Stuggi City – wir ham dich vermisst. Teilweise. Also nicht wirklich. Eigentlich Null.

Einer wird heiraten, eh erst im September und ganz woanders. Drum haben ihn die ganzen anderen Clowns schon im April geschnappt und zum Horrstadtion gebracht damit er noch viel Zeit zum Erholen hat.

Dort war blöderweise die staubigste Baustelle der Welt mit Toi Toi Klohütte und Dr. Popschi war dort mit seinem FressLKW und verteilte munter Coronas und Lachsbrötchen zwischen den ganzen polierten Polieren und Baustellenhackler. Die ham sich alle nicht ausgekannt wer die komische Truppe ist die da schon vormittags lärmend Bier säuft – obwohl typisch Austrianer eigentlich.

 

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L´amour Hatscher beim Horrstadion

Die Chefin von ihm hat dann gesagt sie will fahren, drum haben wir alles zusammengepackt und sind zum Baustelleneingang marschiert wo schon unser Reisebus um die Ecke bog. So Art 13A für Bands, zweistöckig, Betten, Playstation, verfliestes Klo – alles da. Eigentlich exakt wie der alte 13A: alle sind fett, aus irgendeinem Ghettokid-Handy plärrt Yung Hurn viel zu laut, fünf müssen aufs Klo und wissen dass man im Bus nur pinkeln darf und von oben brüllt jemand ständig: „Dicke Titten, Kartoffelsalat!“. Der arme Fahrer aus England machte gute Miene zum bösen Spiel.

 

 

Dann brum brum fahren fahren, Hafti im Busradio, für 900 Euro tanken, saufi saufi beim Jägermeisterstop und dann bremsen wir uns im Rockhouse zu Salzburg ein. Fetter Busparkplatz ist reserviert, vor uns parken sich so Hip Hopper mit ihrem poppligen Wohnmobil ein die heute abend eine Show spielen. „Hobts ka Budget!?“ werden sie freundlichst begrüßt.

 

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Einmal die 7 und 16 Jägermeister bitte

 

Gin Tonic time, alle gehen aufs Rockhouseklo weil man im Bus nicht AA machen darf. Dann steht der Smaller da und und wir schauen in so ein Tschecherl und dann in so ein piekfeines nobel Dings das so heißt wie ein Mischpult. 5 Gänge, kein Mensch hat Hunger, Aussicht ist schön und den einen Brenner Film habens da gedreht.

 

Mit dem Aufzug wieder runter, das Klo von dem Lokal hat voll ausgschaut, Leut verlieren und dann großes Rätselraten wohin. Ich glaub im Republic waren wir dann, weiss nimma, tanzi tanzi und Sambuca Runden – auch für die Mädels am Nebentisch die sich hübsch beduselten und dann mit nem 20 Jahre jüngeren abgezogen sind.

 

 

Irgendwie in den Bus retour gekommen und rein in die Koje weil um 3 in der Früh gings weiter Richtung Piefkinesien.

Als die Sonne in unsre Konservierungskammer reinknallte wars bereits Vormittag und wir parkten uns in Stuttgart vor dem Chimperator Witzeklub ein. Puh. Große Wanderung zu den Ibis Duschzimmern die zwei Autobahnkilometer entfernt lagen.

Wir haben sicher witzig ausgesehen, lauter verpeilte Pyama Typen mit dem Zahnbürschtel in der Gesäßtasche die in der prallsten Sonne kreuz und quer über Autobahnbrücken hirschen.

Dann schnell im Ibis alles versaut, Fleischkäse bei der Esso gefrühstückt und ab zum Craftbeerfestival – nur die Stiegen beim Bus runter. Da wär irgendwie Eintritt gewesen aber ich hab trotzdem lecker Bierchen bekommen und saß in der Sonne und war glücklich.

Im Bus erwachten langsam die Geister, die Corona Bay war wieder gut besucht und wir warteten alle auf den Chef von Stuttgart mit den Fußballtickets. Ne griechische Taxifahrerin kam vorbei und wartete mit uns.

Dann endlich, viel zu spät, kam der Typ, rein in das Griechentaxi und tucker tucker durch diese Angeberhauptstadt der oberschnicken Proseccowelt.

 

 

Das zweite Taxi hat sich voll verfahren und wir beobachteten Polizeipferde und Partybusse voller Dirndlmädels. Irgendwer bestellt Bier für 150 Euro und wir marschieren endlich ins Stadion. War wie Playstation, aber in Echt. Werder Bremen gegen VfB Stuttgart. War eh ganz lustig. „Wink amoi!“ – ständig zum Spieler aus Österreich der bei Bremen oder Stuttgart kickte und trotzdem nie rüberwunk.

 

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„Mit der Nummer 23 Marioooooo…“ – „… Oaschloch!“

Dann Fußmarsch zum Bus, Golfwagerl entdeckt, Partybus kommt schon wieder, schnell umziehen und weiter zum Chef vom Stuttgart auf seine 10 Millionen Euro Dachterrasse. Alles so schick–dezent, mit bester Aussicht. Bisi traurig bin ich da oben geworden, mein Balkon daheim ist maximal halb so schön.

Naja, dann aber Sektkorken in die Gegend knallen, Treppe runterfliegen, Baby abbusseln und weiter zum Italiener ohne Klima. Campari Orange gabs und die beste Pizza der Welt. Weiter zu so irgendeinem komischen Platz auf ein Gin Tonic wo alles voller Leuten war. Hab dort ein kleines Putschi gelassen, dann haben alle Stuttgarter Girls die Nase verzogen.

Der Eine war kurz verschwunden, per whatts app Standort wieder entdeckt, dann alle eingesammelt und in so einen nobelhobel superschicken Schuppen der Parkinson Park oder so ähnlich geheißen hat, gefahren. Alles schon schummrig, 3000 Euro Mindestumsatz in der VIP Area wo man toll auf den DJ runterspeiben hätte können.

 

 

Dann großer Aufbruch, Jacke vertauscht, Verzehrkarte verschmissen und Kontrolle während ich ne Ginflasche in der Hose hatte. Komischer Laden. Weiter in nen Indieschuppen und in irgendeine Stripbar mit eigener Währung. Am nächsten Tag hatte ich lauter Nuttendollar in meiner Tasche und hatte keine Ahnung woher.

Irgendwie wieder retour zum Bus, Ofenpofen aus den Sitzpölstern vom 13A gefischt, Monsieur Popolus hatte auf einmal ne Spiegelglatze und dann weiß ich nix mehr.

 

 

Am nächsten Morgen werd ich beim Autobahn Mc Donalds munter – endlich wieder in Österreich. Dem einzigen gscheiten Land auf der Welt.

Alle voll hinüber, der Bus riecht nach Verwesung und dann sind wir endlich am Verteilerkreis beim Austria Stadion wo noch der ganze Müll rumliegt. Am Schwimmbad dort hat jemand „Tschuschenaquarium“ draufgesprüht. Der Fahrer ist glücklich dass niemand den Bus verspieben hat.

In der Gartensiedlung nebenan kifft wer. War ein schöner Ausflug, Hochzeit wird wohl auch ganz lustig!

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Ich steig Dir aufs Dach – Schlagernacht in Bayern

Ja, was soll ich sagen. So Dinge passieren eben. Man wird plötzlich 40 und schon sitzt man mit den selben völlig fertigen Kerlen im Bus mit denen man eben noch die Rock n Roll Bühnen der neuen Welt unsicher gemacht hat und tingelt zu ner Schlagershow nach München.

Donnerstag wars und der Tourbus war voll schick gebranded und faktisch nagelneu. Kurzfristig. Traditionell erste Pinkelpause bei der Shell bei der Westausfahrt wo sie nen Spar mit rein gebaut haben der normale Bierpreise hat. Alle kaufen ein, Bierchen, Wurst, diese kleinen unrentablen Stoliflaschen und Humus.

Tucker Tucker, stinkfad, Kinder-CDs im Tourbus in dem man sogar stehen kann. Spätestens nach St. Pölten hats da drin ausgesehen und gerochen als würden wir da schon drei Wochen drin hausen. Eine Mischung aus verschüttetem Bier mit Mortadella Geschmack. Das mim Bier war ich, das leere Mortadella Packel was in jeder Kurve von links nach rechts schlurft gehört dem Gitarristen und auf den Humus ist wer drauf gestiegen.

Muenchen-LasVegasVans

Auto

Saukalt, die Scheiben frieren ein und das Tablet fliegt alle 5 Minuten runter. Ewiger Stau bei Passau, ein deutscher Grenzschützer steckt seinen Kopf ins Auto und zieht ihn sogleich naserümpfend zurück. „Habts eh alle an Ausweis dabei?“.

Pinkelpausen alle 10km, die finstersten Parkplätze der Welt und die abstrusesten Rastplätze die man sich vorstellen kann werden angefahren. Pinkelsteuer ist in D übrigens um 30 Cent höher als bei uns. Das Bier ist aus und die spießigen Piefke verkaufen keinen Wodka an der Tanke.

Irgendwann dann mitten in der Nacht in München gelandet. Wegen der Show haben wir zwei Backgroundsängerinnenmädels aus Hamburg importieren lassen die fröhlich in der Hotellobby auf uns warteten, zwecks des ersten Kennenlernens. Wir fliegen alle aus dem Bus raus, hinter uns tropft das Bier von der Ladefläche in den Schnee. Die ganzen Gitarren und das Gepäck wird flugs rein in die Lobby gepfeffert. Kurz den neuen Mädels fürs Wochenende Hallo sagen und volé an die Hotelbar. Die armen Gesangstalente, die müssen eine top Eindruck von uns gehabt haben. Ohne einzuchecken wird erst mal an der Bar weiter gesoffen was geht, 143 Euro Rechnung pro Nase und bei dem Kellner wird nur noch auf Bulgarisch bestellt.

Nächster Morgen, der Wecker klingelt gegen Neun, jeder liegt überrascht in einem schicken Einzelzimmer an dieser Topadresse in München. Aufm Weg zum fetten Frühstück steht im Lift dass es sogar ne Sauna, ne Muckibude und einen Salzwasserpool gibt. Voll geil!

Muenchen-Hotel

Bayrisches Stilleben mit Vodoopriester

Schnell reinfuttern was geht, eine Haube voll Proviant einpacken für daheim, dann die ganze Partie zusammenfangen und ab in die Location, zum Soundcheck.

Auf der Bühne grad ein paar gecastete Rocker mit Motorradlampen als Mikroständer die bei jedem Aufblinken einen fetten Surr auf die Anlage schicken. Geiler Effekt!

Wir müssen noch warten weil grad ein Playbackact das Playback probt, drum gibt’s ein herbes Bierchen. In den Backstage reingekracht wo grad ein TV Interview passierte, Tschuldigung, wegen dem Bier warats, böser Kameramannblick, egal.

Dann schnell alles aufbauen, Kabel wo anstecken, Mikros haben sie vergessen zum herrichten, keiner mehr gewohnt dass wer live spielt. Knöpfe drücken, Wirbel machen, Toto als neue Soundchecknummer.

Dann sagt wer wir sollen aufhören und wir gehen wieder zum gemütlichen Teil über. Nach uns probt eine hippieske Großfamilie mit ein paar fiependen Flöten & fussligen Tröten.

Weil der Backstage so Mini war wurde kurzerhand das glutenfreie Biorestaurant gegenüber angemietet und es gab allerhand gesundes Zeug, dazu Cola und Red Bull wegen dem Ausgleich.

Retour ins Hotel, ist ja noch massig Zeit und Saunatime. Im Schwitzkammerl sitzt der eine Rocker der behauptet wir hätten bereits am Vorabend mit ihm an der Hotelbar gesoffen. Und unser Sänger wäre so fett gewesen dass er am Ende kein Wort mehr verstanden hätte. „Ich bin ein Indie Künstler!“ hat er angeblich immerfort in die Münchner Nacht gebrüllt.

Aufguss, ins Salzwasser hüpfen, duschen, eine Wasserspur durchs Hotel ziehen, Fernschauen, den USB Stick an den Hotelfernseher basteln weil das gezeigte TV-Programm einfach Oasch war.

Dann geht’s langsam wieder rüber zur Venue, leider zu Fuß weil man das Shuttle verpasst hat. Der Security am Eingang zum Biobackstage will ein Passwort hören, am Eingang komm ich auch nicht rein weil ich nicht auf der Liste steh. Na toll. Dann stolpert die Bandbetreuerin vorbei, fragt mich wo ein gewisser Xaver ist, bestätigt dass ich kein normaler Psycho sondern der Technikpsycho bin und sagt mir das Kernwort wegen dem Futter gegenüber.

Dort darf ich dann echt rein, sitz rum, schau den Ladies an der Schminkstation zu. Der Playbackact von vorhin kommt mit Manager rein, hat goldene High Heels an den gefrorenen Füßchen stecken und meckert dass es im Winter so kalt ist. Eine voll wichtige Instagramm Story wird gedreht. Ich hol mir noch ein Bier.

Dann rüber, schauen was so passiert, bisi Schmäh führen. Es gibt keinen Schnaps. An der Bar nur Bier und Weingetränke gratis. Ein dickes Mädchen bekommt einen Award verliehen und freut sich. Die auftretenden Acts werden eher geduldet als beklatscht, deshalb besteht meine Aufgabe bei uns darin, mit Lautstärke zu überzeugen. Dann sind wir dran, Bum Bum, die L Acoustics Anlage freut sich dass da mal wer weiß wo man schraubt.

Voll gut hab ich das gemacht, ich war top zufrieden. Nur einmal kurz beim Lümmeln am Pult den falschen Knopf erwischt, dann wars am Mischpult kurz finster. Ist niemandem aufgefallen. Nach 12 Minuten war der Spuk vorbei und man konnte endlich wieder zum gemütlichen Teil übergehen.

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Der Backstage ist echt mini, irgendwer hat eine Flasche Wodka hergezaubert der voll grauslich schmeckt. Eine Chantal hängt rum, schnorrt Tschick und Schlücke von die Biere und will anschließend ihre Spucke irgendwem in die Haare schmieren wegen dem Styling. Voll grauslich. Unser Schlagzeuger kracht zur Bar und fragt: „Gib mir das was gratis ist und am schnellsten fett macht!“. Unser Sänger wird von dubiosen TV Stationen interviewt, wir haben keinen Auftrag mehr und räumen wahllos Instrumente in unser Auto. Dann zuckt die verrückte Backlinerin aus und brüllt hysterisch herum weil irgendwer raucht. Alle findens komisch.

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Alles was ich brauch ist meine Gang, meine Gang!

Dann wird alles schummriger, ich werd beim Seiteneingang raus bugsiert und finde irgendwie retour in die schicke Hotellobby. Auf Zimmer 219 zerbreche ich meine linke Kontaktlinse, wie auch immer ich das geschafft hab. Ein teurer Gag.

Tagwache um 10, schnell Frühstück fassen, Joghurt und Eier für die Reise fladern und so ein Kakaogetränk. Alles was rumsteht in den Koffer werfen, die Leute einsammeln, die Backgroundmädels mit einem schlechten Witz verabschieden und es geht wieder heimwärts.

Bei der ersten Tanke die wir am Straßenrand entdecken werden Jackie Colas und Rubbellose gekauft, wegen der langen Reise und um aus dem ganzen Elend herauszukommen. Dann simma plötzlich wieder in Wien, das Wetter ist voll grauslich schneegatschig und die Alarmanlage vom Proberaum piepst um ihr Leben. Auf dem Tablet prangt malerisch ein riesiger Fußabdruck mit Humusresten. Die U6 ist die ärgste Geisterbahnfreakshow. Schön ises wieder daheim!

 

 

 

Kambodscha Thailand 2017/2018

Wien – Bangkok – Sieam Reap – Phnom Penh – Sihanoukville Otres Beach – Koh Rong Samloem – Sihanoukville Independence Beach – Koh Kong – Koh Chang – Koh Kood – Bangkok – Wien

Flug mit Thai Airways / Thai Smile ca 860 Euro, 5 Tage vorher gebucht

Wien 13.20 – BKK 5.30 –7.30 – Siem Reap 8.25

Bangkok 1.30 – Wien 7.30

Samstag 2. Dezember 2018

Wien – Bangkok

Ja, alles war geplant und organisiert, zumindest die ersten paar Nächte. Nach Flores in Indonesien sollte es gehen. Und dann fing der Ashhole Vulkan Agung an da Feuer und Staub zu spucken. Dabei waren wir extra noch ein Jahr davor am Schwesternfukan um ihn zu beruhigen. Brachte nix.

Cathay Pacific meinte ihnen wärs lieber wenn wir nicht fliegen. Drum alle storniert soweits ging und ganz allein mim Internetz den Flug mit der Thai gefunden. Einen Tag später, dafür 12 Stunden weniger Flug.

Wir ham die 50 Euro fürs Visum verloren, mit der Flores Unterkunft streiten wir noch und der Inlandsflug von Denpasar nach Maumere is wohl auch weg.

Is ja wurscht, wir hams ja. Einen Tag mehr für Packen und Zamräumen und 13.20 Abflug is auch recht bequem.

Mit der U3 zur Landstraße und mit der S7 weiter, wie immer. Am S7 Bahnsteig entwickelt sich offenbar ein neuer Dealerhotspot.

In Schwechat dann großer Fehler: Zwar sperrt das Flughafenpub ja gottseidank schon um 11 auf, allerdings sind wir schnurstracks durch diese Sicherheitssache marschiert und dann gabs auf der anderen Seite nur das Hochpreisglamourwunderland. Mein letztes Ottakringer für 5,40. Dafür noch eine Dose für 2.50 entdeckt, das Reisebier. Bisl angedudelt gings in den Flieger, in die 2er Reihe, hinten am Klo. Im Bordkino spielts Stirb Langsam Teil 1, dann diesen total schwachsinnigen neuen Baywatch Film und die zwei neuen Alienfilme die sich handlungstechnisch seit dem ersten genau Null weiterentwickelt haben.

Die Thai Crew war entweder alt oder voll genervt, Essen war jetzt auch nicht so der Burner. Mushroom Omelette mit Spinat zum Frühstück. Dafür gabs Chang und Singha Bier bis zum Abwinken. Die zwei Mädels vor uns wurden durch ihren gemeinsame Vorliebe für Bierchen neue beste Freunde und quatschen den 12 Stunden Flug durch. Als die eine Bordküche ihnen nix mehr geben wollte spazierten sie zur nächsten. Zum Glück gabs ja zwei. 30 Minuten vor der Landung sind dann beide eingepennt, ladylike, mit dem Kopf auf die Tischplatte geknallt.

Die Thai Airways war so lieb und borgte uns wieder eine lila Stranddecke.

 

Sonntag 3. Dezember 2017 

Bangkok – Sieam Reap / Central Boutique Ankor Hotel für 35 Euro pro Nacht

Halb 6 Landung in Bangkok. Abmarsch zum Transfergate mit Bodyscanner für die andre Schlange. Gate G1a wo lauter Russen warten die alle einen Kartoffelkäfig als Handgepäck dabei haben.

Die Thai Smile Airline hält was sie verspricht, alle grinsen was das Zeug hält. Auch das Essen war ganz lecker, es gab so ne gefüllte Palatschinke mit Hühnergatsch drin und eine gratis Duschhaube im 70er Jahre Tapeten Design.

Von oben sieht Kambodscha aus wie eine riesige Pfütze mit adretten Häuschen drumrum. Kaum gestartet landen wir schon wieder in Sieam Reap. Total lieber Miniflughafen. Wir bekommen unser Visum für 30 Dollar mit dem fünf Beamte beschäftigt sind. Einer sagt okay, einer kassiert, einer reichts weiter, der nächste stempelt dann was ab und der letzte grinst nur und wünscht good luck.

Dann wieder Anstellen für die Passkontrolle was ewig dauert. Die Chinesin vor uns hat vergessen die ganzen Zettel auszufüllen.

Dann endlich durch, das Gepäck dreht schon die 20. Runde und der Zöllner weiß auch nicht recht was er mit unser Zollerklärung machen sollen und sagt wir sollen einfach gehen.

Draußen ises sonnig und der Typ vom Hotel wartet schon brav. Mit so nem Van gehts durch die Straßen die teilweise gesperrt sind weil der Präsident oder sonst wer mit nem Militärkonvoi durch donnert.

Die fahren zwar alle auf der richtigen Seite der Straße dafür ist das Lenkrad auf der Verkehrten. Alle kurven kreuz und quer und in der Nebenstraße verteilt ein TukTuk-Weihnachtsmann kleine Geschenke. Die TukTuks hier sind Mopeds mit Pferdekutschanhänger.

Wir kommen tatsächlich im Hotel an, bekommen unsren wassrigen welcome drink. Ein bisi müss ma warten weil wir ja so früh dran sind. Zimmer 117 im ersten Stock mit zentralem Blick auf den Pool. Sehr nett alles.

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Es ist mittlerweile 10 und wir sind hundemüde. Drum ab zum Pool und her mit dem Bierchen, ein großen Ankor Bier für 3.50 Euro. „Our country, our beer“ steht drauf. Das Bier half auch nicht recht beim Wachbleiben, trotzdem Abmarsch wegen Futtern, Curry mit viel Chili, eine Kokosnuss und noch ein Bierchen. Dann kurz Euro in Dollar wechseln, für 100 Euro kriegen wir 106 Dollar. Spitzenkurs. Dann endlich ein Nickerchen.

Wieder munter folgt eine alleinige Poolexpedition, als Frau Wuddl auch endlich wieder wach wurde marschieren wir Richtung Rechts, ließen alle TukTuk Typen anrennen und fanden den Night Market. Sehr nett und laut und bunt, wie Thailand. Es gibt Avocado und Mangoshake für uns. Wir strawanzten planlos rum und waren plötzlich in der Pub Street. Juhuuu! Wie die Khao San, die Dezibel flogen einem nur so um die Ohren, alles blinkt und feiert aber so richtig einladend war dann doch nix.

Wir entdeckten einen teuren Touri Supermarkt und eine Bum Bum Disko wo ich nicht rein durfte. Dann eine Einkehr in der Relax Bar wo nur Einheimische abhingen und wir das Treiben auf der Straße bequem verfolgen konnten. Bier 50 Cent, Cocktails auch schweinebillig. Ich mag auch so eine Honda Zoomer wie die coolen Cambodia Kids.

Ein paar Häuser weiter, fast schon bei uns gingen wir zum kambodschanischen Mexikaner und bestellten Nasi Goreng. Ein alter Kanadier krachte rein, war sehr redselig, war von Beruf Straßenmittelstreifenanmaler und verdiente dafür 60.000 kanadische Hirschendollar. Sein TukTuk Fahrer, der uns für 15 Dollar nach Angkor Wat führen wollte, zeigte ein Foto wie der Kanada Typ mit nem Bier in der Hand glückselig auf einem Autoreifen umhertrieb.

Wir spazierten Heim und gingen gegen Mitternacht schlafen.

 

Montag 4. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Kurz vor Neun erwacht, auf zum Frühstück was total super war. Wie beim Chinesen am Buffet. Eine Omelette und Suppenfrau, urviel Obst, allerhand anderes Zeug und alles recht lecker.

Um 10 kam dann die Kellnerin und meinte das sie jetzt alles abbauen und danke dass wir da waren. Ein dicker Chines im roten Tshirt verursachte ein Joghurt Massaker beim Obstsalat um dann zu bekritteln dass die Papayas alle waren.

Abmarsch zum Pool und bisi schwimmsi, trainieren und die Presse lesen. Frau Wuddi bekam schon wieder Hunger und gegen halb zwei krachten wir ins erstbeste Lokal. Die Frühlingsrollen waren kalt und bloß mit rohem Gemüse gefüllt. Dafür gabs eine gratis Bauarbeiter-Seiltanz-Show im 4. Stock beim Neubau gegenüber. Kann man übrigens kaufen das Haus falls es mal fertig wird.

Abmarsch wieder Richtung Nightmarkt und alles mal bei Tageslicht anschauen. Maracuja Shake für 1 Dollar, einen Fluss entdeckt und ne abgefuckt-schicke Touri Bar. Am Klo war ne DVD Sammlung, auf den Stiegen zum Klo verendete gerade eine Kakerlake (An Blasenschwäche? Man weiß es nicht). Gegenüber war ein Krankenhaus und eine Polizeibox. Außerdem stellen sich die TukTuk Fahrer offenbar auf Marihuana Verkauf um.

Wir rannten in der Gegend rum und egal wohin wir abbogen wir landeten stets in der Pub Street. Es gab sogar einen Indoor Market an dem wir gestern offenbar vorbeimarschiert sind. Same Same.

Ein Moped fuhr vorbei mit einem Typen drauf der nur ein Handtuch trug. Er bog in die Wäscherei ab – wohl Waschtag. Ein anderer spazierte nur in einer schicken Unterhose in der Gegend rum.

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Wir standen plötzlich vorm Hardrock Cafe, beobachteten ein Polizeidate und marschierten auf ein Curry zu den Unmotivierten. Die eine hatte voll die Spatzen im Haxn.

Dann wurde es langsam finster und die Pubstreet erwachte zum Leben.

Wir gingen wieder retour, erstanden eine Nuss der Kokospalme, buchten unsren Angkor Wat Trip für 15 Dollar plus 37 für den Eintritt, gingen eine Runde schwimmen und duschen und dann schlafen.

 

Dienstag 5. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Aufstehen, lecker Frühstück rein schaufeln, Angis Reisegruppe allerhand Insider Infos entlocken und um 10 ging der Rezeptionstyp zum nächstbesten TukTuk Typen und erklärt den hätten sie gestern für uns gebucht. Der hatte keine Ahnung worums eigentlich geht und fragt was wir denn eigentlich wollen. Tempel! Alles klar. Tempeln ist nämlich unser liebstes Hobby.

Ticket für 37 Euro kaufen, weiterfahren, Ticket Kontrolle. In der Ferne erkennt man schon die ersten Gemäuer aus dem Dschungel ragen.

Erste Station. Es war unglaublich, erschlägt einen. Hinter jedem Busch tauchen Tempel und Statuen und altes Gemäuer auf. Alles etwas abenteuerlich zu besteigen und die Masse an fotografierenden Chinesen machts auch nicht leichter.

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Nach zwei Stunden rumrennen auf zum nächsten Tempel, der ja auch ums Eck liegt, wo wir mit einer Partie Österreicher mitmarschieren. Die Angelina Jolie war als Tomb Raider ja auch schon da aber die hatte wohl an dem Tag frei, jedenfalls haben wir sie nicht getroffen.

Frau W hat Hunger und der TukTuk Typ führt uns zu nem Abzocker Restaurant. Vier aufgetaute traurige Mini Frühlingsrollen für 6,50. Naja. Kinder laufen einem hinterher, wollen allerhand Krimskrams verkaufen. Unser TukTuk Fahrer versteckt sich ständig irgendwo.

Dann auf zur letzten Station – das eigentliche Angkor Wat wo wir die Angi Partie vom Frühstück treffen. Über einen Plastiksteg gehts zum Eingang, Guides bieten uns fachkundige Hilfe an („look, nice!“), Affen plündern die Sackerl von Chinesen und wenn keine da sind tuns auch die Mistkübel. Wir rennen planlos umher, man verläuft sich recht leicht in dem Dickicht an Mauern und Statuen. Jeder Stein, jede Säule ist kunstvoll verziert. Unglaublich was Menschen so schaffen können.

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Wir sind erschlagen von den Bauten und marschieren wieder retour zu unsrem Fahrer und 15 Minuten später sind wir schon wieder daheim.

Eine Runde Pool schwimmen, dann gehts wieder auf Nahrungssuche. Diesmal nach links abgebogen, bisi rumgelaufen, einen Chinesen entdeckt und gegrillte Pfefferkörner mit ein paar Alibi Shrimps verdrückt. Kurze Runde gemacht und wieder Richtung Room 117.

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Dann Unterkunft in Koh Rong und den Bus nach Phnom Phen gebucht und so ein deppertes Paypal Account eröffnet weil alle ständig Paypal Anzahlungen haben wollen.

Dann die ganze Nacht nicht schlafen können, zuerst eine BBC Doku über die Roten Khmer geschaut weil wir ja wiedermal überhaupt keine geschichtliche Ahnung ahnen. Sehr bedrückend und verstörend.

Zum Aufmuntern eine Folge Breaking Bad und Daisy in Love und erst um vier in der Früh fielen die Augen zu.

 

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel

Heute Chilltag. Kein Muskelkater trotz der 24.000 Schritte vom Vortag (meine Fitnessapp war davon völlig aus dem Häuschen).

Beim Frühstück waren wir fast allein, am Pool ebenso. Die alte Flugzeugpresse lesen und den Freizeitkurier, dazwischen Schwimmsi und ein paar Tauchübungen absolviert.

Mittags gings in das Lokal in der Nähe von dem komischen Touri Einkaufszentrum mit Großraumdisko, Reis mit Scheiss für mich und Wudi hatte was anderes.

Retour, wieder schwimmen und lesen und wieder los, eine letzte Runde über die Pub Street und den Nightmarket. Tshirt (2 Dollar statt 6) und Tasche (4,5 Dollar statt 12) erstanden, Maracuja Drink vom Standl und am Heimweg gabs noch eine Portion Rollen, Mojito und Peanut Powder Shake für insgesamt 3,50 Dollar. Drauf gekommen dass wir für Koh Rong über 1000 Dollar in kleinen Scheinen brauchen weils dort keinen Bankomaten gibt.

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Wieder heimwärts und ein 6er Tragerl H2O erstanden weils so billig war und langsam zusammenpacken.

 

Donnerstag 7. Dezember 2017

Sieam Reap – Central Boutique Ankor Hotel / Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Wecker läutet, ab zum Frühstück. Es gibt eine ganze Bananenstaude zum Essen und ansonsten das Übliche. Keine Gutenmorgensuppe heute für mich.

Die Giantibisleute meinten wir sollen eine Stunde vor Abfahrt im Hotel warten bis wer kommt uns uns abholt. Wir waren streberhaft superpünktlich, saßen müd in der Lobby rum und warteten. Niemand kam daher, 20 Minuten vor Abfahrt. Kurzer Chat mit der Busdame die meinte wir sollen doch irgendwo anrufen. Der Hotelboy meinte die hätten eh schon angerufen und kämen gleich. Kamen dann tatsächlich und die Rezeptionsdame begleitete uns netterweise bis zu dem Typen der auf der Hauptstraße parkte. Der Zubringerbus quälte sich durch die Gaseln und wir holten dann noch ein Schweizer Ehepaar ab und 5 Minuten nach geplanter Abfahrt waren wir dann im Giantibis Hinterhof, bekamen unser Wasser und unsere Zimtschnecke ohne Zimt und durften in den Luxusbus einsteigen. Irgendwer hatte Steckdosen bei jedem Sitz angepickt und den versprochenen Film gabs auch nicht. Dafür blieben wir 20 Minuten nach Abfahrt irgendwo bei nem Straßenstandl stehen weil der Chines in der ersten Reihe noch schnell Reis kaufen wollte. Dafür gibts gleich den ersten Pinkelstop in der Raststation mit den kaputte Pissours. Die Flöte kostet hier 1,50 Dollar.

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Weiter gehts durch die Landschaft, irgendwer durfte auch noch irgendwo zusteigen und Ingress Portale gibts leider sehr wenige weswegen das WLAN ja eigentlich keinerlei Sinn macht.

Dann Mittagsstop im Abzockerlokal, drum nebenan Nüsse der Kalme erstanden. Frau Wuddl musste daraufhin voll aufs Klo und zum Glück wurde der letzte Pinkelstop planmäßig 60 Minuten vor Phnom Penh eingehalten.

Die Stadt sieht jetzt nicht sehr einladend aus, den Fluss entlang fahrend kamen wir mit einer halben Stunde Verspätung in der Busstation, direkt beim Nightmarket, an. No TukTuk today und vier Gassen weiter fanden wir das Hotel was gar nicht mal so schick war wies die Fotos versprachen. Der Pool war mini, außerdem ging voll der Wind, der Kasten moderte wie Sau und die Balkontür zur Straße ließ sich nur mit roher Gewalt öffnen und schließen.

Abmarsch wegen Hunger zu nem Taiwanesen, ich bestellte einen Curry Hotdog der sich als Gemüsereis herausstellte. Alles teurer als in Sieam Reap und Milliarden von TukTuk Typen wollen einen mitnehmen. Kurzer Rundgang am Nightmarket der winzig ist und nur chinesischen Blödsinn verkauft. Dann Spaziergang über den Fluss wo ein Baustellensänger auf ner komplett verzerrten Karaokeanlage herumbrüllte.

Die Stadt ist recht stressig und laut, Ratten laufen rum und die TukTuks nerven. Aber im Straße überqueren sind wir voll die professionals.

Einkehr bei nem netten Wirten auf ein Getränk, hinter uns sitzen Deutsche, daneben ein Österreicher der Selbstgespräche führt.

Wir marschieren wieder retour. Aus Versehen haben wir uns im Rotlichtviertel einquartiert, eine Taxigirl-Bar reiht sich an die Nächste.

Ich sitz noch lange am Balkon und schau runter. Gegenüber ein Puff, daneben schläft eine Familie auf dem Boden, kleine Kinder schlafen nackt auf Kartonagen und die Ratten rennen herum. Und wir beschweren uns über muffige Kästen und dreckige Handtücher…

 

Freitag, 8. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Heute Aktivitätstag. Nach dem überschaubaren Frühstück im Speisesaal mit dem Charme einer Jugendherberge wollen wir mal Geldwechseln weils auf den Koh Rong Inseln keinen Bankomat oder sonst was gibt. Pass vergessen, drum schickt uns die Schalterfrau wieder weg.

Beim Rausgehen haben wir uns über die hiniche Balkontür beschwert und als wir wieder ins Hotel retour kommen um den Pass zu holen stehen wirklich zwei Typen im Zimmer und reparieren. Sie zeigen sich recht erstaunt dass die Badezimmertür funktioniert.

Geldwechseln klappt, 1,1368 Dollar für einen Euro. Alles im Safe versperren und weiter gehts Richtung Königspalast den wir am Vortag schon in der Finsternis erspäht haben. Wir marschieren rein, aber irgendwie ist das eher ein Tempelkrankenhaus und google maps sagt auch wir sind Trotteln weil sich der Palast eine Ecke weiter befindet.

Die Straße vorm Palast ist gesperrt was eine absurde Ruhe verursachte. Die ganzen nervigen Guides schicken wir weg. Der König macht grad Mittagspause und hat zugesperrt. Erfolglos marschieren wir weiter die Hauptstraße entlang, der geplante Shopping Center Besuch wurde mir verboten. Die Hauptstraße hat den Charm der Südosttangente, ein nicht endend wollender Strom an Autos und Mopeds kämpft gegen uns an. Wir sehen das Independence Monument und eine Fahrschule. Die Uni hat grad Schulschluss und alle rennen in Roben in der Gegend rum.

Google Maps sagt wir sollen nach links, weg von der Riesenstraße und wir finden einen netten Chinesen wos Bierchen und gegrillten Fisch gibt. Dann großer Rechnungsstreit weil wir ihnen erklären dass ihre Umrechnung von Riel in Dollar nicht stimmt bis wir drauf kommen dass wir ja noch in Euro umrechnen was ja Blödsinn ist weil unser Euro natürlich viel mehr wert ist als dieser sogenannte Dollar.

Wieder Hauptstraße, dafür sogar mit einer Ampel! Halbnackte Russen rennen herum und reden Russisch und dann sind wir am Ziel. Das Genozid Museum was mitten in der Stadt liegt. Eintritt mit Audioguide in Deutsch für 8 Dollar.

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Das Museum war unglaublich deprimierend, man konnte in alle Zellen reingehen, verstörende Fotos hingen an der Wand und der Audioguide erklärte den ganzen Horror.

Als wir alles gesehen und gehört haben wirds bereits dunkel, wir gehen auf einen Cafe und wollen ein TukTuk nach Hause. Und offenbar waren wir in der einzigen Straße von ganz Kambodscha wos keine TukTuks gibt.

Wieder retour marschiert, für 4 Dollar eins bekommen. Rush hour war auch grad und der Typ kämpfte sich durch das gigantischste Verkehrschaos der Welt.

Beim Nightmarket haut er uns raus weil er das Hotel nicht kennt, zum Glück sind wir ja die Orientierungschefs, drehen ihm meinen zerknüllten Glücksdollar an und gehen zum Mexikaner, neben dem Taiwanesen von gestern.

Wir kaufen noch ein paar Bierchen, gehen in noch ein Lokal und beobachten das Rotlichttreiben gegenüber. Bisl wie das Wild Orchid, man sitzt auf so ner Terrasse und beobachtet den Wahnsinn der vor einem Vorbeizieht. Das Klo ist im Minimarkt nebenan.

Mojito gibts auch noch und dann gehts heim zur Skybar wo wir wiedermal die Einzigen sind. Wind ist heftig und es ist kalt.

Irgendwann wieder retour aufs Zimmer, noch kurz Balkon sitzen. Ein Kleinkind rennt allein die Straße entlang und kommt gottseidank wieder.

 

Samstag, 9. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront Hotel 30 Euro pro Nacht

Irgendwie kamen wir heute nicht in die Gänge. Beim Frühstück gibts Röstkartoffeln und Eierspeis mit Alufolie.

Wir hängen noch rum, buchen das Hotel in Sihoukville für 62 Dollar pro Nacht und marschieren um 12 zur Giantibis Zentrale. Busfahrschein für 11 Dollar pro Nase. Einkehr in nem Ecklokal mit komischem Reis der nach Palatschinke schmeckt. Die 13 jährige Kellnerin kann voll gut Englisch und wird gelobt. Als Draufgabe gibts für jeden ein Glas Eiswürfel.

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Dann wird die Wäsche geholt die wir am Vortag abgegeben haben die wir laminiert wieder retour bekommen, Hauptsache Plastik.

Für den Königspalast muss man sich schick anziehen, uns ist aber sowieso komisch von dem Essen. Drum Pool statt König. Wir ham in Kalender gschaut, heut geht der Wind und es ist wirklich recht frisch. „Welt der Wunder“ ausgelesen und die Spatzen beobachet die auf unserem Balkon einen Heuboden einrichten zwecks Gemütlichkeit.

Wir marschieren Richtung Links zum Nightmarkt. Dort ist ne andere Puffstraße und Restaurant lacht uns auch keines an. Beim Nightmarket marschieren wir in ein bummvolles Straßenlokal, bummvoll mit lauter Kambodschanern die aus komischen Suppentöpfen schlürfen und sich alle zwei Minuten zuprosten.

Wir bestellen Frühlingsrollen, grilled squid und ne Fischsuppe. Dann kommt die Kellnerin mit so ner Grillplatte, gespeist von einer Butan Gasdose die ständig aus ihrer Halterung rausflutscht. Und wir bekommen ebenfalls einen Suppentopf, urviel Gemüse und nen ganzen toten Fisch der uns tot anglotzt. Wir hauen motiviert das ganze Gemüse rein, die Kellnerin kommt und fischt alles wieder raus. Zuerst muss die Suppe kochen, dann wird Gemüse mit den Fingern zerschnipselt und wieder warten. Und dann erst der Fisch. Erst der Schwanz, der Kopf darf uns weiterhin strafend anblicken. Nach 5 Minuten ist alles fertig und wir probieren vorsichtig. Eh ganz lecker, nur bisi mühsam mit den Stäbchen und dem ganzen Fisch. Der Kopf wird dann auch noch rein geworfen, die Kambodschaner nebenan hauen all ihre leeren Bierdosen aus ihrer Kühlbox aufn Boden und bis auf den Kopf haben wir alles auf gefuttert. Zahlen 16 Dollar glaub ich und marschieren papp satt wieder ins Hotel.

Bisi packen, bisi Balkon sitzen und den Nutten zuschauen und dann Heia.

 

Sonntag 10. Dezember 2017

Phnom Penh – Grand Waterfront / Sihoukville, Otres Beach – Sahaa Beach Ressort für 55 Euro pro Nacht

Wecker um halb acht, zum Frühstück gibts Spaghetti Carbonara, kalte Eier, denselben Reistopf und Obst. Um Punkt 9 checken wir aus, Zimmer passt auch meinen sie. Die TukTuk Typen wünschen uns alles Gute und über die Flusspromenade gehts zur Giantibis Busstation.

Die Sonne brennt total, wir werden in einen Minibus mit 6 Sitzreihen gestopft, sitzen ganz hinten neben einem deutschen Ehepaar die zum Glück nicht stinken. Über eine Stunde quält sich der Bus durch Phnom Penh, Golfplatz gibts und Harley Davidson Shop und sonst nur Staubpisten. Die Zufahrt zur nationalen Straßenmeisterei ist total desolat und voller Schlaglöcher, außerdem ist die Brücke zu ihnen rüber aus Bambus.

Erster Stop irgendwo. Ein Chines steigt irgendwo ein. Zweiter Stop bei ner Profi Raststation die ganz stolz auf ihre Klos ist („Wait till you see our bathroom!“). Wir fahren weiter, haben Delay, abenteuerliche Überholmanöver, mitten in der Pampa hupft noch ein Typ in den Bus rein, bei ner Kreuzung will die Französin die nicht gezahlt hat aussteigen, blöderweise ist ihr Koffer ganz unten angeleint, alles sehr anstrengend. Endlich kommen wir nach Sihanoukville wo lauter Hochhäuser in die Landschaft gepflanzt werden, wir dachten das ist so ein Minitouriort. Hier steht auch die Angkor Brauereizentrale, stolzer Sponsor von Borussia Dortmund. Der Deutsche und ich bezweifeln dass die davon wissen.

Gepäck gefunden und gleich auf ein Beruhigungsbier zum Wirten nebenan. Wir bekommen ein TukTuk für 8 Dollar und tuckern mit 5kmh Richtung Otres Beach. Hier gibts sogar Polizeikontrollen um Tourimädels abzuzocken die ohne vorschriftsmäßigen Helm fahren.

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Otres Beach 1 Hauptstraße, nicht befestigt, lauter kleine Restaurants, Bars, Shops. Vor nem Nobelschuppen werden wir noch langsamer, sogleich stürmt das Personal raus um unser Zeug reinzuschleppen. Strom gibts grad nicht und der Generator ist auch hin. Dafür kommt der englische Managerchef, versucht sich in small talk und für die entstandene Wartezeit zahlt er uns ein Bier.

Zimmer 103, deutlich kleiner als die gebuchten 50 Quadratmeter aber voll schön und nobel und neu. Auf Agoda steht offenbar nur Blödsinn, die haben erst vor sechs Wochen aufgesperrt. Wir hauen alles ins schicke Zimmer und marschieren zum Strand.

In der Bar mit den orangenen Stühlen machen wir Station, trinken Mojito, scheuchen 1000 Strandverkäufer weg (es gibt Tücher, Bandln, Massage, Gras das als Sonnenbrillen getarnt ist und Nägel schneiden), genießen den Sonnenuntergang und gehen wieder retour, schick machen fürs Abendessen.

Wir kehren ein bei der Frau Dani und ihrer Großfamilie, futtern Chili mit Curry und die Frau Dani erzählt uns dass sie mit nem Dänen verheiratet ist und wie mühsam es in Dänemark ist. Bei der Rechnung vergessen sie zwei Bier, kommen drauf und erlassen uns 25 Cent als Rabatt. Mit dem Bruder von der Dani könnten wir mim TukTuk die 10 Meter zum Hotel fahren. Dann schlafen, vorher noch kurzer Einkauf im Katzengeschäft.

 

Montag 11. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort

Aufwachen um 6.20, weiterschlafen bis halb neun, ne Runde im Pool, dann auf zum Frühstück. Es gibt Ei Benedict und englisches Frühstück für uns, gar nicht mal soooo toll und auf gehts zum Strand.

Wir spazieren auf und ab, rennen vier mal bei dem Pärchen vorbei welches sich im Sand vergräbt und enden im Lokal mit den grauen Liegen, die bequemsten der Welt.

Profil lesen welches von einem österreichischen Lehrerpärchen ab geschnorrt wird. Dann Futtern im Greenhouse, staubtrockenen Red Snapper mit Fliegengeschwader für 6 Dollar 50. Gar nicht mal sooo toll.

Wir werden total ignoriert, bekommen dann doch was zu Trinken und buchen online die Bootsticket nach Koh Rong Salmonellen für 16,50 Dollar pro Nase. Ich glaub das wars.

 

Dienstag 12. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort

Ja, schon wieder aufstehen. Austrias Next Topmodel kann man nur in Österreich online anschauen. Der Fernseher ist auch sehr klein. Frühstück gibts, der Chef heißt gar nicht Benedict und das Ei ist nicht nach ihm benannt. Der Kellner macht ständig blöde Witze und will belacht werden. Er telefoniert auch täglich mit God wegen dem Wetter und meint es wird schön.

Ich hab ne ganz tolle Videoidee, tauche mit der GoPro im Pool ein und im Meer wieder auf. Blöd nur dass es genau heut bewölkt ist, trotz des Telefonats.

Wir hängen erst am Pool rum, ich bring Nicole das Schwimmen bei weil sie das noch gar nicht so gut kann. Handtücher gibts irgendwie auch nicht und es is volle heiß. Geldabheben beim Bankomaten, 5 Dollar Gebühr für nix.

Am Strand legen wir uns ins erstbeste Liege, in Minutentakt kommen Verkäufer für Massage, Pediküre, Maniküre, Bandln, Schnorcheltrips, es gibt den Tintenfisch Mann, die Hummerfrauen und die indische Handlesermafia. Die neben uns haben sich nicht mal gscheit hingelegt und müssen schon Schnorchelausflüge und Bandln kaufen. Mein Bandl fand ich einfach am Strand, der Typ hinter uns fand dafür 5 Dollar.

Wir marschieren zum Griechen wegen dem Sonnenuntergang, beobachten das schwimmende Hüpfburgensemble wo eine Schülergruppe sich austobt. Und dann gehts auch schon wieder retour. Der Chef will ein Foto vom Sonnenuntergang von mir, schickte ich ihm, er freut sich und findets wunderwunderschön.

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Heute wird fein gespeist, Red Snapper „only for you“ und für alle anderen dies auf der Karte gelesen haben für 10 Dollar. Und einen Fischburger. Beides gar nicht soooo toll. 21 Dollar insgesamt.

Im Bungalow gibts noch die große Käfer vs. Gecko Show.

 

Mittwoch 13. Dezember 2017

Sihoukville – Sahaa Beach Ressort / Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia für 50 Dollar pro Nacht

Wir wachen wieder zu früh auf, gehen Frühstücken, erklären den neuen Franzosen was ein Ei Benedict ist, packen den Rest in den Koffer und zahlen die Zeche. Ein Erinnerungshandtuch darf auch mit.

TukTuk wartet vor der Tür, 7 Dollar ins Zentrum des Hafens. Wir finden das Büro von Buva Sea, bekommen einen roten Backstagepaß und die ein rotes Pickerl.

Dann gehts ins Warterestaurant, großes Einstiegschaos, ein Haufen Chinesen sitzt auf unseren Sitzen und verhält sich auch sonst unangemessen. Der Käptn schimpft.

Irgendwer hat 15 Toshiba Fernseher bestellt die beim ersten Stopp ausgeladen werden, dafür werden drei dicke Stinkeamis eingeladen die auch nerven.

Endlich da am M´Pay Bier, schaut wirklich etwas aus wie eine Müllhalde. Nagel wird eingerissen und tut sehr sehr weh. Kurzer Spaziergang und Trolleygezerre und wir sind da, Phil wartet schon.

Hinsetzen, Angkor trinken, Einweisung bekommen. Alles sehr relaxed hier. Stricherlliste für Bier und überhaupt.

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Bungalow auch recht nett, der Phil is recht busy doing nothing und der hat ein Bali Festival organisiert mit Alt J und das war alles sehr mühsam wegen Vulkan, Visum, Hotels und Anlage. Kurze Anlagendiskussion. Außerdem schaut ständig die Einwanderungsbehörde vorbei und kontrolliert ob die ganzen Westler die hier überall hackeln eh brav das entsprechende Visum haben. Drum setzen sich immer alle in ein Boot und tuckern aufs Meer raus und kommen retour wenn die wieder weg sind.

Wenn man eine Stunde marschiert kommt man angeblich zu einem voll menschenleeren Traumstrand. Wir gehen mal in die Richtung und passieren lauter Holzressorts wo Bikinimädels arbeiten. Überall liegt sehr viel Müll rum, angeblich wurde vor kurzen die gesamte Häuserreihe die den Strand säumte weggerissen und ins Hinterland verlegt weswegen so viel Schutt rumliegt. Ist trotzdem die schönste Müllkippe auf der wir je waren.

Wir erreichen einen Vorhutstrand der auch schon wunderschön ist, beim Eco Ressort. Uns fehlt ja noch immer eine Woche an Hotels und dort gäbs auch nur noch zwei Nächte frei.

Wieder retour, Hunger, Mopeds tuckern die 10 Meter von den Häusern zum Strand auf und ab. Sehr viel gebaut wird hier und es gibt wieder eine große Baustellenkaraokeparty, gleich neben der Reinhold Messner Gedenkbrücke.

In der Mango Lounge hackeln drei Stuttgarter die schlechte Mojitos mischen. Als es dunkel wird und man nichts mehr sieht meint ein Bauhackler es wär jetzt die beste Zeit um eine Wand hochzuziehen.

Kurzer Stopp daheim, dann gehts weiter auf die Partymeile die aber schon alle halbwegs am Zusperren sind. In dem Taucherrestaurant gibts noch was zu essen und bei den Bikinimädels da drüben gibts die schlechteste Feuershow der Welt.

Wir gehen wieder heim und schlafen.

 

Donnerstag 14. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia für 50 Dollar pro Nacht

Nicole hat Bauchweh. Oje. Dafür wird ihr ein Kaffee serviert. Ihr privater Handleser hat ja vorhergesagt dass sie ein Vielfraß ist – das rächt sich jetzt.

Suppenfrühstück gibts leider keines, dafür fluffige Palatschinken mit Nutella und Obst. Die Einwanderungsbehörde ist schon wieder da und der Chef versteckt sich bei den Nachbarn.

Heute sind wir zur Abwechslung mal faul, wir machen ein Nachmittagsschläfchen und gegen halb drei marschieren wir zu dem Strand neben den Eco Ressort Typen. Die zahlen 1 Bier für 1 Sackerl Müll, irgendwer war so durstig, der hat 40 Säcke gesammelt und wollt dafür 40 Bier.

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Bisi schwimmen, bisi Wirtschaftswoche lesen. Dann gehts wieder retour und wir kehren bei Ernis Kitchen ein, auf ein total leckeres Curry. Hinter uns sitzt der Typ der mit seiner Freundin ein Haus zusammenzimmert, sie quatschen über die korrupten Bullen die alle abzocken (300 Dollar pro Business pro Monat) und dass irgendwer im Häfn sitzt weil er einem Polizisten 50 Gramm Gras verkaufen wollte. Außerdem baut er das erste vegane Restaurant von allen Inseln überhaupt und es wird total super. Sein Hund heißt Gypsy, der rauft am liebsten mit dem Titan.

Dann sitzt auf einmal unser Host Phil hinter uns und versucht Leute für sein Medical Center Projekt zu gewinnen welches er offenbar in Eigenregie hochziehen mag. Er fragt uns was wir heut so gemacht haben. Ich hab gesagt wir haben erst ein Nickerchen gemacht, dann sind wir da rüber spaziert und jetzt wieder retour. Alle lachen.

Daheim sitzen auf der finsteren Veranda zwei Amimädels (die eine ist glaub ich die Tochter von Lenny Kravitz, zumindest von der Frisur her) und sagen nix. Ich frag sie ob sie auf den Chef warten und erklär ihnen wo der gerade sitzt.

Dann fängts total zu schiffen an und wir gehen Heia.

 

Freitag 15. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Ich erwache kurz vor sechs, geh raus für den Sonnenaufgang und komm drauf dass die Sonne offenbar wo aufgeht wo man sie nicht sieht. Dafür habe ich einen neuen Hundefreund der mir nicht von der Seite rückt und der von allen gemobbt wird.

Das mit dem Internet hier klappt überhaupt nicht, wir gehen zur Mango Lounge, futtern Thunfischsandwich und buchen uns in Sihoukville ein, von
21. Dezember bis zum 25. Bootticket kann man auch in der Mango Lounge kaufen für 12,50, bei den drei Stuttgartern.

Endlich ist das Weihnachtsproblem gelöst und wir fangen an die Expedition zu dem geheimen Superstrand auf der anderen Seite der Insel, Clearwater Bay. Am Ende vom Dorf über die Brücke ohne Geländer, den Strand Richtung den Eco Typen entlang und dann irgendwann mal rechts den Berg rauf in den Dschungel. Blöd nur dass grad die Flut alles flutet, wir waten die Küstenlinie entlang und entdecken einen Pfeil der uns in den Dschungel schickt. Dann gehts rauf und runter, ziemlich anstrengend, zum Glück haben wir gscheite Schuhe mit.

Nach 30 Minuten lichtet sich der Wald und wir stehen an einem Strand wie wir ihn noch nie zuvor gesehen haben. Weißer Sand, das Wasser schillert in allen nur erdenklichen Blautönen, so gut wie keine Menschen und kein Müll. Wahrlich ein Traum, wie in The Beach.

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Ich hab voll Hunger und in der Mitte vom Strand haben ein paar Goa Hippies einen Riesenstrandbungalow in den Wald gezimmert. Es läuft so Bum Bum Mucke, alle rennen halbnackt rum, zusammengezimmerte Palettenmöbel, alles sehr verspielt.

Küche hat grad zu, ich bekomm eine Instantnudelsuppe für 3 Dollar, Kaffee für einen und ein Refill für 50 Cent.

Wir suchen uns ein Plätzchen wo wir noch einsamer sind in unsrer Einsamkeit, planschen und liegen im Wasser. Surreal schön.

Langsam gehts wieder retour, Dschungelwanderung, uns kommt ein Typ ohne Schuh entgegen, der fragt obs eh nicht mehr weit ist.

Wieder am Meer hauen wir uns sogleich in dasselbe. Ich hab etwas zuviel Sonne abbekommen und muss mit nem orangenen Tuch um die Schulter heim marschieren.

Phil fragt ob wir heut family dinner machen wollen, Nicole is verzweifelt, ich sag Nein und wir gehen zu den Tauchern was essen.

Ich buch gleich Refresher und zwei Fun Dives für 100 Dollar insgesamt. Am nächsten Tag machen sie nix weil da bauen sie ja das Krankenhaus, also übermorgen. Dh ich muss heut Trinktag machen weil ja schon Freitag ist. Gin Tonic mit dem grausliche Klang Bier wirds, dazu Chicken Lok Lak und Reis mit Huhn und vor allem Chili. Kopf schwitzt.

Dann Zwischenstopp bei uns wo grad alle mit dem dinner fertig sind auf einen Gin Tonic. Der Tschürtz hat geposted dass Arcadia die ganzen Wiesen Shows verloren hat was ziemlich schlecht ist. In der Mango Lounge gibts nämlich Internet und Angkors. Und dann gehen wir noch zu den Nachbarn, Friendly Tigers glaub ich, die als Bar ein ausrangiertes Boot verwenden. Der Chef ohne Leibal kommt vorbei und schnorrt mich wegen Papers an. Und dann gehts noch zum Chill In auf einen B52 der voll lecker nach Schoko schmeckt. Daheim wird dann ausgiebigst geschnarcht und geklot.

 

Samstag 16. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Aufwachen, Kaffee und Nuss der Kokos schlürfen, emedia auslesen, Nicole leidet Höllenqualen. Drum geh ich allein frühstücken zum Rob, großes englisches Frühstück für 6 Dollar mit beaked beans. Ein Boot kommt an und spuckt wieder neue Rucksacktypen aus.

Abmarsch zum Clearwater Bay und Mittagseinquere zu den Goa Hippies. Ein Schnurmann sichert die Balustrade, der pancake in Herzform dauert eine halbe Ewigkeit, eine Ziege ist ausgebüxt und steht planlos vor der Hippiezentrale. Eine hat ihre MicroSD Karte im Sand verloren und bietet dem Finder 100 Dollar wenn er die Karte ihr nach Conneticut schickt.

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Wir legen uns unter das Riesenschild was überall rumsteht, hupfen ins Wasser, ich geh schaukeln und spazier auf der Sandbank. Total schön. Ausflug zum anderen Ende des Strandes wo man nackt sein darf, eine Trulla macht Yoga und checkt nix. Der Schlafsaal ist voller Stockbetten mit Moskitonetzen und Rucksäcken.

Neben uns liegt die Lenny Kravitz Tochter mir ihrer Freundin, beim Hergehen treffen wir die Holländer vom Vortag, beim Retour gehen die zwei Österreicherinnen von denen uns die Barfrau am Vortag erzählt hat. So ein Hippiedorf hier alles.

Sonnenuntergang ist auch sehr schön, ein Krebs führt seine Muschel Gassi und daheim bei uns ist niemand. Heute hätt ich sogar dem family dinner eine Chance gegeben aber irgendwie ist der Phil verschwunden.

Mein blöder Tauchcomputer macht auch Mätzchen und das Kinderbuch, welches ich zum Lesen und Hierlassen mithab, ist mehr als schlecht.

Wir gehen wieder zu Ernis Kitchen wo heute das totale Chaos herrscht. Total random mode.

Bei uns daheim is immer noch nix los, ich schau The Osbournes und wir gehen heia.

 

Sonntag 17. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Wir hom in Kalenda gschaut, heit geht da Wind! Und wia! Die Wellen peitschen gegen den Strand, alles fliegt in der Gegend rum. Kaffee trinken, im Tauchshop nachfragen, alles abgesagt. Auch die wenigen Boote die ankommen schauen lustig aus. Ein paar neue Chinesen stapfen rum, die Tauchleute grüßen auch schon freundlich, der Stuttgarter geht spazieren, der Vater von Lars Ulrich mit seinem missmutigen Sohn stapft herum. Wir haben in ein paar Tagen 10mal mehr Leute kennengelernt als in 15 Jahren in Wien. Internet geht auch auf einmal wieder, passiert is eh nix. Ist ja kein Wolf Haas Krimi.

Also einen ganzen Tag zum Nixtun. Nach Clearwater Bay können wir nicht wegen dem hohen Wasserstand, das Wasser hier breitet sich immer mehr aus und wir werden wohl bald ertrinken, sogar die Hunde staksen ratlos in der Gegend rum. Wir waschen Wäsche, ich mach mir ein Bier auf.

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Das ganze System bricht zusammen wegen dem bisschen Wind. Die Boote fahren nicht, jetzt stapelt sich der Müll welchen das Supply Boat mitnehmen soll am Pier, außerdem hätt es Essen bringen sollen weswegen es kein Frühstück gibt und die ganzen Touris kommen weder weg noch hin. Keine Ahnung wie die Chinesen das geschafft haben.

Spaziergang ins Landesinnere zu nem kleine Restaurant wos Baguette mit Hundefutter und für mich eine Nudelbox mit Chili gibt.

Nix zu tun, wir hängen rum, ich bastel die kaputte Anlage vom Phil wieder zusammen, wir trinken Angkor und die restlichen Festlandbiere, lesen das Kinderbuch über die französische Revolution. Das Klang Bier ist echt schlecht, ein Schluck und man fühlt sich wie wenn man nen Kater hätte.

Dann kurze Aktivität: Wir gehen die paar Meter nach links zum Eck der Insel, zu den Sunset Bungalows. Sind die einzigen, warten trotzdem ewig und von drei bestellten Sachen sind zwei falsch. Naja, wird ja auch von einem Franzosen geleitet der die paar Dollar nachzählt die der Kellner schon vor gezählt hat. Dafür ist das Lokal total schön gelegen.

Abends gehts zur happy hour ins Chill In auf zwei total leckere Cocktails gemischt von der besten Kellnerin der Insel. Die übliche Patie ist da und säuft. Weiter wieder zu den Sunset Leuten, auf Knoblauch Baguette und wieder Suppe glaub ich.

Am Heimweg nochmal zu den Chill Ins auf nen Absacker, als wir gehen wollten quatscht uns der voll tätowierte Kanadier zu der erzählt dass er lang in Berlin als Babysitter gearbeitet hat und mit dem Kind im Arm, das Bier durch einen Strohhalm schlürfend, immer beim Dart gewonnen hat.

Daheim tut sich dann nix mehr, wir gehen schlafen.

 

Montag 18. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Schon wieder soviel Wind! Wir sind langsam auf Inselzeit umgestellt, früh schlafen gehen, früh aufwachen. Spaziergang zu den Tauchern, heut wieder nix. Ich ärger mich total dass ich an den schönen Tagen letzte Woche nicht tauchen war.

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Boote fahren sporadisch, das Brot ist auf der ganzen Insel ausgegangen, Gemüse gibts auch nicht mehr viel.

Schon wieder so ein Tag wo man nichts machen kann. Es gibt einen Typ der ne Inselrunde anbietet mit seinem Boot, dafür kriegt man auch ein schönes Tshirt. Aber der bleibt auch lieber im Hafen.

Angeblich gibts ja einen Wasserfall, wir bekommen eine handgemalte Karte und versuchen unser Glück, vor der Schule rechts rein, ein paar Gschäfte, ein paar Ressorts. Ganz oben wieder Baustellenparty bei einem großen Holzhaus wo einer grad kocht, der andre grad Betten zusammenschweißt. Eine unortbare Stimme schreit Hallo und freut sich dass wir zum Wasserfall gehen.

Ein kleiner Pfad dahinter hat einen kleinen Wegweiser, wir marschieren los, durch den faunalosen Dschungel. Blöd dass wir nur mit Flip Flops unterwegs sind. Wir hegen auch den Verdacht dass wir bloß den Holzfällerpfad entlang spazieren. Dann ises auf einmal aus, wir gehen alle Wege kurz weiter aber nichts. Einer führt runter zum Müllstrand aber auch da gibts nichts Wasserfall ähnliches.

Wieder retour gehen alles, man sieht außer den einen Karamellkäfer der uns im Clearwater Dschungel begegnet ist höchstens ein paar Ameisen.

Wir kämpfen uns retour, überall hängen lose, schwere Äste runter von den Stürmen. Auf das Abenteuer hin kehren wir bei den Dragonfly Leuten ein, bekommen Kaffee und Tee, genießen die wunderschöne Aussicht und gehen dann wieder.

Der Wind hat nachgelassen, es ist ja auch bereits mittags. Irgendwo waren wir dann essen, dann haben wir uns zusammengepackt und sind zu dem Eco Strand spaziert. Der Wasserstand ist wirklich höher, wir lassen uns neben der komischen Familie nieder, ein älteres österreichisches Ehepaar sammelt Müll. Ameisen fressen alle Blätter auf, das Wasser ist auch recht kalt. Ich probier mein tolles neues GoPro Handgelenkstativ aus. Trotzdem kalt.

Am Heimweg kommt uns ein Typ mit nem grauen Rohr und Rucksack entgegen – offenbar ein Kärnter und tatsächlich: Nicoles bester Freund von daheim der am liebsten in Indonesien Mutantenfische aus dem Wasser zieht. Wir spazieren mit ihm ins Dorf retour, erklären ihm die Lage, er will Bier trinken gehen, wir wollen nicht.

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Daheim machen wir uns Fein fürs Abendessen und gehen mangels Alternativen zu den Unfreundlichen wo heute eine unmotivierte Dicke die Leitung hat und ihre Geschwister umherscheucht. Der Chef des zukünftigen ersten veganen Restaurants der gesamten Inselwelt kommt mit seiner Entourage, eingehüllt in eine graue Decke und begleitet von seinen beiden stinkenden Terrorhunden Gypsy und Titan die die arme Babykatze in der Gegend herum scheuchen. Arme Katze. Der Veganerking bekommt wegen dem Gemüseengpass Reis mit Zwiebeln und beschwert sich.

Wir kennen mittlerweile sogar alle Hunde im Ort. Es gibt unmotiviertes Omelette mit langem schwarzen Haar und eine Suppe. Der Kärntner kommt vorbei, er hat auch schon neue Freunde gefunden. Dann gehts wieder heim und ins Bett.

 

Dienstag 19. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Traum: Zuerst war ich in so einem Autobahnbrückenrestaurant und unter uns ist ein schrecklicher Unfall passiert. Ein Typ in blauer Hose liegt unter einem Auto, sein Unterleib schaut raus und ein Bein ist ab. Er zuckt noch etwas, dann hört das Zucken auf. Ein kleiner Bub neben mir will auch was sehen, ich sag ihm er soll besser unten bleiben. Ein schwarzer BMW war in den Unfall verwickelt.

Dann war ich mit Nicole in Südamerika, in einem Gefängnis, als Touristen. Nicole glaubt ein Brunnen in dem viel so Wasserpflanzenzeug schwimmt ist Festland, hatscht rein, geht unter, kommt wieder raus und meint ich soll ihr jetzt sofort ein Handtuch besorgen. Dann ist irgendein Aufstand, ich versteck mich hinter Leitplanken und gleich dahinter wird ein Typ von dem Mafiaboss zu Tode gehackt, die Axt lässt er fallen und sie kommt neben mir auf. Ich robbe weg, hör Polizeisirenen, als ich zu den Wägen komm seh ich dass da auch Gangster drin sitzen, die Polizisten liegen tot auf der Rückbank. Ich flüchte ins Hinterland, alles sehr bedrohlich, alle haben Angst. Am Ende lande ich in einer Strandbar mit dem Barni, wir trinken Bier mit ein paar Mädels und alles ist wieder halbwegs gut.

Schon wieder früh aufwachen, Kaffee trinken. Der Wind geht wieder heftig und ich schau zu den Tauchern, im geglaubten Wissen dass sowieso wieder alle abgesagt wird. Nöööö, sie wollen raus, ich soll gleich da bleiben, ich sag ich muss leider noch Zähne putzen und überhaupt. Ich mach mich fertig, Nicole kommt mit rüber, Frühstück gibs dort keines und überhaupt passiert dann bis 12 nix weil der Tauchbootkäptn sein Boot irgendwo in Sicherheit gebracht hat und jetzt selbst ein Boot bräuchte um hinzukommen. Irgendwann klappts endlich, wir gehen ans Ende des Piers, zusammen mit den Ferryboatrucksackgesindel. Einsteigen ins Boot ist recht schwierig, beladen ebenso, der Deutsche pfeffert deshalb gleich seine Flossen ins Wasser weils eh keinen Sinn hat.

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Mein Tauchchef ist ein Grieche, dann gibts ein kanadisches mixed Pärchen und am Ende tauchte Zoe, die Divemasteranwärterin die erst vor 6 Wochen überhaupt begonnen hat. Beruhigend. In der zweiten Gruppe, die von der happy-peppy Holländerin geleitet wird sind das deutsche Paar die genau denselben Indonesien Plan hatten wie wir, ein junger Tschechenbub mit seiner nervigen Mutter die nur zum Nerven mitgekommen ist.

Meinen Refresher cancellen wir weil ich eh super bin, dafür war der Kanadier noch nie Tauchen, bekommt einen Crash Kurs am Boot und muss sogleich mit. Würd ich mich nicht trauen.

Sicht ist leider sehr sehr schlecht, und selbst wenn man was sehen würd wärs nichts tolles. Ein paar Fische, ein Motorradreifen, Bleigewichte die zwischen Seeigel eingebettet herumliegen. Zoe hebt sie für mich auf, dann ist die Gruppe weg. Wir suchen und lauschen den Klopfzeichen, dann Tauchen wir langsam auf. Sind wirklich ein ganzes Stück weg von den anderen, schwimmen zum Boot und frieren in der Sonne. Es gibt ein halbes Baguette, Schweppes und Bananen.

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fotografiert von SasMoe

Dann fertig machen zum zweiten Tauchgang. Als ich den backroll ins Wasser mach muss ich bei einem Nagel oder so hängen geblieben sein, in meiner hübschen rechten Wade klafft eine lange Wunde.

Während dem Tauchen spür ich nichts, am Boot tuts dann doch recht weh. Tauchgang ähnlich wie der erste, wenig Sicht, starker Drift.

Macht irgendwie nicht soviel Spaß und nach 50 Minuten tauchen wir wieder auf. Die Holländerin versorgt meine Wunde und wir tuckern mit dem Boot retour. Jetzt hab ich zumindest ich die gesamte Insel gesehen. Dann gibts noch Probleme beim Anlegen weil der Wasserstand so niedrig ist.

Ich schlepp mein Zeug zum Shop, geh heim duschen, geh retour zahlen und Loguch ausfüllen. Dann werd ich nochmal verarztet.

Daheim der Frau Wuddl alles erklären, dann darf ich was Essen gehen, diesmal zu den Harmony Bungalows zwei Häuser weiter.

Curry für alle, die Lars Ulrich Methadon Familie kommt auch.

Daheim gehen wir schlafen.

 

Mittwoch 20. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia

Früh aufwachen, again. Bei uns ist total viel los, 20 Frühstücke gehen raus und mein Kaffee dauert ewig weils keine Tassen mehr gibt.

Wir gehen zur Mongo Lounge die Boottickets für den kommenden Tag kaufen, 12,50 Dollar pro Person, 12.30 Abfahrt.

Dann warten wir bis die Mädels unseren neuen Bungalow geputzt haben, wir müssen siedeln weil wir eine Nacht verlängert haben. Schaffen wir. Ich hab einen neuen Hundefreund der mir überallhin folgt. Das Fenster im Bad ist aus Sicherheitsgründen mit Pappkarton verhängt.

Wir verbringen einen faulen letzten Koh Rong Tag, gehen zu Ernis Kitchen auf ein Amok, der Kärnter gesellt sich zu uns, bestellt Curry, bekommt das Gleiche. Er sagt wir sollen nach Indien fahren. Okay.

Es ist irgendwie echt kalt, meine violette Thai Airline Decke ist mein stetiger Begleiter. Ein letzter Spaziergang zu den Eco Typen, bei den Tauchern noch die Wunde versorgen lassen die echt org ausschaut. Dann gehts zum Abendessen zu den Easy Tigers nebenan, das Essen besteht hauptsächlich aus Zwiebeln und Chili. Der Wind zeigt auch wieder was er kann, wir machen uns Sorgen ob wir morgen überhaupt da wegkommen.

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Dann wird geschlafen. Einschlafen fällt schwer, ein letzter Sitzplatz am Strand musste her. Sogar die Easy Tigers haben kurz nach 10 das Licht gelöscht.

 

Donnerstag 21. Dezember 2017

Koh Rong Samloem – Beach House Cambodia / Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Früh aufwachen. Es ist windstill. Die See liegt ganz ruhig. Phils Freundinn ist abgereist, überhaupt ises sehr ruhig. Ich bekomm meinen Kaffee, wir plaudern, im Hafen ist irgendwo ein riesen Warenlager, von Waschmaschinen über Dosenbier gibts da alles und die beschicken das supply boat. Die Strafe der immigration office für unerlaubtes Arbeiten macht 150 Dollar aus, das Ansuchen 160.

Wir packen gemütlich zusammen, checken aus, zahlen noch 100 Euro fürs Zimmer und Futter. Und dann warten wir dass die Zeit vergeht. Um kurz nach 12 taucht ein Boot am Horizont auf, wir marschieren zur Mongo Lounge, war eh das Falsche. Ziemlich pünktlich kommt das Richtige, kein Einsteigchaos, Plätze beim Käptn ganz vorn.

Kambodscha-2018-Rechnung

Kurz darauf kommen diese schiachen Hotelbaustellen immer näher, wir sind da. Am Hafen treffen wir noch den einen zugekifften Tiger und den Kanadier der mit einer Steige Angkor herumrennt. Futtern beim Chinesen, die Tauchlehreranwärterin schneit herein.

Anschließend mit dem Tuk Tuk für 3 Dollar zum Quartier, als wir fast da sind meint der Typ er will nimma weil es ist so weit. Wir schimpfen, er bekommt 2 Dollar 50, wir gehen ums Eck und sind da. Umringt von den schiachen Hotelbaustellenburgen steht unser Hostel. Die Chefin ist nicht da, die nichtenglischsprechende Vizechefin gibt uns Zelle 5. Irgendwie ist das hier nicht so leiwand. Wir brechen auf Richtung Strand, blöd nur dass den die ganzen im Bau befindlichen Hotelmonstrositäten für sich reklamieren.

Wir finden dann doch runter, ca 500 Meter Strand ist noch benutzbar, bepflanzt mit lauter hässlichen „Strandbars“ und Masseusen. Nicole hat voll Kopfweh und sonst ist auch alles komisch hier. Wären wir doch auf der Insel geblieben!

Daheim is die Chefin schon da, die französischen Vermieter von denen auf Agoda alle geschwärmt haben gibts nicht mehr, gehört jetzt einem Kanadier in Kanada und das wir müssen leider vier Nächte bleiben. Sie humpelt irgendwie, hat einen Hustenanfall, wir bekommen Zelle Nummer 1, eine der besseren Zellen.

Naja, was solls. Bei so nem Standl die sich voll freuen dass wir sie besuchen noch vier Angkor gekauft, zumindest geht das Internet. Angie und Dusch anrufen, um 10 schlafen gehen.

 

Freitag 22. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Wir wachen auf in Zelle 1. Die Baustellen haben die ganze Nacht durchgebaut. American Breakfast, ganz lecker, oder French Toast, bisi mickrig. Google sagt es gibt einen Markt, drum auf ins nächste Tuk Tuk und für 3 Dollar ins Straßengewühl.

Markt gefunden, übersichtlicher als gedacht, same same. In der Fleischabteilung haben wir uns fast angekotzt von dem Gestank. Im Zentrum des Marktes steht ein grüner Mülleimer, eine Rot Kreuz Spendenbox und ein Sandler der auch sammelt.

Ich bekomm eine Sonnenbrille für 3 Dollar von einem gewissen Ray Ban und allerhand Schnickschnack für daheim. Kühlschrankmagneten und so. Und Tücher! Man kann nie genug Tücher haben.

Bei der Apothekenfrau kauf ich sterilen Wundverband und eine antibiotische Salbe. Dann gehts zum Essen nach gegenüber, eine orge Tom Yam Suppe die intern weiterköchelt und sehr lecker schmeckt. Ungefragt wird mir Knoblauch und Chili serviert. Mir gefällts hier. Ich bekomm Zweifel an der komischen Salbe aus Indien, weil Antifungi oben steht. Die Apothekentante und ihr Fachmann meinen aber das ist super.

Kambodscha-2018-Salbe

Abmarsch Richtung Zentrum, davor noch einen leckeren Kaffee vorm Reisfachgeschäft. Supermarkt mit Le Rustique Käse und teurem Trödel, ein Honda Geschäft die den Zoomer X für 2300 Dollar anbieten, ich bekomm ein hübsches Prospekt und Nicole darf aufs adrette Hondaklo gehen und dann sind wir eh schon beim goldenen Löwen Roundabout. Am Pier sagen sie uns der Bus nach Koh Kong kostet 8 Dollar und das Partyboot das grad einläuft kostet 27 Dollar inklusive Futtern. Am Heck kommt Schaum raus.

Wir marschieren den Strand entlang vom Serendipety Beach, alles total vermüllt, über eine Kloake wurde eine Schaukel montiert, alles wie in Bibione nachdem die Kärnter dort eingefallen sind. Nicole bekommt von Angi ein Chanel Armband geschenkt mit dem sie eine Ruhe von den anderen Masseusen hat und eine riesen Openair Bühne wird hingepflanzt, mit einer gegrillten Sau davor. Wir verstehen das alles nicht.

Auf der anderen Seite vom Pier ises netter, bei so jungen Russen bekommen wir unsre Shakes und dann gehts mit dem TukTuk wieder heim. Davor noch bei unseren Freunden Wasser kaufen.

Ich erreiche Barni der sagt es wird alles gut. Die Hotelfrau ruft für uns bei den Ausflugstypen an, leider gibts morgen nix. Weder Waterfall noch National Park.

Wir bekommen im Clearwater ein Gulaschcurry was sehr lecker schmeckt und gehen gegen elf schlafen.

 

Samstag 23. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Der Philipp L´heritier ist tot, von FM4 der. Mit 40. Org. Nicole sagt wenn ich sterbe bringt sie mich um.

Ich mag Pizzaschnitzer werden. Beim Mafiahaus nebenan wo sie uns nicht reinlassen haben sie aufm Stacheldraht Weihnachtsbeleuchtung angemacht die wir durch unsre vergitterten Fenster die ganze Nacht blinken sehen.

Wir gehen zum Strand, bekommen eine Liege, heut ist außerdem große Chinesenparty mit Karaoke und Leute-Ins-Wasser-Schmeißen Animation. Dann kommt der Wind von der Insel rüber, es ist irgendwie ungemütlich. Schnell daheim eine Runde duschen, einer Gruppe Einheimischer hinter hertrotten und mit dem TukTuk in die Stadt.

Die Hoteltante könnte uns für 10 Dollar Bustickets checken, ohne Pickup. Nööö. Wir kaufen sie am Pier für 9 inklusive und bekommen eine Telefonnummer falls es nicht klappt.

Schnell was Essen, Reisberg mit Shrimps, dazu grauslichen Gemüsesaft. Die Lars Ulrichs spazieren vorbei. Zum Shoppen gibts nix, wir kennen auch schon alle Gasserln und fahren wieder heim.

Kambodscha-2018-Fische

Vorher noch zu unseren friends Wasser und Bier kaufen die sich voll freuen uns mit uns was trinken wollen. Ein Kind bekommt einen Keks von uns, das zweite Kind geht leider leer aus.

 

Sonntag 24. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht

Hallo, heute ist Weihnachten! Zur Feier des Tages gibts American Breakfast, juhu. Wir spazieren zum Strand, hängen da ab, trinken Angkor, futtern was, werden auf russisch gefragt ob der Platz noch frei ist. Ein Schnorrer kommt weil er Geld für Essen braucht und der nette dicke Russe bietet ihm einen Fruchtspieß an den er aber verweigert.

Wir riskieren Muscheln und Fisch, heute gibts eine Weihnachtsklofrau die 500 Riel Pinkelsteuer einhebt und der meine Geldbörsensicherheitskette voll gut gefällt.

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Dann wirds fad, außerdem ises gleich zwei, drum gehts mit demselben TukTuk Fahrer in die Stadt zu den goldenen Löwenkreisverkehr. Wir kehren ein im türkischen Benetton Lokal auf ein Falafel und einen Raki für 6 Dollar und glänzen mit unseren türkisch Kenntnissen.

Dann schauen wir uns noch den Sonnenuntergang am Hafen an, philosophieren mit dem Kellner über die viele Arbeit und dann geht Wuderix zur Fußpflege während ich im Puff nebenan White Russian trinke.

Wir probieren ein neues Weihnachtsbaumfoto und beim Nobelhotel steht ein magersüchtiger kambodschanischer Weihnachtsmannstatist der gequält ein Bild über sich ergehen lässt.

Noch schnell was einkaufen, dann retour und zu unseren friends zu dem kleinen Eckgeschäft. Der Verkäufer hat ein Funkgerät am Tisch wo die ganze Zeit der Polizeifunk raus rattert, er ist nämlich eigentlich Sheriff und wohl ein rich man.

Dann wird noch kurz daheim abgehangen und wir gehen schlafen.

 

Montag 25. Dezember 2017

Sihanoukville – Clearwater Hotel für 42 Dollar pro Nacht / Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht

Schon wieder früh aufstehen, der Himmel ist bedeckt. Wir gedenken drinnen um 7 Uhr früh zu speisen und freuen uns über den dampfenden Kaffee am Tisch der aber für die Chinesen gedacht ist die mit Buva Sea auf die Inseln fahren. Viel Spaß bei dem Wetter. Der Buva Sea Mannschaftstransporter aus Aluminium ist da, die Chinesen zahlen und sind weg. Neben uns wohnt übrigens nicht die Mafia sondern der Premierminister der Provinz.

Wir sind pünktlich um 7.30 fertig und warten auf unser Shuttle welches nicht daherkommt. Ein Taxi kommt und holt die zwei Tätowierten ab. Warten, urfad, die One-Woman-Show vom Hotel ruft an, meint die kommen gleich. Noch ne halbe Stunde warten, inzwischen ist es 8.20 wobei der Bus um 8.30 losfahren soll. Dann endlich kommt ein Tuk Tuk und wir tuktukern los zum Busbahnhof vor dem ein schmieriger alter Schrottbus steht in dem fünf sauer dreinblickende Thais drinsitzen die mit dem Reiseleiter halb zum Schlägern anfangen weil die ihm die Schrottkarre als Luxusliegebus verkauft hat. Sie kriegen ein paar Dollar retour, sind sauer und hoffen auf das große Buswunder in Koh Kong.

Uns is wurscht, wir stopfen den Busvorhang in die hiniche Klimaanlage und fadisieren uns. Zweimal bleiben wir irgendwo stehen und sammeln neue Leute auf die uns alle fragen ob das eh der richtige Bus ist weil wir anscheinend so allwissend aussehen.

Kambodscha-2018-Raststation

Die Thais beschweren sich dass wir so oft stehen bleiben, ein komischer Südkoreaner quatscht alle zu und um Eins sind wir dann in Koh Kong.

Mit der südamerikanischen Frau und ihrem Kind gehts zum 99 Guesthouse, der TukTuker bekommt aus Versehen ein Trinkgeld und ein bierbäuchiger Deutscher quatscht uns voll zu und schreit noch als wir längst um die Ecke gebogen sind.

Zimmer ist voll okay, 8 Dollar, sauber, passt.

Hungrig, zum raus auf die Hauptstraße und nach links. Es gibt Reis mit komischem grauslichen Seafood mit Haaren und dazu den Südkoreaner der auftaucht und nicht mehr geht.

Wir aber, und zwar zum Markt der total ruhig und klein und ungewohnt ist, dafür gibts auch nur Schrott. Weiter zum Hafen der hauptsächlich dreckig ist. Wir gehen au einen Cafe und wer schaut schon wieder vorbei? Der Typ der alle zu quatscht und ein Motorrad sucht für irgendeinen komischen Dschungeltrip.

Koh Kong ist sehr klein und eigentlich gibs wenig bis nix zu tun. Google hält jeden Greissler für ein Einkaufszentrum und das Haus mit den schillernden Fenstern ist leider nur das Finanzamt. Überhaupt gibts für jeden Schaas ein eigenes Amt.

Retour im 99er quatschen wir noch mit den Rezeptionstyp der wohl der freundlichste Mensch in Kambodscha ist. Der Fernseher im Zimmer mag meinen USB Stick nicht, wir machen Lesestunde und gehen dann schlafen.

 

Dienstag 26. Dezember 2017

Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht

Das Wetter ist schlecht, es regnet volle Wäsche, die Stadt ist wie Klagenfurt klein, kalt und grau. Wir frühstücken in dem finsteren Lokal schräg gegenüber, ein Bretterverschlag, dekoriert mit Bierplakaten. Ein paar Kambodschaner schlürfen ihre Frühstückssuppe, der Fernseher läuft auf voller Lautstärke und wir fallen zumindest nicht negativ auf.

Der Regen lässt nach, wir gehen noch auf einen Kaffee, nochmal eine Runde über den Markt. Daheim fragen wir obs schon zu spät ist für ein TukTuk zum Wasserfall, 5 Minuten später steht eins da. 15 Dollar hin und retour, es ist ziemlich kalt in dem Teil und wir fahren gut 18km bis wir da sind. 1 Dollar Eintritt, ein Spaziergang, der Fahrer begleitet uns.

Ein paar Familien haben unten ein paar kleine Hütten und verkaufen Saft und außer einen Boot das gleich wieder umdreht als es uns sieht sind wir allein.

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Tatai Wasserfall heißt das Teil, eigentlich mehr ein Fluss mit Gefällt aber sehr schön und ruhig. Es beginnt wieder zu nieseln und wir marschieren retour, plaudern noch mit dem Schrankenwärter, ein Mädl kommt auf einem Roller vorbei, liefert Essen und wir verarscht weil ihr Scooter defekt ist.

Wir tuckern wieder retour, zahlen brav, ziehen uns flott um und gehen wieder in den Bretterverschlag was Essen. Der Hotelchef zeigt uns wo das Post Office ist wegen unserer Postkarten und wir marschieren dorthin. Ist gleich das Postministerium mit einer riesigen Gatschfalle damit ja keiner hinkommt. Die Schuhe sind voll versaut mit rotem, zähen Schlamm. Der Postlerin taugts.

Wuderix geht wieder zur Massage eine Runde herumbrüllen, ich hab Lesestunde und Buch das Hotel für morgen. Die Stadt ist total schräg weil man neben Riel und Dollar auch in Baht zahlen kann.

Der Rastertyp aus Frankreich hängt mit seiner Freundin am Balkon ab und wir gehen schlafen.

 

Mittwoch 27. Dezember 2017

Koh Kong – 99 Guesthouse für 8 Dollar pro Nacht / Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht

Auschecken ist erst um 12 und bei der neuen Hütte einchecken erst um zwei, also gehens wir entspannt an und gehen was frühstücken, diesmal in ein kleines Hotel aufn Weg zum Hafen. Dann auf ein zweites ins Wildlife Cafe am Hafen auf einen Pancake. Der Südkoreaner taucht schon wieder auf, immer noch auf der Suche nach seinem blöden Motorrad und die Isi vom Hotel sitzt hinter uns und kennt uns aber nicht mehr. Der Koreaner leider schon.

Am Weg retour sehen wir noch die stärkste Eiswürfelzerkleinerungsmaschine der Welt und wechseln 100 Dollar in Baht. Wir zahlen unsre 18 Dollar Hotelgebühr, packen den Rest zusammen, sagen Baba und lassen uns für 6 TukTuk Dollar über die Brücke in diesen schrägen Luxusbunker mit Kasino direkt an der Grenze kutschieren.

Die schauen dort ziemlich verwirrt als wir da reinstolpern, kontrollieren alles dreimal bevor sie uns den Schlüssel aushändigen und der Gepäckboy unser Zeug aufs Zimmer karrt.

Total schräger Kasten, riesengroß mit Ballsaal und Speisesaal und zwei Kasinos und Rolltreppe die nicht funktioniert. Außerdem steht die Klimaanlage auf 12 Grad und irgendwie ist kein Mensch da. Für die 400 Zimmer von denen 399 offen stehen gibt es genau acht Liegen am Pool was aber eh wurscht ist weil die ganzen Chinesen eh von früh bis spät im Kasino abhängen. Kein Mensch kann Englisch, alle sind unfreundlich, der Pooltyp fängt fast zum Streiten an weil er glaubt wir wären mit den Schlapfen rumgehatscht, vorm Restaurant steht ein Riesenplakat für einen Bierhumpen für 75 Baht dens aber im Lokal gegenüber gibt und erst ab 5 und überhaupt ist die Aktion seit drei Tagen ausgelaufen. Alles sehr hirnlos und wir fühlen uns nicht sehr wohl.

Kambodscha-2018-KohKongReso

Wir gehen was Essen, draußen, spazieren zur Grenze und wieder retour und um fünf gehts dann zum Beer Garden gegenüber auf so einen Humpen für 105 Baht inklusive Betreuungspersonal die bei jedem getätigten Schluck nachschenken. Noch ein Cocktail und dann reichts eh. Beim Nachhausegehen noch eine Abstecher ins Kasino. Die selben Typen wie am Nachmittag verspielen da ihre Yen. An der Hausbar ist alles gratis, Nicole schnauzt trotzdem die Kellnerin an dass ihr das immer noch zu teuer ist. Ein fetter Chines spiel Baccara und die einzige Kasinotrulla die halbwegs Englisch kann versucht uns die Eckpunkte des Spiels zu erklären. Wir kapieren nix. Am Ende händigt sie uns eine Erklärungskarte in schlechtem Englisch aus auf der steht dass man einen Gratis Schuh bekommt wenn man ständig Petting macht.

Wir verziehen uns in Room 7330 auf ein Gutes Nächtle.

 

Donnerstag 28. Dezember 2017

Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht

Wir sind zwar nicht so happy mit der komischen Burg hier aber mangels Alternativen verlängern wir für 100 Dollar und wollen dafür einen Seaview Room. Der Gepäckträger kriegt nix und das Zimmer ist gegenüber unseres alten, Raum 7343. Alle restlichen Zimmertüren stehen sperrangelweit offen.

Das Frühstück ist auch verwirren, wir haben bloß Gutscheine fürs American Breakfast bekommen, der Kellner hält uns trotzdem die Speisekarte für alle drei Frühstücksvarianten hin und als wir uns für eine andere entscheiden meint er wir könnten leider nur american wählen. Dann kommt der Frühstücksdirektor, erklärt uns genauestens wo der Kaffee, das Brot und das Obst steht und dann sitzen wir allein in dem riesigen Saal rum und futtern den totgebratenen Speck und die Hundewurst.

Kambodscha-2018-Schild

Danach gehts ins Fitness mit anderen Chinesen die jeweils unterschiedlichen Lärm von ihren Handys abfeuern. Ich feure mit Pantera zurück, ist ihnen aber wurscht.

Sie hauen uns aus dem Ballsaal raus wo wir ein Foto machen wollten, drum gehen wir an den Pool und quatschen mit den neu angekommenen Schweizern. Bisi planschen, dann lesen, dann aufs Klo gehen, dann wieder lesen. Viel mach ma ja nicht. Deshalb wird ein Spaziergang zwecks Essensbeschaffung beschlossen, in Richtung des großen Koh Kong Zoo Einganges. Es gibt was zu essen, ein paar Jungs sitzen beim Eingang und trinken Angkor, eine Gärtnerin fegt brav den Gehweg frei und dann sitzt da ein ein fetter Typ in seinem Hütterl und winkt ab dass alles geschlossen und verfallen ist. Irgendwie keine Überraschung. Wieder retour, Wasserkauf scheitert und dann ist es endlich Zeit fürs Abendessen. Vorher noch in nem schrägen China only Supermarkt direkt neben unserem Hotel.

Wir treffen die Schweizer im Beer Garten die eben fertig gefuttert haben. Wir setzen uns dazu, bekommen nichts zu trinken und keine Karte und nach Reklamation alle möglichen Karten aber keine auf Englisch und keine für die Grillage.

Zwei Squid sollens werden, dazu ein Bier, ein Kiwisaft und eine Kokosnuss. Sie schleppen schon wieder so einen Humpen an und checken erst beim dritten mal erklären das wir das gar nicht bestellt haben. Alles sehr kompliziert. Mein Squid kommt, Nicoles 30 Minuten später. Man hätt ja auch beide gleichzeitig draufhauen können aber das wär zu logisch gewesen. Als Nachspeise noch zwei Kukuruz die nach Kartoffel schmecken.

Den Schweizern präsentieren sie 30 Minuten nachdem sie gezahlt haben eine zweite Rechnung weil sie das Essen vergessen haben zu kassieren. Kann ja passieren, bei zwei besetzten Tischen. Drum hauen wir gleich ab, bei uns hat auch die Hälfte gefehlt. Voll Vietnam style hier alles vong Chaos her. Die Schweizer haben sie übrigens nicht ins Kasino reingelassen weil sie zu abgerissen aussehen, hihi.

Am Pool sind 100 Chinesen und wir gehen schlafen.

 

Freitag 29. Dezember 2017

Koh Kong Resort für 100 Dollar pro Nacht / Koh Chang – Paradise Bungalows für ca. 2.300 Baht pro Nacht

Aufstehen, packen, komisches Frühstück again. Die Schweizer setzen sich dazu, der ganze Saal ist wie für einen Ball hergerichtet. Wir sind wieder die einzigen. Keiner mag die Hundewurst. Wir verabschieden uns und als die Schweizer gehen fangen die zu viert an den ganzen Tisch abzuräumen und lassen uns gerade noch die Kaffeehäferl die wir in Händen halten. Wir verstehen das alles nicht. Schnell packen und nichts wie raus aus dem Tollhaus. Ein letzter Spaziergang am völlig ungenützten Privatstrand und dann gehts zu Fuß zur Grenze.

Müllsammler, Dreck, viele Leut die irgendwie nur rumstehen und sich selbst durchzählen. Nur zwei Leute vor uns beim Ausreiseschalter, trotzdem dauerts eine Ewigkeit. Departure Card wird raus gerissen, Stempel rein, Fingerabdrücke hierlassen und weiter gehts Richtung Thailand.

Dort umgekehrtes Spiel und wir bekommen ein 30 Tage Visum, warum auch immer. Keiner kennt sich offenbar mehr aus.

Und keiner will uns mit dem Minibus mitnehmen, erst ganz am Ende vom Ort brüllt wer was. Entweder Privat für 900 Baht pro Nase direkt zum Pier oder für 140 im Minibus nach Trat. Da müsst ma aber noch auf ein paar Leute zamwarten.

Also warten, Kathi Bottle ruft an, schnell wo aufs Klo gehen, dann gehts recht rasch und kurz nach 10 heißt es Abfahrt. Unterwegs wird stehengeblieben um den Bus mit irgendwelchen Leuten aufzufüllen, es gibt acht Polizeikontrollen und um 12 sind wir am Busbahnhof in Trat. Uns fragen alle wo wir hinwollen – wir sagen aufs Klo. Das ist gratis und sauber und für 80 Baht gehts dann im nächsten Sammelpritschenwagen die 15km zum Pier. Stop bei einer schwindlichen Bootsticketverkaufsstellenkioskrestaurant und für 80 kriegt jeder sein One-Way-Ticket.

Rausschmeißen am Pier den wir eh schon kennen, rein in den nächsten Pickup und die Fähre um 13 Uhr wartet noch brav bis wir alle an Bord sind.

Kambodscha-2018-Faehre-Koh-

40 Minuten Überfahrt und Koh Chang rückt immer näher. Unheimlich dass wir vor ein paar Stunden noch in Kambodscha waren.

Wir legen an, alle hüpfen raus, wir haben keine Stress. Blöd nur dass dann alle Taxis weg waren. Drum mal was essen und unseren ersten echte Thai Eistee. Dann is mir irgendwie schlecht geworden und der orangene Eistee wollte wieder raus. Muss mich kurz hinlegen, zum Glück kommen die ersten Pritschentaxen die auf die nächste Fähre warten und wir können gleich rein. 60 Baht pro Nase für die Fahrt nach Koi Mook am White Sand Beach wenn wir auf der Hauptstraße raus hüpfen beim zweiten Supermarkt.

Fähre kommt, Touris werden rein gestopft, 12 Leute in dem Mini Taxi. Wir kennen uns teilweise schon aus und beim Big C stoppt der Typ wie ausgemacht und wir holen unser Zeug. Inzwischen ist es 15.15, wir gehen die Straße runter und kommen drauf dass wir da ja das letzte mal schon spaziert sind. Damals hats uns da nicht so gefallen. Paradise Luxury Bungalows gefunden, eingebogen und von oben schreit schon wer runter ob wir die Bernhards sind. Es ist Matt, der voll tätowierte, der wie ein englischer Hooligan aussieht. Er freut sich dass wir da sind, zeigt uns alles und setzt sich dann gleich zu uns mit einem Bier. Die anderen Bungalows sind bewohnt von big fat sausage eating germans, a nice Finish couple and some sportive austrians that collect heart-shaped rocks.

Eh sehr nett alles, alles sehr überschaubar, der Matt freut sich dass er so ne schicke Truppe beisammen hat und erzählt uns von dem Fettknuddel auf seinen Eiern und dass seine Frau Tara Gebärmutterkrebs hatte.

Dann lässt er uns wieder allein und ich räum den Trolley leer für den Großeinkauf beim großen C, schließlich haben wir ja nen Riesenkühlschrank im Zimmer. Beim Marschieren kommt uns Matt in seinem fetten schwarzen Auto entgegen und glaubt wir laufen wieder weg.

Urviel Zeug gekauft, viel gezahlt, alles in den Kühlschrank gestopft und runter zum Strand wo die Finnen mit Matt plaudern. Die sind grad auf Weltreise, die Säcke, und sie hört gern Nightwish und er baut Schwammerl an.

Wir gehen dann noch was essen ins Saffron Lounge, ziemlich fancy, ziemlich teuer. Und dann Heia.

 

Samstag 30. Dezember 2017

Koh Chang – Paradise Bungalows

Heut Nacht hat mir der Matt einen alten Scooter geschenkt und anfangs wars toll aber dann hab ich keine Tankstelle gefunden und mich gefragt was ich mit dem Teil machen soll wenn ich in ein paar Tagen wieder fahr. Weiters war ich in China in so einem Fast-Food Restaurant wo ich mich nicht ausgekannt hab und hab irgendwas bestellt. War irgendwie ganz schick. Hinten saßen dann eh Leute die ich kannte.

Aufstehen, runter setzen, Matt kommt vom Laufen retour und macht mir ne Kanne Kaffee. Die Austrians sind auch schon auf und machen komische Fitnessübungen und sie sammelt wieder Steine. Dann wird Kaffee in den Bungalow serviert, bisi rumhängen, 10.000 Baht Bungalow zahlen und dann führt uns Matt zum Ende vom White Sand Beach und haut uns raus.

Wir spazieren retour, finden ein Nudelsuppengeschäft die meinen sie ham keine Chilis aber dann gibts die am Nebentisch in drei Varianten. Der Weg hat weiter gewirkt als gedacht, weil kurz darauf sind wir eh schon wieder daheim. Noch kurz beim Tesco einen Knabberfisch für 43 Baht kaufen der nach Grillhenderl geschmeckt hat und total lecker war.

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Sonst nur rumsitzen, lesen, Tagebuchschreiben, die Finnen verstecken sich, Sonnenuntergang schauen und auf die Hauptstraße was Essen. Big C hat auch noch offen und neben riesigen Fischen gibts Bananen in Aktion. Dann wird geschlafen.

 

Sonntag 31. Dezember 2017

Koh Chang – Paradise Bungalows

Silvester, Party, juhuuu. Kaffee gibts für 100 Baht pro Pot, dann gehts zum Frühstück in den Steakladen an der Ecke bei der Hauptstraße. Gibt keine Shakes, also doch ein Frühstücksbier welches sehr lecker schmeckt. Dann wird gewandert, in Richtung unseres alten Ressorts am blauen See. Das Ressort gibts wirklich noch, ansonsten hat sich nicht so viel verändert. Die Bob Marley Bar gibts auch noch und die Frau erinnert sich sogar noch an uns. Die Bikerbar hat die Location gewechselt. Geld wird gewechselt, Tesco besucht und im V-Markt sitzt der Matt mit nem Haberer bei einem Riesenbier, kennt sich kurz voll nicht aus und meint dann wir sollen auch schnell eins bestellen denn ab 2 wird kein Bier mehr verkauft. Der Typ mit dem er rumsitzt ist 77 und hatte früher eine Band mit David Bowie. „He is a fucking legend!“.

Im V-Markt kaufen wir allerhand Schrott und Tabak, 100 Gramm für 10 Euro! Matt kann noch Autofahren und bietet uns an mitzukommen. Beim Klumpertgroßhändler hüpfen wir raus, suchen uns allerhand Zeug aus und der Typ erklärt uns es würde alles doppelt soviel kaufen weil Großhändler. Rumgehandelt, ich bekomm mein 30L Drybag, eine Angitasche, zwei Hosen und nochwas für 800, als er rausfand dass wir keine Russen sind hat Nicole ihr Zeug sogar tw billiger als angeschrieben bekommen. Frechheit.

Dann wird am Strand abgehangen, Leo getrunken, Matt schmeißt das Grillfeuer an, und als er meinte langsam wärs fertig hauen wir ab und gehen duschen.

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Lecker Futter gibts, Matt ist ein bisi traurig, seine Tochter zickt rum und der Finne hält seine Reden. Der Franzose kommt und ist schlecht drauf, seine Haberer kommen und die vertschüssen sich aufs Zimmer. Ich geh mit dem Finnen auf seinen Balkon und kann mich daraufhin nimma gscheit bewegen. Kurzes Nickerchen, dann gehts wieder, aber alle sind weg bis auf den besoffenen Matt und den Oberfinnen der uns noch auf irgendeine Bum Bum Party in White Sand verzahen mag. Nööö danke, Müdigkeit lässt er aber nicht gelten („I can make you wake you up right now in Bungalow!“). Trotzdem nein, um 11 wird geschnarcht.

 

Montag 1. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows

Heute Lazy Day! Nix tun. Wir gehen zur Penny nebenan frühstücken, die haben einen voll netten Pool und machen Hofknicks wenn man was bestellt, außerdem sind in ihrem Bücherregal tolle Bücher wie zum Beispiel Shades of Grey, von Mäusen angeknabbert.

Hühnersuppe mit grünen Chilis gibs und grünes Kiwi-Getränk. Matt fragt wegen tauchen und ich buch die bb divers für morgen, Nicole kommt mit Schnorcheln, insgesamt 4000 Baht. Dann wird gelesen und gelesen und zur Abwechslung gehts schon um 9 ins Bett.

 

Dienstag 2. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows

Früh wird erwacht, an Schlaf ist nicht zu denken. Zum Frühstück gibts irgendein Zeugs vom großen C, Matt ist noch Laufen und es gibt keinen Kaffee.

Halbwegs pünktlich kommt das BB Shuttle, der Fahrer rennt aufgeregt rum weil er dringend kacken muss doch Matt will kein fremdes Haufi in seinem Klo. Armer Typ. Wir fahren los, ein paar andre Typen werden eingesammelt, im Luxusbunker darf er dann endlich flapsi und ein paar Chinesen vom Coconut Beach dürfen auch mit.

In Bang Bao werden wir rausgeworfen, voll das Chaos, urviel Leute, im BB Shop ist Hochbetrieb. Eine violette Tauchtante aus Deutschland meint wir gehen zam, kleidet mich ein, ich erzähl ihr von meinem Waden- und Schnupfdilemma weil der blöde Finne hat mich mit irgendwas angesteckt und die Ohren fallen immer wieder zu. Mit dabei ist noch ein Deutscher der mich an den Robert vom Gaso erinnert.

Dann gehts mit den 100 anderen Trotteln zum Pier, BB Boot liegt ganz am Ende und der Pier steht teilweise unter Wasser. Am Boot sind auch ein paar Russen die gleich mal alle Bänke mit Handtüchern belegen und sich parallel am Boden ausbreiten. Der dicke Oberrusse ist total begeistert als die Guides im Erzählen dass sie gestern einen White Tip Reaf Shark gesehen haben. „We want shark today! We pay moore!“ brüllte der Russe…

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fotografiert von SasMoe

Gutes briefing bekommen, erster Tauchstopp ist das HTMS Chang Wrack, liegt auf 30 Meter, die Spitze ragt bis 5 Meter unter die Wasseroberfläche. Alles fertig, das erste mal wieder im Wasser seit zwei Wochen. Großer Schritt vorwärts und drin samma gemeinsam mit Unmengen anderer.

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fotografiert von SasMoe

Voll schön erhalten das Boot, wurde zu einem künstlichen Riff und ist von total vielen Fischen bevölkert. Ein Lion fish wartet auf Beute, ins Bootsinnere kann man rein aber ich hab etwas Probleme mit den Ohren, alles unter 20 Meter ist unangenehm. Aber voll schön.

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fotografiert von SasMoe

Dann wieder rauf aufs Boot, Mampfi Mampfi, abhängen und dann sind wir schon beim Riff und wir machen wieder Plumps. Leider machen die Ohren wieder Ärger, das Linke, tut ziemlich weh und ich kanns nicht recht genießen. Egal, gezahlt hab ich also wird durchgetaucht.

Oben simma erschöpft, kein dritter Tauchgang für mich, blödes Ohr und die Russen haben die ganzen Kekse aufgefuttert. Der Wudifisch ist sogar Schnorcheln gegangen damit er mit niemandem reden muss.

Wolken ziehen auf, Zeit die Flagge einzuholen und Heim zu tuckern. Der Deutsche Side-mount Typ verspricht mir geile Fotos von mir zu schicken. Das ist ja nicht schwer so toll wie ich ausseh, trotzdem freu ich mich.

Die Schuhboxen werden am Hafen ausgekippt, irgendwer fladert Nicoles Linken und bekommt als Dank den Flip Flop mit dem Nagel drin.

Retourspazieren zum Shuttletaxi, leider leider bleibt keine Zeit für shopsi. Dann großes Taxichaos und dann geht’s endlich los. Wir wohnen schon wieder am weitesten und lassen uns zum großen C kutschieren. Der Typ fragt artig ob er warten soll oder ob wirs dann allein Heim schaffen. Wir sind ja schon groß!

Daheim liegt am Nachrichtentisch ein Zettel vom Matt, das slow-boat ist voll was noch überhaupt nie passiert ist und er hätte uns fürs speed-boat was gebucht ob das eh okay ist und dann bewirft er mich mit Klopapier. Alle Trotteln wollen offenbar morgen die Insel wechseln.

Nachtmahl bei der Kaschemme neben dem großen C, ist alles aus obwohls ja alles nebenan einkaufen könnten. Daheim wird dann relativ bald losgeschnarcht.

 

Mittwoch 3. Jänner 2018

Koh Chang – Paradise Bungalows  / Koh Kood – Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Früher Wecker, packen, Matt kommt mim Scooter vom Laufen retour, kassiert 900 Baht pro Nase fürs Boot, 100 fürn Kaffee und 200 für die Wäsche die wirklich recht gut duftet.

Unser Taxi kommt nicht daher, wir sitzen da fix und fertig und nix passiert. Dann endlich kommt was, schnell alles einladen und flott zum nächsten Luxusressort um ein paar Leute einzusammeln. Noch eine letzte Runde über die Insel, dann sind wir schon wieder in Bang Bao und werden auf den exklusiven Bang Bao Pier geführt. Dort sind schon 100 Leute und es herrscht ziemliches Chaos. Über ein Speedboot drüber steigen um in den Koh Kood Express zu gelangen, keiner hilft, ich werde Gepäckträger. 30 Leute auf dem Miniboot – Zeit für ein Bier.

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Der Typ der den Ausstieg koordiniert kann kein Englisch, bisi schwierig alles. Bei einer der ersten Landungen erklär ich dem Käptn beim Reversieren wo wir hinmüssen weswegen er gleich den halben Pier abreißt. Alle Hotels haben schicke Anlegestellen, wir fahren an unsrem vorbei und der Pier ist weg.

Nach Rechts abbiegen in einen Nebenfluss und dann bleiben wir unter einer Brücke stehen. Der Käptn haut das Gepäck auf die Straße auf der Brücke und wir klettern über ein Boot was als Grillplatz benutzt wird und eine Feuerleiter auf die Straße.

Da stehen wir also, Boot ist weg, es ist sauheiß. Am Ende der Brücke ist ein Cafe oder so was, dort wird gewartet. Dann kommt das Horizon Auto vorbei, wir winken, ich renn zum Fahrer – es ist eh der eine Franzmann vom letzten mal. Ich stell mich freudig vor – Franzmann sagt: Okay. Dann wird uns dabei zugesehen unser Zeug einzuladen, same beim ausladen. Sehr seltsam – wir sind verwirrt.

Im Ressort weißt uns keiner einen Platz zu, wir trinken mal ein Bier und dann kommt doch ein welcome cocktail. Anschließend winkt uns der französische Fabi zu sich, fragt wer wir sein und was wir wollen und das stimme so alles nicht – er habe keine Reservierung. Ich werd langsam fuchtig, zeig ihm den ganzen Mailverlauf. „you did not pay in advance – for me you have no reservation“. Nach hin und her tauchte unsre Reservierung doch ganz zufällig auf. „We know this place – we have been here before!“ „I know“. Hmm. Keine Ahnung was da los ist.

Der Chef trägt anschließend sogar unsre Koffer in den Bungalow. Die Stimmung ist irgendwie dahin, wir dachten der fällt uns um den Hals und schenkt uns einen seiner 2000 Baht Weine.

Naja, auf geht’s zum Nachbarressort wos was zu Essen gibt und weiter zu dem Traumstrand mit der Traumschaukel und einer Bob Marley Bar am Ende die von kübelsaufenden Bayern in Beschlag genommen wurde.

Es ist wunderschön hier. Etwas mehr los als beim letzten mal aber immer noch traumhaft.

Zurück bei uns geht’s in unsere Strandbar wo ungenießbarer Mojito serviert wird. Nach Beschwerde über Grauslichkeit bekommen wir eine Dose Ginger Ale für 40 Baht um den Mojito zu retten. Naja. Dafür gibt’s eine Gitarre.

Zum Abendessen spazieren wir über die finstere Hauptstraße zu eine Ressort was eigentlich nur zwei Häuser weiter liegt aber man muss über Stock und Stein. Schöner Rasen, viele Perserkatzen und ein schön scharfes Curry. Der Kellner ist aus Kambodscha.

Retour geht’s wieder durch die Nacht. Daheim pinkelt uns die Klimaanlage das ganze Zimmer voll und der Safe geht nicht auf.

 

Donnerstag 4. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Frühstück, juhuuu! Komisches Buffet mit Zwiebelberg und Salat, Eier gibt’s auf Bestellung und irgendeine komische Chinasuppe gibt’s. Bis 10 wird gefuttert, dann wird sich beschwert über die hiniche Klima und den Safe. Fabi, der Franzmann, notiert sich alles gewissenhaft. Zum Klimaanlagendefekt hat er auch schon eine mögliche Ursachentheorie: „maybe you let it run the whole day?!“ Hmm. Wie aus einer Persiflage wo unfreundliche Franzosen ein Hotel führen.

Egal, die Anlage ist wunderschön und wir legen uns auf ein Plateau. Gitarre wird hergeschafft, gelesen wird, dann wird geschnorchelt. Zum ersten mal wieder im Wasser seit dem Tauchunfall. Unmengen Fische und unter dem Pier lauert ein ganzer Schwarm. Ein Fisch ist in ein Plastiksackerl gezogen und will nicht mehr raus.

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fotografiert von SasMoe

Mittagessen neben bei den Ana-lay Typen mit Chilimassaker. Oh Oh. Drum massives Flupsi am Nachmittag. Die Sonne geht langsam unter, unsere Beschwerden blieben unbehoben. Dann kommt Julie, die Yoga Tante und knackt mit meinem Dschungelüberlebensmesser unsren Safe. Und um sieben am Abend steht dann tatsächlich ein Klimaanlagentechniker mit Kreissäge und Zement vor der Tür und irgendwann geht’s dann wieder. Fabi ist ganz erstaunt daß wir nicht gelogen haben und dass die Anlage wirklich was hatte.

Die Katschinskis sind auch endlich da, heute um acht aus Bangkok angereist. Es wird sich begrüßt und ein gemeinsames Nachtmahl beschlossen. Ihr Bungalow ist auf der anderen Seite mit gar nicht mal so gutem Ausblick trotz tollem Upgrade.

Wir gehen essen nebenan, es gibt lauter Hunde die Mopeds hassen und einen dicken Oberthai der mit Headset in seinem Sessel thront und Anweisungen gibt. Die Bestellungen werden notiert und die Kokosnuss schmeckt köstlich!

Es wird geplaudert und anschließend wird wieder geschlafen.

 

Freitag 5. Jänner 2018

Koh Kood – Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

Früh aufwachen und allein wird gefrühstückt. Fabi ist da und grüßt nicht obwohl ich ja nicht zu übersehen bin! Statt Suppe gibt’s heut Reis und Spiegelei ist aus, dafür gibt’s Rührei. Alles klar.

Der Himmel klart langsam auf und wir spazieren zur shopping Meile von Koh Kood dies aber blöderweise gar nicht gibt. Wir sind die Einzigen die zu Fuß gehen, alle anderen haben sich alle Mopeds der Insel ausgeborgt.

Bei den Paradise Tauchern machen wir kurze Schattenpause und Melanie, das jonglierende Tauchgirl, stürmt raus und quatscht los. Die BBDivers haben irgendwie nur einen Fanshop und es gibt Tshirts für 300 Baht.

Am Strand liegt Geld rum was gut ist weil alles ist ziemlich teuer dafür zauberhaft. Also wird wieder retour marschiert und beim Chill Out Kaffee bekommen wir was zu futtern und zu gluckern obwohl es irgendwie zu ist. Nur die anderen Österreicher dürfen noch rein, die Deutschen werden weggeschickt.

Kambodscha-2018-Bananen

Die Katzen liegen rum, das Klo ist leider sehr rustikal aber trotzdem befreiend.

Wir zahlen und marschieren über das Restaurant von dem einen Resort zum anderen Resort und dann zu uns. Abgehangen wird, schwimmen gegangen wird aber leider sind die Fische abgehauen. Nicole hat dafür einen Stalkerfisch.

Das schwedische Mörderbuch wird ausgelesen, dann wird geduscht und zur Strandbar marschiert zwecks Sonnenuntergang. Wir speisen heute im Resort, Fisch gibt’s leider keinen mehr und der Squid ist mini, drum gibt’s: Curry! Schon wieder! Jochen mag seine Suppe nicht und wir schauen im Bett noch eine Folge My Name is Earl.

 

Samstag 6. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht

In der Nacht kam ein fetter Regenguss. Wir haben uns schon gewundert warum in unsrem Freiluftbad am Abend zuvor ein Regenwurm rumlag – der hat offenbar schon gewartet. Die Mutantenfliege daneben wusste das offenbar nicht.

Naja, ich geh frühstücken, same same und denk mir ich bin recht fit eigentlich. Rasche Kontaktaufnahme mit den Paradise Tauchern nebenan, die gehen in 40 Minuten. Passt, Jochen will auch mit.

Bisl abgefuckte Tauchschule haben die Deutschen da hingestellt, ein Affe hängt an einer Kette ab und es wird ein paar Tage später ein Ausflug zum HTMS Chang geplant. Dann ewige Warterei, ein Ami-Deutsches Pärchen kommt mit wobei die Frau noch nie mit dem Kopf unter Wasser war. Spannend.

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fotografiert von SasMoe

Jochen is etwas nervös in Gegenwart der hübschen Melanie und zieht gleich mal seinen Tauchanzug verkehrt rum an.

Dann geht’s mit dem Pritschentaxi zum Nachbarressort, eigentlich eh direkt bei uns, und das Ziel ist diese komische Steininsel mit dem weißen Minitempel drauf. Die Insel ist voller Geister weil irgendwer mal den Bürgermeister dort rein geschmissen hat.

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fotografiert von SasMoe

Der Tauchgang ist recht unspektakulär und entspannt. Ein Plastiksackerl bekommt plötzlich Augen und schwimmt davon. Hab noch nie zuvor Rochen gesehen von denen es hier einige gibt.

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fotografiert von SasMoe

Wieder retour zum Strand mit halbvollem Tank. Ein ungeplantes Bierchen trinken, 1500Baht zahlen, Bussi Bussi und retour geht’s. Nicole hat ne Massage und Kathi liegt inkognito am Strand sodass sie Jochen nicht erkennt. Noch ein Bierchen, dann futtern zu den Nachbarn – same same.

Wir liegen an der Hotelbar rum und lauschen Metallica und den lieblichen Worten des Barkeepers der 150 Baht verlangt für einen mitgebrachten Eistee und anschließend einen Opa beschimpft weil er einen Kaffee bestellen wollte. Mir erklärt er daß er immer erst ab 11 Gitarre spielt wenn die ganzen Gäste weg sind. Wohl zu lang mit dem Franzosen zusammengearbeitet.

Jochen geht Massage, die Mädels schwimmen eine Runde und die Mojitos kommen durstig angeflogen. Drum geht’s auf zum Ana-Lay Ressort auf ein Nachtmahl. Die Kathschinskis kommen zu spät, wollen was bestellen, der Chef meint es ist blöd weil the fireshow starts…… NOW!

Licht aus, Feuer an, feines Abschiedsgeschenk. Unten ist eine Hochzeitsparty mit einer gelangweilten Braut. Unser letzter Abend auf Koh Kood.

Beim Bungalow lauschen wir Nick Cave, der Chef kommt vorbei und wünscht eine gute Nacht.

 

Sonntag 7. Jänner 2018

Koh Kood Horizon Ressorts für 3000 Baht pro Nacht / Bangkok Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Um 7 läutet der Wecker und wir beginnen zu packen. Im Frühstücksbereich suchen wir einen trockenen Tisch, packen weiter, die Zeit vergeht wie im Flug. Wir zahlen 12.000 Baht fürs Zimmer mit Visa und 3% Aufschlag sowie 850 mal zwei für den trip nach Bangkok.

Das Taxi kommt zu früh, große Verabschiedung, der Franzose lächelt sogar halb und fragt ob wir uns nächstes Jahr wiedersehen. Eher nicht.

Los geht’s, andre Touris abholen, wir fahren die ganze Insel ab bis in den Norden zur Zentrale von Boonsiri Ferry. Der Franzmann hat keine Baht draufgeschlagen – wir sind überrascht. Klo gehen neben der Militärstation, dann kommt das fette Boot und wir stapfen in den 1. Stock. Drinnen hats 5 Grad, draußen herrscht Rettungswestenteilpflicht.

Station in Koh Mak, und eine Stunde später sind wir am Festland. Irgendeiner schreit wie verrückt Bangkok Bangkok Bangkok und wir erkämpfen uns einen Platz am Tschu Tschu Zug zur Boonsiri Festland Zentrale. Den Auspuff vom Auto haben sie ganze schick mit einer Alupipe in die Höhe geleitet damit wir nicht ersticken.

Dann werden die Tickets kontrolliert, eine Russe zuckt beim Imbissstand aus, Gepäck wird aufgeteilt und unseres bekommt kein Pickerl. Bierchen gibt’s und um zwei glaub ich geht’s weiter.

Fetter neuer Bus mit Klo und ohne WLAN, bei der Abfahrt winkt die ganze Station. Es geht langsam dem Ende zu…

Die Fahrt dauert ewig, schöner Sonnenuntergang, Zwischenstopp bei nem Supermarktkonglomerat, es dunkelt bereits.

Das Klo stinkt ziemlich und beim ersten Stopp in Bangkok gegen 20 Uhr in der Nähe vom Flughafen gibt’s leider nix. Drum doch Busklo. Eine halbe Stunde später sind wir dann bei der Khao San und freuen uns – hier ändert sich nix.

Dann gibt’s ein großes Reservierungschaos im Wild Orchid, die finden uns nicht und Agoda wär schuld. So sorry! Wir werden ins Nachbarhotel Qua Qua begleitet, eh schicker und alles aber leider nicht in der Khao San und es gibt nur ein großes Selbstmordfenster anstatt eines Balkons. Die Empfangsfrau entschuldigt sich 100mal.

Was soll man machen. Auf geht’s zum Wild Orchid auf ein Futter. Am Nebentisch sitzt ein alter Mann, grinst vor sich hin und schlürft glücklich vor sich hinstarrend sein Cola.

Wir schaffen eine kleine Khao San Runde, gehen noch nen Sprung zum stetig piepsenden 7 Eleven und noch auf ein Zigarettal zur Garage bei unsrem Cha Cha Eingang.

 

Montag 8. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Aufgestanden wird, Cafe getrunken wird, im Pyama auf der Straße. Wir marschieren ins Wild Orchid auf ein Frühstück und auf Klärung der Lage. Wir kriegen ne Suite und dürfen gleich siedeln! Juhuuu. 308, N+Ns alter Raum. Leider keine Dusche am Balkon. Im Restaurant sitzt wieder der glückliche Opa mit Lacy von Rock of Love.

Kambodscha-2018-WildOrchid

Schnell retour, alles packen, die Putze klopft schon streng. Inzwischen ist es bereits eins und wir checken uns ein Tuk Tuk zum Shopping Wahnsinn Siam und MBK für 200 Baht und stehen dafür ewig lang im Stau.

Endlich da wird jedes einzelne Halstuchgeschäft inspiziert, nach einer Stunde haben wir noch nicht mal den halben Stock geschafft. Ganz oben gehen wir running-hot-pot Essen, die Heizplatte hört auf den Namen Nicole.

Ganz viel wird geschaufelt, die Getränke bestehen zu 100 Prozent aus Zucker.

Auf der Straße gibt’s ein paar Standln und auch was zu Futtern, dazu eine Moderationsfrau die ins Mikro brüllt. Es gibt Nuss, Tee und Granatapfelsaft für uns.

Wir spazieren weiter zum Siam, super nobel alles, nix für uns. Am Siam Square ist nach wie vor Weihnachten, ein Typ sitzt auf der schneeweißen Bühne und singt vor sich hin. Wir klauen im Weihnachtsspirit ein paar Arabern ihren Hocker. Die findens lustig.

Weiter geht’s zum Central World, hier weihnachtets auch noch ordentlich. In dem absurden Supermarkt gibt es eine absurde Bierabteilung mit Coronita aus Österreich neben Corona aus Mexiko. Aha.

Wir sind geschafft, das Big C Center gegenüber geht sich nicht mehr aus. Drum mit TukTuk Typ 200 Baht aus verhandelt und wir tuktukern wieder retour.

In der Khao San geht’s zu wie eh und je, die Anzugverkaufstypen sind aufdringlicher als die letzten Jahre. Außerdem gibt’s Handyvergrößerungsgeräte, ansonsten same same.

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Im Wild Orchid reist der Opa grad mit der Lacy ab, dafür sitzt der MA48 Typ vom Dritten am Nebentisch.

Karins Cousin postet dass er auch grad in BKK ist, Filip kommt leider erst morgen angeblich. Der Typ am Nebentisch wird angeblich um 500 Baht Retourgeld beschissen, Nicole schlabbert drei Bierchen und um 11 gehen wir schlafen.

 

Dienstag 9. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Unser letzter gscheiter Tag. Drum gibt’s zur Frühstücksnuss ein Leo dazu, auch wegen dem vermehrt auftretenden Husten und Halsweh. Filip kommt erst morgen, das heißt wir haben heute frei!

Drum regnets auch gleich mal Vollgas, dann ises wieder voll heiß. Wir nutzen die Zeit um die Hotelgäste gegenüber abzuchecken. Im dritten Stock wohnen die Spatzen, im vierten die Tauben. Die Katze kommt und bringt alles durcheinander. Ja, fad wars ein bisi.

Wir haben Lesestunde, gehen etwas auf der Khaosan spazieren, futtern irgendwas, marschieren den recht sauberen Fluss entlang und landen in ner Cocktailbar wo ein paar Russen das Prinzip von 1+1 nicht verstehen. Der Typ vom WildOrchid ist auch da, der abgezockt wurde. Der ist mit seinem Land Rover nach Indien gefahren, mag nimma retour tuckern und sucht jetzt nen Weg damit die Karre wieder Heim kommt.

Dann geht’s wieder in den Khaosan Wahnsinn, auf einen Mojito Bucket beim einsamen Gitarristen. Der Kübel war köstlich! Ne einsame, dicke Amibraut sitzt traurig neben uns und der Gitarrist bekommt ein gelbes Plektron von mir.

Kambodscha-2018-Bucket

Weiter geht’s ins Cha Cha 2, auf ein Bierchen und ein Flapsi und einen kleinen Disput. Urviel Händler, Ibis Hotel hat auch ein Hotel aufgemacht welches recht deplatziert stylish in der Gegend herumsteht.

Über die Walking Street von der Susi geht’s auf die echte Khaosan, Nicole braucht nen Führerschein und überall gibt’s Lachgas. Die Dezibels in den Nexo Boxen wurden ordentlich raufgeschraubt, es ist unerträglich laut. Gegenüber vom Mäci gibt’s ne halbwegs ruhige Hütte mit Bier, drinnen in dem riesigen Ding spielt eine einsame Band. Wir gesellen sich dazu, werden angelächelt und ein besoffener Typ kommt und quatscht. Pink Floyd auf unsren Wunsch, sonst kennen sie nix. Alles wird fachmännisch improvisiert. Der Typ haut sein Bier um. Wir trinken kultiviert aus Bierjugs.

Dann werd ich heimgeschickt, dort ises unglaublich ruhig. Noch ein Gute Nacht Daiquiri, der Autotyp kommt schon wieder und bringt einen Karli Kakerlako Freund mit der am Boden herumhirscht.

An der Zimmertür klopft Personal und will uns Bier liefern. Wir sind verwirrt.

 

Mittwoch 10. Jänner 2018

Bangkok – Wild Orchid 1000 Baht pro Nacht

Ja, wir sind traurig. Ich geh mal allein frühstücken runter und bestell ein grausliches Pad Thai. Unser Tisch ist auch besetzt – sehr ärgerlich. Filip meldet sich nicht, also wird ein Einkaufsbummel beschlossen und ich mag über diese Brücke in den fremden Teil der Stadt. Die Rezeptionstante meint das is urweit weg und wir brauchen ein Taxi.

Zu Fuß wird marschiert! Dauert leider ewig und ist nicht ganz so hübsch weil der fremde Teil der Stadt ausschließlich aus Südosttangenten zu bestehen scheint. Zwischenstopp im Cafehaus, die meinen das Shoppingcenter ist in Richtung grad aber urweit weg.

Wir spazieren los, aufgrund des Regens spucken uns die Bodenfliesen ständig auf die Füße. Eine Brücke jagt die andere, ein kleines Phnom Pen Deja Vu macht sich gedanklich breit.

Dann irgendwann kommt so ein goldenes Eierdings in Sichtweite. Und rein ins Shopping Ei.

Weihnachten steht immer noch hoch im Kurs, der größte Christbaum der Welt wird mit Last Christmas bedudelt. Elfen stehen rum und so Plastiktiere. Central heißt das Ding und ist eigentlich recht fad. Ein Chines rennt Nicole um weils so fad ist.

Wieder raus und weiter zum Tesco wo die Wurstfrau in ein Headset brüllt und die Alkabteilung zu hat weils schon nach zwei ist.

Beim raus marschieren haben wir dann Hunger und stolpern in eine Fresshalle an deren Seiten sich unzählige organisierte Standln montiert haben. Zentrales Geschirr, alles top organisiert und wir sind die einzigen Farrangs. Sehr schön.

Kambodscha-2018-Markt

Dann geht’s wieder retour, wir werden traurig wegen baldiger Abfahrt. Zwischenstopp bei nem Cafe mit unverständlicher Überraschungskarte.

Dann sind wir wieder daheim, gehen noch flott einkaufen und erstehen meine Urlaubshose, heuer in Aquamarinpastell, für 420 Baht statt 500. Eine letzte kurze Runde über die Khao San. Dann wird gepackt. Traurig alles.

Für 150 Baht haben wir uns den Flughafentransfer bei unserer Hoteltante gecheckt. Bisi verspätet brüllt dann endlich wer airport airport und wir folgen zum unfreundlichsten Kamikaze Busfahrer ever. Brüllen, warten, Vollgas, dann fährt er beinhart trotz Verspätung zu ner Tanke und geht mal schön kacken. Gelächter im Bus.

Am Flughafen klappt alles zu perfekt, keine Schlange beim Gepäckabladen, kein Geschimpfe wegen Striptease mitten am Aiport. Bei der Passkontrolle sind 100 drängende Chinesen. Ein voll besoffener Typ mit halb offenen Hemd rennt rum und Nicole wartet artig auf mich in der No Waiting Area.

Am Gate hängt noch ein Zettel der alle anderen Woanders hinschickt und wir sitzen wieder am selben Gate wie nach Sieam Reap. Zusammen mit lauter Österreichern.

 

Donnerstag 11. Jänner 2018

Wir dürfen boarden, streiten etwas, bekommen lecker Futter zweimal und allerhand Bierchen. Im Kino läuft ein Kriegsfilm und der neue James Bond.

Als wir wieder wach werden bekommen wir Frühstück und setzen zur Landung an. Gepäck da, alles passt, wir sind stinksauer. Die Ankunft in Wien ist zeitlich die größte Distanz zum nächsten Urlaub.

 

Ende. Noch ein paar seriöse Anmerkungen zu ein paar Orten an denen wir waren, nach Sihanoukville hats mich aber nicht mehr gefreut.

Sieam Reap

Eigentlich ganz nette Stadt, klar, für gebaut um die Angkor Wat Touristen abzufrühstücken, aber insgesamt sehr nett, recht billig, schöne Hotels, angenehme Stimmung. Mit der Pub Street – eigentlich den Pub Streets – gibts auch tolle Fortgehmöglichkeiten, vergleichbar mit der Khao San Road in Bangkok. Bier kostet um die 50 Cent, Essen ein paar Dollar. Gibt auch einen Nightmarket.

Angkor Wat ist Pflicht, 37 Dollar Eintritt pro Person seit 2017 plus circa für einen ganztags TukTuk Fahrer. Es gibt dort ausschließlich überteuerte Restaurants, besser selbst was mitbringen. An einem Tag fast nicht machbar.

Bus von Sieam Reap nach Phnom Penh mit Giantibis, die haben ne tolle Website, alles online buchbar, wenn auch bei weitem nicht so luxuriös wie versprochen aber alles klappt. Teilweise Hotel Pick Up, ansonsten ist Treffpunkt und ihr Büro in der Nähe der Pub Street. Fahrzeit war auch realistisch angegeben. Strom und WLAN im Bus, klappt nicht immer. Station in Phnom Penh ist relativ zentral beim Nightmarket am Fluss. Busse sind ohne Toiletten, dafür gibts alle 90 Minuten Minuten einen Pinkelstopp.

Phnom Penh ist eine recht laute, harte, hässliche Stadt die man eigentlich fast auslassen kann. Kulturell gibts eigentlich nur den Königspalast und das Genozid Museum zu besichtigen. Königspalast ist ohne Eintritt, dafür sollte man halbwegs schick angezogen sein. Das Genozid Museum ist im Herzen der Stadt, man braucht hierfür auch ein paar Stunden, gibt einen tollen Audioguide in mehreren Sprachen, kostet 8 Dollar inklusive Audioguide. Insgesamt alles teurer als zB Sieam Reap, auch die Tuk Tuk Typen sind weitaus aufdringlicher obwohl man viel in der Stadt zu Fuß erledigen kann. Auch ein sehr ausgeprägtes Rotlichtviertel. Große Armut, ganze Familien schlafen mit ihren nackten Kleinkindern auf der Straße, teilweise huschen Ratten um sie herum

Bus von Phnom Penh nach Sihoukville wieder mit Giantibis für 11 Dollar, Abfahrt wieder beim Nightmarket, Ankunft in Sihouville irgendwo, in der Nähe vom großen Löwen Kreisverkehr. Tuk Tuk bringen einen für ca. 7-8 Dollar zu den entfernteren Stränden wie Otres Beach.

Otres Beach

Alles noch im Aufbau begriffen, die Stände die zu nah am Strand gelegen sind wurden alle behördlich entfernt, deshalb liegt noch sehr viel Müll und Bauschutt rum. Teilweise entstehen schöne geschmackvolle 5Sterne Hotels, der Großteil sind aber heruntergekommene Bungalows, von Einheimischen geführt.

Strand selbst ist recht schön und relativ sauber, allerdings wird man jede Minute von Händlern an gequatscht die sich aber nach einem Nein auch schnell wieder verziehen.

Otres Beach / Sihanoukville nach Koh Rong Salmoen

7 Euro Tuk Tuk fahrt zum Pier, Ticket mit Buva Sea vorab online gebucht, man muss es aber in deren Büro welches direkt am Hafen liegt Rückbestätigen lassen. Es gibt neben Buva Sea noch zwei andere Speedbootanbieter, nicht alle fahren aber alle Piers auf Koh Rong Salmoen an. Ticket kostet eine Richtung 15 Dollar, man kann auch Hin- Und Retour Buchen und kann 24 Stunden vor geplanter Abfahrt bzgl. der Rückfahrt Bescheid geben wenn man sich noch nicht sicher ist. Der Speedbootverkehr ist auch wetterabhängig – wenn zuviel Wind ist fahren keine Boote, dh man kommt auch von der Insel nicht mehr retour!

Buva Sea Boote waren relativ neu, alles recht gut organisiert. Zirka eine Stunde Fahrzeit nach M´Pay Bay Village am nördlichsten Zipfel. Unbedingt vorab checken wo die jeweilige Unterkunft liegt, auf der Insel gibt es keine Tuk Tuks und großteils auch keine Straßen weswegen man nur mit dem Boot von A nach B kommt.

Geldübersicht (mehr intern aber vielleicht interessiert es wen):

Nicole bereits bezahlt und wird gegen verrechnet:

20,10 Euro Hotel Bali

200 Euro Hotel Flores

740 Euro Flug Wien – Denpasar

Summe: 960,10 (5.12.2017)

Nicole schuldet:

16 Dollar Busticket Sieam Reap – Phnom Phen

70,10 Euro Central Boutique Angkor Hotel Sieam Reap

59 Euro Grand Waterfront Hotel Phnom Phen

887,57 Euro Flug Wien – Sieam Reap

56,24 Euro Wild Orchid BKK

27 Euro (2000THB) Paypal Anzahlung Koh Chang Paradise Palms

Summe: 1116 (5.12.2017)

Differenz am 5.12.2017: 156 Euro Schulden Nicole – Friedhelm Frischenschlager, beglichen am selben Datum

Nicole schuldet:

83,5 Euro Sakaa Beach Sihoukville

16,5 Dollar Speedboot nach Koh Rong S.

Bezahlt

16 Dollar Giantibis Bus Sieam Reap – Phnom Penh pp

37 Euro Eintritt Angkor Wat pp

15 Euro Tuk Tuk Angkor Wat iG

2 Euro Tshirt Sieam Reap

11 Dollar Giantibis Bus Phnom Penh – Sihanoukville pp

8 Dollar Eintritt Foltermuseum mit Audioguide pp

350 Dollar Beach House Cambodia für 7 Nächte Koh Rong Samloem ig

16 Dollar Speedboot Buva Sea Sihanoukville – Koh Rong Samloem pp

167 Dollar Sahaa Beach Hotel Sihanoukville für 3 Nächte ig

80 Dollar zwei Tauchgänge Koh Rong Samloen

25 Dollar Speedferry nach Sihaukville pp

167 Dollar Clearwater Hotel Sihanoukville für 4 Nächte ig

9 Dollar Busfahrschein Sihanoukville – Koh Kong pp

100 Dollar pro Nacht Koh Kong Resort insgesamt

8 Dollar pro Nacht 99 Guesthouse insgesamt

15 Dollar Tuk Tuk Auflug zum Taitai Wasserfall insgesamt

6 Dollar Tuk Tuk ins Koh Kong Ressort insgesamt

140 Baht Minibus Grenze – Trat pp

75 Baht Pritschentaxi Trat Busstation – Hafen pp

80 Baht Fähre one way nach Koh Chang pp

60 Baht Pritschentaxi nach Koi Mook Paradise Bungalows pro Person

11.935 Baht Paradise Bungalows insgesamt

900 Baht Speedboat Koh Chang – Koh Kood

12.000 Baht Horizon Ressort Koh Kood insgesamt

850 Baht Koh Kood – BKK pro Person

150 baht flughafren Transfer pp

900 hätte BKK – Koh Kood gekostet pro Person bei der hustenden im Wild Orchid gebucht

Buchkritik: Sven Regeners Wiener Straße

Gleich mal vorweg: Dieses Buch ist nichts für Alkoholiker oder solche, die das nicht werden wollen. Denn man bekommt einfach bei jedem zweiten Satz unbändige Gier aufs Saufen, Fortgehen und Blödsinn machen. Juhuuu!

Bierchen sind omnipräsent, kaum eine Szene kommt ohne sie aus. Man bekommt Lust auf grindige Beisln, lange durchzechte Nächte und besoffene Gespräche mit irgendwelchen abgestürzten Berliner Freaks. Sogar auf Berlin bekommt man Lust, was sonst kaum ein Buch schafft.

 

Sven Regener Wiener Strasse

 

In Sven Regeners mittlerweile viertem Werk seiner ursprünglich geplanten Trilogie über die Leiden des jungen Lehmanns geht’s gar nicht mal so sehr um die Protagonisten selbst. Es geht um seine Bekannte, um Erwin, den Beislbesitzer, um seine verrückten Kunst-Freunde Karl und H. R.. Dann taucht da auch noch ein neuer Nachbar auf von Frank Lehmanns eben gegründeter SaufWG, die geschickterweise direkt über dem Cafe Einfall liegt. Der Nachbar erinnert irgendwie an Kristall Rainer vom anderen Lehmann Buch. Cafe Einfall kennt man auch noch.

Es gibt eine Kerstin, die ihres Zeichens die Mutter von Chrissie ist, die wiederum die Cousine von Beislbesitzer Erwin ist. Chrissie könnte recht sexy sein, was da so steht.

Alles sehr kompliziert, also nicht wirklich. Ein paar Leute haben komische, halb lustige Namen, da gibt’s beispielsweise P. Immel, einen Kacki, eine Arsch Art Galerie und einen vertrottelten Grätzelpolizisten. Das Ganze, fast schon Theo Lingens mäßig klamaukeske, müsste irgendwie echt nicht sein, kapier ich nicht ganz und nimmt dem Buch die Ernsthaftigkeit.

Zugute halten muss man dem Sveni die ganzen Wienremiszenzen. Es kommen eine ganze Reihe von Österreichern vor die sich als Hamburger tarnen. Aja, und das Buch heißt ja auch Wiener Straße. Unterstreicht meine These. In einem Satz steht sogar was von 16ner Blech.

Ich mag Sven Regener, seinen Herr Lehmann und die Einblicke in ein Berliner Bierbiotop. Wird wohl nicht der Ingeborg Flachmann Preis aber so zwischendurch ist es wirklich eine feine Abwechslung.

Aja, und BREAKING: Nächste Woche, also 17., 18. und 19. November, liest er im Rabenhoftheater. Bei mir ums Eck! Praktisch

Aufn Schneeberg mit dem Doktor

Wanderung Payerbach/Reichenau – Knofelebenhütte – Damböckhaus – Fischerhütte – Puchberg

 

25. 7. 2017: 7h 40min, 18km, 2.200hm

26. 7. 2017: 4h 30min, 13,3km

 

Ein Wandertag stand an! Wetter war auch Oasch angesagt – beste Voraussetzungen um aufm Schneeberg zu gehen. Zuerst mal ganz früh aufstehen, dann mit dem Regionalzug von der Landstraße bis Payerbach Reichenau. In Neustadt stieg mein betreuender Arzt hinzu während ich mir mit meinem schicken Feitl die Füße bandagierte, während mir der Schaffner zusah.

Dann war schon Zeit zum Aussteigen, mein betreuender Arzt vergisst gleich einmal sein Handy und alle Wanderkarten im Zug. Inzwischen ist es fast 9 und Zeit fürs erste Bier. Zum Glück gibt’s beim Bahnhof Helgas Beisl, die sich grad mit einer rabiaten Dame befetzte und herzhaft lachen musste, als ich mein Bier bestellte. Der Arzt hatte keine Kohle mit und wurde von Helgas Haberer zum Bankomaten entführt.

 

Bahnhofsresti

 

Helgas Beisl gehörte früher Yvonne, die leider bereits verstorben ist. Dann war das Bier kaputt und wir marschierten los Richtung Naturfreunde Hütte Knofeleben.

Quer durch den Wald, an Holzrutschen vorbei, übern Mariensteig mit lauter Heiligenbildern an jedem Baum. Es war recht kühl und tröpfelte hin und wieder und nach 3 Stunden oder so waren wir dann bei der Knofelhütte.

Am Vortag war ich auf der Donauinsel im ärgsten Regen Radfahren und leider hat das der Ladebuchse meines Handys nicht so recht getaugt – das Ladekabel ist abgebrannt und mein Akku hielt plötzlich nur noch gefühlte 10 Minuten. Drum gleich mal Strom geschnorrt, ne Hüttensuppe schnabuliert und mit der Hüttenkellnerin geschäkert. Der BierLKW hat auch grad den Berg erklommen und lieferte Hüsen.

Dann wars fast 12 und Zeit weiter zu gehen, etwas bergab, etwas bergauf, an Kühen vorbei, quer über diese dicht bewachsene Wiese. Ich frag mich, ob meine Zeckenimpfung noch gut ist. Meine Wünschelrute zeigt an, dass Wasser in der Nähe ist.

 

Bergbahn

 

Inzwischen ist die Sonne wieder rausgekommen und nach ein paar Stunden finden wir die Station der Schneebergbahn. Daneben ist ein schmaler Steig, den wir raufmarschieren. Wir treffen eine adrette Mädchenwandergruppe und ein paar Wiener, die mit nem Lautsprecher Wirbel machen.

Dann gibt’s eine kurze Rast und polnische Wanderwürste von Patienten. In der Ferne ist fast schon die Bergstation und die Kapelle zu erkennen, die gerade renoviert wird.

 

Gipfelkapelle

 

Ab hier ist der Weg für die ganzen Touris breit und langweilig und wir kommen zur unfreundlichen Touristenklubhütte, wo ne Wanderpartie mit der Kellnerin anzügliche Witze austauscht.

Der Wind wird immer heftiger und in der Ferne sieht man schon die Fischerhütte. Wir ziehen uns an was geht und dann sind wir da – die Hütte hat sogar offen! Bierchen, Zirbinger, im Mannschaftsquartier einchecken. Außer uns sind noch 3 andere Leut da (ein komisches Pärchen aus Deutschland, ein Biologe der dauernd Brennesel zerhackt und allerhand verrückte Bergläufer die den ganzen Mohnkuchen auffuttern, bevor sie dann eh wieder runterrennen).

 

Gipfelkreuz

 

Der Wind ist mittlerweile wirklich extrem, es haut einem förmlich um. Die Fischerhütte liegt da am Gipfel strategisch auch eher ungünstig – hier werden wir wohl ein Beschwerdemail verfassen müssen.

Gegen 10 gehen wir dann heia. Es ist saukalt im Quartier, wir schlafen mit 3 Decken übereinander und ich krieg diesen blöden Hüttenschlafsack in der Finsternis nicht entfaltet.

Um 5 läutet Barnis Wecker – wegen des Sonnenaufgangs. Er weigert sich zuerst und geht aber dann doch vor die Tür, nur um gleich wieder umzudrehen weil 1. Wind und 2. voller Nebel – Sichtweite weniger als Null.

 

Sonnenaufgang

 

Blöd. Wieder ins Bett und um 9 oder 10 dann endgültig auf. Es gibt ein leckeres Frühstück für 10 Euro. Es regnet total und wir wollen nicht raus. Gegen 11 wird’s dann besser und wir trauen uns vor die Tür, zahlen die Zeche und sind dahin. Übern Fürstensteig geht’s wieder runter. Ein schmaler, steiler Steig, gar nicht ungefährlich, wenn alles pitschnass ist.

 

 

Gipfelkuh

 

Es regnet wie aus Schaffeln und endlich erreichen wir bekanntes Terrain, bei den Kühen. Weiter zur Schneebergsstatinoshütte auf einen Tee und etwas Wärme. Wir sind zu nass für Experimente und marschieren den Touristeig entlang der Schneebergbahn ins Tal nach Puchberg. Alle winken die vorbeifahren. Es wird warm und wir wechseln auf kurz.

Dann warten wir eine Stunde aufn Zug und um 18 Uhr sind wir wieder im schönen Wien. Der Arzt vergisst seine Haube im Zug.

Kommando Elefant goes Kleinkunst

Festival der Bezirke war wieder und jeder Bezirk kramt seine glamourösesten Celebrities hervor und nötigt sie zu einem Auftritt zu Ehren des jeweiligen Stadtteils. Wir wurden von Ottakring verpflichtet – eh kloa, weil das trinken wir am liebsten und unser Proberaum ist auch gleich dort.

Die Tschauner Bühne traute sich drüber und stellte einen bunten Abend zusammen. Wir teilten uns die Kleinkunstbühne, übrigens mit fahrbarem Stadiondach, mit anderen Stars aus der Kabarettszene. Insgesamt vier Acts und drei Stunden unterhaltsamen Programm inklusive Umbauten und Pause. Das konnte ja nur heiter werden.

KE Header Lachen

Wir waren nur ein bisi zum spät zum Soundcheck, auf der Bühne stand schon die Deko vom letzten Watzmann Auftritt und der Backstage war wie eine Saunalandschaft in einem Schrebergarten. Bier und mächtig Holz in der Hütte.

Zum trinken gabs dann aber Schwechater und die Tschaunerchefin schaute vorbei, beschwerte sich über die Wiener Subventionssituation und spendierte uns so ein 6er Tragerl abgelaufener Caipirinjashots. Und Heidelbeeren gabs auch! Wenn man die wieder kotzt wird alles ganz blau.

 

 

Ja, und dann gings auch schon los. Ablauf war dass der Vorhang auf unsren Cue hin vom Tschaunerschen Vorhangchef aufgemacht wird und wir spielen dann gleich Party Party in der Hardcore 4tothefloor Discoversion damit die Ottakringer gleich wissen wo die Elefanten den Most herholen.

Die Leute im Publikum waren wirklich total baff und sichtlich überfordert mit dem Dargebotenen. Sehr lustig. Etwas betretener Applaus, wir haben uns auch nicht recht ausgekannt was das jetzt war, und doch war bereits Zeit für den nächsten Comedy Act.

Die teuflisch schöne Lucy McEvil, die nach uns dran war, saß inzwischen in ihrem weißen Abendkleid mit uns hinten im Schrebergarten und erzählte uns von ihrem letzten Moderationsjob auf einer Sexmesse wo sie die fickenden Trillinge ansagen musste.

Kurz vor der Pause mussten wir nochmal raus und spielten irgendwas Konsensmässiges und dann war wieder Vorhang und die obligatorische Pause.

Das Problem bei diesen Miniauftritten ist ja dass man voll viel Zeit dazwischen hat und die Songs von mal zu mal lustiger werden. Ganz am Ende schickten sie uns nochmal raus um den Abend zu retten und wir gaben nochmal alles. Da wir ziemlich gut waren wurde es ein versöhnlicher Abschied, mit Verbeugen, Bussis geben und Beschwerden warum wir keine Autogrammkarten haben.

Ke Bock auf Revo

Während noch das Publikum sich um die Tschaunersche Theke versammelte wurden wir schon vom Tschaunerschen Hausmeister aus dem Holzbackstage rauskomplimentiert.

Und dann standen wir angeduselt um 22 Uhr mitten in Ottakring und gingen noch ins B72.

Guincho 2017

 

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Donnerstag 29. Juni bis Montag 3. Juli 2017

Flug mit Swiss über Zürich (Hin) und Genf (Retour) um 260 Euro

AirBnB: 500 für 4 Nächte

Ubahn Aeroport – Cais do Sodre 1, 10 Euro

Zug Cais do Sodre – Cascais 2,70 Euro

Bus Cascais – Aeira 2,30 bzw. 3,20 Euro

 

Donnerstag 29. 6. 2017

Früh läutet der Wecker, Morgenstund hat Stinki im Mund, einen Cafe trinken, noch schnell zwei Eier mit meinem neuen Wasserkocher schnabulieren und kurz vor sieben stehen wir bei der Landstraße, kaufen Zugtickets und werden sogar kontrolliert von tätowierten ÖBB Frühpensionisten in spe.

Am Flughafen ist leider voll viel los, dieser Automaten Check-In funktioniert nicht und der einzige Servicetyp ist völlig überfordert. Ne Stewardess will eigentlich nur aufs Klo gehen und wird sogleich von einer fragenden Menschentraube belagert. Der nette Servicemann meint dann wir sollen uns doch bei der anderen Schlange anstellen. Mühsam. Dann sind wir am Schalter, klappt alles, Gepäck darf mit. Nur mein Pass wird nochmal extra durchleuchtet.

Im Schweizerflieger gibt’s dann voll nettes Bier welches ein blaues Etikett mit Bergen und einem Alpensepp oben hat. Schmeckt grauslich, aber das Auge genießt.

Dann sind wir schon in Zürich, marschieren in den nächsten Flieger und wieder gibt’s dieses Bier im Almdudler Design. Zum Essen gibt’s Salat mit Bergkäse, die Kellnerin fragt mich ob das Essen gut war, ich sag der Käse war sehr lecker und sie freut sich. Vor dem Klo stehen weitere käse naschende Kellnerinnen. Ein Opa kriegt die Klotür weder auf noch zu.

Mein Buch für die Reise hab ich blöderweise schon am Hinflug ausgelesen.

Wir landen in Lissabon, alles sehr schön, das Gepäckband ist am anderen Ende dafür ist alles da. Eine Rauchen und der Herr Wind ist auch schon da.

Lisboa-Pflaster-by-Bernhard-Luis-Pasching

 

Ubahnstation ist gleich vor der Flughafentür und ein netter Tickettyp holt uns die richtigen Fahrkarten aus dem komischen Automaten. Sicherheitsschleusen, alles voll professionell. Im Zug fühlen wir uns gleich wohl, alles stinkt ein bisi und ein paar abgefuckte Leut, wie daheim halt.

Wechsel in die grüne Linie und wir sind am Cais do Sodre. Erkundungsspaziergang zum erstbesten Wirt am Platz der voll nett ist. Dafür hat er aber kein Klo.

Ich komm drauf dass ich blöderweise meinen Pullover und meine Glückshaube vergessen hab, drum auf zum nächsten H & M und im Abverkauf schicke Klamotten erstehen. Im Miniprecio noch was zum Futtern und zum Wirten gegenüber aufs Klo – alles perfekt. Das erste Törtchen, Pasteis de Nata, sehr lecker.

LisboaTram-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir marschieren wieder retour zum Cais do Sodre, kaufen Zugtickets und fahren die Küste entlang bis Cascais. Ich hab blöderweise mein Ticket verschmissen und bin gefangen in der Station weil diese Schleuse nicht aufgeht. Eine Frau versucht von meiner misslichen Situation abzulenken und steckt ihren Kopf durch die Schleuse die offenbar der Erfinder der Guillotine entwickelt hat. Zu sechst versuchen wir die Schleuse aufzubrechen, den Sicherheitstypen ist das alles wurscht, dann irgendwann drückt wer auf Reset und alle Türen gehen auf. Frau lebt weiter, ich bin befreit, alle glücklich bis auf Nicole die mir inzwischen ein neues Ticket gekauft hat.

So eine Aufregung! Wir finden die Busstation, die Mädels rennen aufs Klo und wir erwischen den vorletzten Bus und steigen in Areia aus. Kurze Verwirrung wohin und ein Eck weiter stehen wir vor unserer AirBnb Bude. Von der Ferne erahnen wir den Sonnenuntergang.

Der Typ ist da, erklärt alles, passt. Kurze Erfrischung, dann Abmarsch zur Campingplatzbar. Wir bekommen Kantinenfisch, Bier für 1,90 und einen halben Liter Gin Tonic für 3,90. Die haben voll umgebaut, es gibt einen Pool und einen Tennisplatz.

Dann Abmarsch nach Hause und Nachti Nachti.

Freitag 30. Juni 2017

Juhu, wir sind in Guincho! Um 9 stehen wir alle auf, machen lecker Frühstück und im Garten und um 11 sind wir dann ready für die Boca. Blöd dass es mittlerweile voll schiach geworden ist und es ein bisi regnet. Wurscht, trotzdem Strand. Die haben alles hübsch renoviert von meinen EU Geldern, die Straße ist neu asphaltiert und es gibt sogar einen fetten roten Radweg sowie ein Dünenforschungsinstitut welches so Holzstege über die Hügel gepflastert hat. Sehr fancy. Wir kommen bei dem komischen Festungshotel raus welches auch neu angemalt wurde und gar nicht mehr nach Festung ausschaut.

Guincho-Beach1-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir sehen das Meer und der Strand ist fast menschenleer bis auf ein paar Müllaufsammler vom Cascais-Verschönerungsverein. Der Herr Wind macht auch grad Urlaub und fetzt einen kleine Sandkörner gegen die Haut. Es hat sicher 30 Grad und mittlerweile knallt auch wieder die Sonne runter aber wir sitzen mit Pullover bei der Strandbar do Guincho und Nicole bekommt ein 4 Euro Bier mit Sandgeschmack. Nadines Cola wird vom Wind gepfändet.

Guincho ist immer noch wunderschön, die zwei bestehenden Hotels werden grad neu asphaltiert und die Bar do Guincho hat jetzt wohl auch ne Strandlizenz aber sonst ist noch alles wie ichs mir ausgemalt habe. Nur etwas schicker, die witzigen Surferfreaks sind weg, dafür laufen lauter WU Typen herum mit fetten Autos.

Guincho-by-Bernhard-Luis-Pasching

Nadine geht heim lernen und das Luissche Kollektiv bestimmt einen Cascais Gedenkmarsch den Strand entlang. Zuerst Pinkelstop beim alten Fort, dann weiterhatschen in der Sonne und alles ist sehr schön. Fast am Ende der Küstenstraße dann doch der Plan mit dem Bus weiterzufahren, wir enttarnen eine rosa Pullovernutte die dann doch in den Bus einsteigt – leider kommt nur der in die falsche Richtung. Wir hatschen weiter und werden sogleich von unsrem Bus überholt. Pinkelpause bei der Tankstelle und kurzer Stopp bei so nem komischen Standlmarkt auf einen Burger und einen Thunfisch Toast. Dann noch durch Cascais navigiert, schon wieder aufs Klo gehen im Einkaufszentrum mit dem Pingo Doce.

Bacalao-by-Bernhard-Luis-Pasching

Dann kommt auch schon der Bus und wir fahren retour. Zum Glück hat Nadine auch keinen Hunger weil wir sind immer noch voll angefuttert und gehen dann schlafen.

Traum: Meine Wohnung wird durchsucht durch so Mafiatypen rund um Fattoni, aber irgendwie sind die eh nett und wir kennen uns. Ich biete ihnen Kaffee und Käsebrot an, komm aber drauf dass ich weder das eine noch das andre hab und mach so Minibrote und dann muss ich aber noch irgendwas anders machen und die Mafiatypen sitzen ganz still auf der Couch und warten ewig bis ich Ihnen so Minibrote serviere

Samstag 1. Juli 2017

Lissabon Tag! Wir frühstücken wieder voll fancy im Garten, blöderweise hat sich das auch bei den Wespen herumgesprochen. Wir siedeln ins Haus retour, braten den grauslichen Speck mit Knoblauch und um 11 marschieren wir zum Bus der blöderweise nicht daher kommt. Drum fahren wir mit dem anderen die Panoramastrecke, gehen wieder ins Einkaufszentrumsklo und fahren mit dem Zug nach Lissabon rein.

Lisboa-by-Bernhard-Luis-Pasching

Menschenmassen beim Cais do Sodre und wir marschieren relativ planlos rum auf der Suche nach einem Cafe. Nadine mag irgendein Parfüm kaufen in nem Laden dens nicht mehr gibt laut google. Wir landen in nem Park und schlürfen lecker Cafe. Dann sind wir bei der Adresse von dem Parfümladen und siehe da – es gibt ihn wirklich nicht mehr. Über die Gasseln von der Bairro Alta marschieren wir wieder retour Richtung Meer, marschieren die Strandpromenade ab, uns werden Drogen angeboten , überall stehen fette Bühnen rum und eine Stunde mit dem Sightseeing Tuk Tuk kostet 60 Euro. Die ganze Stadt wirkt sehr pittoresk und schön aufgeräumt. Wir futtern die ganze Zeit Pasteis de Nata und landen bei dem Kiosk auf dem Platz wo am Ankunftstag eine Rittervorstellung passierte. Gin Tonic für 10 Euro dafür mit reichlich Obst drin. Und das Klo dort ist auch super. Nebenan ist eine Sardinenausstellung die außer mir aber keinen interessiert.

Lisboa-Tor-by-Bernhard-Luis-Pasching

Retour zum Bahnhof und mit dem Ghettozug wieder retour in unsren Nobelort. Wir gehen noch zum Jumbo, kaufen diese Teigtascherltheke leer und mit dem Bus geht’s wieder retour nach Areia.

 

 

Schnell duschen und auf zum besten Restaurant im Ort, neben dem Carloto. Wir sind etwas underdressed, alles sehr schick, fast nur locals drin. Wir bestellen 3mal Überraschungsfisch und es mundet vorzüglich! Auch die Rechnung stimmt – 34 Euro für drei Hauptspeisen plus Getränke.

Mittlerweile ist es dunkel, wir rauchen noch eine auf der Terrasse und gehen dann schlafen. Mir ist sauheiß in der Nacht, hab vom Vortag einen kleinen Sonnenbrand am Fuß.

Traum: Bin der Assistent von Helene Fischer, gemeinsam mit ihrem Sohn. Er schenkt ihr urviel Wodka ein, sie sauft offenbar extrem viel. Dann treffen wir uns mit anderen Schlagerheinis und der Scorpion Sänger ist auch dabei

Sonntag 2. Juli 2017

Strandtag! Und es ist windstill! Komisch. Wir frühstücken wieder drinnen und marschieren mit 2 Liter Superbock bewaffnet zum Strand. Schön dass die Sonne scheint und es windstill ist, blöd dass das alle Anderen auch toll finden. Der Strand ist ziemlich voll, die Sonne knallt runter und wir erstehen bei der Bar do Guincho 4 Stunden Schatten für 8 Euro. Zwei Liegen plus Schirm hätten 20 Euro für den ganzen Tag gekostet. Frechheit.

Guincho-Beach2-by-Bernhard-Luis-Pasching

Wir liegen rum, Nadine lernt brav. Dann wäre der Plan gewesen schwimmen zu gehen. Der Atlantik ist echt eiskalt – wie so ein Saunabottich. Bis zum Bauch geh ich rein. Meine Füße erfrieren, mein Oberkörper bekommt einen Sonnenbrand, in der Mitte ist es schön angenehm.

Neben uns liegen ein paar WU Typen aus Deutschland. Der Herr Wind kommt dann auch vorbei und es fliegen Sonnenschirme in der Gegend herum. Diese Cascais Putzkollone serviert mir ein Aschenbecherstanizel.

Nadine geht heim und wir gehen aufs Klo das komischerweise völlig gratis ist. Wir sind überrascht. Wir spazieren übern Strand und dann rauf zur Fahne und dann ises eh schon spät und wir marschieren über die Bar do Guincho Straße wieder heimwärts und werden unentwegt von fetten Protzkarren überholt.

Superbock-by-Bernhard-Luis-Einkehrschwung zur Campingplatzbar auf ein Bier. Die Longdrinks sind auch geschrumpft leider. Rundgang übern Platz, find unsren alten Spot wieder. Sehr schön. Ein Mädel sitzt vor ihrem Zelt und weint. Nicole gfallts da trotzdem nicht.

 

 

Wir marschieren heim, gehen duschen und machen uns schick für Carloto.

Dort werden wir hofiert und im Überschwang der Gefühle kleckert der Kellner Schokokuchen auf meinen 10 Euro Joy Division Pulli.

TouristBS-by-Bernhard-Luis-Pasching

Fisch auch gut aber nicht so routiniert lecker wie beim Konkurrenten. Der komische Weinbrandschnaps ist auch grauslich und die Torte schaut auch besser aus als sie schmeckt, schmeckt trotzdem gut.

Man hält uns die Türe auf und wir marschieren heim. Traurig dass wir morgen schon wieder fahren müssen. Wir beschließen Tagwache um Acht und gehen schlafen.

Montag 3. Juli 2017

Acht Uhr klingelt der Wecker und die Reisegruppe Paarschepp kommt langsam in die Gänge. Die letzten Kühlschrankreste werden verputzt, das komische Fleischbrot eingepackt, das letzte Bacalao-Tascherl schnabuliert.

Wir marschieren um Punkt 10 zur Campingplatzbusstation aber der blöde Bus kommt schon wieder nicht daher. Warten, Klo gehen, dann kommt er doch. Über die Panoramastrecke geht’s nach Cascais rein, Zug kommt auch gleich, klappt alles.

Kaktusbaum-by-Bernhard-Luis-Pasching

Beim Cais do Sodre ist die Hölle los, überall Menschenschlangen vor jedem Ticketautomaten. Bei der Ubahn ist zum Glück weniger los, wir fahren mit einmal umsteigen zum Aeroporto und kaufen noch schnell Pasteis de Nata für die Daheimgebliebenen und Hungrigen.

Am Flughafen hängen wieder die Polizisten mit den automatischen Waffen rum und eine Politesse muss aufs Klo. Einchecken klappt alles, Flug hat Verspätung, wir hängen rum gemeinsam mit urviel Anderen. Dann geht’s in Flieger rein und ohne Überraschungen landen wir in Genf. Dort ises schön aber fad. Fürs FlughafenWLAN wollen sie sämtliche Daten haben. Ein kleiner Bub haut so einen Absperrpfeiler um der ihm fast auf den Kopf donnert.

Das Flugzeug ist herzig klein, die Crew ist entspannt und das Wetter ist perfekt.

Aeroporto-by-Bernhard-Luis-Pasching

Um 21.50 Landung in Schwechat, um 22.04 sitzen wir schon im Zug zum Hauptbahnhof. Das ging aber fix.