Prodigy Touristen

Juhu, Prodigy haben ein neues Album. Und Victoria Beckham ist jetzt doch bei der Spice Girls Reunion dabei!

Soweit die News aus England.

Dabei ist das siebente Album mit dem Titel No Tourists gar nicht mal schlecht, auch der Name gefällt, Touristen sind halt einfach Scheiße. Aber vielleicht hat man sich an den Prodigy Sound gewöhnt, an die Kanten und Klingen, das Aufbrausende, das Ekstatische oder man ist schon so abgeklärt dass einen musikalisch nichts mehr schreckt.

Das Cover mit dem Bus

Es gab Prodigy Songs da fühlt man sich mittendrin in der größten Acid Party der Welt, schmeckt das grausliche Speed und den Staub in der Luft regelrecht auf der Zunge. Man will die ganze Nacht zu abgehackten Breakbeats tanzen, chemische Drogen nehmen, in der Früh irgendwie heimgondeln und Teletubbies schauen. Prodigy war immer sehr englisch, eigen, verschroben. Mr. Bean als verrückter, drogenverseuchter Technopunk.

Aber der aktuellen Longplayer plätschert nur so vor sich hin. Alles fett ausproduziert, zumindest jede zweite Nummer ist ein Knaller aber doch leider immer wieder nach dem Schema P (P wie Prodigy). Vocal Sample, ein Beat der sich David Guetta mäßig vor sich hin steigert bis zum orgiastisch und erlösenden Refrain oder zumindest das was Prodigy dafür hält. Aber leider kennen wir das schon von sechs anderen Alben.

Andy Cotterill hat hier auf den Auslöser gedrückt

Bei der ersten Single Auskoppelung NeedSome1 stammt das Vocal Sample von der ehemaligen Discoqueen Loleatta Holloway. Generell halten sich Maxim und Keith, die beiden Vokalmatadore von Prodigy, stets im Hintergrund was sehr schade ist. Und der Oberchef Liam wollte eigentlich ausbrechen aus vertrauten Gefilden, deshalb auch No Tourists als Titel. Ist leider nicht so recht geglückt.

 

 

Das Video zu NeedSome1, gedreht von Paco Raterta, besticht ebenso durch vertraute Bildsprache. Smack My Bitch Up, diesmal in Manila.

Prodigy ist leider immer mehr zu einer Tiefkühlpizza verkommen. Nicht schlecht aber auch nicht richtig geil. Und auf Festivals gibt’s leider TK-Pizzen im Überfluß. Und Prodigy als Headliner. Fast immer, zumindest einmal im Jahr. Vielleicht haben sie sich die Latte einfach zu hoch gelegt und sind nun selbst Touristen in ihrer eigenen Prodigy eigenen Klangwelt. Also quasi in die eigene Touristenfalle gestolpert.

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Element of Crime – Schafe, Monster und Mäuse

Je älter man wird umso besser gefällt einem Element of Crime. Als junger, motivierter, hübscher, aufstrebender und erfolgreicher Mensch konnte ich mit dem Geseiere nix anfangen. Jetzt bin ich desillusioniert, alt und schiach und ich liebe Element of Crime.

Knackpunkt war Liebeskummer. Meine Playlist spuckte rücksichtslos Am Ende denk ich immer nur an Dich aus. Ich lauschte, dachte mir noch bei der ersten Strophe was der Scheiß soll, ich kapiers nicht. Als der Refrain einsetzte gab es keine passenderen Worte auf dieser Welt für meinen Herzschmerz als die von Sven Regener.

EOC COVER

So schaut das Plattenalbum aus

Dann wars um mich geschehen, ich verschlang seine Bücher (Buchkritik Wiener Straße), kopierte mir die Alben. Trompeten mag ich zwar immer noch nicht aber nichts ist perfekt.

Als ich das neue Album Schafe, Monster und Mäuse im Büro laufen ließ dachten alle es wäre eine Best-Of. Irgendwie kommt einem alles doch recht bekannt vor, so wie alte Columbo Folgen.

EOC_OPER004

Fotografiert hat die Frau Goltermann die die Kamera etwas schief hielt.

Auch die zwölf Songtitel versprechen Frohsinn im Übermaß: Am ersten Sonntag nach dem Weltuntergang, Gewitter, Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin. Das perfekte Herbstalbum, traurig, depressiv, mit einem Funken Hoffnung der Gleichgültigkeit. Eigentlich könnte Sven Regener auch ein perfekter, grantiger Beislpoet aus Wien sein.

Lass es endlich wieder regnen

Damit die Blumen sich erholen

Und man die Tränen nicht mehr sieht

Die die Schwerkraft unerbittlich

Von den Augen südwärts zieht

Es ist trotz des hohen Wiedererkennungswertes der einzelnen Lieder eines der besten EOC Alben.

Baustellenparty

Also das war mal wieder alles recht verrückt. Ich hab die Olga getroffen zum Kiffen und wir sind dann in so ein kleines Zelt rein was irgendwelche Freaks einfach neben der Straße zwischen den parkenden Autos aufgebaut haben. Das waren junge Taucher und die hatten auch tw schon ihr ganzes Zeug an weil sie auf nen Wettbewerb wollten, was weiß ich. Dann bin ich heim in die Stolzenthalergasse und wollt zu meinem Schreibtisch aber die Mama hat meinen ganzen Schnaps entdeckt und alles weggeräumt und in die leeren Kästen ihr Zeug rein was ja total blöd ist aber ich konnte schlecht argumentieren wegen der verkifften Zeltaction vorhin.

bravo

Dann bin ich zum Sports Experts zur Alserstrasse gefahren, da war ein riesiger Platz davor und ich hab nen orangenen Samsonite Trolley gekauft der aber total scheiße war und ich hab vergessen mir ne Rechnung geben zu lassen und als ich die nach verlangte bekam ich stattdessen irgendwelche Gutscheine. Bei einem Regal stand der Sido rum und ich hab ihn geschimpft dass er nicht auf Filips Hochzeit war wenn er eh schon in Santorin war. Der Sido war ganz nett und hat ausgesehen wie Moritz Bleibtreu.

Ich bin dann wieder raus und seh die Nicole mit nem Ex von ihr und renn denen hinterher um Beweise zu sammeln aber dann kommt mir die Fanti vom Dusch entgegen. Die ist total aufgedreht und hat so Kotzbröckerl um den Mund. Sie umarmt mich, sagt sie ist jetzt frei und alles und dann kommt Nicole um die Ecke und ich denk mir dass ich so schlecht Beweise sammeln kann.

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Wir gehen auf die Rückseite vom Sportgeschäft wo so ne Gstetten ist wo Leute mit Sonnenschirm rumlungern und man sieht rein und erkennt einen toten Mann der aber aufrecht und lächelnd vor den Regalen steht.

Dann war auch noch ne Ampel kaputt und volles Verkehrschaos und ein Bulle kommt schon angerannt den ich gar nicht mehr informieren muss. Er öffnet diese Ampelschaltbox und regelt die Verkehrslichter mit den ganzen Legosteinen die da drinnen sind und offenbar die Kontakte schließen.

William Fitzsimmons – Mission Bell

Also ich mag den Fitzi und er hat mich auch sehr gern glaub ich. Ich weiß noch wie er ganz allein, nur mit seiner Gitarre bewaffnet, ins B72 kam und Eva Umbauer ihn stundenlang interviewte, er mich hilfesuchend ansah und er dann doch noch Sekunden vor Einlass ins Mikrofon Husten durfte, quasi als Soundcheck. Oder wie ich über ihn am Hamburger Müssen Alle Mit Festival gestolpert bin oder damals am Sonnegger See in Kärnten. Als Fitzi ganz traurig auf der Bühne seine Lieder ins Mikro flüsterte hab ich mich ins Cateringzelt rein geschummelt, es gab Bier, Zirbinger und eine Akustikgitarre und alle grölten so laut Wonderwall dass Fitzis Bühnenmikro dies sogar noch auffing und er ein bisl grantig war. Das war ein schöner Sommer…

Fitzi schaut aus wie aus einer DMAX Sendung. Rauschebart, Karohemd von der Tankstelle, rustikales Beinkleid. Zuerst Bären jagen, dann Feuer machen, dann Blockhütte bauen, dann traurige Lieder schreiben. Und Fitzi hat ne Menge trauriger Lieder…

Voll DMAX, oder? Fotografiert hat der Herr Lainez

Als er sein aktuelles Album Mission Bell gemeinsam mit seinem Haberer bei sich zu Hause aufnahm gabs schon Stress mit der Dame seines Herzens. Nachdem alles fertig war eröffnet sie ihm dann dass sie die ganze Zeit mit eben diesem Haberer gebumst hat. Scheidung und so und Mission Bell war plötzlich Gift für sein Herz..

Nachdem das alles halbwegs verdaut war nahm er das Album nochmal neu auf mit einem Typen aus Nashville (Adam Landry hieß der, witzig, weil der ja praktisch „Wäscherei“ mit Nachnamen heißt) und Fitzi meinte es sei das Beste Album welches er je gemacht habe. Er war happy, Plattenfirma hatte eine tolle Geschichte zum Album, der Nashviller mit dem Wäschereinamen war auch happy.

Die Songs sind Fitzi typisch eher spärlich instrumentiert, ein paar Synths gluckern hier und da um die Ecke aber sonst steht seine Schmeichelstimme im Vordergrund die oft ganz allein uns bezirzt. Manchmal wird eine Violine gestreichelt und ab und an schummelt sich ein weiblicher Gesangspart in Fitzis Melancholie. Abby Gunderson heißt die Dame und stört fast die Intimität.

Für sein Album muss man sich Zeit nehmen und lauschen, es geht um Trennung, um Schmerz und um Aufarbeitung. Bernhard Eder hat mit seinem Post Breakup Coffee Album mal sowas ähnliches durchgemacht.

Doof wird halt sein wenn er die Trennung durch seine Songs jeden Abend auf der Bühne neu durchleben muss. Das Album hat er übrigens seiner Ex gewidmet. Ich wünsch ihm alles Gute und sie mag ich nicht!

So schaut dann sein Albumcover aus

Ölfeld in the sky

Diese Typen vom Geschäft mit der Liebe haben mich angerufen und wir sind zu ner Mc Donalds Eröffnung auf irgendeine Autobahnraststation in die Steiermark oder so gefahren. Ich hab den Orsolic gefragt ob er den Ben kennt und er hat gmeint dass der schon voll nervt. Jedenfalls war beim Mäci auf der Autobahn dann eh viel Prominenz und das mit dem Essen hat gar nicht geklappt, dafür gabs Mozarttaler. Hab mich gut amüsiert aber als ich wieder rauskam sind diese Idioten abgehauen mit meinem ganzen Gepäck im Auto.

Dann hab ich den Schubsi angerufen und der ist dann mit dem Pirni und noch wem gekommen um mich zu retten was total nett war aber mein Gepäck war ja trotzdem weg. Außerdem hab ich mir gedacht mit dem Prini kanns ja böse enden und dann hat der Schubsi ne orge Meinung von mir.

Bin dann hinterm McDonalds so rumgeklettert und da war voll der Abgrund. Und dann hat man in der Ferne pechschwarze Gewitterwolken gesehen die sich zu einer Art Trichter vereinigt haben wo riesige Öltropfen runtergeploppt sind die sich dann wieder rum in kleine Ölketten geteilt haben. Das Ölgewitter war dann gleich bei uns, alles war dreckig und wir sind geflüchtet.

Dann ist ein Hubschrauber abgestürzt weil er sich in dem Geseile der Gondel verheddert hat und ist auf die Autobahnbrücke geknallt. Als die Rettung dann kam kamen plötzlich urviele Hubschrauber die teilweise am Rücken geflogen sind und die Seilbahn ist entlang gerauscht und Autos überall und ich hab Angst gehabt und hab mich an den Rettungsmann geklammert der auch Angst hatte.

Dabei war eigentlich ein anderer Mäci eh nur 20 Meter weit weg und eigentlich war die ganze Eröffnung ja eh voll fürn Hugo.

Viva Las Vegas

Gebucht über Urlaubshamster, Flüge ab München + Signature 845 Euro

 

Sonntag 24. Juni 2018

Aller Anfang ist schwer, vor allem das Aufstehen. Wir hatten die schlaue Idee doch den Flixbus um 7 in der Früh nach München zu nehmen damit wir noch was vom Tag haben. Problem war aber dass am Vorabend Donauinselfest war und die netten Rocker von der FM4 Bühne mir meine 15 Antialk-Bons mit den Worten „sauf di an!“ in Biermarkerl gewechselt haben.

Drum Wecker um 5.15 und wir waren dann ganz pünktlich da, leider war anscheinend der Fahrer auch am Vortag auf der Insel und kam zu spät. Das Anstellen wegen dem Einchecken drinnen in dem schiachsten Busbahnhof der Welt war auch völlig umsonst…

Jedenfalls hat alles geklappt, wir hatten nen Fensterplatz den ich mir fast hätte aussuchen dürfen. Bus war auch nicht voll, USB Steckdose funktioniert auch, passt. Der Flixi kurvte sogar ne Extrarunde durch Braunau aber leider haben Evas Eltern die dort wohnen nicht geschafft uns nen Kuchen reinzuschupfen. Auf der Raststation war ein Trachtentreffen.

So gegen drei waren wir dann da und nahmen die Panoramaroute durch den Garten und all den bayrischen Prachtbauten vorbei – sehr schön.

Schnell raus aus dem Bus und rein ins Augustinerbräu was gleich beim Omnibusbahnhof ums Eck ist. Biergarten, Münchner mit Bierbesprechungen, alles sehr lustig. Essen war extrem deftig aber is halt München.

Der Kellner hat voll den Kaiser-Franz-Josef-Bart gehabt

Mit der S8 gings dann Richtung Flughafenhotel beim Besucherpark, kurze Wanderung durch diese schwedisch anmutende Steppe und rein ins Novotel.

Kurze Pause und wieder retour in die Schnellbahn – Sightseeing Tour. Durch Zufall das Rathaus entdeckt wo alle auf dieses Puppentheater im Turm starrten. Wir wollen ins Hofbräuhaus weil die unsre Nachbarin dort gearbeitet hat. Dort war irgendwie volles Chaos, alles dauert ewig, der Kellner war aus England und die Brezeldamen drehten gelangweilt ihre Runden. Lustige Tourifalle. Sogar Blasmusik gabs zum Abschied. Dann noch flott zum Supermarkt am Bahnhof.

Im nächsten Gastgarten gabs noch ein Tegernseeer und dann gings wieder retour, leider erst in die falsche Richtung. Um 10 war Licht aus befohlen von der Chefin.

 

Montag 25. Juni 2018

Schon wieder früh aufstehen, dabei ist doch Urlaub! Schnell alles in den Koffer werfen, das Bier bleibt hier. Bei der netten Empfangsdame auschecken und zum Bus joggen der schon auf uns wartet. Mit uns reisen zwei grimmige Securties zu unserem Schutz die dann verwirrt mit uns aussteigen und sich nicht auskennen. Bayern München Mannschaftsbus ist auch da und holt Stewardessen ab.

Dank tollem Zeitmanagement sind wir überpünktlich, checken ein, dauert ewig wegen diesem Ami Esta Zeugs. Die Dame da hat das wohl auch zum ersten mal gesehen, außerdem wolle alle in Pause gehen. Dann Bodyscanner, die fescheste Polizistin Deutschlands steht rum und so ein SEK Typ tritt mit einem Amon Amarth Leibal seinen Dienst an. Automatenpasskontrolle, alles High Tech hier im Brezelland. Ein warmes Panini gibt’s noch beim Bäcker, vor uns wartet ein Flughafenmitarbeiter dass er sein Frühstücksbier bezahlen darf.

Wir dachten wir hättens geschafft aber die Amis haben noch einen Extra-Befragungs-Terminal eingerichtet wo man verhört wird bevor man zum Gate darf. Wir schauen offenbar seriöser als alle anderen aus und dürfen hin, leider kein Klo dort, drum gleich wieder raus und wieder rein.

Dann geht’s per Omnibus zum Flugzeug. Es gibt wirklich nix zu essen. Nicole zuckt aus und bestellt ein Omelette für 10 Euro welches es auch nur bei einer der Kellnerinnen gibt. Sonst gibt’s nur Wasser und dann kurz vor Landung eine Snackbox durch Versehen. Warsteiner für 3 Euro und Gin Tonic für 6 im Sparangebot.

Die Reihe 27 erhält einen Liebesroman weil der Titel auch so ähnlich heißt und zum Glück kann die vor mir in Reihe 27 kein Deutsch und ich krieg das Buch! Das Fernsehprogramm hätt auch 10 Euro gekostet – die spinnen ja. Blöd dass der Laptop nach einem halben Rambo Film auch nicht mehr wollte.

Dann wird endlich immer wüstiger und nach 12einhalb Stunden erkennt man den Grand Canyon und dann endlich Vegas! Geschafft! Es folgen noch ein paar launige Durchsagen (bitte nehmen sie all ihr Zeug mit, falls nicht können sie es ab morgen kostengünstig auf ebay ersteigern. Bruhahaha).

Die Vegas Bodencrew schläft auch noch drum dauerts ewig bis wir in Parkposition sind. Dann dauerts nochmal ewig bei der Passkontrolle wo ein paar Opas, die nicht in Pension gehen dürfen, die Schlangeneinteilung vornehmen.

Unser Officer ist mehr so Teddybär, unser Kilo Kaffee darf mit und wir auch. Gepäck ist auch schon da, nochmal ein Check beim Rausgehen und dann stehen wir da in er Halle. Keiner holt uns ab. Es ist voll heiß. Wir gehen vor die Halle eine Rauchen, gemeinsam mit dem Typen der nen kompletten Werkzeugkasten im Kopf hat und wohl zur Poker WM fährt.

Der ganze Flughafen schaut aus wie in Breaking Bad, karge Vegetation, komische Architektur, eine Schlagen von Polizeiautos mit so nem Rammschutz vorn dran. Wir fragen gleich mal einen von denen wo der nächste Bankomat ist und kommen an den ersten Spielautomaten vorbei und am ersten Starbucks. Der erste von 100.000 in Vegas.

Dann geht’s zu Bell Transportation in so nen Gefängnisbus wo auch ständig der Funk auf voller Lautstärke rattert und nur die Sparefrohs drinsitzen. Beim dritten Stop werden wir vor drei goldenen Hoteltürmen rausgeworfen. Wir haben leider nur einen 20 Dollar Schein und bleiben das Trinkgeld schuldig.

Wir checken ein, kommen in Tower 1 in den 12. Stock und haben einen Balkon mit Strip View. Orger Ausblick. Mitten in der Wüste, wie die verrückteste Oase der Welt. Wir sind total müd aber müssen raus auf den Strip. Dazu muss man mal einen 20 minütigen Fußmarsch durchs MGM Grand Casino machen bis wir mal überhaupt einen Ausgang finden. Direkt gegenüber vom Hooters, geil. Dann weiter. Es ist unglaublich heiß. Ganz viel Obdachlose hängen rum und suchen im Müll nach Essen. Dazwischen Touris mit absurden alkoholischen Getränken. Alle rauchen. Man wird ständig an gequatscht wegen Shows, CDs und allem möglichem. Sehr überfordernd. Wir kommen an der Freiheitsstatue und der M & M World vorbei – ein 4 stöckiges Zuckerlgeschäft.

Towero Numero Uno

Hunger – drum zum Fatburger. Erstes Ami Bier: PBR. Gar nicht mal so schlecht, dafür kostets 8 Dollar plus Steuern. Der Fatburger war auch fett. Wir werden von so Sprühdüsen vom Dach benebelt. Irgendwie ist alles sehr stressig und laut.

Wir spazieren den Strip rauf Richtung Norden. Tittensportbar, ein urnerviges Dschungelrestaurant, Buba Shrimp Company, VR Eier und ein Supermarkt wos zwar alle Getränke der Welt gibt – dafür weder Obst noch Gemüse. Äpfel vom space und Bananen gibt’s.

Flamingo

Am Heimweg sind wir noch bei Rock n Reilly eingekehrt, zum Leute schauen. Außerdem war die Musik top – lauter alte Rockklassiker. Ne adrette Kellnerin berät beim Bier, wird wieder ein PBR. Die Straße ist die reinste Freakshow. Nach zwei Bier spazieren wir heim, finden einen Seiteneingang und finden sogar den Weg retour durch das Casinogewirr in unseren Hotelgang.

Ein Bier am Balkon mit dem fantastischen Blick über den wirr blinkenden Strip. Dann wird geschlafen.

 

Dienstag 26. Juni 2018

Um 6 wird aufgestanden, zumindest der Bräutigam erhebt sich. Beschließt Ausflug zum 7 Eleven abseits vom Strip in der Hoffnung dort gschmackiges Obst und attraktivere Preise zu finden. Raus beim Portier, über die Hauptstraße nach links. 20 Meter weit weg vom Strip und man ist in einer anderen, staubigen Welt. In jeder Busstation schläft ein Penner. Die Häuser fallen halb auseinander und die verlassenen Baugruben trotzen den Prachtbauten in Sichtweite.

Langsam kommt der 7 Eleven in Sicht. Leider same same, selber Preis, gleicher Scheiß. Ich kauf fünf Nudelsuppen und spazier wieder retour. Keine Kontrolle beim Pförtner.

Dann erwacht auch die Braut aus ihrem Schönheitsschlaf, Kaffee wird gekocht und teure Sandwichs gefuttert.

Bevors richtig heiß wird wird losmarschiert, eine Runde am Strip mit dem Ziel in der Wedding Chappel Hallo zu sagen.

Es ist trotzdem schon sauheiß und die eine Ukulelentante verpasst uns einen Donald Trump Ohrwurm („Iiiiiiii hate Donald Trump!“). Schnell noch in den Supermarkt Wasser kaufen, die philippinische Kassendame freut sich voll und eine Asthma Patientin will uns Grand Canyon Tour für 135 Dollar anbieten (statt 250 und dann legt sie nochmal 10 Euro drauf weil wir so nett sind….). Kurz in den voll sinnlosen M & M Shop reingeschaut der sich auf vier sinnlose Etagen erstreckt. Gibt nur Schrott und am Ende landen wir in ner Parkgarage.

What the french?!

Wir kommen am Bellagio vorbei und gegenüber steht der Eiffelturm. Rollator Elvis rodelt vorbei – der schaut nicht so gsund aus. Alle Hotels werden durchwandert, am Mirage gibt’s einen Tiergarten mit den weißen Katzen vom Sigi. 25 Dollar Eintritt. Gegenüber ist so eine kleine Seitengasse und dort versteckt sich der In and Out Burger. Wie beim Big Lebowski! Rein auf einen Double Double Double, gar nicht mal so schlecht. Daneben wird ein Bier im Schatten geschlürft und dann gehen wir eine Runde Riesenrad fahren für 15 Dollar. Man kann vorher noch an der Bar tanken und eine stressige Mädelspartie kommt nicht gemeinsam in die Gondel. Die Fahrt dauert 25 Minuten, schöner Ausblick, sonst relativ unspektakulär.

High Roller für 25 Bucks

Es wird voll heiß und immer voller. Deshalb marschieren wir zurück, passieren die CD Hustler unbeschadet und trinken noch schnell beim Rock n Reilly ein Bier weil der Herr Reilly hat mir ein Mail geschrieben dass ich ein Bier gratis krieg weil er sich so gefreut hat dass ich mich in sein WLAN reingehackt hab.

Mail wird herumgereicht, keiner kennt sich aus, ich bekomme zwei PBR, Nicole zwei Cola und zahlen tun wir genau eine Cola. Das isn Deal!

Nach dem ganzen Stress brauchen wir maximal Relaxation – drum ab zu der Poollandschaft vom MGM wo wir Handtücher bekommen und sogar Drinks mitbringen dürfen. Alle zwei Meter ein Badewaschel. Zielstrebig geht’s zum Lazy River – quasi wie die Traisen während dem Frequency. Man sitzt einfach am Rand von dem River und alle paar Sekunden treiben irgendwelche besoffenen Freaks vorbei. Für 28 Dollar bekommt man einen Schwimmreifen und für nochmals soviel einen Automaten Cocktail in gebrandedem Plastik. Wir lassen uns treiben, hängen am Wasserfall ab, jeder rempelt jeden, alles wurscht. Man darf zwar voll besoffen und rauchend umadum planschen doch sein Kind mit Schwimmflügerl auf die Schulter nehmen ist strengstens verboten. Wir beobachten Anbandelungsspiel von Unsympatler mit BudLight Kübel und einer Trulla mit gefärbtem Haar. Leider sperrt der Pool um acht schon zu und wir wissen nicht ob die Sache ein Happy Ending hatte.

Angeduselt geht’s ins Casino – wir versenken drei Dollar am Automaten und kennen uns nicht aus. Am Roulette Tisch machen wir davon wieder etwas wett nachdem mein Führerschein, mein Kletterausweis und meine SVA Karte kontrolliert wurde.

Rauf aufs Zimmer, Aussicht genießen, noch eine 1 Dollar Nudelsuppe schlürfen und dann Schnarchen. Morgen Hochzeit

 

Mittwoch 27. Juni 2018

Wir sind nervös, wachen um drei auf und können nicht mehr schlafen. Eine Runde durchs blinkende Casino ist sicher dem Schlaf förderlich. Die Loser Bar hat schon zu, ein paar Besoffene torkeln in der Gegend rum. Beim Cirque de Solei Eingang treffen wir Theos Papi den wir wohl irgendwie aufgeweckt haben denn er brüllt uns an als wir Theos Namen erwähnen. Auf den Schreck flüchten wir wieder retour in unsre Suite wo sich langsam die Sonne durch den Vorhang zwängt. Die Suite ist übrigens ziemlich geil, Whirlpool, fetter TV, Küche, Kühlschrank, Telefonklo.

Irgendwann werden wir wieder munter, gehen eine Runde auf den Strip, kaufen Gin und Tonic und sind ganz schön nervös. Die Debbie – die ja in Echt gar nicht so heißt – kommt ja bald. Die kommt natürlich zu spät, ist eigentlich ne Russin aus Sotschi und hat ne aufgetakelte Freundin mit die mich voll ignorieren und das Kommando übernehmen. „You like dramatic?“ – trotz energischer Verneinung hat Nicole nen Kübel Farbe im Gesicht und den Lockenstab im Haar.

Ich verzieh mich auf die Couch, schau E.T. und trink meinen Gin Tonic. In jedem Stock gibt’s übrigens ne Eiswürfelmaschine – voll geil! Ein Typ füllt grad einen ganzen Trog voller Corona mit Eis. Am Gang liegen lauter kleine goldene Penise aus Papier.

Nach 45 Minuten sind die Ladys fertig und wir haben unser Zimmer wieder. Das Bad sieht aus wie ein Schlachtfeld und Nicole sieht sehr verändert aus.

Dann haben wir noch etwas Zeit, ich mach mich schick und werf mich in mein Angus Young Outfit. Unten warten wir auf die Limo die gleich da ist, ne ziemliche Ghetto Kutsche. Einfach ne weitere Sitzreihe reingeschweisst. Der Fahrer ist aus Hawaii, macht ein paar Witze, die Karre gehört nämlich Elvis. Wir fahren den ganzen Strip rauf nach Downtown, die Gegend wird immer grindiger.

Wir halten in einer Seitenstraße, gegenüber liefert der Krankenwagen grad den Nachbar ab der sich auf seine Veranda verzieht und Bier trinkt.

Die Tante von der Elvis Chapel taucht dann endlich in einem gepunkteten Kleid auf, geht alles durch, sagt sie macht vorher noch ein paar Poserfotos mit uns die wir aber nur kaufen müssen wenn wir wollen und sie weiß noch nicht wieviels kostet.

Dann geht’s gleich los, Elvis sagt Hallo. Alles irgendwie sehr schräg, wie im Kino. Plastiksäulen, rosa LED überall, das Mikro geht nicht, abgehängte Decke wie am Schulklo. Aber is lustig! Dem Elvis taugts auch, macht ein paar schlechte Witze und ich steig ihm auf die Schuh.

Hunka Hunka Bernhard Love

Dann ist alles gleich vorbei und nach einer ungeprobten Tanzeinlage dürfen wir gehen. Elvis has left the building, nicht ohne sein 40 Dollar Trinkgeld Kuvert.

Die inkludierten Fotos von der Zeremonie schauen alle voll Kacke aus, die geposten sind nice. Kosten aber 275 Dollar. Oida… Die Visa glüht!

Wir sind erlöst und unsre Limo wartet schon und führt uns retour ins Hotel. Um 18.30 daheim,wir sind irgendwie total platt und starten eine Runde durchs Casino. Jedem ises wurscht dass wir da in der Brautuniform rumrennen, sogar den Lions. Ich brüll „we just got married!“ – jedem wurscht. Auf ein Bier in die Loser Bar, etwas Roulette zum Drüberstreuen. Die Automaten haben wir nicht kapiert. Dollar rein, Knopf drücken, irgendwelche Symbole kommen, Geld ist weg. Das ist doch Beschiss und nicht mal spaßig.

Das einzige was wir uns noch leisten können ist der Inder im Food Court, gleich neben dem Fatburger. Gibt Thaliplatte und scharfes Chicken irgendwas. Um mich nicht anzupatzen zieh ich mir mein Hemd aus. Hier ist echt alles wurscht.

Kurzer Verdauungsspaziergang retour, wir sind irgendwie fertig. Drum frühe Heia und Schnarchnasen-Hochzeitsnacht.

 

Donnerstag 28. Juni 2018

Monorail Tag! Juhuuu, endlich! Vorher Kaffee kochen, am Balkon schlürfen und den morgendlichen Strip beobachten. Gegenüber ist ein riesiges Parkhaus. Überall sind Parkhäuser.

Wir checken uns zwei Tagestickets für je 13 Dollar und fahren die erste Runde, bis zur Endstation beim Stratosphere. Die Station liegt praktisch direkt in einem Casino – schon wieder. Wir finden den Ausgang, gehen noch schnell aufs Casinoklo und nach 10 Metern außerhalb ist man irgendwie im Ghetto. Downtown Las Vegas. Komischere Leut, alles abgefuckt, hiniche Scheiben. Ein paar Chapels stehen rum, eine Stretchlimo biegt ein und auch so ein Brautpaar steigt grinsend aus und marschiert in die Kapelle.

Downtown

Im Stratosphere ist ein Casino. Überraschend. An der Turmspitze gibt’s eine Hochschaubahn und so ein in die Höhe Hau Gerät. Leider hat Nicole bisi Angsti und ich darf nicht allein. Drum gegenüber ins 5$ Thai-Mexian-Breakfast Lokal. Voll grindig aber immerhin authentisch. Phili Cheese Steak wird’s obwohl ich eigentlich gar nix essen wollt. Das Essen is grauslich, der Kaffee eigentlich nur lauwarmes braunes Wasser. PBR Bier würd nur 2 $ kosten. Sogar in dem Grindschuppen da gibt’s Casino…

Draußen bekommt ein Penner einen Dollar und freut sich gar nicht, genau wie der Typ dem ich beim Walgreen mein Kleingeld gegeben hab oder der beim Venetian dem Nicole ein Sandwich schenken wollt.

Wir krachen noch in den größten Souvenirshop in Vegas, wie der Sewa. Nur Schrott. Der Sightseeing Bus macht am Parkplatz Station. Wir kaufen Kühlschrankmagneten für die Hanni. Dann wieder Monorail und wir steigen beim High Roller Riesenrad aus. Irgendwer hat gesagt dass die Beth Edges grad in Vegas poltern und nach eingehender Recherche komm ich drauf dass das völliger Blödsinn ist und die erst im Februar hier feiern.

Venetian Hotel ist gleich da, wir machen eine Runde und Fotos und bewundern die Schönheit vom Canale Grande. Im Casino dass wir auf dem Weg zur Monorail durchwandern gewinnt Eine grad 1.950 Dollar und freut sich voll!

Canale Grande… kind of

Retourfahrt zum MGM und eine Runde Cocktailtrinken am Pool. Anschließend ein Nickerchen am Zimmer.

Es dunkelt bereits als ich munter werde und ich muss mich fit machen. Gleich kommt die Limo für die Hubschrauber Runde. Über GC Tours gebucht bei Sundance Helicopters für 100 Dollar glaub ich inkl. Pick-Up und Schampus im Plastikcup.

Schon wieder auf die Limo warten, diesmal eine gscheite wo man so schräg sitzt, mit Bar in der Mitte und schlechter Musik von oben.

Wir sind die letzten, die Karre ist schon recht voll und wir sind fünf Minuten später beim Flughafen. Gewichtskontrolle, Passkontrolle, more control.

Unser Pilot ist Deutscher und plaudert ganz nett, ihm taugts hier. Der Hubi ist von Airbus und wir dürfen, wies GC Tours versprochen hat, ganz vorne sitzen.

Sehr aufregend alles, eine Hubschrauberkolonne setzt sich in Bewegung, den Strip entlang. Toller Soundtrack im Flieger, zuerst Top Gun und dann Learing to fly. Wir plaudern etwas, es ist voll laut und meine blöde GoPro streikt wie ich erst später draufkomm. Beim Stratosphere drehen wir um, die Nase senkt sich und gefühlte fünf Minuten später landen wir bereits wieder. 75.000 Dollar hat die Pilotenausbildung gekostet, erzählt unser Pilot. Wir bedanken uns, werden in die Limo verfrachtet und retour gebracht. Kurz ausruhen, dann geht’s zum Supermarkt, Futter kaufen. Es ist eh schon spät.

Das Foto hab ich eigentlich vom Balkon gemacht, war gar nicht vom Hubschrauber aus, aber der Balkon war ja auch urhoch.

Auf dem Heimweg mit unseren 100 Sackerln kommen wir an der Loser Bar vorbei wo grad eine Band spielt. Ein Bier, okay. Is voll nett da, auch wenn alles Fake ist fühlt man sich wie in ner Country Bar am Land. Die Kellnerin hat sich ein bisi in mich verliebt, aber offenbar war das Trinkgeld zu wenig. PBR und dann riskieren wir so einen Jello Shot. Voll grauslich, wie Orangensirup mit Wodka was man zwei Tage am Balkon in der Sonne vergessen hat. Man braucht eigentlich einen Löffel. Der Tisch hinter uns wird immer besoffener, voll lustig zum Zuschauen. Der eine Typ tanzt nur noch allein und ist dann einfach weg. So wie unser Geld, die neue Kellnerin verschwindet mit meiner Karte und hat vergessen das Trinkgeld abzubuchen.

Es ist bereist zwei Uhr früh und wir wandern bepackt zu unsrem Zimmer. Nachti Nachti.

 

Freitag 29. Juni 2018

Wir sind verkatert, wir alten Loser. Im Aufzug stehen zwei mexikanische OGs mit ihren Kindern und grüßen freundlich. Ich spazier allein rüber zur Freiheitsstatue vorm New York New York. Sogar eine Brooklyn Bridge gibt’s, um die Ecke vom Toshiba Square und der riesigen T-Mobile Halle. Die Hochschaubahn fährt über alles rüber.

Dann wieder retour, im Casino quatscht mich ein Typ schief von der Seite an ob ich Party machen mag und er hat alles und überhaupt.

Retour im Zimmer wird Zähne geputzt und dann geht’s zum Casino Wandertag. Zuerst mal retour ins NY NY, die Hochschaubahn kostet 15 Dollar und ich darf nicht. Über eine Brücke kommt man links in die Exkalibur Ritterburg. Ein junger Typ düst auf einem Rollator vorbei während er Corona schlürft.

Original Freiheitsstatue

Ritterburg is voll geschmacklos und voller Automaten, ein kurzes Foto beim Dick Lokal und weiter ins Luxor. Pyramidenzimmer und eine Plastiksphynx mit LED. Außerdem ist grad die Bodies Ausstellung, gleich neben der Titanic Show.

Weiter zum Mandalay Bay wo der eine Typ aus dem Fenster auf die Konzertgeher geballert hat.

Und überall nur Casinos. Schon fad. Der Chriss Angel hat dort auch ein Theater, im Luxor, er war aber leider gerade nicht da.

Über den brütend heißen Strip geht’s retour zum Strip. Zwischenstopp beim Mexikaner im Food Court. Gar nicht mal schlecht, dafür voll fettig.

Im Zimmer nebenan sind offenbar Bauarbeiter eingezogen, es ist voll laut was uns prinzipiell wurscht ist weil wir eh zum Pool wollen. Trotzdem wird sich gleich mal beschwert, is ja schließlich Honeymoon.

Die Frau sagt wir sollen packen und sie reserviert uns irgendwas anderes. 10Minuten lang werfen wir alles in den Koffer, schad, wir hatten schon so ein schönes Chaos. Alles runter, Nicole wartet, ich will umbuchen, neue Schalterfrau die sich nicht auskennt und dann noch einen Ausweis will. Also retour, Ausweis holen, neu diskutieren, traurig dreinschauen. Und: Success! Penthouse, 36. Stockwerk, fast ganz oben. Im Zimmer ist alles spiegelverkehrt aber der Blick ist atemberaubend.

Also retour zum Pool, diesmal Signature Pool. Ein paar bsoffene Mädels turteln rum, an der Bar gibt’s Stiegl Radler und man ist sehr streng was Rauchen und Drinks betrifft. Aber eine Riesendose Bud geht immer!

Dann kommt irgendsoein DJ Typ daher mit seinen zwei Mädels und alle scharen sich um ihn. Little irgendwas heißt er. Die eine Besoffene brüllt voll rum und die Bar wird wieder geöffnet. Irgendwann hauen alle ab und wir sind allein. Allein in Vegas. Gibts gar nicht normal…

Am Abend weiß ich nicht mehr was war, wir haben noch den Grand Canyon Ausflug mit GC Tours gebucht, vielleicht waren wir nochmal kurz draußen oder Casino, keine Ahnung.

 

Samstag 30. Juni 2018

Schon wieder nix mit schlafen! Zum Glück ist die Mama noch wach. Um 5.30 geht dann schon der Wecker, schnelles Flapsi, dann schon runter.

Um 6.40 werden wir von so nem Gefängnisbus abgeholt, müssen was zahlen und dann holen wir noch ein paar Typen ab und dann fahren wir raus in die Outskirts wo in ausgetrockneten und betonierten Flussbetten Menschen unter freiem Himmel schlafen.

Unser Busbahnhof liegt genau neben dem Proberaum vom Chriss Angel, der hatte aber offenbar heute frei. Noch schnell alle aufs Klo, es gibt ein komisches Lunchpaket mit Mutantenapfel. Walter White fährt mit Frau mit. Alle Futtern, los geht’s, irgendwann später am Hoover Damm. Gepäckkontrolle wegen Bombe, hamma nix. Schwerbewaffneter Army Ranger hat in einer Hand die Puffn, in der anderen eine Thermoskanne. Hoover Damm ist halt ein Staudamm, nicht wirklich aufregend, trotzdem 15 Minuten Fotostopp.

Staubsauger Damm

Dann wieder retour, stundenlang durch die ärgste lebensfeindliche Pampa fahren, irgendwann abbiegen zur Route 66 bzw. einem Souvenirstand. Alle gehen aufs Klo und kaufen nix.

Toilet 66

Unsere Hawaiianische Busfahrerin will eine Hoover Damm DVD zeigen, kriegts aber nur auf Deutsch hin und dreht dann ab. Bei ihrer Durchsage explodiert das Mikro, sehr entspannend alles.

Stunden später dann Ankunft beim Grand Canyon. Wir sind völlig erstaunt dass das Versprochene hält und wir echt keine Parkgebühr oder sonstiges zahlen müssen. Wir haben drei Stunden Zeit und treffen uns wieder an der Angel Lounge.

Der Canyon war schon ziemlich org, wie eine eindimensionale Fototapete. Sah unglaublich aus. Alle waren top equiped mit Bergwanderungszeug, nur die Frau Wuddl hatte ein Abendkleid und Stöckelschuh. Die Eichhörnchen darf man nicht füttern.

Grand Canyon

Wir spazieren wieder retour, treffen auf ein paar versprengte Indianer, es gibt lauter Souvenir Shops aber nix zu Trinken.

Dann finden wir ein Hotel, trinken Bier aus Gläsern. Alles ist so entspannt und ruhig, welch Kontrast zu Vegas.

Langsam wieder retour zum Treffpunkt, Bus kommt, los geht’s, bisi streiten muss sein. Nach einer halben Stunde kommt die Fahrerin drauf dass sie einen Chinesen vergessen hat, drum geht’s wieder retour um den asiatischen Kollegen aufzulesen. Alle freuen sich wegen dem Zeitverlust.

Gegend

Dann geht’s wieder ewig retour, auf dem Highway nebenan hat ein Pick-Up einen Hubschrauber als Anhänger. Verrückt. Stopp bei der Raststation, derselben wie bei der Hinfahrt. Wird schon extrem fad alles. Als es schon stockdunkel war erkennt man Vegas nach einem Hügel. Die Haiwaifrau weiß von jedem Haus wieviels kostet und wer dort wohnt. Die ersten werden direkt vom Bus raus gehauen, wir beim Stratosphere in ein anders Auto umgeladen. Voll org, gleich hinter dem Hotel beginnt unmittelbar das ärgste Ghetto mit Hoodwatchern und alles kaputt.

Wedding Chappels gibt’s da einige und das Pfandgeschäft von den Typen aus dem Fernsehen.

Mittenrein in den schönsten Stau der Welt, von einem Hotel zum nächsten, Wuddl ist voll genervt, ich genieße die Stadtrundfahrt. Irgendwann dürfen wir auch raus, sagen als Einzige Danke, stoßen in der Lobby gleich auf ein paar Besoffene – wir sind wieder da!

Am Balkon gibt’s noch ein Gin Tonic, um 12 wird das Licht gelöscht.

Traum:

Ich war in so einem komischen light-Gefängniss in Tirol oder wo und Alf war inhaftiert und ich irgendwie nur so zum Spaß da. Es wird im Kreis unter freiem Himmel meditiert. Dann geht’s um eine Verlegung und in dem Gefängnisort sind lauter voll schicke Pubs und alles schaut sehr nett aus. Eine Schlangenfrau wird verhaftet und muss in einen Schuhkarton. Ich fahr irgendwie nur freiwillig mit und hab Angst dass die das vergessen. Dann waren wir in irgendeinem Einkaufszentrum und Nicole schießt ein Tor und ich renn mit so einer Bierbong und Raucherstäbchen rum. Treff anschließend Angelo Kelly und wir waren dann in Arizona. Alles klar…

 

Sonntag 1. Juli 2018

Unser letzter ganzer Tag. Aufgestanden wird um 8. Am Programm steht Planet Hollywood, Hooters und der Bellagio Brunnen, sonst waren wir schon überall. Die Sonne knallt zur Abwechslung mal wieder gscheit runter.

Brücke von Brooklyn

Wir spazieren ins Hard Rock Cafe und beschließen zur Happy Hour nochmal aufzutauchen. Ein netter Koreaner überredet uns was zu futtern bei seinem vereinsamten Surf & Turf Stand auf diesem komischen Platz. War ganz lecker, vor allem der Brokkoli. Weiter ins Planet Hollywood. Ein Casino. Und beim Aquarium Swimmingpool Pool vom Hilton waren wir auch – was für die Spanner unter uns.

Wir streiten in welchem Stil die Plastikdeko gehalten ist, ich sag Muslimisch, Nicole meint das ist eine israelische Moschee. H und M gibt’s im Hollywood, sogar mit dem selben Zeugs wie bei uns. Und es wird der Beweis geliefert das Technologie doch einen Sinn hat: die Tipsy Robot Bar! Voll geil, ne riesen Bar und zwei Industrieroboter mixen die Drinks. Bestellt und bezahlt über so riesen iPads. Genial.

Dann wieder retour und ne Runde im Lazy River rumplanschen. Ich lieben den Lazy River! Wir sind mit eigenen Cocktails bewaffnet und sparen Unmengen an Geld. Im Wet Republic Pool nebenan legt grad so ein DJ Typ auf, Heidi Klum hat ihn am Vortag in Atlantic City besucht. Seine Schmähs wabbern eh zu uns rüber, drum sparen wir uns die 60 Euro Eintritt. Ich glaub Kaskade wars. Bei der Bar steht mir ne hübsche junge Dame im Weg die mich mit den Worten „sorry sweetie“ in die Seite zwickt.

Im Hotel riechts voll nach Gras. Ich trink meine zwei Liter Miller Bierflasche, genau wie in Kids. Kroatien gewinnt gegen Dänemark. Alle glotzen Fußball überall.

Im Zimmer buchen wir den Transfer zum Flughafen morgen und schauen nebenbei Akte X was alle drei Minuten durch einen sechs Minuten Werbeblock unterbrochen wird. Dann machen wir uns stadtfein, schließlich wollen wir ja in eine Tittenbar. Auf dem Weg raus noch eine Runde Roulette gespielt, beim Mr. Schatz. 50 Dollar gewonnen, juhu! Gleich mal alles umgewechselt. Dann weitermarschiert. Gegenüber vom MGM Grand liegt das Hooters Hotel und – Überraschung – Casino! Unsere für heute geplante Sehenswürdigkeit.

Alles recht urig aus Holz, grausliches Essen, sauteuer alles, Bud Light für 15 Dollar glaub ich. Dafür sind alle halbwegs hübsch in ihren orangenen Hot Pants. Im Eingangsbereich steht das Hooters NASCAR Auto mit dem irgendwer irgendwas gewonnen hat.

Mit dem Hooters haben wir fast alles gesehen was Vegas zu bieten hat – bis auf den Bellagio Brunnen. Wir schieben uns durch die Massen an Menschen, bekommen einen tollen Platz und bestaunen das Wassergespritze. Wahrscheinlich waren noch ein letztes mal beim Rock n Reilly dessen Klocode wir schon auswendig wissen. Dort war so ein Gitarrist der mit unseren Wünschen anständig belästigt wurde.

Dann aufs Zimmer und ein letztes Mal den nächtlichen Ausblick bestaunen.

 

Montag 2. Juli 2018

Abreisetag… Kaffee trinken mit unserer Espressomaschine am Balkon, dazu gibt’s so fertige Weckerl mit 1000 Kalorien. Es is heiß. Wahrscheinlich haben wir noch eine letzte Hotelrunde gemacht und anschließend alles in die Koffer geworfen. Wir checken aus, Konfusion wegen den ganzen Kreditkartenrechnungen, keiner kennt sich aus, Card Complete schickt mir verzweifelt SMS.

Um 12 kommt das Shuttle von Bell, wir sitzen brav draußen und warten. 10 Minuten zu spät kommts dann, wir sagen Baba und fahren zum Flughafen. 5 Dollar Trinkgeld haben wir diesmal auch parat.

Toshiba Plaza mit Hochschaubahn

Wir checken bei Eurowings ein, der Typ am Schalter fragt mich was das BKK auf meinem Run BKK Shirt bedeutet. Ich sag ihm dass das Bangkok heißt. Er ist begeistert und fragt mich wies den in China so war. Aha.

Wir haben Hunger und voll viel Zeit. Außerdem ist die Kreditkarten noch nicht vollends ausgereizt. Drum geht’s erstmal durch die ganzen Kontrollen und anschließend zu einem Thailänder was futtern. Gar nicht mal so lecker. Im Raucherkammerl stehen Spielautomaten in die unsre letzten Dollar gestopft werden.

Dann geht’s eh schon zum Gate. Wir dürfen einsteigen, der Flieger ist nur 2/3 voll. Wir haben genug zum Futtern mit und der Laptop Akku ist auch voll. Wuddl verzieht sich zum Schlafen nach hinten, ich schau Rambo fertig. Es ist unglaublich langweilig. Dann mach ich auch ein Nickerchen und nach endlosen Stunden landen wir in München. Gepäck ist auch schon da, zwar nicht so flott wie in Wien aber immerhin. Raus aus dem ganzen Terminal und gleich zum Edeka. Obst!

Auf dem Vorplatz ist so ein public-viewing Zeugs aufgebaut, außerdem gibt’s ein Flughafen Bräu wo grad eine Betriebsfeier passiert. Weiter zur Sbahn, ein Pärchen schenkt uns ihre Tagesgruppenkarte. Voll nett. Auf geht’s zum ZOB, kennen uns schon voll aus. Die Karte bekommt eine Amitouristin die sowieso grad am Automaten verzweifelt. Zeit ist noch etwas, drum auf ins Augustinerbräu. Dann der klassische München Fehler: „Ein großes Bier, bitte!“. Und schon steht da ein Liter Hopfenwasser vor einem. Uff. Ging sich trotzdem alles aus.

Warten auf den blöden Flixbus der nicht daherkommt, dafür kommt von denen ne SMS Bus dass die Flixbuse grad aus sind und sie kommen mit einem weißen Blaguss Bus. Ami Touris verrauchen flott ihr letztes Weed ums Eck. Im Bus gibt’s nur zwei Steckdosen und alle sind am verzweifeln.

Die Fahrt dauert ewig und ist super mühsam. Irgendwann gegen 9 am Abend biegen wir dann endlich in Erdberg ein. U3 ist auch schon da und schon sind wir wieder daheim im Mäuseloft. Schön wars, würd jederzeit wieder heiraten!

Wochenend RocknRoll Abenteuer an diversen Seen mit komischem Essen

Juhu, endlich Wochenende! Also eigentlich hätt ich ja im Büro sitzen müssen bis Freitag aber Donnerstag früh kann man auch schon mal abhauen.

Frühes Shuttle Richtung Linz, dafür Abholung direkt vor der Tür und mein geklauter eurowings Polster durfte auch mit. Fahren, fad. In Linz den ersten Kranken einladen und das ganze Zeugs, beim Marterl in Kirchdorf dann den Käsemann der Band. Der letzte saß dann auch plötzlich im Auto – keine Ahnung.

Jedenfalls gings bei unserem Bubenausflug der Generationen zum Sonnegger See. Acoustic Lakeside. Eh nett. Vorbei an malerischen Landschaften und dem Bootsverleih Fritzl.

Das Navi schickt uns über die schmalsten Straßen der Welt zur Dorfkirche von Sittersdorf und wir trauen uns nicht pinkeln gehen. An sich hätt ma eh nur weiterfahren müssen weil alle Straßen führen zu irgendeinem See in Kärnten, trotzdem wieder retour zur Hauptstraße und dann waren wir da.

Zähe Verhandlungen mit den lokalen Nachwuchsfeuerwehrbehörden die uns den feierlichen Einzug aufs Festgelände verwehren wollten. Wir waren ganz diplomatisch. „Vorschlag: Wir fahren einfach rein und machen alles später“. Damit warens einverstanden. Irgendein lokaler Guide wollte uns dann noch ganz woanders hin lotsen – wie in Ägypten.

Einladen, Hallo sagen, Bierchen trinken, Son Lux Autobus anschauen. Kaiserwetter, planschen, langsam aufbauen. Ankathie Koi checkt grad mit der geilsten Frisur der Welt.

Dann sind wir dran, dauert alles weil das dLive mich nicht so mag wie ich es und dann haben wir überzogen aber egal. Den Drummer von der Kathie kenn ich voll gut und wir gehen mal eine rauchen bevor der große Stress ausbricht.

Dann geht’s schon los, voll gute Stimmung, alles tanzt, Stagemanager war nicht vorort drum gleich mal gscheit überzogen. Als erste Band des Abends kommt das immer gut! Sound war exzellent, ich hab einen super Job gemacht. Der Matakustix-Chef war auch da und hat irgendwas verkabelt.

Anschließend der gemütliche Teil, Pullover anziehen, am See spazieren, die Loraines und die Kathie anschauen die alle Besucher auf die Bühne einlädt um mit ihr zu schmusen.

Da simma grad in Kärnten

Alles eskaliert – drum alle ins Auto schmeißen und ab zur Schlafstätte in der Kochlöffelschule. Vier Typen in einem Raum. Stinkt ein bisi.

Der Labelpräsident weckt mich zärtlich indem er gegen mein Bett tritt. Rise & Shine, Kaffee auf Ex, wir haben Termine. In der Aula von der Schule wo wir nächtigen durften spielen 100Millionen Kinder Fußball in einer unfassbaren Lautstärke. Wir latschen mit den Trolleys und Sonnenbrillen durch, finden den Ausgang nicht, alles retour. Saupeinlich.

Dann rein ins Auto, den Vali am Gelände raus hauen, weiter nach Klagenfurt wegen neuer Präsidentenlimousine. Weiter auf der A10 nach Vorarlberg. Voll schön die Gegend rum um die Straße, Poserfoto an der Tankstelle, 88 im 60er Bereich macht 50 Euro Strafe. Es regnet, ungut, die Navis spielen verrückt.

Fast pünktlich biegen wir dann in Feldkirch ums Eck. Die Band mit dem Fernsehernamen probt noch und die Bandbetreuerin hat Hot Pants an. Ich liebe Hot Pants! Leider heuer kein Möhrenbräu sondern Fohrenburger.Und Kotelett war auch aus.

Schnell alles aufbauen, schnell ein paar Knöpfe drücken bis die Snare knallt wie Sau. Hat man bis Kärnten gehört. Kurz ausrasten, dann schon Show. Is sold-out heute, wahrscheinlich wegen meinem geilen Sound. Der Poolbartyp borgt uns seinen Schatz im Joghurttopf.

Es regnet schon wieder und die Hot Pants Frau hat jetzt Jogginghosen an. Wir hauen alles ins Auto, checken Reisebiere, diskutieren wie lang wir uns noch die Fernseherband ansehen dürfen und eigentlich wär der Typ der nach denen kommt auch ganz geil da wir den Verdacht hegen dass es nicht wegen uns ausverkauft ist sondern wegen dem Typen.

Ein Pool voller Menschen die aber alle was anhaben

Ab ins Auto, Schläfchen, am Mc Donalds Parkplatz steht so ein vorbereitetes Bier, wahrscheinlich mit K.O. Tropfen oder einem Schuss Felgi.

Um 2 in der Früh dann endlich im Hotel bei München am Flughafen. Der Typ ist nicht da und als ich das Einchecken übernehmen wollte, taucht er plötzlich auf und beschwert sich wegen meines fehlenden Datenschutzes.

Dann Heia.

Am nächsten Tag lieg ich allein im Zimmer. Der Kranke wollte mit dem Flieger nach Hamburg. Blöd nur dass sein Flug gecancelled wurde und er jetzt voll den Stress hat mit dem Zug nach Norden zu tuckern. Die anderen zwei sind schon auf dem Heimweg und haben den Gepäckraum mit Pacis Schlagzeug zugemüllt. Wir bleiben nämlich und hängen noch einen Urlaubstag dran.

Kurz vor drei kommt dann das Taxi aus Linz, es regnet wie Sau und wir fahren irgendwie auf die andre Seite von München – zur Villenpartie am Ammersee. Jeder hat mindestens drei Porsches in der Auffahrt stehen. Aber so Raketen wie der Putin sie hat, um Regen zu vertreiben, haben sie trotzdem nicht, es schüttet wie aus Schaffeln.

Stagedesign by Mr. Master of Disaster

Das Festival ist in full-chaos-mode, keiner kennt sich aus. Es gibt das absurdeste Essen der Welt und ganz komische Kuchen deren Angebot im 10 Minuten Takt variiert. Hotel gibt’s auch keines sondern dafür das alte Haus einer kunstsammelnden verblichenen Dame deren Kinder auf Ibiza weilen, voller Skulpturen und so Zeug. Irgendwie verkommen, irgendwie schick. Die Band nach uns schläft auch hier. Toll.

Unsere Bühne ist so ein aufgebockter Holzpavillon. Die Seebühne waren einfach ein paar Bühnenpodeste im Wasser, alle Kabel im See. Geil. Der Anajo-Typ hätte dort spielen sollen und verzieht sich lieber ins Seerestaurant um zu lärmen. Alle sind irgendwie völlig naturwaach und alle sind begeistert von meinem Flatrate-Becher.

Der Typ sing voll wie der von Anajo

Wieder retour, alles besprochen, beim Umbau bricht wieder das reinste Chaos aus. Außerdem wurde der Technikplatz schlauerweise dorthin gestellt wo man genau nix mehr hört. Sound war trotzdem exzellent, ich hab schon wieder einen super Job gemacht obwohl das Gitarrenkastl massiv Ärger machte.

Na egal, geschafft. Bier gibt’s, dem Jackson wird Kuchen in die Pappulatur gestopft und die Veranstalterin meldet verdächtige Musiker den örtlichen Polizeibehörden. Es ist saukalt, mein Bier und meine Beine frieren.

Auf geht’s in unsere temporäre Villa. Ein Typ kommt mit, verspricht uns Semmeln und fragt obs irgendwen von uns gibt der kein Bier zum Frühstück will.

Dann Heia. Am nächsten Morgen um 11 gibt’s natürlich nix von den Semmeln, dafür liegt ein riesen Wurstprügel von der Nato im Kühlschrank sodass die Eiskastentür nicht mal gscheit zugeht. Wird wohl ein Tankstellenfrühstück.

Noch bisi chillen, dann geht’s wieder Richtung Heim. Wetter ist Katastrophe, in ganz Holzkirchen gibt’s nix zu Essen und alles dauert ewig. Wir stauen bis Salzburg. An der Tanke kostet der Kaffee 4,45 – die spinnen ja! Für 20 Cent weniger hätts aber ein Kaisermelange Angebot bekommen mit Häferl. Nächstes Mal.

Das ist ein Berg neben der Autobahn

Um 10 am Abend dann endlich in Wien, die Frau Wuddl schläft schon. Nächstes mal nehm ich ne lange Hose mit.