die Straße und die Baustelle hinter uns. Im Weihnachtsdorf am Eingang steht neben Santas Haus zwei lebensgroße, geschweißte Transformer Figuren mit Weihnachtsmütze auf der Metalrübe. Gegenüber zwei Türme eines Tempels in deren Hintergrund ein Kirchturm rauslinst.

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Penang – ich mit dem Weihnachtsmann

Die Biere sind geschafft, der Kellner ist stolz, Nicole nicht so. Retour zum Busbahnhof, am Weg dorthin treffen wir die hübscheste Katze der Welt. Der Bus kommt auch sofort und ist bumvoll, kostet zwei Ringit pro Nase also quasi nix.

Wir steigen beim Tesco aus, gerade rechtzeitig vor dem täglichen Gewitter. Auf dem Heimweg versuchen wir nochmal unser Glück bei diesem Secret Garden. Durch dunkelste Seitengassen gehend ist man plötzlich am Wasser, zahlt einen Ringit und steht im LED Paradies voller Chinesen. Wirklich schön gemacht, es gibt ein Meer aus leuchtenden Rosen und einen UV Konfuzius.

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Penang – Secret Garden

Dann noch ein kurzer Stop im Foodcourt wo sich immer mehr Westler zusammenroten, vornehmlich verpeilte, tätowierte Ex-raver und ihre Eltern.

Wir futtern unser Menü, Sashimi Vorspeise, Mango vom Opa ganz hinten und Tintenfische in scharfer Soße.

Daheim angekommen sitzen wieder die halbnackten Chinesenboys bei ihrem Carlsberg. Agoda schreibt nix hat geklappt, wir sollens nochmal probieren. Geht wieder nicht. Und die Quartierauswahl schränkt sich immer mehr ein. Blöd auch dass wir wieder nicht wissen obs geklappt hat und wir müssen das buchen auf morgen verschieben. Sind genervt und gehen schlafen.

Samstag 15. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay

Schon wieder vorzüglich geschlafen. Halb acht aufgewacht und gleich Handy aufgedreht. Leider wieder nicht geklappt. Schaas. Dafür gibts was anders auf Langkawi, oben im Norden, abseits vom Schuss für 60 Dollar die Nacht, Labi Labi Homestay. Wird gebucht, alles klappt diesmal. Agoda entschuldigt sich und schenkt uns 30 Dollar und auch die andre Unterkunft schreibt plötzlich, wir sollen sie anrufen und sie erklären uns alles. Leider zu spät.

Frühstücken, mit dem Spanier plaudern. Der Himmel ist trügerisch blau. Wir spazieren zur Busstation die eigentlich total übersichtlich gestaltet sind sofern sie kein Baum zerlegt. Bus kommt sofort und für zwei Ringit gehts nach Banku Langhtit oder so, offenbar das touristische Zentrum mit Hardrockhotel, Holiday Inn und Flamingo Hotel. Und endlich ein Strand der diesen Namen auch verdient. Mit Jetskis, Bananenbooten, Fallschirmbooten, Indern, Muslimas und Chinesen. Und alles relativ sauber. Wir spazieren ihn einmal durch und als es am Himmel finsterer wird gehen wir in ein Sicherheitslokal von einem halb Afghanen halb Brasilianer. Leckerer giftgrüner Mojito und versalzener Mango Daiquiri. Dann fangts voll zum Tuschen an, wir verziehen uns unters Dach und der Barchef quatscht uns zu und erzählt uns dass er aus Langkawi einen Babyadler geklaut hat weil er liebt Adler und Uhu, die restlichen Viecher sind alle Scheiße.

Es klärt auf, wir spazieren retour zur Hauptstraße, gehen was futtern, schauen Young Boys gegen Juventus und blöderweise fährt uns der Bus vor der Nase davon und gegenüber ist so ein indischer Haarschneider. Für 35 krieg ich ne neue Frise und schau aus wie ein Babynazi. Bus kommt, bumvoll, der nächste gleich danach und praktisch leer mit einem Fahrer der circa 14 ist. Der Fahrer am Vortag hieß übrigens Joseph Parmesan.

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Penang – Frisör zur Busstation

Eine Vollverschleierte und ihr Wächter verarschen den Bustypen und prellen die Zeche. Wir sind schon Vollprofis und steigen voll richtig aus. Die Busse hier sind voll super und total Touritauglich.

Daheim das gewohnte Bild, die chinesischen Posterboys trinken Carlsberg, wir sitzen auf unsrem Tisch und trinken Tiger und Skol. Dann Aufbruch zum Foodcourt wo wir diesmal ne neue Kellnerin bekommen und wieder unsre Sashimi Vorspeise futtern und dann gibts Terriyaki Frosch. Eh wie Hühnchen, bisi mühsam zu Essen.

Am Nebentisch sitzen die zwei hübschesten Töchter der Welt und wir beschließen ins Kindermodelbusiness einzusteigen, also seriös.

Dann gehts nach Hause, noch bisi sitzen und lesen dann schlafen. In der Nacht dann große Eichhörnchen Invasion am Dach und Nicole zerlegt die Klospülung.

Sonntag 16. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay

Chillermorgen, es ist bald Mittag. Frühstückssüppchen mit Chiliüberdosis inklusive Heulkrampf. Trotzdem gut.

Es ist fast Mittag und es regnet immer noch nicht, drum gehts mit dem Bus zum National Park für 2,70 Ringit pro Nase. Es gibt ein neues Ticketcomputersystem und der mexikanische Fahrer ist drüber gscheit frustriert sodass er Vollgas gibt und alle durch die Gegend schunkeln. Nach dem Escape Abenteuerpark heut er alle raus, offenbar sind wir da. Hier gibts ein Tsunami Cafe und ein „End of the world Seafood“- Restaurant.

Bootstypen wollen uns zum Monkey Beach kutschieren, wir wollen lieber rumspazieren. Kriegen offizielle Nationalpark Erlaubnis, marschieren den Strand entlang, treffen die Alten vom Vortag, werden von Chinesen und Affen verfolgt und als es zu Regnen beginnt drehen wir um. Im Nationalpark darf man laut Hausordnung kein unnötiges Feuer machen oder unnötigen Lärm oder Müll verursachen. Der schöne Karabiner hat seinen ersten Einsatz als Affenschutz den er grandios erfüllt und drum gleich verloren geht.

Der Regen hat wieder aufgehört zu tropfen und wir gehen zum Chinesen wo man mit dem Auto quasi direkt bis zu seinem Tisch fahren kann – extreme drive in. Und der Bus bleibt direkt vorm Lokal stehen – super praktisch. Reis mit Scheiß und Gemüse gibts, alles sehr lecker.

Ich schaff zwei Chillischälchen und hab bisi Angst vor den Folgen. Dann kommt der Bus der kein Geld will und uns zum nächsten 102er führt der dann Geld will. Wir steigen beim Tesco aus und marschieren weiter zu den NobelEKZ ums Eck wo man sich auch schicke Appartments kaufen kann. Dort ist grad Biomarkt und ne Moslemmama fragt mich ob ich sie und ihr Kind gemeinsam mit dem anwesenden Weihnachtsmann plus Elfe fotografieren kann. Ich bin verwirrt. Nicole kauft ne Designerhandtasche um 200 statt 260 und ein Inder beschimpft die nette Klofrau weil erst nicht schafft am Behindiklo die Spülung zu betätigen. Beim koreanischen Supermarkt gibts voll leckeren Zimtsaft.

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Penang – Weihnachtstypen hinterm Tesco

Noch kurz Tesco, Geldwechseln, dann fängts zum Regnen an und das ordentlich. Alles nass und überflutet. Eigentlich war der Plan zum Jochen seiner Bar, rechts von der Unterkunft zu wandern. Bisi riskant. Außerdem wird beschlossen das Boot sausen zu lassen und dafür zu fliegen weils fast dasselbe kostet und ungleich gmiatlicher ist.

Blöd nur dass wiedermal genau zum richtigen Zeitpunkt das Internet sich aufhängt und die Visazahlung in der Schwebe hängt. Regen lichtet sich, schnell buchen, alles klappt. Juhu! Ray mailed und dass er alle Boarding Pässe ausdruckt.

Passt! Jochen hats leider nicht geschafft, es geht zu unsrem Foodcourt. Es ist schon 10 und es ist nix los und außerdem sperren alle grad zu. Sogar unser Salmon Sashimi ist aus und der Fischtyp im Sträflingsgewand hat keine frischen Muscheln mehr.

Es schifft ganz schön und mit dem geborgten Regenschirm von der Unterkunft gehts heimwärts. Eigentlich recht romantisch. Sogar Nicoles Flop denkt sich das und möchte länger bleiben, wird aber repariert und muss weitermarschieren.

Schad dass wir morgen fahren.

Montag 17. Dezember 2018 Penang, Baan Thay Homestay – Langkawi, Labu Labi Residence

Hab heut Nacht schon wieder vom Alf geträumt, dass ich ein schlechter Freund bin und ihn in seiner hilflosen Tageslichtfetten sitzen lass…

Gemütliches Frühstücken, packen. Der Flug geht erst um 4, Check-Out ist um 12, also haben wir entspannt Zeit. Der Plan mit dem 102er zum Flughafen zu fahren wurde verworfen, weil der ja nur alle 60 bis 80 Minuten daherkommt und da der Baum die Busstation weggeflext hat wärs blöd mit unsrem ganzen Klump da ne Stunde im Regen zu stehen. Grab bekommt seine Chance.

Ray kommt wegen unseren Boarding Pässen extra früher. Der ist echt voll nett, wir dürften sogar länger bleiben.

Wir futtern alles zam was geht, Nicole macht den Toaster hin, wir packen die restlichen Tiger und den Kaffee ein und dann kommt schon PGL 705 mit Mustafa und kutschiert uns für 30 Ringit zum Airport. Es ist halb eins, wir haben ewig Zeit. Alles austrinken was wir haben, grausliches Pad Thai stehen lassen, Koffer abgeben, 100mal aufs Klo gehen wos sogar ne schicke Dusche gäb.

Dann durch die Kontrollos und zum Gate B3 und weiterwarten. Wir beschließen dass Penang einer unserer Lieblingsairports ist. Raucherbereiche, Weelan, Klos ohne Ende. Komisch dass die Beträume immer genau neben den Klos sind und mit ähnlichen Symbolen beschriftet sind. Hinter uns quatscht ne deutsche Familie und wird mit dem ausgelesenen Stephen King zwangsbeglückt.

Wir dürfen endlich boarden, der Flieger kommt irgendwie erst 10Minuten vor Abflug mit Passagieren an und wir sitzen auf Gangsitzen ganz hinten. Neben mir der unguteste Araber der Welt mit seiner Burkafrau die extremst deppat zur lieben Stewardess ist. Der Flug dauert 35 Minuten, trotzdem gäbs Essen.

Schon wieder Landung in Langkawi. Gepäck da, der Hoteltyp ist da und rollt meinen Trolley zum Auto. Nicole darf ihren Rucksack natürlich selbst tragen.

Fahrt zur Unterkunft, Liz, die Chefin, ist heut auf Urlaub in die Türkei geflogen. Sehr schad. Ihr kleiner Bub checkt uns in 8D ein. Dreierzimmer. Und fünf Meter vom Wasser entfernt. Voll schön. Wir sind echt begeistert. Kurzer Spaziergang am Strand, schnelles Tiger beim Fish & Chips Restaurant nebenan. Dann Suche nach local food.

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Langkawi – der Strand vom Four Reasons nebenan

Der Bub schickt uns zum Kreisverkehr retour. Alle sind voll freundlich, winken und lachen. Sogar ne arme Mietze wird zum Winken vergattert.

Irgendwie bisi schwierig ne Futterhütte zu finden, beim Kreisverkehr leuchten ein paar bunte Lichter und wie Motten in das Licht sitzen hinter uns vier Deutsche.

Nasi Goreng mit Seafood gibts zweimal, dazu Wasser und Sojamilch. Am Heimweg noch kurz zum Grindsupermarkt. Daheim dann noch auf der Veranda chillen, dem Meer und der Weihnachtsmusik vom Fish & Chips Typ lauschen.

Übern Zaun bestell ich noch zwei Motschitos für je 20 Ringit. Dann wird geschlafen.

Heut Nacht war ich irgendwie auf Kreuzfahrt und doch im Waldviertel, wollt eigentlich nur zum Frühstücksbuffet und war voll spät dran. Auf dem Weg dorthin bin ich durch ne Schneelandschaft mit Angie und Nicole und da waren lauter halbeingeschneite Hirschen und ein Luchs den ich gestreichelt hab. Der Markus Meixner wollt das alles kaufen und als ich ihm das erzählen wollt war er voll deppat und hat mich unterbrochen worauf ich gsagt hab – passt, mir wurscht. Dann war er eh traurig. Am Buffet angekommen wird grad alles abgeräumt, es gibt aber noch Berge von aufgeschnittenen Kiwis und Fischgräten und einen Puzzlekuchen und sonst nur ungenießbares Zeug. Alles war beige – grün, die Teppiche waren voll dick.

Dienstag 18. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Das Bett war ure weich, alle haben geschnarcht und die Chinesen nebenan sind voll spät heimgekommen, ich glaub es war schon elf. Dann war großes Hundechaos. Viel los.

Wenn man den Vorhang vom großen Zimmerfenster beiseite schiebt sieht man schon das Meer. Bei den Bergen im Hintergrund ist große Wolkenshow, surreal schön, fast wie Airbrush.

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Langkawi – imagine waking up like this every morning!

Ich komm drauf dass ich mich ausgeperrt hab und muss die Schlafende Rausklopfen. Frühstücksapfel mit Kaffee, die Chilis vom Tesco gammeln schon vor sich hin. Außerdem wohnt eine Horde Kilokäfer unter unserem Balkontisch.

Bevors zum Strandspaziergang geht schauen wir noch kurz zur Rezeption wos voll das Überraschungsfrühstücksbuffet gibt. Wir sind begeistert.

Dann gehts Richtung rechts, den Strand entlang. Ein paar Hüttchen gibts und ein blaues Security Häuschen wo gleich wer raus springt und uns erklärt wir dürfen da keine Fotos machen und überhaupt nur am Wasser spazieren weil das is das Four Seasons. Nicole macht gleich mal ein Foto von dem Typen.

Wir spazieren bis ans Ende wo offenbar wer wohnt, schwimmen, schauen, voll schön alles. Wasser bisi huschi anfangs aber geht dann. Es ist voll sonnig, wir sind mit 50er eingeschmiert, trotzdem werden wir rot wie Engländer.

Stopp beim Fresh Fruit Juice, wo wir gar nicht so beliebt sind. Weiter nach Hause, lesen, entspannen.

Dann auf ein Bier zum FishnChips nebenan wo wir die Engländer vom Fruit Juice wiedertreffen. Es gibt auch heftig grauslichen Pina Colada der uns etwas dizzy macht. Der Inder will uns ein Bier zuviel verrechnen.

Es beginnt wieder zu regnen, als es sich lichtet marschieren wir zu dem Lokal in der Nebenstraße das voll groß, schön, leer und offenbar von Kindern geleitet wird. Im Fernsehen rennt ne amerikanische Autoschaubersendung.

Es gibt schoafen Chilifisch und Katzen zum Streicheln, dann kommens drauf dass Nicoles Bestellung nicht vorhanden ist. Die neuen kanadischen Nachbarn kommen mit ihren Kids, der Daddy rennt ernsthaft mit seiner Bierdose bis ins Lokal.

Essen abgeschlossen, wieder nach Hause, abhängen, lesen, schlafen gehen.

Heut Nacht hab ich zwei Schrottautos gekauft, einen tiefergelegten roten Toyota Sportwagen der eigentlich ganz cool aussah bis auf den einen beigen Farbklecks auf der Seite und einen schrottigen VW Polo in diesem Jugendstilblau der schon mal gar nicht ansprang. Man musste irgendwie vorn durch den Kühlergrill ne Kette hin und herbewegen, trotzdem nichts. Und ich hab mir gedacht hoffentlich passt das SQ6 mit Case überhaupt in den Toyota.

Mittwoch 19. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

7.45 wird aufgewacht, rumhängen, zum Frühstück rüberschauen. Die Würstel sind gar nicht mal so grauslich dafür gibts heut gar keine Chilis. Dann wirds Zeit für einen Strandspaziergang, diesmal nach links Richtung Zementfabrik. Gehatscht wird bis es nicht mehr geht, der Strand ist in der Richtung deutlich ungepflegter und wird von Sandsäcken beendet. Wir finden einen halben Herd und eine kleine Straße der wir folgen, vorbei an einer Hochzeitsgesellschaft und retour zur Hauptstraße Richtung Supermarkt. Der hat blöderweise noch zu, drum setzen wir ins gegenüber in so ein Grindlokal, trinken Kaffee und Orangeade. Deren Klo kommt unter die Top 5 der heftigsten Häusln der Welt. Und lustig dass alle Englisch können.

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Langkawi – Toilette, schick schick

Dann ises halb 1, der Supermarkt hat noch immer zu und sperrt auf einmal erst gegen eins auf. Gegenüber ist ein Bäcker der uns zum grünen Haus nach rechts schickt wo voll der große Verbrauchermarkt drin ist. Tourigerecht kaufen wir bloß Tschick und Bier. Irgendwie gibts nur Carlsberg und Heineken und Guinness und gar nix lokales.

Fußmarsch retour zum Früchtestand an der Straße wos ne Nuss gibt. Inzwischen hätt der Supermarkt sogar schon offen, zu spät. Die Sonne brennt voll runter, von der Hochzeitsparty plärrt der Partypfarrer bis auf die Straße und unser Vermieter radelt fröhlich auf nem Kinder BMX vorbei.

Daheim gleich mal auf die Outdoorcouch, im Holztisch ist irgendwie der Flughafen der Kilokäfer Airline, es herrscht ein stets Kommen und Gehen. Außerdem wird ausgebaut, ständig landen Holzspäne am Boden.

Wir sind irgendwie voll erledigt, ein kleines Nickerchen löst die Situation. Es waschelt wie aus Kübeln und ein frecher Vogel ärgert die Mietzen die in der Dachrinne wohnen. Sogar der Kilokäferflugbetrieb wird eingestellt.

Neben dem bsoffenen Kanadier wohnt Simon Schwartz mit family und daneben gibts nochmal Deutsche mit Kind. Beim FishnChips hängen auch lauter Piefke rum, einer hat sogar seine eigene Bierklingel mitgebracht und bimmelt in der Gegend rum.

Heut gibts Pizza Frutti di Marie die gar nicht mal so schlecht ist. Krabben rennen heut aufgeregt am Strand rum und freuen sich dass sie nicht auf der Pizza gelandet sind.

Wieder Lesestunde, voll fad, „Das Bild“ von Stefan König, ganz gut eigentlich. Am Strand noch eine Gutenacht-Zigarette, da setzt sich der Kanadier dazu mit nem Viertelliter Rum und hört nimma zum Reden auf. Eh ganz nett. Ob Österreich noch nen König hat. Sichalich – mich! Irgendwelche Viecha zerstechen unterdessen meinen Fuß.

Daheim krieg ich Schimpfa weil ich mit Fremden geredet hab, ich darf trotzdem noch etwas lesen und früh wird das Licht gelöscht.

Ich war irgendwie im alten Rom, es sind lauter hübsche Galeeren unterwegs und ich und die anderen Sklaven müssen uns verstecken. Ein Hund entdeckt mich, will mich auffuttern doch Fetz macht den Hund kaputt der jetzt total lieb und arm dreinschaut. Fetz entert ne Galeere und haut den Kanal entlang ab, ich ruf ihn, hüpft ins Wasser und geh ziemlich unter wegen dem ganzen Zeug was ich anhab. Wir landen dann irgendwo wos Drinks und Essen gibt, Strongbow und Heineken und ich geh weiter ins Haus um noch mehr Sachen zu finden. Dort sitzt aber der Mafiaboss im Anzug rum und erspäht mich, drum tu ich so als würd ich seinen Polster putzen.

Anschließend bin ich tauchen und der Regulator bläst total schnell ab weswegen ich auftauch und auf 6 Meter einen Sicherheitsstopp mach. Anschließend machen wir noch die Maskenwechselübung die aber total leicht geht weil irgendwer das ganze Wasser abgelassen hat. Die anderen sind irgendwie in einer Army Spezialeinheit und haben ihr ganzes Tauchzeug und den Rucksack in weiße Plastikplane gehüllt.

Außerdem ist am Ortsrand eine Polizeiübung mit Schildern und der Fertige kennt die drei Verhafteten die im Kofferraum des einen Polizeitypen festgeschnallt sind und will wissen wer jetzt die SMS verschickt hat.

Donnerstag 20. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Wieder früh aufwachen weil Nicole im Schlaf wimmert weil sie wiederum träumt dass sie den AMS Infotag wieder übernehmen muss.

Zum Frühstück gibts das Übliche, Chilis werden nachgereicht.

Heut ist es total sonnig angesagt drum sagen wir dem Chef wir wollen heut keine Mangroven sehen, dafür morgen oder übermorgen.

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Langkawi – Reisfeld, im Hintergrund ein Berg, weiss nicht wie der heißt

Es wird am Strand rumgelegen, gelesen, im Meer gepritschelt, sekkiert und Leute beobachtet. Diese blöden Deutschen denen wir am Flughafen das Buch geschenkt haben grüßen nicht mal obwohl man sich 100mal am Tag über den Weg läuft. Ansonsten gibts lauter nette Nachbarn, irgendwie sind alle aus Deutschland und Russen gibts gar keine.

Der kanadischen Nachbarin gehts gar nicht so gut und sie wird mit unserer Hausapotheke mediziniert. Dann Spaziergang zum Supermarkt, Simon Schwarzt rollert vorbei und nimmt mich mit. Nächster Stop beim Obststand.

War total schnell wieder retour. Als es dunkelt wieder zu dem Restaurant die Nebenstraße rein, diesmal Terriyaki Huhn, gar nicht mal so lecker. Fernseher rennt, Captain America gegen Hulk und den Rest der Welt. Alle glotzen.

Daheim dann bisi abhängen, die Nachbarsituation hat sich verändert, es herrscht reges Zimmerhopping..

Freitag 21. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Schon wieder sonnig! Gibts ja gar nicht. Unser Frühstücksgelage dauert immer länger.

Heute wieder Strandspaziergang, am Four Seasons vorbei, zur rechten Basisstation der Strandmüllleute. Schwimmen, Meer anschauen, Banane essen. Die Sonne heizt Vollgas. Beim Heimweg sammeln wir einen Sandsack voller Müll und der Four Seasons Typ fragt uns beim Verlassen seines Territoriums ob wir spazieren waren.

Dann wieder rumsitzen, es ist schon zwei, unsere Liegen am Strand gegen nette Franzosen verteidigen, Reis mit Scheiß beim blauen Inder nebenan, Buch auslesen, Wäsche abgeben, mit der Uho schwimmen gehen. Das Meer ist heut so unruhig.

Es folgt ein romantischer Sonnenuntergang über der Zementfabrik die dann stets in einem postapokalyptischem Glanz lodert.

Heut ist Nachtmarkt beim Kreisverkehr, drum auf ins Dort. Hoffentlich muss keiner aufs Klo. Alle sind da, riesen Verkehrschaos, wir treffen lauter Bekannte. Zum Kaufen gibts alles, Gwand, Futter, Plastikmaschinengewehre mit Laserzielfernrohr, Palatschinken. Hinter jedem Zelt tuckert ein stinkiges Dieselaggregat.

Zwischenstopp auf ein paar Plastikstühlen, ne Katze kommt und geht nicht mehr mit und bekommt etwas Hühnchen von meiner 7 Ringit Suppe die gar nicht mal so gut schmeckt. Anschließend nochmal durch alles durch und irgendeinen Süßkram kaufen und schweigend Richtung Heim wo uns ein Sack warmer Wäsche in die Hände gedrückt wird.

Noch bisi abhängen, die neuen verschleierten Nachbarn brauchen um zehn am Abend ganz dringend ein Bügeleisen. Dann Licht aus.

Daniel von WASP hat sich für ein Solokonzert im Arena Beisl angekündigt welches wie eine Schulklasse aussieht, auch vom Licht her, bis auf drei verstreute bunte Lampen vorne am Lehrerpodest die sie sich dann auch hätten sparen können. Außerdem hab ich mich dauernd gefragt obs bei WASP überhaupt einen Daniel gibt.

Samstag 22. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence

Vorletzte Nacht, war um halb vier zweimal am Klo und wurde trotz Wachheit angeschnauzt ich soll mich auf die Seite drehen.

Heut ist es schon kurz nach acht als wir aufstehen. Beim Frühstück ises voll laut wegen den neuen verschleierten Gästen die Sandy verscheuchen wollen die anschließend bei mir Zuflucht findet. Dann kommen die englisch sprechenden Inder und grüßen sie freundlich und wollen sie knuddeln. Armer Hund, kennt sich gar nimma aus.

Gestern haben wir die Überfahrt nach Koh Lipe gebucht, das Nachmittagsboot war schon ausgebucht. Wollten wir eigentlich mit dem Chef machen der aber den ganzen Tag nicht da war.

Wir hängen eigentlich nur ab, schwimmen in der Gegend rum, kehren bei den blauen FishnChips Indern nebenan ein. Der Cocktailkellner ist wieder da und wir bestellen zwei Motschitos die aber auch nicht gscheit schmecken.

Sonnenuntergang mit Sandy die sich keifend zwischen meinen Beinen versteckt als die Nachbarhunde Gassi geführt werden.

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Langkawi – Sonnenuntergang hinter der Zementfabrik

Im finsteren am Strand abhängen und das Meer genießen. Nachti Nachti.

Heut Nacht war ich auf ner Collegeparty mit den Leuten von BH 90210. Mrs. Teslie war auch da und der war ich anfangs etwas suspekt. War voll nett und nachher hab ich mich an Jessica Simpson im Auto angekuschelt die ein Deo gebraucht hätte. Ich hab ihr das Jessica Simpson Lied vorgesungen das sie noch gar nicht kannte.

Sonntag 23. Dezember 2018 Langkawi, Labu Labi Residence – Langkawi, Telaga Terrace Hotel

Heute ganz früh aufgewacht. Der Vollmond bestrahlt die ruhige See. Ein Typ radelt vorbei. Die Nachbarn sind auch schon auf.

Dann zum Frühstück was uns schon etwas zum Hals raushängt. Langsam wird gepackt, nochmal ins Meer hüpfen und Muscheln sammeln. In Indonesien war ein Tsunami und die Leute von daheim, die nicht gecheckt haben wo wir hinfahren, melden sich sorgenvoll.

Gegen elf holen wir uns dann so ein Grab Taxi das sofort da ist und lassen uns für 24 Ringit ins neue Domizil kutschieren.

Voll die Checkerfrauen an der Rezeption, wir sind leider zu früh und sollen am Pool abhängen. Der ist etwas klein und stellt den Mittelpunkt des Hotels dar. Alles sehr schön und geschmackvoll, wenn auch etwas beengt alles.

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Langkawi – Telaga Terrace Pool mit Wassersportlerin drin

Kurzer Ausflug zum Supermarkt gegenüber, die von Besen über Petronas-Tower-Statuen und Waffenmodeschmuck so ziemlich alles verkaufen.

Retour am Pool spritzt ein schlimmer Bub aus England unser ganzes Zeug nass und wird vom Papa mächtig beschimpft.

Dann Hunger, im Restaurant gegenüber gibts nur ein verwirrendes Buffet, drum die Hauptstraße entlang Richtung Strand. Der ist voll Bibione mäßig, knallheiß, alles voller schiacher Liegen, Jetskis, Motorbooten, Fallschirmtypen, Bananenbooten, das ganze Touri Programm.

Wir werden fündig und zahlen 40 Ringit für zwei Fruchtshakes und ein grausliches Essen.

Gleich nebenan sind die Taucher, da ist aber keiner, nur so komische zahnlose Typen die mich für 350 zum Tauchen in den Marine Park schicken wollen, auf ein Boot mit 200 schnorchelnder Chinesen.

Wieder retour zum Hotel, Zimmer 109, Klimaanlage auf 16 Grad und Fernseher rennt auch schon.

Nebenan ist so ein komischer Markt der aber erst im Aufbau begriffen ist. Weiter die Hauptstraße entlang, Geldwechseln und dabei von Beton von oben beschossen werden. Urviel Engländer, alle saufen oder sind halbnackt, Einkaufszentren, ganz anders als beim Labu Labi.

Als es dunkelt kriegen wir Hunger und wir suchen was lokales was gar nicht mal so einfach ist. Gibt Mäci, KFC, Tourifallen aber nix gscheites. Ein Pizzatyp schickt uns ein bisl weiter zu so nem komischen, recht dreckig, sauheiß, billig und gar nicht mal so gut. Komische Squidsuppe, mit urvielen Chilis.

Heimweg über den Strand, schaut nachts schon viel schöner aus. Fast schon Autobahn da die ganzen Jetskitypen ihre Schi über Nacht mit selbstgebauten Anhängern evakuieren. Dann wirds heller und lauter und die Bararea beginnt.

Bei den Tauchern ist wieder keiner, und beim Thirsday klingts nach Karaoke, da gemma rein und dürfen vorn sitzen. War ne Band und gar nix Karaoke obwohls genauso klang. Ansonsten ist die Bar super professionell, alle sind auf Zack und tragen Rentiere und Weihnachtsmützen aufm Kopf. Nur Westler da. Ein nerviger Deutscher versucht mich zu verarschen. Nööö, is nich. Die Cocktails sind relativ grauslich doch das Preisniveau ist versöhnlich günstig für so nen Laden.

Übern Strand gehts heim, rechts ist so ein Privatstrand von nem Hotel aber keiner hält uns auf weswegen wir dann im Gelände gefangen sind und nicht mehr raus können. Übern Parkplatz brechen wir aus und marschieren heim.

Der Markt neben dem Hotel hat offen, wir drehen ne Runde und ich ess so nen komischen Spieß und patz mich voll an. Ne Katze wird getragen und dann sind wir schon wieder daheim.

Ich war in Bangkok auf der Autobahn unterwegs die teilweise normal überflutet war und so Art Pool war. Dann komm ich zu einem Unfall und die Straße ist wieder leer. Ne Katze und ne alte Frau deren eines Auge schon voll trüb ist liegen in einer Lacke aus Gehirn. Ich rette die Katzen die voll flauschig golden sind. Dann versuch ich herauszufinden wer die Frau war damit die Verwandten die Katzen holen können aber keiner will mir helfen. Am Ende finde ich raus dass die Frau eh nicht tot war.

Montag 24. Dezember 2018 Langkawi, Telaga Terrace

you better watch out, you better think twice

Weihnachten is und es gibt einen erheblichen Mangel an schicken Christbäumen.

Heute ist Strandtag, wir spazieren die 10 Minuten die Hauptstraße runter, die Baumallee frisst sich behutsam durch die Fliesen. Am Boden sind rote Markierungen für Klos, Wasser und Essensständen. Die Kokosnüsse kosten hier 7 Ringit.

Wir spazieren den Weg entlang, bei den Tauchern ist schon wieder keiner daheim. Die Liegen am Strand sind alle nicht so gemütlich und haben außerdem keine Strohschirme – ein absolutes No Go. Ganz am Ende nehmen wir uns dann doch zwei Liegen und nen Schirm von einer geschwätzigen geschäftstüchtigen Dame die uns lobt dass wir so weit spaziert sind. Dafür kriegen wir ein Gratiswasser.

Ein kleiner Teil des Meeres ist für Schwimmer abgetrennt, das Wasser ist eher grau und trüb. Die Jetskis und die ganzen anderen Boote brausen dahin und alle paar Minuten gondelt ein Fallschirm gefährlich tief über die Schirme. Egal. Gelesen wird und als Frau Wuddl eingeschlafen ist schleiche ich mich ins Yellow Cafe auf ein Tiger und werde natürlich dabei erwischt.

Weiter wird gelesen, am roten Buch dass uns netterweise Michi Häupls Nachfolger geschenkt hat. Das Buch ist Scheiße und sehr deprimierend. Am Himmel braut sich was zusammen und wir beziehen ein zweites Hauptquartier im Yellow. Genau rechtzeitig, Platzregen, alle flüchten und beneiden uns um unsren tollen Tisch an dem der Ventilator über uns als Wassersprinkler fungiert. Ein Thunfischbaguettes gibts und wir werden von der Chefin höchstpersönlich bedient. Der Taucherchef schreibt mir ein Mail dass seine Kollegen zwischen halb 5 und halb 6 auf mich warten. Bis dahin ist noch urviel Zeit, drum gehts wieder heimwärts auf ein Entspannungsschwimmsi im Pool.

Es ist schon halb 5 und als wir uns wieder auf den Weg machen wollten öffnet der Wettergott seine Schleusen und während alle heimwärts flüchten oder sich in den Strandbars verstecken marschieren wir todesmutig zu den Tauchern.

Der einzig freie Platz ist eh morgen, ich zahl 150 Ringit an, vergess das heutige Datum und das Jahr und werde mehrmals ermahnt um 8.30 am nächsten Morgen vor Ort zu sein.

Erledigt, juhu! Wir stolpern in die Holzbar namens Ah Chong nebenan wo sie für mich und mein Leibal extra ein Guns n Roses Best Off spielen. Alles wirkt etwas Thaimässi, hier hängen lauter so Penner wie wir rum, zwei englische Lesben, der nervige Typ der mich am Vortag verarschen wollte sekiert alle abwechselnd. Wir riskieren zwei Motschitos und siehe da – der erste Cocktail der seinen Namen auch verdient! Köstlich, sogar Mondinita habens. Die leeren Bierdosen werden als großes Happening stets in den Mistkübel außerhalb gepfeffert, der Kellner und Kassier schaut stets grimmig aber wir fühlen uns voll wohl. 20 Ringit pro Cocktail ist auch super.

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Langkawi – Autobahnstrand

Weiter gehts zum Thirstday nebenan die mit ihren Chinesen Macs eine große Leuchtturmshow veranstalten. Es spielt ne ziemlich gute Coverband mit Flöte und dazwischen ein Saxofontyp der sehr entspannt vor sich hin trötet und bei English Man in New York bei den anderen mitimprovisiert. Die Cocktails hier sind bei weitem nicht so gschmackig obwohl der Barman wild herum mixt, dafür gibts Tiger Jugs. Wir ham nen schönen lustigen Abend und beobachten das Reh im roten Kleid dass den Abend einer Family stört, die Mama ist sauer weil die Buben mit dem Reh spielen wollen.

Dann gehts heimwärts, ist ja schon spät, kurzer Stopp bei dem komischen Markt nebenan auf ein Stäbchen und dann Heia.

Dienstag 25. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Der Muezzin weckt mich auf und um 7.30 sitz ich brav beim Frühstück. Die Engländer sind auch schon wach, er brabbelt mit einem geöffneten Auge das Personal voll während seine besser Hälfte mit einem dubiosen Schulmädchen-aus-der-Hölle Outfit quer über den ganzen Platz ins Telefon brüllt.

Abmarsch zu den Tauchern die schon warten. 120 Ringit sind noch offen und ich bekomm so grausliche geschlossene Flossen die nicht recht passen. Oje.

Wir sind zu sechst, ein schwedischer Papa mit seinen zwei Töchtern die es knapp nicht in unsre Modelagency schaffen würden, dann ein netter Chines mit Tochter die in Singapur wohnen und sie irgendwie sauer auf ihn ist und stets äußerst schnippisch antwortet. Und dann noch drei Guides. Wir fahren mehrere Spots ab, immer hüpft wer ins Wasser und schaut wegen Visibility und Strömung. Nix passt. Wir fahren nochmal 15 Minuten zu ner Insel wo sich die Strömung teilt und warten bis sich die Lage verändert. Dazu werden Weihnachtsgeschichten erzählt. Eh ganz nett. Die machen Witze über meine Tauchguidefrau die, so der Kommentar, graziös wie ein Seelöwe sich wieder ins Boot wuchtet.

Dann rein ins Wasser, wir werden angeleint, ich mit dem schwedischen Papa der grad seinen OWD Kurs macht. Die Sicht ist echt mies, Strömung ist stark und er ist leicht in Panik und rudert wild herum. Die kurze Buddyleine machts auch nicht besser, außerdem bin ich zu leicht und hab stets Auftrieb. Alles nicht so entspannt. Er hat flott seinen Tank weggeatmet, wir tauchen auf und lassen ihn aufs Boot und gehen wieder runter. Ich hab ein Kilo mehr bekommen, die Sicht ist besser und alles ist plötzlich entspannt und angenehm. Wir sehen eine ganze Reihe von Fischen, Grouper, Skorpionfisch, Clownfische, Krabben, einen toten Fisch an einer Angelleine.

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Langkawi – gelbes Tauchboot, man sieht zwar nix aber der Pausenstrand ist nett

 

Retour aufs Boot, kurze Überfahrt zu nem einsamen Strand für Kaffee, Tee und so leckeren einheimischen Snacks. Meine Füße bluten schon ganz bös wegen dem blöden Flossen, das Pflaster fliegt nach 30 Sekunden wieder runter. Bisi plaudern mit dem Papa, dann gehts wieder aufs Boot und auf die andre Seite der Insel.

Wieder orge Strömung und miese Sicht, diesmal mit der Schwedentochter doch nach ein paar Minuten klärt sichs auf und ich entledige mich meiner Hundeleine. Ein paar von so weißen quadratischen Kofferfischen fressen in der Gegend rum, einer futtert grad ne ganze Krabbe die halb aus seinem Maul raushängt. Wir wechseln mehrmals die Richtung, die Sicht verändert sich von 10 Meter auf 1 Meter, am Ende sieht man fast gar nix mehr.

Wieder rauf, Flossen weg und mit Vollgas gehts wieder heim. Am Strand wartet schon Frau Wuddel auf dem geborgten blau-weißem Hotelhandtuch. Alles abgeben, Schlauchdusche, Taucherlog ausfüllen und Baba sagen.

Wir haben Hunger, spazieren auf die Hauptstraße, essen Curry und Reis mit Irgendwas in einem halb grindigen Hauptstraßenlokal. Im Einkaufszentrum buchen wir den ominösen Mangrovenausflug für 90 Ringit pro Nase für den Folgetag. Die verschleierte Verkäuferin ist ein getarnter Werwolf. Danach macht die Eine eine Massage, der Andre geht in die Strandbar warten. Wieder die selbe Holzbar wo dieselben Leute abhängen. Sehr familiäre Stimmung. Es gibt ein 90er Jahre Crossover Best Off, sehr schön. Massage fertig, wir bleiben noch auf eins. Am Nebentisch hat sich eine chinesische Familie verirrt, der  Chinesenpapa, der unerkannt bleiben wollte, wird genötigt, seine Bierdose in den Bierdosenkorb zu werfen und als er es schafft applaudiert und johlt das ganze Lokal, inklusive seiner Frau. Sehr lustig.

Leute beobachten ist schon sehr spaßig, zwischen den halb nackten Engländern, den ganzen Indern und Chinesen wird ein weißer Iman mit seinen drei komplett in schwarz gehüllten Burkaschwestern im Rollstuhl über den Strand gerodelt, total absurd. Irgendwer beginnt Löcher in den Sand zu schaufeln.

Wir siedeln ins Thirstday auf ne Pizza und ich bestell aus Versehen ne ganze Maß Bier was eher peinlich ist. Außerdem kommt das Glas einfach so und nicht in diesen schicken Eiskübeln. Wir dürfen wieder vorn sitzen, bestaunen die Leut und den Sonnenuntergang und die Jetskieinholung.

Als es finster ist gehen wir wieder heim und hauen uns in den Pool und ich werd mit Chips befüttert. Dann Heia.

Ich hab im Orpheum gearbeitet, diesmal hab ich sogar dran gedacht die Musiker zu beleuchten. Produktionsleiter ist Ernst Konarek der wieder so Art Zuhälter mimt und bestimmt einfach dass ich am nächsten Tag auch bei so ner komischen Veranstaltung von ihm arbeite. Ich verweigere. Er hat ne Chamsys mit, kennt sich aber damit Nüsse aus und das Licht ist ultrapeinlich, auch die Videoshow die an Windows 95 erinnert.

Mittwoch 26. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Schon wieder früh aufwachen, blöder Muezzin, und um 7.35 sitzen wir beim Frühstück. Es gibt genau vier so grüne Minipalatschinkos die gleich einkassiert werden. Dazu gibts rohes Spiegelei.

Pünktlich um 9.15 sitzen wir vor der Tür, unser Shuttle kommt nicht daher und wir lassen die Tourchefin anrufen. Dann steht eh schon das abgefuckte Großraumtaxi da und wir fahren ne Stunde rum Leute abholen die teilweise gar nicht da sind. Dafür sehen wir den Flughafen von außen. Ne indische Familie wird abgeholt die offensichtlich gar nicht mehr damit gerechnet hat, dann gehts zum Geopark Langkawi im Norden.

Unser Guide wartet schon, wir müssen unsre Baron Pickerl aufpicken, werden auf Boote verteilt und tuckern mit zig anderen Booten und unserer riesigen Gruppe zur stinkigen Fledermaushölle wo wir nix reden dürfen. Angreifen auch nix weil alles voller Fledermauskacke ist. Affen hüpfen rum, der Guide macht seine Witze und erklärt was über die Bäume. Regel Nummer 1: Follow the monkies, do not eat the monkies. Im Gatsch zeigt er uns Babykrabben.

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Langkawi – Mangrovenparty

Wieder ins Boot, Riesenchaos am Steg wo sich noch lauter andre Gruppen tummeln, wir rasen den Fluss entlang, Affen werden sekkiert und mit Erdnüssen gefüttert. Einer kackt zum Dank ins Boot. Kopf einziehen bei der Crocodile Cave, weiter zur Fischfarm wo sie nen schlafenden Hai haben, grimmige Grouper und man kann seine Hand ins Maul eines Mantas stecken.

Dann gibts ein dezentes Essen, wir plaudern mit einem Honeymoonpaärchen aus Indien, machen einen kurzen Schwimmstop und düsen an unsrem alten Traumstrand bei der Zementfabrik entlang zu den Inseln wo wir eigentlich mal hinkayaken wollten und füttern Fische mit Toastbrot. Langsam gehts wieder retour, wir beobachten noch Adler und dann sind wir wieder am Pier und unser Taxi kommt auch grad.

Alle werden daheim rausgehaun, wir sind um halb 3 wieder daheim. Entspannunsschwimmsi am Pool, Tschick einkaufen gegenüber mit Wäschereibesichtigung und im Anschluss den schärfsten non-spicy Mango Salad in einem zweifelhaften Futterlokal bei uns ums Eck.

Dann gehts in die Stadt, wir entdecken eine nette leckere Cocktailbar wos einen Zimtcocktail und eine Katze gibt. Nirgends verkaufen sie Tabak ohne Geschmack. Retour zum Strand in die Holzbar wo lauter normale Leute bei normaler Musik sitzen. Ich krieg wieder meinen Mai Tai in diesem schicken Tikibecher. Die haben eine überraschend saubere Toilette.

Weiter ins Thirsday wo wieder die Reggae Band spielt. Es hängt ne kleine Nexo PA, dazu ein kleines Soundcraftpult und eine Chamsys. Am Nebentisch drei US College Mädels und die eine mit dem Slash Tshirt ist auch da, diesmal inkognito und voll gesackelt. Nach einem Drink gehen wir heim, Lesestunde wird vertagt und wir gehen schlafen.

Ich war irgendwo in Malaysia in der Stadt und die Orpheum Heide war auch da. Irgendwer hat uns nach den Buspreisen gefragt. Dann wieder Wien, ich war wieder in der Dofburg tätig hatte aber noch keinen Ausweis und da ne Demo oder sowas war hab ich mich gefragt wie ich wieder reinkomm. Beim Thomas Rabitsch waren wir auch, sein Büroschreibtisch war ein rotes Ledergebilde, geformt aus einem alten Rhodes. Er hat sich auf Firmenkosten neue Gummistiefel gekauft weil er mitten in dem Tsunami Chaos auf Java war. Er war relativ ungut.

Donnerstag 27. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Irgendwann in der Früh begann voll der orge Regen der stundenlang und lautstark aufs Dach prasselte. Zum Frühstück wars dann wieder friedlich.

Our daily-routine: bisl am Pool abhängen, dann gegen halb 12 Aufbruch in die Stadt die urevollheiß ist. Wir entscheiden uns für den Inder im Stock, ganz lecker, bisi teuer, kein Klo leider. Dann weiter Richtung Einkaufszentrum zur Bank wegen Geldabheben wozu die blöden Bankomaten gemeinerweise die Bankomatkarte verlangen die natürlich daheim liegt. Plan gescheitert, Hitzeschlag außerdem. Drum gibts ein Beruhigungseis. Diese blöde Tasche für die Angie kostet voll viel, passt ihr dann eh nicht und fliegt außerdem schon beim Hinschauen auseinander.

Im Hotel gehts wieder an den Pool der echt die perfekte Temperatur hat. Und die Musik ist auch dezent und mit der perfekten Lautstärke.

Wäsche wird gegenüber aufgegeben, 3,3 Kilo für 14,80 Ringit. Tabak gibts überall nur mit Geschmack nur im Dutyfreeshop gibts einen für 14 der okay ist und nicht verzollt. Wir spazieren voll weit, bis zum Aquarium und so anderen Freihandelszentren.

Wieder daheim schickt uns der Rezeptionstyp beim Abendspaziergang zum Nachtmarkt wo genau nix los ist. Drum die übliche Lokalrunde, mit Cocktailbar und Thirsday mit der Reggae Band. Total krasse neue Entwicklung: Wir trinken noch ein Tiger in der verkifften Reggae Bar wo grad ne komische Band soundchecked. Nachdem alle einzeln fertig sind stellen sie nen fetten Subwoofer hinter den armen Drummer. Und dann legt wer Jamie T auf.

Dann Heia.

Freitag 28. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace

Heut sind beim Frühstück lauter neue Leute. Kenn keinen. Nur der eine Typ mit der Kappe und Family vom Labu Labi ist plötzlich da, freut sich und erkennt mich als Kollegen der Hollywood Filmbranche.

Heut ist Shopping Tag… nach einer Poolrunde gehts dann wieder in die blöde Stadt rein die schon wieder sauheiß ist sodass sogar die Bauarbeiter bei der Wechselstube frei haben. Im Internet schreibt ein Russe über den Geldwechsler: Sehr schlecht, der Rubel ändert sich nicht!

Erstmal zweites Frühstück beim Live Seafood Chinesen mit gebratenem Reis, Ananashuhn und Zwetschkensaft. Dann weiter zum 100. mal an den ganzen Fetzengeschäften vorbei. In einem scheint gar keiner drin zu sein bis plötzlich ein schwarzer Gwandhaufen Hallo sagt. Ne Burkafrau, eigentlich die perfekte Tarnung für Ladendetektive.

Dann gehts weiter in das blöde Shopping Center, Nicole weiß immer noch nicht wo das Klo dort ist. Für ne Stange Tschick muss man seinen Pass herzeigen. Same Same, im Armyshop gibts zwei Messer zum Preis von einen. Das Buchgeschäft verdient 18 Ringit. Kurzer Trinkstop im Cinnamon Gschäft, dann gehts wieder nach Hause. Voll anstrengend alles.

Als es dunkler wird gehen wir wieder los, wieder Hauptstraße und dann so nen Schleichweg in unsre Cocktailbar (Ah Chong oder so hieß die). Setzen uns zu wem dazu, reden nur Schaas, fragen den Kellner wo er diese schicken Tikibecher her hat die bei Amazon 25 Euro kosten und dann fängt der Typ am Tisch auf Deutsch zu reden an. Schweizer, macht grad ne Kapitänsausbildung, mit ner Schwedin verheiratet die ihn verlassen hat und jetzt gondelt er in der Gegend rum. Ne Schwedin kommt vorbei und busselt ihn ab, die sitzt auf diesem riesigen Schiff fest was diesem Singapur Typen gehört der per Interpol gesucht wird wegen dieser Stanley Morgan Sache. Las ich im Standard nen Tag zuvor.

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Langkawi – Fototapete

Dann weiter ins Thirsday wo heute irgendwie nix so klappt. Tonprobleme, keiner weist uns nen Tisch zu, keiner kommt wegen Bestellung und der Cocktail dort is immer noch grauslich.

Dann gehts nach Hause, bisl packen und Licht aus.

Samstag 29. Dezember 2018 Langkawi, Telage Terrace – Koh Lipe, Wapi Ressort

Um 6 geht der Wecker, ich hab ganz schlecht geschlafen. Bei der Einreise hat nix funktioniert und ich musste mich mit nem gelben Regenmantel als thailändischer Bauarbeiter tarnen und hab dabei meine schwarze Tasche stehen lassen.

Das Bad wird 27 Minuten lang blockiert, dann darf ich auch mal aufs Klo. Alles in den Koffer schmeißen, Zimmercontrol – more control. Um sieben simma fertig und ich bestell so nen Grab Typen der irgendwie schon vor dem Hotel auf uns gewartet haben muss, 10 Sekunden nach Bestellung war der jedenfalls schon da. Schwarzer Nissan, getönte Scheiben.

Flott auschecken, das Nachtkastl noch schnell ruinieren, die TikTak-Uhr wieder montieren, 60 Ringit Touristeuer bezahlen und in den Sonnenaufgang Richtung Telaga Harbour.

Dort wartet schon ein Deutscher mit seiner Freundin, will erstens unser Grab und zweitens dass wir ihm Baht in Ringit wechseln. Daneben steht der arme Fahrer der auch nicht wechseln kann und drum mit 14 Ringit anstatt 15 wieder losfährt. Wir kriegen 1000Baht für 100 Ringit, freuen uns, bis wir drauf kommen dass das eh voll der normale Kurs ist.

Wir sind die ersten, juhu, noch nix hat offen, und der Security, noch in Zivil, drückt uns die Thai Einreisepapiere in die Hand. Klo gibts auch, langsam trudeln andere Bootstypen und die Reedereidamen ein. Wir checken mal die Boarding Tickets, hängen rum, Tankstelle von Petronas ist daneben in einem voll schönen historischen Bauwerk. Dann simma voll schlau und stellen uns mal vorn an für die Passkontrolle während die anderen Trotteln unten abhängen, ein Bub flötet die ganze Zeit voll nervig in der Gegend rum. Hinter uns warten Österreicher schon mit ihrem Gepäck, voll doof, wir sollen die ganzen Koffer doch da oben stehen lassen und das Personal trägts ins Boot.

Schnell Passkontrolle, vorm Einstieg wollens noch alle Pässe einkassieren und wir kommen drauf dass wir das Gepäck doch selbst mitschleppen hätten sollen. Was jetzt voll das Problem ist weil wir ja schon offiziell ausgereist sind und nicht mehr einfach die 10 Meter retour zum Gepäck dürfen. Nach uns kommt die Flötenmami die offenbar das gleiche Problem hat.

Ich werd dann doch unter Aufsicht rausgelassen, hol unser Zeug, haus ins Boot rein und nehm meinen Platz neben meiner Frau ein die den schon brav gegen diverse Russen verteidigt hat. Alles geklappt mal. Im Fernsehen rennt Real Steel, so ein Roboterkampfschaasfilm. Die stehen sichs da offenbar auf Roboter.

Eine halbe Stunde später als geplant gehts gemächlich los, die See ist ruhig, keiner muss kotzen, das Klo schaut aus wie der Muscheltyp von Piraten der Karibik.

Film geht gut aus und wird, weil ich ja den Anfang verpasst hab, netterweise gleich wiederholt. Blöderweise sind wir dann schon da.

Voll schön hier, das Wasser extremst klar und himmelblau. Es gibt aber keinen Pier, drum legen Longtailboote an und wir werden an Land gebracht wo schon die ganzen anderen Typen genervt warten die nach Langkawi wollen. Personal trägt unser Gepäck an Land.

Es folgt die große Einreiseformalitätenshow. Zuerst mal ewig warten auf was auch immer, dann kommt wer mit den ganzen Pässen, macht lauter Witze, schickt alle von A nach B und hat voll die Gaudi. Zuerst die Tagesausflügler die genau drei Stunden Zeit haben bevor sie wieder retour einchecken müssen.

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Koh Lipe – The Great Immigration Office Show

Die Retourtickets werden abgestempelt. Dann wird jeder Passinhaber einzeln aufgerufen, inklusive Witze über die jeweiligen Namen. Im Anschluss darf man sich bei der Passkontrolle anstellen, bekommt nen Stempel, dann bei den Parkrangers 200 Baht Nationalparkgebühr für 5 Tage zahlen. Weiter zum Gepäck wo Grenzbeamten fast jeden Koffer durchsuchen. Unser Zeug wird nur unsittlich betatscht.

Wir sind fertig, voll fertig, und fallen ins nächste Lokal auf ne Kokosnuss und einen Kaffee. Laut Karte ist es zur Walking Street die uns zu unserem Ressort am Sunrise Beach bringt nur ein kurzes Stück über den total feinen Sandstrand. Trolley ist leider schlecht geländegängig. Dann Walking Street erreicht, voll nett, 1000 Shops und Bars und Tauchschulen und Bankomaten die leider alle leer sind. Also echt alle.

Wir erreichen Sunrise Beach, machen einen Stopp im Restaurant auf ein Leo und kommen drauf dass unser Ressort gleich nebenan liegt.

Einchecken beim Herrn Wappi der Franzose ist, bekommen Bungalow G8, leider ganz hinten.

Der Strand ist traumhaft, was leider nicht nur wir sondern circa eine Million anderer Typen finden sowie drei Dutzend Bootsmenschen. Gleich nebenan ist eine Tauchschule, ich quatsch mal ein bisl mit der Luisa, 1500 Baht pro Tauchgang, ab dem 4. wirds billiger.

Bisl abhängen, schwimmen gehen, dann doch Tauchgang gleich für morgen buchen. Auch in der Tauchschule ist urviel los, ich muss ewig warten bis wer kommt, außerdem ist voll viel ausgebucht und ich darf am Folgetag um 13 Uhr gehen.

Bankomaten sind immer noch alle kaputt, drum heb ich beim Herrn Wappi mal 2000 Baht ab.

Rumliegen, den schlechten Dan Brown lesen, Strandspaziergang nach links wos um die Ecke deutlich breiter und welliger wird. Zwischenstopp bei so italienischen Kiffertauchern mit Lümmelecken.

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Koh Lipe – Sunrise Beach Bootparkplatz

Dann Heim, Körperpflege. Meine Blase von den gelben Flossen sieht immer ärger aus. Im Wapi Restaurant hat schon alles dicht gemacht, deshalb gehts Richtung Walking Street ins Erstbeste. Gebratener Reis mit Shrimps. Ne Katze fängt sich nen Gecko von der Wand und futtert den auf. Die Katze hat ein ganz komisches Fell, so wie mit Haargel gefestigt. Ist aber eine sehr hübsche Mietz.

In der Walking Street ist abends Gott sei Dank Mopedverbot, dafür gibts Massen an Menschen die sich durch die Gegend schieben. Wir fallen in die Mädchencornerbar ein, trinken Mojitos. Die haben voll das schicke Klo. Weiter die Straße Richtung Anlegestelle. Und in einem Cafe spielt doch glatt der italienische Buchhändler von Otres 2 in Kambodscha. Wir sagen Hallo und plaudern, er ist hocherfreut und erzählt das die ganzen Chinesen dort alles aufgekauft haben und es gab tagelang kein Wasser und Strom.

Am Strand wirds dann ruhiger, wir hatschen bis zum Ende und drehen wieder um. Es gibt so ein Lokal im ersten Stock wo wir Stellung beziehen um Leute zu beobachten. Dann noch ein Stop beim 7 Eleven der auch bumvoll ist und dann noch in die Hängematte am Strand. Endlich ist es ruhig! Koh Lipe ist wunderschön aber es sind eindeutig zu viele Menschen hier.

Heut Nacht war Drogenrazzia im Weberknecht. Sie haben nix gefunden.

Sonntag 30. Dezember 2018 Koh Lipe, Wapi Ressort

Um 7 aufwachen, Klo, Bankomatkontrolle. Immer noch alles leer. Abmarsch zum Buffettfrühstück wos Spaghetti gibt und Omelettes und Joghurt und Säfte. Alles sehr lecker aber unglaublich laut. Irgendwelche blonden Herrenmenschen aus Schweden machen voll Stress, bestellen urlaut Chicken Nuggets für Take-Away und Strandhandtücher, aber Jennifer. Dazwischen brüllen Kinder deren Schwestern ihnen die Schuhe ausziehen und auch die Vögel zwitschern unglaublich laut.

Setz mich woanders hin, bringt nix. Die Blonden und die Familien folgen mir.

Retour ins Zimmer, Tauchzeug herrichten, Strandliege besetzen und dann kurz vor 1 Abmarsch nach nebenan. Hier auch urviel los, gibts ja gar nicht. Ich krieg ne süße thailändische Tauchlehrerin namens Juli oder Gil, bekomme mein Zeug in die Flossen gedrückt, passt alles. In meiner Gruppe noch zwei Schweden und so ein Chines. Rein ins Wasser, voll schön, tauchi tauchi. Wir sehen Skorpionfische, diese Lionfische und so ne schwarz weiße Seeschlange die angeblich voll giftig ist. Ich hab schon wieder troubles mit Luft rauslassen und krieg von Juli oder Gils Gürtel noch ein Kilo auf die Flasche verpasst. Dann sauf ich voll ab, aber es geht trotzdem besser.

Wieder rauf aufs Speedboot, hat Spaß gemacht. Flott wieder retour, beim Aussteigen fliegt der Chines voll ins Wasser, debriefing is auch stressig weil die gleich wieder raus müssen.

Wieder retour, Überlebensleogönnung. Rumliegen, Dan Brown lesen, die Schweden brüllen rum egal wo sie sind. Ich komm drauf dass ich morgen nochmal tauchen mag, geh wieder rüber und krieg noch nen Platz in dem Stonehengeboot für 10.30.

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Koh Lipe – das offizielle Liederbuch

Langsam wird es finster und uns hungert es. Retour zur Walking Street, links weiter beim Souvenirshop. Heut darf ich das Restaurant aussuchen…. 

Zu spät entdeckt Frau Wuddl den Holzboden und wir dürfen sitzen bleiben. Der Grillchef am Eingang freut sich total, wir kriegen Red Snapper für 550 und Leo für je 50. Das Klo ist ein tolles Abenteuer. Fisch mundet aber köstlich.

Dann zum Postkartengeschäft, den einen Tauchwitztyp getroffen, walking street zum Patayya Strand und ne Reaggaebar suchen. Ein Typ spielt urgut Gitarre, also halbwegs, gibt aber keinen Platz, nichtmal im Stock oben mit toller Aussicht. Wieder retour, in die Sansibar Bar oder so ähnlich. Dort kommt aber keiner. Also in die Poohbar mit dem geklauten Gitarrenhalsstatuenlogo am Eingang, in den Stock rauf damits der Kellner etwas sportlicher hat. Tolle Beobachtungsstation. Der Fisch gegenüber kostet nur noch 300 Baht pro Kilogramm, alles sperrt doch relativ früh zu. Der Verleihnix zieht sein Leibal aus und putzt seinen Fischtrog.

Wir winken noch dem Pooh Gitarristen der seine Zuspieler vom Handy und Tablet gleichzeitig abfeuert und gehen heim.

Montag 31. Dezember 2018 Koh Lipe, Wapi Ressort

Silvester, juhu, voll wurscht. Ich wach um halb sechs auf, google sagt Sonnenaufgang ist aber erst in einer Stunde angesetzt. Drum nur rumhängen und Wirbel machen, ein Grinch schlürft vorgebeugt aufs Klo. Die Spülung hat was und rauscht ständig vor sich hin.

Um 7.30 dann Frühstücksbeginn, die Schweden sind auch schon da, putzmunter und supergut aufgelegt. Heut gibts Würstel, Schinken, Omelette mit Speck, Joghurt, Kaffee, Wasser, Fruchtsaft, Salat, Frenchtoast mit Puderzucker und Fruchtsalat. Sehr spärlich.

Dann wird Frau Wuddl munter, torkelt zum Frühstück, ich krieg noch nen Kaffee. Es is eh gleich 10 und ich geh wieder nach nebenan. Wieder full chaos, ich bin heut leider nimma bei Juli oder Gil sondern bei nem Typen ohne Tauchausbildung. Mit mir schon wieder der Chines, ein eingebildeter Divemaster aus England mit rosa Hose der am Boot irgendwie vor sich hinbetet und ein Schwede. Das Boot ist bumvoll, ich hüpf als erster rein. Immer total befreiend da rumzutreiben. Die Leine runter gehts, heut mit 5kg. So ein Typ am Boot der ne riesige Tasche mitgeschleppt hat wollt 14kg die er nicht gekriegt hat.

Tauchgang voll schön, Fischschwärme, so ein Stein hat sich plötzlich in nen Fisch verwandelt, Lionfish, Muräne, alles dabei. Hat voll Spaß gemacht. Ganz vorn am Boot gehts wieder retour, der rosa Engländer hat auf den Gilis bei Blue Marlin seinen Divemaster gemacht und meint dass sind voll die Arschlöcher und der Chef ist voll reich.

Alles reinschleppen, abduschen, umziehen. Meine Blase am linken Fuß schaut immer noch voll mutantenmässig aus. Ich such wem dem ich meine 1500 Baht in die Hand drücken darf und geh wieder rüber.

Leobelohnung, lesen, Frau Wuddl geht schlafen damit sie für die große Silvestersause abends fit ist. Dem Herrn Wappi ist das aber voll wurscht, der sperrt beinhart um 6 sein Resti zu.

Wir spazieren diesmal den Strand entlang nach rechts bis es nimma geht, klauen ein Buch und legen uns hin für die große Waschmaschinenentladungsshow. Bei der Cocobar gibts ein Süppchen und Pina Colada in Kokosnuss und ThaiIceTee, der orangene. Außerdem is hier ein Portal. Die Angie ist grad beim Bipa Waschpulver kaufen.

Zwischenstopp bei so nem Hippiegoaressort, alles voll eco friendly drum recht grindig. Sie spielen einen Bilderbuch Remix von Plansch. Cocktails sind lecker und dann kommt so ne Botox Russin ohne BH die ne große Busenselfieshow vorführt. Is jedem wurscht. Das Klo ist hinten bei den Kokosnüssen und mit ökologischen Sägespänen ausgelegt. Die Sonne geht unter, voll schön, nur wir sind schon hundemüde.

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Koh Lipe – Sea View Eco Super Friendly

Schnell zurück ins Zimmer, kurz duschen und Deo drauf was nicht geduscht wurde. Alles mit dem Nobitegift einsprühen dass sogar Plastik auflöst. Dann Richtung walking street und nach rechts, zu so nem kleinen Lokal wo wir zwei Fische zu je 150 Baht und einen Fisch der Tinte für 120 verputzen. Nicole verhandelt zwei gratis Kartoffeln raus. Am Nebentisch sitzen zwei Österreicher wie beim Geschäft mit der Liebe und die Nachspeise schmeckt nach Papas flambierten Bananen.

Dann walking street wo überraschend wenig los ist. Auch haben viele Hütten zu. Am Pattaya Beach sind dann alle, schießen Raketen quer über Wasser, trotzdem alles relativ ruhig. Unser Plan war eigentlich wieder retour in unsre Goabar zu gehen. Als wir um 10 einen Zwischenstopp daheim machen bleiben wir dann gleich, lesen noch wie Opas unsre Bücher und gehen um 10 schlafen. Um Mitternacht dann großes Raketenaufgewecke aber sonst der erste Schnarchsilvester ever.

Dienstag 1. Jänner 2019 Koh Lipe, Wapi Ressort

Schon wieder halb sechs aufwachen. Raus aus den Federn, ab zum Strand. Bei den Tauchern ist immer noch Party, ansonsten rennen nur ein paar Chinesen rum und rennen pflichtgetreu ins Bild. Keine Alkleichen, alles sauber. Komisch.

 

Sonnenaufgang anfangs nett dann verhalten. Um 7.30 zum Frühstück. Die Schweden sind putzmunter und voller lauter Energie. Aber sie checken aus. Obwohl es heute sogar zaghafte Annäherungsversuche gab. Zu spät.

Heut gibts Reis als Novum, ich krieg meine Chilis dazu. Vorm Bungalow sitzt meine Frau und verkündet dass wir heut die Insel erkunden müssen. Aber erst nach dem Frühstück. Der Chef bietet uns am morgen mim Moped ins neue Ressort zu bringen, sehr nett. Wenn er was ausm Internet bestellt muss er das an eine Agentur am Festland schicken lassen und die organisieren dann für ein Heidengeld den Transport.

Um 10 ist dann tatsächlich Abmarsch. Grad raus, vis a vis grad weiter, Berg rauf, Hügel runter, nach rechts und dann am Tempel und der Solaranlage vorbei immer weiter bei so private beach ressort Ungusteln. Ins Decho Ressort marschieren wir dann einfach rein, bestellen ein Leo und Iced Coffee und Iced Green Tea. Das Eis kommt offenbar aus der walking street wie uns die Kellnerin aus Bangkok erklärt und das kann dauern. Wir sollen doch lieber schwimmen gehen. Am Nebentisch lärmen schon wieder so junge Schweden die Klone von unseren hätten sein können.

Trotzdem ises voll schön, das Meer azurblau und leicht abfallend. Ein privater Ministrand mit Glasscherbendeko.

Dann ist auch der Eismann da, wir kriegen unsre Drinks, gehen zweimal aufs Klo und marschieren dann Richtung Pattaya Beach. Wuddl ist orientierungsmässig nicht so gut drauf heut und voll verwirrt wo wir jetzt sind. Alles recht sauber und ruhig eigentlich, Silvester war offenbar relativ harmlos. Passion Fruit Shake gibts für 60 Baht, die Sportbar hat noch zu und die Straße bei dem Gelsensee hinter unserem Ressort war überhaupt nicht ne Straße sondern voll der Riesenschwindel.

Die Putzkollone war auch noch gar nicht da obwohls schon voll spät ist. Wir siedeln wieder auf den Strand, lesen Illuminati und das geklaute Buch aus dem Ressort am Ende und dann wirds eh langsam dunkel und wir marschieren los Richtung Fisch.

Diesmal da links von der walking street weiter bis es nimma geht, zu einer Reggae Bar die nicht so ganz vertrauenerweckend aussieht. Wieder retour zu unserem Ex-Restaurant wo uns aber keiner grüßt. Drum zu den Ladies vom Vortag. Red Snapper und so einen Filetfisch der wie Steak schmeckt, dazu Kartoffeln mit Mayo. Diesmal wird Nicole sogar nur ein bisl mit Fischblut vollgespritzt.

Dann wieder walking street in die Pooh Bar auf eins. Wir sind müd, gehen noch kurz in den Supermarkt, machen halt bei dem „Donut !– 10 Baht! – Coconut!“ Opa, treffen die Mopedbullen die am Vortag irgendein ominöses Buch aus unsrem Ressort geholt haben. Im Bücherschrank bei uns gibts leider nur ein OWD Buch in Chinesisch und Spanisch.

Heim zu uns, am Strand noch bisi sitzen und den Wellen lauschen. Hier gibts entweder Wind oder Gelsen. Noch bisi lesen und Nachti Nachti.

Mittwoch 2. Jänner 2019 Koh Lipe, Wapi Ressort, The Breeze

Um 6 werd ich munter, draußen erklimmen die ersten Sonnenstrahlen die azurblauen Hügeln der zarten, frühmorgendlichen Hügeln des Meeres.

Frau Wuddi hüpft aufgrund dessen wie ein munteres Rehkitz aus den Federn, wir gehen zum Strand und ich krieg Schimpfa weil ich nicht auf den gewohnten Liegen lieg sondern auf denen daneben. Die ersten Drohnen ziehen ihre surrenden Kreise, der Bootsmann watet zu seinem Longtailboot und die Wolken verhindern einen pornomässigen Sonnenaufgang.

Wieder retour, bisl lesen, an Schlaf ist nicht zu denken, um 7.45 dann Frühstück. Neue Leute. Das hübsche alte Pärchen aus Italien is auch nimma da. Heut gibts Reis und dazu Pad Thai und ein Chilisammelsurium. Dazu das übliche. Der Kaffee schmeckt wie alte Socken erklärt meine allwissende Lieblingsbarista. Das erste Taucherspeedboot verlässt den Hafen, fast leer.

Dann nach G8 retour, packen, allerhand Klump suchen, Safe ausräumen, Gepäck vorschleppen. 14 Uhr haben wir als Abfahrtszeit gewählt und der Herr Wapi will 1720 Baht für die ganze Fresserei von uns in den letzten Tagen. Wir wollen nix zahlen sondern weiterfuttern, deshalb dürfen wir später zahlen, weiter abhängen und Liegen besetzen.

Ich buch noch einen Tauchgang für morgen 10.30. Beim vierten wirds dann billiger. Rumliegen, Buch lesen, Reis futtern, Massage inklusive Locken. Der Farang sagt einen Wirbelsturm für die kommenden Tage voraus.

Um zwei setzen wir uns dann aufs Mopedbeiwagerl mit unsrem ganzen Zeug und werden, an der Müllhalde neben dem Tempel vorbei, zum Breeze gebracht.

Hallo Hallo, es gibt Kinderorangade zur Begrüßung und wir beziehen Zimmer 107. Eh ganz nett, Balkon, aber Bad doch recht grindig, nichtmal Heimstandard. Wir sind etwas enttäuscht.

Wir marschieren zum Pattaya Beach. Es ist sauheiß und die Sonne knallt schon recht tief rein. Einkehr neben der Monkey Bar mit blauer LED, dann weiter zum Schweizer. Der lebt da seit 18 Jahren, sein Papa ist aus Iran und er hat das Land schenken kriegt. Ich ess Gemüsereis mit Chili. Wenn man zwei Bücher abgibt darf man ein anderes mitnehmen, dafür ist das Müllsammeln jeden Montag gratis.

Dann wieder heim, Bauch- und Rückenweh kurieren und Cast Away mit Tom Hanks schauen. Aufbruch zum großen Fisch essen, davor Cocktailstunde bei der Spanierin mit dem Aussichtslokal gegenüber dem Slushi Stand der hauptsächlich alles herschenkt. Wir kriegen ein Salami-Gratis-Tappa.

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Danach landen wir bei so Thai Gangstern gegenüber der Poohbar und essen Squid und so nen Minituna. Sie sperren zu, ein Opa bietet dem TG 10.000 Baht Finderlohn für irgendwas, im Supermarkt sind lauter Russen und wir gehen wieder Heim. Unterwegs wird noch der Gitarrist von Otres 2 gesichtet.

Mittwoch 2. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Früh aufwachen, wie immer. Lesen im Green Mile Buch was wir vom Bücherschrank des Nachbarressorts als Dauerleihgabe uns geborgt haben.

Gibt ne Karte mit Frühstückssets. Ich entscheid mich für American, komm drauf dass die Karte auch ne zweite Seite hat und entscheide mich um auf gebruzelten Reis. Kriegen tu ich beides und bin kulinarisch überfordert.

Um 9.30 dann Abmarsch zu den Tauchern, bin viel zu früh dran und außerdem hab ich mich überhaupt um ne halbe Stunde vertan weil Treffpunkt erst 10.30 gwesen wär. Doof. Es gibt WLAN, das Passwort lautet seahorse. Langsam gehts los, Speedboot, brum brum. Heute mit Marco als Guide, dem Franzosen der eigentlich Italiener ist. Dazu ein englisches Päarchen, sie ist Divemaster. Und eine wild herumfuchtelnde junge Französin die mich nervös macht. Heut ist es spürbar kälter im Wasser obwohl das Thermometer was anderes sagt. Der Italiener sieht eine Muräne die grad nen Grouper fressen möchte, ich seh nix, nur nen bärtigen Skoprionfisch. Nach 50 Minuten gehts wieder rauf, ich hau mich wieder nach vor im Boot und wir fahren heim. Wuddl wartet im Nachbarlokal und weigert sich das BCD in ihrer Emanzotasche zu verstecken.

Dann wieder ewig warten wegen Unterschrift, ich buch für morgen Pattaya Spot, wieder volles Chaos wegen bezahlen. Money – yes, no? Sie folgt meinem Vorschlag von vor einer Stunde und wir machen alles morgen.

Ab ins Restaurant auf ein Leo, es nieselt leicht. Weiter zur Sea La View Goa Bar wo wir eine dritte Kandidatin für unser Kindermodelbusiness scouten. Dort hams zu Silvester auch Bilderbuch gespielt.

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Koh Lipe – Ich liebe Bier!

Retour zur Straße und Richtung Hause, bisi rasten und Schläfchen machen. Gegen 6, halb 7 gehen wir wieder los auf der Suche nach dem Fisch und landen in der kleinen Bude wo wir White Snapper und Little Fish für 350 und 150 Baht verspeisen. Ich probier diesen Spezialitätenschnaps, Samsong oder so für 60 Baht. Riecht nach Ethanol, schmeckt irgendwie wie ein Whiskey-Rum Bastard.

Fisch ist heute auch etwas trocken, egal. Walking Street und in dieses Pura Vida Taucher Lokal mit so spacigem Dekozeugs und heut ist auch die Musik entspannter. Die haben das königlichste Klo der Welt mit rotem Teppich der einen zum Throm leitet. Gegenüber ist ein all-you-can-eat Fischlokal für 490 Baht.

Wir sind müd und gehen heim. Der Sturm kommt offenbar tatsächlich, die Inseln auf der Innenseite werden alle geräumt.

Freitag 4. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Früh aufwachen, heute Nacht war ich in irgendeinem Hotel und hab das Schwimmbad gesucht.

Ich geh allein zum Frühstück, die vergessen auf mein Obst. Heute ist ja auch mit zwei besetzten Tischen einiges los. Ich bestell dafür heut auch nur ein Frühstück.

Der Himmel ist wieder grau und es fängt sogar voll zu regnen an. Die Leute melden sich von daheim wie das jetzt mit diesem Sturm ist. Wuddl sperrt aus Angst die Badezimmertür von außen zu, ein Hotelboy knackt sie mit einem Löffel.

Wir spazieren zur Anlegestelle, das Chaos hält sich in Grenzen. Ein paar Leute sitzen rum und warten auf das 10.30 Boot, es is jetzt schon ne Stunde zu spät. Der Oberchecker erklärt uns dass sie heut eventuell noch fahren, morgen fix nicht wegen big waves. Außerdem hat das Bootsministerium ne Weisung rausgegeben dass jeder der jetzt raus fährt selbst schuld ist und sich selbst retten muss.

Na gut wir gehen auf nen Kaffee in die Monkeybar und schauen dem Chaos zu. Die Fähre wär eigentlich eh da und treibt von links nach rechts. Wir spazieren zu den Tauchern, keiner da, Marco futtert Reis mit Scheiß. Nix hergerichtet. Dann nach ner Viertelstunde frag ich was los ist. Alles abgesagt und ich hätt eh ein Mail bekommen auf gmx.de. Vielleicht morgen.

Also frei! Zum Glück ist Frau Wuddl mitgekommen. Zum Wirten daneben der ne Drohne hat und sie vom Tisch aus Runden drehen lässt. Reis mit Ananas – same same. Weiter zur Sea La Vie Bar wo grad Schilder gemalt werden und sonst auch allerhand Hippie Scheiß passiert. Green Curry mit Reis gibts für 190 Baht. Es war sooo ruhig weil die ganzen Longtails ankern mussten, Leute waren auch schon deutlich weniger.

Dann über die Hauptstraße retour, die ersten Fischtypen bauen schon auf. Kurzer Zwischenstopp daheim, gleich wieder los. In der Tappas Bar spielt wieder der italienische Buchhändler seine traurigen Weisen. Der Thai-Tauchtyp ist auch da mit ner Blonden am Shakern. Der Italiener kriegt ein Plektrum und bedankt sich artig, wir kriegen dafür Reistappas von der Chefin.

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Koh Lipe – die spanische Bar mit dem Italiener aus Kambodscha

Dann wieder die Suche nach dem Fisch. Finos Bar kriegt ne Chance, gar nicht mal so lecker, Hauptsache billig. Die Katze ist auch da und wir spielen Ich stups Dich – Ich hau Dich. Unentschieden gehts aus. Abmarsch nach Hause. Die Taucher haben geschrieben dass sie morgen gehen wollen, das Wetter sagt Katastrophe voraus. Heut Nacht knallt angeblich der Parduk Sturm voll dagegen.

Ich war ich glaub in Italien oder wo und irgendwer hat vorgeschlagen wir sollen doch zu der Insel da gegenüber schwimmen von unserem schönen Aussichtsrestaurant aus was natürlich voll die Schaas Idee war weil die Insel ein Flugplatz war. Es gab irgendwie Buffet und dann war da Elton John mit seiner roten Jacke und seinen dünnen Haaren. Wir haben voll nett und lang geplaudert, hauptsächlich über Bernie Taupin und dass der Axl Rose beim Freddie Mercury Tribute in Wembley damals so ein Arsch war. Er gab mir recht.

Samstag 5. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze

Die Taucher gehen wirklich tauchen! Davor noch das übliche Frühstücksprozedere. Irgendwie gibts auf der der Insel lauter Hitlerkatzen, die bei uns versuchte einen Einmarsch in die Küche der kläglich misslang.

Kurzer Besuch beim Strandterminal wo ein paar Touris verhandelten. Der grinsende Bootstyp meinte zu 80 Prozent fahren sie heut wieder, blöd nur dass das Boot einen gscheiten Knick davongetragen hat als sie am Vortag herfahren. Irgendwie mussten wir dann beide lachen.

Dann zu den Tauchis wo heut Hochbetrieb war. Wieder mit Marco und drei anderen Deutschen wobei einer voll stressig war und alles selbst mit hatte und am meisten Luft verbrauchte. Pattaya Beach stand am Programm, mit den Longtailboot diesmal was total wacklig war zum Reingehen. Die anderen durften mit dem Speedboot fahren. Genau heute hab ich natürlich mein Babyshampoo für die Maskenreinigung rausgegeben. Egal, Spucksi und rein ins Wasser.

Tauchgang war irgendwie stressig, die anderen Gruppen kamen von überall, wir kehrten teilweise um mit denen und wieder retour und keiner kannte sich mehr aus. Muränen entdeckt, es gab so Felsblöcke wo sich in dem schmalen Spalt dazwischen urviel tat. Beim Safetystop noch einen Squid entdeckt der sich nicht recht auskannte.

Dann wieder retour, die Hirschen hatten mich ursprünglich für zwei Tauchgänge eingetragen, warum auch immer. Zahlen, die letzten beiden für 2600 Baht, also jetzt 1400 pro Tauchgang was ganz okay ist. Ich hab die ganze Zeit schon unter Wasser husten müssen und hab gehofft dass war wegen der Pressluft, leider legte es sich nicht als wir wieder draußen bei unserem Wirten nebenan waren auf den Ananasreis. Die anderen kamen inzwischen vom zweiten Tauchgang retour und grüßten neidisch.

Nächste Station beim Herrn Wappi am Strand. Ich wollte nen Riesenjoke machen, schnappte mir ein Bier ausm Kühlschrank, ging zum Herrn Wappi und sagte nur „G8 please“ und der hätt es beinhart wieder auf unseren alten Bungalow gebucht. Komische Situation. Rumliegen, man konnte voll weit ins Wasser reingehen. Beim Wappi verabschiedet der dann auch noch ein paar G8 Witze machte. Stopp daheim, der Donut Mann 10 Baht Coconut war auch schon da und ein Bub hat Schimpfa gekriegt vom Ortskiebara weil er mit seiner Mopeten in die Walking Street reinfahren wollt die ja abends für Individualverkehr gesperrt ist.

Kurzer Duschstopp daheim, dann ein letztes Abendessen auf Lipe. Plan war eigentlich zu den Ladies zu gehen, aber irgendwer verbrannte in der Straße Reifen und die Lichtkegel der Mopeds bahnten sich ihren schmalen hellen Weg durch den stinkigen Rauch. Also wieder Walking Street, niemand verkauft Thailand Flaggen, und wieder zum Fino. Red Snapper für 300 und diesen Pseudo Thunfisch für 180. Wieder beides nicht so lecker, keiner konnte uns sagen welcher Fisch welcher war und beim Thunfisch war irgendwas grausliches dabei, so Innereien oder so.

Am Klo wartete schon der Semmelkater auf mich wegen unserem Stupsi-Haui Spiel. Morning Glory gabs auch und dann als alles verputzt war spazierten wir ein letztes mal über die Walking Street nach Hause ins Breeze.

Sonntag 6. Jänner 2019 Koh Lipe, The Breeze – Langkawi, Labu Labi

Schon wieder voll mies geschlafen, ich hab mir echt ne Erkältung aufgerissen. Ärgerlich. Um 6 klingelt der Wecker, es war voll heiß in der Nacht und ich hab sogar überlegt auf den Steinboden zu übersiedeln. Sogar Bärli war ein Heizi. Um 7.40 dann Frühstück, meine 500 Baht für den Tresorschlüssel zurückverlangen und dann gabs noch Stress weil ich angeblich noch nicht gezahlt hätte oder was weiß ich.

Frühstück nur halbfertig essen können, dann wurde unser Klump auf ein Beiwagerlmoped verfrachtet und wir wurden zur Anlegestelle gebracht.

Dort schon halbwegs Chaos, fünf Minuten später und die Schlange wäre endlos gewesen. Ewig anstehen, irgendwie waren alle da die das Boot am Freitag nicht nehmen konnten weil ja angeblich am Samstag ja auch keines gefahren wäre. Egal, wir haben unsere Tickets bekommen, durften unseren Pass abstempeln lassen und dann auf eine letzte Nuss in die Monkeybar um das Chaos zu beobachten.

Das Boot nach Koh Lanta war auch bumvoll und dann gings langsam los mit unserem. Alle wurden per verteilter Nummer aufgerufen, alles klappt, wir sind relativ zeitig am Boot und sitzen unten, beim Fernseher in der Hoffnung einen weiteren Roboterfilm genießen zu dürfen.

Los gings, deutlich rauer als beim letzten mal aber auszuhalten. Sepultura im Ohr und dann gabs die große Passverteilshow. Man sagt seine Nationalität, bekommt 10 Pässe in die Hände gedrückt und darf sich einen aussuchen. Als Bonus gabs drei Schwedenpässe die keiner wollte und irgendein Italiener hat vergessen wie er heißt und den falschen Pass behalten.

Nach 40 Minuten Verspätung dann endlich docken in Langkawi bei Kaiserwetter. Meine Badehose stinkt irgendwie Vollgas, sehr unangenehm. Gepäck ist auch da, anstellen für den Malaysia Stempel. Unser Fahrer wartet schon auf uns, Klopause muss sein, dann gehts im gewohnten Autoduft nach Labu Labi. Zementfabrik, Kreisverkehr, wir kennen uns voll aus.

Dann kommt der Chef raus, der Fahrer will seinen 45 Ringit, wir kriegen wieder unser 8D. Liza ist auch ausm Türkeiurlaub retour, meinte es war voll kalt und sie ist froh wieder da zu sein. Außerdem gibts lauter negative Neuerungen. Das Frühstück kostet auf einmal 10 Ringit, Gratiskaffee und -tee wurde gestrichen, das Bücherregal hat der Wind verweht und bei den Fish n Chips Typen nebenan ist so wie in ganz Malaysien plötzlich Rauchverbot. Außerdem hat die Kellnercrew gewechselt und die neue ist deutlich langsamer drauf.

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Langkawi – hinterm Wedel ist die schöne Zementfabrik

Ich hab voll Halsweh und statt meiner Jack Daniels Medizin krieg ich Whisky Cola was eigentlich gar nicht auf der Karte steht. Sandy ist wieder da und streitet unter meiner Obhut. Und ich versuch mit einer Krabbe Freundschaft zu schließen.

Abendessen wieder bei den Komischen in der Nebengasse. Seafoodsalad der irgendwie ungenießbar war und meine komische saure Fischsuppe auf die ich schon einmal reingefallen bin.

Sonnenuntergang war heute auch gar nicht so top aber das Zementwerk strahlt schon eine fabulöse Endzeitstimmung aus im letzten Glanz der Sonne.

Es folgt noch eine kurze Lesestunde gefolgt von einer Hundegebellshow gegen 10pm und dann Licht aus.

Montag 7. Jänner 2019 Langkawi, Labu Labi – Kuala Lumpur, Hilton

Schon wieder ganz schlecht geschlafen. Heut habe ich gemeinsam mit dem Ostrowski und dem Palfrader und noch wem an einem Kabarettprogramm gearbeitet aber ich kam irgendwie gar nicht zu Wort. Dann hantelte ich mich bei so unfertigen Betonbalkonen von Stock zu Stock und hatte dann oben Panik ob ich je wieder runterkomm und dass Wuddl ja voll schimpfen wird. Und wir waren auf einer Dachterrasse die aber in der Mitte vom Haus angebracht war und haben uns mit denen Gegenüber mit so Pistazien beschossen.

Wecker um sieben, ich war eh schon vorher munter. Ohren und Halsweh immer noch da, alles weh. Schnell packen und duschen und ein letzter Strandspaziergang. In der Nacht noch voll Stress gekriegt weil ich gar nicht nachgeschaut hab ob die Uhr sich automatisch auf Langkawi Zeit umgeschaltet hat, das wär blöd sonst. Hat sie natürlich, eh kloa. Samsung macht keine Fehler. Um acht marschieren wir nach vor, lassen die DC Jacke im Schrank hängen und die Air France Decke bekommt hoffentlich auch ein schönes neues zuhause.

Die Dame von Grab kommt nicht daher, deshalb nen neuen Typen rufen der voll lieb und freundlich war. Für 19 Ringit sind wir am Flughafen, haben noch Zeit, geben das Gepäck ab. Alles voll teuer hier. Und überall Rauchverbot. Und Steuer kommt obendrein noch drauf. Ums Eck entdecken wir die Personalkantine und kaufen ein deftiges Frühstück für lau. Nebenan sitzt der Flughafengeneral mit seinen Orden. Ich bin immer noch voll verkühlt, geht mir gar nicht gut.

Gepäck is schnell abgegeben und dann verfliegt die Zeit, zum Glück ist alles sehr übersichtlich hier. Gate 5. Zu Fuß übers Rollfeld. Flugzeug wird noch gestreichelt und wir dürfen beim Notausgang Platz nehmen und kriegen ne extra Sicherheitskarte, zusammen mit Orangade und so Erdnüssen. Kalt ises und ich erfrier halb und meine Krankenschwester weigert sich mir meine Antierfrierungsjacke zu holen.

65 Minuten dann Landung in Kuala Lumpur. Letzte Station. Schaasig. Wir haben null Stress, außerdem gibts WLAN. Gepäck ist auch da. Auf gehts zum KLExpress, 100 Ringit für hin und retour. Voll die Abzocke, wie der CAT. Hier sitzen auch nur Touristen drin. Die Fahrt dauert 28 Minuten und wir steigen bei der Endstation KL Sentral aus. Dort stehen schon die Hilton Wegweiser und wir schlurfen in die Lobby. 100 Pagen wollen uns helfen und grinsen fröhlich. Omar Sharif checkt uns ein, der Honeymoongag scheitert kläglich.

Zimmer 1626, voll pfiffiges Zimmer mit lauter Schiebewänden, offenem Bad und rechteckiges Riesenfenster Richtung Autobahn und See. Überall Autobahn übrigens, egal welche Richtung. Poolinspektion im achten Stock, der is auch voll nett mit Steingang und Wasserfall und Rutsche, gemeinsam mit dem Le Meridien, unsre Nachbarn.

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Kuala Lumpur – das Hiltinger beim Bahnhof

Ich bin voll fertig, wir stapfen ins Einkaufszentrum gleich in der Ubahnstation. Alles voll nobel und kalt und teuer, sogar der H und M. Hätt auf ne billige Winterjacke gehofft. Hab voll Lust auf ein eiskaltes Tiger aber es gibt weder eine Trinkhalle noch einen Supermarkt der Bier verkauft. Ein Kiosk im hintersten Eck hat dann welches, ganz versteckt im letzten Kühlschrank. Hinter mir ein Opa. „Is this beer?“

Raus eine Rauchen, Ameisen und der malaiische John Grisham gesellt sich zu uns und tauscht Nummern aus und freut sich voll. Beim Inder gegenüber gibts dann was, voll teuer alles. Mir gehts nicht gut, bin echt fertig. Im Foodcourt noch ein Süppchen, ich hau mir Unmengen Chilis rein und schmeck nix.

Dann retour ins Hiltinger, bisl schwimmen, bisl abhängen und The Green Mile auslesen, mein letztes Buch, gefladert aus nem Bücherschrank in Koh Lipinger.

22.15 Licht aus, das Fenster ist voll toll, man spürt förmlich die Stadt. Und ich brauch 10 Minuten bis ich den letzten Lichtschalter gefunden hab.

Dienstag 8. Jänner 2019 Kuala Lumpur, Hilton

Voll Husten und Geschnarche in der Nacht sodass ich sogar selbst davon munter wurde. Mir gehts furchtbar, Männergrippe, tödlich.

Diverse Klogänge, dann die Krankenschwester wachstarren und von dem persönlichen Leid berichten. Anschließend Abmarsch zum Frühstück. Das war org. Zuerst leitet einen die Chefin einem zum vorgegebenen Platz. Ich in meiner besseren Pyamahose und dem ärmellosen Guns n fucking Roses Shirt. Es gibt Burkafrauen, Businesstypen, Sportler und der Chines neben mir schlürft sein Frühstücksei direkt vom Teller runter. Zum Essen gibts irgendwie alles. Indisch, Chinesisch, Englisch, Malaiisch, Westlich, ne Obstbar, ne Saftlady, ein Omelettechefkoch, alle möglichen Eier inklusive halb ausgebrüteter und 100 Typen die um einen herumwinseln und die Milch verstecken.

Dann kommt die Chefin, bekommt alles außer ein Häferl und entscheidet sich dann aufgrund der enormen Auswahl für ein Stück Obst.

Im Zimmer noch kurz chillen, dann Touriplan für heut. Zuerst so ein Grab checken und zu diesen bescheuerten Twin Towers fahren die einem Erdölkonzern gehören. Total unspannend, außerdem wollen einem die ganze Zeit Leute so ne deppate Weitwinkellinse fürs Handy andrehen. Kurzer Niesanfall der allgemeine Heiterkeit auslöst. In den Türmen ist schon wieder so ein Shopping Zentrum und am anderen Ende ein Park wo man nicht schaukeln darf. Straßen oder so gibts ja in Kuala auch nicht wirklich, wir finden endlich was was keiner Autobahn ähnelt und brauchen WLAN damit wir wieder so ein Grab Taxi zu dem Central Chinesen Market kriegen. Klappt nicht auf Anhieb, der Typ dreht mehrere Runden, dann gehts los. Stau.

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Kuala Lumpur – Petrons Twin Towers

Central Market gar nicht so spannender riesiger überteuerter Souvenir Stand. So Schalalan dies beim Sewa für 5 Euro gibt kosten hier das doppelte. Die Inder denen wir das erklären sind alle sauer. Weiter zu dem Street Market der aber auch nur Blödsinn anbietet. Stopp bei nem Chinesenlokal und wir kaufen ein paar Kühlschrankmagneten bei nem Deutschen der seit 13 Jahren da wohnt. Wuddl will ihm einen Traumfänger von 15 auf 20 Ringit raufhandeln.

Dann noch in die Reggae Bar die mir Google dauernd empfiehlt wo wir nen Kanadier treffen der seit 2,5 Jahren auf Weltreise ist. Sehr nett alles. Man muss echt nur auf irgendeine Hütte Reggae Bar drauf schreiben und hat das Lokal voll mit vergnügungssüchtigen Westlern. Geschirr wird gekauft, wegen WLAN Mangel wird die Monorail gesucht und die bringt uns für 1,20 Ringit pro Nase wieder zum Hilton.

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Kuala Lumpur – Chinatown mit Auto vom Mafiaboss

Kurz Verschnaufen, dann wieder Grab das ewig nicht daher kommt weil er vorher auf der Autobahn Runden dreht und weiter zu der Heli Lounge Bar die der Kanadier empfohlen hat. Ein Hubschrauberlandeplatz der abends zu ner angesagten Bar umfunktioniert wird. Gar nicht mal so toll, Mojito am Dach zusammen mit lauter Touris. Der Sonne taugts auch nicht, die verzieht sich hinter einem dichten Wolkenkleid.

Dann wieder öffentlich retour, Sitzplätze erobern, im Einkaufszentrum noch einen Kanister Kakao kaufen und dann retour ins Hotel zum Pool.

Eine Horde Chinesen kommen, fragen erst freundlich ob sie sich da hinsetzen dürfen und futtern dann alle aus Plastiksackerl und dazu gibts Bier. Irgendwann kommt so ein Hilton Typ und schimpft sie. Unser Stichwort, ab ins Bett.

Mittwoch 9. Jänner 2019 Kuala Lumpur, Hilton – Amsterdam – Wien

Die Nacht war ziemlich mühsam, man filmt ich gegenseitig beim Schnarchen um Beweise zu sichern. Teilweise versuch eine neue Liegestatt am Boden zu eröffnen scheitert. Drum lieber allein zum Frühstück, wieder urviel los. Heut gibts für mich ein Curry und so einen Kuchen der aussieht wie gebackene Ameisenmünzen. Dazu Brokkoli und gefährlich aussehende Pilze und natürlich Käse mit Läuselachs.

Ich bleib ganz allein und geh wieder rauf, inzwischen ist die verschnupfte Frau Wuddl wach und muss allein frühstücken gehen. Inzwischen gibts auf FOX eine tolle Motorradgangsendung Mayans M.C. und danach SMILF, auch sehr lustig. Anschließend wird langsam alles eingepackt, eine Überraschungstasche gibts für die Putzfrau mit dem Stephen King drin und Kaugummis.

Zwei Minuten vor Zwölf marschieren wir dann zur Rezeption, müssen mit dem Pagen streiten der sich unser ganzes Gepäck schnappen will. Wir dürfen alles da lassen, 6 Taschen die sie irgendwie zusammenschnüren. Dann auschecken und 20 Ringit Touri Taxe bezahlen und dazu gibts einen Biergutschein. Als alles fertig war wieder neue Karte lösen weil Sonnenbrille vergessen. Wir hätten ja auch unsre all-access Karte verwenden können die die Putze hat stecken lassen.

Wir haben für heut den tollen Plan zu den Batu Caves zu fahren, etwas außerhalb und neben den bescheuerten Türmen so ziemlich die einzige Sehenswürdigkeit. Blöd nur dass wir den Zug grad verpasst haben und der nächste erst in zwei Stunden geht was unseren ganzen Poolplan durcheinanderwirbelt.

Deshalb doch Shopping Wahnsinn. Zuerst Ticket kaufen zu Air Asia Bintang Station. Ein Security freut sich total, erklärt uns den Automaten, zeigt dann wie man diese Ticketmünze bekommt und knapp vor dem Ziel löscht er alles damit wirs selber machen können, wegen dem Lerneffekt.

Also mit der Monorail dorthin, Einkaufszentrum halb leer aber mit recht viel Schrott. Dazu entdecken wir ne versteckte Foodmall ganz oben wo sich sonst kein Touri hin verirrt, blöd dass wir grad gefrühstückt haben. Ich mag so eine gefälschte Luis Vuitton Tasche, aber für 90 Rinigt… Eine muslimische Mama hat einen Metalshop und verkauft Aufnäher und Shörts von Ozzy Osbourne über Deicide bis hin zu Behemoth. Hab sie gefragt ob sie das überhaupt kennt was sie da verkauft, is ja voll haram. Sie sagt sie kennt die Namen.

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Kuala Lumpur – Fischkopp

Dann wieder raus, ein Wachmann will uns in die falsche Richtung schicken, wir entdecken mal so ein wenig Stadt mit Menschen und Gehsteigen und dem ganzen Stadtding halt. H und M gibts, wir fahren eine Station retour zu Times Square Einkaufszentrum bei Imbi. Same same, im foodcourt gibts Green Curry, Shrimpssuppe, Reis für 9. Das geht.

Raus auf die Straße, rein in die Monorail, rüber in den Supermarkt, dann zu der Trafik und dem Bierkiosk und dann ab ins Hiltinger unsre Pooltaschen auslösen. Am Pool alles voll, legen uns zur Meridien Konkurrenz, gehen Whirlpool und schwimmen und sind traurig. Langsam wird Zeit, Duschen noch schnell und dann das restliche Zeug von unten holen und ab zum KLExpress. Warten, mit dem Siemens Zug fahren, Fahrstuhlmusik, ankommen, umziehen, Zähne putzen, Gepäck abgeben, control – more control und schon sitzen wir im KLM Flieger. Bummvoll, neben uns ein armer Typ den ich alle fünf Minuten aufscheuch weil ich aufs Klo muss. Schnarchi schnarchi, Crazy Heart, I walk the line und so nen blöden Film mit Mark Wahlberg schauen. Zum Essen gibts zuerst scharfes Würstchen und zum Frühstück Kartoffeln. Die Stewardessen sind alle sehr hübsch.

Landung um fünf in der Früh in Amdersdam, in der Heineken Raucherlounge ist voll Party, alles rennen mit Wein- und Whiskeygläsern rum, dazu legens Milky Chance auf. 4 Stunden warten auf unsren Anschlussflug aber der Flughafen ist sehr nett mit Leseecke

 

Dann Abmarsch Richtung Gate wo schon die ganzen Österreicher rumhängen und ne völlig idiotische Schlange vor der Gatefrau bilden damit sie schneller ins Flugzeug können oder keine Ahnung. Zu Essen gabs praktisch nix, was ja wurscht war weil wir waren eh schon angefressen

Dann Landung in Schwechat, übers saukalte Rollfeld und ne Betontreppe gehts in den Terminal. Der Niklas landet 12 Stunden später, wir haben aber trotzdem nicht gewartet sondern unser Gepäck geholt und sind dann auf zum Ströck auf ein paar Weckerl.

 

Idee: Flugzeugträgerlandebahn für Miniinseln ohne Flugplatz

 

Prodigy Touristen

Juhu, Prodigy haben ein neues Album. Und Victoria Beckham ist jetzt doch bei der Spice Girls Reunion dabei!

Soweit die News aus England.

Dabei ist das siebente Album mit dem Titel No Tourists gar nicht mal schlecht, auch der Name gefällt, Touristen sind halt einfach Scheiße. Aber vielleicht hat man sich an den Prodigy Sound gewöhnt, an die Kanten und Klingen, das Aufbrausende, das Ekstatische oder man ist schon so abgeklärt dass einen musikalisch nichts mehr schreckt.

Das Cover mit dem Bus

Es gab Prodigy Songs da fühlt man sich mittendrin in der größten Acid Party der Welt, schmeckt das grausliche Speed und den Staub in der Luft regelrecht auf der Zunge. Man will die ganze Nacht zu abgehackten Breakbeats tanzen, chemische Drogen nehmen, in der Früh irgendwie heimgondeln und Teletubbies schauen. Prodigy war immer sehr englisch, eigen, verschroben. Mr. Bean als verrückter, drogenverseuchter Technopunk.

Aber der aktuellen Longplayer plätschert nur so vor sich hin. Alles fett ausproduziert, zumindest jede zweite Nummer ist ein Knaller aber doch leider immer wieder nach dem Schema P (P wie Prodigy). Vocal Sample, ein Beat der sich David Guetta mäßig vor sich hin steigert bis zum orgiastisch und erlösenden Refrain oder zumindest das was Prodigy dafür hält. Aber leider kennen wir das schon von sechs anderen Alben.

Andy Cotterill hat hier auf den Auslöser gedrückt

Bei der ersten Single Auskoppelung NeedSome1 stammt das Vocal Sample von der ehemaligen Discoqueen Loleatta Holloway. Generell halten sich Maxim und Keith, die beiden Vokalmatadore von Prodigy, stets im Hintergrund was sehr schade ist. Und der Oberchef Liam wollte eigentlich ausbrechen aus vertrauten Gefilden, deshalb auch No Tourists als Titel. Ist leider nicht so recht geglückt.

 

 

Das Video zu NeedSome1, gedreht von Paco Raterta, besticht ebenso durch vertraute Bildsprache. Smack My Bitch Up, diesmal in Manila.

Prodigy ist leider immer mehr zu einer Tiefkühlpizza verkommen. Nicht schlecht aber auch nicht richtig geil. Und auf Festivals gibt’s leider TK-Pizzen im Überfluß. Und Prodigy als Headliner. Fast immer, zumindest einmal im Jahr. Vielleicht haben sie sich die Latte einfach zu hoch gelegt und sind nun selbst Touristen in ihrer eigenen Prodigy eigenen Klangwelt. Also quasi in die eigene Touristenfalle gestolpert.

Element of Crime – Schafe, Monster und Mäuse

Je älter man wird umso besser gefällt einem Element of Crime. Als junger, motivierter, hübscher, aufstrebender und erfolgreicher Mensch konnte ich mit dem Geseiere nix anfangen. Jetzt bin ich desillusioniert, alt und schiach und ich liebe Element of Crime.

Knackpunkt war Liebeskummer. Meine Playlist spuckte rücksichtslos Am Ende denk ich immer nur an Dich aus. Ich lauschte, dachte mir noch bei der ersten Strophe was der Scheiß soll, ich kapiers nicht. Als der Refrain einsetzte gab es keine passenderen Worte auf dieser Welt für meinen Herzschmerz als die von Sven Regener.

EOC COVER

So schaut das Plattenalbum aus

Dann wars um mich geschehen, ich verschlang seine Bücher (Buchkritik Wiener Straße), kopierte mir die Alben. Trompeten mag ich zwar immer noch nicht aber nichts ist perfekt.

Als ich das neue Album Schafe, Monster und Mäuse im Büro laufen ließ dachten alle es wäre eine Best-Of. Irgendwie kommt einem alles doch recht bekannt vor, so wie alte Columbo Folgen.

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Fotografiert hat die Frau Goltermann die die Kamera etwas schief hielt.

Auch die zwölf Songtitel versprechen Frohsinn im Übermaß: Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang, Gewitter, Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin. Das perfekte Herbstalbum, traurig, depressiv, mit einem Funken Hoffnung der Gleichgültigkeit. Eigentlich könnte Sven Regener auch ein perfekter, grantiger Beislpoet aus Wien sein.

Lass es endlich wieder regnen

Damit die Blumen sich erholen

Und man die Tränen nicht mehr sieht

Die die Schwerkraft unerbittlich

Von den Augen südwärts zieht

Es ist trotz des hohen Wiedererkennungswertes der einzelnen Lieder eines der besten EOC Alben.

Baustellenparty

Also das war mal wieder alles recht verrückt. Ich hab die Olga getroffen zum Kiffen und wir sind dann in so ein kleines Zelt rein was irgendwelche Freaks einfach neben der Straße zwischen den parkenden Autos aufgebaut haben. Das waren junge Taucher und die hatten auch tw schon ihr ganzes Zeug an weil sie auf nen Wettbewerb wollten, was weiß ich. Dann bin ich heim in die Stolzenthalergasse und wollt zu meinem Schreibtisch aber die Mama hat meinen ganzen Schnaps entdeckt und alles weggeräumt und in die leeren Kästen ihr Zeug rein was ja total blöd ist aber ich konnte schlecht argumentieren wegen der verkifften Zeltaction vorhin.

bravo

Dann bin ich zum Sports Experts zur Alserstrasse gefahren, da war ein riesiger Platz davor und ich hab nen orangenen Samsonite Trolley gekauft der aber total scheiße war und ich hab vergessen mir ne Rechnung geben zu lassen und als ich die nach verlangte bekam ich stattdessen irgendwelche Gutscheine. Bei einem Regal stand der Sido rum und ich hab ihn geschimpft dass er nicht auf Filips Hochzeit war wenn er eh schon in Santorin war. Der Sido war ganz nett und hat ausgesehen wie Moritz Bleibtreu.

Ich bin dann wieder raus und seh die Nicole mit nem Ex von ihr und renn denen hinterher um Beweise zu sammeln aber dann kommt mir die Fanti vom Dusch entgegen. Die ist total aufgedreht und hat so Kotzbröckerl um den Mund. Sie umarmt mich, sagt sie ist jetzt frei und alles und dann kommt Nicole um die Ecke und ich denk mir dass ich so schlecht Beweise sammeln kann.

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Wir gehen auf die Rückseite vom Sportgeschäft wo so ne Gstetten ist wo Leute mit Sonnenschirm rumlungern und man sieht rein und erkennt einen toten Mann der aber aufrecht und lächelnd vor den Regalen steht.

Dann war auch noch ne Ampel kaputt und volles Verkehrschaos und ein Bulle kommt schon angerannt den ich gar nicht mehr informieren muss. Er öffnet diese Ampelschaltbox und regelt die Verkehrslichter mit den ganzen Legosteinen die da drinnen sind und offenbar die Kontakte schließen.

William Fitzsimmons – Mission Bell

Also ich mag den Fitzi und er hat mich auch sehr gern glaub ich. Ich weiß noch wie er ganz allein, nur mit seiner Gitarre bewaffnet, ins B72 kam und Eva Umbauer ihn stundenlang interviewte, er mich hilfesuchend ansah und er dann doch noch Sekunden vor Einlass ins Mikrofon Husten durfte, quasi als Soundcheck. Oder wie ich über ihn am Hamburger Müssen Alle Mit Festival gestolpert bin oder damals am Sonnegger See in Kärnten. Als Fitzi ganz traurig auf der Bühne seine Lieder ins Mikro flüsterte hab ich mich ins Cateringzelt rein geschummelt, es gab Bier, Zirbinger und eine Akustikgitarre und alle grölten so laut Wonderwall dass Fitzis Bühnenmikro dies sogar noch auffing und er ein bisl grantig war. Das war ein schöner Sommer…

Fitzi schaut aus wie aus einer DMAX Sendung. Rauschebart, Karohemd von der Tankstelle, rustikales Beinkleid. Zuerst Bären jagen, dann Feuer machen, dann Blockhütte bauen, dann traurige Lieder schreiben. Und Fitzi hat ne Menge trauriger Lieder…

Voll DMAX, oder? Fotografiert hat der Herr Lainez

Als er sein aktuelles Album Mission Bell gemeinsam mit seinem Haberer bei sich zu Hause aufnahm gabs schon Stress mit der Dame seines Herzens. Nachdem alles fertig war eröffnet sie ihm dann dass sie die ganze Zeit mit eben diesem Haberer gebumst hat. Scheidung und so und Mission Bell war plötzlich Gift für sein Herz..

Nachdem das alles halbwegs verdaut war nahm er das Album nochmal neu auf mit einem Typen aus Nashville (Adam Landry hieß der, witzig, weil der ja praktisch „Wäscherei“ mit Nachnamen heißt) und Fitzi meinte es sei das Beste Album welches er je gemacht habe. Er war happy, Plattenfirma hatte eine tolle Geschichte zum Album, der Nashviller mit dem Wäschereinamen war auch happy.

Die Songs sind Fitzi typisch eher spärlich instrumentiert, ein paar Synths gluckern hier und da um die Ecke aber sonst steht seine Schmeichelstimme im Vordergrund die oft ganz allein uns bezirzt. Manchmal wird eine Violine gestreichelt und ab und an schummelt sich ein weiblicher Gesangspart in Fitzis Melancholie. Abby Gunderson heißt die Dame und stört fast die Intimität.

Für sein Album muss man sich Zeit nehmen und lauschen, es geht um Trennung, um Schmerz und um Aufarbeitung. Bernhard Eder hat mit seinem Post Breakup Coffee Album mal sowas ähnliches durchgemacht.

Doof wird halt sein wenn er die Trennung durch seine Songs jeden Abend auf der Bühne neu durchleben muss. Das Album hat er übrigens seiner Ex gewidmet. Ich wünsch ihm alles Gute und sie mag ich nicht!

So schaut dann sein Albumcover aus

Ölfeld in the sky

Diese Typen vom Geschäft mit der Liebe haben mich angerufen und wir sind zu ner Mc Donalds Eröffnung auf irgendeine Autobahnraststation in die Steiermark oder so gefahren. Ich hab den Orsolic gefragt ob er den Ben kennt und er hat gmeint dass der schon voll nervt. Jedenfalls war beim Mäci auf der Autobahn dann eh viel Prominenz und das mit dem Essen hat gar nicht geklappt, dafür gabs Mozarttaler. Hab mich gut amüsiert aber als ich wieder rauskam sind diese Idioten abgehauen mit meinem ganzen Gepäck im Auto.

Dann hab ich den Schubsi angerufen und der ist dann mit dem Pirni und noch wem gekommen um mich zu retten was total nett war aber mein Gepäck war ja trotzdem weg. Außerdem hab ich mir gedacht mit dem Prini kanns ja böse enden und dann hat der Schubsi ne orge Meinung von mir.

Bin dann hinterm McDonalds so rumgeklettert und da war voll der Abgrund. Und dann hat man in der Ferne pechschwarze Gewitterwolken gesehen die sich zu einer Art Trichter vereinigt haben wo riesige Öltropfen runtergeploppt sind die sich dann wieder rum in kleine Ölketten geteilt haben. Das Ölgewitter war dann gleich bei uns, alles war dreckig und wir sind geflüchtet.

Dann ist ein Hubschrauber abgestürzt weil er sich in dem Geseile der Gondel verheddert hat und ist auf die Autobahnbrücke geknallt. Als die Rettung dann kam kamen plötzlich urviele Hubschrauber die teilweise am Rücken geflogen sind und die Seilbahn ist entlang gerauscht und Autos überall und ich hab Angst gehabt und hab mich an den Rettungsmann geklammert der auch Angst hatte.

Dabei war eigentlich ein anderer Mäci eh nur 20 Meter weit weg und eigentlich war die ganze Eröffnung ja eh voll fürn Hugo.